Trüffeljagd in Ungarn

Trüffel. Auch in Ungarn gelten die teuersten und kulinarisch wertvollen Pilze als Delikatesse und werden seit mehreren Jahrhunderten dort gesammelt. Mit qualifizierten Pilzkennern geht es jedes Jahr Mitte Oktober auf Trüffeljagd. Nach getaner Arbeit wartet schließlich eine Geschmackexplosion auf die Teilnehmer, denn im Anschluss zeigen erfahrene Köche, wie man die Edelpilze richtig zubereitet.

Trüffel – von französisch „truffle“ – wurden früher mit der Hilfe von Schweinen gesucht. Das hat sich geändert: Heutzutage wird der beste Freund des Menschen für die Jagd eingesetzt. Speziell auf das Erschnüffeln von Trüffeln trainierte Hunde tragen dazu bei, dass die „Schatzsuche“ am Ende des Tages erfolgreich ist.

Auch Freunde des guten Geschmacks und Hobby-Sammler haben die Chance, bei einer traditionellen Trüffeljagd live dabei zu sein. Seit 1997 gehen Interessierte jedes Jahr Mitte Oktober im Szalajka-Tal, nordöstlich von Budapest, mit qualifizierten „Trüffeljägern“ auf die Pirsch. Während der Touren treffen die Teilnehmer auf einen märchenhaften Wasserfall, ein Freilichtmuseum im Wald, Forellenteiche und auf den unter Naturschutz stehenden Urbuchenwald. Bei Istállóskő besichtigen die Wanderer darüber hinaus eine von Vorzeitmenschen gebaute und genutzte Höhle.

Nach einer erfolgreichen Suche freuen sich die Feinschmecker auf den unvergleichlichen Geschmack verschiedenster Trüffel-Variationen. Ob zu Fisch, Pasta oder in Fleischgerichten – Trüffel geben jedem Gericht das gewisse Etwas und sorgen für Gaumenfreunden pur.


Wer von den Edelpilzen einfach nicht genug bekommen kann, besucht im Anschluss den Trüffel-Markt im Szalajka-Tal, wo die Delikatesse rein oder verarbeitet angeboten wird. Beim Landeswettbewerb der Trüffelhunde erfahren die Besucher alles rund um die fleißigen Helfer und fiebern mit, welcher Vierbeiner das Rennen macht.

Wer unabhängig von der Trüffeljagd die Umgebung rund um das Szalajka-Tal erkunden möchte, kann auf fahrbare Untersätze zurückgreifen oder hoch zu Ross die Natur entdecken: Die Route kann alternativ mit einer Schmalspurbahn bezwungen oder der Wald auf einem Pferd durchquert werden. Pferdekutschen sind ebenfalls im Einsatz. Zur kalten Jahreszeit lassen Pferdeschlitten Wintermärchen wahr werden. Pferdenarren haben außerdem die Möglichkeit, das einzige staatliche Lipizzaner-Gestüt der Region zu besichtigen.

Weitere Informationen unter http://www.menesgazdasag.hu/en/

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