Superteuere Toskaner

DER FEINSCHMECKER testet die italienischen Modeweine und empfiehlt zehn Flaschen – Nur wenige Weine erhielten gute Noten, obwohl die „Super-Tuscans“ häufig 40 Euro und mehr kosten. Die Preise sind meist stark überhöht

In den 1980er-Jahren wollten toskanische Winzer sich von den strengen Chianti-Regelungen lösen – und schufen die Kategorie der Super-Toskaner, Cuvées aus französischen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot. Die Weine waren manchmal exzellent, fast immer aber superteuer. Dreißig Jahre später ist leider allzu oft nur noch der hohe Preis übrig geblieben, wie DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN-VERLAG in seiner März-Ausgabe zeigt. FEINSCHMECKER-Autor Ulrich Sautter hat mit weiteren Weinexperten mehr als 90 aktuell erhältliche Super-Toskaner aus den Jahrgängen 2005 bis 2010 verkostet. Sein Fazit: Die Toskana-Fraktion überzeugt kaum noch. , stellte Sautter fest, der Stern der Super-Toskaner sinke.

Aus der Menge der verkosteten Weine stellten die Tester ein Ranking auf, das zehn Flaschen umfasst. Sieger war ein 2008er Ca‘ Marcanda von Angelo Gaja – einem Winzer, der nicht einmal aus der Toskana kommt, sondern aus dem Piemont. Der Wein kostet stolze 77 Euro. Platz zwei belegt der 2007er „Mèria“ aus Fonteblanda in der Maremma, hergestellt vom Weingut Serpaia. Für ihn muss man im Fachhandel 14,60 Euro bezahlen. Der drittplatzierte Wein, ein 2008er Caiarossa, ist für 40 Euro erhältlich und kommt vom gleichnamigen Gut, ebenfalls aus der Maremma.

Die März-Ausgabe von DER FEINSCHMECKER ist seit gestern bereits am
Kiosk erhältlich und kostet 9,95 Euro.

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