Mehr Meeresschutz dank mehr Technik?

Wie kann sichergestellt werden, dass Fangschiffe nicht in einer verbotenen Zone fischen? Es macht ja tatsächlich wenig Sinn, Meeresschutzzonen oder saisonale Fangverbote festzulegen, wenn sich keiner daran hält und niemand wirklich Kontrolle hierüber hat.

Mit Unterstützung der britischen Regierung hat die nordostenglische Firma «Succorfish» («Fisch-Beistand») ein satellitengestütztes System entwickelt, welches es dem Kapitän erlaubt, weltweit auf den Meter genau festzustellen, wenn sein Schiff ein Schutzgebiet verletzt. Succorfish rühmt sich, «drei Parteien an einen Tisch» gebracht zu haben: zum einen die kommerzielle Fischerei, welche darauf angewiesen sei, ihre Ressource nachhaltig zu bewirtschaften, zum andern Fischereibehörden und Umweltorganisationen, die grosse Meeresgebiete vor Überfischung schützen müssen.

Die britische Umweltbehörde lobt Succorfish als «bahnbrechende Ausrüstung» von Fangschiffen, die zeige, «wie innovativ die britische Fischereiindustrie» sei.

Technik hilft nur im Verbund
Das Problem der Verletzung von Fangverbotzonen stellt sich – aus Absicht oder aus Versehen – zum Beispiel auch vor Westafrika. Die lokalen Kleinfischer sehen sich immer wieder damit konfrontiert, dass grosse Trawler aus Europa und Asien in Küstennähe fischen, obschon diese Zone für sie offiziell gesperrt ist. Selbst gut organisierte Fischerhäfen im Senegal stehen dieser illegalen industriellen Fischerei machtlos gegenüber. Denn die lokale Fischereibehörden verfügen kaum über Schnellboote und Helikopter, um die grossen Trawler zur Rechenschaft zu ziehen.

Überwachungstechnik wie die von Succorfish entwickelte kann eine Hilfe in der Hand bestens ausgerüsteter Fischereibehörden sein. In Entwicklungsländern wären die lokalen Behörden dagegen darauf angewiesen, dass ihre Kollegen in Europa und Asien die illegal agierenden Schiffe aus dem Verkehr ziehen – eine Illusion.

Den Fischern im Weltsüden wäre besser geholfen, wenn ihre Behörden mit den Machtmitteln ausgerüstet würden, mit welchen sich illegal tätige Trawler beschlagnahmen lassen. Viele solcher Mittel sind vor Ostafrika konzentriert, aber in europäischer Hand. Sie dienen nicht der Überwachung der Fischgründe, sondern der Bekämpfung von Piraten, die nicht zuletzt deswegen aktiv wurden, weil europäische und asiatische Flotten jahrelang unkontrolliert die afrikanischen Fischgründe ausgebeutet hatten.

NEUE COCKTAIL-IDEEN MIT FRUCHTSAFT

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die
Vorbereitungen für den Jahreswechsel laufen auf
Hochtouren. Silvestercocktails sind für viele fester
Bestandteil einer Silvesterparty. Die ideale Basis für
traditionelle und ausgefallene Cocktailideen sind
Fruchtsäfte und Fruchtnektare. Ob mit oder ohne
Alkohol – die saftigen Mischungen sorgen in jedem Fall
für hochprozentigen Genuss. Die breite Palette der
Fruchtsäfte und -nektare ist das Geheimnis mit dem
Gäste verwöhnt werden: pur, gerührt, geschüttelt oder
gemixt. Der Phantasie sind bei der Komposition
verschiedener Säfte und Nektare keine Grenzen
gesetzt – mal ein Hauch von tropischen Nächten mit
Maracuja- und Ananassaft, mal ein Traum in rot mit
Kirsch- und Johannisbeernektar, vielleicht auch
erfrischende Zitruspower mit Orangen-, Zitronen- und
Grapefruitsaft oder der Klassiker Apfelsaft mit
Pfirsichnektar. Das i-Tüpfelchen für die köstlichen
Cocktails ist die Garnitur: spiralförmig abgeschälte
Orangen- und Zitronenschalen, Minzeblättchen, Spieße
mit frischen Fruchtstücken und natürlich Strohhalme.
Wer seinen Gästen einen besonderen Gag bieten will,
serviert Cocktails statt in Gläsern in ausgehöhlten
Früchten wie Ananas, Kokosnuss und Melone oder mit
farbigen Eiswürfeln aus Fruchtsäften.

Um den ganzen Abend fit zu bleiben, sollte man
zwischendurch auch mal ein Glas Fruchtsaft pur
genießen. Denn in den Partynächten mit viel Alkohol
und unter Umständen auch Zigarettenrauch – den

Vitamin-C-Killern schlechthin – kann gerade eine Vitaminbombe aus dem Fruchtsaft-Mix die
Kondition steigern.

WERTVOLLE INHALTSSTOFFE
Mit Vitaminen kommt man nicht nur durch eine lange Partynacht. Mit Vitamin C kommt man
auch gut durch den Winter, bleibt fit und kann die Freuden des Winters in vollen Zügen
genießen. Fruchtsaft zählt in Deutschland z. B. zu den wichtigen Vitamin-C-Spendern. Legt
man den durchschnittlichen Fruchtsaftkonsum der Deutschen zu Grunde, so nehmen sie
mit Apfel-, Orangen-, Trauben- und Multivitaminsaft täglich 13,5 mg Vitamin C auf. Vitamin
C fördert die Infektabwehr und beugt dadurch Erkältungen vor. Der Vitamin-C-Gehalt und
die Fruchtsäuren in Fruchtsäften steigern darüber hinaus die körpereigene Eisenaufnahme
und fördern damit Konzentration und Leistungsfähigkeit. Zusätzlich sind Fruchtsäfte
hervorragende Lieferanten Sekundärer Pflanzenstoffe. Roter Traubensaft enthält reichlich
Polyphenole, die das Immunsystem stärken, da sie den Abbau schädlicher Stoffe im
Körper, den freien Radikalen, fördern können.

COCKTAIL-IDEEN MIT FRUCHTSAFT

DARK APPLE

ZUTATEN:
12 cl Apfelsaft, klar
5 cl schwarzer
Johannisbeernektar
3 cl Zitronensaft
1,5 cl Lemon Squash
3 cl Mineralwasser
Eiswürfel

ZUBEREITUNG:
Apfelsaft mit schwarzem Johannisbeernektar,
Zitronensaft und Lemon
Squash mit Eiswürfeln im Shaker
vermengen.
Anschließend mit weiteren Eiswürfeln und
Mineralwasser in ein Longdrinkglas
geben und servieren.
TIPP: Der Cocktail wird noch dunkler,
wenn man im Shaker einen Teelöffel
Zuckercouleur hinzufügt.
TIPP: Für eine besondere Garnitur
100 ml Johannisbeernektar mit 50 g
Zucker aufkochen und vom Herd
nehmen. Inzwischen einen Apfel in
hauchfeine Scheiben hobeln und in den
noch heißen Sud geben. Etwa 10 bis 15
Minuten ziehen lassen, dann
herausnehmen, auf Küchenkrepp
abtropfen lassen und etwa 2 Stunden im
Backofen bei 70 °C trocknen lassen,
dabei einmal wenden.

SPICY COCO-ORANGE

ZUTATEN:
1 kleine rote
Pfefferschote
12 cl Orangensaft
4 cl Mangonektar
2 cl Kokossirup
4 cl Limettensaft
Eiswürfel

ZUBEREITUNG:
Die Pfefferschote halbieren, entkernen
und grob schneiden. Zusammen mit dem
Orangensaft, dem Mangonektar,
Kokossirup, Limettensaft und Eiswürfeln
in einem Shaker vermengen.
Mit weiteren Eiswürfeln in einem
Longdrinkglas abseihen.
TIPP: Für eine besondere Garnitur 1 Bio-
Orange mit einem Kannellierer
(Spezialwerkzeug) ohne Unterbrechung
spiralförmig „schälen“.
50 g Zucker mit 50 ml Wasser aufkochen,
den Orangenschalenstrang darin 10 Min.
bei kleiner Hitze ziehen lassen, auf einem
Sieb abtropfen lassen.
Den Orangenstrang spiralförmig um
einen leicht geölten Holzlöffelstiel oder
Ähnliches wickeln. Backofen auf 70°C
vorheizen und den Orangentwist samt
Holzlöffel etwa 2 Stunden im Ofen
trocknen. Anschließend den getrockneten
Orangentwist von den Stielen ziehen.

www.fruchtsaft.org

Lafers leckerer Osten

Janine Strahl-Oesterreich und Johann Lafer ziehen gemeinsam durch mitteldeutsche Lande um aufzuzeigen, was es dort an kulinarischen Attraktionen gibt. Beginnen wird ihre Reise in Görlitz, mit Leckereien, die aus dem Schlesischen kommen. Enden wird ihre Tour im traumhaft schönen Spreewald – bei den sauren Gurken.

MDR, Samstag, heute, Report/Essen und Trinken 20:15 – 22:45 Uhr (VPS )

Weißes Walkalb in den Whitsundays

Das Great Barrier Reef überrascht oftmals mit spektakulären Begegnungen in der Unterwasserwelt. Wayne Fewings, Bewohner der Whitsundays Region, entdeckte auf einer Bootsfahrt einen Buckelwal mit weißem Kalb in den Gewässern der Whitsunday Passage: „Plötzlich streckte der weiße Wal seinen Kopf aus dem Wasser – nur 150 Meter von unserem Boot entfernt.“ Fewings beobachtete fasziniert das gänzlich weiße Walkalb, das weitere zehn Minuten um das Boot schwamm und dabei immer wieder aus dem Wasser sprang.

Doktor Mark Read, Spezialist der Great Barrier Reef Marine Park Authority, bezeichnete die Sichtung eines weißen Buckelwals als sehr selten. Von den etwa 12.000 Walen, die jedes Jahr durch die Gewässer der Whitsundays ziehen, seien maximal 10 Tiere weiß. Für die gänzlich weiße Färbung ihrer Kälber müssen beide Waleltern teilweise oder gänzlich weiß sein. Das Alter des weißen Buckelwalkalbs wird aufgrund seiner Flossenform auf drei Wochen geschätzt.

Die Buckelwale ziehen zu dieser Zeit des Jahres südwärts durch die Gewässer vor der australischen Ostküste in Richtung Antarktis. Das weiße Kalb wird noch einiges an Walspeck zulegen müssen, bevor die Walfamilie die kalten arktischen Gewässer erreicht.

Weitere Informationen über die Whitsundays unter www.TourismWhitsundays.com.au

Vorsicht Abzocke!

Warnung vor windigen Geschäftemachern

Verstärkt sind derzeit wieder Bauerfänger unterwegs, um
Betrieben das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aktueller Anlass: Die
Einführung der DGUV Vorschrift 2.
Die BGN warnt davor, sich auf diese Angebote einzulassen.

Die Masche der Gauner: Am Telefon wird gedrängt, einen mündlichen
Kaufvertrag abzuschließen. Angeboten werden beispielsweise neue
Verbandskästen, Aushänge oder Infopakete mit Materialien zum Arbeitsschutz.
Dabei erwecken die Anrufer den Eindruck, sie handelten im Auftrag oder mit
Wissen der BGN. Kaufdruck wird mit dem Verweis auf die DGUV Vorschrift 2
erzeugt. Teilweise drohen die Anrufer auch mit Kontrollbesuchen oder der
Benachrichtigung der Polizei, sollte das Unternehmen nicht auf das Angebot
eingehen.

Die BGN warnt ausdrücklich davor, sich auf diese Offerten einzulassen. Denn
keine dieser Firmen handelt mit ihrer Billigung oder gar in ihrem Auftrag.

Um die Unternehmen vor der dreisten Abzockerei zu schützen, stellt die BGN
klar:
– Informationsmaterial wie Broschüren oder Plakate, Seminare und
Schulungsangebote sind für BGN-Mitgliedsbetriebe in der Regel kostenlos.
– Die BGN beauftragt weder eigene Mitarbeiter noch Dritte damit, Betriebe
anzurufen, um ihnen Informationsmaterial oder Schulungen kostenpflichtig
anzubieten.
– Die BGN beauftragt niemals externe Firmen mit Kontrollen in ihren
Mitgliedsunternehmen. BGN-Außendienstmitarbeiterinnen und –mitarbeiter
haben einen Dienstausweis.

Mitgliedsbetriebe, die Zweifel daran haben, ob ein Anruf oder ein Schreiben
im Namen der BGN auch tatsächlich authentisch ist, können Sie sich unter
info@bgn.de an die BGN wenden.

TUI FlussGenuss auf Erfolgskurs

Mit einer massiven Expansion auf Europas Flüssen ist TUI in die Sommersaison 2011 gestartet und kann schon heute, zur Saisonmitte, eine positive Bilanz ziehen: 72 Prozent der Kapazität sind bereits verkauft und die Nachfrage nach Flussreisen ist weiterhin ungebrochen. Eine besonders hohe Nachfrage verzeichnet Deutschlands führender Reiseveranstalter aktuell auf der Donau. Andreas Casdorff, Kreuzfahrtexperte der TUI ist überzeugt: „Flussreisen bleiben ein absoluter Wachstumsmarkt und ziehen immer jüngere Urlauber in ihren Bann.“

TUI FlussGenuss will mit modernen Schiffen und anspruchsvoller Servicephilosophie neue Maßstäbe auf Europas Flüssen setzen. Ähnlich wie bei der Hochseekreuzfahrt prognostiziert Casdorff eine Verjüngung der Flusskreuzfahrer und kann auch hier erste Erfolge aufweisen: Es zieht immer jüngere und jung gebliebene Urlauber auf die Flüsse, die diese Reiseart als genussorientierte Städtereise wahrnehmen. Aktuell liegt der Altersdurchschnitt bei TUI FlussGenuss bei 56 Jahren, während das Durchschnittsalter der deutschen Flusskreuzfahrtpassagiere im Jahr 2010 noch bei 59,4 Jahren lag. Insbesondere bei der Altersgruppe 41 bis 55 Jahre verzeichnet TUI eine stetig steigende Nachfrage. Klare Favoriten der jung gebliebenen Flussreisenden sind die nördlichen Rheinrouten mit Amsterdam als Ausflugsziel und Kurzreisen.

TUI wird ihr Erfolgskonzept auch für die Zukunft beibehalten und mit einer verjüngten und homogenisierten Flotte in die Sommersaison 2012 starten. Fünf moderne, komfortable Flussschiffe mit viel Raum, Licht und herausragender Küche werden 2012 unter TUI Flagge kreuzen. Die TUI Mozart wird ab nächsten Sommer aus dem Portfolio genommen.

Der neue Katalog für FlussGenuss, der bereits Ende Juli in die Reisebüros kommt, bietet im nächsten Jahr 179 Flusskreuzfahrten mit fünf TUI Schiffen auf 38 Routen entlang Rhein, Main, Mosel und Donau. Neu im Programm sind viele Städte an Rhein und Mosel, rauschende Partynächte auf Rhein und Donau sowie zahlreiche Kurz- und Themenreisen mit Shopping-Kurztrips zu Einkaufs-Outlets an Donau und Rhein. Zudem können Gäste das Feuerwerksspektakel „Rhein in Flammen“ erleben. Neue Preismodelle für Langzeitplaner und Spontanbucher mit einer TUI FlussGenuss Preisgarantie runden das Angebot ab.

Info: Die dreitägige Flusskreuzfahrt „Entdeckerzeit“ kostet mit Vollpension ab 159 Euro pro Person in der Zwei-Bett-Außenkabine (Frühbucherrabatte inklusive bei Buchung bis zum 31. Dezember 2011). Stationen der Reise sind Passau, Melk und Wien. Das umfangreiche Bord- und Unterhaltungsprogramm, exzellente mehrgängige Menüwahl, die Benutzung des Wellness- und Cardiobereiches und der Transfer zwischen Bahnhof und Schiff sind neben vielen anderen Wohlfühlangeboten im Preis enthalten.

Zu buchen u.a. bei Opodo

Die Küchenchefs

Das Restaurant ‚Sächsische Stuben‘ in Glauchau schreibt rote Zahlen. Wäre es nicht in das Hotel ‚Wettiner Hof‘ integriert und dadurch finanziell abgesichert, hätte es schon längst schließen müssen. Pächterin Claudia Kästner (43) ist verzweifelt. Sie schiebt die Schuld ihrem Küchenchef Jan Weinhold (39) und dessen schlechtem Essen in die Schuhe. Jan hingegen ist überfordert. Als einziger ausgelernter Koch im Betrieb muss er Hotel- und Restaurantküche sowie die Ausbildung der drei Koch-Azubis Kevin Eichel (23), Christian Beier (22) und Mathias Schlag (21) bewältigen. Zu viel für einen alleine.

Zu der schlechten finanziellen Lage kommt die angespannte Stimmung im Team. Noch vor einem Jahr zogen alle an einem Strang. Als die Vorbesitzer von Hotel und Restaurant wegen Steuerhinterziehung verhaftet wurden, musste Claudia innerhalb von 30 Minuten entscheiden, ob sie den Betrieb als ungelernte Geschäftsführerin fortführen wollte. Das Team versprach, hinter ihr zu stehen. Doch von Einigkeit ist heute nichts mehr zu spüren: Statt an einem Strang zu ziehen, verletzen sich die Beteiligten über Lästereien und zerstören das gegenseitige Vertrauen. Claudia schimpft über Jan, Jan schimpft über Claudia und auch die Koch-Azubis haben keinen Respekt. Eine perfekte Mischung für die Pleite.

Die Küchenchefs sollen in nur 48 Stunden diese Missstände beseitigen. Die Küchenleistung muss konstanter, die Küche und vor allem Küchenchef Jan müssen motiviert werden. Ein zweiter Koch fehlt auch dringend. Aber am wichtigsten ist, dass das Team sich wieder gegenseitig vertraut. Doch nach der großen Aussprache droht Geschäftsführerin Claudia mit Abbruch.

Dill

Viele Verbraucher kennen Dill (Anethum graveolens) als traditionelles Gewürz für Gurken, Essig oder Salate. Da Dill einen sehr charakteristischen Eigengeschmack hat, harmoniert er nur mit wenig anderen Gewürzen. Petersilie, Knoblauch, Zwiebeln und Zitrone passen jedoch hervorragend zu dem „Gurkenkraut“. Besonders in der Grillsaison lässt sich zusammen mit einem guten Öl aus diesen Komponenten eine schmackhafte Marinade für in Folie gegarten Fisch oder für Meeresfrüchte zubereiten. Ebenso gut passt das Gewürz mit der unverwechselbaren, leicht scharfen Note zu Quark, Remoulade, Suppen, Kartoffeln, Eiern, Rohkost oder Zucchini.

Das Gewürz stammt ursprünglich aus dem Orient, ist aber heute fast überall heimisch. Man kann das Kraut im Topf, aber auch im Reihenbeet aussäen, wo es Wurzelschädlinge von Möhren oder Zwiebeln abhält. Die gefiederten Blätter des Doldenblütlers lieben einen sonnigen und warmen Standort. Die Ernte erfolgt von Mai bis November. Frisch haben die fein gehackten jungen Triebe die intensivste Würzkraft. Das pikante Kraut eignet sich aber ebenso gut zum Trocknen. In Form von „Dillspitzen“ oder als ganzes Dillkraut kann es in der Küche verwendet werden. Allerdings eignen sich nur die robusteren Stängel zum Kochen. Zarte Pflanzenteile sollte man höchstens mit ziehen lassen.

Im alten Rom schätzte man Dill nicht nur wegen seiner Würze für Wein und Geflügel, sondern auch wegen seiner Heilwirkung. Das Kraut ist ähnlich wirksam wie Kümmel oder Fenchel. Im Lorscher Arzneibuch, das als ältestes erhaltenes Werk der Klostermedizin im deutschsprachigen Raum gilt und das heilkundliches Wissen zur Karolingerzeit dokumentiert, wird Dill als Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden, bei Husten und Lungenleiden empfohlen. Noch heute wird Tee aus Dillsamen gerne bei Verdauungsbeschwerden verabreicht. In der Homöopathie setzt man auf die frische blühende Pflanze bei Herz- und Kreislauferkrankungen.
Ira Schneider, www.aid.de

Polettos Kochschule

 

 

                                                             Forelle

 

Forelle blau auf Kräuterrisotto

Zutaten für 4 Personen

Für die Forellen:

  • 50 ml trockener Wermut (Noilly Prat)
  • 100 ml Weißwein
  • 1 Bio-Zitrone
  • einige Zweige Thymian
  • 1-2 Stiele Zitronenmelisse
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 4 Forellen (à ca. 300 g, küchenfertig)
  • Fleur de sel

Für das Risotto:

  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 80 g weiche Butter
  • 200 g Risotto-Reis (vorzugsweise Carnarolireis)
  • 100 ml Weißwein
  • ca. 800 ml heiße Geflügel- oder Gemüsebrühe
  • 1 Bund Basilikum (ca. 40 g)
  • 1 Bund Kerbel (ca. 20 g)
  • 3-4 Stiele Estragon
  • ca. 60 g frisch geriebener Parmesankäse
  • Meersalz
  • Pfeffer aus der Mühle

Zuerst für das Risotto die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In 20 g heißer Butter andünsten, den Reis zufügen und glasig andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen, einkochen lassen. Soviel heiße Brühe zugeben, dass der Reis knapp bedeckt ist und einkochen lassen. Ab und zu umrühren.  Vorgang wiederholen, bis der Reis bissfest ist und das Risotto eine cremige Konsistenz hat (20-30 Minuten).

Für den Fisch einen Bräter oder Fischkochtopf etwa zu einem Drittel mit Wasser füllen. Wermut und Weißwein zugeben.

Die Zitrone waschen, halbieren, eine Hälfte auspressen, die andere Hälfte in Scheiben schneiden. Zitronensaft, -scheiben, Kräuter, Lorbeer und Pfefferkörner in den Sud geben. Zum Kochen bringen, einige Minuten köcheln lassen, nach Wunsch noch einen Schuss Weißweinessig zufügen.

Die Forellen in stehendem Wasser vorsichtig auswaschen, dabei die Haut so wenig wie möglich berühren, damit die schützende Schleimschicht nicht verletzt wird. In den heißen Sud legen und bei schwacher Hitze knapp unterhalb des Siedepunktes (maximal 80 °C) etwa 10 Minuten zugedeckt gar ziehen lassen.

Für das Risotto einige schöne Kräuterstiele zum Garnieren beiseite legen. Die Blättchen der restlichen Kräuter abzupfen, in einen Blitzhacker geben, kurz zerkleinern, die restliche weiche Butter zugeben und alles pürieren. Das fertige Risotto von der Herdplatte ziehen, die Kräuterbutter und den Parmesan unterrühren und das Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Forellen aus dem Sud heben und mit Hilfe von Löffel und Gabel filetieren. Dafür den Fisch auf die Arbeitsfläche legen, die Haut längs einritzen und vorsichtig abziehen. Die Filets an der Mittelgräte entlang ablösen und abheben. Den Kopf entfernen, die Mittelgräte auslösen und die unten liegenden Filets von der Haut lösen. Forellenfilets mit Fleur de sel würzen, auf dem Risotto anrichten. Mit den übrigen Kräutern garnieren.

Tipps:
Gute Qualität von Risotto-Reis erkennt man daran, dass die einzelnen Reiskörner noch unbeschädigt sind.

Wer weder Bräter noch Fischkochtopf besitzt, kann den aufgekochten Sud für den Fisch auch auf die Fettfangschale des Backofens geben, die Forellen hineinlegen, mit Alufolie abdecken und im 80 °C heißen Backofen gar ziehen lassen.

Teilen Sie beim Einkauf dem Fischhändler mit, dass die Forelle blau gekocht werden soll. Er wird dann beim Ausnehmen besonders vorsichtig sein, um die Schleimschicht auf der Haut (die sich beim Kochen blau färbt) nicht zu verletzen.

Zeichen für Frische beim Fisch sind klare Augen, kräftig rote Kiemen, sehr elastisches Fleisch und ein angenehmer Geruch.

 
Auf der Haut gebratenes Forellenfilet mit Kartoffel-Rote Bete-Salat und Schnittlauchrahm

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g festkochende Kartoffeln
  • Meersalz
  • 1/2 TL Kümmel
  • 500 g Rote Bete (geschält, gekocht)
  • 2 Schalotten
  • 3 EL Rapsöl
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 3-4 EL milder Sherryessig
  • 6-8 EL Olivenöl
  • 2 geräucherte Forellenfilets (ca. 100 g)
  • 200 g Crème fraîche
  • 2-3 EL Schnittlauchröllchen
  • frisch geriebener Meerrettich
  • ein Spritzer Zitronensaft
  • 8 Forellenfilets mit Haut (von 4 Forellen à ca. 300 g, vom Fischhändler filetiert)
  • Fleur de sel

Die Kartoffeln waschen und in gesalzenem Wasser mit Kümmel etwa 20 Minuten garen. Abgießen, abkühlen lassen, schälen und würfeln.

Die Rote Bete abtropfen lassen und ebenfalls würfeln. Die Schalotten schälen und fein würfeln.

Die Kartoffeln im heißen Rapsöl einige Minuten goldgelb anbraten, Schalotten zufügen, kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Rote Bete untermischen und erhitzen. Mit 2-3 EL Essig ablöschen, die Gemüsemischung vom Herd nehmen und 3-4 EL Olivenöl  unterrühren. Die geräucherten Forellenfilets klein schneiden und unterheben. Mit Salz, Pfeffer, Essig und Olivenöl abschmecken.

Die Crème fraîche mit dem Schnittlauch verrühren. Mit Meerrettich, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit einer Pinzette eventuell noch vorhandene Gräten aus den frischen Forellenfilets ziehen. Die Haut mehrmals einritzen. Restliches Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Filets auf der Hautseite 2-3 Minuten anbraten. Wenden, die Pfanne vom Herd ziehen und den Fisch 2-3 Minuten garziehen lassen. Den lauwarmen Kartoffel-Rote Bete-Salat auf Tellern verteilen, den Fisch darauf anrichten und mit Fleur de sel würzen. Den Schnittlauchrahm dazu servieren.

Cornelia Poletto und Dennis Wilms wünschen guten Appetit!

Am Samtag, 16. April 2011 um 18.15 Uhr im SR Fernsehen

Feuerwasser wird gefeiert

Whiskyfreunde wird es auch dieses Frühjahr wieder in die schottische Region Speyside ziehen, wo vom 28. April bis 2. Mai das Spirit of Speyside Whisky Festival stattfindet. In der Gegend rund um Dufftown – gerne auch als heimliche Whisky-Hauptstadt bezeichnet – befinden sich ca. 50 verschiedene Brennereien und damit etwa die Hälfte der schottischen Whisky-Destillerien.

Auch 2011 stehen wieder Destillerie-Touren, Whisky-Verkostungen, Whisky-Schulungen und ein weitgefächertes kulturelles Angebot auf dem Programm. Ganz besonders interessant für Liebhaber des schottischen Nationalgetränks sind natürlich Besichtigungen von Brennereien, die normalerweise für Besucher nicht zugänglich sind. Die örtlichen Hotels und Restaurants sind selbstverständlich in das Festival mit einbezogen und bieten whisky-thematische Gerichte an.

www.spiritofspeyside.com