Vier von fünf Deutschen sagen Nein zu Genfood

Mehr als drei Viertel, nämlich 79 Prozent der Bundesbürger lehnen gentechnisch veränderte Bestandteile in der Nahrung ab. Das ergab eine Meinungsumfrage für „Slow Food“, das Magazin von Slow Food Deutschland. Das Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ hatte am 18. und 19. Juli 1.001 Bürger befragt. Nur 17 Prozent gaben an, dass ihnen diese Frage egal ist, wenn der Preis stimmt. Im Osten ist die Ablehnung von Genfood im Osten mit 70 Prozent nicht ganz so signifikant. Am höchsten ist die Ablehnungsquote bei den Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren mit 83 Prozent.
Angesichts der Debatte um die Frage, ob man beim Einkauf Produkte aus dem eigenen Land bevorzugen sollte, teilen 62 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass man sich stärker auf Produkte aus der eigenen Region besinnen sollte. West und Ost unterscheiden sich hier nur gering.

Zu einer erregten öffentlichen Debatte und Protestaktionen von Bauern hatten Aktionen von Discountern geführt, die Milch weit unter dem Einstandspreis verkauft hatten. Slow Food wollte wissen, wie die Verbraucher zu den Preisen für Lebensmittel stehen. 84 Prozent der Deutschen wollen, dass die Landwirte angemessen für ihre Produkte bezahlt werden. Für nur zwölf Prozent ist es am wichtigsten, dass die Produkte billig sind.

Slow Food, die in 90 Ländern der Erde aktive „Lobby des Geschmacks“, sieht sich durch die Umfrage in seinen Anliegen bestätigt. Es geht der 1986 in Italien gegründeten Vereinigung vorrangig um die Bewahrung regionaler Produkte und Ernährungstraditionen und darum, dass die Bauern für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Slow Food wird in seinen Anliegen unter anderem von seinem prominentesten Mitglied, dem britischen Thronfolger Prinz Charles unterstützt.

Internet: www.slowfood.de

Glücklicher im Low-Cost-Flieger

Fliegen wird immer billiger. Da stellt sich natürlich die Frage: Hat der Billig-Preis seinen Preis? Das Mannheimer Marktforschungsunternehmen Eisele & Noll wollte es genau wissen – und befragte 600 Fluggäste nach ihrer Lieblings-Airline.
Das überraschende Ergebnis der repräsentativen Umfrage: Billig-Airlines scheinen beliebter als arrivierte Fluglinien zu sein. Allerdings ist wohl nicht der Preis alleine ausschlaggebend für eine gute Platzierung in der Beliebtheitsskala. Erst die gelungene Kombination aus Preis und Leistung macht Fluggäste zu echten Fans „ihrer“ Airline, so die Mannheimer Marktforscher. „Das zeigt sich sehr deutlich an der eher durchwachsenen Position des Preisbrechers ryanair auf Platz 5“, so Eisele & Noll-Geschäftsführer Markus Mayer, „ryanair gilt zwar als extrem günstig, aber etwas mehr Service scheinen sich die Kunden wohl doch zu wünschen. Der zweite Platz von Air Berlin legt diese Vermutung jedenfalls nahe. Schließlich gilt die Fluggesellschaft von der Spree nicht als allergünstigster Low-Cost-Carrier, aber eben als besonders serviceorientiert – und die Kunden wissen das anscheinend sehr wohl zu schätzen!“ Geschlagen geben muss sich Air Berlin jedenfalls nur den Billig-Fliegern von easyjet, die mit einer Gesamtnote von 1,3 (auf einer Skala von 1 = sehr zufrieden bis 6 = überhaupt nicht zufrieden) unangefochten auf dem ersten Platz der Kundenzufriedenheitsskala zu finden sind.
Position sieben vergaben die befragten Fluggäste an die Lufthansa, die sich diesen Platz mit Germanwings und LTU teilen muss. Absolutes Schlusslicht des 10 Airlines umfassenden Feldes bildet die Condor, die von den befragten Personen die Gesamtnote 2,2 bekam.

Warum die Condor jedoch den letzten Platz bekommen hat, vestehen wir nicht. Zwar ist die Presseabteilung von Condor nicht toll, in der Kabine jedoch geht es tadellos zu.

Hotelido.com: Mit über 1.000 Mitgliedern erfolgreich gestartet

Hotelido.com ist eine innovative Online-Kontaktbörse speziell für die weltweite Hotel-Community. Hotelido.com ermöglicht leichten und sicheren Zugriff auf Business-Kontakte und brancheninternes Wissen. Das Internet-Angebot hilft dabei, auch nach Jahren Freunde und ehemalige Kollegen wiederzufinden. Der Zielmarkt des Netzwerkes umfasst etwa 20 Millionen Personen, die in und für etwa 800.000 Hotels weltweit tätig sind. Hotelido.com ist die einzige internationale und gleichzeitig wachstumsstärkste Online-Community für diesen Zielmarkt. Bereits in der dritten Woche nach dem Start hat hotelido.com die 1.000-Mitglieder-Grenze durchschritten, täglich wächst das Netzwerk im hohen zweistelligen Bereich.
hotelido.com bietet seit dem 01. Juli 2005 Kontakte, Netzwerke und Wissen ausschließlich für Mitarbeiter, Eigentümer und Partner von Hotels. Mobiles Suchen, Finden, Tauschen, Unterhalten, Organisieren, Präsentieren, Kontaktieren und Veranstalten sind so auf einer einzigen brancheninternen Plattform möglich. Zudem können die Mitglieder die Plattform als Extranet nutzen: Sie können sich jeweils unabhängig von Zeit und Raum in geschlossenen Foren treffen und intern austauschen.

Starke Partner unterstützen hotelido.com: AddressDoctor, C&C Contact & Creation, hotelling.com, MICROS-FIDELIO, Schober Consumer Information und Swiss Post International. Ulrike Fox, Marketing & Communications Manager Deutschland, MICROS-FIDELIO, weiß warum: „Als einer der führenden IT-Lösungsanbieter für die Hotellerie unterstützt Micros-Fidelio hotelido.com. Wir beziehen über das Netzwerk wertvolle 1:1 Kontakte zu Hotel-Entscheidern und nutzen die Plattform als Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen sowie Kundenbedürfnisse zu sammeln.“

Hotelido.com ist ein Produkt der LoyalGuest Ltd. Mit Büros in London und Freiburg unterliegt das Unternehmen den strengen Datenschutz-Vorschriften der europäischen Union – Mitglieder-Daten werden streng vertraulich behandelt und zu keiner Zeit an Dritte weitergegeben.

„Wir planen die größte Hotel-Community weltweit zu werden, dafür benötigen wir unter anderem effiziente und vernetzte Partner,“ meint Sascha Schulz, Geschäftsführer hotelido.com „und das wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt unser rasches Wachstum.“

Spontanurlaub: Warten bis die Preise rutschen

Auch im Sommer 2005 schmieden Woche für Woche zehntausende von Spontanurlaubern kurz entschlossen Ferienpläne. Bei L´Tur, Europas Marktführer für Last Minute-Reisen, bucht jeder vierte Kunde erst vier Tage vor der Abreise. Und ein Drittel macht den Urlaub frühestens sieben Tage vor Ferienbeginn fest. „Erfahrene Urlauber wissen, dass selbst in der Hochsaison die Preise nochmals richtig rutschen“, kommentiert Vorstandssprecher Markus Faller. Derzeit seien mehr als 2,5 Millionen Last Minute-Angebote mit Abflug in den nächsten vier Wochen vorrätig: „Das ist ein Rekordwert für die Hochsaison.“
Wie preisgünstig Urlaub auf den letzten Drücker gerät, zeigen aktuelle Angebote für den August: Sieben Tage im bulgarischen Varna sind im Doppelzimmer eines einfachen Ferienhotels plus Flug bereits ab 259 Euro buchbar, fast ebenso günstig ist Urlaub auf Mallorca (ab 282 Euro) oder auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira (ab 292 Euro).

Das in Baden-Baden ansässige Unternehmen – es arbeitet weltweit mit rund 100 Fluggesellschaften und 5000 Hotels zusammen – hat sich auf Reisen mit Abflügen in den nächsten vier Wochen spezialisiert, die in 151 L´Tur-Shops, per Telefon unter 01805/21 21 21 (0,12 Euro/Min.) oder im Internet (www.ltur.de bis wenige Stunden vor Start buchbar sind.

Die Arbeit fährt mit in den Urlaub

Sommerzeit ist Urlaubszeit, doch wie verhalten sich die Deutschen, wenn sie wissen, dass niemand ihre Arbeit erledigt, während sie frei haben? Im Rahmen einer Befragung unter Internet-Nutzern hat das erfolgreiche Online-Reiseportal Expedia.de herausgefunden, wer die Lieblingsvertretung ist und inwiefern die Entspannung nach dem Urlaub anhält und im täglichen Leben motivierend wirkt. Ein weiteres interessantes Ergebnis lieferte die Frage nach dem Grund, weshalb deutsche Arbeitnehmer nicht öfter verreisen. „18 Prozent unserer Befragten würden gerne sehr viel öfter verreisen, wenn ihnen nur mehr Urlaubstage zur Verfügung stehen würden“, erläutert Anja Keckeisen, Geschäftsführerin von Expedia.de. „Clevere Reiseplaner nutzen Brückentage und verlängerte Wochenenden für eine kurze Auszeit und mit Expedia.de Click&Mix findet sich auch bestimmt der passende Städte- oder Badetrip für die nächste Flucht aus dem Alltag.“
Der sympathischste Kollege als Lieblingsvertretung

Anstatt sich zu entspannen, verzichten vier Prozent der Befragten völlig auf ihren Urlaub, wenn sie wissen, dass währenddessen ihre Arbeit liegen bleibt. Neun Prozent nehmen sich einfach Arbeit mit. Ein schlechtes Gewissen haben laut der Umfrage 37 Prozent; doch sie fahren trotzdem weg. Nur rund die Hälfte aller Befragten gibt an, dass es ihnen im Laufe der Jahre egal geworden ist, ob Arbeit liegen bleibt. Während ihrer Abwesenheit verlassen sich 73 Prozent der Deutschen darauf, dass ihre Kollegen die Mehr-Arbeit auch ohne sie bewältigen. 14 Prozent hingegen verbringen ihren Urlaub darüber grübelnd, ob ihre Vertretung den Job genauso gewissenhaft erledigt, wie sie selbst. Anrufen und sich erkundigen ob alles läuft – so verfahren immerhin noch 13 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. Doch wie soll da Urlaubsstimmung aufkommen? Die Mehrheit der Befragten lässt sich vorzugsweise von ihrem Lieblingskollegen vertreten (63 Prozent), denn auf den ist der größte Verlass. Den Chef als Ersatzmann wünscht sich mehr als ein Viertel der Befragten, damit er spürt womit sie sich täglich auseinandersetzen müssen.

Doch weshalb fahren wir nicht so häufig in den Urlaub, wie wir gern möchten? Obwohl die Deutschen laut einer internationalen Studie von Expedia mit durchschnittlich 27 Urlaubstagen im internationalen Vergleich Platz zwei hinter Frankreich (39 Tage) belegen, meinen 18 Prozent, sie hätten nicht genug Urlaubstage. 14 Prozent sind aufgrund anderer Verpflichtungen eingeschränkt. Als Arbeitstiere, die ihren Job lieben, bezeichnen sich sieben Prozent. Weitere sechs Prozent sehen dies ähnlich und fahren aus Pflichtbewusstsein gegenüber ihrem Arbeitgeber nicht so häufig weg.

So richtig glücklich scheinen die meisten Befragten nicht in ihrem Job zu sein, denn 38 Prozent geben an, dass sie noch lange von den Erinnerungen zehren und sich damit im Arbeitsalltag über Wasser halten. Lediglich 22 Prozent sagen, sie stürzen sich nach dem Urlaub erholt und motiviert wieder in die Arbeit. Weitere 22 Prozent planen schon die nächste Reise, während 18 Prozent sogar vom dauerhaften Aussteigerdasein träumen.

Männer halten sich für gesundheitsbewusst, ihre Frauen sehen das anders

Der Jenapharm Männerreport 2005
Männer schätzen ihr eigenes Gesundheitsverhalten hoch ein, dies ergab eine aktuelle Studie, die das Marktforschungsinstitut TNS Healthcare im Auftrag des Pharmaunternehmens Jenapharm im April 2005 durchführte. In der Umfrage zum Thema „Männergesundheit“ wurden die Einschätzungen von Männern im Alter zwischen 35 und 65 Jahren, Frauen zwischen 30 und 70 Jahren, die einen Partner haben, und Ärzten ermittelt. Nach eigenen Angaben leben 67 Prozent der Männer gesund, 64 Prozent ernähren sich gesund, 50 Prozent treiben regelmäßig Sport und 50 Prozent nehmen regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch. Die Frauen beurteilen das Gesundheitsverhalten ihrer Partner jedoch deutlich zurückhaltender. Man(n) scheint also durchaus zu wissen, welches Gesundheitsverhalten wünschenswert wäre, aber aus Sicht der Frauen mangelt es noch an der konsequenten Umsetzung.

In Sachen Männergesundheit herrscht Unwissenheit vor

Zwar steigt das Interesse der Männer an Gesundheitsthemen kontinuierlich an, jedoch ist speziell das Thema „Der alternde Mann“ für Männer oft immer noch ein Buch mit sieben Siegeln: Insbesondere im Hinblick auf Altersbeschwerden, die durch einen Testosteronmangel ausgelöst werden können, ist Aufklärung gefragt. Nur knapp ein Viertel der Männer, aber immerhin 35 Prozent der Frauen, haben schon einmal etwas über das Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS) gehört oder gelesen. Jedoch steigt mit dem Alter auch das Wissen um die Hormone an. Hier könnte ein Zusammenhang zwischen den Wechseljahren der Frau und ihrer Rolle als „Gesundheitsmanagerin der Familie“ gesehen werden. Frauen in der Altersgruppe von 45 bis 54 Jahren – oft in den Wechseljahren – wissen hier besonders gut Bescheid. Drei von vier Frauen in dieser Altersgruppe geben an zu wissen, dass ein Hormontief der Auslöser für die Beschwerden ihrer Männer ist.

Der Arzt als Partner in Gesundheitsfragen

Die befragten Ärzte bestätigen einerseits den schlechten Wissensstand der Patienten in den besten Jahren, machen jedoch andererseits deutlich, dass das Interesse an Aufklärung erheblich ist. Der Arzt ist in Gesundheitsfragen die wichtigste Informationsquelle für die Patienten. Die Umfrageergebnisse ergaben, dass die Patienten sich in erster Linie Rat von ihrem Arzt wünschen. Patientenbroschüren und leicht verständliche Patienten-informationen aus dem Internet sowie Zeitschriften und Tageszeitungen sind die bevorzugten Informationsquellen. Die Website www.testovital.de bietet ebenfalls diese Unterstützung: Interessierte können sich hier per Mausklick zum Thema Männergesundheit informieren. Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Männerarzt in der Nähe finden Männer und Frauen in der Suchmaschine für Männerärzte unter www.maenneraerzte.info.

Behandlung des Testosteron-Mangel-Syndroms

Die Studie ergab, dass 81 Prozent der Ärzte die medikamentöse Behandlung eines nachgewiesenen Testosteron-Mangel-Syndroms mit Hormonspiegeln unter zwölf Nanomol pro Liter im Blut und Vorliegen relevanter Beschwerden wie Antriebsschwäche, Lustlosigkeit und depressive Verstimmungen aber auch Muskelabbau und Gewichtszunahme, für dringend notwendig oder eher notwendig hält. Wenn die männlichen Ärzte selbst von einem Testosteron-Mangel-Syndrom betroffen wären, bevorzugten sie zu 59 Prozent ein Testosteron-Gel zur täglichen Anwendung auf Schultern, Oberarmen und/oder Bauch (Testogel(R)). Bereits jeder vierte Arzt würde die neueste verfügbare Darreichungsform bei sich selbst anwenden: Die Depotspritze zur Langzeittherapie (Nebido(R)), die den Testosteronspiegel über etwa drei Monate gleichmäßig im Normbereich hält.

Sommerlicher Brotgenuss – Wissenswertes zum Lagern von Brot

Ein frisches Stück Brot zum knackigen Sommersalat oder zum Steak vom Gartengrill ist ein leckerer Genuss. Doch die warme Jahreszeit hat nicht nur Sonnenseiten: Durch Hitze und Luftfeuchte ist das Nahrungsmittel Brot verstärkt Austrocknung und Schimmelpilzen ausgesetzt. Damit es nicht ungenießbar wird, sollte man ein paar Dinge wissen: Geschnittenes Brot vertrocknet und verschimmelt schneller als Brot am Stück, da beim Schneiden Luft und Schimmelsporen mit auf die Krume gelangen. Bei den Ganzbroten neigen besonders gegerstete oder Brote mit krustenloser Seitenfläche, zu Austrocknung und Schimmelbefall. Verschimmeltes Brot ist nicht mehr zum Verzehr geeignet, da die Schimmelpilze nicht nur an der Oberfläche wachsen, sondern auch in das Innere des Brotes eindringen und giftige Stoffe abgeben. Einzelne verschimmelte Stellen bei Brot können Sie aber großzügig ausschneiden. Zeigt sich bei geschnittenem Brot Schimmelbefall, entfernen Sie nicht nur die angeschimmelten Scheiben, sondern auch ein paar Scheiben davor und dahinter.
Kaufen Sie vor allem im Sommer nur soviel Brot ein, wie Sie tatsächlich benötigen. Verpacktes Brot hält sich in der Originalverpackung am besten. Angeschnittene Brote bzw. Schnittbrote sollten daher möglichst wieder in die Verpackung eingeschlagen werden. Für eine längere Lagerung ist das Einschlagpapier jedoch nicht geeignet. Unverpacktes Brot hält sich am besten in sauberen, luftdichten und trockenen Behältern. Bei der Lagerung in Brottöpfen sowie bei der Aufbewahrung in Kunststoffbeuteln oder -behältern muss darauf geachtet werden, dass diese gut schließen. Eine regelmäßige wöchentliche Reinigung der Behälter mit Essig und anschließendem Trocknen – ohne mit Wasser nachzuspülen – vermindert die Schimmelpilzbildung. Bei feucht-warmem Wetter können Sie Brot auch im Kühlschrank aufbewahren. Dort wird es zwar schneller altbacken, es schimmelt aber weniger rasch. Auch hier sollte das Brot gut verpackt sein. Für die Kühllagerung eignen sich am ehesten weizenbetonte Brotsorten. Brot lässt sich auch gut einfrieren – Sie entnehmen der Tiefkühltruhe einfach die gewünschte Anzahl an Scheiben. Tiefgefroren können Sie Brot ein bis drei Monate lang aufbewahren. aid, Ira Schneider

Weitere Informationen:
aid-Heft „Brot und Kleingebäck“
44 Seiten, Bestell-Nr. 61-1004, ISBN 3-8308-0481-4, Preis: 2,50 EUR (Rabatte ab 10 Heften), zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

www.aid-medienshop.de

Bernhard Sitter ist der erste Diplom-Biersommelier Deutschlands

Bernhard Sitter hat es geschafft. Tagelang hat er Gläser geschwenkt, im Gegenlicht Farbe und Schaum beurteilt, Hopfenaromen gerochen und natürlich ausgiebig probiert. Jetzt hat der bayerische Wirt sein Diplom in der Tasche: Bernhard Sitter ist geprüfter Biersommelier. Was beim Wein längst üblich ist – jetzt gibt es auch den Experten, der dem Gast empfiehlt, welches Bier am besten zu einem Gericht passt. Denn dank fachkundiger Beratung bilden der Geschmack des Essens und das Aroma des Bieres eine köstliche Allianz. „In Deutschland gibt es über 5.000 Biersorten – wahre Geschmackssensationen sind das! Aber dafür haben wir hier noch gar kein Bewusstsein“, wettert der 40-jährige Wirt von „Gut Riedelsbach“ im Bayerischen Wald. Im vergangenen Sommer erzählte ihm ein befreundeter Kollege vom neuen „Diplomkurs Biersommelier“. „Sitter, hab ich mir sofort gedacht, das haben’s doch für dich erfunden!“ Und weil Herr Sitter ein Mann der Tat ist, hat er sich gleich angemeldet. Die Ausbildung zum „Biersommelier“ ist eine Kooperation der österreichischen Bier-IG mit der Brauakademie Doemens in München, die seit mehr als 100 Jahren Braumeister aus aller Welt ausbildet. Im vergangenen Herbst kam der Diplom-Lehrgang „Biersommelier“ dazu. Der hat nun schon zum zweiten Mal stattgefunden, Nachfrage: steigend. Die Teilnehmer kommen aus Hotellerie und Gastronomie, sind Brauer oder Brauerei-Vertriebsleute. Gemeinsam ist ihnen eins: „Allesamt sind sie im hohen Maß bierbegeistert. Die haben eine solche Freude am Bier und am Wissen rund ums Bier“, erzählt Dr. Wolfgang Stempfl, Geschäftsführer der Doemens-Akademie, mit erkennbarem Stolz. „Mit welcher Leidenschaft da geschnuppert, analysiert und nicht zuletzt verköstigt wird – das macht auch mir als Kursleiter großen Spaß.“ Auf dem Stundenplan des zweiwöchigen Intensivkurses stehen für die etwa 15 Teilnehmer Themen wie: Erstellen einer Bierkarte, Einbrauen eines Sudes, Sensorik-Praktikum, Bierverkostung. Und natürlich Prüfungen. „Ich musste ganz schön pauken“, so Rainer Diekmann, Vertriebsleiter einer großen Brauerei in NRW und glücklicher Bierdiplom-Besitzer. „Ich kann mein neues Wissen gut gebrauchen. Im Gespräch mit meinen Gastronomie-Kunden geht es jetzt auch verstärkt um die Qualität des Bieres, um mögliche Fehler in der Lagerung oder beim Ausschenken. Da kann man eine Menge machen, damit der Gast ein wirklich frisches, leckeres Bier bekommt.“ Der bayrische Wirt Sitter ist genauso begeistert und setzt seine Ideen auch schon um. „Ich biete seit kurzem Bier-Kulinarien an, die laufen jetzt schon bombig. Das sind große, mehrgängige Menüs, bei denen man acht bis zehn verschiedene Biere verkostet. Meine Frau Petra ist Küchenchefin, die kocht dann auch mit Bier. Wichtig ist, dass der Eigengeschmack der Zutaten unterstrichen wird. Auf keinen Fall darf man mit dem Bier das Essen totschlagen.“ Sehr verführerisch klingt jedenfalls die Menüfolge des Frühlings-Kulinariums: „Los geht’s mit einem leichten Frühlingssalat, dazu gibts als Aperitif ein ‚Campari-Pils‘. Ein Pils mit einem Stamperl Campari (= 0,1 cl) – eine Explosion am Gaumen! Dazwischen ein Süppchen mit einem leichtem Rauchbier. Jetzt kommt ein feiner Zander mit einem leichten, hellen Lagerbier. Zum Kalbsschnitzel mit Spargelrisotto als Hauptgericht trinken wir ein bernsteinfarbenes, stärker eingebrautes Festbier. Als Nachspeise gibts Topfennockerl mit Erdbeeren und dazu ein kräftiges Bockbier. Das ist der Hammer.“ Der frisch gebackene Biersommelier sprüht nur so vor Begeisterung und guten Ideen. Das nächste Projekt heißt Bierverkostung. „Da will ich vor allem junge Erwachsene ansprechen. Sie will ich an das Kulturgut Bier heranführen, an die Tradition und die unglaubliche Geschmacksvielfalt unserer Biere. Die wissen gar nicht, was sie verpassen, wenn sie ausländische Biere trinken! Es geht bei uns ums genussvolle, bewusste Erleben, ums Schmecken, Riechen, Sehen.“ Bernhard Sitter sieht Parallelen zum Essen: „Wir gehen zum Italiener, zum Inder, Chinesen, Mexikaner. Dabei ist auch die deutsche Küche so reich, jede Region hat ihre Spezialitäten – eine Sensation ist das. Da können wir richtig stolz drauf sein! Dafür möcht‘ ich gern was tun. Ich will auf unsere heimischen Produkte hinweisen und die Menschen davon begeistern.“