Erster Michelin Guide für Washington, DC

Kulinarik-Führer mit 107 Restaurants in der US-Hauptstadt vergibt erste Sterne

Der US-Hauptstadt ist der Durchbruch gelungen, sich als weltweit anerkanntes Gourmet-Reiseziel zu etablieren: Im neuen „Michelin Guide Washington, DC“ findet der Leser 107 Restaurants, die insgesamt 33 kulinarische Stilrichtungen repräsentieren. Darunter befinden sich zwölf Restaurants, die wegen ihrer exzellenten Küche von Michelin besonders ausgezeichnet wurden: Drei erhielten zwei Michelin-Sterne, neun jeweils einen Michelin-Stern. Weitere 19 Restaurants wurde das Bib Gourmand Siegel für besonders gutes Essen zu moderaten Preisen verliehen.

„Michelin macht der Welt klar, was wir als Einwohner Washingtons schon lange wissen: Wir sind eine Destination mit hervorragender kulinarischer Kultur, die unsere Gäste immer mehr zu schätzen wissen. Washington, DC gastronomisch zu erleben verleiht den Menschen neue Inspirationen, schon deshalb lohnt es sich unsere Stadt zu besuchen“, sagt Elliott Ferguson, President und CEO von Destination DC, der Tourismusorganisation der US-Hauptstadt.

Zwei Sterne wurden verliehen an die Restaurants „Minibar“ und „Pineapple & Pearls“ sowie an das „Inn at Little Washington“, das im Rappahannock County (Virginia) liegt. Neun Restaurants in der Innenstadt erhielten jeweils einen Michelin-Stern. Dies sind: „Blue Duck Tavern“, „The Dabney“, „Kinship“, „Fiola“, „Masseria“, „Plume“, „Rose´s Luxury“, „Sushi Taro“ und „Tail Up Goat“.

Der Michelin Guide für Washington, DC ist die neueste Ausgabe in der Reihe dieser weltberühmten Restaurantführer, die nunmehr 29 Destinationen behandeln. Die Idee des Guides geht übrigens auf eine Initiative des französischen Reifenherstellers Michelin zurück, der im Jahr 1900 für Autofahrer den ersten Band als Wegweiser zu Werkstätten und Benzindepots herausbrachte. Erst 20 Jahre später erschienen in dem Band auch Hotel– und Restaurantempfehlungen. Seit einigen Jahren beschäftigt sich der Michelin Guide mit ausgewählten Reisezielen, die auch über Europa hinausgehen.

Weitere Informationen über die US-Hauptstadt Washington, DC sowie die angrenzenden Bundesstaaten Maryland und Virginia, die zusammen das Reiseziel Capital Region USA bilden, gibt es im Internet unter www.capitalregionusa.de zu finden.

Marc Almert

Marc Almert gewinnt internationale Gaggenau Sommelier Awards 2016

Die Kulturmetropole Wien war am 19. Oktober 2016 Schauplatz der Preisverleihung zu den zweiten Gaggenau Sommelier Awards. Hier wurde Wein- und Kaffeekultur traditionell zelebriert. In einer spannenden Finalrunde präsentierten sich fünf aufstrebende Sommeliers vor einer Jury und internationalen Journalisten. Sie gaben Einblicke in ihr Fachgebiet und überzeugten mit Kompetenz. Nach zwei Wettbewerbstagen wurde Marc Almert aus Deutschland zum internationalen Gaggenau Sommelier und Kulturbotschafter 2016 gewählt, gefolgt von Tansy Zhao aus China und Norbert Dudziński aus Polen auf den Plätzen zwei und drei.

Im Rahmen des 333. Jubiläums forciert Gaggenau sein kulturelles Engagement. Gaggenau Geschäftsführer Peter Bruns unterstreicht: „Als Teil unserer Marken- und Kulturphilosophie vereinen wir den bewussten Genuss mit unserer Leidenschaft und Wertschätzung für erlesene Weine, Kaffee und Kulinarik. Mit der Preisverleihung zu den Gaggenau Sommelier Awards zelebrierten wir diese Genusskultur in einer kulturell höchst inspirierenden Umgebung. Wir gratulieren Marc Almert, unserem internationalen Gaggenau Sommelier 2016, und freuen uns darauf, wenn unsere Vision eines kultivierten Lebensstils mit ihm als Kulturbotschafter erlebbar wird.“

Der Gaggenau Showroom in Wien bot den geeigneten Rahmen für einen großen Teil des Finales. In einem Bereich werden die bekannten und zunehmend beliebten österreichischen Weinregionen vorgestellt und dadurch Weinkultur erlebbar gemacht. Ausgestattet mit den Vario Weinklimaschränken 400 wurden hier am ersten Finaltag eine umfangreiche Weinprobe und eine Blindverkostung veranstaltet.
Ein anderer Showroom-Bereich ist der typischen Wiener Kaffeehauskultur gewidmet. Ausgestattet mit dem Espresso-Vollautomaten der Serie 400, fand dort am zweiten Finaltag eine Kaffeeverkostung statt.

Höhepunkt der Veranstaltung war ein festlicher Abend im historischen Palais Liechtenstein, ein perfekter Ort für eine Symbiose aus Genusskultur, Musik und Architektur, erbaut vor mehr als 300 Jahren von der fürstlichen Familie Liechtenstein. Hier präsentierten die Finalisten ihre Weinempfehlungen zu einem Fünf-Gänge-Menü. Der Abend startete mit einem intimen Klavierkonzert des preisgekrönten Pianisten und Jurymitglieds Zhao Yinyin. Danach verwöhnte der junge, aufstrebende österreichische Meisterkoch Harald Irka, bekannt für seine innovative Kochphilosophie, die Gäste. Er überrascht mit ausgewogenen Kompositionen und unverfälschten, intensiven Geschmackserlebnissen.

Zusätzlich zur Trophäe, dem Gaggenau Nagel, erhält Marc Almert als Gewinner der Sommelier Awards 2016 ein spezielles Mentoren- und Trainingsprogramm auf einem der besten Weingüter Europas, der Fattorie dei Dolfi in der Toskana. Sein Besitzer, Giovanni Dolfi, ist ein perfekter Gastgeber und spiegelt die Eigenschaften eines Kulturkenners im besten Sinne wider. Um das umfangreiche Wissen zur Weinkultur zu fördern, wird der Gewinner darüber hinaus als internationaler Gaggenau-Kulturbotschafter Veranstaltungen in aller Welt besuchen. Die anderen Sommeliers werden ihr Wissen und ihre Expertise bei Events auf nationaler Ebene in ihren jeweiligen Ländern vorstellen.

Kooperationspartner der Gaggenau Sommelier Awards 2016 sind Zalto Glas, Gmünd, Österreich; der deutsche Klavierhersteller Blüthner aus Leipzig; und die Fattorie dei Dolfi in der Toskana, Italien. Gemeinsam ist allen drei Partnern der Anspruch an die Tradition der Manufaktur, der Einsatz bester Materialien und eine Präzisionsfertigung, die perfekt zur Gaggenau Philosophie passen. Die Zalto Denk’Art Gläser sind außergewöhnlich dünnwandig und extrem ausgewogen, damit sich Weine in der Nase und im Gaumen optimal entfalten können.
Blüthner-Klaviere erzeugen den „goldenen“ Klang und sind ein Symbol europäischer Musikkultur. Sie gelten als perfekte Symbiose bester Materialien und feinster Veredlung in Handarbeit.
Dolfi Weine der Fattorie dei Dolfi sind rar und auf dem Markt äußerst begehrenswert. Vom Weinberg bis zum Weinkeller wird jedes kleinste Detail in der gesamten Produktionskette sorgfältig begutachtet und geprüft. Nur so können die kompromisslos großen Weine gelingen, von denen einer bei der Blindverkostung im Finale dabei war.

METRO Accelerator und Techstars

Zweites Programm des METRO Accelerator powered by Techstars startet
am 12. September in Berlin – Zehn Startups von internationaler Jury
ausgewählt – Mehr als 600 Bewerbungen aus 65 Ländern . Förderung
von digitalen Services für Hotellerie, Restaurants, Cafes & Catering

Der METRO Accelerator powered by Techstars geht in die zweite Runde.
Dieses Mal haben sich mehr als 600 Gründerteams aus 65 Ländern für
einen der zehn begehrten Plätze im METRO Accelerator in Berlin
beworben. Das sind rund 20 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Im
September starteten die zehn besten Startups in Berlin und
entwickeln ihre digitalen Lösungen für die Gastronomie 2.0 in einem
dreimonatigen Programm weiter. Im Dezember präsentieren sie dann die
Lösungen potenziellen Investoren. Die Gründer werden im gesamten
Zeitraum von Mentoren aus der Branche begleitet und von METRO durch
Infrastruktur, Netzwerk und Wissen unterstützt.

„Nach dem sehr erfolgreichen Start des Accelerators vergangenes Jahr
freuen wir uns auf neue, frische Ideen. Die Innovationen der Gründer
helfen unseren Kunden und der gesamten Gastronomie- und Hotelbranche
digitaler zu werden und weiter zu wachsen“, so Olaf Koch,
Vorstandsvorsitzender der METRO AG. „Als globales Handelsunternehmen
verfolgen wir weltweit die Trends rund um die Gastronomie 2.0 und
schieben durch unseren Accelerator die Digitalisierung an.
Gleichzeitig fördern wir die Vernetzung und lassen neue Leistungen
und Lösungen für unsere Kunden Wirklichkeit werden.“

METRO Accelerator weltweit gefragt
Über drei Monate konnten sich weltweit Gründerteams, die digitale
Lösungen im Bereich Hotellerie, Restaurants und Catering (HoReCa)
entwickeln, für den METRO Accelerator bewerben. 2016 stieg die Anzahl
an Bewerber erneut an. Mehr als 600 Startups aus 65 Ländern bewarben
sich – darunter auch aus internationalen Gründer-Zentren wie den USA,
UK, Israel und Frankreich. „Die Qualität der Bewerbungen war stark,
viele Unternehmen haben bereits etablierte Produkte am Markt und
generieren Umsatz, einige sind schon profitabel. Das zeigt uns, dass
sich der METRO Accelerator als attraktive Plattform und Treiber für
die Gastronomie 2.0 etabliert hat“, sagt Jens Lapinski, Managing
Director Techstars des METRO Accelerator. „In diesem Jahr haben wir
ausschließlich Firmen in den Top 10, die mit Ihrem Produkt schon
erfolgreich in den Markt gestartet sind und wo METRO und Techstars
bei der erfolgreichen Skalierung des Geschäftes helfen können“, so
Lapinski weiter.

Idee plus Ausführung gesucht
Bei der Auswahl der zehn Teilnehmer, die in Berlin für drei Monate
einen Mentor aus der Branche, sowie Infrastruktur, Netzwerk, Zugang
und Wissen von METRO bekommen, spielt nicht nur die Geschäftsidee
eine wichtige Rolle. Bewerber müssen als Team und Unternehmer ihre
Idee am Markt etablieren können. „Wir wollen innovative Ideen, die
unternehmerisch Substanz haben. Entscheidend ist die Kombination aus
Idee, Gründungsteam, Netzwerk und der Fähigkeit das Produkt
vermarkten zu können“, betont Alexander Zumdieck, Managing Director
METRO des METRO Accelerator.

Für die Auswahl der besten Startups bilden rund ein Dutzend Experten
aus unterschiedlichen Bereichen der METRO zusammen mit hochkarätigen
Mentoren und Fachleuten des US-Partnerunternehmens Techstars eine
etwa 20-köpfige Jury. Jeder Gutachter gibt eine persönliche
Einschätzung der Personen sowie der Geschäftsidee des Startups ab.
Nach verschiedenen Auswahlstufen wurden in persönlichen Gesprächen
aus einer TOP 20-Gruppe die zehn Teilnehmer ermittelt.

www.metroaccelerator.com blog.metroaccelerator.com

Erweitern Sie Ihr Wissen über Whisky auf der Whisky Live Paris 2016

Im September ist wieder Lernen angesagt! Frischen Sie Ihr Wissen zu Spirituosen und edlen alkoholischen Getränken auf und nehmen Sie an drei Tagen voller Verkostungen und Meisterkursen teil, die von den weltweit führenden Masters of Malt auf der Whisky Live Paris vom 24. bis 26. September angeboten werden.

Whisky Live, das größte Whisky-Event in ganz Europa, findet zum 13. Mal in Paris statt. Das Wasser des Lebens trifft in der modernen Cité de la Mode et du Design auf das Wasser der Seine. Die Besucher können durch drei Räumlichkeiten gehen, die mehr als 140 Whiskys und Spirituosen aus mehr als 30 Ländern gewidmet sind. Während ihres Besuchs können sie exklusive Verkostungen und innovative Kreationen der Barkeeper genießen.

Bringen Sie den Kenner in sich zum Vorschein, erweitern Sie Ihr Wissen und Ihr Verständnis von edlen Spirituosen durch die Anleitung der weltweit führenden Whisky-Experten in unseren exklusiven Meisterkursen am 24. und 25. September.

* Erfahren Sie alles über die Renaissance der Single Pot Still Kategorie mit dem Head Blender von Jameson Irish Whiskey, Master Blender Billy Leighton. Er besitzt den Charakter eines guten Whiskys, ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen.
* Machen Sie eine besondere Cognac-Entdeckung mit keinem anderen als Cognac- Botschafter David Boileau. Erfahren Sie die Geheimnisse der legendären französischen Spirituose, bevor Sie Ihr neu erlangtes Wissen mit vier Cognacs in der Praxis umsetzen können.
* Lassen Sie sich von Euan Mitchell herzlich Willkommen im Land Arran heißen. Lernen Sie etwas über die 21-jährige Geschichte der Arran Destillerie, und verkosten Sie 6 Whisky- Proben, die typisch für eine der letzten unabhängigen Destillerien in Schottland sind.
* Um Pure Single Rums dreht sich alles in Luca Gargonas Meisterkurs. Dem Italiener ist Qualität enorm wichtig und er gibt sein Wissen und seine Kenntnisse über Pure Single Rum gerne weiter.
* Lassen Sie sich von Dave Broom, der literarischen Autorität für Liebhaber und Experten, alles Über Gin erklären, wenn er Sie in die Geheimnisse seines Buchs Gin – The Manual einweiht, in dem er die Geschichte dieses Getränks durch die Verkostung von sechs Varianten aufleben lässt.
* Nehmen Sie Platz, um vom amerikanischen Whiskey -Experten und Universitätsdozenten Jonathan Lax mehr über Amerikanische Legenden und den perfekten Dreiklang zu erfahren: Bourbon, Scotch, Mixology.
* Wie wirkt sich Der Einfluss des Klimas auf einen guten Whisky aus? Master Blender Ian Chang enthüllt die Geheimnisse von Taiwans hervorragenden Single Malts, die in speziellen Fässern im tropischen Klima reifen.
* Machen Sie eine geschmackliche Reise Von Cognac zu Rum mit dem weltbesten Rum Master Blender 2012, Alexandre Gabriel. Er erklärt die Gemeinsamkeiten dieser beiden ausdrucksstarken Spirituosen.
Können Sie keinen der Kurse besuchen? Auf der Whisky Live Paris gibt es trotzdem noch viel zu lernen!
Lassen Sie sich vom visionären Regelbrecher und Whisky-Schöpfer John Glaser verwöhnen, der zu einer exklusiven Verkostung von Compass Box einlädt. Auf dieses Angebot hat die Whisky-Welt schon lange gewartet.

Oder bummeln Sie über die Cocktail Street*, wo sich unser Essensmarkt befindet und Sie genießen können, was die Streetfood-, Restaurant- und Cocktailbar-Szene in Paris alles zu bieten hat. Eine Welt voller unglaublicher Aromen, Gerüche und Ideen erschließt sich Ihnen!

Kommen Sie zur Whisky Live Paris und nutzen Sie unser exklusives Sommerangebot für nur 60 € pro Tag**, in dem uneingeschränkter Zugang zu den Ständen in der 3.400 m2 großen Verkostungshalle, exklusive Preisnachlässe, zwei Cocktails gratis in der Cocktail Street, und viel mehr enthalten sind.
Um unsere Meisterkurse und Tickets zu buchen, oder um mehr über die Veranstaltung zu erfahren, können Sie einfach www.whiskylive.fr besuchen und @WhiskyLiveParis auf Facebook und Twitter folgen, um über die aktuellsten Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben. Doch warten Sie nicht zu lange – und sichern Sie sich eines der heißbegehrten Tickets.

** Cocktail Street ist eine externe, öffentliche Veranstaltung, die zur gleichen Zeit wie Whisky Live stattfindet. **Die Meisterkurse sind nicht im Preis enthalten und können zusätzlich auf whiskylive.fr separat werden.

Ob Shanghai oder New York, London oder Johannesburg: Whisky Live ist eine internationale Veranstaltung, die das ganze Jahr über in Hauptstädten für Furore sorgt. Seit mehr als 13 Jahren schon findet die jährliche Whisky Live Veranstaltung Ende September in Paris statt und ist von Jahr zu Jahr gewachsen. Inzwischen ist es eine der größten Verkostungen in Europa. Durch das umfassende Programm an Verkostungen (mehr als 160 Marken sind dabei), Meetings und Gesprächen (Meisterkurse) sowie Unterhaltung (Cocktailbars und passende Speisen) ist der Besuch der jährlichen Whisky Live Paris für Liebhaber von Whisky und edlen Spirituosen ein wahres Muss. 2015 hieß Whisky Live Paris mehr als 8.000 Besucher willkommen und es wurden während der Veranstaltung mehr als 6.000 Cocktails zubereitet. 2016 öffnet die Veranstaltung in der La Cite de la Mode am 24. und 25. September für die Öffentlichkeit die Türen, sowie am 26. September für Fachleute.

Tim Raue

„Ich hasse das Kochen von Pasta und Reis, weil ich dann darauf warten muss“, sagte der Berliner Sternekoch Tim Raue im Gespräch mit ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo im Rahmen des ZEIT Kochtags in Berlin.

Er bezeichnete sich selbst als „hundertprozentigen Diktator beim Kochen“, habe sich aber über die Jahre gewandelt. Er wolle zwar immer noch der Schnellste sein, habe aber gelernt, dass es um das Maßvolle gehe. „Ich musste erst alles sehen, um zu verstehen, dass es um das Pure geht.“ Für seine Souschefs empfinde er einen „väterlichen Stolz“, so Raue weiter. „Mein Wissen zu teilen und andere Menschen mehren dieses Wissen – das bereichert mich.“

Freiheit und Kreativität seien wichtig für ihn, erklärte der 42-Jährige, der sein Restaurant ‚Tim Raue‘ in Berlin betreibt und darüber hinaus beratend tätig ist: „In meinem Hauptrestaurant kann ich machen, was ich will, ich könnte einen Teller Luft servieren und 80 Euro dafür nehmen“, scherzte er. Hier habe er volle kreative Freiheit. Dennoch möge er die Betätigung in verschiedenen Bereichen und würde auch Werbung machen: „Werbung ist nicht verwerflich, wenn das Produkt einen Mehrwert hat. Ich würde auch für McDonald’s arbeiten. Ich würde gerne einen Burger definieren“, verriet Raue.

www.timraue.com

Markt des guten Geschmacks 2016

Bei der jährlichen Slow-Food-Leitmesse vom 31. März bis 3. April 2016 in Stuttgart steht das bewusste Erleben von Lebensmitteln mit allen Sinnen im Vordergrund. So bietet der Markt des guten Geschmacks – Die Slow Food Messe z.B. Mitmach-Veranstaltungen zum Thema Ganztierverarbeitung und Vielfalt schmecken.

„Beim Markt des guten Geschmacks geht es uns vor allem darum, die Menschen wieder an das Essen und alle damit verbundenen Prozesses heranzuführen. Die Industrialisierung der Lebensmittelindustrie hat zu einer Entfremdung von Mensch und Speise geführt. Viele Verbraucher wissen nicht mehr, auf welcher Weide ‚ihr Steak‘ stand, wie der Bauer das Tier behandelte, womit es gefüttert wurde, oder welcher Metzger wie die Schlachtung vollführte. Das oft fehlende Wissen um die Lebensmittelproduktion und die Speise macht es für viele schwer, ‚gute‘ von ’schlechten‘ Produkten zu unterscheiden“, so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Gerade beim Fleisch tragen wir eine große Verantwortung, das Erzeugnis wertzuschätzen, zum Beispiel durch eine möglichst ganzheitliche Verwertung des geschlachteten Tieres – von Kopf bis Schwanz. Die Erzeugung von Fleisch und tierischen Produkten erfordert viel Arbeit, Kosten und natürliche Ressourcen, aber es geht dabei auch um die Würde des für uns geschlachteten Tieres. Bei der Slow Food Messe widmen sich deshalb mehrere Kochwerkstatt-Termine der Ganztierverarbeitung, um zu zeigen, wie man auch weniger edler oder bekannte Teile in leckere Gerichte verwandelt:

Leberknödelsuppe in der Gemüsebrühe – von A – Z selbstgemacht! (K 3): Zwei junge Vollblutgastronomen schlagen mit Produkten vom eigenen Acker eine Brücke zwischen klassischer Kochkunst und zeitgemäßer jahreszeitlicher Ausrichtung. „Herz &Niere“ steht für Respekt vor dem Lebewesen und daher werden ganze Tiere verwendet und verwertet. Christoph Hauser („Herz & Niere“ -das nose to tail Restaurantkonzept in Berlin) wendet hierbei u.a. klassische Konservierungstechniken an und verbindet diese gekonnt mit seiner jahrelangen Erfahrung in der deutschen Spitzengastronomie. (Freitag, 01.04.2016, 11:00 – 12:30 Uhr)

Feines Lammragout aus Bries, Zunge und Keule mit Steckrübe und Kartoffeln (K7): Ursula Hudson und Detlev Ueter kochen ganz traditionell Innereien vom Lamm. Sie wollen mit frischen Innereien von Tieren kochen, deren Leben ein gutes war, die extensiv gehalten und aufgezogen wurden und einen so guten wie nur möglichen Tod hatten. Aus Respekt vor dem Lebewesen wollen Ursula Hudson und Detlev Ueter gezielt das als Köstlichkeit auf den Tisch bringen, was aus dem Repertoire der Zubereitungen verschwindet, weil es nicht mehr geschätzt wird oder weil die Tiere aus industriellen Haltungsformen kommen und damit deren Innereien nicht gut auf den Tisch zu bringen sind. Und die Küchenphilosophie? Sie ist einfach, traditionell. Ziel ist, für Sie erfahrbar zu machen, wie wunderbar Inneren zu verarbeiten sind, wie köstlich sie unsere Mahlzeiten bereichern und abwechseln. (Samstag, 02.04.2016, 13:30 – 15:00 Uhr)

Lamm – ganz oder gar nicht (K 10): Über das Putzen von Artischocken und Innereien bis hin zur Zubereitung von frischer Pasta erleben wir vier traditionelle römische Rezepte. Andrea und Marcello Gallotti bringen in ihr junges Restaurant viel ein: tiefes Wissen und Erfahrungen, die sie in ihrem Studium an der Slow-Food-Universität in Italien erworben haben, ihre Verwurzelung in verschiedensten europäischen Kulturen, die Überzeugung, dass Essen Identität und Freude stiftet, und ihren Ansatz, die Vielfalt der Regionalküchen Europas authentisch erlebbar zu machen. (Sonntag, 03.04.2016, 13:30 – 15:00 Uhr)

Das Zweinutzungshuhn – eine nachhaltige Alternative zu den ausgebeuteten Hochleistungstierrassen der Massentierhaltung – findet wiederum Verwendung in der Kochwerkstatt Caesar’s Salad à la Sonja Frühsammer mit Hähnchenbrust vom Zweinutzungshuhn (K 9): Sie ist die beste Köchin in Berlin und eine der besten bundesweit. Die gebürtige Australierin kreiert aromenreiche Gerichte, die mit verschiedenen Konsistenzen und Geschmacksrichtungen spielen. (Sonntag, 03.04.2016, 11:00 – 12:30 Uhr)

Dass Fleisch nicht unbedingt für ein gehaltvolles und deliziöses Mahl notwendig ist zeigt die vegetarisch ausgerichtete Kochwerkstatt Emmer- Ravioli mit Ziegenfrischkäse, Salbei-Schalotten-Butter und Wasserkressesalat mit Stefan Rottner (K4): Sein Handwerk hat Stefan Rottner in verschiedenen Spitzenrestaurants in Deutschland und der Schweiz erlernt. Regionale Spezialitäten sowie die Kräuter aus dem hauseigenen Garten bilden die Grundlage für seine gehobene und zugleich bodenständige Küche. (Freitag, 01.04.2016, 13:30 – 15:00 Uhr)

Boris Häbel

Boris Häbel wird neuer Maître im Gourmet-Restaurant Tantris.
Der 44 jährige war zuvor als Restaurantleiter und Maître in dem mit zwei Sternen ausgezeichnetem Restaurant „Lorenz Adlon-Esszimmer“, bei Hendrik Otto in Berlin tätig. Boris Häbel freut sich sehr auf die neue Herausforderung im legendären Münchener Tantris, das genauso alt ist wie er selbst. Berlin den Rücken zu kehren, wird seiner Frau und ihm zunächst schwer fallen, doch die Herausforderung die Geburtsstätte des deutschen Küchenwunders und der gehobenen Gastronomie, in Zukunft zu begleiten, überzeugte ihn.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren Gästen mit Boris Häbel in diesem Sommer einen so qualifizierten und erfahrenen Gastgeber präsentieren können. Er ist ein perfekter Teamleiter, verfügt über langjährige Auslandserfahrung und zählt zu den anerkanntesten Restaurantleitern Deutschlands“ sagt Tantris Inhaber Felix Eichbauer.
Boris Häbel absolvierte seine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Hotel Bareiss im Schwarzwald. Bisherige Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren unter anderem das Schlosshotel Lerbach unter Dieter Müller, der Frankfurter Tigerpalast und das weltberühmte Hotel „Burj al Arab“ in Dubai.

„Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass wir lange Zeit nach dem Weggang von Herrn Metzger wieder eine echte Gastgeberpersönlichkeit für unser Haus finden konnten. Gemeinsam mit Hans Haas, Justin Leone und unserem Team wird Boris Häbel mit seiner ruhigen und professionellen Art, persönlichen Service auf
höchstem Niveau bieten.“ fügt Felix Eichbauer hinzu.
Für das mit zwei Michelin Sternen und 18 Punkten im Gault Millau ausgezeichnete Restaurant ein Glücksgriff.

www.tantris.de

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank

Studie bestätigt Küchenregel

Wenn reife Tomaten im Kühlschrank gelagert werden, leidet das Aroma. Das, was Fachleute längst wissen, bestätigt eine aktuelle Studie des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, die in der Fachzeitschrift „HortScience“ veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler hatten vollreife, rote Tomaten auf drei unterschiedliche Arten behandelt: Je 20 Früchte wurden für vier Tage bei 5 Grad Celsius bzw. vier Tage bei 20 Grad gelagert oder nach vier Tagen bei Raumtemperatur für fünf Minuten in 50 Grad heißes Wasser getaucht („blanchiert“). Anschließend bestimmten die Wissenschaftler das Aromaprofil der Tomaten.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass das Aroma unter dem Blanchieren und Kühlen leidet. Insbesondere die Aufbewahrung im Kühlschrank hatte negative Auswirkungen, auch wenn man es den Früchten nicht ansieht. Die Gesamtkonzentration der flüchtigen Substanzen nahm in der Kälte um 68 Prozent ab. Das betraf vor allem die sogenannten C-6-Aldehyde. Beim Blanchieren lag der Verlust insgesamt bei 63 Prozent.

Vermutlich ist vielen Menschen nicht bekannt, dass Tomaten kühle Temperaturen nicht vertragen und lagern sie im Kühlschrank. „Das ist sehr schade“, so Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst. „Denn bei reifen Früchten sorgen 42 unterschiedliche Stoffe dafür, dass sie so wunderbar aromatisch schmecken.“ Das Aroma der Tomaten wird bestimmt durch eine komplexe Mischung flüchtiger Substanzen wie Aldehyde, Alkohole und Ketone. „Die Tomaten verlieren enorm an Aroma und entsprechend groß ist der Verlust an Genuss, wenn sie zu kühl aufbewahrt werden“, erläutert Seitz. Am besten nimmt man das Gemüse nach dem Einkauf aus der Tüte und legt es an einen luftigen, schattigen Platz. Ideal sind Temperaturen zwischen 12 bis 16 Grad, bei Rispentomaten sogar 15 bis 18 Grad Celsius. Wenn die Tomaten auf einem weichen Tuch liegen, entstehen keine Druckstellen. Innerhalb von einer Woche sollte die Ware verbraucht sein, denn die Einflüsse von Licht, Wärme und Sauerstoff
verringern sowohl das Aroma als auch den Nährstoffgehalt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
American Society for Horticultural Science (ASHS):
http://hortsci.ashspublications.org/content/50/9/1358.abstract
Lagerungstipps: Wie fühlen sich Tomaten am wohlsten?
www.was-wir-essen.de/abisz/tomaten_lagerung_dunkel_luftig.php

Walisisches Rindfleisch

Herkunft steht für Qualität

Nicht zuletzt als Konsequenz aus den Lebensmittelskandalen der vergangenen Jahre geht der Trend in Deutschland immer mehr zu bewusstem Fleischkonsum und damit das Bewusstsein dafür, dass die Qualität auf dem Teller und die Art der Tierhaltung eng miteinander zusammenhängen. Das Motto walisischer Landwirte ist schon seit Generationen: Kümmert der Mensch sich um das Land, so kümmert sich das Land auch um den Menschen.

Seit Jahrhunderten wird in Wales nachhaltige, traditionelle Zucht betrieben. In Zeiten, in denen Fleisch aus Massentierhaltung in deutschen Supermärkten zu Spottpreisen erhältlich ist, besinnt man sich auf den Erhalt und die Förderung von liebevoll erzeugten Lebensmitteln mit ausgeprägtem Charakter und einer engen Bindung zu Land und Tier. In Anerkennung der herausragenden Qualität hat die EU-Kommission Walisisches Rindfleisch mit dem begehrten g.g.A. Gütesiegel „geschützte geographische Angabe“ ausgezeichnet.

Transparenz von der Zucht und Aufzucht über alle Produktionsschritte bis hin zu kurzen Transportwegen und zur absoluten Rückverfolgbarkeit jedes Tieres stellen die konstant gleichbleibend hohe Fleischqualität des Walisischen Rindfleischs sicher.

Im Einklang mit der Natur
Die saftig grüne, üppige Graslandschaft in Wales umfasst sowohl flaches Weideland als auch ber- giges Hochland, überall durchzogen von zahlreichen Bächen und Flüssen. Auf diesem vielfältigen Terrain werden die walisischen Rinder gehalten. Daher rührt auch der saftige, natürliche Geschmack und die fein-aromatische Rindfleischqualität. Das alte Sprichwort „Du bist, was Du isst“ trifft nicht nur auf uns Menschen zu, sondern auch auf die Tiere: Walisisches Rind wird nur von ausgewählten Liebhabern und Experten gezüchtet und vermarktet, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Erbe ihrer Ahnen fortzuführen und das Wissen um die beste Rinderzucht, – aufzucht und Haltung von Generation zu Generation weiterzugeben.

Das beste Fleisch ergibt sich aus einer Verpaarung verschiedener Rinderrassen. Eine Rasse ist das Welsh Black, die sich ganz hervorragend an die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Wales angepasst hat – und für die Fleischliebhaber aus aller Welt nach Wales reisen. Walisische Land- wirtfamilien folgen seit Jahrhunderten ihren traditionellen Zucht- sowie Aufzuchtmethoden und dem Wissen über das Weidelandmanagement. Beides trägt dazu bei, die einzigartige Landschaft auch für die Nachkommen zu erhalten.

Derzeit ist Walisisches Rindfleisch auf Nachfrage über den Feinkost-Großhändler FrischeParadies exklusiv zu beziehen.

Wie lange ist angebrochene Sahne haltbar?

Lebensmittel landen oft zu Unrecht im Müll: Meist sie sind länger haltbar, als viele Verbraucherinnen und Verbraucher annehmen. Dies gilt auch für Sahne. Ist die Packung geöffnet, bleibt Sahne gekühlt noch mehrere Tage genießbar. Ob sie ohne Bedenken gegessen werden kann, lässt sich schnell herausfinden: Eine einfache Prüfung mit allen Sinnen schafft Klarheit. Ist kein Schimmel im Becher oder auf der Sahne zu sehen und wirkt das Milchprodukt optisch genießbar, folgen Geruchs- und Geschmackstest: Riecht und schmeckt die Sahne sauer oder bitter, muss sie entsorgt werden. Sind dagegen keine Veränderungen in Farbe, Konsistenz, Geruch oder Geschmack bemerkbar, kann die Sahne konsumiert werden.

Tipp: Die Wenigsten wissen: Frische Sahne lässt sich prima einfrieren. Entweder volle Becher frosten und im Kühlschrank auftauen lassen, oder Eiswürfelbehälter mit flüssiger Sahne befüllen und in das Eisfach legen. Später die gefrorenen Sahnewürfel während der Zubereitung in den Topf geben und damit Gericht verfeinern. Auch geschlagene Sahne eignet sich fürs Eisfach. Routinierte Bäckerinnen und Bäcker frieren fertige Sahnehäubchen ein, die jederzeit auf den Kuchen gelegt werden können. Hans Schmaus, Käse und Milchexperte der LVBM