ÖKO-TEST Schwarzer Tee

Problemstoffe in der Tasse:

Das Labor fand in den schwarzen Tees bis zu 20 Pestizidrückstände!

Schwarze Tees stecken oft voller Pestizide und anderer Schadstoffe. Dieses Resümee zieht das ÖKO-TEST-Magazin in der neuen September-Ausgabe. Ein türkischer Tee ist sogar so hoch belastet, dass er nicht hätte verkauft werden dürfen. Das Verbrauchermagazin kritisiert zudem, dass viele Anbieter nicht ausreichend belegen konnten oder wollten, dass sie sich um faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse in den Anbauländern bemühen.

Die Arbeit auf den Teeplantagen in den klassischen Anbaugebieten ist eine Schufterei und noch immer Handarbeit, die vor allem von Frauen durchgeführt wird. Die Löhne sind oftmals nicht existenzsichernd. ÖKO-TEST wollte wissen, was Teehersteller tun, um die Menschen in den Ursprungsländern zu unterstützen. Es zeigte sich, dass nur wenige bereit oder in der Lage waren, konkrete Fakten zu den Arbeits- und Anbaubedingungen vorzulegen. Einige Anbieter führten Unternehmensgrundsätze, Lieferantenkodizes oder den Verhaltenskodex des Deutschen Teeverbandes als Nachweis für ihre Anstrengungen ins Feld. Keines dieser Papiere sieht jedoch eine unabhängige, externe Kontrolle vor.

Verbraucher, denen faire Löhne und menschenwürdige Verhältnisse wichtig sind, können sich aber laut ÖKO-TEST an bestimmten Labels orientieren. So wiesen acht Tees im Test Siegel wie Fairtrade oder Naturland aus, die die Einhaltung und unabhängige Kontrolle von sozialen und ökologischen Standards vorschreiben.

Ein bitteres Fazit zieht ÖKO-TEST zudem aufseiten der Inhaltsstoffe. Knapp die Hälfte der Produkte fällt durch. Einer der Gründe dafür sind Pestizide. Die Marke Öztürk Tee Yaprak Filiz Cayi Schwarzer Tee enthielt mehr als 20 Rückstände verschiedener Insekten- und Unkrautvernichter, darunter zwei Stoffe in so hohen Mengen, dass gesetzliche Grenzwerte überschritten wurden. Das Labor fand in einigen Tees aber auch das krebsverdächtige Anthrachinon, das sich allerdings nur schlecht im Teegetränk löst, sowie giftige Pflanzenstoffe, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide. Zwei Marken wiesen eine deutliche Belastung mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) auf. Auch Aluminium ist, gerade in Beuteltee, ein Thema.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2015 gibt im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Unkraut in der Küche

Wiesenkerbel wartet auf seine Entdeckung

Im Vergleich zu Brennnessel, Löwenzahn und Giersch fristet Wilder Kerbel oder Wiesenkerbel ein Schattendasein unter den Wildkräutern. Dabei ist der bis zu 150 cm hohe Doldenblütler überall in Mittel- und Nordeuropa an Waldrändern und auf Wiesen zu Hause und wahrlich nicht zu übersehen. Essbar sind alle Teile der Pflanze – die verzweigten Stängel, die auf der Unterseite behaarten farnartigen Blätter, die geschlossenen Blütenstände und im Herbst sogar die Wurzeln.

Schon beim Zerreiben der Blätter in der Hand bekommt man einen Vorgeschmack auf das herbe, erdige Aroma des Wiesenkerbels – eine intensive Mischung aus Möhre und Petersilie. Dips, Kräuterquark oder -butter, aber auch cremigen Suppen und Soßen gibt er eine frühlingshafte Note. Prima Partner sind Eier, Kartoffeln und Reis, darüber hinaus zartes Gemüse, allen voran frischer Spargel, sowie helles Fleisch und Fisch.

Die Verarbeitungsmöglichkeiten sind dabei vielfältig. Frisch geerntet und gehackt machen sich die Blätter gut als Würzmittel. Sie sind jedoch auch in einer Marinade gut aufgehoben. Langes Kochen behagt dem Wiesenkerbel allerdings gar nicht. Dadurch verliert er seine pikante Frische. Das Kraut wird am besten kurz vor Ende der Garzeit zugegeben oder über das fertige Gericht gestreut.

Wie die meisten Wildkräuter ist Wiesenkerbel reich an ätherischen Ölen. Darüber hinaus enthält er nennenswerte Mengen an Beta-Carotin und Vitamin C, Magnesium und Eisen.

Die Kultur von Wiesenkerbel im eigenen Garten erübrigt sich eigentlich. Dort kann man seinen kultivierten Bruder, den Echten Kerbel, aussäen. Er ist extrem anspruchslos und gedeiht auf allen Böden. Als herbe Ergänzung bietet sich dann in der freien Natur gesammelter Wiesenkerbel an. Zum Leidwesen der Landwirte findet er sich auf nährstoffreichen Wiesen und Äckern im Überfluss. „Allerdings hat der Wiesenkerbel zwei stark giftige Verwandte, den gefleckten Schierling und die Hundspetersilie“, warnt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Auf Nummer sicher geht, wer im Rahmen einer geführten Kräuterwanderung Standorte des Wiesenkerbels erkundet und diese dann immer wieder zur Ernte aufsucht.
Eva Neumann, www.aid.de

Athanasios Angeloussis

Dieses Schreiben erreichte uns vom Team der Hofstub’n Amerang

Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Wir wollen gut, aber auch gesund essen. Und wenn wir ein Restaurant besuchen, wünschen wir uns Gemütlichkeit, aufmerksamen Service und natürlich eine einladende Speisekarte. Für all dies und noch viel mehr stehen unsere Hofstub´n in Amerang im Landkreis Rosenheim.

Unser Chefkoch Athanasios Angeloussis, der bei Spitzenkoch Marc Haeberlin gelernt hat, weiß, woher das Fleisch in seiner Küche kommt, wo das Gemüse gezogen und der Salat geerntet wird. Ein großer Teil unseres Angebots stammt aus eigener Produktion von unserem nur wenige hundert Meter entfernten Gutshof Weng, wo die sehr seltenen Murnau-Werdenfelser Rinder auf saftigen Wiesen weiden. Das Gut wird nach dem Grundsatz: Respekt und Zuneigung vor Natur und Kreatur geführt. Es ist unser persönlicher Anspruch, dass alle Tiere – von den großen Vierbeinern, wozu auch noch die letzten frei grasenden Wollschweine gehören, bis hin zu den Flußkrebsen ein gesundes und artgerechtes Leben führen. Unsere Tiere werden nicht mit Getreide gemästet, sondern mit Gras und Heu gefüttert. Produkte, die nicht von unserem Hofgut stammen, wie zum Beispiel fangfrische Chiemsee-Fische, kauft unser Chefkoch bei Züchtern, Bauern und Fischern aus der direkten Umgebung ein. Da all unsere Zutaten frisch geerntet, geschlachtet oder gefangen wurden, finden Sie auf unserer Speisekarte ein kleines, aber dafür ein umso ausgesuchteres Angebot aus bester Jahreszeitenküche. Deshalb schließen wir auch unsere Hofstub´n in den Wintermonaten. Mit Ausnahme im Dezember: Im Advents,- und Weihnachtsmonat überraschen wir Sie mit Delikatessen, die wir im Spätsommer und Herbst eingekocht und geräuchert haben.
Je nach Witterung erwarten wir unsere Gäste im blühenden Garten oder am offenen Kamin. Die Hofstub´n in Amerang sind ein Ort, an dem sich Familie und Freunde gern an einen Tisch setzen, wo man sich trifft und auch schon mal die Zeit vergisst. Nach alter Tradition den feinen Sonntagsbraten genießt oder nach einem Spaziergang eine Brotzeit bestellt. Wir kochen mit Liebe, Erfahrung und purer Leidenschaft. Eine echte Besonderheit sind unsere Saucen mit exquisitem Aroma.
Lassen Sie sich von unserem einzigartigem Konzept aus Nachhaltigkeit, Gemütlichkeit und höchstem Genuß überzeugen. Alles, was Sie über unsere Hofstub´n noch wissen sollten, finden Sie im Netz unter www.hofstubn-amerang.de.

Microgreens

„Microgreens“ sind zarte unreife Pflanzen, die aus Gemüsesamen gezogen werden und aus zwei voll entwickelten Keimblättern ( Kotyledonen ) und manchmal noch zwei rudimentären „echten“ Blättern (Primärblättern) bestehen. Sie werden als neuer kulinarischer Trend bisher nur im gehobenen Einzelhandel und in Restaurants angeboten. Die Microgreens bestechen durch ihre Optik, starke Farben, intensives Aroma und dienen als Dekoration und Zutat zu Salaten, Suppen, Sandwiches.

Dass Microgreens nicht nur schön aussehen, sondern sogar höhere Vitamingehalte als ihre ausgewachsenen Verwandten aufweisen und damit wichtige Vitaminquellen sein können, stellten Wissenschaftler der Universität und eines staatlichen Untersuchungsinstitutes in Maryland (USA) fest. Sie untersuchten als erste Microgreens im Hinblick auf ihre Nährstoffe. Eine Auswahl von 25 Arten eines kalifornischen Anbieters diente als Untersuchungsmaterial.

Dabei handelte es sich um Vertreter mehrerer Pflanzenfamilien, die im ausgewachsenen Zustand Gemüse und Kräuter wie Rotkohl, Rettich, Rucola, Spinat, Rote Beete, Gartenerbsen, Mais, Amaranth, Dill, Koriander und Basilikum hervorbringen. Die meisten von ihnen waren in einem ungeheizten Gewächshaus bei normalem Tageslicht gezogen worden. Eine Besonderheit stellte die Gartenerbse dar. Bei Licht wuchsen grüne Blätter, eine andere Charge wurde in Dunkelheit gehalten und bildete dabei gelbe Blätter aus. Auch die Maiskeimlinge bekamen kein Tageslicht und blieben deshalb gelb. Ansonsten wiesen die Microgreens kräftige Farben von dunkel- und hellgrün über violett und dunkelrot bis hellrot auf. Einige Blättchen leuchteten sogar in zwei Farben.

Die Autoren bestimmten neben dem Wassergehalt die vier Vitamine Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherole (Vitamin E), Carotinoide (u. a. Provitamin A) und Phyllochinon (Vitamin K). Die untersuchten Microgreens zeichneten sich im Vergleich zu den ausgewachsenen Pflanzen durch deutlich höhere Gehalte an den untersuchten Vitaminen aus. Besonders vitaminreich waren weißer Rettich, roter Amaranth, Koriander und Rotkohl. Der Wassergehalt der Microgreens lag dagegen im Bereich normalwüchsiger Blattgemüse.

Auffallend niedrige Vitamingehalte wiesen die ohne Tageslicht gezogenen Microgreens von Mais und Erbse auf. Erbsen, die mit Belichtung kultiviert wurden, synthetisierten größere Mengen an Vitaminen, was auf die große Bedeutung des Lichtes für die Biosynthese der Nährstoffe hindeutet.

Die Ergebnisse geben einen ersten Überblick über die Vitamingehalte der Microgreens und ermöglichen damit die Einordnung dieser neuen Produktgruppe in Diätpläne und Verzehrsempfehlungen.
Susanne Großmann-Kühnau, www.aid.de

Löwenzahn

Löwenzahn: die Delikatesse von der Wiese

Im Frühling blüht der Löwenzahn und sorgt für leuchtend gelbe Farbtupfer auf den Wiesen. Dabei ist die Pusteblume nicht nur schön anzuschauen, sondern auch in der Küche vielseitig einsetzbar. Blätter, Knospen, Blüten und sogar die Wurzeln sind essbar.

Löwenzahn – wissenschaftlich Taraxacum officinale – zählt zu den bekanntesten Wildkräutern und ist vor allem auf stickstoffreichen Böden zu finden. Er bevorzugt einen sonnigen und hellen Standort wie Wiesen und Ackerränder. Die Pflanze enthält reichlich Vitamin C, Vitamin A, Magnesium, Kalzium sowie wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe und hat viele positive Wirkungen auf den Körper. So soll sie Entzündungen hemmen und den Appetit, Stoffwechsel und Verdauung anregen.

Die zarten gezackten Blätter des Löwenzahns schmecken im Salat und auch in Kombination mit anderen Wildkräutern. Dabei lässt sich der etwas herbe Geschmack durch einen Schuss Sahne oder Schmand im Dressing abmildern. Die Blätter können auch ähnlich wie Spinat kurz blanchiert und als Gemüse verwendet werden. Der bitter-würzige Frühlingsbote ist dabei als Wildkräuterrisotto und Pesto, in der Suppe, in Eierspeisen und im Quark ein Genuss. Für ein Löwenzahnpesto beispielsweise werden ein Bund Löwenzahnblätter, Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft, geröstete Sonnenblumenkerne und Parmesan püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Wer es süß mag, kann die frischen Blüten zu einem Gelee oder einem honigartigen Sirup für einen Brotaufstrich verarbeiten. Aus den getrockneten Wurzeln des Löwenzahns lässt sich Tee und aus den jungen Knospen „Kapern“ herstellen. Für Kapern gibt man die Löwenzahnköpfchen mit Essig, Estragon, Petersilie, Knoblauch und Zwiebelringen in ein verschließbares Glas. Nach acht bis zehn Wochen können Feinschmecker die eingelegten Blütenknospen genießen.

Am besten sammeln Sie Löwenzahn im eigenen Garten oder von Wiesen an verkehrsarmen Straßen. Jetzt im Frühling sprießen die jungen zarten Triebe aus der Erde. Diese enthalten weniger Bitterstoffe und sind daher besonders schmackhaft. Am besten wird vor der ersten Blüte geerntet. Grundsätzlich sollte man Wildkräuter gründlich reinigen und möglichst noch am selben Tag verarbeiten und essen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Luis Haller

Ein einzigartiger Mix aus edlem Jagdschloss-Ambiente, verträumter Idylle zwischen Wäldern und Wiesen hoch über Meran, feiner Wellness und exquisiter Küche zeichnet das Genießerhotel Castel Fragsburg aus, Südtirols kleines Relais & Chateaux-Luxushotel.

Bereits die Anfahrt über eine Panoramastraße hinauf zum 4-Sterne-S-Hotel erweist sich als unvergleichliches landschaftliches Erlebnis. Das historische Jagdschloss schwebt, einem Adlerhorst ähnlich, förmlich auf einem Felsvorsprung über dem Talkessel samt überwältigendem Fernblick. Die bis zu 70 qm großen Komfortzimmer und Suiten sind mit Zirbenholz, prächtigen Holzvertäfelungen, erlesenen Stoffen und kunstvollen Antiquitäten ausgestattet. Entspannung garantiert der 10.000 qm große Privatpark mit Pool, vielfältige Beautybehandlungen werden im „Alpine Healthcare Spa“ angeboten.
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Höchste kulinarische Genüsse erleben Gäste in atemberaubendem Ambiente: Die gläserne Veranda und breite Panoramaterrassen mit einzigartiger Aussicht auf Meran und die umliegende Bergwelt bilden den theatralisch schönen Rahmen für das mit Michelin-Stern und 2 Gault Millau-Hauben ausgezeichnete Restaurant, das zugleich 2013 von Gault Millau auch mit dem „Service-Award“ ausgezeichnet wurde. Unter der Leitung von Luis Haller zaubert die Küchencrew feinste Kreationen auf den Tisch – eine gelungene Kombination mediterraner und alpiner Elemente auf Basis hochwertigster, regionaler Produkte.

Rund um Castel Fragsburg eröffnen sich fantastische Wander-, Rad- und Ausflugsmöglichkeiten und auch Golfer finden in naher Umgebung ideale Voraussetzungen. Meran und Bozen lohnen mit besten Shoppingadressen sowie historische Sehenswürdigkeiten jederzeit einen Besuch. Die Kurstadt Meran verfügt zudem über eine topmoderne Therme (reduzierte Tarife für Hotelgäste).

WELLNESS-WOCHENENDE (19.4. bis 22.4., 26.4. bis 29.4. und 8.11. bis 10.11.2013):
2 Übernachtungen inkl. Frühstück, eine Teilmassage sowie eine Maniküre oder Pediküre pro Person im Doppelzimmer De Luxe ab € 379,- bzw. in der Suite De Luxe ab € 409,-.

Genießerhotel Castel Fragsburg ****S,
I-39012 Meran, Fragsburger Straße 3,
Tel. +39 0 473 / 24 40 71, info@fragsburg.com, www.fragsburg.com

Silvio Lange

Ab Februar übernimmt Silvio Lange die Küche im neuen Gourmet-Restaurant VERBENE im Landhotel „Mühle am Schlossberg“ im Donnersberger Land (Pfalz)

Lange führte zuvor jahrelang erfolgreich die „Alte Pfarrey“ in Neuleinigen. Gemeinsam mit seiner Frau Bettina Kissling-Lange verfolgt er weiterhin den bereits erfolgreichen Weg einer regionalen Küche im Mühlenrestaurant MAHL-WERK mit Kräutern aus dem eigenen Garten weiter. Neu aufgelegt werden mit den beiden auch die Kochkurse, Küchenpartys und das Weinfest im August.

Den Service in der „Mühle am Schlossberg“ führt weiterhin der langjährige Restaurantleiter Omar Shambri, Gastgeberin ist Anja Scharff.

Das romantische Landhotel liegt inmitten grüner Wiesen im Donnersberger Land, im Herzen der schönen Pfalz bei Kaiserslautern. In privater Atmosphäre und edlem Ambiente erleben die Gäste hier die harmonische Verbindung von alter Bausubstanz mit moderner Architektur.

www.muehle-schlossberg.de

Test: Sonnenblumenöl

Ein „gutes“ Sonnenblumenöl ist schon für 1,49 Euro pro Liter zu haben, die gleiche Menge eines „mangelhaften“ Bio-Öls aus Sonnenblumenkernen kostet hingegen 8,50 Euro. Bei einem Test von 16 raffinierten und 12 kaltgepressten Sonnenblumenölen fand die Stiftung Warentest 13 „gute“, 13 „befriedigende“, ein „ausreichendes“ sowie ein „mangelhaftes“ Öl. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der November-Ausgabe der Zeitschrift test.

13 der 28 Testkandidaten schneiden „gut“ ab, vor allem raffinierte, günstige Öle. Bei den kaltgepressten, die im Vergleich fast alle deutlich teurer sind, stellten die Tester sehr viel häufiger Fehler beim Verkosten fest. Typisch für sie ist ein deutlich nussiges, kerniges Aroma. Fünf hatten aber einen leicht schalig-modrigen, holzigen oder verbrannten Geruch und Geschmack. Ein kaltgepresstes, mit Wasserdampf behandeltes Bio-Sonnenblumenöl für 8,50 Euro pro Liter schmeckte stark ranzig, oxidiert und alt. Außerdem schnitt es auch in der chemischen Qualität schlecht ab. Das Urteil der Tester: “Mangelhaft“.

Auch unter den raffinierten Sonnenblumenölen gab es ein teures Schlusslicht, das nicht nur wegen seines unausgewogenen, leicht oxidierten und leicht ranzigen Geruchs und Geschmacks negativ auffiel. Es hatte auch den höchsten Gehalt an ungesunden Transfettsäuren und enthielt einen durch die Raffination entstandenen Schadstoff. Insgesamt war dieses Bio-Öl damit nur „ausreichend“.

Weichmacher, Lösemittel, Schwermetalle und Arsen fanden die Prüfer nicht. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Pestizide haben die Hersteller im Griff. Bei allen raffinierten Ölen wiesen die Tester aber Schadstoffe nach, die bei der Raffination entstehen können. In einigen Ölen wiesen die Tester auch Mineralöle nach.

Nur ein natives Bio-Sonnenblumenöl eignet sich besonders zum Braten.

Der ausführliche Test Sonnenblumenöl ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenblumenoel veröffentlicht.

Die tägliche Veralberung

Idylle statt Fakten

Auf den meisten Fleisch- und Wurstverpackungen ist eine Bauernhof-Idylle dargestellt. Grüne Wiesen, hübsche Fachwerkhäuschen, traditionelle Mühlen und viele Bäume sind die beliebten Motive. Die Gestaltung ist irreführend, da die Realität der Tierhaltung zumeist anders aussieht. Doch konkrete Hinweise zur Herkunft des Fleisches fehlen auf den Verpackungen oder sind nur lückenhaft vorhanden. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat 18 Etiketten von ausgewählten Fleisch- und Wurstprodukten untersucht, Herkunftsangaben recherchiert und beides miteinander verglichen.

Ergebnisse der Untersuchung im Überblick

Auf 83 Prozent der untersuchten Verpackungen fanden sich grüne Wiesen, auf 56 Prozent waren Fachwerkhäuser als Inbegriff von Beschaulichkeit abgebildet. Auch Mühlen und hohe Bäume sollen in vielen Fällen die Dorfanmutung untermauern.

Bei der überwiegenden Anzahl der untersuchten Fleisch- und Wurstangebote sind Begriffe wie „Bauer“, „Hof“ oder „Land“ Bestandteil des Marken- und Produktnamens.

Auf keiner einzigen Produktverpackung (0 Prozent) wurden konkrete Aussagen zu den tatsächlichen Haltungsbedingungen der Tiere getroffen. Die Herkunft des Fleisches hin zu einem bestimmten Landwirt konnte ebenfalls bei keinem Erzeugnis (0 Prozent) zurückverfolgt werden.

55 Prozent der Hersteller antworteten auf Nachfrage der Verbraucherzentrale, ob es eine Übereinstimmung zwischen der ländlichen Idylle und den Haltungsbedingungen gibt, gar nicht und 28 Prozent nur ausweichend. Lediglich 17 Prozent der angeschriebenen Produzenten waren bereit, Informationen weiterzugeben.

Drei Firmen argumentierten, dass Bilder oder Namen zum Firmenlogo gehörten und eine Verbindung zu den tatsächlichen Aufzuchtbedingungen der Tiere nicht beabsichtigt sei.

lesen Sie den kompletten Bericht bei der Verbraucherzentrale Hamburg:
www.vzhh.de/ernaehrung/269376/idylle-statt-fakten.aspx

Neue Gourmet-Wanderung am Starnberger See

Ohne große Mühe wandern Sie durch Wälder, Wiesen und am Seeufer entlang, dabei in einheimischen Restaurants und Gaststätten feine Spezialitäten der Region uns einem Aperitif genießen

Der Fremdenverkehrsverein Münsing hat gemeinsam mit dem Schlossgut Oberambach, dem Landgasthof Huber, dem Seegasthaus Hirth und dem Buchscharner Seewirt ein gemeinsames Projekt für Einheimische und Gäste entwickelt.

Zweieinhalb Stunden dauert die reine Gehzeit der Gourmet-Wanderung, doch zwischendurch bieten die vier Restaurants am Ostufer des Starnberger Sees gemütliche Einkehr mit regionalen Spezialitäten.
Die Wanderung schließt ein dreigängiges Menü ein und beginnt an der Kirche in Holzhausen. Der kulinarische Genuss beginnt mit einem Aperitif im Schlossgut Oberambach, danach geht es zum Landgasthof Huber, wo mit einer Fischsuppe oder einem Salat der erste Hunger gestillt wird. Die Route führt weiter durch Ambach am Seeufer entlang zum Seegasthaus Hirth, hier entscheiden Sie sich beim Hauptgang zwischen Fleisch, Starnberger See Renke und einem vegetarischen Gericht. Beim Buchscharner Seewirt, dem südlichsten Punkt der Wanderung, bildet ein Dessert den krönenden Abschluss des Menüs. Zurück führt uns unser Weg über eine aussichtsreiche Anhöhe nach Holzhausen.

Die Gourmetwanderung ist ganzjährig möglich von Mai bis Oktober von Dienstag bis Freitag, ansonsten täglich außer montags. Ab sechs Personen wird eine Reservierung benötigt, sonst kann man jederzeit die Menügutscheine in den Restaurants einlösen. Die Wanderung ist auch ohne Sonnenschein lohnend. Bei Schnee und Regen sind die korrespondierenden Getränke im Menüpreis inbegriffen. Das Menü kostet 35€, die erforderlichen Menügutscheine sind in den teilnehmenden Restaurants sowie über die Gemeinde Münsing, die Tourist-Info Starnberg und den Tölzer Land Tourismus erhältlich.