Wie viel Gluten ist wirklich drin?

In einem Verbundprojekt hat die Deutsche Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) 43 ausgewählte Lebensmittel und Getränke auf ihren exakten Glutengehalt untersucht. Bisher fehlten diese Angaben, die für Fachpersonal und von einer Lebensmittelunverträglichkeit betroffenen Personen relevant sind. „Unsere langjährige Expertise im Bereich der Glutenanalytik ermöglicht es, erstmals belastbare Glutengehalte in Lebensmitteln anzugeben“, so Prof. Dr. Peter Schieberle, Direktor der DFA. Das Projekt – gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – hilft somit, einen gesicherten Überblick über die Gehalte an Gluten zu geben.

Werte für Getreide, Mehle, Brote und Biere
Erwartungsgemäß enthalten Weizen und die daraus hergestellten Mehle die höchsten Glutengehalte. Nur Dinkel und Dinkelmehle weisen höhere Werte aus. So enthält beispielsweise das Dinkelmehl Type 630 im Mittel 10.300 mg Gluten/100g. Zum Vergleich: Das bevorzugte Haushaltsmehl ist das Weizenmehl Type 405 mit 8.660 mg Gluten/100 g. Die niedrigsten Glutengehalte weisen im Vergleich zu den anderen untersuchten Getreidearten und Getreideprodukten Roggen (3.177 mg/100 g ganzes Korn) und Roggenprodukte auf. Im Vergleich zu Dinkelmehl hat Roggen zwei Drittel weniger Gluten.

Bei den untersuchten Bieren enthält Weißbier mit 274 mg/100 g den höchsten Glutengehalt. Demgegenüber liegt die Glutenmenge beispielsweise im Pilsener Lagerbier deutlich niedriger, bei nur 1,2 mg/100 g. Demnach verfügen das Pilsener Lagerbier zusammen mit weiteren Bieren wie Vollbier (hell, dunkel), alkoholfreies Bier und Malzgetränk über einen „sehr geringen Glutengehalt“. Laut EU-Verordnung dürfen Produkte so bezeichnet werden, wenn sie den Grenzwert von 100 mg Gluten/kg Lebensmittel nicht überschreiten. „Glutenfrei“ deklarierte Produkte können ebenfalls Gluten enthalten, solange ein Höchstgehalt von 20 mg/kg nicht überschritten wird.

Zöliakiepatienten müssen, Glutensensitive sollen Gluten meiden
Für Menschen, die an Zöliakie oder Glutensensitivität leiden, ist es unabdingbar, Gluten aus der Nahrung zu verbannen. Bei Zöliakie, einer chronischen Erkrankung der Dünndarmschleimhaut, bilden sich bei Aufnahme glutenhaltiger Lebensmittel die Darmzotten zurück. In Folge verringert sich die Oberfläche des Dünndarms und der Körper kann nicht genügend Nährstoffe aufnehmen. „Die einzige Therapie dieser Erkrankung ist der lebenslange Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel, denn selbst Spuren von Gluten können bei Zöliakiepatienten Beschwerden auslösen“, sagt Dr. Wolfram Schaecke, Leiter des KErn. Anders ist es bei der Glutensensitivität: Bei dieser Unverträglichkeitsreaktion klagen Betroffene zwar über körperliche Beschwerden, allerdings findet keine Schädigung der Darmschleimhaut statt. „Wichtig ist in der Diskussion um Gluten, dass es sich weder bei Zöliakie noch bei Glutensensitivität um eine Allergie handelt“, so Schaecke weiter. Bei einer
Weizenallergie, die bei nur 0,1 bis 0,5 % der Bevölkerung auftrete, kommt es zur Ausschüttung eiweißspezifischer Antikörper, die im Blut nachgewiesen werden können. Bei Lebensmittelunverträglichkeiten, dieoft ähnliche Symptome wie die einer Allergie aufweisen, ist das nicht der Fall.

Die vollständigen Glutenwerte sind dem Daten und Faktenblatt „Gluten in Getreide und Getreideerzeugnissen“ auf www.KErn.Bayern.de zu entnehmen.

Bitterrezeptor erstmals in Becherzellen des Dickdarms nachgewiesen

Wie ein Wissenschaftlerteam um Maik Behrens und
Wolfgang Meyerhof vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE)
nun erstmals auf zellulärer Ebene am Mausmodell nachgewiesen hat,
produziert eine Gruppe hochspezialisierter Dickdarmzellen den
Bitterrezeptor Tas2r131. Bei dem identifizierten Zelltyp handelt es sich
um eine Untergruppe von schleimproduzierenden Becherzellen. Die
Wissenschaftler vermuten, dass diese Zellen sowie der Bitterrezeptor
eine Rolle bei der Abwehr von Schadstoffen spielen könnten. Das Team
publizierte seine Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift PLOS ONE
(Prandi, S. et al., 2013; DOI 10.1371/journal.pone.0082820)*.

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Geschmacksrezeptoren, mit
denen wir Bitteres oder Süßes schmecken, nicht nur auf der Zunge zu
finden sind, sondern auch in anderen Körperregionen. So entdeckten
amerikanische Forscher kürzlich Bitterrezeptoren in der Schleimhaut
menschlicher Atemwege. Ihre Daten lassen vermuten, dass die
Bitterrezeptoren auf bakterielle Signalstoffe reagieren und für die
lokale Immunabwehr bedeutsam sind. Eine andere Forschergruppe konnte
zudem in hormon-produzierenden endokrinen Darmzellen und
chemosensorischen Bürstenzellen des Magendarmtrakts Untereinheiten des
Süßrezeptors nachweisen. Die Wissenschaftler nehmen aufgrund ihrer
Befunde an, dass der Süßrezeptor eine Rolle bei der Regulation des
Blutzuckerspiegels spielt.

Obwohl es mehrere Untersuchungen auf genetischer und molekularer Ebene
gibt, die darauf hindeuten, dass neben dem Süßrezeptor auch Rezeptoren
für Bitterstoffe im Magendarmtrakt zu finden sind, war es jedoch
bislang nicht gelungen, diejenigen Zellen zu identifizieren, die solche
Rezeptoren produzieren. Dies ist jedoch für das Verständnis der
Rezeptorfunktion im Darm unerlässlich.

„Am Modellsystem der Maus konnten wir nun erstmals den Bitterrezeptor
Tas2r131 in einer kleinen Untergruppe von Becherzellen nachweisen. In
intestinalen Bürstenzellen und endokrinen Zellen detektierten wir
dagegen keine Bitterrezeptoren“, sagt Simone Prandi, Erstautor der
Studie. Die neuen Daten der Wissenschaftler weisen zudem darauf hin,
dass die Konzentration der Tas2r131-produzierenden Zellen in dem
Darmabschnitt am höchsten ist, in dem auch die meisten Bakterien
angesiedelt sind. „Becherzellen produzieren Schleim, wodurch eine
Schicht entsteht, die das Anlagern von Mikroorganismen verhindert und
welche die Schleimhaut vor chemischen und mechanischen Verletzungen
schützt. Zudem gibt es Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass
Bitterstoffe die Flüssigkeitssekretion im Dickdarm erhöhen. Wir vermuten
daher, dass die im Darm lokalisierten Bitterrezeptoren und die von uns
identifizierten Zellen eine Rolle bei der Abwehr von bakteriellen
und/oder mit der Nahrung aufgenommenen Schadstoffen spielen könnten“,
erklärt Maik Behrens, Biologe und Leiter der Untersuchung. „Zukünftig
wollen wir mit Hilfe des Mausmodells die molekularen und physiologischen
Eigenschaften dieser Untergruppe von Becherzellen noch weiter aufklären,
um so einen tieferen Einblick in die Funktion der intestinalen
Bitterrezeptoren, aber auch des Abwehrsystems des Darms zu erhalten“,
ergänzt Wolfgang Meyerhof, der am DIfE die Abteilung Molekulare Genetik
leitet.

Hintergrundinformation:
* Simone Prandi et al.: A subset of mouse colonic goblet cells
expresses the bitter taste receptor Tas2r131. PLOS ONE (2013);
http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0082820

www.dzd-ev.de.

Dem Deutschen Wald geht es immer besser

Bestwerte bei Kiefern – Buchen erholen sich – Raupen belasten Eichen

Der Zustand des Waldes in Deutschland hat sich 2012 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das geht aus den Ergebnissen der jüngsten Waldzustandserhebung hervor, die das Bundeslandwirtschaftsministerium am Montag in Berlin veröffentlicht hat. Erholt haben sich vor allem die Buchen. Der Kiefer geht es so gut wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Eichen weisen hingegen schon seit rund zehn Jahren einen schlechten Kronenzustand auf. Dieser Trend setzt sich aufgrund eines hohen Befalls von Raupen und der Pilzkrankheit Mehltau fort. Insgesamt haben 39 Prozent der Waldfläche keine Schäden an den Baumkronen, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 36 Prozent der Bäume weisen leichte Schäden auf (2011: 35 Prozent). Der Anteil der Bäume mit deutlichen Kronenverlichtungen ist von 28 Prozent im Jahr 2011 auf nun 25 Prozent gesunken. Im Durchschnitt hat sich die Kronenverlichtung von 20,4 auf 19,2 Prozent vermindert.

Rund ein Drittel der Landesfläche in Deutschland besteht aus Wald (11,1 Millionen Hektar). Die häufigsten Baumarten sind hierzulande die Nadelbäume Fichte (28 Prozent) und Kiefer (24 Prozent), gefolgt von den Laubbäumen Buche (15 Prozent) und Eiche (10 Prozent). Alle vier Baumarten nehmen zusammen rund drei Viertel der Waldfläche ein. Als Indikator für den Zustand des Waldes dient den Förstern die Bewertung der Baumkrone. Die Abweichung von einem voll benadelten bzw. voll belaubten gesunden Baum der jeweiligen Art (Kronenverlichtung) wird in mehreren Stufen ermittelt. Die Schadstufen 2, 3 und 4 werden der Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zugeordnet. Das entspricht einer Kronenverlichtung von mehr als 25 Prozent. Schadstufe 1 mit Kronenverlichtungen zwischen 11 und 25 Prozent gilt als Warnstufe. Schadstufe 0 umfasst alle Bäume mit bis zu zehn Prozent Kronenverlichtung. Die mittlere Kronenverlichtung ist der Mittelwert aller untersuchten Bäume.

Bei den in Deutschland am häufigsten vorkommenden Baumarten ergaben sich im Einzelnen folgende Entwicklungen:

· Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen unverändert 27 Prozent. Auf die Schadstufe 0 entfallen 38 Prozent, gegenüber 40 Prozent im Vorjahr.

· Bei der Kiefer beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen nur noch elf Prozent, 50 Prozent der Bäume wiesen gar keine Kronenverlichtung auf. Die mittlere Kronenverlichtung der Kiefer ist mit 14,5 Prozent so gering wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984. Das ist nicht zuletzt der konsequenten Überwachung und den bei Bedarf ergriffenen Forstschutzmaßnahmen zu verdanken.

· Der Zustand der Buchen hat sich stark verbessert. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung ist von 57 auf 38 Prozent gesunken, der Anteil der Bäume ohne Schaden ist von zwölf auf 22 Prozent gestiegen. Die hohe Verlichtung des Jahres 2011 war unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bäume viele Bucheckern gebildet hatten. Dieser natürliche Vorgang der Fortpflanzung bedeutet für die Bäume einen Kraftakt, der sich in einer entsprechend schlechteren Belaubung niederschlägt. 2012 haben die Bäume fast gar keine Bucheckern getragen und konnten sich daher erholen. Der Kronenzustand ist jedoch noch immer schlechter als vor 2004. Damals gab es ebenfalls viele Bucheckern, und die Bäume litten an den Folgen des Extremsommers 2003.

· Bei der Eiche ist der Anteil der deutlichen Kronenverlichtung von 41 auf 50 Prozent angestiegen. Nur noch 17 Prozent weisen keine Schäden auf. Der Zustand der Baumart geht vor allem auf Schäden durch Insekten zurück, da die Raupen verschiedener Schmetterlingsarten im Frühling die jungen Blätter fressen. Besonders bedeutend sind der Grüne Eichenwickler sowie der kleine und der große Frostspanner. Diese Raupen können ganze Eichenwälder kahl fressen. Zunehmend kommt es auch zu Schäden durch den Eichenprozessionsspinner. Von seinen Raupen kann eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ausgehen, da ihre Brennhaare Hautreizungen und pseudoallergische Reaktionen hervorrufen. Das Bundeslandwirtschaftsministerium setzt sich im Rahmen eines Dialogs mit allen beteiligten Stellen für wirksame fachübergreifende Bekämpfungsstrategien ein. Die Eichen können den durch Raupenfraß verursachten Blattverlust durch Neuaustrieb ausgleichen, der jedoch häufig von der Pilzkrankheit Mehltau befallen wird. Das weiße Pilzgeflecht entzieht den Blättern Nährstoffe; stark befallene Blätter sterben ab. Der wiederholt starke Befall durch Raupen und Mehltau hat viele Eichen geschwächt.

Hintergrund: Waldzustandserhebung

Der Waldzustand wird seit 1984 basierend auf einem systematischen Netz von Stichproben jährlich in den Monaten Juli und August von den Ländern erhoben. Als Indikator für den Waldzustand dient der Kronenzustand. Die erhobenen Daten werden von den Ländern an das Institut für Waldökosysteme des Thünen-Instituts übermittelt und dort im Auftrag des BMELV ausgewertet. Durch die regelmäßigen Stichprobenerhebungen können Veränderungen des Kronenzustands erkannt und Risiken bewertet werden. Die Informationen sind eine wichtige Grundlage für forst- und umweltpolitische Entscheidungen zum Schutz des Waldes.

Weitere Informationen sowie die Ergebnisse der einzelnen Bundesländer erhalten Sie im Internet unter www.bmelv.de/waldzustand2012

ÖKO-TEST: Fahrradkindersitze

Bruchgefahr
Die meisten Fahrradkindersitze weisen nicht nur gravierende Sicherheitsmängel auf. Manche sind zudem unpraktisch und zeigen sich bei der Schadstoffprüfung von einer schlechten Seite. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, das Hecksitze nicht nur auf Inhaltsstoffe untersucht hat, sondern auch einem umfassenden Praxistest unterzogen hat.
Besonders schlecht ist die Qualität beim Walser Kinderfahrradsitz Comfy Kid S. Hier brach bereits bei der Montage die Befestigungsschraube. Als die Tester dann die Schraube weniger fest anzogen, damit sie nicht bricht, verrutschte die Sitzhalterung. Bei drei weiteren Fahrradsitzen brachen im Praxistest Teile der Befestigung.

Ein weiterer Kritikpunkt von ÖKO-TEST ist, dass bei zwei Modellen die Gurte schwergängig oder schwer zu verstellen sind. Das macht das Angurten des Kindes umständlich und zeitraubend, was viele Eltern im Alltag nervt. Bei einem anderen Sitz bemängelt das Verbrauchermagazin, dass der Winkel zwischen Lehne und Sitzfläche zu gering ist, so dass das Kind leicht nach vorne gebeugt sitzt – was nicht gerade entspannend ist. Viele Modelle scheitern auch an der Rückenlehne, die nicht zu kurz sein darf, damit sie bei einem Aufprall dem Kopf des Kindes ein ausreichend hohen Schutz bietet. Vor allem die verstellbaren Modelle konnten hier im Test überzeugen.

Aber auch die Ergebnisse der Schadstoffprüfung sind nicht ohne: In einem Produkt fand das Labor Cadmium in einem Gehalt, der deutlich über dem aktuellen Grenzwert für das krebserregende Schwermetall liegt. In drei Produkten stecken erhöhte Mengen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Immerhin fünf Fahrradkindersitze waren schadstofffrei.
Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2012 gibt es seit dem 27. April 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Dank Allergie keinen Krebs

Allergien bieten auch Vorteile –
Forscher weisen eine Schutzfunktion vor Krebs nach

Gute Nachrichten für die zahlreichen Allergiker in Europa: Ein britisch-amerikanisches Forscherteam hat jetzt in dem Fachmagazin „Journal oft the National Cancer Instiute“ nachgewiesen, dass Allergiker ein geringeres Hirntumor-Risiko haben. Grund hierfür sei das vermehrte Aufkommen eines speziellen Antikörpers im Blut von Allergikern, das Immunglobulin E (IgE).

IgE-Antikörper sind verantwortlich für die Entstehung von Allergien. Binden sie ein Allergen, werden allergieauslösende Stoffe ausgeschüttet. Weitere Studien sollen nun den Zusammenhang zwischen einer Allergie und einem Hirntumor-Risiko in Verbindung mit dem IgE-Antikörper genauer erforschen.

„Allergiker haben durch die Evolution bevorzugt ein kräftigeres Immunsystem, das sich im Falle der Allergie leider gegen harmlose Substanzen richtet. Gleichzeitig bietet es aber einen besseren Schutz vor schweren Infektionskrankheiten und Krebs, was durch diese neue Studie nun auch für Hirntumore bewiesen ist“, erklärt Professor Dr. med. Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF).

Vor kurzem hatte bereits ein ECARF-Forscherteam unter der Leitung von Professor Dr. med. Marcus Mauer an der Charité gemeinsam mit internationalen Forschern der Harvard University nachgewiesen, dass die für die Symptome bei Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis und allergischem Schock verantwortlichen Mastzellen eine wichtige gesundheitserhaltende Funktion wahrnehmen. Mastzellen werden genau dann lebensnotwendig, wenn sich der Organismus mit gefährlichen Bakterien auseinandersetzen muss, wie beispielsweise bei einer Blutvergiftung.

„Bessere Behandlungsmöglichkeiten für Allergien werden wir nur finden, wenn wir weiterhin und verstärkt in die Erforschung von Allergien investieren“, erklärt Professor Dr. med. Marcus Maurer. “Nur dann wird es auch irgendwann möglich sein, die gesundheitserhaltenden und krankheitsvermeidenden Eigenschaften von Allergiezellen und –stoffen medizinisch nutzbar zu machen“, so Marcus Mauer abschließend.

Weiterführende Informationen zum Thema Lebensqualität trotz Allergie: www.ecarf.org

Link zum Artikel: http://www.yazio.de/aktuelles/allergie-antikoerper-schutz-vor-hirntumor-26012.html

Trinken ist nicht gleich Trinken

Dass zu einer ausgewogenen Ernährung auch genügend Getränke gehören, weiß inzwischen jeder. Etwa zwei Liter pro Tag sollten es sein, jetzt im Sommer oder bei körperlicher Tätigkeit auch mehr. Wer zu wenig trinkt, belastet seinen Kreislauf: Die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit nehmen ab. Verspürt man Durst, ist es meist schon zu spät. Flüssigkeit sollte man über den ganzen Tag verteilt zu sich nehmen. Doch nicht nur die Quantität, auch die Qualität ist entscheidend.
Bionade hat verschiedene Fakten zum guten Trinken zusammengestellt, mit denen Durstige noch besser beraten sind. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Fakt Nr. 1: Gutes Trinken kann die Mineralstoffzufuhr optimieren
Es lohnt sich, auch bei der Getränkewahl auf Mineralstoffwerte zu achten. Mineralstoffe können vom Organismus nicht selbst hergestellt werden. Es ist daher lebensnotwendig, diese Nährstoffe über die Getränke und Speisen aufzunehmen. Zu den wichtigsten Mineralstoffen gehören Kalzium und Magnesium. Erwachsene sollten täglich 1000 mg Kalzium und 300-350 mg Magnesium aufnehmen (Quelle: DGE). Ist dies nicht der Fall, baut der Körper z. B. das in Zähnen und Knochen befindliche Kalzium ab. Dort befinden sich 99 Prozent des Gesamtvorrates. Wer zwischendurch zum Durstlöscher Wasser mal eine Getränkevariante mit Geschmack sucht, findet in Bionade eine leckere Alternative. Das natürlich gebraute Getränk erfrischt nicht nur, sondern es enthält auch einige Mineralstoffe: Pro Liter sind es 200 mg Kalzium und 100 mg Magnesium.

Fakt Nr. 2: Guten Geschmack gibt’s auch mit wenig Zucker
Zucker ist in vielen alkoholfreien Getränken zu finden – nicht nur in Limonaden und Cola, sondern auch in Fruchtsaftgetränken und Saft. Da wir in der Regel täglich bereits zu viel Zucker aufnehmen, ist es umso wichtiger, auf den Zuckergehalt zu achten. Diese Süße führt zu dem Energiegehalt der Getränke und erhöht außerdem das Kariesrisiko, führt zu einer erhöhten Insulinausschüttung und in Folge zur Produktion des Stresshormons Adrenalin. Ferner lagert sie sich, falls nicht verbraucht, als Fett im Körper ab. Wie gut, dass Bionade weniger Zucker als andere Limonaden enthält. Bei ihrem speziellen Herstellungsprozess, der Fermentation, entsteht die schwache Gluconsäure. Aufgrund des niedrigen pH-Wertes dieser Säure benötigt Bionade eine geringere Menge des weißen Kristalls im Vergleich zu gängigen, zuckerhaltigen Limonaden, die die wesentlich aggressivere Zitronen- oder Phosphorsäure enthalten. So weisen 100 ml der Sorte Bionade Holunder nur fünf Gramm Zucker auf. Eben genauso viel, dass es schmeckt – aber deutlich weniger, als herkömmliche Limos. Denn diese Limonaden weisen per Definition mindestens sieben Gramm auf 100 ml auf – oder sogar erheblich mehr. Für Sportler ist die Zusammensetzung bei Bionade übrigens ein Pluspunkt: Getränke mit niedrigem Zuckergehalt sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und die Insulinausschüttung geringer ist. So ist Bionade eine leckere und erfrischende Getränkealternative für Zwischendurch, ohne dass der Konsument durch ihren Genuss direkt alle Grundsätze des guten Trinkens zu vernachlässigt.

Marcellino’s Zum Italiener 2011/2012 – Black Edition

Marcellino’s neue Mission: Wo sind die angesagtesten Italiener des Landes?

Keine Länderküche erfreut sich in Deutschland größerer Beliebtheit als die Küche
vom Stiefel. Die Auswahl ist riesig, die Möglichkeiten spektakulär, der Service supernett.
Für den kulinarischen Durchblick im Italia-Dschungel sorgt der neue Marcellino’s
Restaurant Report Zum Italiener 2011/2012.

Die Goldmedaille in der Kategorie „Luxus“ konnte in diesem Jahr das Rossini in
Düsseldorf ergattern: „Ausgefallene Menüs“ in „edlem und modernem Ambiente“.
Speisen, die „den Gaumen beflügeln“ – einfach „benissimo“.
Die besten „Kreativgerichte des Südens“ gibt es bei Grünfisch in Berlin.
„Unschlagbares
Ambiente mit traumhaftem Ausblick auf den Rhein“ im La Riva in Krefeld. Diese und
andere Szene-Läden finden sich in der Top10-Kategorie „Sexy Food“.
Die beliebtesten italienischen „Gute Laune“-Schuppen in unserer Top10 auf einen Blick.
Das Del Corso mit seinen „smarten Pizzabäckern“ und „riesengroßen Steinofenpizzen“
oder das Acquarello, ein “luftig-leichter Gourmet-Spot“.

Diese Ristorante bieten
unvergessliche Unterhaltung.
Edel oder familiär? Für jeden Geschmack das richtige Lokal finden. Marcellino’s
Kategorien von „toskanisch“ und „sizilianisch“ bis zur „Szene“ weisen den Weg durch
das Bella Italia in Deutschland.
Wer außerdem nominiert war oder dabei ist – finden Sie es heraus, im neuen
Marcellino’s Restaurant Report Zum Italiener 2011/2012 – Black Edition.

„Gäste sagen, wie es wirklich is(s)t.“ Menschen wie du und ich sagen, wie ihr
Restaurantbesuch war – schonungslos! Die Ergebnisse sind nachzulesen in 20 jährlich
erscheinenden Restaurant Reports.
Mitmachen kann jeder online unter www.marcellinos.de oder per Vordruck in jeder

Marcellino’s-Ausgabe. Wer ist Top, wer ist Flop?
Marcellino’s Restaurant Report Zum Italiener 2011/2012:
Seiten: 240; Copypreis: 7,95 €; EVT: 14.04.2011;

Cityguide Frankfurt

Der neue Marco Polo Cityguide Frankfurt für Frankfurter 2010

Nightlife und Lifestyle, Shopping-Vergnügen und Kultur-Events

Kultur, Sport, Shopping, Kulinarisches – Frankfurt ist erstklassig, wie der Marco Polo Cityguide Frankfurt für Frankfurter 2010 beweist. Die Metropole am Main wird mit mehr als 500 getesteten Adressen, darunter – jetzt neu – Öko-Trendadressen, sowie seinen kultigen Insider-Tipps zur Eventlocation für jeden Geschmack.

Die Main-Metropole kann sich schon jetzt über eine Vielzahl an Event-Highlights freuen – von Oper bis Sport, von Theater bis Film! Was wann wo läuft, weiß der Marco Polo Cityguide: Im April wird bei der „Luminale“ die nächtliche Stadt in geheimnisvolles Licht getaucht, am 4. Juli findet der Ironman Germany statt und am Ende des Monats werden bei der Veranstaltungsreihe „Shorts at Moonlight“ Oscar-gekrönte Kurzfilme gezeigt. Aktuelle Veranstaltungen sind zudem im Internet unter www.marcopolo.de/events gelistet. Mit den kultigen Insider-Tipps macht es extrem viel Spaß, die Stadt neu für sich zu entdecken – vom sahnigsten Milchshake der Stadt über schicke Taschen bis zur regionalen Modemesse Stilblüten ist alles zu finden. Neu dabei: Öko-Buttons weisen den Weg zu Lifestyle-Locations, die sich umweltbewusstem Leben und Genießen verschrieben haben. So sind etwa Nachhaltigkeit und Luxus in der L’Occitane-Filiale mit ihren feinen Körperpflegemitteln kein Widerspruch und im Restaurant Chili Queen wird Biologisches sehr lecker extrascharf serviert. Detaillierte Übersichtskarten, der 14-seitige Cityatlas, ein alphabetisches und thematisches Register sowie der Plan des Schnellbahnnetzes sorgen für eine lückenlose Orientierung.

Den Marco Polo Cityguide 2010 gibt es auch für die Städte Berlin, Hamburg, Köln, München, die Ruhrstädte, Stuttgart und erstmals für Düsseldorf.

Marco Polo Cityguide Frankfurt für Frankfurter 2010 und Umgebung

Druck durchgehend vierfarbig
Format: 10,5 x 19 cm
248 Seiten inkl. Cityatlas
Preis: € 9,95 (D) / € 10,30 (A) / sfr 18,90
ISBN: 978-3-8297-0981-1

Von Omajovas und N´abbas

Namibische Pilzspezialitäten aus der Erde

„N’abbas“ oder „Omatumbula“ bezeichnet in Namibia „etwas, das aus der Erde kommt“ oder „etwas Braunes“. Gemeint ist mit diesem braunen aus der Erde stammenden Etwas ein feiner und äußerst seltener Pilz: der Kalahari-Trüffel. Benannt nach der Kalahari, wo er unter der sandigen Erde wächst, gehört dieser Trüffel zu den niederen Schlauchpilzen. Nur während sehr guter Regenjahre und bei späten Regenfällen zwischen März und Mai kann der seltene Pilz überhaupt gefunden werden. Kalahari-Trüffel wachsen etwa acht Zentimeter unter der Erdoberfläche in der Nähe von bestimmten Bäumen und Büschen wie etwa der Kerzen- und der Hakendornakazie. Im Gegensatz zu Europa werden für die schwierige Suche nach der Delikatesse keine Trüffelschweine eingesetzt. Die San, Einwohner der Kalahari, haben über Jahrhunderte die Fähigkeit entwickelt, mit bloßem Auge Stellen zu entdecken, an denen die Trüffel wachsen. Feine Risse im Boden weisen auf den wertvollen Schatz im Erdreich hin.

Auch die Omajovas gehören zu den begehrten Spezialitäten Namibias. Diese einmalige Pilzsorte wird von Termiten kultiviert. Nach einem guten Regen schießen die schmackhaften Schirmpilze aus der Erde und werden bis zu suppentellergroß. Während der Regenzeit sind beide Pilzspezialitäten auf den Speisekarten guter Restaurants in Namibia zu finden.

„Light“-Lebensmittel

Viele „Light“-Lebensmittel liegen schwer im Magen

foodwatch-Ampeltest entlarvt Tricks der Hersteller

Viele „Light“-Produkte halten nicht, was sie versprechen. Ein Test der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch zeigt, dass die vermeintlich „leichten“ und gesunden Lebensmittel oft wahre Zuckerbomben sind oder einen hohen Anteil an Fett oder Salz aufweisen.

Vom Joghurt bis zu Kartoffelchips – foodwatch hat 13 Produkte, die mit Hinweisen wie „light“ oder „0,1 Prozent Fett“ beworben werden, mit den Nährwertampeln für den Gehalt an Fett, gesättigten Fettsäuren, Zucker und Salz gekennzeichnet. Nach Vorbild des britischen Modells steht Rot für einen hohen, gelb für einen mittleren und grün für einen geringen Anteil der jeweiligen Nährwerte. Ergebnis des Tests: 11 von 13 „Light“-Produkten (knapp 85 Prozent) weisen in mindestens einer Kategorie eine rote Ampelfarbe auf. Bei der „Streichzarten Teewurst light“ aus dem Aldi-Sortiment stehen sogar drei Ampeln auf Rot. Acht Produkte erhalten in jeweils nur einer einzigen Kategorie eine grüne Ampel. „Auch Light-Produkte können schwer im Magen liegen“, erklärte foodwatch-Sprecher Martin Rücker. „Die Verpackungen erwecken den falschen Eindruck, als könnten alle Light-Lebensmittel Flügel verleihen. Die Ampelkennzeichnung würde die Tricks der Hersteller entlarven und auf einen Blick zeigen, was Sache ist.“

Bei vier der 13 Light-Lebensmittel zeigt die Ampel bei Fett Rot. Fünf Produkte haben einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Drei Lebensmittel haben einen hohen Zuckerwert, vier enthalten sehr viel Salz. Fettreduzierte Produkte weisen häufig einen erhöhten Anteil an Zucker oder Salz auf – offensichtlich als Ausgleich für den Geschmacksträger Fett. So wurde zum Beispiel bei „Thomy légère – leichter als Remoulade“ zwar der Fettgehalt um rund 85 Prozent reduziert – gleichzeitig aber ist der Salzgehalt mit 3,1 Gramm pro 100 Gramm mehr als doppelt so hoch wie bei der „normalen“ Remoulade von Thomy. Die Frühstückscerealien „Special K 1,5% Fett“ von Kellogg’s versprechen ein „Diät-freies Leben“, ihr Zuckeranteil ist mit 17 Prozent jedoch doppelt so hoch wie bei klassischen Cornflakes.

Hersteller dürfen ihre Produkte „leicht“ oder „light“ nennen, wenn sie 30 Prozent weniger Fett oder Zucker als das Originalprodukt enthalten. Dennoch: Chips bleiben auch in der Light-Variante fettig, und Eis bleibt eine zuckrige Süßigkeit. „Wo ‚light‘ drauf steht, muss nicht unbedingt wenig Fett oder Zucker drin sein – sondern nur weniger als bei herkömmlichen Produkten“, so foodwatch-Sprecher Martin Rücker. „Unter Umständen verzehrt der Verbraucher gleich viel oder gar mehr Fett und Zucker, weil er glaubt, sorglos zugreifen zu können.“ Um eine transparente Information über die Nährwerte von Lebensmitteln zu erreichen, fordert foodwatch die verbindliche Einführung der Ampelkennzeichnung nach britischem Vorbild.