Micha Schäfer, Billy Wagner und Vincenzo Abbruzzese

von Bernhard Steinmann

Natürlich besucht man ein Sternerestaurant der Speisen wegen. Oder besucht man ein Sternerestaurant der Getränke wegen?
Nein, Essen. Es geht immer um Essen. Die Ausnahme der Regel bildet unser erneuter Besuch im Berliner Restaurant Nobelhart&Schmutzig.

Anlass für unseren Besuch ist eine gemeinsame Veranstaltung des Restaurants mit der Bacchus-Vinothek – Weinhandlung Grimm – in Rottweil.
Dipl. Oenologe Michael Grimm hat Vincenzo Abbruzzese mitgebracht, dessen große Brunelli wir heute genießen,
und in angeregten Gesprächen einer kritischen Betrachtung unterziehen wollen.
Die Weinproduktion des Hauses Abbruzzese geht bis ins Jahr 1953 zurück, als Bramante Abbruzzese damit begann,
seine Vision von Sangiovese zu verwirklichen. 1987 übernahm Vincenzo Abbruzzese Anbau und Produktion.

Die Weine:
2013 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
1991 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2004 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2006 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2007 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2009 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana
2010 Rosso di Montalcino, Valdicava, Toskana

2009 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
Schon die Farbe gefällt mir ausgezeichnet. Kräftiges Rubin. Die Fruchtnoten schienen mir weniger deutlich schmeckbar, etwas Kirsche, wuchtige Lakritze und satte Gerbstoffe.

2007 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
Das charakteristische Rubinrot ist auch hier deutlich zu erkennen. Zur Frucht kommen Zimtnoten und das gewohnte Tannin.

2004 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
2003 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana

2001 Brunello di Montalcino Riserva Madonna del Piano, Valdicava, Toskana
Ein vielschichtiger Tropfen, der letztlich die ihm zustehende Würdigung nicht mehr erfährt, da die zuvor verkosteten 11 Weine zu einem Gewöhnungseffekt geführt haben. Diese Aussage gilt für mich und ist keinesfalls allgemeinverbindlich.
Der Wine Spectatur hat hierfür 100 Punkte vergeben.

Das Menü:
Aal (Müritz Fischer)
Sellerie (Olaf Schnelle)
Alfredo Sironi Dinkel-Sauerteigbrot und Rohmilchbutter (Erdhof Seewalde)
Ike Jime Saibling, Dillblüten (Müritz Fischer)
Junges Gemüse, Quark (nach Michel Bras, Laguiole)
Erbsen, Minze, Pfifferlinge (Domäne Dahlem)
Lamm, Bärlauch (Müritzhof)
Kartoffel, Blutwurst (Senf)
Kirschen, Hefe, Wacholder (Roberto Vena)
Ei, Malz, Himbeerbrand (Frau Schlegel)
Nussgebäck mit Berberitzen (Potsdam)

Bei diesem Bericht habe ich bewusst das Menü von der Weinbegleitung, wenn wir dies so nennen möchten, getrennt. Die großartigen Weine aus dem Mutterland der Rebsorte Sangiovese hatten schnell die Hauptrollen besetzt. Dies war auch so zu erwarten. Eine Aussage über die Qualität des Menüs darf aus dieser Bemerkung jedoch nicht herausgelesen werden. Die stringente Ausrichtung der Küche auf Regionalität verringert selbstverständlich das Spektrum der Möglichkeiten. Aus dem Missverhältnis lässt sich jedoch kein Missverständnis konstruieren. Im Gegenteil. Es gehört viel Mut dazu, die „brutal lokale“ Küche Schäfers mit den großen Brunelli Abbruzzeses zu vereinen.
Es war ein wunderbarer Abend, zu dem auch die angeregten Gespräche mit den Tischnachbarn beigetragen haben.
Weitere Details und Fotos gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Coravin

In einem verborgenen Raum des Schlosses von Bečov nad Teplou wurden 1985 bis zu 150 Jahre alte Weine im Wert von über 1,1 Millionen Euro gefunden. Am 22. Mai verkosteten Andreas Wickhoff (Master of Wine) und Jakup Pribyl, einer der renommiertesten Sommeliers der Tschechischen Republik, diese nun mithilfe des Coravin Systems. So wurde sichergestellt, dass die Weine im Falle eines positiven Resultats auch nach der Verkostung ihren Wert beibehalten. Die Verkostung ergab – die Weine sind trinkbar!

Nicht einmal 1000 Einwohner zählt der Ort Bečov nad Teplou. Das Schloss könnte allerdings schon bald zu einer Pilgerstätte für Weinliebhaber werden. Denn 1985 wurde hier ein außergewöhnlicher Fund gemacht. In einem verborgenen Raum unter einem der Schlosstürme wurden insgesamt 133 Weine des letzten Jahrhunderts gefunden. Darunter je ein Château d’Yquem von 1892 und 1896 sowie ein Corton Charlemagne, ebenfalls aus dem Jahr 1892. Der älteste gefundene Wein ist ein Porto aus dem Jahr 1862. Eine erste Schätzung räumt der Weinsammlung einen Wert von über 1,1 Millionen Euro ein.

Der Fund der Weine gleicht einem Hollywood-Drehbuch: Die ursprünglichen Besitzer des Schlosses, die Familie Beaufort-Spontini, galten als Sympathisanten des Nationalsozialistischen Regimes und flohen deshalb gegen Ende des zweiten Weltkrieges aus der heutigen Tschechischen Republik. Als sie Jahre später den Versuch unternahmen, über den amerikanischen Unternehmer Danny Douglas ihre Besitztümer zurückzubekommen, war die Familie bereit, horrende Summen für die Rückführung ihrer Besitztümer zu bezahlen. So weckten sie die Neugier der damals noch existierenden kommunistischen Geheimpolizei. Durch eine unglückliche Formulierung seitens Douglas, der sagte er benötige kein Werkzeug für das Abholen des Besitzes, entschied die Polizei das Schloss genauer zu untersuchen – und fand dabei schließlich den geheimen Raum mit dem verborgenen Schatz.

Verkostung durch Coravin bringt positives Ergebnis
Über 30 Jahre ist das nun her. Seitdem sind die Weine im Schloss ausgestellt. Ob sie allerdings tatsächlich noch genießbar und damit auch wertvoll sind, konnte nie getestet werden, da man sonst die Flaschen öffnen und sie damit der Oxidation hätte preisgeben müssen. Bis jetzt. Am 22. Mai verkosteten Andreas Wickhoff (Master of Wine) und Jakup Pribyl, einer der renommiertesten Sommeliers der Tschechischen Republik, die Weine mithilfe des Coravin Systems. Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend. Alle verkosteten Weine sind noch immer in äußerst guter Verfassung. „Wir sind begeistert und sehr positiv überrascht von der guten Verfassung der Weine, es gab keine Anzeichen von Oxidation“, so Andreas Wickhoff nach der Verkostung.

Auch Coravin-Erfinder Greg Lambrecht konnte seine Begeisterung über den Zustand der Weine nicht verbergen, die mit Hilfe seiner Erfindung nun endlich verkostet werden konnten. „Das sind Weine einer anderen Zeit, gemacht von Menschen, die heute nicht mehr unter uns sind. Es ist wirklich etwas Besonders, Weine zu verkosten, die so lange unter Kork reifen durften und uns einen Eindruck einer vergangenen Ära geben.“

Bei der Nutzung von Coravin wird eine dünne Hohlnadel durch den Korken in die Flasche eingeführt. Anschließend leitet das System Argon-Gas, einen natürlichen Bestandteil der Atemluft, durch die Nadel hindurch in die Flasche und erzeugt so einen Überdruck. Um den Druck wieder auszugleichen, fließt nun der Wein durch die Hohlnadel zurück in das Coravin-System und von dort aus weiter in ein Glas. Nach der Entnahme wird das Gerät einfach abgenommen. Das verwendete Argon-Gas reagiert nicht mit dem Wein und der Naturkorken verschließt sich auf Grund seiner natürlichen Beschaffenheit direkt nach der Abnahme des Geräts wieder vollständig von selbst. Der Wein reift auf natürliche Weise weiter.

Felix Mielke, Anton Gschwendtner und Fabian Günzel

Der Trend in der Spitzengastronomie ist eindeutig: Jung, talentiert, top ausgebildet, kreativ und zugleich erfolgreich – immer mehr der besten Küchen werden aktuell von einer neuen Generation an Nachwuchstalenten geführt. Diese Verjüngungskur hat auch in den Sofitel Hotels & Resorts in Deutschland und Österreich Einzug gehalten; nicht nur in der Küche, sondern auch im Weinkeller. Wir stellen Ihnen eine Auswahl der interessantesten „jungen Wilden“ der Sofitels vor.

Wir beginnen unsere Rundreise in der österreichischen Hauptstadt Wien. Im Dachrestaurant DAS LOFT im 18. Stock des Sofitel Vienna Stephansdom hat im Mai 2015 der 30-jährige Fabian Günzel die Küchenleitung übernommen – und das mit Erfolg, wie nicht nur die steigende Anzahl an Gästen, sondern auch zahlreiche Awards bestätigen. Günzel wurde vom österreichischen Gault Millau und kürzlich von Rolling Pin zum Aufsteiger des Jahres 2016 gekürt. Günzels Küchenphilosophie im Loft steht ganz im Zeichen des kosmopolitischen Stils und lädt zu einer geschmacklichen Reise über die Kontinente ein. Die Gerichte sind international und innovativ, ohne die regionalen Wurzeln zu vergessen. Das Restaurantkonzept des „Sharing“ richtet sich an alle, die kulinarisch Abwechslung bevorzugen: Die Speisen werden mittig am Tisch platziert und es wird munter probiert und geteilt.

Für die passenden Weine sorgt im Sofitel Vienna Stephansdom der 36-jährige Sommelier Steve Breitzke, der, ebenso wie Küchenchef Günzel, aus Deutschland kommt. Neben den österreichischen Weinen, die in „seinem“ vier Meter hohen Weinkeller einen prominenten Platz einnehmen, sind vor allem Burgunder- und Bordeaux-Weine gut vertreten. Bei der Auswahl der Weine ist es Breitzke besonders wichtig, die passende Begleitung zu jedem Essen zu finden und Weinliebhabern ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis zu vermitteln. Seine Ausbildung führte ihn durch einige der besten Häuser Europas, unter anderem das Restaurant Dieter Müller in Bergisch Gladbach oder das Palais Coburg in Wien, bevor er im Mai 2011 im DAS LOFT begann.

Wir überqueren die Alpen und legen unseren nächsten Zwischenstopp in der bayerischen Landeshauptstadt München ein. Hier ist seit April 2015 der 31-jährige Anton Gschwendtner Chef de Cuisine im Restaurant DÉLICE La Brasserie im Sofitel Munich Bayerpost. Gschwendtner bereichert mit zeitgenössischer, französischer Küche seine Gäste. Zudem setzte er mit den Events der Kulinarikserie LINK über München hinaus neue Maßstäbe. Mittlerweile sind vier zwei bis drei Sterneköche aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden seinem Ruf gefolgt und haben gemeinsam mit Gschwendtner eine Woche lang für die Gäste des Sofitel Munich Bayerpost ein Sechs-Gänge-Menü kreiert. Zu den Teilnehmern zählte unter anderem Paul Bocuse Nachfolger Christophe Muller aus dem L’Auberge du Pont de Collonges bei Lyon. Seit April 2015 sorgt Markus Hirschler im DÉLICE La Brasserie für die Weinauswahl. Der 25-jährige Österreicher beschreibt seine Weinkarte selbst als „jung, freaky und fordernd.“

Wer exakt 581 Kilometer weiter nördlich im Sofitel Berlin Kurfürstendamm cooles, nördliches Understatement erwartet, wird sich wundern. Denn hier sorgt der erst 24-jährige Marcel Saavedra Polan mit seinen chilenischen Wurzeln als Sommelier für feuriges Temperament im Gourmetrestaurant Le Faubourg. Wein-Enthusiasten ist er bereits aus seiner Zeit im Sternerestaurant First Floor ein Begriff, wo er mit dem berühmten Chef-Sommelier Gunnar Tietz zusammengearbeitet hat. Das 2014 im Sofitel Berlin Kürfürstendamm eröffnete Le Faubourg zählt zu den spannendsten Newcomern der Berliner Restaurantszene. Hier verbindet Küchenchef Felix Mielke klassische französische Küche mit modernen regionalen Einflüssen. Der 31-jährige Chef de Cuisine verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Gourmetszene seiner Heimatstadt. Seine Ausbildung genoss er im Savoy Hotel Berlin, bevor er sechs Jahre im The Ritz Carlton Berlin arbeitete; dort als Chef Tournant. Bereits im Oktober 2011 begann er als Souschef in der Brasserie Le Faubourg, bevor er Anfang 2014 zum Küchenchef aufstieg.

29. Weintage der Südlichen Weinstrasse

Zum 29. Mal öffnen dieses Jahr das Frank-Loebsche Haus und das Alte Kaufhaus in Landau ihre Pforten, wenn der Verein Südliche Weinstrasse vom 27. bis 30. Mai 2016 zu den Weintagen einlädt. Klassische Rebsorten, wie Weiß- und Grauburgunder, Riesling und Spätburgunder, aber auch exotische Sorten, werden die 94 Winzer und Genossenschaften über die Messetage vorstellen. Gerade die mineralischen und terroirgeprägten Weine sind bei den Gästen beliebt. Die Scheurebe – Rebsorte des Jahres 2016 in der Pfalz – wird auch vertreten sein.

„Dieses Jahr präsentieren sich 94 Weingüter und Genossenschaften“, erklärt Landrätin Theresia Riedmaier. „Zwei neue Betriebe wurden aus einer Vielzahl von Bewerbungen zu den diesjährigen Weintagen zugelassen: Weingut Gerhard Hochdörffer aus Landau-Nußdorf und Weingut Schmitzer-Julier aus Eschbach. Bezogen auf die Anzahl der Betriebe, die sich bei den Weintagen präsentieren können, wachsen wir nur sehr langsam. Wir wollen unbedingt am Standort in der schönen lebendigen Landauer Altstadt bleiben, weil das einzigartige Ambiente schon immer den besonderen Charme unserer Weintage prägt. Wir präsentieren sehr bewusst und ausgewählt hohe und beste Qualität, guten Stil, Tradition, Jugendlichkeit und Innovation“, betont sie. „Dass die Südpfalz große Qualitäten zu bieten hat, haben die 20 Finalisten des Wettbewerbs ‚Die junge Südpfalz – da wächst was nach!‘ gerade bewiesen“, unterstreicht Uta Holz, Geschäftsführerin des Vereins.

Die vergangene Finalprobe der Jungen Südpfalz vom 28. April 2016 legt fest, welche Winzer sich auf den vorderen drei Plätzen befinden. Die Bestplatzierten erhalten als Belohnung für diese tolle Leistung eine Sonderpräsentation bei den Weintagen im Frank-Loebschen Haus. Besondere Präsentationsflächen gibt es auch für Weine aus Baden, der Schweiz und dem Elsass am Stand der „Trinationalen Metropolregion Oberrhein“ und für den Geilweilerhof: Das Julius-Kühn-Institut für Rebenzüchtung zeigt eine Auswahl von pilzwiderstandsfähigen Sorten, wie Villaris oder Felicia. In das Pfälzer Terroir können die Besucher sich im interaktiven Erlebnisraum Weinparcours® Pfalz am Samstag (28.05.) und am Sonntag (29.05) im Alten Kaufhaus hineinschmecken.

Auch dieses Jahr gibt es Neuerungen im organisatorischen Ablauf der Weintage. Die Eröffnung der Weintage findet dieses Jahr am Freitag, den 27. Mai, um 15 Uhr statt. Danach dürfen die Weinkollektionen der teilnehmenden Betriebe bis 21 Uhr verkostet werden. Fachbesucher sind an allen Tagen herzlich willkommen. Ausschließlich am Montag, dem 30. Mai, können Fachbesucher exklusiv von 13 bis 17 Uhr eine Weinauswahl der Fachbesucher-Betriebe verkosten. Eine Kinderbetreuung im Haus der Jugend findet von 13 bis 19 Uhr am Sonntag (29.05.) für Kinder von 6 bis 10 Jahre statt. Zum ersten Mal findet für die Fachbesucher an diesem Montag ein gemütliches „Chill & Grill“ statt, ab 17 Uhr. (Anmeldung unter anmeldung.weintage-suew.de). Bei Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr, ausschließlich mit dem Nachweis eines Tageseinzeltickets, erhalten die Besucher einen Rabatt von 2 Euro auf den Eintrittspreis zu den Weintagen der Südlichen Weinstrasse.

Die Weintage der Südlichen Weinstrasse gehen traditionell eine Verbindung von Wein und Kunst ein. „In diesem Jahr konnten wir M.S. Bastian und Isabelle L. als künstlerischen Beitrag gewinnen. In der begleitenden Kunstausstellung entführen Bastian und Isabelle ihre Betrachter in einer Collage von Comic und Kunst in ihre Bildwelten Bastropolis, Bastokalypse oder Bastomania. In ihren unglaublichen Bildergeschichten erzählen sie von seltsamen Charakteren in ihrem bunten, zuweilen schrillen Treiben“, so Karlheinz Zwick. Karlheinz Zwick, künstlerischer Berater des Landkreises Südliche Weinstraße, freut sich über die Zusammenarbeit mit dem Künstlerpaar. Die „Galerie Z“ im Frank-Loebschen Haus zeigt während der Weintage Kunstwerke verschiedener Künstler.

„Die Weintage sind für uns einerseits eine traditionelle Veranstaltung, die der Verein seit Jahren pflegt und somit Imagewerte der Region erhält. Andererseits sind die Weintage der Südlichen Weinstrasse ein Marketinginstrument, um aktuelle Weintrends zu präsentieren und ein Gesamtpaket zu schnüren, was sowohl die Hotellerie als auch die Gastronomie in der Region fördert. Somit schaffen wir nicht nur einen Mehrwert für die regionale Weinszene, sondern kreieren ein touristisches Gesamtpaket“, so der stellvertretende Geschäftsführer des Vereins Südliche Weinstrasse in Landau Bernd Wichmann.

Öffnungszeiten:
Freitag, 27.05.2016: 16-21 Uhr
Samstag, 28.05.2016: 13-19 Uhr
Sonntag, 29.05.2016: 13-19 Uhr
Montag, 30.05.2016: 13-17 Uhr (Fachbesuchertag)
ab 17 Uhr „Chill & grill“ nur mit Anmeldung (anmeldung.weintage-suew.de)

Eintrittspreise:
Tageskarte: 22 Euro
Zwei-Tageskarte: 30 Euro
Den Ausstellerkatalog gibt es ab Mitte Juni im Internet unter www.suedlicheweinstrasse.de

Nederburg

Atemberaubende und kontrastreiche Landschaften, faszinierende Sehenswürdigkeiten und nicht enden wollender Sonnenschein – das ist Südafrika! Doch was viele nicht wissen: Das „schönste Ende der Welt“ hat in der Tat noch viel mehr zu bieten als nur Touristenattraktionen und Endlos-Strände. Dessen muss sich auch der
deutsche Einwanderer Philippus Wolvaart bewusst gewesen sein, als er im Jahr 1791 den Grundstein für das Weingut Nederburg legte und den Charakter des Landes fortan mitprägte. Heute gehört Wein zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes.

Auch in Deutschland ist man auf die aufstrebende Weinnation südlich des Äquators aufmerksam geworden: Die Weine vom Kap der guten Hoffnung belegen laut der Weinimport-Statistik des Deutschen Weininstituts aus den Jahren 2015/2016 Platz 4 – und liegen somit direkt hinter den klassischen Import-Ländern Italien, Spanien und Frankreich. Ein Ergebnis, das vor allem auf das bekannteste aller südafrikanischen Weingüter zurückgeht: Nederburg. Der in der sonnenverwöhnten Kapregion angesiedelte Weinproduzent trägt mit Weinlinien wie der Foundation maßgeblich zu Südafrikas interkontinentalem Erfolg in der Weinbranche bei. Der meistprämierte Weinproduzent des Landes weist 225 Jahre Weinbauerfahrung auf und steht für hochwertigen sowie vielfältigen Weingenuss. In jedem Tropfen Nederburg stecken Hingabe, Leidenschaft und Traditionsbewusstsein – eine einzigartige Kombination, die sich im Geschmack widerspiegelt und die in der Vergangenheit mehrfach durch nationale und internationale Auszeichnungen bestätigt wurde.

Die Verknüpfung von Neugierde mit mehreren Jahrhunderten Weinbauerfahrung ist es, die die Weine der Foundation-Linie auszeichnet. Die Range knüpft an die jahrhundertealte Tradition an, ohne moderne Entwicklungen in der Weinbranche außer Acht zu lassen und liefert damit die ideale Basis – die Foundation – für unkomplizierten, leidenschaftlichen Weingenuss.

Mit ihrem sanften Stil und den frisch-fruchtigen Aromen sind die roten sowie weißen Weine der Foundation die idealen Speisebegleiter. Sauvignon Blanc, Chardonnay, Rosé, Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot, Pinotage – die große Bandbreite an Rebsorten gibt für jeden Genießer genau das Richtige her. So eignet sich etwa der kräftige, dunkelrot leuchtende Cabernet Sauvignon mit seinem verlockenden Beeren-Bouquet und der dezent würzigen Note hervorragend für Liebhaber sämtlicher Fleischgerichte, während der strohgelbe Sauvignon Blanc mit Stachelbeer- und Zitrusnoten leichte Salate und Meeresfrüchte perfekt ergänzt. So abwechslungsreich wie das Land an sich, so vielfältig und überraschend sind auch seine Weine. Weitere Informationen zur Foundation und zu allen weiteren Produkt-Ranges Nederburgs gibt es unter www.nederburg.com/de

LA RIOJA

Zweite Ausgabe des Wein- und Gastronomiefestivals in Haro

Die riojanische Kleinstadt Haro steht ganz im Zeichen des Weins. Sie gilt als heimliche Hauptstadt der Autonomen Region La Rioja, denn hier zeigt sich in besonderem Maße die Bedeutung des edlen Traubensafts als wirtschaftlicher Motor und kulturelle Ausdrucksform eines Landstrichs, der von Weinbergen geprägt ist. Rund zwanzig Weinkellereien haben hier ihren Sitz, von denen viele auch besichtigt werden können.

Die alljährlich am 29. Juni stattfindende „Weinschlacht“, bei der sich zwei gegnerische Gruppen literweise mit Wein bespritzen, hat sich längt über Haro hinaus einen Namen gemacht. Wer aber den Rummel während des Weinspektakels scheut und trotzdem an den hervorragenden Rotweinen der Region interessiert ist, hat Gelegenheit, am 17. September die zweite Auflage des Wein- und Gastronomie-Festivals von Haro zu besuchen. Zu diesem Anlass laden sieben der renommiertesten Rioja-Bodegas zur Weinprobe in das sogenannte Bahnhofsviertel oder Barrio de la Estación von Haro ein.

Der große Unterschied zwischen diesem emblematischen Viertel und anderen Weintourismusdestinationen von Weltklasse liegt darin, dass das Bahnhofsviertel von Haro weltweit die höchste Konzentration von hundertjährigen Weingütern beherbergt. Die Stein- und Holzgebäude der Bodegas aus dem 19. Jahrhundert drängen sich dicht um den Bahnhof. Das Bahnhofsviertel von Haro mit einem der ersten Bahnhöfe Spaniens entstand inmitten der industriellen Revolution. Der Fortschritt des 19. Jahrhunderts sollte voll ausgenutzt werden, um die erlesenen Weine auch in entferntere Gebiete liefern zu können.

Derzeit sind die Kellereien López de Heredia Viña Tondonia, CVNE, Bodegas Gómez Cruzado, La Rioja Alta SA, Bodegas Bilbaínas, Bodegas Muga und Bodegas Roda im Bahnhofsviertel von Haro beheimatet. All diese Bodegas mit der D.O.Q Rioja haben Weltklasseniveau. Um ihren Ruhm zu konsolidieren und weiter auszubauen haben die Weingüter bedeutende Investitionen zur Förderung des Weintourismus getätigt und sind ganzjährig für Besucher geöffnet. 2015 konnten sie mehr als 120.000 Besucher empfangen.

Am 17. September, dem Tag der großen Weinverkostung, wird das Viertel komplett für den Verkehr gesperrt. Weinliebhaber und Weinkenner aus nah und fern geben sich ein Stelldichein, um an einem einzigen Tag die hervorragenden Weine von gleich sieben der bedeutendsten Weingüter Spaniens probieren zu können.

Die Weinverkostung in dem einzigartigen Bahnhofsviertel mit seiner markanten Architektur wird von hervorragender Gastronomie und Live-Musik begleitet. Die Initiative, mit Hilfe derer man auch die wunderbare Weinlandschaft, die Haro umgibt, entdecken kann, geht auf die Asociación para el Desarrollo Turístico del Barrio de la Estación (ADT) zurück. Sie wurde von den sieben Weingütern des Bahnhofsviertel Haro gegründet, um sowohl die regionale Tourismusentwicklung als auch die Konsolidierung der angesehenen Weinregion als eine der weltweit führenden Weintourismusdestinationen voranzutreiben.

www.lacatadelbarriodelaestacion.com

Markus Saletz & Friends

Winzer-Gipfel im Hotel Post Lermoos

Exquisiter Hochgenuss mit Zugspitz-Panorama: Zum Weinevent „Markus Saletz & Friends meet Hotel Post“ am 9. April 2016 lädt das Vier-Sterne-Superior-Hotel Post Lermoos nationale und internationale Top-Winzer und Genießer zur gemeinsamen Weinverkostung ein. Ins Glas kommen dabei ausgewählte Lieblingsweine von Hoteldirektor und Diplom-Sommelier Markus Saletz, der auch das gut 1.000 Positionen umfassende „Weinbuch“ des luxuriösen Hotels verantwortet. Für die perfekte Abrundung der edlen Tropfen sorgen Köstlichkeiten von Lieferanten der Region und ein Gourmet-Abendmenü von Chef de Cuisine Michael Kramer und seinem Team. Die Teilnahme kostet 50 Euro pro Person. Auf Wunsch kann das Abendmenü hinzugebucht werden.

Bereits zum 3. Mal können am 9. April 2016 Wein-Connoisseurs gemeinsam mit Diplom-Sommelier Markus Saletz und befreundeten Top-Winzern aus Österreich und Frankreich aktuelle und vollmundig gereifte Weine verkosten. So lädt Gastgeberfamilie Dengg zum Wein-Event „Markus Saletz & Friends meet Hotel Post“ in das elegante Vier-Sterne-Superior-Hotel Post Lermoos ein. Teilnehmende Weinbauern sind die Weingüter Alexs, Steiner und Tschida aus dem Burgenland, Möth aus Vorarlberg, Trummer aus der Steiermark, Zoller-Saumwald aus Tirol sowie die Weingüter Hirsch und Netzl aus Niederösterreich. Aus Frankreich bereichern die Weine der beiden Chateaux Croix de Mai und L’Argenteyre das breit gefächerte Angebot. Am Abend verwöhnen Küchenchef Michael Kramer und sein Team mit einem Gourmet-Menü.
Das Weinevent findet am 9. April 2016 von 12.00 bis 18.00 Uhr statt und ist für 50 Euro pro Person buchbar. Darin enthalten ist die Wein- und Spezialitätenverkostung, sowie Wasser, Bier, Kaffee und die musikalische Umrahmung. Das Gourmet-Abendmenü kann optional dazu gebucht werden. Sowohl für die Weinverkostung als auch für den Gourmetabend wird um Vorab-Reservierung gebeten.

Weitere Informationen und Buchungen online unter www.post-lermoos.at.

Wein- und Kulturtage Bottwartal

Das Genussfestival auf Burg Schaubeck in Kleinbottwar!
Donnerstag, 14. bis Montag, 18. Juli 2016

Die Wein- und Kulturtage im Bottwartal zählen zu den schönsten Weinfestivals in Süddeutschland. Hier trifft sich, wer erlesene Weine, erstklassige Küche, Musik und Kultur in einer ganz besonderen Atmosphäre genießen will. Alle zwei Jahre locken die Veranstalter mit hochkarätigen Musikern, ihrem einzigartigen gemeinsamen Auftritt und Bestem aus Küche und Keller tausende Besucher nach Kleinbottwar.

Programm 2016
Ausstellung:    Menschen – Plastiken von Hilde Würtheim
        Unkörperliches  – Zeichnungen von Willi Weiner
Do, 14. Juli:        19.30 Uhr Lisa Lystam Family Band
Fr, 15. Juli:        19.00 Uhr Kulinarische Weinprobe „klassisch“
20.00 Uhr Edgar Knecht Trio
Sa, 16. Juli:        17.30 Uhr Caro Josée
20.00 Uhr Wellbad
20.30 Uhr Denis Omerovic
So, 17. Juli:        16.15 Uhr The Two
16.30 Uhr Führung mit Hilde Würtheim
17.00 Uhr „Highspeed“ Vergleichsweinprobe
17.30 Uhr Führung mit Willi Weiner
18.30 Uhr Oper im Park
19.00 Uhr „Highspeed“ Vergleichsweinprobe
20.30 Uhr Arild Andersen Trio
Mo, 18. Juli:        19.00 Uhr Kulinarische Weinprobe „Wort-Witz und Wein“
19.30 Uhr The Wakewoods
Retro-Classics zu Gast auf Burg Schaubeck

Eintrittspreise 2016
Tageskarte regulär: € 15,–
ermäßigt im Vorverkauf bis 30. Juni 2016: € 12,–
3-Tageskarte:     € 33,–

Programmheft, Info & Karten: Tel.: 07148 / 9600-0, www.wein-und-kulturtage.de

Mehr deutsche Weine in Supermärkten

Der Weinmarkt in Deutschland präsentierte sich im vergangenen Jahr trotz leicht negativer Vorzeichen weitestgehend stabil. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) gingen die Weineinkäufe der privaten Haushalte 2015 hierzulande in Menge und Wert um jeweils ein Prozent zurück. Dies geht aus der aktuellen GfK-Weinmarktanalyse hervor, die das DWI alljährlich in Auftrag gibt.

Gleichzeitig waren die Verbraucher wie bereits in den Vorjahren bereit, etwas mehr Geld für Wein auszugeben. So stieg der Durchschnittspreis pro Liter Wein im gesamten Lebensmitteleinzelhandel (LEH), wo drei Viertel aller Weine eingekauft werden, um zwei Prozent auf 2,97 €/l und für Weine aus deutschen Anbaugebieten um drei Prozent auf 3,23 €/l. Beim Erzeuger kauften die Verbraucher ihre Weine im Schnitt für 6,23 €/l ein.

Für den Absatz deutscher Weine hat der LEH, und hier insbesondere die Vollsortimenter, in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Allein 2015 ist sein Marktanteil von 61 auf 65 Prozent gestiegen. Vor allem die klassischen Supermärkte (unter 5.000 m²) werden als Absatzschiene für die deutschen Erzeuger immer wichtiger. Durch die Ergänzung des Weinsortiments mit regionalen und höherwertigeren Weinen ist der Marktanteil der Supermärkte am Verkauf heimischer Weine seit 2012 von zehn auf 17 Prozentpunkte gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist allerdings der Direktbezug vom Erzeuger von 30 auf 27 Prozent zurückgegangen.

DWI-Geschäftsführerin Monika Reule sieht zwei wesentliche Gründe für diese Entwicklung: „Wir beobachten einerseits eine zunehmende Verlagerung des Weinvertriebs auch von kleineren Erzeugern in den wettbewerbsintensiveren Lebens­mittelhandel. Des Weiteren wirkt sich der demografische Wandel, verbunden mit einer Überalterung unserer Gesellschaft, verstärkt auf das Weineinkaufsverhalten aus. Wir stellen insbesondere bei den älteren Konsumenten einen Rückgang im Weineinkauf direkt vom Erzeuger fest, der im vergangenen Jahr nicht durch Zugewinne aus den mittleren Altersgruppen kompensiert werden konnte.“

Die Rückgänge im Direktbezug vom Winzer haben auch im Wesentlichen dazu geführt, dass im vergangenen Jahr die Absätze und Umsätze mit deutschen Weinen in der Gesamtmarktbetrachtung um jeweils fünf Prozent abnahmen. Mit einem Marktanteil von 45 Prozent an allen hierzulande eingekauften Weinen bleiben die deutschen Anbieter jedoch weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. An zweiter Stelle steht Italien mit einem Absatzmarktanteil von 16 Prozent, Frankreich kommt auf 13 Prozent und Spanien auf acht Prozent.

Die Anteile der Rot- Weiß- und Roséweine am Einkauf der Haushalte haben sich 2015 nicht weiter verändert. Rotweine haben wie im Vorjahr 48 Prozent, Weißweine 42 Prozent und Roséweine zehn Prozent Marktanteil am Weinabsatz in Deutschland.

Reinstoff und Cordobar

Das Deutsche Weininstitut (DWI) hat in diesem Jahr in Kooperation mit Original Selters erstmals fünf Restaurants, die sich in besonderem Maße für die heimischen Weine engagieren, mit den Titel „Ausgezeichnete Weingastronomie“ prämiert. In der Kategorie Gourmetrestaurants gewann das Berliner Restaurant „Reinstoff“. Die ebenfalls in Berlin ansässige „Cordobar“ wurde in der Kategorie Weinrestaurants ausgezeichnet, und im Bereich der traditionellen Gastronomie ging der Preis an „Breuer’s Rüdesheimer Schloss“.

Aufgrund der vielen qualitativ hochwertigen Bewerbungen für den diesjährigen Wettbewerb hat die Jury entschieden, das vietnamesische Restaurant „Vipho“ in Frankfurt mit einen Sonderpreis für das große Weinengagement in seiner internationalen Küche auszuzeichnen. Einen weiteren Sonderpreis erhielt das „Panoramahotel Oberjoch“ im Allgäu, das sich als Hotel außergewöhnlich stark für die heimischen Weine einsetzt.

„Wir stellen in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung des Angebots und Engagements für unsere Weine in der deutschen Gastronomie fest. Dies wollen wir auch mit den erweiterten Auszeichnungen in unserem diesjährigen Wettbewerb zum Ausdruck bringen“, erklärte DWI-Abteilungsleiter für Handel und Gastronomie, Udo Pawliza. Viele Restaurants hätten aber das Umsatzpotenzial, das eine gute Weinkarte mit regionalen Weinen biete, immer noch nicht erkannt. Die Wettbewerbssieger seien hervorragende Beispiele dafür, wie dies funktionieren könne, so Pawliza.

Die Jury, der mit Selters-Geschäftsführer Otto J. Völker sowie Christina Fischer, Paula Bosch, Gunnar Tietz und Niko Rechenberg ausgewiesene Gastronomieexperten angehörten, hat für die Beurteilung der Restaurants hohe Maßstäbe angesetzt. Sie hat nicht allein den Umfang und die Qualität des Weinangebots bewertet, sondern auch Faktoren wie Preisgestaltung, Ausbildung der Mitarbeiter, die Möglichkeiten des Offenweinausschanks sowie Veranstaltungen rund um den Wein berücksichtigt.

So können die Gäste im Berliner Zwei-Sterne-Haus Reinstoff unter der fachkundigen Beratung durch Sommelier und Restaurantleiter Pascal Kunert aus rund 600 Weinen auswählen, von denen die Hälfte aus den deutschen Weinregionen stammt. Er hat nach Ansicht der Jury eine Weinkarte zusammengestellt, die neben spannenden Klassikern auch viele Neuentdeckungen bereithält und eine interessante Jahrgangstiefe bietet.

Die Cordobar ist seit ihrer Eröffnung vor zweieinhalb Jahren nicht mehr aus der Berliner Gastroszene wegzudenken. Das Team um die beiden österreichischen Sommeliers Gerhard Retter und Willi Schlögl hat die Grosse Hamburger Straße zur Pilgerstätte für Liebhaber guter Weine und einer niveauvollen Küche gemacht. Die umfangreiche Weinkarte teilt sich etwa zur Hälfte in Weine aus Deutschland und Österreich auf, ergänzt um einige internationale Tropfen.

Aus dem Jahr 1727 stammt der älteste Wein der umfangreichen Raritätenkarte von Breuer’s Rüdesheimer Schloss. Damit ist der Wein zwei Jahre älter als der 1729 vom Erzbischof von Mainz erbaute Zehnthof, in dem sich heute das Hotel und Restaurant befindet. Neben der Raritätenkarte lobte die Jury die umfangreiche Auswahl an aktuellen Weinen, die schwer­punktmäßig aus dem Rheingau aber auch aus fast allen anderen deutschen Anbaugebieten stammen.

Das Panoramhotel Oberjoch bietet Weingenuss auf 1200m Höhe. Gut zwei Drittel der 300 Weine, die Sommelier Markus Troll auf seiner Karte hat, stammen aus den deutschen Anbaugebieten. Drei Restaurants verwöhnen die Hotelgäste mit der vorzüglichen Weinauswahl. Highlight des Jahres im Panoramahotel ist der Weinsommer, der in diesem Jahr vom 15.07. – 20.08.2016 zum vierten Mal stattfindet.

Das vietnamesische Restaurant Vipho in Frankfurt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man keine überbordende Karte benötigt, um die Gäste für seine Weine zu begeistern. Inhaber Hung Quach hat ein kleines, aber sehr hochwertiges Sortiment von rund 30 Weinen zusammengestellt, das hervorragend zu den frisch zubereiteten Speisen passt.

Der Preis ist für die ausgezeichneten Weingastronomen ist mit jeweils 3.000 € dotiert, die für Aktionen rund um den deutschen Wein verwendet werden können. Zudem stellt das DWI den Preisträgern die Deutsche Weinkönigin für die Moderation und Begleitung von Weinveranstaltungen zur Verfügung.

Eine Übersicht mit Fotos der aktuellen und bisherigen Preisträger gibt es unter www.awg.deutscheweine.de