SOVINO – Die Weinmesse in Soest

Zum 2ten Mal treffen sich Winzer und Weingenießer in der Stadthalle Soest zur Weinmesse Sovino.

Junge Jahrgänge und reife Tropfen probieren, Neues direkt vom Winzer erfahren und die neuen Lieblingsweine gleich kaufen – das ist das Rezept der neuen Weinmesse. Im ersten Jahr kamen bereits über 500 Besucher in die Stadthalle. Was die Besucher besonders schätzen? – „das ungezwungene Probieren“, „die trendige Atmosphäre“ und besonders „den direkten Kontakt mit den Menschen, die den Wein vom Weinberg bis in die Flasche begleiten – den Winzerinnen und Winzern!“

Termin: 20. und 21.02.2016
Öffnungszeiten: Samstag 13.00 – 20.00 Uhr
Sonntag 13.00 – 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthalle Soest
Eintritt: Messe: 7,- EUR bei freier Verkostung

Der Alte fränkische Satz

Der Alte fränkische Satz wurde als 56. Passagier in die Slow Food Arche des Geschmacks aufgenommen. Die Arche des Geschmacks ist ein internationales Projekt der Slow Food Stiftung für Biodiversität. Es schützt und fördert traditionelle Nutztierrassen, Kulturpflanzen und Lebensmittel, die vom Verschwinden bedroht sind und trägt so zur Rettung unseres kulinarisch-kulturellen Erbes bei. Der Alte fränkische Satz wird vom Slow Food Convivium Mainfranken-Hohenlohe unterstützt.

Der „Alte fränkische Satz“ entspricht einer über lange Zeiträume hinweg praktizierten Anbaumethode für Weinberge. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts war diese Anbaumethode nicht nur in Franken, sondern in allen deutschen Weinbaugebieten verbreitet, da sie geeignet war, auch in ungünstigen Jahren einigermaßen gesichert Weine zu erzeugen. Das Prinzip war, durch Anpflanzung von unterschiedlichen Weinsorten in einem Weinberg das Risiko des Totalausfalls der Weinernte zu minimieren. So war gewährleistet, dass, auch wenn durch Spätfröste einige Weinsorten erfroren, andere dies überstanden und so noch eine Traubenernte durchgeführt werden konnte.

Eine andere Besonderheit dieser Anbaumethode ist es, die Trauben aller Weinsorten zum gleichen Zeitpunkt zu ernten und gemeinsam zu vinifizieren. Dies führt im Gegensatz zu Weincuvées, bei denen die unterschiedlichen Weinsorten getrennt gelesen, vinifiziert und erst am Ende verschnitten werden, zu einer großen geschmacklichen Vielfalt, die von Weinberg zu Weinberg und von Jahr zu Jahr die unterschiedlichsten Weine hervorbringt. In Franken gibt es aktuell noch siebeneinhalb Hektar dieses „Alten fränkischen Satzes“, wobei einzelne Weinberge ein Alter von über 50 Jahren aufweisen, aus wurzelechten Sorten bestehen und in alter fränkischer Kopferziehung als Pfahlweinberg in mühevoller Handarbeit gepflegt werden.

Der Alte fränkische Satz umfasst nur noch eine Rebfläche von 7,5 Hektar, was einem Anteil von 0,12 Prozent der gesamten fränkischen Rebfläche entspricht. Der Rückgang ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Lagen sehr aufwändig zu bearbeiten sind und nur einen geringen Ertrag bringen.

Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung des neuen Arche-Passagiers: http://www.slowfood.de/biodiversitaet/die_arche_passagiere/alter_fraenkischer_satz

Saale-Unstrut lockt mit Winzerfesten

Kaiser Otto III. wäre sicher stolz, wenn er wüsste, welche Folgen seine Großzügigkeit hatte: 998 schenkte er dem Kloster Memleben Weinberge und setzte damit den Grundstein für die Entfaltung des Weinbaus in Saale Unstrut. Heute sind die bis zu eintausend Jahre alten Hang- und Steillagen mit ihren urigen Trockenmauern und Weinberghäuschen prägend für die Region. „Toskana des Nordens“ taufte der Jugendstil-Künstler Max Klinger die liebliche Landschaft rund um Naumburg. Von ihrer schönsten Seite zeigt sie sich im Herbst. Denn dann ist Weinlese – und die Zeit fröhlicher Winzerfeste.

Was die Benediktinermönche des Klosters Memleben im Kleinen begannen, entwickelten die Zisterzienser des Klosters Pforta in Bad Kösen ab 1138 im großen Stil weiter. Aus Landschaften wurden Lagen. So mauserte sich Saale-Unstrut zum heutigen Qualitätsweinanbaugebiet, und zwar dem nördlichsten in Deutschland. Kenner schätzen die Weine für ihr unverwechselbares Profil mit feingliedrigem Bukett und zarten mineralischen Nuancen. Angebaut werden hauptsächlich helle Rebsorten wie Müller-Thurgau, Weiß- und Grauburgunder, Riesling, Silvaner. Zu den Raritäten gehören Gutedel und der rote André, der nur in Saale-Unstrut wächst.

– Kleine Region – große Vielfalt –
Dem Weinliebhaber erschließt sich die Aromenvielfalt der mit etwa 770 Hektar vergleichsweise kleinen Weinregion auf Wander- und Radwegen, die von Weinberg zu Weinberg führen. Neben dem Landesweingut Kloster Pforta finden Genießer über 50 Privatweingüter, rund 450 Produzenten der Winzervereinigung Freyburg und die Rotkäppchen Sektkellerei am Wegesrand. Jetzt, im Herbst, kann man den ansässigen Winzern bei der Weinlese zusehen. Und wenn ein Sträußchen am Haus hängt, laden sie Besucher zur Einkehr in die Straußwirtschaft.

Saison haben jetzt auch die heiteren Winzerfeste in der Region. Geschmückte Höfe bieten eine heimelige Kulisse dafür. Trestertreten, Weinbergs- und Kellerführungen, Fassrollen und handgemachte Musik unterhalten zwischen dem weinseligen Treiben. Und überall verlocken der Duft von frischem Zwiebelkuchen und der fruchtig-süße Geschmack des ersten Federweißers.

Die nächsten Feste finden am 26. September (Weingut Triebe in Würchwitz, Thüringer Weingut Bad Sulza), 3. Oktober (Weingut Born und Weingut Hoffmann in Höhnstedt), 31. Oktober (Weingut Pawis in Zscheiplitz) und 7. November (Winzervereinigung Freyburg und Weingut Grober Feetz in Freyburg) statt.

Weitere Termine sowie passende Reiseangebote hält der Tourismusverband Saale-Unstrut-Tourismus auf seiner Website bereit: www.saale-unstrut-tourismus.de . Und Informationen zur Weinbauregion gibt der Weinbauverband Saale-Unstrut unter www.weinregion-saale-unstrut.de

Ein eigener Weinberg

Es muss ja nicht immer gleich wie bei Jauch oder Depardieu das eigene Weingut sein, ein eigener Weinberg versorgt einen mit Weinen

Wie das funktioniert? Ganz einfach: Die WINZERLOGE vermittelt den Weinliebhabern renommierte Rheingauer Weingüter, die als Paten helfen den Traum vom eigenen Weinberg zu erfüllen.

Wie fühlt sich das an, wenn man einen Weinberg geschenkt bekommt?
Dem LogenWinzer Jürgen Obermeyer aus Hofheim ist genau dieses im vorletzten Jahr passiert:
Seine Frau und seine Kinder veranstalteten mit ihm eine Schnitzeljagd durch den Rheingau bis zum Weinberg in der Lage „Hattenheimer Hassel“. Es ist sein 60. Geburtstag, er ist umringt von seiner Familie, eine Hörfunkreporterin von HR 4 hält ihm ihr Mikrofon hin, Fotoreporter halten den Moment fest, als die Winzerlogen- Geschäftsführer Jochen Hinz und Wolfgang Junglas ihm die Urkunde überreichen: „Jetzt kommen wir zum offiziellen Teil: Mit dieser Urkunde erhalten Sie einhundert Rebstöcke der Lage Hattenheimer Hassel. Das VdP-Weingut Hans Lang wird die Zeile für Sie bewirtschaften. Herzlichen Glückwunsch!“

Ein Jahr später hat Logenwinzer Jürgen Obermeyer seinen eigenen Wein im Keller: MAINAU 4 heißt der Riesling des Jahrgangs 2010 – benannt nach seiner Adresse. Seine Tochter hat das Etikett entworfen.

Zehn weitere LogenWinzer konnten ihren „Jungfernwein“ 2011 mit eigenem Etikett in Empfang nehmen. Neue Logenwinzer sind gespannt wie sich der 2012er Jahrgang im Fass entwickelt und entwerfen schon ihr Weinetikett.

Jedes Jahr erhalten die Logenwinzer circa 150 – 200 Flaschen Riesling (oder Spätburgunder) aus einhundert Rebstöcken – zum günstigen Preis.

Ob 200 Quadratmeter oder 1.000 – die WinzerLoge unterstützt die LogenWinzer bei der Erfüllung Ihrer Wünsche: Bei der Auswahl des Weinberges, beim Weinausbau, der Auswahl von Flaschen und Verschlüssen, der Etikettengestaltung, der Lagerung und vieles mehr. 
Viel Arbeit müssen die Freizeitwinzer nicht fürchten: Die Patenwinzer kümmern sich um sämtliche Weinbergsarbeiten und den Ausbau der Weine. Der LogenWinzer hat die Freude!

Vier hervorragende VDP-Weingüter hat die WinzerLoge als Kooperationspartner gewonnen, die entsprechende Weinberge bzw. Weinbergs-Parzellen zur Verfügung stellen und diese im Auftrag der LogenWinzer bewirtschaften:
Fritz Allendorf    www.allendorf.de
Johannishof www.weingut-johannishof.de
Hans Lang www.weingut-hans-lang.de
Baron Knyphausen www.baron-knyphausen.de

Die Kosten für den eigenen Wein liegen etwa auf dem Niveau eines guten Rheingauer Rieslings, nämlich unter 8 EUR pro Flasche. Die Versektung des eigenen Weines ist ebenfalls möglich.

Auch unter Einbeziehung der einmaligen Aufnahmegebühr und des jährlichen Mitgliedsbeitrages ist dies eine hervorragende Investition in ein außergewöhnliches und exklusives Erlebnis:
Die Freude am und der Genuss des eigenen Weines vom eigenen Weinberg – auch ein schönes Weihnachtsgeschenk.

www.winzerloge.de

Weinbergsbesitzer werden mit der Bodega Maruccia

Am Anfang war die Leidenschaft für den Wein und ein lange gehegter Traum: die eigene Bodega auf Mallorca. Frank Maruccia hatte einen stressigen Job mit wenig Freizeit. Erst als er aus dem aktiven Geschäft ausstieg, wurde der Traum 2009 Wirklichkeit.

Doch ihm ging es nicht nur um das Weinmachen, sondern vor allem auch um den Austausch mit Gleichgesinnten: „Ich will begeisterte Leute und echte Weinfreaks um mich herum. Menschen, die nicht nur gerne Wein trinken, sondern die wie ich, Wein auch leben“.

Genau diese Idee war es, die Frank Maruccia dazu brachte, einen Weinclub der etwas anderen Art auf Mallorca zu gründen: den „Club de vino 953“. Weinenthusiasten wird über Rebenpatenschaften der „eigene Weinberg“ auf der Sonneninsel ermöglicht und noch mehr: sie können sich vor Ort, falls gewünscht, auch intensiv mit dem Weinbau beschäftigen. Die Anzahl der „Apasionados del vino“, ist aufgrund der geringen Fläche auf 953 begrenzt.

„1,5 Hektar ist genau die Größe, die ich überblicken und bewirtschaften kann. Größer soll das Weingut nicht werden, ich bleibe eine Manufaktur“. „Und da die Frage immer wieder kommt: „953 Mitglieder, da ich jeweils Rebenpatenschaften zwischen zwei Holzpfählen vergebe; für jeweils 5 bis maximal 7 Pflanzen pro Mitglied und die Fläche damit die Anzahl der Rebenpaten vorgibt“.

Wohnhaus, Bodega und Weinberg bilden bei Maruccia eine Einheit: Pflanzen und Trauben wachsen zu sehen, die Arbeit im Weinberg und die Abfüllung in Flaschen selbständig umzusetzen, um eine Qualität zu erreichen, die Maruccias Ansprüchen genügt und das in Verbindung mit dem Wohnen im eigenen Weinberg.

„Der Weinbau wurde mir quasi in die Wiege gelegt“, lacht Frank Maruccia, „mit einem apulischen Winzer als Onkel und Winzern aus dem Remstal in der Verwandtschaft, kann man sich dem Wein nicht entziehen“. Seit vielen Jahren hat sich Maruccia intensiv mit Wein beschäftigt und durch den Austausch mit mallorquinischen Weinbauern viel über die örtlichen Gegebenheiten gelernt. „Gerne hätte ich auch die autochthone Rebsorte Callet gepflanzt“, erklärt Frank Maruccia, während er über das Jungfeld blickt, „aber die müssen ein Alter von wenigstens 30 Jahren erreichen, um eine Top-Qualität zu liefern – zu lange, um das selbst noch zu erleben!“

Ende des Jahres wird es rund 2.000 Flaschen einer Cuvée aus eigenem Cabernet Sauvignon und aus besten zugekauften Callet-Trauben eines mallorquiner Traubenproduzenten geben. „Ich habe lange gesucht, bis ich Trauben gefunden hatte, die meinen Vorstellungen entsprechen“, so der Winzer.

An eigenen Rotweinen wurden Cabernet Sauvignon, Syrah, Merlot sowie Aglianico angepflanzt. Letztere ist eine Reminiszenz an den apulischen Onkel, die aber auch perfekt auf die Balearen-Insel passt. Beim Weinausbau geht Maruccia ungewöhnlich Wege:„Meinen Chardonnay baue ich im Beton-Ei aus, um die Frucht im Wein zu unterstützen. Der Ausbau im Stahltank ergibt zu reduktive Weine und das Holzfass beeinträchtigt mir zu sehr die Harmonie des Weins.“

Permanente Lust auf Innovation in Verbindung mit etablierten, klassischen Ausbautechniken, das ist eine von Maruccias Stärken.
Auf der Insel kann es heiß werden – heiß und trocken. Allein 2012 gab es bis Ende August nahezu 5 Monate keinen Niederschlag. Dennoch verzichtet die Bodega Maruccia auf künstliche Bewässerung – als eines der wenigen Weingüter auf der Insel. Dafür ist die richtige Bodenbearbeitung eine ganz wesentliche Voraussetzung: Kapillare müssen immer wieder aufgebrochen werden, damit die kostbare Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Dies betrifft insbesondere die Gegend um Llucmajor, eine der südlichsten Anbauflächen auf Mallorca.

„Die Trauben erhalten ihre Nährstoffe aus dem Boden. Der geringe Pflanzabstand von nur 80 cm zwingt sie tief zu wurzeln“, so Maruccia. Das Ergebnis spricht für diese Methode: die Trauben sind kleiner und konzentrierter, da der eingespeicherte Wasseranteil geringer ist. Das garantiert mineralische, individuelle Weine voller Spannung.

Und diese Weine sind rar – im Handel wird man sie nicht finden: In den Genuss kommen nur die „Apasionados“, von deren Rebstockpacht und deren Ideen das Projekt lebt.

Erste Erfolge geben dem Konzept des Winzers Recht. Schon vor dem Abfüllen der ersten Flaschen hat der „Club de vino 953“ über 50 Mitglieder. Der Manager des Fünf-Sterne-Hotels „Son Julia Country House“ in Llucmajor ist von den ersten Fassproben der Rotweine voll und ganz überzeugt: Borja Ochoa, der auch Mitglied im „Club de vino 953“ ist, zählt Maruccias Weine bereits jetzt zu den Besten der Insel und freut sich darauf, sie künftig auf der Weinkarte seines Hotels anzubieten.

Weingut Alois Lageder

Erstmalig lud Alois Lageder in Zusammenarbeit mit der ARGE Südtirol am Samstag, den 9. Juni 2012 zu einem Tag im Zeichen der Biodynamie und der anthroposophischen Lehre Rudolf Steiners auf das Weingut in Margreid. Bei schönem Wetter und in heiterer Atmosphäre machten rund 1000 Besucher das Biodynamische Fest – Open Day@Alois Lageder zu einem vollen Erfolg.

Vor der herrlichen Kulisse des historischen Ansitzes Casòn Hirschprunn präsentierten regionale, biologisch-dynamisch arbeitende Landwirte ihre Erzeugnisse. Nicht nur das kulinarische Angebot traf auf positive Resonanz, auch die zahlreichen Seminare, Kurse und Führungen durch Weinberg, Garten und Keller fanden rege Teilnahme. Für Groß und Klein wurde so über den ganzen Tag das breite Spektrum von Anthroposophie bis Biodynamie erlebbar.

Zum krönenden Abschluss des vielfältigen Rahmenprogramms, in Kooperation mit den umliegenden Waldorfschulen erarbeitet, spielte die herausragende ATB-Bigband des Bozener Franziskanergymnasiums.

Geisenheimer Rothenberg gehört zu den schönsten Wein-Aussichtspunkten in Deutschland

Das Deutsche Weininstitut DWI und die regionalen Gebietsweinwerbungen zeichnen erstmals in allen 13 deutschen Weinanbau-Gebieten die schönste Weinsicht aus. Im Rheingau fiel die Wahl auf den Blick vom Geisenheimer Rothenbergkreuz, das hoch oben auf dem Gipfel des Geisenheimer Rothenbergs steht. Von hier aus erblickt man im Norden den Taunus, im Süden den Rhein sowie im Osten Schloss Johannisberg und im Westen Rüdesheim mit dem Kloster Eibingen und den spektakulären Eingang ins Mittelrheintal. Weiter reicht der Blick über den Rhein nach Bingen bis hin zum Nahebergland und dem Hunsrück. Was für ein Ausblick! Mit der Auszeichnung „Schönste Weinsicht im Rheingau“ bewies das DWI nicht nur Weinblick sondern auch Weitblick, denn der Geisenheimer Rothenberg gehört zu den Top-Lagen im Rheingau. Doch erst seit kurzem kommt diesem Weinberg (wieder) Kult-Status zu.

Lange Zeit war die Weinbergslage über Geisenheim nur wenigen Insidern bekannt. Mit dem sensationellen Fund der ältesten Weinklassifikationskarte macht jetzt der Geisenheimer Rothenberg kräftig von sich reden. In dem Dokument von 1867 wird der Rothenberg neben den bekannten Filetstückchen wie Marcobrunn, Steinberg, Gräfenberg, Schloss Johannisberg und Rüdesheimer Berg als Weinbergslage der Klasse 1 genannt. Somit steht fest, dass der Geisenheimer Rothenberg bereits vor 150 Jahren zu den großen Lagen zählte.

Ein glückliches Händchen bewiesen die Weingüter Wegeler, die den Weinberg bereits seit 30 Jahren als Pächter bewirtschaften. Mit gut 6 Hektar sicherten sie sich jetzt einen Großteil der zukunftsträchtigen Lage. Dabei handelt es sich um die als Erstes Gewächs ausgewiesene Abbruchkante, eine nach Süden ausgerichtete Steillage mit großem Potential.

Ein weiterer Teil des Rothenbergs wird von der Geisenheimer Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau zu Forschungszwecken genutzt. Für die Wegelers ist die Zeit der Experimente im Rothenberg längst vorbei. „Wir wussten, da schlummert ein Schatz“, sagt Wein
gutschef Dr. Tom Drieseberg. „Die Lagenklassifikationskarte von 1867 ist daher für uns eine erfreuliche Bestätigung“ führt er weiter aus.

Königlicher Weinberg wird wieder königlich

Das Brandenburger Infrastrukturministerium stellt 5.700 Euro aus Lottomitteln für die Restaurierung des östlichen Gittertors zum Winzerberg in Potsdam zur Verfügung. Empfänger ist der Potsdamer Bauverein Winzerberg e.V.

„Der Verein setzt sich für den Erhalt und die Restaurierung des königlichen Weinbergs mit seiner Terrassenanlage ein und unterstützt so die Arbeit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg“, begründet Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger das Engagement seines Hauses für dieses Projekt.

Der 1763 errichtete Weinberg befindet sich nicht nur in einem desolaten Zustand, sondern auch in direkter Nachbarschaft zum Schloss Sanssouci – mitten im Weltkulturerbe. Die Anlage ist somit von stadtbildprägender Bedeutung.

Um den historischen Bestand und den Zugang dahin zu sichern, soll das historische, stadtseitige Gittertor restauriert werden. Damit würde der verfallene Gesamteindruck gemildert beziehungsweise das Erscheinungsbild verbessert werden.

Dieses Projekt trägt aus baukultureller Sicht zur Qualifizierung der Stadtgestaltung bei. Mit der Bewilligung der Lottomittel wird das bürgerschaftliche Engagement unterstützt.“

Der märkische Weinanbau verzeichnet in jüngster Zeit immer mal wieder einen Zuwachs. Es wurden und werden neue Weinberge gepflanzt, zum Beispiel in der Lausitz auf Rekultivierungsflächen in Welzow und Großräschen – aktuell dazu kommt gerade der Galgenberg in Werder, auf dem 6.000 Rebstöcke gepflanzt werden.

Im Rahmen der verfügbaren Pflanzrechte kann der Weinanbau in Brandenburg auf 30 Hektar ausgeweitet werden. Zurzeit werden aber nur 22 Hektar ausgeschöpft.

Produziert werden im Land 15 so genannte Qualitätsweine.

Mirko Reeh

Manchmal werden Träume wahr! Mit dem ersten eigenen Weinberg geht für Fernsehkoch Mirko Reeh ein Herzenswunsch in Erfüllung. Ab 12. April darf der hessische Küchenstar sich über eine Parzelle in der bekannten Rheingauer Lage Winkeler Hasensprung freuen. Eingefädelt hat den Deal die WinzerLoge, die Weinberge von Rheingauer Top-Winzern an Weinfreunde vermittelt. Patenwinzer ist Ulrich Allendorf, Weingut Fritz Allendorf, Oestrich-Winkel.

Wie Reeh steht auch Allendorf für Innovationen, über die man spricht. Unter fachmännischer Anleitung von Ulrich Allendorf wird der Frankfurter Koch jetzt in die Weinschule gehen. Hand in Hand werden die beiden Power-Typen alle nötigen Arbeiten verrichten und dafür sorgen, dass ein toller Tropfen – Chardonnay soll es sein – auf die Flasche kommt. Im Gegenzug hat Reeh angeboten, Allendorf in Sachen Kochkunst zu unterweisen. In seiner Kochschule im Herzen von Frankfurt standen neben vielen tausend Kochschülern auch schon viele Promis am Herd. Geschmeckt hat’s immer allen. Und zu lachen gab’s auch jede Menge.

Weitere Infos unter:
www.mirko-reeh.com
www.allendorf.de
www.winzerloge.de

Wie andere Spietzenköche arbeitet Mirko Reeh mit CHROMA type 301 Messer von Kochmesser.de.

Riesling Renaissance

Weltweit gilt der Bernkasteler Doctor als der berühmteste Weinberg Deutschlands. In deutschen Landen hingegen ist er nur wenigen Weinliebhabern ein Begriff. Nach Jahrzehnten des „Vergessens“ erhält der legendäre Riesling aus dem Bernkasteler Doctorberg nun im auch im eigenen Land eine beachtliche Medienaufmerksamkeit.

Am Sonntag, den 26. Februar um 18.30 Uhr strahlt der Fernsehsender n-tv in seiner Serie „FINE – Das Weinmagazin“ einen 25-minütigen Beitrag über den Bernkasteler Doctor aus. Die mehrtägigen Dreharbeiten fanden im Herbst in den Weingütern Wegeler – Gutshaus Bernkastel und Witwe Dr. H. Thanisch – Erben Müller-Burggraef statt.

Am Sonntag, den 26. Februar um 18.30 Uhr, bei n-tv