Getränke der Zukunft

Gesundheit ist ein gesellschaftlicher Trend, der auch das zukünftige Trinkverhalten motivieren wird, besonders von Jüngeren. Von ihnen nehmen viele aus gesundheitlichen Gründen Abstand von Cola, Limonade & Co: 57 Prozent der jungen Deutschen (18-29 Jahre) trinken diese nur einmal pro Woche oder sogar noch seltener. Die breite Mehrheit (83 Prozent) hält Softdrinks nämlich für eher ungesund. In der Gesamtbevölkerung sind es mit zwei Dritteln (66 Prozent) deutlich weniger. Zucker-, koffeinhaltige und alkoholische Getränke werden zunehmend bewusst und kontrolliert getrunken. Dies ist ein Ergebnis der Studie Das macht Durst 2025 des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die insgesamt 2.001 Personen vom 17.02 bis 25.02.2016 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Die Studie nimmt die Personengruppe junger Leute von 18-29 gezielt unter die Lupe (Boost der Stichprobe junger Personen auf n=653).

„Für die Hersteller bedeutet dies, in ihrer Produktpalette das Gesundheitsbewusstsein aufzugreifen. Für alle Getränkearten – u. a. auch bei Biermischgetränken – werden natürliche Inhaltsstoffe, weniger Zucker oder gesunde Süßungsmittel bevorzugt“, sagt Holger Geißler, Vorstand bei YouGov. Schon jetzt erreichen pflanzliche Süßungsmittel wie Stevia eine hohe Akzeptanz. 22 Prozent der 18-29-Jährigen präferieren es als Süßungsmittel, wenn es einen Zusatzstoff bedarf. Dennoch bevorzugt die Mehrheit weiterhin reinen Zucker (37 Prozent) oder Fruchtzucker (25 Prozent). „Bei Säften ist zudem eine vitaminreiche Zusammensetzung wichtig, gerne auch als gesunde Obst-, Gemüse- und Kräutervariante. Neben dem Gesundheitsaspekt rückt auch das Thema Regionalität bei Verbrauchern zunehmend in den Fokus. Jedoch ist bei Saft, Limo oder Wasser die Herkunft nicht immer direkt ersichtlich“, so Geißler.

Generell ist und bleibt Wasser das Grundgetränk der Deutschen. Die stille Variante wird von jungen Menschen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung deutlich häufiger gewählt: 38 Prozent der 18-29-Jährigen greifen täglich zum Wasser ohne Kohlensäure. Zum Vergleich, in der Gesamtbevölkerung sind es mit 29 Prozent deutlich weniger. Geht es um konkrete Wassermarken, so bevorzugen junge Leute sowie die Gesamtbevölkerung Eigenmarken aus dem Lebensmitteleinzelhandel mit jeweils 41 Prozent gleichermaßen. Bei den Jüngeren folgen die Marken Volvic (26 Prozent), Gerolsteiner (16 Prozent), Active O2 (11 Prozent), Bonaqua (8 Prozent), Apollinaris (8 Prozent) und Evian (8 Prozent). Neben dem klassischen Wasser ist Wasser mit Geschmack ein attraktiver Trend. Bereits jeder zweite 18-29-Jährige (50 Prozent) trinkt dies zumindest monatlich.

Auch Bier bleibt, selbst mit steigendem Gesundheitsbewusstsein, im Trend. 51 Prozent der Jüngeren zählen den Gerstensaft zum Liebling unter den alkoholischen Getränken: dabei 37 Prozent „reines“ Bier und weitere 14 Prozent Biermischgetränke. „Hier sollten Getränkehersteller ebenfalls auf gesunde Alternativen setzen und Mischbiere ohne Zuckerzusatz anbieten“, so Geißler.

Die Studie Das macht Durst 2025 analysiert das allgemeine Konsum- und Trinkverhalten von Wasser (mit und ohne Geschmack), Bier und Biermischgetränken (alkoholisch und alkoholfrei), Limonaden, Säften und Schorlen und zeigt die Getränketrends der Zukunft auf. Dabei werden alle Altersgruppen der Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren betrachtet. Ein besonderer Fokus der Studie liegt auf der Personengruppe junger Leute von 18-29 Jahren, aber auch junger Migranten im Alter von 18-29 Jahren.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:
http://yougov.de/loesungen/reports/studien/das-macht-durst-2025/

Rapunzel: So gesund ist Feldsalat

Im Mai ist der erste Feldsalat aus dem Freiland
erhältlich. Die Blätter von heimischen Äckern sind besonders
knackig und intensiv im Aroma. Feldsalat schmeckt solo, aber auch
gemischt mit anderen Blattsalaten und Früchten der Saison wie
Erdbeeren. Wer es deftig mag, kombiniert ihn mit feinen Speckwürfeln
und Walnüssen. Was viele nicht wissen – das Blattgemüse ist auch
ideal für Smoothies. Auch optisch ist das Getränk ein Hingucker, da
beim Zerkleinern ein satter Grünton entsteht.

Feldsalat zählt zu den gesündesten Salatsorten. Der Vitamin
C-Gehalt ist mit 35 mg pro 100 g dreimal so hoch wie beim Kopfsalat.
Zudem enthalten die Blättchen nennenswerte Mengen Beta-Carotin (3,9
mg pro 100g), Folsäure (145 µg), Eisen (2 mg), Phosphat (50 mg),
Magnesium (10 mg), Kalium (420 mg) und Kalzium (35 mg). Ätherische
Öle verleihen ihm den typisch nussigen Geschmack. Ein weiterer
Vorteil: Feldsalat ist mit 14 Kilokalorien pro 100 g äußerst
kalorienarm.

Der Feldsalat hat viele Namen wie Rapunzel, Ackersalat oder
Mauseöhrchen und ist in ganz Europa verbreitet. Die Pflanze
(/Valerianella locusta/) gehört zur Familie der Baldriangewächse und
erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 15 Zentimetern. Die Blätter sind
spatelförmig und stehen in einer Rosette zusammen. Erst seit rund 100
Jahren nutzt man den Feldsalat als Kulturpflanze. Noch bis Anfang des
18. Jahrhunderts wurde er lediglich als „Unkraut“ am Acker- oder
Wiesenrand gesammelt.

Vor dem Essen sollte Feldsalat gründlich gewaschen werden, damit
vorhandener Sand nicht zwischen den Zähnen knirscht. Zunächst werden
die kleinen Wurzeln von den Stielen abgeschnitten, ohne dass die
Rosetten auseinanderfallen. In einer Schüssel mit kaltem Wasser
entfernt man Sand und Erde und lässt die Blätter in einem Sieb
abtropfen. In einer Salatschleuder befreit man sie schonend von dem
restlichen Wasser. So fallen die Blätter nicht zusammen, und das
Dressing kann besser anhaften.

Feldsalat ist empfindlich und sollte möglichst rasch gegessen
werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleibt er einige Tage frisch.
Am besten werden die Rosetten noch etwas feucht in einem
Frischhaltebeutel mit Luftlöchern gelagert. Heike Kreutz

www.aid.de/inhalt/feldsalat-3081.html

Tomaten

Am 20. März ist Frühlingsbeginn und gleichzeitig internationaler Tag des Glücks. Zeit, die neue Saison mit leckerem Gemüse aus der Heimat einzuläuten. Selbst wenn der Frühling wettertechnisch noch auf sich warten lässt – aromatische Tomatengerichte holen die Jahreszeit im Handumdrehen auf den Esstisch und sorgen für genussvolle Glücksmomente.

Christoph Kolumbus brachte die aus Süd- und Mittelamerika stammende Frucht bereits gegen Ende des 15. Jahrhunderts nach Europa, wo ihre Beliebtheit über die Jahrhunderte hinweg stetig zunahm. Heute ist sie Spitzenreiter, was den heimischen Gemüseverbrauch betrifft – allein 2015 wurden 90.000 t Tomaten in Deutschland geerntet. Jeder Deutsche hat im letzten Jahr im Schnitt 5,7 kg gekauft.*

Zahlreiche Sorten, unzählige Zubereitungsmöglichkeiten
Ob klein, groß, rot oder gelb – Tomaten gibt es in vielen Formen und Farben. Jede Sorte unterscheidet sich dabei durch ihre geschmacklichen Nuancen und ihre Festigkeit. Kleinere Tomaten, wie beispielsweise Cherry- oder Cocktailtomaten, sind in der Regel intensiver im Geschmack. Das liegt daran, dass ihr Wassergehalt geringer ist, als der ihrer großen Schwestern. Dadurch eignen sich kleine Tomaten besonders gut für den Frischverzehr, aufgeschnitten als Belag für ein leckeres Tomatenbrot oder zur Zubereitung einer schmackhaften Pastasoße. Rundtomaten hingegen sind etwas größer als Cherrytomaten. Sie werden auch als Salattomaten bezeichnet – schon mit etwas Salz und Öl werden sie zur leckeren Beilage. Ihr Aroma ist süß-säuerlich und ihre Konsistenz saftiger als die der kleineren Tomaten. Daher sind sie eine hervorragende Wahl für die Zubereitung von Suppen. Fleischtomaten sind noch größer und werden daher hauptsächlich zum Kochen verwendet. Außerdem lassen sie sich gut füllen und machen sich perfekt auf dem Grill. Viele der Sorten gibt es im Supermarkt als Rispentomaten zu kaufen. Praktisch: Die Tomaten sind durch die Rispe verbunden und können so zum Beispiel als Snack zwischendurch einfacher transportiert werden.

Gerichte, die glücklich machen
Frische Tomaten bereichern die heimische Küche mit ihrem unverwechselbaren Geschmack und bringen im Handumdrehen den Frühling auf den Esstisch, etwa mit einer leckeren Minestrone. Dafür eine Zwiebel, Möhren, Tomaten und Sellerie grob würfeln und mit etwas Öl in einem Topf andünsten. Anschließend mit Gemüsebrühe auffüllen und köcheln lassen. Danach Nudeln hinzugeben und diese al dente kochen. Mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend mit gehacktem Schnittlauch verfeinern. Schnell zubereitet ist auch ein leckeres Tomaten-Carpaccio mit feinem Basilikum-Pesto. Hierfür Strauchtomaten in dünne Scheiben schneiden und mit selbstgemachtem Pesto aus frischem Basilikum anrichten. Schmackhafte Tomatengerichte zaubern nicht nur Farbe auf den Esstisch, sondern sorgen auch für genussvolle Glücksmomente. Denn das rote Gemüse enthält den Botenstoff Serotonin – ein sogenanntes „Glückshormon“, das entspannend wirkt und Stress abfangen kann. Der Großteil der Tomate – mehr als 90 Prozent – besteht allerdings aus Wasser. Zusätzlich vereint die Frucht aber auch eine Vielzahl an Vitaminen: Vitamin C, Provitamin A, Vitamin E sowie verschiedene Vitamine des B-Komplexes. Auch Mineralstoffe sind in Tomaten enthalten, allen voran Kalium, welches die Muskeln und Nerven stärkt.

Frische – vom Einkauf bis zur Zubereitung
Eine frische Tomate erkennt man an der prallen Haut und am aromatischen Duft. Die kälteempfindlichen Früchte fühlen sich bei Zimmertemperatur am wohlsten. Da Tomaten den Pflanzenbotenstoff Ethylen verströmen, sollten sie zudem stets getrennt gelagert werden, andere Obst- und Gemüsearten könnten sonst schneller reifen. Die roten Früchte vor der Zubereitung immer waschen und Stiel und Strunk entfernen.

Tipp: Um die Haut der Tomate einfacher abzuziehen, das Gemüse über Kreuz einschneiden und anschließend kurz in kochendes Wasser geben. Danach mit kaltem Wasser abschrecken – die Schale lässt sich jetzt leicht lösen.

*Quelle: AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, 2016)

Ostern – Feiern & Kochen in alter Tradition

Mit dem Aschermittwoch begann für Christen die lange Fastenzeit, die – strenggenommen – erst mit dem Ostersonntag in der Früh endet. Fleischkonsum war während dieser Wochen lange Zeit verboten. Der Palmsonntag markiert den Beginn der Karwoche; man feiert an diesem Tag den feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem. Drei besondere Tage kennzeichnen diese Woche:

Gründonnerstag (abgeleitet von Greindonnerstag = greinen = weinen, wehklagen), an dem die Fußwaschung an den zwölf Aposteln vorgenommen wurde. Dieser Brauch wurde später von zahlreichen christlichen Herrschern – auch von den Habsburgern – als Akt der Nächstenliebe übernommen und an je zwölf Greisen und Greisinnen ausgeübt. Die alten Leute erhielten als Erinnerung an die Fußwaschung und den Verrat des Judas Fastenspeisen und dreißig Silbermünzen ausgehändigt.
An diesem Abend fand auch das letzte Abendmahl statt, an dem Jesus mit seinen Jüngern das Brot brach.

Karfreitag (abgeleitet von kar/kara = Klage, klagen) markiert die Marter und den Tod Jesu, Karsamstag die Grabesruhe. An diesen drei Tagen (Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag) schweigen die Kirchenglocken, die sonst während des Jahres den Gläubigen die zur Freude Anlass gebenden Gebetsstunden verkünden. An ihrer Stelle mahnen die Ratschen zum Gebet. Man sagt, die Klöppel der Glocken seien angesichts des Tods des Herrn nach Rom geflogen. Die kirchlichen Symbole der Freude wurden/werden verhüllt, die Priester tragen rotes Messgewand am Palmsonntag und Karfreitag, violettes während der Fastenzeit. Erst am Ostersonntag wird das weiße Messgewand verwendet.

Am Ostersonntag wird die Auferstehung gefeiert, denn die Frauen, die das Grab von Jesus besuchten, fanden es leer vor. Am Ostermontag begegneten zwei Jünger, die nach Emmaus zurückkehrten, einem Fremden, den sie in eine Herberge einluden. Als er das Brot brach, erkannten sie Jesus, der vor ihren Augen verschwand.

Am Karsamstag wurden/werden Speisensegnungen vorgenommen: Schinken, Speck, Käse, Eier Salz und Kren werden gesegnet und am Ostersonntag zum Frühstück oder als Vorspeise zum festlichen Mahl verzehrt. Die Ostereier waren ursprünglich bei den Urchristen ausschließlich rot gefärbt – das  Ei als Symbol des Lebens trug als Gedenken die Farbe von Christi Blut. Lamm gilt als weitere Traditionsspeise – sein weißes Fell ließ es als unschuldig und seine Mentalität als besonders friedfertig erscheinen. Auch der Osterhase ist schon über Jahrhunderte mit dem höchsten christlichen Fest verknüpft – er ist ein Symbol der Fruchtbarkeit und des Neubeginns.

In der Wiener Küche hat man sich auch der Speisen angenommen, die für Gründonnerstag, Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag besonders passend waren.

Josephine Türk, Jubiläums-Kochbuch, Wien 1908

Gründonnerstag
Französische Erdäpfelsuppe
600 g geschälte, gewürfelte Erdäpfel, 1 gelbe Rübe, 1 kleine Sellerie, 1 Petersilwurzel und 150 g Champignons in dünnen Scheiben, Salz, Wasser, 40 g Butter, 40 g Mehl, kleingehackte Schalotte, feingehackte grüne Petersilie, ½ Teelöffel Suppenwürze
Erdäpfel und Gemüse in Salzwasser nicht zu weich kochen, Champignons dazugeben und kurz weiterkochen. Schalotte und Petersilie in Butter anschwitzen, mit Mehl zu einer lichten Einbrenn rühren, in die kochende Suppe geben und mit Salz und Maggi abschmecken.

Kalte Senfeier
Pro Person 2 Eier 7 Minuten kochen, schälen und 1 Stunde in Salzwasser liegen lassen. Der Länge nach halbieren, den Dotter herausnehmen, passieren und mit wenig Öl, Essig, Salz, Senf und etwas Obers cremig verrühren. In die Eierhälften bergartig dressieren.

Spinatpudding
80 g Butter, 4 ganze Eier, ¼ l Semmelbrösel, 400 g Blattspinat gewaschen und grob gehackt, Butter und Brösel für die Form
Butter flaumig abtreiben, die Eier und Semmelbrösel darunterrühren und mit dem Spinat vermischen. Mit Salz abschmecken. In eine gebutterte, mit Bröseln ausgestreute Kuppelform füllen, 1 Stunde im Dunst kochen. Auf eine runde Platte stürzen und mit flüssiger Butter übergießen.

Osterpinze
Aus 25 g Germ, etwas lauwarmer Milch, 1 Eßlöffel Zucker, wenig Mehl ein Dampfl bereiten;
1 kg Mehl, 200 g Butter, 1 Dotter, 1 ganzes Ei, Salz, Schale einer Zitrone, etwas mehr als ¼ l Milch, 4 Eßlöffel Zucker, 1 Ei
Butter ins Mehl bröseln, das Dampfl und die übrigen Zutaten dazugeben und einen festen Teig kneten, den man sehr gut abschlägt und gehen lässt. Auf dem Nudelbrett formt man den Teig rund und schneidet ihn kreuzweise ein. Mit versprudeltem Ei bestreichen, am Backblech ½ Stunden gehen lassen und langsam backen.

Karfreitag
Fischbeuschelsuppe
Gereinigtes Fischbeuschel, Salzwasser mit wenig Essig vermischt, 1 kleine Zwiebel in Ringe geschnitten, 1 Lorbeerblatt, Pfefferkörner, 1 gelbe Rübe, ¼ Knollensellerie, 1 Petersilwurzel – alles geschält und in feine Blätter geschnitten, 2 – 3 Fischköpfe, 50 g Rindsschmalz, 40 g Mehl
Das Beuschel im Wasser sehr weich kochen und herausnehmen. Den Kochsud mit etwas Wasser ergänzen, Gemüse und Fischköpfe darin gut auskochen. Aus Schmalz und Mehl eine goldbraune Einbrenn machen, in der Suppe verkochen lassen und alles passieren. Das kleingehackte Beuschel in die Suppe geben. Mit Zitronenvierteln servieren.

Artischocken mit Eiersauce
1 Glas (500 g Abtropfgewicht) Artischocken, 50 g Butter, 40 g Mehl, Artischockensud, Salz, Suppenwürze, 2 Dotter
Die Artischocken im Sud erhitzen und warmstellen. Aus Butter und Mehl eine helle Einbrenn machen, mit Artischockensud aufgießen, verkochen, mit Dottern abziehen und würzen. Separat anrichten. Die heißen Artischocken auf dem Teller mit Eiersauce übergießen.

Gebackener Karpfen
4 Karpfenfilets, Mehl, 3 Eier, Semmelbrösel, Salz, Rindsschmalz
Die Filets salzen, panieren und in Schmalz goldbraun ausbacken, auf Papier gut ablaufen lassen. Mit Zitronenvierteln servieren.

Reisbohnensalat
1 Dose kleine weiße Bohnen (1 kg Abtropfgewicht), Estragonessig, Salz, Pfeffer, Öl, eine feinnudelig geschnittene Zwiebel
Die Bohnen abtropfen lassen, mit Zwiebel vermischen und mit den übrigen Zutaten pikant abschmecken. Mindestens ½ Stunde ziehen lassen.

Charlotte von Äpfeln
500 g geschälte, blättrig geschnittene Äpfel mit Zitronensaft beträufelt, 1/8 l Wasser, 1 El Zucker, 4 Semmeln in feine Blätter geschnitten, 60 g flüssige Butter, 150 g Biskuitbrösel,
100 g Rosinen, 100 g gestiftelte Mandeln, Staubzucker
Die Äpfel in Zuckerwasser dick einkochen. Die Semmelschnitten durch die flüssige Butter und den Staubzucker ziehen. Den Boden und die Seitenwand einer runden, feuerfesten Form mit den Schnitten auslegen und die Äpfelmasse daraufgeben. Die übrigen Zutaten aufstreuen, mit Semmelscheiben abdecken und im Rohr langsam gelb backen. Auf einen Teller stürzen und warm zur Tafel geben.

Ostersonntag
Braune Suppe mit gebackenen falschen Morcheln
1 l braune Rindsuppe, 120 g pürierte Rindsleber, 40 g Butter oder Rindsuppenabschöpffett, 2 Eier, Salz, Semmelbrösel, 150 g feinblättrig, in etwas Butter gedünstete Champignons, Schmalz, 3 cm lange, bissfest gekochte hohle Nudelstücke
Leber mit Fett und Eiern abtreiben, würzen, mit Bröseln zu einer Masse rühren, aus der man kleine Knödel formt. Die Nudeln hineinstecken und in Schmalz ausbacken. Mit den Champignons in brauner Rindsuppe servieren.

Lachs in Muscheln mit Mayonnaise und Krevetten
1
Lachsfilet, ½ l Rotwein, 1 Glas Krevetten, Mayonnaise aus 4 Dottern, 1/8 l Öl, Salz, etwas Essig, Zitronensaft und weißem Pfeffer
Das Filet ¼ Stunde im Rotwein kochen, herausheben und abkühlen lassen. In kleine Stücke schneiden und mit der Mayonnaise vermischen, in Muscheln füllen, mit Krevetten dekorieren und mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Häuptelsalat
1 Häuptelsalat gewaschen und in kleine Stücke geteilt, Essig, Öl, Salz
Den Salat in eine Schüssel geben, marinieren und sofort servieren.
Heurige Erdäpfel
1 kg kleine, geschabte heurige Erdäpfel, Salz, Wasser, Kümmel, 80 g frische Butter
Die Erdäpfel in Salzwasser mit Kümmel weichkochen, abseihen und in Butter mit feingehackter grüner Petersilie schwenken. Gleich servieren.

Baumstamm
140 g Zucker, 8 Dotter, 140 g ungeschälte, geriebene Mandeln, 8 Klar Schnee, Backpapier, 1 Glas Himbeergelee;
280 g feinste Butter, 140 g Staubzucker, 4 Tafeln geriebene Milchschokolade, 1 Packung Vanillezucker; 20 g Butter, 20 g Staubzucker, 1 Dotter, Vanillezucker
Butter mit Dottern abtreiben, Mandeln und Schnee unterheben und 2 cm dick auf das Backpapier aufstreichen und rasch backen. Das erwärmte Gelee sofort aufstreichen und einrollen. Auskühlen lassen. Aus den übrigen Zutaten eine Schokoladencrème bereiten; aus Butter, Zucker und Dotter ein wenig helle Buttercrème rühren. Die Rolle mit Schokoladencrème bestreichen und Rillen und Astlöcher aufspritzen. In die Astlöcher und auf die beiden Enden der Rolle die helle Crème streichen.

Ostermontag
Parmesansuppe mit Schnitten
1 kg Kalbsknochen, Wurzelwerk, 1 Schale Reis, 50 g Butter, 40 g Mehl, 75 g frisch geriebener Parmesan
2 Semmeln in Scheiben geschnitten, flüssige Butter, geriebener Parmesan nach Bedarf
Aus Knochen und Wurzelwerk eine Suppe kochen, abseihen und den Reis darin weichkochen. Mit der Einbrenn und dem Parmesan verrühren und gut verkochen lassen. Mit Semmelschnitten anrichten.
Die Semmelschnitten durch flüssige Butter ziehen, auf ein Backblech legen, dick mit Parmesan bestreuen und im Rohr goldgelb backen.

Seezunge mit feinen Kräutern
4 Seezungenfilets mit Salz und Zitronensaft marinieren, 120 g frische Butter, 1 feingehackte Schalotte, 2 Tl feingehackte Sellerieblätter, feingeschnittene Schale von ½ Zitrone, 100 g feinblättrig geschnittene Champignons
Butter erwärmen, Zwiebel und restliche Zutaten darin dünsten. Filets von beiden Seiten mit dieser Masse bestreichen, in eine feuerfesten Form geben, zudecken und 10 Minuten in die heiße Röhre geben. Gelegentlich begießen.

Brandteigkugeln
70 g Butter, 70 g Wasser, Salz, 70 g Mehl, 3 Eier; 1 verquirltes Ei
Butter, Wasser und Salz aufkochen, Mehl glatt einrühren und vom Feuer nehmen. Die Eier nach und nach einrühren, kleine Kugeln formen, mit Ei bestreichen, auf Backpapier setzen und im Backrohr goldgelb backen.

Gefüllter Nierenbraten
1 ½ kg Nierenbraten – Niere und Knochen ausgelöst, Niere in 4 Teile schneiden und für einige Stunden auswässern, Salz, weißer Pfeffer, 2 zerklopfte Eier, Semmelbrösel; 80  Selchspeck, 80 g Rindszunge, 100 g Schinken, 2 abgeschälte Salzgurken – alles in ½ cm dicke Nudeln geschnitten; abgelöstes, kleingeschnittenes Nierenfett, Zitronenschale, 2 gehackte Sardellen; 80 g Selchspeck in Stiften, Salz, 100 g Butter
Das Fleisch so aufschneiden, dass ein rechteckiger Fleck entsteht. Die Nieren salzen und pfeffern, auf den Braten legen, die übrigen Zutaten darauf streuen, einrollen und binden. Mit Speck spicken, salzen und mit Butter 1 ½ bis 2 Stunden in der Röhre braten. Eventuell etwas Wasser oder Kalbssuppe angießen. Man kann auch die kleingehackten Kalbsknochen mitbraten (Saft wird aromatischer!). Fleisch in Scheiben schneiden, mit dem durchgeseihten Saft und Risi-Pisi servieren. Der Braten kann auch kalt ausgeschnitten zum Nachtmahl gegessen werden.

Risi-Pisi
1 Tasse Reis, Salz, 1 ½ Tassen Wasser, 50 g Butter, 250 g grüne Erbsen, etwas Butter
Reis in Butter anrösten, mit Wasser aufgießen, salzen, zudecken und im Rohr 20 Minuten dünsten. Erbsen in Salzwasser weichkochen, in Butter schwenken und mit dem Reis vermischen.

Orangenkren
1 El Essig, wenig Wasser, 1 Tl Zucker, feingeschnittene Schale von 2 Orangen, Kren nach Bedarf
Den fein gerissenen Kren mit gewässertem Essig, Zucker und Orangenschale vermengen.
Frühlingstorte
140 g Butter, 140 g Zucker, 2 Pa. Vanillezucker, 8 Dotter, 3 Tafeln geriebene Milchschokolade, 50 g Mehl, 50 g Semmelbrösel, 8 Klar Schnee
Fülle: 140 g Butter, 140 g Zucker, 3 Tafeln geriebene Schokolade
Glasur: 100 g Zucker, 6 El Wasser, 1 El feinst passierter Spinat, Staubzucker nach Bedarf; 80 gehackte Pistazien, gestiftelte Mandeln
Butter und Zucker abtreiben, die übrigen Zutaten dazurühren, Schnee unterheben und in einer befetteten, bemehlten Tortenform backen. Auskühlen lassen, durchschneiden, füllen, mit der Glasur überziehen, mit Pistazien und Mandeln bestreuen.
Für die Fülle Butter und Zucker schaumig rühren, Schokolade untermischen. Für die Glasur Zucker mit Wasser kochen, Spinat und so viel Zucker dazurühren, dass eine dicke Masse entsteht.

www.kulinarisches-erbe.at

Karneval ohne Kater

Gut essen, viel Wasser und kein Durcheinander

Für Karnevalsfans bringt die fünfte Jahreszeit manch eine feucht-fröhliche Party oder Sitzung mit sich. Oft folgen am nächsten Tag stechende Kopfschmerzen, großer Durst, Übelkeit und Schlappheit – eben Katzenjammer pur. Sicher verhüten lässt der sich nur durch Abstinenz. Doch wenn es ein oder zwei Gläser mehr werden, lässt sich das Übel mit ein paar Tricks wenigstens mildern.

„Eine ganz wichtige Grundregel ist: Trinken Sie nie auf leeren Magen“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst, Bonn. Eine gute Grundlage für die Party ist eine leichte Mahlzeit aus ballaststoffreichem Gemüse und Rohkost mit Kartoffeln, Getreide, Reis oder Nudeln. „Sie sorgt dafür, dass der Alkohol nicht so schnell ins Blut und damit in den gesamten Körper gelangen kann. Außerdem kann ein Teil des Alkohols so bereits im Magen durch Enzyme abgebaut werden.“ Fettreiche Krapfen dagegen sind vielleicht lecker, aber weniger empfehlenswert: Sie belasten den Magen zusätzlich.

Alkohol wirkt auch Harn treibend. Mit dem Wasser entzieht er dem Körper jedoch auch lebenswichtige Mineralien. So bringt er das Flüssigkeits- und Mineraliengleichgewicht aus dem Lot und stört den Stoffwechsel insgesamt. „Das lässt sich verhindern, wenn man zwischendurch immer mal wieder ein Glas Mineralwasser oder Apfelschorle trinkt“, rät Harald Seitz. Damit wird gleichzeitig der Alkoholkonsum begrenzt.

Das Kater-Risiko hängt vor allem natürlich von der konsumierten Alkoholmenge ab. Je mehr Alkohol in kurzer Zeit getrunken wird, umso weniger kommt der Körper mit dem Abbau hinterher. In der Leber entsteht ein Rückstau an Acetaldehyd. Dieses Abbau-Zwischenprodukt ist giftig und hauptsächlich für den Kater verantwortlich. Daneben spielt auch die Art des Alkohols eine Rolle. Kohlensäure oder Glukose beispielsweise können die Beschwerden verstärken, weil sie den Acetyldehyd-Abbau hemmen. Und: Je mehr sogenannte Fuselalkohole (Nebenprodukte beim Gärungsprozess) ein Getränk enthält, umso größer ist die Gefahr, dass es einen heftigen Brummschädel gibt. Diese Stoffe stecken vor allem in dunklem Alkohol und in minderwertigen Produkten. „Generell sollte man möglichst bei einer Alkoholsorte bleiben“, ergänzt Seitz. Unterschiedliche Getränke mit unterschiedlichen Wirkstoffen überfordern den Körper.

Spätestens wenn sich die ersten Symptome bemerkbar machen, sollte man dem strapazierten Stoffwechsel Ruhe gönnen. Dem Katzenjammer am nächsten Morgen begegnet man am besten mit einem ordentlichen, mineralstoffhaltigen Frühstück – zum Beispiel mit sauren Gurken, Matjes, Gemüsebrühe oder Früchtemüsli -, mit ausreichend nicht-alkoholischer Flüssigkeit und anschließend viel Bewegung an der frischen Luft.
Eva Neumann, www.aid.de

Osterbäckerei ohne Ei

Der VEBU stellt sechs pflanzliche Ei-Alternativen vor

Häufige Lebensmittelskandale und der industrielle Missbrauch von Hühnern für die Lebensmittelindustrie lässt viele Verbraucher aufhorchen. „Dabei ist es heute ganz einfach, ohne Eier zu kochen und zu backen. Erst mag es komisch anmuten, eine jahrelang gelebte Praxis beim Backen mit Ei zu ändern. Nach dem ersten veganen Apfelkuchen ist man neugierig, nach einem Käsekuchen überzeugt und nach der ersten rein pflanzlichen Donauwelle wundert man sich, überhaupt je ein Ei beim Backen verwendet zu haben“, so Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland). Eier lassen sich beim Kochen und Backen auf einfache Weise ersetzen. Oftmals lassen sie sich in Rezepten auch ersatzlos streichen, ohne dass dies Auswirkungen auf das Ergebnis hat.

Der VEBU stellt einige Ei-Alternativen vor:
Reife Banane
Eignet sich gut für Kuchen. Banane zerdrücken und in den Teig einrühren. Die Banane schmeckt im Gebäck leicht vor. Eine halbe Banane ersetzt ein Ei.

Stärkemehl und Sojamehl
Wird mit Wasser angerührt und eignet sich für Kuchen und Gebäck. Besonders Sojamehl kann einen charakteristischen Nachgeschmack hinterlassen. Ein Esslöffel Mehl ersetzt ein Ei.

Apfelmus
Eignet sich sehr gut für Muffins und feuchte Teige. Der Apfelgeschmack geht beim Backen fast vollständig verloren. Drei Esslöffel Apfelmus ersetzen ein Ei.

Ei-Ersatzpulver
Das fertige Bindemittel besteht hauptsächlich aus Maisstärke und Lupinenmehl und wird mit Wasser angerührt. Es eignet sich ideal für leichtes Gebäck, Kuchen oder Bratlinge. Ein Teelöffel Ei-Ersatzpulver mit 40 ml Wasser gemischt ersetzen ein Ei. Ei-Ersatzpulver ist in Reformhäusern, Bioläden und gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Leinsamen
Leinsamen eignen sich besonders für Vollkorn-Gebäck. Zwei Esslöffel gemahlener Leinsamen mit drei Esslöffeln Wasser vermengt, ersetzen ein Ei.

Rührei-Rezept
Ein Rezept für eifreies Rührei steht Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: https://vebu.de/themen/lifestyle/essen-a-trinken/rezepte/806-rezept-fuer-eifreies-ruehrei

"Best Of" Lebensmittel-Check 2015

Welche Produkte in diesem Jahr besonders unangenehm aufgefallen sind
 
Mogelpackungen, fragwürdige Zusammensetzungen oder falsche Herkunftsangaben: Lebensmittel, die nicht halten, was sie versprechen, sind vielen Konsumentinnen und Konsumenten ein Dorn im Auge. Seit 2012 können dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) derartige Produkte zur weiteren Überprüfung unter www.lebensmittel-check.at gemeldet werden. Der VKI prüft alle Meldungen und veröffentlicht zweimal die Woche eine Produktbesprechung samt Stellungnahme des Unternehmens. Damit wurden 2015 mehr als 100 Lebensmittel unter die Lupe genommen. Acht Lebensmittel, die 2015 den besonderen Unmut der Leser (u.a. in einem Leservoting) auf sich gezogen haben, stellt der VKI nun ab dem 23.12. gesondert in der Jänner-Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT vor. Vier davon nun auch beispielhaft in aller Kürze:
 
Iglo Dampf-Frisch Gemüsemischung: Ein Blick auf die Zutatenliste auf der Rückseite zeigt: Neben dem dampfgegarten Gemüse wurden auch Margarine, Essig und Zucker zugesetzt. Ergo: stolze 11 Gramm Fett und 5,6 Gramm Zucker pro Portion (225 g).
 
Zurück zum Ursprung Tauernquelle Bio-Mineralwasser: Wasser wird in der EU-Bioverordnung nicht erwähnt. Denn als echtes Naturprodukt lässt es sich in der Zusammensetzung nicht beeinflussen. Statt „bio“ fand sich im Flascheninhalt aber anderes: Je nach Zeitpunkt der Messung zwischen 19 und 54 Mikrogramm Acetaldehyd – ein Abbauprodukt aus den verwendeten PET-Flaschen, das in das Wasser übergeht
 
Spar enjoy Orange-Mango Smoothie: Dieses Getränk ist nach jenen Zutaten benannt, die es am wenigsten beinhaltet: Orangensaft (14 Prozent) und Mangopüree (12 Prozent). Der große Rest besteht aus Pfirsichmark (30 Prozent), weißem Traubensaft (29 Prozent) und Apfelmark (15 Prozent).
 
Clever Kartoffelteig: Dieser wird in einem Karton verkauft, in dem zwei Beutel mit Teigpulver stecken, die kaum die halbe Höhe der Verpackung ausfüllen. Besonders anschaulich zeigt dies eine Aufnahme der Packung vor einem Röntgenschirm. Herstellerseitig wird die übergroße Verpackung als technologisch bedingt argumentiert. Fakt ist dennoch: Die Packung enthält mehr Luft als Teigpulver – und der Konsument ein Überraschung beim Öffnen ebendieser.
 
So funktioniert der VKI-Lebensmittel-Check
Die Plattform www.lebensmittel-check.at soll dazu beitragen, dass Unternehmen ihre Produkte verbraucherfreundlicher gestalten. Der VKI prüft alle von Konsumenten dort eingehenden Beiträge und holt eine Stellungnahme des Herstellers ein. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Gesundheits- und das Sozialministerium.
 
SERVICE: Einen ausführlichen Bericht zum Thema gibt es ab dem 23.12. im Jänner-KONSUMENT. Produktbesprechungen werden laufend auf www.lebensmittel-check.at veröffentlicht.

Topinambur

Topinambur – die Kartoffel der Indianer

Topinambur ist ein kartoffelähnliches Wurzelgemüse mit einem nussigen Aroma. Die edle Knolle schmeckt roh und geraspelt in einem winterlichen Salat mit Fenchel und grünem Apfel. Mit einem Schuss Zitronensaft wird sie an der Luft nicht braun. Erst durch das Garen entsteht der fein-süßliche Geschmack, der in Suppen, Soßen und Pürees besonders gut zur Geltung kommt. Für eine köstliche Suppe werden die Knollen mit Knoblauch und Schalotten angeschwitzt, mit Weißwein abgelöscht und Gemüsefond aufgefüllt. Die Wurzeln vorsichtig weich garen, Sahne zugeben, fein pürieren und mit Koriandersamen würzen. Die Topinambur lässt sich auch gut im Wok anbraten oder wie Kartoffeln kochen und als Beilage zu Fleisch und Fisch servieren.
Vor der Zubereitung muss die Knolle sorgfältig unter fließendem Wasser gereinigt und mit einer Gemüsebürste von Erde befreit werden. Die Schale ist essbar, wird aber häufig entfernt.

Topinambur ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie besteht zu 80 Prozent aus Wasser und enthält daher nur 31 kcal pro 100 g. Dennoch ist sie durch den hohen Ballaststoffgehalt (12 g) sehr sättigend. Der enthaltene Ballaststoff Inulin ist für Diabetiker gut geeignet, da er sich kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Weitere positive Inhaltsstoffe sind B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium (480 mg) und Eisen (3,7 mg).

Topinambur ( Helianthus tuberosus ) ist eine bis zu zwei Meter hohe Staude aus der Familie der Korbblüter und mit der Sonnenblume verwandt. Sie bildet unterirdisch kartoffelgroße Knollen mit einer bräunlich-violetten Schale und cremefarbenem Fleisch, die optisch an Ingwer erinnern. Das Wurzelgemüse ist nach einem indigenen Volk Nordamerikas benannt. Im 17. Jahrhundert kam die Knolle mit den Seefahrern nach Europa und wurde als Gemüse und Viehfutter verwendet, bis die Kartoffel sie verdrängte.

Topinambur ist in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und auf dem Wochenmarkt erhältlich, lässt sich aber auch problemlos im eigenen Garten anbauen. Nur feste Knollen mit einer unversehrten, glänzenden Schale gehören in den Einkaufskorb. Sie sind leicht verderblich und sollten daher rasch verarbeitet werden. Im Kühlschrank halten sie sich nur wenige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Thomas Bühner und Thayarni Kanagaratnam

Das Restaurant la vie feiert im April 2016 sein zehnjähriges Bestehen

Am 1. April 2016 knallen im Osnabrücker Restaurant la vie die Champagner-Korken, denn das mehrfach mit Höchstnoten ausgezeichnete Spitzen-Restaurant feiert an diesem Tag sein zehnjähriges Bestehen! Grund genug für Küchenchef Thomas Bühner und Gastgeberin Thayarni Kanagaratnam, die vergangenen zehn Jahre Revue passieren zu lassen und dabei auch ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. Denn natürlich gibt es einiges, auf das die beiden Gastronomen mit ihrem Team zurückschauen können: Die Auszeichnung mit drei Michelin Sternen sechs Jahre in Folge beispielsweise, 19 Punkte im Gault&Millau, Höchstnoten im Feinschmecker, bei Gusto und allen anderen Führern. Aber auch ein beeindruckender Ausschank von 6.500 Flaschen Champagner, die Verarbeitung von 2.800 Rehrücken und 225.000 Pralinen oder satte 880 Arbeitsstunden im Küchengarten von Schloss Ippenburg. Gerne erinnert sich das Team auch an die prominenten Besucher aus Politik, Sport und Showbusiness, die in den vergangenen zehn Jahren im la vie zu Gast waren: Von Bundespräsident Joachim Gauck über Altkanzler Gerhard Schröder, den Manager der Deutschen Nationalmannschaft Oliver Bierhoff und Schauspielerin Iris Berben bis hin zum Herausgeber der Tageszeitung „Die Welt“, Stefan Aust, und Sternekoch Johann Lafer, um nur einige Namen zu nennen. Doch Prominenz und Luxusprodukte sind es nicht, die das la vie Team besonders stolz machen: Vielmehr sind es die Osnabrücker, denen Thomas Bühner und Co. einen großen Teil ihres Erfolges zu verdanken haben. Denn ohne die Stadt und ihre Menschen wäre das la vie heute nicht das, was es ist: Ein Ort, der sich den schönen Dingen des Lebens widmet und Gästen von nah und fern Genuss auf höchstem Niveau bietet.

Doch wie schafft man es, zehn Jahre lang an der Spitze der deutschen Gourmetlandschaft zu bleiben? Für Thomas Bühner trägt sein Team zu einem Großteil des Erfolges bei. Denn wie der Spitzenkoch immer wieder betont, sieht er sich eher als Trainer einer Mannschaft und nicht als alleiniger Star. Und natürlich sind es auch die Reisen, die der 53-jährige mit seinem Mitarbeitern unternimmt: In den vergangenen Jahren war ein Teil des Küchenteams beispielsweise in Singapur, Korea, Hongkong, Macau, Australien, Nordamerika, Spanien und Kasachstan, um das la vie im Ausland zu repräsentieren und neue Erfahrungen zu sammeln. Die zahlreichen Eindrücke und Erlebnisse flossen dann auch so manches Mal in neue Gerichte ein. Und wie die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben, sieht man an Beispielen, wie dem 2006 servierten „Carpaccio vom Atlantikhummer mit Passionsfrucht, Erdnüssen und süßem Pesto“, dem 2011 erfolgreichen „Ravioli von Périgord-Trüffel liquid, junge Erbsen & Créme“ und dem derzeit auf der Karte stehenden „Wagyu Japanisch, Roastbeef, Sea Shallot & Steinpilze & Boullion“, um nur drei der vielen besonderen Kreationen von Thomas Bühner zu nennen.
Bei all dem Erfolg liegt es auf der Hand: Zehn Jahre la vie, das muss gefeiert werden. Doch nicht irgendwie, sondern das ganze Jahr lang! Schließlich soll für jeden etwas dabei sein – und jeder soll die Möglichkeit haben, zumindest eine Veranstaltung im Jubiläumsjahr zu besuchen.

Am 1. April 2016 geht es daher mit einer großen Open House Party los, bei der das la vie Team zusammen mit Freunden, langjährigen Weggefährten und natürlich Gästen die Korken knallen lässt und an verschiedenen Food-Stationen eine Reise durch die vergangenen zehn Jahre la vie unternimmt. Besonderer Gast des Abends ist Küchenchef Pascal Kleber aus dem Arosa Kulm Hotel & Alpin Spa, dem offiziellen Partnerhotel des la vie, der sich und sein Haus ebenfalls mit einer eigenen Food-Station präsentiert. Karten sind ab Januar zum Preis von 280 Euro pro Person buchbar.

Spannend bleibt es aber auch in den darauf folgenden Monaten, in denen Thomas Bühner gemeinsam mit renommierten Kochfreunden aus der ganzen Welt im la vie kocht. Mit dabei sind Vicky Lau aus Hongkong, Andreas Caminada und Tanja Grandits aus der Schweiz, Gert de Mangeeler aus Belgien, Björn Frantzén aus Stockholm und Jonnie Boer aus den Niederlanden. An allen Abenden wird ein speziell kreiertes 8-Gänge-Menü mit korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee serviert. Buchbar sind die Veranstaltungen ab dem 1. Januar 2016 unter www.restaurant-lavie.de sowie per Email an info@restaurant-lavie.de und telefonisch unter der Nummer 0541-331150.

Vicky Lau, 20. und 21. Mai 2016
Den Auftakt dieser besonderen „Kochreihe“ macht die mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Spitzenköchin Vicky Lau. Jüngst von Veuve Clicquot zu „Asia`s Best Female Chef“ gekürt, ist sie seit 2012 Inhaberin des Tate Dining Room & Bar in Hongkong. Vicky Lau`s Fusionsküche enthält französische und japanische Elemente, die Spitzenköchin legt dabei großen Wert auf Detailgenauigkeit. Jedes ihrer Gerichte erinnert dementsprechend an ein kleines Kunstwerk das eine Geschichte erzählt. Eine Küchenphilosophie, die mit Blick auf Vicky Laus Vita nicht verwundert, denn die Sterneköchin begann ihr Berufsleben zunächst als Grafikdesignerin. Der Sinn für Schönes liegt ihr somit im Blut.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 280 Euro pro Person

Gert de Mangeleer, 31.Mai und 1. Juni 2016
Mit drei Michelin Sternen und 18,5 Punkten im Gault&Millau, belegt der belgische Spitzenkoch Gert de Mangeleer Platz 53 der San Pellegrino Liste. Der 38-jährige Küchenchef des Restaurants Hertog Jan, das nahe der belgischen Stadt Brügge liegt, bietet eine vielseitige Küche an, die regionale Produkte mit solchen aus aller Welt kombiniert. Eine der groflen Stärken von Gert de Mangeleer ist das Kombinieren verschiedener Aromen und Produkte. Und auch das Thema Nachhaltigkeit spielt im Rahmen seiner Arbeit eine große Rolle. So bezieht das Restaurant Hertog Jan eigenes Grundwasser, verfügt über ein naturschonendes Entsorgungssystem und produziert seinen Honig selbst.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 340 Euro pro Person

Andreas Caminada, 22. Juni 2016
Ausgezeichnet mit drei Michelin Sternen, belegt der bekannte Schweizer Sternekoch Rang 48 der renommierten San Pellegrino Liste. Der Gault&Millau kürte ihn 2010 zum „Koch des Jahres“ und vergab volle 19 Punkte. Seit 2008 ist Andreas Caminada Pächter und Chef de Cuisine des Restaurant Schauenstein in Fürstenau im schweizerischen Graubünden. Dort bietet er eine regional geprägte Küche mit französischem Einfluss an. Besonders angetan haben es ihm einfache und bekannte Produkte, die er spannend in Szene setzt. Sein Motto: „Das Essen soll eine Sinnesreise sein, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt“.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 340 Euro pro Person

Jonnie Boer, 6. September 2016
In den Niederlanden zuhause, ist Jonnie Boer Küchenchef des mit drei Michelin Sternen ausgezeichneten Restaurants De Librije. Auch die Tester des Gault&Millau überzeugte er mit seiner Kochkunst und erhielt dafür sensationelle 19,5 Punkte. Sein zweites Restaurant, Librije`s Zusje, wurde 2011 ebenfalls vom Michelin bewertet und mit zwei Sternen ausgezeichnet. Jonnie Boers Küche, die teilweise mit gewagten Kreationen Aufsehen erregt, ist vor allem durch ihren regionalen Charakter geprägt. Ein enger Kontakt zu Lieferanten ist dem heute 50-jährigen besonders wicht
ig. 2005 wurde Jonnie de Boer die „Würde eines Ritters“ im Orden des Hauses Oranien-Nassau verliehen.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 340 Euro pro Person

Tanja Grandits, 18. September 2016
Ihr Handwerk lernte die aus Baden-Württemberg stammende Tanja Grandits in Baiersbronn bei Spitzenkoch Harald Wohlfahrt. Von dort führte sie ihr Weg über London und Frankreich bis in die Schweiz, wo sie seit 2008 Küchenchef des Basler Restaurant Stucki ist. Im Jahr 2013 erkochte sie dort ihren zweiten Michelin Stern und erhielt 18 Punkte im Gault&Millau. Ein Jahr später ernannte sie der renommierte Restaurantführer dann zum „Koch des Jahres“. Tanja Grandits Küche wird gerne als „Aromenküche“ betitelt. Gewürze spielen dabei eine zentrale Rolle. Diese exakt einzusetzen und ein Produkt dadurch perfekt in Szene zu setzen, ist ihre große Stärke.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 320 Euro pro Person

Björn Frantzén, 31. Oktober 2016
Zwei Michelin Sterne und Platz 31 auf der San Pellegrino Liste sind das Ergebnis von Björn Frantzéns Arbeit am Herd. In seinem Restaurant Frantzén, das in der Innenstadt der schwedischen Hauptstadt Stockholm liegt, stellt der 38-jährige die nordische Küche in den Fokus. Rauchige, schwere Aromen wechseln sich mit fruchtigen und frischen Elementen ab. Durch dieses Wechselspiel verschiedener Geschmacksnoten entsteht ein raffiniertes Gesamtkunstwerk, das ihm 92 Punkte im schwedischen Restaurantführer „White Guide“ einbrachte.
8 Gänge, inklusive korrespondierenden Weinen, Wasser und Kaffee: 320 Euro pro Person

Kalorienarm gesüsste Lebensmittel

Ein kürzlich im International Journal of Obesity veröffentlichtes Review zeigt, dass die Verwendung von kalorienarm gesüßten Lebensmitteln und Getränken bei der Gewichtsabnahme und Gewichtskontrolle helfen kann, indem Energieaufnahme und Körpergewicht reduziert werden.

Veröffentlicht wurde die wissenschaftliche Arbeit von Prof. Peter Rogers et al. mit dem Titel „Does low-energy sweetener consumption affect energy intake and body weight? A systematic review, including meta-analyses, of the evidence from human and animal studies”. Die Arbeit untersucht anhand von Meta-Analysen ob der Süßstoff Konsum Auswirkungen auf die Energieaufnahme und das Körpergewicht hat.

Die Autoren der Studie heben hervor, das ihre Ergebnisse zeigen, dass Süßstoffe weder die Energieaufnahme, noch das Körpergewicht erhöhen, sei es im Vergleich gegenüber Kalorienhaltigem oder Kalorienfreiem (zum Beispiel Wasser). Die Auswertung des Studienmaterials zeigt, dass die Verwendung von kalorienarm gesüßten Getränken, „bei Kindern und Erwachsenen, tatsächlich zu einer reduzierten Energieaufnahme und einem niedrigerem Körpergewicht führt – auch im Vergleich zu Wasser“ so die Autoren.

In der Pressemitteilung der University of Bristol anlässlich der Veröffentlichung des Beitrags, sagte Prof. Peter Rogers: „Wir sind der Meinung, dass wir die Frage verschieben sollten, ob Süßstoffe „gut „oder“ schlecht “ sind und uns eher darauf konzentrieren müssen, wie sie am besten in der Praxis verwendet werden können, um bei der Verwirklichung der spezifischen Ziele der öffentlichen Gesundheit, wie die Verringerung der Zufuhr von freien Zuckern und Energie zu helfen. Die Schlussfolgerungen dieses Review stützen eine breite Anzahl wissenschaftlicher Beweise, die eindeutig zeigt, dass der Konsum von Süßstoffen nicht mit einer erhöhten Kalorienaufnahme einhergeht und sich nicht negativ auf das Körpergewicht auswirkt. Durch den Erhalt der Freude am süßen Geschmack ohne zusätzliche Kalorien, können kalorienarm gesüßte Speisen und Getränke einen nützlichen Beitrag zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung bilden.

www.nature.com/ijo/journal/vaop/ncurrent/full/ijo2015177a.html