Hilft Vitamin C gegen Erkältungen?

Eine gute Versorgung mit Vitamin C ist wichtig für ein
funktionierendes Immunsystem. Eine unzureichende Zufuhr kann sich u. a. in
einer erhöhten Infektanfälligkeit äußern. Naheliegend also, dass die
Extraportion Vitamin C in der kalten Jahreszeit als Wundermittel gegen
Erkältungen gilt. Es ist jedoch wissenschaftlich nicht bewiesen, dass die
Einnahme von Vitamin-C-Präparaten in hohen Dosen von ≥ 200 mg/Tag
Erkältungen in der Allgemeinbevölkerung vorbeugen oder heilen kann.

Die
DGE empfiehlt keine routinemäßige Einnahme eines Präparats zur
Prophylaxe und Therapie von Erkältungen.

Die empfohlene Zufuhr für Vitamin C ist bei uns leicht über die
Ernährung realisierbar. Nach den Daten der Nationalen Verzehrsstudie II
erreichen oder überschreiten in Deutschland alle Altersgruppen die
empfohlene Zufuhr. Für Erwachsene beträgt diese 110 mg pro Tag für
Männer und 95 mg pro Tag für Frauen. Schwangere und Stillende haben
einen höheren Bedarf – hier beträgt die empfohlene Zufuhr 105 mg bzw.
125 mg pro Tag. Für Raucher liegt die empfohlene Zufuhr pro Tag bei
135 mg für Frauen und bei 155 mg für Männer.

Die besten Vitamin-C-Lieferanten sind Gemüse und Obst und aus ihnen
hergestellte Produkte wie Säfte und Smoothies. Aufgrund ihres hohen
Vitamin-C-Gehalts und der konsumierten Menge sind in der Winterzeit vor
allem Zitrusfrüchte, Paprika, Kohl und Kartoffeln bedeutende
Vitamin-C-Quellen. Für eine optimale Vitamin-C-Zufuhr empfiehlt die DGE
täglich möglichst 5 Portionen Gemüse und Obst zu verzehren – am besten
zu jeder Mahlzeit. Bereits ein Glas Orangensaft und eine Portion gegarter
Brokkoli (150 g) oder eine Portion gegarter Rosenkohl (150 g), eine Kiwi
und ein Apfel liefern 150 mg des Vitamins. Beim Verarbeiten von
Lebensmitteln kann Vitamin C durch Einfluss von Sauerstoff oder hohen
Temperaturen oder aufgrund seiner Wasserlöslichkeit verloren gehen.
Gemüse und Obst sollten daher gründlich, aber nur kurz gewaschen werden
und Gemüse nur kurz gedünstet werden.

Orthomolekuare Medizin – Behandeln mit Vitamin €

Die orthomolekulare Medizin (OM) führt chronische Krankheiten auf eine Unterversorgung mit „Nährstoffen“ zurück. Die Gabe hoher Vitamindosen, kombiniert mit Mineralstoffen und Spurenelementen, soll derartigen Erkrankungen vorbeugen bzw. diese heilen.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat fünf zufällig ausgewählte Wiener Allgemeinmediziner mit Diplom für orthomolekulare Medizin konsultiert und die Verschreibungen sowie die Kosten analysiert. Fazit: Die Kosten, aber auch die Risiken einer Behandlung mit orthomolekularer Medizin können erheblich sein.

Das Geschäft mit den Präparaten
Da die von den Ärzten verwendeten Präparate teilweise von diesen selbst verkauft werden, erhob der VKI zusätzlich anonym bei Herstellerfirmen, mit welchen Preisnachlässen, Provisionen oder „Studienbeiträgen“ Ärzte bei den im Test verschriebenen Präparaten rechnen können. Bei Präparaten der Firma Biogena wären dies etwa 40 Prozent Preisnachlass beim direkten Verkauf oder 15 Prozent Provision für den Arzt, wenn der Patient selbst bestellt. Ähnliche Ergebnisse erhoben die Tester für die verschriebenen Präparate der Firmen Orthotherapia und Promedico.

Ballaststoffe

Der Begriff Ballaststoffe klingt im ersten Moment etwas negativ.
Doch Ballaststoffe sind sehr wichtig für unseren Körper.
Als Ballaststoffe bezeichnet man Teile pflanzlicher Nahrungsmittel, die der menschliche Körper nicht verwerten kann. Ballaststoffe (auch Faserstoffe oder Pflanzenfasern) sind Gerüst- und Stützsubstanzen von Pflanzen.

Tierische Produkte sind praktisch frei von Ballaststoffen.
Sie sind für den Körper absolut notwendig und wirken im Körper sehr unterschiedlich.

Wirkung von Ballaststoffen:
– füllen den Magen und wirken sättigend
– lassen den Blutzucker langsam ansteigen und beugen so Heißhungerattacken vor
– sorgen für eine geregelte Verdauung
– binden Gallensäure und senken so den Cholesterinspiegel
– hemmen fettspaltende Enzyme, wodurch weniger Fette aus der Nahrung aufgenommen werden
– transportieren Giftstoffe aus dem Körper
– Ballaststoffreiche Nahrung muss gründlich gekaut werden, d. h. es wird mehr Speichel gebildet und so werden die Zähne auf natürliche Weise gereinigt
– Ballaststoffe helfen bei Diabetes: Sie können den Blutzucker auf Normalniveau halten und die Insulinempfindlichkeit erhöhen

Insgesamt kann eine ballaststoffreiche Ernährung Magen- Darm- Erkrankungen wie z. B. Verstopfung, Divertikulose und Darmkrebs vorbeugen.

Genauso können Ballaststoffe auch Stoffwechselerkrankungen wie z. B. Fettsucht (Adipositas), Diabetes mellitus und Herz- Kreislauf- Erkrankungen wie z. B. Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Bluthochdruck vorbeugen.

Die heutige Empfehlung für Ballaststoffe lautet mindestens 30 g täglich.
Den Tagesbedarf kann man optimal durch Vollkornprodukte, Haferflocken, Sesam, Obst, Gemüse und Salat decken.
Ballaststoffe sind kalorienarm. Lösliche Ballaststoffe liefern nur 1,5-2,5 kcal pro Gramm. Kohlenhydrate und Eiweiß liefern 4 kcal pro Gramm und Fette liefern 9 kcal pro Gramm.

Ballaststoffreiche Lebensmittel haben meist eine hohe Nährstoffdichte und liefern so neben wichtigen Ballaststoffen lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe, die unser Immunsystem schützen.
Tipp: Bitte langsam von einer ballaststoffarmen zu einer ballaststoffreichen Kost umstellen und mind. 2 Liter Flüssigkeit in Form von SEP Minerale, Mineralwasser oder ungesüßten Kräutertees täglich trinken.
Gewürze wie Kümmel, Fenchel, Anis und Ingwer unterstützen die Verdauung.

Ingwer in der Vorweihnachtszeit

Vielseitige Knolle

In der Weihnachtsbäckerei darf Ingwer nicht fehlen. Die fruchtig-scharfe Knolle verfeinert Plätzchen, Lebkuchen oder Spekulatius und sorgt mit ihrem Duft für vorweihnachtliche Stimmung. Auch in Sirup eingelegte Ingwerstücke, sogenannte Ingwerpflaumen, sind eine beliebte Leckerei. Ein Adventsklassiker ist saftiges Früchtebrot mit Feigen, Datteln, Rosinen, gehackten Mandeln und frischem Ingwer. Das würzige Aroma der Knolle harmoniert aber auch zu pikanten Speisen wie einer Möhren-Birnen-Suppe oder einem weihnachtlichen Sauerbraten mit Rosinen.

Ingwer ist eine schilfartige Pflanze, die überwiegend in Indien und China angebaut wird. Als Speicherorgan werden unter der Erde Knollen (Rhizome) gebildet. Sie sehen zwar aus wie Wurzeln, sind aber verdickte Sprossachsen – also die Verbindungen zwischen Wurzel und Blättern – und dienen der Pflanze zur Speicherung von Nährstoffen.
Ingwer regt den Appetit an und fördert die Verdauung. In der kalten Jahreszeit wärmt die exotische Knolle von innen und soll Erkältungen vorbeugen. Für heißen Ingwertee wird ein daumengroßes Stück Knolle geschält, in dünne Scheiben geschnitten und mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen. Nach 10 bis 15 Minuten kann man das Getränk mit etwas Honig und Zitronensaft abschmecken und genießen. Achten Sie beim Einkauf auf qualitativ hochwertige Knollen, die an einer festen, glatten und glänzenden Haut zu erkennen sind. Zum Backen ist gemahlener Ingwer am besten geeignet.
Heike Kreutz, www.aid.de

Kaffee und Gesundheit

Kaffee und Gesundheit: Die fünf wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse

Kaffee ist eines der meist getrunkenen Getränke der Welt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien befassen sich seit Jahren mit den gesundheitlichen Wirkungen von Kaffee. Dabei haben Forscher erstaunliche Wirkungen von Kaffee herausgefunden und alte Vorurteile revidiert.

Die fünf wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind:

1. Kaffee zählt zum Flüssigkeitshaushalt dazu.
2. Kaffee kann vor Diabetes schützen.
3. Kaffee stimuliert das Gehirn und kann Alzheimer vorbeugen.
4. Die Leber kann durch Kaffee geschützt werden.
5. Kaffee kann die Fitness steigern.

Kaffee zählt zum Flüssigkeitshaushalt dazu
Mehrere Studien der letzten Jahre kommen zu dem Ergebnis, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit zuführt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) stellt fest: „Für viele Menschen leistet Kaffee einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr. Er wird in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen – wie jedes andere Getränk auch.“

Kaffee kann vor Diabetes schützen
Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der regelmäßige Genuss von Kaffee das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich senken kann. „Verschiedene Studien kamen zu dem Ergebnis, dass das Diabetes-Risiko bei Personen, die täglich bis zu sieben Tassen Kaffee tranken, am geringsten ist“, so Prof. Dr. Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf. „Diese Wirkung ist offenbar nicht auf das enthaltene Koffein zurückzuführen, denn der schützende Effekt wurde auch bei entkoffeiniertem Kaffee beobachtet. Forscher vermuten, dass v.a. die in Kaffee enthaltenen Antioxidantien eine maßgebliche Rolle spielen.“

Kaffee stimuliert das Gehirn und kann Alzheimer vorbeugen
Kaffee macht munter und steigert die Konzentration. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Informationen vom Gehirn nach Kaffeegenuss schneller aufgenommen und verarbeitet werden können. Zudem kann Kaffee die Stimmung aufhellen, da das im Kaffee enthaltene Koffein im Gehirn die Freisetzung von aufmunternden Botenstoffen wie Dopamin, Serotonin und Endorphinen fördert.

Weitere Studien zeigen, dass lebenslanger Kaffeekonsum bei Frauen und Männern den altersbedingten Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit verringern kann. Prof. Jürgen Vormann, Leiter des Institutes für Prävention und Ernährung (IPEV) in Ismaning: „Eine aktuelle finnische Studie hat über viele Jahre den Kaffeekonsum von Menschen im mittleren Lebensalter beobachtet. Die Forscher fanden heraus, dass Kaffeetrinker seltener dement wurden als Kaffee-Abstinenzler. Bei Menschen, die pro Tag zwischen drei und fünf Tassen tranken, war das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, um 65 Prozent verringert.“

Die Leber kann durch Kaffee geschützt werden
Wissenschaftler fanden heraus, dass Kaffeetrinker deutlich seltener an Erkrankungen der Leber litten als die Probanden, die keinen Kaffee tranken. Bei bereits lebergeschädigten (z.B. mit Hepatitis infizierten) Personen zeigte sich in einer aktuellen Studie, dass drei oder mehr Tassen Kaffee täglich das Risiko für ein Fortschreiten der Leberzerstörung um 53 Prozent senkten. Koffein scheint nicht der entscheidende Faktor zu sein, da sich bei mit anderen koffeinhaltigen Getränken keine vergleichbaren positiven Resultate zeigten.

Kaffee kann die Fitness steigern
Das im Kaffee enthaltene Koffein kann die körperliche Fitness fördern. „Koffein steigert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, sondern auch die Ausdauerleistung. Kaffee hat mit seinen gefässschützenden Inhaltsstoffen somit im Leistungs- und Breitensport seinen Platz“, so der Sportmediziner Dr. med. Wolfgang Grebe vom Hessischen Sportärzte-Verband. „Leistungssteigernd wirkt Koffein vor allem bei Ausdauersportarten, bei denen die Belastung länger als fünf Minuten anhält“, so Dr. med Grebe.

Kaffee und Gesundheit ist auch das Thema des diesjährigen „Tag des Kaffees“. Unter dem Motto „Kaffee – ein unbeschwerter Genuss“ feiert ganz Deutschland am 24. September 2010 sein Lieblingsgetränk. Bundesweit laden kleine und große Aktionen am „Tag des Kaffees“ zum Staunen, Lernen und Genießen ein. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr die Ärztin und TV-Moderatorin Dr. Antje-Katrin Kühnemann übernommen.

Der „Tag des Kaffees“ wird seit 2006 immer am letzten Freitag im September gefeiert. Wie in den Vorjahren wird die internationale Köstlichkeit wieder im Mittelpunkt stehen und Kaffeeliebhaber aus ganz Deutschland begeistern. Informationen, Übersicht der Aktionen zum „Tag des Kaffees“ und Kontakt unter www.tag-des-kaffees.de

Nüsse senken Blutfettwerte

Obwohl sie kalorienreich sind, können Nüsse Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen

Menschen, die auf ihre Figur achten, meiden Nüsse oft, weil sie die vielen Kalorien fürchten. Dabei zeigen Studien, dass die Knabberkerne das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich senken, berichtet die „Apotheken Umschau“. Wissenschaftler der Loma-Linda-Universität in Kalifornien (USA) werteten kürzlich 25 Untersuchungen aus, die bestätigten, dass Nüsse die Blutfettwerte verbessern. Bereits 67 Gramm täglich verringerten die Cholesterin- und Triglyzeridwerte. Die Kerne nützen vor allem schlanken Personen, die viel „schlechtes“ LDL-Cholesterin im Blut haben.

Mehr Informationen zur gesunden Ernährung sowie zahlreiche Rezepte unter www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung

36 % würde Bio kaufen, wenn es billiger wäre

Gesunde Ernährung – Umfrage: Jeder Dritte bevorzugt Bio-Produkte

Richtige Ernährung kann die Gesundheit verbessern und das Leben verlängern. Die Deutschen wissen das und akzeptieren zunehmend auch höhere Preise für bessere Qualität. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“. Mehr als acht von zehn Bundesbürgern (83,7%) sind überzeugt, dass sie mit der richtigen Ernährung vielen Krankheiten vorbeugen können. Zwar ist für zwei Drittel der Befragten (66,8%) beim Lebensmitteleinkauf immer noch der günstigste Preis das Hauptkriterium. Jedoch wäre auch mehr als jeder Zweite (54,7%) bereit, für bessere Qualität auch höhere Preise zu bezahlen. Jeder Dritte (33,2%) bevorzugt ohnehin schon Biolebensmittel, weil er sie für gesünder hält. Ebenso viele (35,9%) würden gerne häufiger Bio-Produkte und Lebensmittel guter Qualität kaufen, leiden aber darunter, dass sie sich dies finanziell nicht erlauben können.

Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.942 Personen ab 14 Jahren.

Mehr Gesundheit durch Sport!?

Mehr Gesundheit durch Sport!?

Sowohl das Fernsehen als auch Bücher, Magazine,
Internet und Radio – sämtliche Medien propagieren die positive Wirkung
körperlicher Aktivität. Jogging, Schwimmen, Radfahren und Co. tragen zu
einer gesunden Lebensführung bei, indem sie das Wohlbefinden fördern und
Krankheiten vorbeugen. Dies ist wahr – allerdings nur bedingt, denn beim
Sport gilt es, einige Regeln zu beachten.

Etwa zwei Drittel der deutschen Erwachsenen glauben zu wissen, dass Sport
wichtig ist, um den menschlichen Körper gesund zu halten. Was viele
allerdings außer Acht lassen: Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und
Programme, sich körperlich zu ertüchtigen, weshalb auch Experten keinesfalls
verallgemeinernd über Sport sprechen können.

< Körperliche Aktivität ist lebenswichtig
Um körperlich gesund zu bleiben, benötigt der Organismus Bewegung: Treibt
ein Mensch regelmäßig Sport, reagiert sein Körper auf die Anstrengung mit
Muskelaufbau. Das Herz, der wohl wichtigste Muskel des menschlichen Körpers,
nimmt auf diese Weise ebenfalls an Größe zu und ist infolgedessen in der
Lage, durch Kontraktion mehr Blut durch den Körper zu pumpen. Sport schont
somit das Herz, denn es muss weniger häufig schlagen.

Durch sportliche Betätigung können Menschen zudem der Entstehung von
Übergewicht vorbeugen. Sport treibt den Energieverbrauch in die Höhe:
Während der Körperertüchtigung verbrennt der Körper viele über die Nahrung
aufgenommene Kalorien. Sportler, die mehrfach wöchentlich trainieren,
beeinflussen außerdem ihren Grundumsatz, indem sie durch die vermehrte
Bewegung auch im Ruhezustand mehr Energie verbrauchen. Dadurch dass
sportlich aktive Menschen durch ihr Hobby Übergewicht und Fettleibigkeit
vorbeugen, bleiben Sportlern Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck und andere
Herz-Kreislaufkrankheiten erspart.

Sport beeinflusst darüber hinaus den Cholesterinspiegel. Er sorgt für einen
verminderten Gehalt an schädlichem LDL-Cholesterin im Blut. Das nützliche
Transportprotein HDL-Cholesterin hingegen erfährt durch gesteigerte
körperliche Aktivität einen Anstieg.

Auch die Knochen profitieren vom Sport: Durch das regelmäßige Beanspruchen
der Knochen nehmen diese an Stabilität zu. Der Sportler wirkt aktiv dem
Knochenabbau entgegen und erkrankt seltener an Arthritis. Sogar das Risiko,
an Diabetes zu erkranken, können Athleten durch Sport minimieren: Indem sie
die Muskeln fordern, verbrauchen sie Energie. Das „Benzin“ des menschlichen
Körpers ist der Blutzucker, der verbraucht wird, wenn die Muskeln aktiv
sind. Bewegung lässt daher den Insulinbedarf sinken und fördert die
Insulinwirkung.

Ungesunder Sport
Doch nicht umsonst existiert das Sprichwort „Sport ist Mord“, denn Sport
kann auch gefährlich sein. Sportliche Überforderung ist alles andere als
gesund. Um sportliche Höchstleistungen zu erbringen, benötigt der Körper
eine Phase der Erholung. Bänder, Knochen, Knorpel und Sehnen können sonst
Schaden nehmen. Ein untrainierter Mensch sollte demnach nicht zu viel
Tatendrang und Ehrgeiz in ein beginnendes Training legen. Unerfahrene
sollten unbedingt klein anfangen, ihre Zielsetzungen nur langsam steigern
und auf ausreichende Erholung achten.

Insbesondere Menschen, die über 50 Jahre alt sind, Patienten mit
Vorerkrankungen, Raucher und Übergewichtige sollten sich vor dem
Trainingsbeginn einer sportmedizinischen Untersuchung unterziehen und
gegebenenfalls sogar mit ärztlicher Unterstützung ein passendes
Trainingsprogramm ausarbeiten.

Sportverletzungen kommen häufig vor: Fünf Prozent der 33 Millionen
regelmäßig sporttreibenden Deutschen ziehen sich im Laufe des Jahres
schwerwiegende Verletzungen wie Verrenkungen, Prellungen, Zerrungen, Brüche,
Muskel-, Sehnen- und Bandverletzungen zu. Diese bleiben vor allem dann aus,
wenn die Sportler darauf achten, sich vor dem Training durch lockeres Laufen
und anschließende Dehnübungen aufzuwärmen, ihr Training abwechslungsreich zu
gestalten und Schmerzen ernst zu nehmen.

Gefährliche Sportarten
Statistiken zufolge bergen vor allem Ballsportarten Verletzungsgefahr. 46 %
der Unfälle im Vereinssport verursacht das Fußballspielen. Und auch Tennis,
Hand- und Volleyball finden sich weit oben auf der Verletzungsstatistik.

Skifahren ist ebenfalls nicht ungefährlich. Frauen verletzen sich beim Sport
insgesamt seltener. Doch auch sie erleiden Sportverletzungen – vor allem im
Zuge des Handballtrainings, aber auch beim Volleyball, Gymnastiktraining und
Reiten.

Schwimmen und Nordic Walking zählen hingegen zu den verletzungsärmsten
Sportarten, schonen die Gelenke und sind somit auch für Senioren geeignet.

Nordic Walking: Kein Nutzen für die Gelenke

Was der Stockeinsatz beim Nordic Walking bewirkt und was nicht

Das schwungvolle Gehen mit Stockunterstützung –
Nordic Walking – soll im Vergleich zum normalen Gehen die Gelenke
entlasten, den Energieverbrauch erhöhen, die Ausdauer verbessern und
dadurch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie des
Stoffwechsels vorbeugen. Stimmt alles – bis auf die Wirkung auf die
Gelenke, berichtet die „Apotheken Umschau“. Verschiedene Studien
haben sich schon mit der Gelenk-Problematik beschäftigt und kamen zu
negativen Ergebnissen. „De facto ist in den unteren Extremitäten
keine Gelenkentlastung vorhanden“, sagt der Biomechaniker Dr. Thomas
Jöllenbeck von der Klinik Lindenplatz in Bad Sassendorf, der auch
eine eigene Untersuchung dazu durchgeführt hat. Die Stöcke machen
trotzdem Sinn: Mit ihnen sind die übrigen gesundheitlichen Effekte
deutlich ausgeprägter als ohne.

L-Arginin bessert Fitness der Blutgefäße

L-Arginin bessert Fitness der Blutgefäße

Chinesische Wissenschaftler bestätigten in einer Analyse mehrerer Studien, dass der Eiweißbaustein L-Arginin bei Patienten mit gestörter Endothelfunktion Gefäßverengungen vorbeugen kann.

Erkrankungen der Blutgefäße und des Herzens sind nach wie vor Todesursache Nummer Eins in Deutschland. Der Eiweißbaustein L-Arginin wirkt gefäßerweiternd und kann somit Gefäßverengungen vorbeugen. Dies bestätigten jetzt Wissenschaftler aus China, die mehrere ausgewählte Studien zum Thema analysierten. Während sich die Blutgefäße gesunder Menschen bei erhöhtem Blutfluss erweitern, um den Blutdruck konstant zu halten, ist eine derartige Reaktion bei Patienten mit gestörter Endothelfunktion vermindert. Diese profitierten in den untersuchten Studien von einer oralen Gabe L-Arginin. So passten sich deren Blutgefäße bereits nach drei bis sechs Monaten besser an einen erhöhten Blutfluss an, als noch zu Beginn des Beobachtungszeitraums. Gesunde Personen zeigten hingegen keine zusätzliche Verbesserung.

Die stickstoffreiche Aminosäure L-Arginin ist Bestandteil der meisten Eiweiße. Der Körper stellt aus dieser den Botenstoff Stickstoffmonoxid her, welcher unter anderem die Weitung der Blutgefäße vermittelt. Gleichzeitig unterdrückt dieser aber auch eine Reihe anderer Mechanismen, die an der Arteriosklerose – im Volksmund auch Gefäßverkalkung genannt – beteiligt sind. Treten Funktionsstörungen des blutgefäßauskleidenden Endothels, etwa durch Fettstoffwechselstörungen oder jahrelanges Rauchen, auf, ist die Bildung des Botenstoffs aus L-Arginin eingeschränkt. Die Blutgefäße weiten sich bei erhöhtem Blutfluss nur mäßig beziehungsweise verengen zunehmend, wodurch der Blutdruck steigt. Im Weiteren können Durchblutungsstörungen und infolgedessen Herzinfarkt sowie Schlaganfälle folgen. Bei derartigen Erkrankungen übersteigt der Bedarf an L-Arginin die körpereigene Produktion, so dass der Patient auf die Zufuhr über die Nahrung beziehungsweise Supplemente angewiesen ist.

Nüsse und Samen sind besonders argininreich. Aber auch Muskelfleisch, Fisch und Eier tragen zur ausreichenden Versorgung bei. Als Nahrungsergänzungsmittel ist die Aminosäure allerdings erst nach Absprache mit dem Arzt einzunehmen, da es mitunter zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Besonders bei gleichzeitig vorliegenden Leber- und Nierenschäden ist von einer Supplementation abzuraten.