Terra Madre Tag 2010

Der Countdown läuft. Auch dieses Jahr feiert Slow Food am 10. Dezember den Terra Madre Tag. Nationale Pilotveranstaltungen wird es dazu in Berlin und München geben. Das Thema für 2010 ist: „Lebensmittel im Überfluss -ein Problem der Verteilung und Verwertung“.

Slow Food Deutschland wird mit zwei Veranstaltungen am 10.12. in Berlin und einer Veranstaltung am 11.12 in München den Zusammenhang, zwischen dem Nahrungssystem der Nordhemisphäre und dem der Zerstörung von Nahrungssystemen auf der Südhemisphäre aufzeigen. Wie sich lokale Genuss-Aktionen positiv auf eine nachhaltige bäuerliche Lebensmittelerzeugung auswirken, wird vor Ort erlebbar gemacht.

Der Terra Madre Tag in Berlin am Freitag, den 10.12.2010

Veranstaltungsort: Schul-Umwelt-Zentrum Mitte, Gartenarbeitsschulen Wedding & Tiergarten, Scharnweberstr. 159, www.suz-mitte.de

9.30 Uhr bis 12.00 Uhr – Wam Kat (Aktivist & Koch) kocht mit Schülern und dem Youth Food Movement aus gesammelten Lebensmitteln und mit Gemüse aus dem Garten
13.00 bis 14.00 Uhr – Valentin Thurn zeigt seinen Film „Essen im Eimer – Taste the Waste“. Anschließend Gesprächsrunde mit Valentin Thurn, Pirkko Bell (Berlin) und Wam Kat zum Thema
Vorstellung des Projekts „1000 Obst- und Gemüsegärten für Afrika“, Dr Sahle Tesfai, Gesellschaft für nachhaltige Entwicklung, International Centre North South Dialogue, Network for Ecofarming in Africa, Universität Kassel-Witzenhausen

Veranstaltungsort:Hotel Intercontinental Berlin, Budapester. Str. 2, Raum Charlottenburg

16.15 Uhr – Begrüßung, Dr. Ursula Hudson, stellv. Vorsitzende Slow Food Deutschland
16.30 bis 17.15 Uhr – Vortrag Dr. Anita Idel, Tierärztin und Buchautorin „Die Kuh ist kein Klima-Killer“ (erscheint Dezember 2010), Fruchtbare Landschaften – zum Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen
17.15 bis 17.30 Uhr – Valentin Thurn zeigt seinen Film „Essen im Eimer – Taste the Waste“
17.30 Uhr bis 18.15 Uhr – Gesprächsrunde „Es ist genug für alle da“ mit: Dr. Ursula Hudson, Dr. Anita Idel, Valentin Thurn, Wam Kat, Helmut Krüger-Danielson (SUZ-Mitte)
18.15 Uhr bis 18.45 Uhr – Vorstellung Terra Madre Projekt „1000 Obst- und Gemüsegärten für Afrika“, Dr. Sahle Tesfai, International Centre North South Dialogue, Network for Ecofarming in Africa, Universität Kassel-Witzenhausen
18.45 Uhr – Eröffnung Buffet ,Vergessenes und wenig Geschätztes‘ durch Alf Wagenzink, Hotel Intercontinental

Der Terra Madre Tag in München am Samstag, den 11.12.2010

Veranstaltungsort: Der Pschorr, Viktualienmarkt 15, 80331 München

19:00 Uhr – Gemeinsam mit den Köchen des Pschorr wird gezeigt, dass von einem geschlachteten Kalb nicht nur das Filet und andere Edelteile, sondern vieles mehr mit Genuß verzehrt werden kann.

Die Teilnahme ist kostenlos! Für eine bessere Planung melden Sie Ihre Teilnahme an einem der Termine bitte bei Boris Demrovski (info2@slowfood.de oder Tel. 030/246 25 939) in der Geschäftsstelle von Slow Food Deutschland an.

Gentech-Kartoffel "Amflora"

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warf der EU-Kommission vor, bei der Zulassung der genveränderten Kartoffel „Amflora“ der BASF rechtlich zu tricksen. Zwar verweigere sie der Gentech-Kartoffel die volle Zulassung als Lebensmittel. Gleichzeitig gebe sie der BASF jedoch eine Verschmutzungslizenz. Das gehe aus einem Antrag der EU-Kommission hervor. Demnach dürften genveränderte Kartoffeln künftig bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent ohne Kennzeichnung in Nahrungsmitteln enthalten sein, wenn sie bei der Produktion zufällig hineingerieten. Auch die Zulassung der „Amflora“ als Futtermittel sei von BASF beantragt worden. Bereits im Juli habe die EU-Kommission zugesichert, den Anbau der BASF-Kartoffel in der EU für die industrielle Verwertung zu befürworten. „Amflora“ wäre die erste genveränderte Kartoffel, die weltweit zum Anbau zugelassen wird.

Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnik-Expertin: „Aus teuren Rückrufaktionen verunreinigter Lebensmittel durch Gentech-Mais der Firma Aventis in den USA, der nur als Futtermittel zugelassen war, hat die EU-Kommission eine Lehre gezogen. Genveränderte Futter- und Lebensmittel werden nur gleichzeitig zugelassen. Mit ihrer merkwürdigen 0,9 Prozent-Regel rückt sie jetzt das erste Mal davon ab. Denn sie weiß genau: Niemand will Gen-Kartoffeln essen. Deshalb schützt sie die BASF vor einem Image-Schaden, der entsteht, wenn sie eine genveränderte Kartoffel als Lebensmittel auf den Markt bringt. Gleichzeitig schützt sie den Konzern vor Haftungsansprüchen, falls die „Amflora“ in der Lebensmittelkette auftaucht. Ihre Gentech-Kartoffel von der konventionellen Produktion zu trennen, traut sich die BASF anscheinend nicht zu.“

Die „Amflora“ ist wegen ihrer Antibiotikaresistenz heftig umstritten. Die in der Gentech-Kartoffel enthaltene Antibiotikagruppe habe eine wichtige Funktion bei der Behandlung von Darmkrankheiten bei Mensch und Tier und diene als Reserveantibiotikum bei Tuberkulose. Die EU-Freisetzungsrichtlinie, die die Zulassung zum Anbau und zur industriellen Verwertung regelt, besage, dass ab 2005 keine gentechnisch veränderten Organismen mehr in Verkehr gebracht dürften, deren Antibiotikaresistenz schädliche Folgen für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt haben könnte.

Moldenhauer: „Das gesamte Zulassungsverfahren der „Amflora“ ist rechtlich fragwürdig. Würde die EU-Kommission ihre eigenen Gesetze ernst nehmen, müsste sie die Gentech-Kartoffel verhindern. Die Kommission muss jetzt Farbe bekennen: Macht sie sich zum verlängerten Arm der BASF oder beachtet sie das Vorsorgeprinzip, das gebietet, die Kartoffel mit ihren Antibiotikaresistenzgenen weder zum Anbau noch für Mensch noch Tier zum Verzehr freizugeben?“

www.bund.net

Johannes King, Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer

Neue Kochbücher, die ohne aufgeregte TV-Verwertung auskommen

Die Welle der kochenden TV-Stars hat auch den Buchmarkt überschwemmt – und dort alles weggemälzert und rausgeolivert, was nicht den Stempel „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ trägt. Grund genug, die eine oder andere Perle zu heben, die sich gerade dort findet, wo eben nicht schon alles von vornherein auf fernsehgerechte Verwertung getrimmt ist.

Johannes King – seit Jahren ansässig im Sylter „Söl´ringhof“ – ist ein Top-Koch mit vielen Berliner Freunden. Er hat sich jetzt von Ingo Swoboda und der Fotografin Luzie Elling einen Prachtband maßschneidern lassen, der schwer auf jeder Tafel lastet. Der zweibesternte Chef, der in seiner Zeit im Berliner „Grand Slam“ eher wie ein junger Wilder wirkte, ist stilistisch längst den Klassikern zugehörig – seine Rezepte kann also jeder einigermaßen geschickte Hobbykoch nachmachen, ohne erst eine Batterie von Geräten und exotischen Zutaten zu kaufen. Im Vordergrund steht die regionale und saisonale Verwurzelung, die sich in Rezepten wie dem Kabeljau im Krabbensud mit Schmorgurken und Morsumer Kartoffeln ebenso spiegelt wie in den Fotos, die viel Nordseeatmosphäre ohne Ansichtskartenklischees transportieren (Johannes King, Collection Rolf Heyne, 49,90 €)

Lesen Sie über weitere, interessante Kochbücher im Tagesspiegel
www.tagesspiegel.de/sonderthemen/archiv/13.04.2007/3197068.asp

Legale Kopien im digitalen Zeitalter

„Raubkopien aus dem Netz? Langweilig“, meint die ZEIT in ihrer Rubrik „ZEIT online Musik“ und erklärt, wie man in nur 2 Tagen und mit gerade 60 Euro Kosten eine Langspielplatte kopieren kann. Das heißt, eigentlich nur eine Seite einer LP, aber man kann sich ja für die bessere Hälfte entscheiden. Der Vorteil des Verfahrens gegenüber dem „Raubtausch“: Die ZEIT-Kopien sind – sofern sie der privaten Verwertung dienen – legal, denn es handelt sich um eine analoge Kopie. Ob der Gesetzgeber allerdings diese Form der Vervielfältigung überhaupt bedacht hat, ist eine andere Frage.
Quelle: www.intern.de

www.zeit.de/zeit-wissen/2006/03/bildergalerie_LP