Neue Nährwerttabelle der DGE

Heutzutage steht uns ein vielfältiges, fast unüberschaubar großes
Angebot an Lebensmitteln und Gerichten zur Verfügung, aus dem wir wählen
können. Menge und Zusammensetzung der Lebensmittel sind entscheidend für
unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie unser Wohlbefinden. Auf
vielen Lebensmitteln sind nach wie vor keine oder nur unvollständige
Nährstoffangaben vorhanden bzw. ist es nicht möglich, eine Kennzeichnung
anzubringen, z. B. bei frischem Obst und Gemüse. Eine aktuelle
Nährwerttabelle, die viele häufig genutzte Lebensmittel enthält, ist
daher für die Auswahl und Beurteilung von Lebensmitteln sehr hilfreich.

Die Nährwerttabelle berücksichtigt die anhand aktueller Verzehrsstudien
ermittelten, in Deutschland am häufigsten verzehrten ca. 1 150
Lebensmittel und Gerichte, einschließlich zahlreicher verarbeiteter
Produkte und Portionsgrößen. Die Nährwerttabelle, die in Zusammenarbeit
mit dem derzeitigen Vizepräsidenten der DGE, Prof. Dr. Helmut Heseker
erstellt wurde, wird vom Neuen Umschau Buchverlag in Kooperation mit der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) vertrieben. Neben den
Gehalten an Energie, Fett, Fettsäuren, Protein, Kohlenhydraten,
Ballaststoffen, Mineralstoffen, Vitaminen und Cholesterol finden sich
zusätzlich Übersichtstabellen zu Fructose-, Lactose-, Kochsalz- und
Jodgehalten ausgewählter Lebensmittel.

Nach der Einleitung, die den Gebrauch der Tabelle erörtert, gibt das
Werk komprimierte, aber umfassende ernährungswissenschaftliche
Informationen zu den einzelnen Nährstoffen sowie den Ursachen und Folgen
von Adipositas. Als Orientierungshilfe für die Realisierung einer
vollwertigen Ernährung stellt Die Nährwerttabelle die 10 Regeln der DGE,
den DGE-Ernährungskreis, die Dreidimensionale Lebensmittelpyramide sowie
die D-A-CH-Referenzwerte vor. Damit liefert die Publikation nicht nur
umfassende Nährwertdaten für die im täglichen Leben relevanten
Lebensmittel, sondern zusätzlich konkrete wissenschaftliche fundierte
Empfehlungen für eine bedarfsgerechte Ernährung.

Die 127-seitige Publikation mit der Artikel-Nr. 120240 kann für 9,90 EUR
zzgl. 3,00 EUR Versandkosten beim
DGE-MedienService,

www.dge-medienservice.de
bestellt werden.

Eiweißmolekül identifiziert

Forscher identifizieren Eiweißmolekül, das die Fettspeicherung
kontrolliert

Ein Wissenschaftlerteam unter Führung von Annette
Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) hat nun
ein Eiweißmolekül identifiziert, das die Fettspeicherung fördert. Das
Protein sorgt dafür, dass die von hoch spezialisierten Fettzellen
aufgenommenen Lipide in Form großer Fetttröpfchen gespeichert werden
können. Zudem wirkt es dem Fettabbau entgegen. „Unsere am Mausmodell
gewonnenen Ergebnisse tragen dazu bei, die molekulare Regulation der
Fettspeicherung besser zu verstehen“, sagt Annette Schürmann. Das
Eiweißmolekül sei interessant, da es auch im menschlichen Fettgewebe
eine Rolle spielt.

Das Forscherteam, zu dem auch Wissenschaftler der Universitäten Münster
und Leipzig sowie des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried
gehören, veröffentlichte seine Studienergebnisse in der Fachzeitschrift
Molecular and Cellular Biology (Angela Hommel et al., 2010;
doi:10.1128/MCB.01269-09).

Überschüssige Nahrungsenergie wird langfristig in Form von Körperfett
gespeichert. Dies ist seit langem bekannt – weitgehend unbekannt sind
dagegen die molekularen Mechanismen, welche die Fettspeicherung
regulieren. Um diese genauer zu untersuchen, nutzte das Team um Annette
Schürmann einerseits ein Zellkulturmodell und andererseits ein
besonderes Mausmodell. Bei letzterem handelt es sich um Tiere, bei denen
im Vergleich zu Kontrollmäusen die Forscher das Eiweißmolekül ARFRP1
spezifisch entfernten. Durch den Vergleich der physiologischen Daten der
Mäuse, die in ihrem Fettgewebe kein ARFRP1-Protein produzieren, mit den
Daten von Kontrolltieren konnten die Wissenschaftler Rückschlüsse auf
die Funktion des Eiweißmoleküls ziehen. Ebenso lieferten zusätzliche
Zellkulturexperimente ergänzende biochemische Daten.

Die Tiere ohne ARFRP1 speicherten die Lipide kaum im Fettgewebe; die in
den einzelnen Fettzellen eingelagerten Fetttröpfchen waren winzig.
Zusätzliche biochemische Analysen zeigten darüber hinaus, dass ein
fettabbauendes Enzym (hormone-sensitive lipase) stärker aktiviert wurde.
Der Speicherdefekt des Fettgewebes hatte zur Folge, dass die Tiere
Lipide bereits im Alter von nur sieben Tagen in anderen Geweben wie der
Leber einlagerten – ein Vorgang, der zu einer Insulinresistenz führen
kann, einer Vorstufe des Typ-2-Diabetes.

„Aufgrund unserer Daten gehen wir davon aus, dass das identifizierte
Protein gleichzeitig zwei Prozesse reguliert. Einerseits fördert es die
Fusion kleiner Fettpartikel zu größeren Fetttropfen. Andererseits hemmt
es den enzymatischen Fettabbau“, erklärt Angela Hommel, Erstautorin
der Studie. Damit sei die Forschung wieder ein kleines Stückchen
weitergekommen, um die molekularen Grundlagen der Fettspeicherung zu
verstehen, ergänzt Annette Schürmann.

Die Wissenschaftler gehen derzeit nicht davon aus, dass ihre
Erkenntnisse in naher Zukunft dazu genutzt werden können, neue
Medikamententherapien gegen krankhaftes Übergewicht zu entwickeln. Denn
das identifizierte Protein spielt auch während der Embryonalentwicklung
sowie in anderen Organen wie der Leber, den Nieren oder dem Gehirn eine
wichtige Rolle. Würde man also beispielsweise versuchen, die Wirkung des
Proteins ARFRP1 und damit auch die Fettspeicherung medikamentös zu
unterdrücken, wären sicher zu starke Nebenwirkungen zu erwarten.
Allerdings stellt die von der Arbeitsgruppe Schürmann entwickelte Maus
ein neues Modell zur Untersuchung der Ursachen und Mechanismen der
Insulinresistenz dar. „Aufgrund der defekten Fettspeicherung im
Fettgewebe lagert der Körper Fette in anderen Organen, wie z.B. der
Leber, dem Skelettmuskel und dem Herz ein, wie es auch bei
übergewichtigen und adipösen Personen beobachtet wird. Diese
‚fehlerhafte’ Fettspeicherung wird mit einer verminderten
Insulinwirkung in Verbindung gebracht, deren molekularen Ursachen nun in
unserem Modell aufgeklärt werden können“, sagt Annette Schürmann.
Hintergrundinformation:
Das Fettgewebe spielt eine entscheidende Rolle bei der Regulation des
Energiehaushalts des Körpers. Dabei muss man zwischen zwei Gewebetypen
unterscheiden:
Das so genannte braune Fettgewebe trägt dazu bei, die Körpertemperatur
aufrecht zu erhalten. Das in ihm gespeicherte Fett wird direkt für die
Wärmeproduktion verwendet, so dass hier größere Mengen an Energie
verbraucht werden. Lange ging man davon aus, dass das braune Fettgewebe
beim Menschen eher eine untergeordnete Rolle spielt und er nur im
Säuglingsalter wenig davon besitzt. Neuere Studien belegen jedoch,
dass auch der erwachsene Mensch über braunes Fettgewebe verfügt, wobei
allerdings adipöse Personen kein oder nur geringe Mengen dieses
stoffwechselaktiven Gewebes aufweisen.

Das so genannte weiße Fettgewebe erfüllt drei verschiedene Aufgaben:

– Es ist Speicher- und Depotfett; ein Mensch mit einer Fettreserve
von 15 Kilo kann etwa 50 bis 60 Tage ohne Nahrung auskommen.
– Es bietet ähnlich wie ein „Airbag“ einen gewissen Schutz vor
mechanischen Verletzungen.
– Es dient der Wärmedämmung, denn Fett ist ein schlechter
Wärmeleiter.

Die Fettzellen (Adipocyten) des weißen Fettgewebes sind vergleichsweise
große Zellen. Die Zelle ist fast vollständig mit einem großen
Fetttropfen ausgefüllt, wobei der Zellkern dicht an den Zellrand
gedrückt ist. Stark vereinfacht, kann man sich die Fettzelle als
einen dehnbaren Öltank vorstellen. Eine Abbildung von Fettzellen kann
angefordert werden unter: presse@dife.de

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Es erforscht die Ursachen
ernährungsbedingter Erkrankungen, um neue Strategien für Prävention,
Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln.
Forschungsschwerpunkte sind dabei Adipositas (Fettsucht), Diabetes und
Krebs.

Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und
Serviceeinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte
Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-,
Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und
Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften.
Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an
Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Bund und Länder
fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Die
Leibniz-Institute beschäftigen etwa 14.200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, davon sind ca. 6.500 Wissenschaftler, davon wiederum 2.500
Nachwuchswissenschaftler. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de

Tipps gegen Migräne

Migräne: Migräneanfälle vermeiden und effektiv behandeln
Symptome erkennen und Ursachen bekämpfen

Migräne ist eine der häufigsten
Kopfschmerzformen mit Schwerpunkt zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr. Etwa
sechs bis acht Prozent aller Männer und sogar 12 bis 14 Prozent aller Frauen
leiden unter einer Migräne. Während des Lebens erleidet jede vierte Frau
mindestens einen Migräneanfall. Unabhängig vom Geschlecht sind vier bis fünf
Prozent aller Kinder vor der Pubertät betroffen. Das
Internet-Gesundheitsportal www.imedo.de befasst sich auf den
imedo-Gesundheitsnews mit den quälenden Kopfschmerzen bei Migräne und gibt
Tipps zur Behandlung von Migräneattacken.

Symptome von Migräne: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
Bei der Migräne kommt es attackenweise zu heftigen, häufig einseitigen
pulsierend-pochenden Kopfschmerzen, die bei körperlicher Anstrengung
zunehmen und bis zu 72 Stunden anhalten. Bei Kindern sind die Attacken
kürzer und können auch ohne Kopfschmerzen nur mit heftiger Übelkeit,
Erbrechen und Schwindel einhergehen. Sie treten in Zweidritteln der Fälle
einseitig oder in Eindrittel beidseitig auf, wobei auch Seitenwechsel der
Migräne möglich sind. Begleitet sind die Anfälle fast immer von
Appetitlosigkeit und Übelkeit sowie in 40 bis 50 Prozent der Fälle mit
Erbrechen, Lichtscheu (60%), Lärmempfindlichkeit (50%) und auch
Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Gerüchen (10%).

Ursachen von Migräne und Kopfschmerzen
Kopfschmerzen können viele Ursachen haben: Bluthochdruck, Zähne und
Kieferhöhle, Halswirbelsäule und Rückenmuskulatur, Augen-, Nerven- und
Gefäßerkrankungen, in seltenen Fällen auch Tumore. Daher ist eine
weiterführende Diagnostik dringend anzuraten bei erstmaligem Auftreten von
Kopfschmerz mit untypischem Charakter, zunehmender Schmerzstärke oder sich
änderndem Schmerzcharakter. Das zusätzliche Auftreten von Nervenausfällen
sollte in jedem Fall Anlass geben, einen Arzt zu konsultieren. Akute
Migräneattacken können am wirksamsten mit den rezeptpflichtigen sogenannten
5-HT 1B/1 D-Agonisten (zum Beispiel Sumatriptan) behandelt werden, die bei
Experten den höchster Empfehlungsgrad besitzen. Wirksam sind ebenfalls
nichtsteroidale Antirheumatika wie ASS, Naproxen oder andere Medikamente
dieser Substanzklasse. Die Wirksamkeit alternativer Verfahren ist bisher in
der Attackentherapie kaum in kontrollierten Studien untersucht. Hierzu gibt
es lediglich einzelne Fallstudien.

Behandlung von Migräneattacken
Bei mehr als drei Migräneattacken pro Monat beziehungsweise Migräneattacken
mit ausgeprägten Beschwerden oder neurologischen Ausfällen sollte durch den
behandelnden Schmerztherapeuten eine vorbeugende Migränebehandlung begonnen
werden. Medikamente der ersten Wahl sind hierfür rezeptpflichtige
Betablocker wie zum Beispiel Metoprolol oder der Kalziumantagonist
Flunarizin sowie das Antiepileptikum Topiramat. Zweite Wahl sind hier
Magnesium, Vitamin B 2, Coenzym Q 10, Pestwurz, Mutterkraut und das
Antidepressivum Amitriptylin. Die medikamentöse Therapie kann durch
Verhaltenstherapie und Ausdauersport sehr wirksam ergänzt werden.

Diagnostik und apparative Zusatzuntersuchungen bei Kopfschmerzen:
www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/030-110.htm

Therapie der Migräne:
www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/030-057.htm

Erfahren Sie mehr in den imedo-Gesundheitsnews: „Chronische Kopfschmerzen
bewirken Veränderungen des Gehirns“
( www.gesundheitsnews.imedo.de/news/102736-chronische-kopfschmerzen-verandern-das-gehirn )

In der Gruppe „Migräne“
( www.imedo.de/group/overview/index/169-migrne) auf www.imedo.de
können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und über Migräne-Leiden
diskutieren.

Diät macht dick

Diät macht dick: Essen-Ratgeber erschienen
Mediziner betrachtet Ernährung ganzheitlich

Sieben Jahre nach Erscheinen des ersten
Buches „Diät macht dick“ http://www.diaetmachtdick.com ist der Mediziner
Edgar Raschenberger mit neuen Erkenntnissen noch einmal ans Werk
gegangen. Unter demselben Titel hat er ein neues Buch im
Ueberreuter-Verlag http://www.ueberreuter.at herausgebracht.
„Misserfolge in unserer Ernährungsberatung haben mich dazu veranlasst,
mich diesem Thema noch einmal zu widmen“, so Raschenberger. „Seit Jahrzehnten hungern die Menschen sich quasi dick.
Trotz der großen Menge an Publikationen werden sie immer dicker.“ Die
Lösung der Probleme liege in einer zu oberflächlichen Befassung der
Einheit Körper, Geist und Seele.

Gesundheit erachtet Raschenberger als eine allumfassende Form der
Fitness. Man müsse daher die Wurzeln der Probleme suchen und die liegen
im ganzheitlichen Zugang zur Ernährung. „Menschen nehmen sich allzu oft
die Lebensmittelindustrie als Ernährungsberater. Erschwerend kommt
hinzu, dass man sich für das Essen keine Zeit nimmt und zudem auf die
verschiedenen Fastfood-Varianten, die man im Supermarkt kaufen kann,
zurückgreift“, so der Buchautor. Eine epidemiologische Beobachtung der
Ernährungsveränderung und des Einzugs von Fastfood in Ländern wie etwa
Thailand zeige deutlich, dass die Menschen dort rasant dicker werden.
Für Raschenberger liege eine der Ursachen im nicht stimmenden Verhältnis
von Makro- zu Mikronährstoffen zueinander. „Gleichzeitig ist es zu
einfach, die Industrie allein dafür verantwortlich zu machen, denn
handeln muss jeder selbst“, erklärt der Experte.

Ein großes Geheimnis liegt für den Mediziner in den Mikronährstoffen –
das sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre
Pflanzenbegleitstoffe. „Im weitesten Sinne kann man diese 20.000 Stoffe,
die in Naturprodukten vorhanden sind, als lebenswichtig bezeichnen.“ Ein
Beispiel ist etwa das Allicin im Knoblauch. Dieser sekundäre
Pflanzeninhaltsstoff wird eine stark schützende Wirkung für die
Gefäßwand der Arterien nachgesagt. Allicin zähle daher zu den am
längsten bekannten Anti-Aging-Substanzen. Eine wesentliche Rolle spielen
für den Mediziner auch noch Nahrungsergänzungsmittel. „Schon vor
Jahrhunderten war man sich dessen bewusst, dass Gewürze die Speisen
wohlschmeckender gestalten, aber auch einen Gesundheitseffekt haben.“

Was Raschenberger im Buch transportieren will, ist ein positiver Ansatz
in der gesamten Problematik. „Schlank werden ist leicht, das haben
Millionen von Menschen bereits bewiesen. Schlank sein hingegen sei die
größte Herausforderung für die Menschheit“, so der Autor.
„Wahrscheinlich ist es wirkungsvoller, wenn man einen Partner hat, der
unterstützt, denn die meisten gescheiterten Versuche beruhen auf
menschlich-seelischen Ursachen, die im Beruf oder in der Familie
liegen“, schreibt der Mediziner. „Egal wie man die Sache betrachtet,
ohne Veränderung geht gar nichts.“ Die fünf Säulen auf der das
ganzheitliche Konzept basiert, lauten „Ernährung“, „Bewegung“, „Mentale
Hygiene“, „Umfeldgestaltung“ und „Regeneration“. Das sei die Grundlage
für ein „Ernährungslernprogramm“, das zum nachhaltigen Erfolg führt.
Wolfgang Weitlaner

Ursachen des Hungers werden vernachlässigt

Ursachen des Hungers werden vernachlässigt
Mehr Nachhaltigkeit in der Produktion notwendig

Die Ursachen des Hungers in der Welt werden vielfach noch ignoriert. Daran erinnerte Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am Tag des ökologischen Landbaus am 23. Januar 2009 auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Befürworter der High-Tech-Landwirtschaft würden wesentliche Aspekte verkennen. Dies sei vor allem die Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion. Sie sei nur zu erreichen, wenn die Bodenfruchtbarkeit gemehrt statt zerstört werde. Düngemittel müssten in einen Kreislauf gebracht und nicht nur einmalig verwendet werden, der Wasserhaushalt stabilisiert und die Bodenerosion vermieden werden. Nach Gerbers Aussage ist die Intensiv-Landwirtschaft hier eher Verursacherin der Probleme, als dass sie zu ihrer Lösung beiträgt. Zum anderen sei eine angepasste, individualisierte, regionale und kreislauforientierte Landwirtschaft gerade dort, wo am meisten Hunger herrsche, dazu geeignet, die Fruchtbarkeit der Böden zu stabilisieren und die Erträge zu erhöhen.

aid, Dr. Martin Heil

Dicker Kopf durch runden Bauch

Dicker Kopf durch runden Bauch

Mit Hausmittel gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Ein positiver Schwangerschaftstest ist meist Grund zur Freude. Doch leider wird sie durch unangenehme Nebenwirkungen getrübt. Denn eine häufige Folge der anderen Umstände sind Kopfschmerzen. Ursachen dafür gibt es viele: „Die Hormonumstellung macht Schwangeren vor allem in den ersten drei Monaten zu schaffen“, sagt Schwangerschafts-Ärztin Dr. Kutter-Deest. „Denn die Konzentration des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen im Blut der Schwangeren sinkt und scheint Kopfschmerzen zu begünstigen.“ Doch auch die Veränderung der bisherigen Lebensweise kann ein Grund für das Hämmern im Kopf sein. Denn Nikotin, Alkohol und zu viel Koffein sind jetzt tabu. Daran muss sich der Körper erst gewöhnen. Hinzu kommt der Alltagsballast: Stress im Büro, Überanstrengung, zu wenig frische Luft oder Ärger mit dem Partner.

Um Pillen und Co. sollten Schwangere allerdings einen großen Bogen machen. „Fast alle Medikamente, die eine werdende Mutter einnimmt, gelangen in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes“, warnt Dr. Christiane Kutter-Deest. „Tabletten und Tropfen deshalb erst einnehmen, wenn dies vorher mit dem Frauenarzt besprochen wurde.“ Bevor zu Medikamenten gegriffen wird, ist es sinnvoll, genau nach den Ursachen des Brummschädels zu forschen. Denn manchmal reicht schon ein langer Spaziergang an der frischen Luft und der Kopf ist wieder klar. Ebenfalls hilfreich: viel Trinken. Am besten zwei bis drei Liter Wasser, Früchte- oder Kräutertee oder Saftschorlen. „Auch ein niedriger Blutzuckergehalt kann Kopfschmerzen auslösen“, weiß die DAK-Ärztin. „Schwangere sollten lieber wenig essen, aber dafür oft.“ Als Snack zwischendurch eignen sich Obst oder Müsliriegel.

Weitere mögliche Kopfschmerzlöser: Kompressen und Massagen. Kalte Kompressen einfach auf die schmerzende Stelle legen. Dadurch ziehen sich die Gefäße zusammen. Im Nackenbereich sind warme Umschlägen oder Kirschkernkissen wohltuend. Die Wärme regt die Durchblutung an und entspannt die verkrampfte Muskulatur.

Bewährt und beliebt sind auch Fünf-Minuten-Massagen. Dabei Stirn, Schläfen und Nackenpartie mit Daumen und Zeigefinger in kreisenden Bewegungen massieren.

Ein kleiner Trost: Bei den meisten Frauen ist der „Spuk“ nach drei Monaten vorbei. Dann hat sich der Körper an die Hormonumstellung und veränderte Lebensweise gewöhnt. Wenn die Kopfschmerzen länger andauern und kein Hausmittel hilft, sollte ein Frauenarzt aufgesucht werden.

Weitere Informationen zur Schwangerschaft und zu Kopfschmerzen in der Schwangerschaft finden Sie in unseren kostenfreien Broschüren „Kopfschmerzen und Migräne“ und „Schwangerschaft. Willkommen, Baby“. Die Broschüren gibt es im Internet unter www.dak.de oder in jeder DAK-Geschäftsstelle.

Air Dolomiti

Flug LH 3990 am 24. August von München nach Bologna

Beim Flug LH 3990 von München nach Bologna, der von Air Dolomiti mit einem Flugzeug Typ ATR 72 – 212 durchgeführt wurde (Kennzeichen I-ADLM), mit 59 Passagieren und 4 Besatzungsmitgliedern an Bord, hat der Controltower aus betrieblichen Gründen den Startabbruch angeordnet, um die Landung eines nachfolgenden Flugzeuges zu ermöglichen. Das Air Dolomiti Flugzeug rollte auf Anweisung des Towers auf eine Ausweichspur, um sich neu für den Startvorgang einzuordnen. Nach der Bremsphase ist am linken Fahrwerk Rauch und Feuer außerhalb des Rumpfes aufgetreten – die nötigen Maßnahmen wurden unverzüglich eingeleitet, innerhalb einer Minute war die Feuerwehr vor Ort und alle Passagiere wurden in kürzester Zeit evakuiert. Ein Passagier zog sich beim Aussteigen leichte Verletzungen an der Hand zu.

Die Passagiere sind mit einem neuen Flugzeug, das von Air Dolomiti in kürzester Zeit bereitgestellt wurde, weitergeflogen.

Gegenwärtig ermitteln Techniker die Ursachen für den Zwischenfall.

Nachfrage nach Pflanzenöl wächst weiter

Der Verbrauch der neun wichtigsten pflanzlichen Öle wird sich im Wirtschaftsjahr 2008/09 auf 131,9 Millionen Tonnen belaufen. Dies entspricht einem Zuwachs von 4 Prozent.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Verbrauch damit um 53 Millionen Tonnen oder 68 Prozent erhöht. Dabei ist alleine der Verbrauch von Palmöl um 24,8 Millionen Tonnen oder 138 Prozent angestiegen. Das Bestreben vieler Nationen, über biogene Energieträger die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren und auch die zunehmende Verwendung pflanzlicher Öle in der menschlichen Ernährung sind die Ursachen für dieses Wachstum. Größter Verbraucher von pflanzlichen Ölen ist mit rund 25,3 Millionen Tonnen China, gefolgt von der EU-27 mit 22,1 Millionen Tonnen. Dahinter liegen Indien mit 13,1 Millionen Tonnen und die USA mit 12,5 Millionen Tonnen. ZMP Bonn

Tag der gesunden Ernährung

Kostenlose Telefonhotline zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2008 – Antworten auf Fragen von A wie Abnehmen bis Z wie Zucker

Zum Tag der gesunden Ernährung schaltet der BKK Bundesverband von 9 – 15 Uhr unter 0800 2558477 eine kostenlose Telefonhotline. Ernährungs- und Präventionsexperten des BKK Bundesverbandes, der BKK Hoesch, der Team Gesundheit GmbH, von MedicalContact und Moby Dick beantworten Fragen rund um das Thema gesunde Ernährung. Interessierte können sich von A wie Abnehmen bis Z wie Zucker beraten und gleich einen passenden Präventionskurs in ihrer Nähe aussuchen lassen. BKK Versicherte erhalten von ihrer jeweiligen Betriebskrankenkasse im Durchschnitt 70 – 80 Prozent der Kursgebühren zurück.

Mit BKK-zertifizierten Präventionskursen den Ursachen von ernährungsbedingten Krankheiten entgegenwirken

Circa ein Drittel aller Kosten im Gesundheitswesen werden durch Krankheiten verursacht, die direkt oder indirekt durch die Ernährung begünstigt werden, so die Expertenmeinung. Über-, Mangel- und Fehlernährung sowie Bewegungsmangel sind häufig Ursachen dieser Krankheiten. Zwei Drittel der Männer und mehr als die Hälfte der Frauen sind nach den aktuellen Ergebnissen der nationalen Verzehrsstudie übergewichtig. Jeder fünfte ist sogar adipös. Durch frühzeitige Prävention können ernährungsbedingte Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2 sowie Rücken- und Gelenkbeschwerden aber auch bestimmte psychische Erkrankungen vermieden werden. Um den Ursachen von Zivilisationskrankheiten entgegenzuwirken, kann jeder BKK Versicherte mindestens einmal jährlich einen Präventionskurs besuchen. Eine Übersicht über zertifizierte Entspannungs-, Bewegungs- und Ernährungskurse bietet die zentrale Kursdatenbank des BKK Bundesverbandes.

20.000ster Präventionskurs in der BKK Präventionskursdatenbank zertifiziert und vom BKK Bundesverband ausgezeichnet

Der Präventionskurs „Nordic Walking“ der Firma „Come Back“ in Gelsenkirchen wurde als 20.000ster Kurs in der BKK Präventionskursdatenbank zertifiziert und vom BKK Bundesverband ausgezeichnet. Nordic Walking ist ein spezielles Ausdauertraining für Menschen mit wenig Bewegung zur Verbesserung von Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Alle Kurse der Datenbank erfüllen die gesetzlichen Vorgaben gemäß dem „Leitfaden Prävention“ der Spitzenverbände der Krankenkassen zu § 20 Abs.1 SGB V und können als qualitätsgesicherte Präventionskurse von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden.

Mit Hilfe der Datenbank können Versicherte individuelle Präventionskurse ganz in ihrer Nähe finden. Über sieben Millionen Zugriffe hat die Datenbank bereits registriert. Die Eingabe der Postleitzahl genügt und die Suchfunktion startet. Ebenfalls sind altersgruppenspezifische Kursabfragen wie zum Beispiel „50+“ oder „Kinder und Jugendliche“ möglich. Den BKK Versicherten stehen bundesweit ca. 15.100 Bewegungskurse, ca. 1.100 Ernährungskurse, ca. 3.150 Kurse zur Stressbewältigung/Entspannung und ca. 500 Suchtpräventionskurse sowie ca. 150 Kompaktseminare zur Verfügung. Die Kursdatenbank erreichen Interessierte jeweils über die Internetseite ihrer BKK. Kursanbieter, die sich zentral zertifizieren lassen und in die Datenbank eintragen möchten, finden auf der Internetseite www.bkk-praeventionskurse.de alle erforderlichen Informationen.

Androgenetischen Alopezie

Genetische Spurensuche nach Ursachen der Kahlköpfigkeit – Haarausfall geht mit anderen gefährlichen Erkrankungen Hand in Hand

Dem Haarausfall und seinen genetischen
Ursachen ist ein Forscherteam der Universitäten Bonn und Düsseldorf auf
der Spur. Bekannt ist, dass neben Umweltfaktoren auch noch die Gene eine
Rolle spielen, wenn das Haupthaar ausfällt. Eine solche Erbanlage
konnten Wissenschaftler bereits identifizieren. Ein Bereich auf dem
Chromosom-3 scheint bei dem Problem eine wesentliche Rolle zu spielen,
berichten die Forscher unter Axel Hillmer vom Life & Brain Zentrum der
Universität Bonn http://www.uni-bonn.de in einer aktuellen Studie im
American Journal of Human Genetics.
„Haarverlust ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern es geht
häufig auch mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung an
Arteriosklerose einher“, erklärt Hillmer. In der
Literatur werde für Betroffene der androgenetischen Alopezie (AGA) – wie
Haarausfall wissenschaftlich bezeichnet wird – zudem auch ein erhöhtes
Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Übergewicht diskutiert. „Die
Suche nach den genetischen Ursachen für Haarausfall spielen daher
möglicherweise auch bei der Entstehung gefährlicher Volkskrankheiten
eine wesentliche Rolle“, so Hillmer.

Bei der Untersuchung von 95 Familien, in denen jeweils mindestens zwei
Söhne unter frühzeitigem Haarausfall litten, konnten die Forscher nun 14
Regionen identifizieren, in denen möglicherweise Erbanlagen für
Haarwachstum und Haarausfall sitzen. „Allerdings enthält jede dieser
Regionen noch mehrere Dutzend Gene. Das sind zu viele für eine
detaillierte Analyse“, meint der Forscher. Vielversprechend scheint
allerdings ein Abschnitt auf Chromosom 3 zu sein, auf dem 34 Erbanlagen
liegen. „Bisher wurde keines dieser Gene mit der Biologie des Haares in
Verbindung gebracht“, wie Roland Kruse von der Universitäts-Hautklinik
Düsseldorf http://www.med.uni-duesseldorf.de berichtet. Eines der Gene
spiele jedoch bei Alterungsprozessen eine Rolle, ein zweites bewirke
möglicherweise ein erhöhtes Risiko für Übergewicht. „Die Daten sind
nicht wahnsinnig stark“, räumt Hillmer ein, allerdings gebe es Befunde,
die dafür sprechen, dass Männer mit Haarausfall häufiger unter
Übergewicht als Menschen mit normalem Haarwuchs leiden.

Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass die männlichen
Geschlechtshormone eine entscheidende Rolle beim Haarausfall spielen.
Demnach können bestimmte Veränderungen in der genetischen Bauanleitung
des Androgen-Rezeptors eine frühe Glatzenbildung zur Folge haben.
„Androgene sind Hormone, die für die Entwicklung des männlichen
Geschlechts eine wichtige Rolle spielen. Das betroffene Gen liegt auf
dem X-Chromosom“, so Hillmer. Das bedeute, dass Männer den Defekt daher
von ihrer Mutter erben. „Einen Zusammenhang mit den Entdeckungen auf dem
Chromosom-3 konnten wir bisher nicht feststellen“, erklärt Hillmer.

Um noch genauere Angaben machen zu können, suchen die Wissenschaftler
nun möglichst viele Probanden unter 39 Jahre mit frühzeitigem
Haarausfall, sowie Männer über 60 Jahre mit vollem Haar. „Wenn wir bei
diesen beiden Genen auf eine Genvariante stoßen, die bei Kahlköpfigen
häufiger vorkommt als normal, könnte sie die Ursache für den Haarverlust
sein“, meint Hillmer. Im nächsten Schritt gelte es herauszufinden,
welche Funktion die Erbanlage in der Biologie des Haares spielt. Wolfgang Weitlaner