Haushaltsunfälle vermeiden

Tafelmesser mit der Spitze nach unten in den Besteckkorb der Spülmaschine – Küchenmesser gar nicht in den Geschirrspüler

Waghalsige Klettermanöver auf Stühlen, Kisten oder Tischen, gefährliche Rutschpartien im Bad, Unachtsamkeiten in der Küche: Die Zahl der Unfälle im Haushalt ist weiterhin dramatisch hoch. Alleine in Deutschland ereignen sich pro Jahr mehr als 2,7 Millionen häusliche Unfälle, rund 7500 davon enden tödlich. Auch in Österreich sind 37 Prozent aller Unfall bedingten Krankenstandstage und sogar drei Viertel aller Krankenhausaufenthalte auf einen Unfall in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld zurückzuführen. Das Magazin Reader’s Digest analysiert in seiner März-Ausgabe die Ursachen der Problematik und gibt Ratschläge, wie man Unfälle im Haushalt vermeiden kann. Denn mehr als 80 Prozent dieser Unglücke sind auf Unachtsamkeit oder Einflüsse wie Stress, Übermüdungen und Sehstörungen zurückzuführen.

„Die mit Abstand häufigste häusliche Unfallursache sind Stürze“, erklärt Dr. Susanne Woelk von der Aktion „Das Sichere Haus“ (Hamburg) in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. Um Knochenbrüche, Verstauchungen, Bänderrisse oder ähnliche Verletzungen zu vermeiden, raten die Experten deshalb, Treppen nicht voll bepackt zu begehen, sondern den Transport auf mehrere Etappen zu verteilen. Gefährliche Klettermanöver auf Stühlen, Kisten und Tischen sollte man genauso unterlassen wie das Fensterputzen, Streichen oder Heckeschneiden, wenn man sich an diesem Tag unwohl fühlt. Um Verletzungsgefahren zu reduzieren, sollte man zudem das richtige Handwerkszeug haben, dazu gehört unter anderem eine rutschfeste Leiter. Wichtig ist aber auch, Stolperfallen zu beseitigen, zum Beispiel der unebene Weg im Garten, der rutschende Teppich oder die Verlängerungsschnur mitten im Gang. Gerade ältere Menschen unterliegen eher der Gefahr eines Haushaltsunfalls. „Rund 90 Prozent der Opfer eines tödlichen Sturzes sind über 65 Jahre alt“, sagt Dr. Susanne Woelk. Zur effektiven Vorbeugung gehört es auch, Ordnung zu halten. „Vor allem auf Treppen und Stufen sollte nichts herumstehen“, so Woelk.

Vorsicht ist auch in der Küche, im Badezimmer und in der Waschküche geboten. So ist es ratsam, Wasserlachen oder Seifenreste sofort aufzuwischen. Hausschuhe mit rutschfesten Profilsohlen aus Gummi oder Leder sorgen zudem für einen sicheren Stand. Auch in der Küche sind Haushaltsunfälle vermeidbar. So ist es ratsam, Messer, Gabeln und andere spitze Gegenstände mit der Spitze nach unten in den Besteckkorb der Spülmaschine zu stellen. Wer Kinder hat, sollte zudem darauf achten, dass Putz- und Reinigungsmittel nicht offen zugänglich sind, man beim Kochen möglichst die hinteren Herdplatten benutzt, die Pfannenstiele nach hinten dreht und die Bedienknöpfe versenkbar sind. Vor allem die Finger gelten in der Küche und im Hobbykeller als potenziell gefährdet. „Gute Beleuchtung, ausreichend Arbeits- und Stellfläche sowie sicher und übersichtlich verwahrte Werkzeuge und Arbeitsgeräte schützen Sie hier vor Unfällen“, sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) in Wien. In der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest gibt es neben den vielen Tipps auch Kontaktadressen zum Thema Sicherheit im Haushalt.

Messerunfälle sind keine Bagatellunfälle

In der Gastronomie sind die Unfälle mit Schnittverletzungen Spitzenreiter bei den jährlich an die BGN gemeldeten Unfällen: 2006 waren es rund 8.000 Unfälle. Die BGN hat Unfallfolgen und Unfallursachen von Schnittverletzungen mit handgeführten Messern untersucht und kommt u. a. zu dem Schluss: Mit durchschnittlich 7,4 Arbeitsunfähigkeitstagen sind Messerunfälle keineswegs Bagatellunfälle.

Meistens erfährt die BGN von den Unfällen per Durchgangsarztbericht (D-Arzt-Bericht), der in der Regel keine Angaben zu Unfallhergang, Unfallursachen oder anderen relevanten Randbedingungen enthält. Die vom Arzt eingeschätzte Arbeitsunfähigkeitsdauer ist häufig mit weniger als 3 Tagen angegeben. Deshalb sieht der Unternehmer oft keine Veranlassung, der BGN eine Unfallanzeige mit Angaben zum Unfallhergang zu schicken. Den Aufsichtspersonen der BGN-Prävention vermitteln Unternehmer häufig, dass Schnittverletzungen durch handgeführte Messer eher Bagatellunfälle seien, die unvermeidbar und auf Fehler des Verletzten zurückzuführen sind.
Diese Ausgangslage war für die BGN Anlass, die Ursachen dieser Unfälle genauer zu hinterfragen. Dabei sollten auch die Randbedingungen und Informationen über Unfallschwere und den am häufigsten betroffenen Personenkreis herausgefunden werden. Im Sinne einer zielgerichteten Präventionsarbeit führte die BGN eine Studie durch und definierte folgende Ziele:

Verbesserung der Auswertbarkeit des Unfallgeschehens
systematischer Erkenntnisgewinn zu relevanten Risikoschwerpunkten
Ergänzung oder gegebenenfalls Änderung der bisherigen betrieblichen Präventionsmaßnahmen

Methodisches Vorgehen
Es wurde ein Fragebogen entwickelt. Für die Zufallsstichprobe wurden alle bundesweit an 5 festgelegten Wochentagen und Monaten eingehenden Unfälle mit Schnittverletzungen durch handgeführte Messer herangezogen. Die Erhebung erfolgte zum einen nach Aktenlage (D-Arzt-Bericht und Unfallbericht). Zum anderen führten geschulte Aufsichtspersonen und Beratungsassistenten der BGN persönliche Befragungen der Verletzten durch. Die Befragungen sollten möglichst zeitnah nach dem Unfallereignis erfolgen.
Die Studie wurde bundesweit von den 6 Regionalbüros des Technischen Aufsichtsdienstes der BGN im Zeitraum Juli 2008 bis Januar 2009 durchgeführt. Programmierung und Auswertung nahm die Gesellschaft für sozialmedizinische Forschung Suhl e.V. vor. Insgesamt konnten 232 Unfalluntersuchungsbögen ausgewertet werden. Diese Anzahl ist zwar nicht ausreichend, um alle Merkmale in den erforderlichen Merkmalskombinationen repräsentativ auswerten zu können, sie zeigt aber insgesamt Tendenzen, die für die weitere Vorgehensweise hinreichende Informationen liefern.
In der Stichprobe waren Personen im Alter unter 30 Jahren häufiger vertreten als ältere Personen. Anteilig waren 70% der erfassten Verunfallten Männer und 30% Frauen.

Am häufigsten werden beim Schnittunfall Daumen und Zeigefinger verletzt.

70% der Messerunfälle ereignen sich in den ersten 10 Minuten ab Beginn der Schneidetätigkeit.

Unfall-Zeitpunkte
Donnerstag, Freitag und Samstag sind die Tage mit den meisten Unfällen. Somit deckt sich das Unfallaufkommen mit dem in der Gastronomie üblichen stärksten Arbeitsaufkommen. Die Verteilung der Unfallzeitpunkte über die Tagesstunden zeigt geschlechtsbezogene Unterschiede auf. Die Messerunfälle der Frauen ereignen sich früher am Tag als die der Männer. Der Grund hierfür könnte sein, dass häufiger Frauen Speisen vorbereitende Arbeiten durchführen als Männer. Die Arbeitszeit der Frauen beginnt – dem Arbeitsablauf folgend – möglicherweise früher.
Die Annahme, mit zunehmender Arbeitszeit nehme die Häufigkeit der Messerunfälle aufgrund von Ermüdungserscheinungen zu, konnte durch die Studie nicht bestätigt werden. Die größte Unfallhäufigkeit bezogen auf den Tagesarbeitsbeginn tritt zwischen der 2. und 3. Stunde auf. Auch hier steht der Zeitpunkt des Umgangs mit Messern im Zusammenhang mit den in der Gastronomie üblichen zeitlichen Arbeitsabläufen. Bezogen auf die Schneidetätigkeit ereignen sich etwa 70% der Unfälle mit handgeführten Messern innerhalb der ersten 10 Minuten ab Beginn dieser Tätigkeit.

Unfallschwere
Zur Bewertung der Unfallschwere wurde die Dauer der Arbeitsunfähigkeit (AU) herangezogen. 3 von 4 durch Ärzte behandelte Unfälle sind mit einer au von durchschnittlich 10,2 Tagen verbunden. Frauen haben mit 71% einen geringeren Anteil an Unfällen mit AU, aber mit 11,3 AU-Tagen eine längere Ausfallzeit als Männer mit 9,8 AU-Tagen. Im Mittel wiesen alle in der Studie erfassten Unfälle eine AU-Dauer von 7,4 Tagen auf.
Bezogen auf eine Fachausbildung der Unfallpersonen zeigt sich: Bei gelerntem Küchenpersonal sind 80% der Messerunfälle mit AU verbunden, bei angelernten Hilfskräften 75%. Die mittlere AU-Dauer beträgt beim Fachpersonal etwa einen Tag mehr als bei den angelernten Hilfskräften.

Unfallursachen
Um eine Aussage zu den konkreten Unfallursachen zu erhalten, wurden u.a. die frei formulierten Angaben zum Unfallgeschehen aus den Gesprächen mit der Unfallperson ausgewertet. Anschließend gruppierten Experten diese Angaben nach Kategorien und ordneten die Gruppierungsmerkmale nach dem »T-O-P-Prinzip« (technisch, organisatorisch, personenbezogen):

Technische Faktoren: Arbeitsplatzgestaltung, Arbeitsmittel, Schneidguteigenschaften bzw. unzureichendes Halten des Schneidgutes, Führen des Messers bzw. der Messerschneide
Organisatorische Faktoren: mangelnde Kenntnis bzw. fehlende Unterweisung, Ablenkung, Stress-Zeitdruck – Hektik – Arbeitsaufkommen (unzureichende Ablaufplangestaltung), fehlende persönliche Schutzausrüstung
Personenbezogene Faktoren: Unachtsamkeit, mangelnde Konzentration, Müdigkeit
Bei den Männern haben die personellen Faktoren den größten Anteil am Unfallgeschehen, gefolgt von den organisatorischen und technischen Faktoren. Anders bei den Frauen: Hier nehmen die technischen Faktoren der Unfallverursachung einen deutlich höheren Anteil ein und stellen die größte Risikogruppe dar.

Die Untergliederung der T-O-P-Gruppen nach einzelnen Ursachengruppen ergibt weitere konkrete Aussagen: Häufigste Ursachengruppe ist »Unachtsamkeit … Müdigkeit«. 35% aller Unfälle von Männern und 30% von Frauen gehen auf diese Ursache zurück. Erwähnenswert ist der relativ hohe Anteil (17%) der Unfälle bei Frauen, die auf die Verwendung ungeeigneter Messer zurückzuführen sind. Als nächsthäufige Ursachengruppen treten »mangelnde Kenntnis, fehlende Unterweisung« (13% bzw. 11%) sowie »unzureichend gehaltenes Schneidgut« (5% bzw. 11%) auf. Auch »Stress, Zeitdruck, Arbeitsaufkommen« ist als bedeutsame Ursachengruppe mit jeweils 7% bei Männern und Frauen zu erkennen.

Zusammenfassung
Unfälle in der Gastronomie mit handgeführten Messern sind keine Bagatellunfälle. Die Studie zeigte, dass die Dauer der tatsächlichen Arbeitsunfähigkeit mit durchschnittlich 7,4 Tagen je ärztlich behandlungsbedürftigem Unfall höher liegt, als aufgrund der ärztlichen Mitteilungen zu erwarten war. Diese Tatsache lässt die wirtschaftliche Bedeutung derartiger Unfälle erkennen.
Die Erkenntnisse aus der Studie bestätigen einerseits die bisherigen, auf Erfahrung langjähriger berufsgenossenschaftlicher Präventionsarbeit basierenden Maßnahmen zur Vermeidung von Schnittverletzungen. Andererseits lieferte die Studie weitere detaillierte Erkenntnisse, die konkreteren Handlungsbedarf bei folgenden Punkten aufzeigen:
geeignete Arbeitsmittel bereitstellen und benutzen
ergonomische Arbeitsplatzgestaltung berücksichtigen
Arbeitsablaufpläne optimieren
Mitarbeiter im professionellen Umgang mit Messern ausbilden
Bewusstsein für den sicheren Umgang mit handgeführten Messern fördern

Frau am Steuer, das wird teuer!

Europcar Schadensstatistik 2009: Frauen und Frankfurter sind die besseren Autofahrer, Berlin bleibt Schlusslicht im Städtevergleich

„Frau am Steuer, das wird teuer!“ – Ganz im Gegenteil, wie die aktuelle Auswertung der Europcar Schadenstatistik 2009 zeigt. Europas größter Autovermieter hat herausgefunden, dass Frauen hinter dem Lenkrad eines LKW deutlich geringere Schäden verursachen als Männer. Und auch in 2010 sind die sichersten Mietwagenfahrer in Frankfurt unterwegs.

Dass Frauen schlechte Auto- beziehungsweise LKW-Fahrer sind, ist ein Gerücht. Beide Geschlechter verursachen in etwa gleich viele Unfälle. Aber Mann sollte vielleicht überlegen, die Fahrt mit dem Miet-LKW künftig den Frauen zu überlassen, denn im Schadensfall wird es dadurch günstiger: Im Schnitt kosten die von Frauen verursachten Schäden gute 90 Euro weniger.

Die meisten Unfälle mit Europcar LKW ereignen sich in der ersten halben Stunde der Anmietung. Zu Anfang überwiegt beim Fahrer noch Respekt vor der Größe des Fahrzeugs, so fährt er gerade in den ersten Minuten entsprechend vorsichtig. Aber schon nach kurzer Eingewöhnung beginnen die meisten sich schnell zu sicher zu fühlen.

Daher kracht es in der zweiten Viertelstunde der Anmietung am häufigsten. Die Mehrzahl der Unfälle mit Europcar LKW sind Streif- und Parkschäden, die von einer falschen Einschätzung der Fahrzeugausmaße herrühren. Bei den Fahrern springt die Routine der normalen PKW-Fahrt an und sie vergessen zum Beispiel, dass der LKW einen größeren Kurvenradius benötigt. So überrascht es auch nicht, dass über 60 Prozent der Unfälle im ländlichen Raum stattfinden. Da in Städten ohnehin eine größere Aufmerksamkeit gefordert ist, beachten die Fahrer hier die LKW-Größe eher.

Um die Schadenszahlen weiter zu verringern hat Europcar zu Testzwecken zehn LKW mit Rückfahrkamera in die Flotte aufgenommen. Diese erleichtern den Fahrern das Manövrieren mit den unübersichtlichen Fahrzeugen und ergänzen das nach hinten begrenzte Sichtfeld der Seitenspiegel. Für das sichere Einparken mit dem LKW ist ein Einweiser aber – auch dem Gesetz nach – unerlässlich.

Insgesamt zeigt die Schadensstatistik eine erfreuliche Entwicklung: Trotz monatelangem Eis und Schnee, die sicheres Fahren zu einer echten Herausforderung machten, sind die Zahlen gegenüber 2009 zurückgegangen.

Wie schon im Vorjahr kommen die sichersten Mietwagenfahrer aus Frankfurt am Main, gefolgt von Düsseldorf und Stuttgart, die ihre Positionen jeweils gehalten haben. Einen großen Sprung nach vorn haben die Münchner gemacht, die sich von Platz acht in 2009 jetzt auf den vierten Platz vorgearbeitet haben. Das Spitzenquartett liegt auch über den durchschnittlichen Schadenszahlen aller Großstädte. Platz fünf und sechs belegen Dresden und Leipzig. Hamburg kommt in der Statistik auf den siebten Platz und Köln landet auf Platz acht. Diese Städte sind durch Münchens Sprung nach vorne um jeweils einen Platz im Ranking nach unten gerückt. Lediglich Berlin behält seine Position als Schlusslicht unter den deutschen Großstädten, hier treten die häufigsten Schäden an Mietwagen auf.

www.europcar.de

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Heimtückische Hausarbeit

Heimtückische Hausarbeit

Jährlich verletzen sich rund 52.900 Menschen in Österreich bei der Hausarbeit, zwei Drittel davon sind Frauen. Männer tragen aber das höhere Verletzungsrisiko – vor allem beim Kochen!

Der Bereich Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) hat vor kurzem untersucht, welchen Unfallgefahren Männer und Frauen bei der Hausarbeit ausgesetzt sind. „Die Untersuchung zeigt, dass sich rund 52.900 Menschen pro Jahr bei Haushaltsarbeiten wie Kochen, Putzen und Kinderbetreuung so schwer verletzen, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Knapp zwei Drittel dieser Unfälle (66%) entfallen auf Frauen“, sagt Bereichsleiter Dr. Rupert Kisser. Jede dritte verletzte Frau ist über 60 Jahre alt. Bezogen auf die Dauer der Tätigkeit im Haushalt haben aber Männer ein höheres Verletzungsrisiko.

Am gefährlichsten: Kochen und Putzen

Hausarbeit ist ein weites Feld scheinbar harmloser Tätigkeiten: Wohnungsreinigung, einkaufen, kochen, die Haustiere versorgen, Wäsche- und Pflanzenpflege, Kinderbetreuung und die Betreuung von Angehörigen zählen dazu. Die große Unfallhäufigkeit zeigt allerdings, dass diese Tätigkeiten nicht ganz ungefährlich sind. Von 52.900 Unfällen pro Jahr geschehen allein rund 79 Prozent beim Kochen oder Putzen. Damit ereignen sich jedes Jahr auf diese Art rund gleich viele Unfälle wie etwa in der Metallverarbeitungsindustrie und in Bauberufen zusammen, obwohl hier natürlich die Anzahl der Unfälle mit tragischem Ausgang höher ist.

Frauen machen doppelt so viel im Haushalt, aber Männer haben ein höheres Risiko

Frauen verbringen mit durchschnittlich rund 2.300 Stunden pro Jahr (entspricht 26% aller Stunden) mehr als doppelt so viel Zeit mit Tätigkeiten der Haushaltsführung als Männer (ca. 1000 Stunden pro Jahr). Der Großteil dieser Hausarbeit verteilt sich auf das Kochen und das Betreuen von Kindern, mit durchschnittlich mehr als 1.000 Stunden pro Jahr.

Männer betätigen sich unterdurchschnittlich aktiv im Haushalt und mit zunehmendem Alter nehmen diese Tätigkeiten noch weiter ab. Allerdings scheinen sich Männer bei der Hausarbeit um einiges ungeschickter anzustellen. Denn bezogen auf die geringe Zeit, die sie für Haushaltsarbeiten aufwenden, haben Männer ein um 20 Prozent höheres Verletzungsrisiko, vor allem beim Kochen!

Schnittwunden durch Küchenmesser

Vier von fünf Verletzungen entstehen durch Schnitte, Quetschungen und Stiche beim Kochen und Abwaschen oder aber durch Stürze, typischerweise beim Putzen. Dabei wird in knapp zwei Drittel aller Fälle (63%) ein Teil der oberen Extremitäten verletzt (weit voran Verletzungen an den Fingern mit 31%), Beine und Füße erleiden bei jedem fünften Unfall Schaden. Die häufigste Verletzungsart sind offene Wunden, die wiederum zum Großteil durch Unfälle beim Kochen entstehen, gefolgt von Knochenbrüchen und Prellungen, die sich die Personen beim Putzen oder anderen Hausarbeiten zuziehen. Verbrennungen und Verbrühungen erleidet man am ehesten beim Kochen.

Unter den Utensilien, die im Haushalt gefährlich werden können, ist das Küchenmesser das tückischste. Mit 9.300 Verletzungen pro Jahr liegt es weit vor anderen Gefahrenquellen wie Brotschneidemaschine, Gläserscherben und Herd. „Es klingt vielleicht paradox, aber ein scharfes Messer ist weit sicherer als ein stumpfes“, sagt Kisser. „Mit einem gut geschärften Messer wird weniger Druck ausgeübt und es besteht eine geringere Abrutschgefahr.“ Ebenfalls eine wirkungsvolle Präventivmaßnahme gegen den Schnitt in den Daumen: Der Krallengriff. Dabei wird das Schneidegut von oben erfasst und das Messer an den Fingern vorbei geführt – und der Daumen bleibt dran!

www.kfv.at

Scharfe Messer und gute Schleifsteine ab 29,90 Euro gibt es bei:
www.kochmesser.de