Jose Garces, Jose Mendin, Andreas Schreiner und Sergio Navarro

Norwegian Cruise Line stellt Dining-Highlights ihres Neubaus Norwegian Escape vor

Neue kulinarische Erfahrungen, ein einzigartiger Supper Club – die US-amerikanische Reederei Norwegian Cruise Line stellte auf einer Veranstaltung in New York weitere Highlights der Norwegian Escape vor, ihrem neuesten und größten Flottenmitglied. Die Norwegian Escape feiert im Oktober 2015 Premiere in Hamburg und kreuzt ab November 2015 ab Miami in die östliche Karibik.

Kulinarikfans werden von den neuartigen Gastronomiekonzepten der Norwegian Escape begeistert sein: Wesentlich beteiligt sind hier der mit dem James Beard Award ausgezeichnete Koch Jose Garces sowie die Gastronomen der The Pubbelly Restaurant Group aus Miami, Jose Mendin, Andreas Schreiner und Sergio Navarro. Neu auch die Bierhalle „The District Brewhouse“ und die Weinbar „The Cellars“.

„Auf der Norwegian Escape transformieren wir das kulinarische Erlebnis auf See und setzen unsere Tradition der Innovation fort, die das Thema Dining in der Kreuzfahrtindustrie revolutioniert hat“, sagte Drew Madsen, President und Chief Operating Officer bei Norwegian Cruise Line. „Wir bauen auf eine solide Basis aus Markenpartnerschaften, darunter Jimmy Buffetts Margaritaville, und nehmen neue Ideen und Geschmacksrichtungen preisgekrönter Küchenchefs hinzu. Norwegian wird zudem weiterhin führend im Bereich Unterhaltung sein – das zeigen wir auf der Norwegian Escape, indem wir zwei mit dem Tony Award ausgezeichnete Broadway-Musicals und ein postmodernes Kabarett direkt aus Los Angeles an Bord holen.“

Neue Dining-Konzepte von Jose Garces
Der mit dem James Beard Award ausgezeichnete Küchenchef Jose Garces präsentiert auf der Norwegian Escape gleich zwei Spezialitätenrestaurants – seine ersten auf See. Bekannt für seine Gastronomiekonzepte in Städten wie Philadelphia und Phoenix, bringt er seine von Lateinamerika inspirierte kulinarische Erfahrung an Bord, die von klassischen mexikanischen Gerichten bis zu kubanischen Spezialitäten reicht. Im „Bayamo by Jose Garces“ werden lateinamerikanische Gerichte mit kubanischem Einfluss in einem eleganten Speisesaal sowie im Freien auf The Waterfront serviert. Auf der Speisekarte stehen zum Beispiel Berenjenas, gebratene Auberginen mit Tomaten-Reis an einer Safran-Emulsion oder Bacalao Carbonizado, schwarzer Kabeljau mit einer Tintenfisch-Glasur, Safran und Reis mit Tomaten und Chorizo.

Die „Pincho Tapas Bar by Jose Garces“ überzeugt mit traditionellen spanischen Tapas à la carte in einem lebhaften, gemütlichen Ambiente. Die Tapas werden auf einer authentischen Plancha Grillplatte direkt an der Bar vor den Augen der Gäste zubereitet. Zur Wahl stehen unter anderem Tortilla Española, Boquerones und Jamón Ibérico.

Im Eingangsbereich des Bayamo findet sich die beliebte Sugarcane Mojito Bar, in der Gäste vor dem Abendessen bei Live-Latin-Musik aus verschiedenen Mojitos und Rum-basierten Cocktails wählen.

Food Republic
Auf der Norwegian Escape hält ein völlig neues Konzept Einzug bei Norwegian Cruise Line – die Food Republic bietet moderne und hochwertige Speisen aus aller Welt zum Probieren und Teilen. Gäste erleben in diesem à la carte Restaurant eine kulinarische Reise, angerichtet auf kleinen Tellern, die mit Aromen aus Asien über Mitteleuropa bis hin zum Mittelmeer den Gaumen erfreuen.

Geöffnet vom Mittag- bis zum Abendessen genießen Gäste der Food Republic beispielsweise Datteln mit Chorizo und geräuchertem Speck, würzigen Tomaten und Ziegenkäse-Creme. Die Bestellung erfolgt bequem über iPads und wird mittels der Kabinenkarte ausgelöst. Die frisch zubereiteten Gerichte werden direkt an den Tisch gebracht.

The District Brew House
Mit „The District Brew House“ bietet die Norwegian Escape eine angesagte, urbane Bierhalle, die es so noch nicht auf See gegeben hat – eine exklusive Partnerschaft mit der Brauerei Wynwood aus Miami macht es möglich. Ausgestattet mit einem Fassraum sowie einer Auswahl von 24 Bieren vom Fass und mehr als 50 verschiedene Flaschenbieren ist das The District Brew House der neue Treffpunkt für Bierliebhaber. Die Wynwood Brewing Company ist für ihr La Rubia Blonde Ale bekannt, das perfekt für das warme karibische Klima geeignet ist. Neben dem La Rubia Bier wird im The District Brew House auch exklusiv eine neue Biersorte der Brauerei serviert. Ein Menü mit einer Auswahl an Snacks ergänzt das Bier- und Getränkeangebot. Zu einem guten Bier darf das passende Entertainment nicht fehlen – interaktive Unterhaltung und die Gelegenheit zum Mitsingen bekannter Songs sowie ein traditioneller Fotoautomat, in dem Gäste Fotos aufnehmen und die bareigene Pinnwand gestalten können, runden das Erlebnis ab.

The Cellars, A Michael Mondavi Family Wine Bar
Die Norwegian Escape wird das Zuhause der ersten Weinbar der Reederei in Zusammenarbeit mit der Familie Michael Mondavi: The Cellars, A Michael Mondavi Family Wine Bar. Die Bar bietet sowohl Anfängern als auch Wein-Enthusiasten die Möglichkeit, Weine intensiv zu erfahren und legt den Fokus auf die Verkostung, Informationsvermittlung und den Genuss von Wein, begleitet von kleinen Snacks und Tapas à la carte. Die kuratierte Weinkarte umfasst 35 Rebsorten unter anderem aus der Toskana oder dem Napa Valley. Die Weinbar verfügt sowohl über einen eleganten Verkostungsraum als auch über einen Außenbereich auf The Waterfront mit Rundum-Blick aufs Meer. Ein zertifizierter Sommelier sorgt für die perfekte Beratung.

Carloʼs Bake Shop
An Bord genießen Kreuzfahrer à la carte köstliche Leckereien aus Carloʼs Bake Shop, unter anderem die berühmten Cannoli, Tiramisu sowie eine einzigartige Auswahl an Kuchen, Cupcakes und italienischem Gebäck.

Auch neue Entertainment Highlights
Die Norwegian Escape präsentiert im Escape Theater zwei mit dem Tony Award ausgezeichnete Broadway-Musicals. Das Hit-Musical „After Midnight“ kombiniert die Big-Band-Songs von Duke Ellington mit einer überwältigenden Jazz-Band und Tanzeinlagen in bester Broadway-Manier. Spitzen-Sänger, Tänzer und Stepptänzer bringen den berühmten Cotton Club aus Harlem auf See.

Erfolgreich am Broadway, in Las Vegas und auf Tour in den gesamten USA, erzählt das Musical „Million Dollar Quartet“ die Geschichte der einzigartigen Aufnahme-Session der Rock ʼnʼ Roll-Ikonen Elvis Presley, Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins. Am 4. Dezember 1956 versammelten sich die vier jungen Musiker bei Sun Records in Memphis zu einer der legendärsten Jam-Sessions aller Zeiten. „Million Dollar Quartet“ bringt diese Nacht mit Hits wie „Blue Suede Shoes“, „Fever“, „Great Balls of Fire“ oder „Walk the Line“ auf die Bühne.

www.ncl.de
In einem exklusiven Konzept für die Norwegian Escape wurde der klassische Supper Club für eine unvergessliche Dinner-Show neu erfunden. „For the Record“ ist eine Hollywood-Nacht, die klassische Soundtracks großer Kino-Meisterwerke in einem 360 Grad postmodernen Kabarett feiert. Gäste verbringen den Abend mit einem Intellektuellen, einem Athleten, einem Verrückten, einer Prinzessin und einem Verbrecher in einer Retrospektive der John Hughes Teenager-Filme aus den 1980er Jahren: „Das darf man nur als Erwachsener“, „L.I.S.A – Der helle Wahnsinn“, „Der Frühstücksclub“, „Pretty in Pink“ und „Ferris macht blau“.

Stefan Hermann kocht eine Soljanka

Der Dresdner Sternekoch Stefan Hermann kreiert zum großen Jubiläum eine würzige Soljanka

Wenn am 9. November 2014 das 25-jährige Jubiläum des Mauerfalls und damit der Grenzöffnung Deutschlands gefeiert wird, schaut die ganze Welt auf die Bundesrepublik. Denn der Tag, an dem Geschichte geschrieben wurde, hat für viele Menschen eine ganz besondere Bedeutung. Auch Sternekoch und Unternehmer Stefan Hermann erinnert sich an diesen Tag im Jahr 1989, als wäre es gestern gewesen. Als plötzlich die Meldung der Grenzöffnung im Radio lief, wurde in seinem damaligen Betrieb spontan mit Kollegen, Gästen und Nachbarn gefeiert. Damals ahnte er noch nicht, dass er eines Tages in Dresden sesshaft werden würde. Doch schon bald zog es ihn für eine erste Stippvisite in die neuen Bundesländer. Dabei lernte er ein Gericht kennen, das er über die Jahre zu lieben gelernt hat: eine kräftig-würzige Soljanka.

Zum großen Jubiläum hat Stefan Hermann nun seine ganz persönliche Soljanka kreiert und in das Sortiment seines Feinkostladens aufgenommen. Die mit frischen Zutaten und in liebevoller Handarbeit zubereitete Suppe wird dort den ganzen November lang in Einmachgläsern zum Preis von 14 Euro angeboten. Ein Glas beinhaltet zwei Portionen Suppe. Wer nicht aus Dresden kommt, kann die Soljanka auch im Onlineshop www.bean-and-beluga.de/Feinkostladen bestellen und nach Hause liefern lassen. Dresdner und Besucher der Stadt haben außerdem die Möglichkeit, vom 1. bis zum 16. November in Hermanns zweitem Restaurant william das Menü „Tag der deutschen Einheit“ zu genießen, in dem „Himmel un äd“ als Vorspeise, Soljanka im Zwischengang, ein sächsischer Sauerbraten als Hauptspeise und – wie es sich für Dresden gehört – einer Eierschecke zum Dessert serviert werden. Und wer gern selbst kocht, der kann Hermanns‘ Kreation natürlich auch zuhause nachkochen.

Das Rezept für vier Personen
Zutaten
150 g     Rindfleisch
40 g     Fleischwurst
15 g     Gewürzgurken
15 g     Gemüsezwiebeln
100 g     frische rote Paprika
100 g    frische gelbe und grüne Paprika
120 g     Fleischtomaten
60 g     passierte Tomaten
150 ml    Fleischbrühe
10 g     Paprikapulver
5 g             Speisesalz
2 g             weißer Pfeffer
15 g     Kapern
                Saft und Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
10 ml     Rapsöl
20 g     Créme Fraîche
 
 
Zubereitung
Zur Vorbereitung das Fleisch, die Fleischwurst und die Paprika in feine Streifen, Gewürzgurken und Tomaten in Würfel und Zwiebeln in Ringe schneiden.

Das Fleisch in heißem Öl anbraten. Danach die Zwiebeln dazugeben und kurz anschwitzen. Die Tomaten hinzugeben und mit passierten Tomaten und der Fleischbrühe auffüllen. Ca. eine Stunde leicht köcheln lassen. Paprikastreifen und Gewürzgurken hinzufügen, alles vermischen und noch einmal für ca. 20 Minuten leicht köcheln.

Paprikapulver, Saft und Schale der Zitronen sowie Kapern hinzugeben. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren Créme Fraîche reichen.

Patrick Gebhardt, Hamburg

Mit dem Restaurant „Fillet of Soul“ bieten die Deichtorhallen Hamburg im „Haus der Photografie“ neben Kunstgenuss und Fotokunst seit Jahren auch erfrischende Kochkunst an.

Kreativ, innovativ und unverkrampft – das Konzept des „Fillet of Soul“
Hinter der verglasten Front des Gebäudes erwartet den Gast sympathisch-rustikales Ambiente. Das Speisenangebot des Tages präsentiert sich handgeschrieben auf unübersehbaren Kreidetafeln. Gleich darunter – vor den Augen der Gäste – arbeitet das Team von Küchenchef Patrick Gebhardt: Die Küche ist offen. Jeder kann sehen, wer hier was verarbeitet: zu Gegrilltem und Burger, zu Delikatessen und Soul Food, zu leckeren Überraschungen aus der deutschen, italienischen und französischen Küche. In den Sommermonaten können die Gäste die Kochkunst des Fillet of Soul auch auf der Terrasse im Innenhof der Deichtorhallen genießen. Preislich befindet sich das Fillet of Soul im angenehmen und bezahlbaren Bereich.

Die Speisekarten des Küchenchefs
Der fast täglich wechselnde Mittagstisch bietet gleichermaßen leichte Gerichte wie Handfestes aus der Cross-over-Küche. So hat der Gast als Hauptgericht beispielsweise die Wahl zwischen Königsberger Klopsen in Sauce Hollandaise oder gebratener Lachschnitte mit Teryakisause, Süßkartoffel-Tempura und Pak Choi. Liebt er die italienische Küche, kann ihn möglicherweise Putenbrust mit Thunfischcreme, getrockneten Tomaten und Kapernäpfeln erwarten. Steht im der Sinn nach einer „Kleinigkeit“, findet er einen mediterranen Tomaten-Brotsalat mit gebratenem Scampispieß oder Elsässer Flammkuchen mit allem was dazugehört.

Zum Kaffee bietet das Fillet of Soul belgische Waffeln mit Früchten oder Eis und hausgemachten Kuchen. Für den kleinen Hunger zwischendurch steht eine Bistrokarte zur Verfügung.
Ein Abend im Fillet of Soul könnte mit einer Petersiliencreme-Suppe mit gebratenem Pulpo oder gebratener Putenbrust mit geschmortem weißen Spargel und Morchelrahm beginnen. Der Zwischengang bleibt eine Überraschung – der Service weiß mehr. Als Hauptgericht empfiehlt der Küchenchef möglicherweise gebratene Poulardenbrust mit gebackener Polenta, Birne, Bohnen und Pancetta-Speck oder Kabeljau mit zweierlei Blumenkohl und Curryschaum. Zu den Klassikern der Abendkarte gehören Rinderfilet oder Ribeyesteak vom Oldenburger Premium Dry Aged Beef und die Currywurst „Soulstyle“. Als Desserts steht unter anderem „The Milke Way“ – Vanille-Milchreis, Hofmilcheis, Rhabarber und weiße Schokolade – zur Wahl. Gäste, die es spannend lieben, können auf das „Überraschungsmenü“ mit drei Gängen zugreifen. Die passenden flüssigen Begleiter findet der Gast in der liebevoll zusammengestellten Weinkarte.

Patrick Gebhardt – Küchenchef und Mitinhaber
Seine Ausbildung absolvierte Patrick Gebhardt von 1988 bis 1991 im Restaurant „Alte Gilde“ in Bonn. Bis 1998 baute er seine Karriere als Commis de Cuisine im „Amici“ in Bremen und „Le canard“ in Hamburg, als Chef Desaucier im „Nassauer Hof“ und Demi-Chef de Entremetier in der „Ente vom Lehel“ in Wiesbaden sowie als Chefpatissier im „Steinheuer’s Restaurant“ in Bad Neuenahr aus. Im Jahr 1998 zog es ihn wieder nach Hamburg. Hier als Chef Saucier im Hotel „Vier Jahreszeiten“, als Souschef im „Restaurant Engel“, als Chef de Cuisine im „Darling Harbour“ und letztendlich zu Tim Mälzer als Chef de Cuisine für das „Weiße Haus“. Seit April 2005 führt er das Restaurant „Fillet of Soul“ mit dem angeschlossenen Fillet of Soul Catering Service http://www.fillet-of-soul.de/catering/ .

Das Fillet of Soul“ ist am Montag von 11:00 bis 15:00 Uhr, von Dienstag bis Sonnabend von 11:00 bis 00:00 Uhr und am Sonntag von 11:00 bis 18:00 geöffnet.

Foodstyling Milchprodukte

Jeder kennt es: Beim Kochen und Backen hält man sich akribisch an das Rezept, doch das Ergebnis sieht trotzdem nie so aus wie das entsprechende Bild im Kochbuch. Grund dafür ist, dass die Fotos meist in stundenlanger Arbeit entstehen.

Foodstylisten und Fotografen arbeiten eng zusammen, um das perfekte Foto zu erzielen: Das fertige Gericht soll frisch und appetitanregend aussehen. Dabei arbeiten Foodstylisten mit zahlreichen Tricks. Ein Beispiel: Damit ein Salat nicht in sich zusammenfällt, enthält er in der Mitte oft einen Apfel oder ein Stück Knete. Darum und darüber drapiert der Stylist dann den eigentlichen Salat. So kann er Blätter, Tomaten und weitere Zutaten einzeln mit Zahnstochern ausrichten und feststecken.

Tipps der LVBM fürs Anrichten von Milchprodukten

So spannend das alles ist – alltagstauglich ist Foodstyling eher nicht. Doch auch Hobbyköche können einige Styling-Tricks für ihre Fotoposts anwenden, um den Speisen den letzten Schliff zu geben:

· Cremiger Frischkäse lässt sich mit Hilfe eines Eislöffels zu Kugeln formen. Mit Kräutern und essbaren Blumen verziert, wirkt die runde Käsemasse schnell und einfach ansprechender als nur in der Packung serviert.
· Heiße Reisgerichte, wie Milchreis und Risotto, sollte man innerhalb weniger Minuten anrichten – sonst bildet sich eine unschöne Haut.
· Perfekter Milchschaum für Cappuccino und Co. sollte cremig sein, weder zu flüssig noch zu fest. Milch mit reduziertem Fettgehalt, die auf maximal 60 Grad Celsius erhitzt wurde, schäumt besonders gut.
· Farbige Accessoires, wie gelbe Mango, rote Kirschen oder grünes Basilikum verleihen dem Bild Kontraste und unterstreichen die Frische eines Gerichts.
· Als dekoratives Beiwerk eignen sich einzelne Zutaten: locker um den Pasta-Teller werden frische Tomaten, Hartkäse & Co. drapiert.
· Weniger ist mehr: auf den abgebildeten Tellern sollte nur kleine Portionen angerichtet sein, das wirkt feiner.

Auberginen

Auberginen sind ideal für die leichte Sommerküche und können abwechslungsreich zubereitet werden. Das kalorienarme Fruchtgemüse schmeckt zu Couscous, als gegrillte Antipasti, in Gemüsespaghetti und zu Lasagne. Bekannt ist die orientalische Auberginenpaste Babaganoush mit Sesammus, Knoblauch und Zitronensaft. Der cremige Dip passt gut zu Gemüse, Lamm und Baguette. Die „Eierfrucht“ kann man auch mit Hackfleisch, Reis, Bulgur oder Gemüse füllen. Dazu wird das Gemüse einfach halbiert, das Fruchtfleisch herausgetrennt, mit der Füllung gemischt und herzhaft mit Käse überbacken. Das milde bis leicht pikante Aroma der Aubergine passt gut zu Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten und mediterranen Zutaten wie Olivenöl und Feta. Zudem darf das fleischige Gemüse in Mittelmeerklassikern wie Ratatouille und Moussaka nicht fehlen.

Wer Aubergine ohne Schale zubereiten möchte, kann sie entweder schälen oder wie Tomaten brühen. Es ist auch möglich, sie im Ofen für 20 Minuten bei 200 °C zu grillen und anschließend die blasige Haut mit einem Messer abzuziehen. Mit ein paar Spritzern Zitronensaft oder Öl bleibt das Fruchtfleisch auch beim Kochen schön weiß. Roh sollte die Aubergine nicht gegessen werden, da sie den schädlichen Inhaltsstoff Solanin enthalten kann. Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden können die Folge sein.

Auberginen sind vermutlich in Ostasien beheimatet. Die ursprüngliche Aubergine war gelblich-weiß gefärbt und erinnerte an ein Hühnerei – daher auch der Name „Eierfrucht“. Sie sind Nachtschattengewächse ( Solanaceae ) und eng mit Tomaten und Kartoffeln verwandt. Die Haut ist meist rot- bis schwarzviolett gefärbt, glatt, fest und glänzend. Im weißen Fruchtfleisch befinden sich weiche Kerne, die mitgegessen werden können. Das Gemüse besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und ist daher äußerst kalorienarm. Es enthält B-Vitamine, Folsäure und ist reich an Mineralstoffen wie Kalium.

Nur reife und frische Auberginen gehören in den Einkaufskorb. Frische Früchte erkennt man an der glatten, glänzenden Haut und dem knackigen grünen Stiel. Ist sie reif, gibt die Schale auf leichten Daumendruck etwas nach. Weist das Fruchtfleisch braune Flecken auf, ist das Gemüse zu lange gelagert worden oder überreif.
Heike Kreutz, www.aid.de

Leichte Küche ohne Reste

Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, sich gesünder und bewusster zu ernähren und eingeschliffenen Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen. 47 Prozent der Deutschen möchten sich laut einer Forsa-Umfrage dieses Jahr gesünder ernähren. Vor allem in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern steht gesunde und leichte Kost vermehrt auf dem Speiseplan. Vergangenes Jahr ermittelte die Forsa, dass die Bundesbürger in dieser Zeit am liebsten auf Alkohol verzichten wollten (71 %), gefolgt von Süßigkeiten (66 %) und Fleisch (42 %).
 
Doch gerade Leichtes und Gesundes, das in der Fastenzeit auf den Tisch kommen sollte, landet oft in der Tonne: In Deutschland werfen die Menschen pro Kopf jährlich rund 36 Kilogramm Obst und Gemüse weg. Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigt, was jeder dafür tun kann, damit weniger Lebensmittel in den Abfall wandern. Denn durch richtige Lagerung und geschickte Resteverwertung von klassischen Zutaten der leichten Küche wie Fisch, Gemüse, Pilzen, Obst, Säften und Tees kann man Nahrungsmittel vor dem Müll retten.
 
Obst und Gemüse – nicht alle Sorten mögen es kühl
Beim Obst gilt die Faustregel: Heimisches liebt es kühl, Exoten mögen es warm. Nur Feige und Kiwi fühlen sich im Gemüsefach des Kühlschranks wohl und fast alle Gemüsesorten. Zu den prominentesten Ausnahmen dieser Regel gehören Aubergine, Tomate, Kartoffel und Kürbis. Wichtig bei der Lagerung der saisonalen Salatsorten Chicorée, Chinakohl und Feldsalat: Sie reagieren empfindlich auf das Reifegas Ethylen, das einige Obst- und Gemüsesorten absondern. Es sorgt dafür, dass anderes Gemüse und Obst schneller altert und verdirbt. Man sollte einzelne Sorten deshalb getrennt voneinander lagern. Das Reifegas kann man aber auch bewusst zum Nachreifen nutzen. Dazu legt man unreife Avocados und Kiwis bei Raumtemperatur neben Tomaten oder Äpfel und deckt sie locker mit einer Plastiktüte ab. So werden die Früchte schneller reif.
 
Wie lange hält Fisch?
Fisch ist leicht verderblich: Sein hoher Wassergehalt und Eiweißanteil sowie die lockere Struktur seines Bindegewebes machen ihn anfällig für Bakterien. Frischen Fisch sollte man daher unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und nach maximal einem Tag essen. In einer Glas- oder Porzellanschale und mit Frischhaltefolie abgedeckt, gehört er an die kälteste Stelle im Kühlschrank, auf die Abdeckplatte des Gemüsefachs. Gegarter Fisch hält dort ein bis zwei Tage, geräucherter Fisch lässt sich im Kühlschrank zwei bis vier Tage aufbewahren. Beim Einfrieren gilt die Faustregel: Fetter Fisch wie Aal hält etwa zwei Monate, magerer fünf Monate. Und: Nur Frisches tiefkühlen. Auftauen lässt er sich bei Zimmertemperatur in ein bis zwei Stunden.
 
Meerestiere: Mit diesen Tipps lässt sich Frische prüfen
Frische Muscheln lassen sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Am besten transportiert  man sie in einer Kühltasche vom Einkauf nach Hause. So wird die Kühlkette nicht unterbrochen. Achtung: Rohe, geöffnete Muscheln sollten sich schließen, wenn man damit auf eine feste Unterlage klopft. Gehen sie nicht zu, gehören sie nicht auf den Teller. Beim Kochen müssen sich Muscheln allerdings öffnen. Was geschlossen bleibt, darf man nicht essen. Einfrieren sollte man die Meerestiere nur gegart, sonst verlieren sie ihr Aroma. Garnelen halten gekühlt bis zu zwei Tage. Aufbewahren lassen sie sich im Kühlschrank auf der Abdeckplatte des Gemüsefachs bei 0 bis 4 °C. Tiefgefroren halten sie bis zu einen Monat lang. Verdorbene Exemplare erkennt man am weichen, leicht grünlichen Fleisch, das salmiakähnlich riecht. Sie zu essen kann lebensgefährlich sein.
 
Pilze lieben es luftig
Pilze sind in der leichten Küche eine Alternative zu Gemüse und Fisch. Auch sie sind wegen ihres hohen Wassergehalts anfällig für Bakterien. Frische Pilze haben festes Fleisch ohne Verfärbungen und geschlossene Hüte. Sie mögen es kühl, trocken – und luftig. Sie gehören also nicht in verschweißte Plastikverpackungen oder fest schließende Behälter. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie ein bis zwei Tage frisch. Reste von Pilzgerichten sollte man nach dem Kochen schnell abkühlen lassen. Sie können auf der Abdeckung des Gemüsefachs im Kühlschrank einen Tag aufbewahrt werden. Wichtig beim Aufwärmen: Auf mindestens 70°C erhitzen. Blanchierte Pilze kann man bis zu sechs Monate einfrieren. Man sollte sie danach noch gefroren verarbeiten, sonst werden sie matschig.
 
So bleibt Tofu länger frisch
Angebrochener Tofu ist in Frischhaltefolie gewickelt oder in einem dicht schließenden Behälter zwei bis drei Tage haltbar. Bis zu einer Woche lässt sich Tofu aufbewahren, wenn er in eine Schüssel mit Wasser gelegt, diese mit einem Deckel oder mit Klarsichtfolie abgedeckt wird.
 
Haltbarkeit von Wasser und Säften verlängern
Besonders wichtig beim Fasten: Viel Gesundes trinken. Fruchtsäfte sollte man innerhalb kurzer Zeit aufbrauchen. Wer sie frisch halten will, trinkt nicht direkt aus der Flasche und bewahrt diese nach dem Öffnen mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank auf. Sonst können sich schnell Keime bilden und das Getränk fängt an zu gären oder zu schimmeln. Teeblätter fühlen sich im Trockenen bei kühlen Temperaturen wohl. Sind sie aromatisiert, sollte man sie schnell aufbrauchen, weil sich ihr Aroma im Laufe der Zeit verändern kann.
 
Leichte Rezepte für beste Reste
Übrig gebliebene Zutaten der leichten Küche lassen sich auch gut zu leckeren Gerichten verarbeiten. Gemüseabschnitte eignen sich etwa für ein Rezept von Starkoch Christian Henze: Penne mit Antipasti-Soße.
Penne mit Antipasti-Soße (von Christian Henze)
Zutaten: 500 g Penne (oder andere Nudeln), Meersalz, Gemüsereste (z. B. 1 kleine Zucchini,
½ Aubergine, 1 rote Paprikaschote), 1 kleine Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 5 EL gutes Olivenöl, 200 g passierte Tomaten, 2 EL Essig (evtl. heller Balsamicoessig), 1 TL Kapern, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 5 EL Parmesan (frisch gerieben), etwas Blattpetersilie (oder andere Kräuter)
Zubereitung: Die Penne in Salzwasser al dente kochen und in ein Sieb abgießen. Zucchini und Aubergine waschen. Paprikaschote waschen und putzen, die Zwiebel abziehen. Das Gemüse und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Knoblauch abziehen und fein schneiden. Das Öl erhitzen und das Gemüse, die Zwiebel und den Knoblauch darin anbraten. Passierte Tomaten hinzufügen, Essig und Kapern einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Fünf Minuten köcheln lassen. Die Soße abschmecken, mit den Nudeln mischen, auf Tellern anrichten und mit dem Parmesan bestreuen. Mit grob geschnittener Blattpetersilie garnieren.

Weitere Rezepte für beste Reste enthält die App Zu gut für die Tonne! Darüber hinaus bietet sie Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie einen interaktiven Einkaufsplaner. Sie ist gratis im AppStore und bei GooglePlay erhältlich: www.zugutfuerdietonne.de/app

 

La Tomatina

Die Tomatenschlacht von Buñol am 28. August nähe Valencia

Die Tomatenschlacht von Buñol ist mittlerweilen in ganz Europa bekannt. Der Ursprung der „tomatina“, an der unzählige Besucher aus nah und fern mitwirken, geht auf einen Streit zwischen Jugendlichen im Jahr 1945 zurück. Seit damals wird die fröhliche Schlacht alljährlich ohne Ausnahme neu ausgefochten. Buñol ist eine 9.000 Einwohner zählende Kleinstadt, die knapp 40 km von Valencia entfernt liegt.

Am letzten Mittwoch im August, in diesem Jahr am 28. August, bewerfen sich jedes Jahr auf´s Neue unzählige „Schlachtenbummler“ mit Tomaten und freuen sich wie Kinder über ihre Treffer auf alles, was sich ihnen in den Weg stellt.

Das Fest beginnt um 9 Uhr morgens auf dem Dorfplatz mit einem kräftigenden Frühstück. Vor dem Rathaus werden Gebäckstücke verteilt und langsam füllt sich der Platz mit Menschen. Vor der Schlacht wird ein enormer, mit Seife beschmierter Balken aufgebaut, an dessen oberen Ende ein Schinken befestigt ist. Die Wagemutigsten versuchen unter allgemeiner Heiterkeit den glitschigen Balken hinaufzuklettern und sich den Preis zu sichern. Über die Festbesucher, die sich auf die Schlacht vorbereiten, ergießt sich Wasser aus Kübeln, die von den anliegenden Balkonen aus ausgeschüttet werden. Der Startschuss für die Schlacht fällt um elf Uhr und am Ende der Straße erscheint bereits der erste mit „Munition“ beladene Lastwagen. Mit lautem Hupen kündigt er seine Ankunft an. Die auf dem Anhänger mitfahrenden Personen beginnen die ersten Tomaten zu schmeißen. Endlich hält der Laster an und lädt seine Ladung ab. In diesem Moment stürzt sich die Menge auf die Tomaten, um sich mit „Geschossen“ zu versorgen. In Sekundenschnelle färbt sich alles ringsum rot. Immer weitere, mit Tomaten beladene Lastwagen rollen an, bis eine Stunde später, um 12 Uhr, zum zweiten Mal ein Schuss ertönt, der das Ende der Schlacht signalisiert. Nun ist es Zeit für die langwierige Aufgabe, mit Wasserschläuchen die mutigen Teilnehmer abzuspritzen, die bereits an das Tomatenfest im kommenden Jahr denken.

In diesem Jahr müssen diejenigen, die an der Tomatina teilnehmen möchten, zum ersten Mal Eintrittskarten im Vorverkauf erwerben. Da das Fest immer erfolgreicher wurde und die Teilnehmerzahl stetig anstieg, ist die Gemeindeverwaltung aus Gründen der Sicherheit dazu übergegangen, den Zutritt zu einem der größten Volksfeste der Region Valencia zu limitieren. 20.000 Eintrittskarten stehen insgesamt zur Verfügung. Davon werden 15.000 zum Preis von 10 Euro für das einfache Ticket über das Internet online vertrieben. 5.000 Karten erhalten die Einwohner von Buñol kostenlos.

Auf der neu kreierten Website können die Karten erworben werden. Interessenten haben die Wahl zwischen der einfachen Zugangsberechtigung in Höhe von 10 Euro bis hin zur Luxusteilnahme im VIP-Bereich zum Preis von 150 Euro. Die Verteilung der Tickets erfolgt in Form von “prints at home”, die einige Stunden vor dem Fest in Armbänder ausgetauscht werden, die an verschiedenen Verteilungspunkten der Stadt ausgegeben werden. Man kann auch Tickets erwerben, die die Busfahrt, T-Shirt und die Verpflegung in Buñol einschließen. Ein eigens geschaffenes Areal ermöglicht es auch Menschen mit Behinderungen und ihre Begleiter, die Tomatina zu genießen.

Tomatina-Begeisterte finden auf der neuen Webseite neben Videos und Bilder über die Tomatina auch Informationen zu den touristischen Attraktionen von Buñol. Spiele wie das „Tomatina Training“ garantieren die richtige Vorbereitung.

www.latomatina.info

Bulgariens Küche erleben

Die Küche Bulgariens stellt für viele Deutsche unbekanntes Terrain dar. Vielleicht hilft nun ein Besuch der Villa Gella die landestypischen Gaumenfreuden kennen und lieben zu lernen?
Die private Villa mit sechs Zimmern thront auf 1.750 Metern Höhe inmitten des Rhodopegebirges, der angeblichen Geburtsstätte des legendären Orpheus, einem Sänger und Dichter aus der griechischen Mythologie. Gäste des Refugiums erwartet eine traditionsgemäß mediterrane Esskultur, die durch osmanische und asiatische Raffinessen verfeinert wird. Neben dem hauseigenen Kräutergarten sorgen zahlreiche lokale Landwirtschaftsbetriebe für die Zulieferung qualitativ hochwertiger Lebensmittel.

Aus der hoteleigenen Herstellung stammen Brote, Butter, Joghurt und Käse. Bulgarische Rezepte kommen meist in Form von Drei- bis Vier-Gänge-Menüs auf den Tisch. Als Vorspeise werden häufig saisonale Salate wie der traditionelle Shopska Salat serviert, der aus Salatgurken, Tomaten, Paprika, Peporoni und Schafskäse besteht.
Andere Appetizer wie landestypische Sarmi, bei denen es sich um Weinblätter gefüllt mit Reis, Nüssen oder Fleisch handelt, machen Lust auf mehr. Auch den auf einem Geheimrezept beruhenden Avocado-Salat sollten sich Gäste nicht entgehen lassen. Gegrilltes Gemüse, gedämpfte Bachforelle, Wein-Kebab, bulgarisches Musaka, auf heißem Stein zubereitete Fisch- und Fleischgerichte, pochierte Eier in Joghurt mit Petersilie, Pastetchen sowie in Tonkrügen gekochtes, mit Käse überbackenes Gemüse machen den Hauptgang zu einem Fest der Sinne.
Das große kulinarische Finale erfolgt durch Desserts wie süßen Joghurt mit Wildbeeren, einem bulgarischen Kürbis-Strudel namens Tikvenik oder Baklava. Die Miete der Villa Gella liegt bei zirka 9.200 Euro für 12 Personen pro Woche. Weitere Informationen zur Villa unter www.villagella.com oder telefonisch unter +359 888 566 872.

Grüne Woche Berlin startete heute

„Die Menschen in Deutschland essen und trinken gerne. Ich finde, das ist ein guter Charakterzug.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Auftakt ihres Eröffnungsrundgangs auf der Grünen Woche 2013

Mit einem symbolischen Schnitt durch ein grün-gelbes Band hat Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag in Berlin die 78. Internationale Grüne Woche für das Publikum freigegeben. Sie lobte bei ihrem Rundgang über das Ausstellungsgelände in Berlin am Freitag die Landwirtschaftsausstellung als „Drehscheibe für den internationalen Austausch über Qualität, über Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit“. Beim Durchschneiden halfen ihr Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, deren niederländische Kollegin Sharon Dijksma und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit. Die Niederlande sind 2013 das Part-nerland der Grünen Woche, an der sie zum 60. Mal teilnehmen. Mit Merkel eröffnete seit 30 Jahren zum ersten Mal wieder ein deutscher Regierungschef die Agrarmesse. Es sei ihr wichtig, dass die Besucher, „gerade auch die Kinder“, unter dem Funk-turm sähen, wie die Nahrungsmittel entstünden. „Angesichts der globalen Ernährungsfragen“ sei die Grüne Woche aber auch zunehmend zum „Sammelpunkt der internationalen Gemein-schaft“ geworden, sagte die Kanzlerin und wies darauf hin, dass Aigner am Wochenende mehr als 80 Kolleginnen und Kollegen zum Berliner Agrarministergipfel empfangen wird.

Holland garniert Eröffnungsfeier mit stimmungsvollem Showprogramm

Die Leistungsstärke der Landwirtschaft in Europa und die Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel, standen im Mittelpunkt der agrarpolitischen Reden der Eröffnungsfeier der 78. Grünen Woche im ICC Berlin. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsfeier von Künstlern aus dem diesjährigen Partnerland Niederlande, die bekannte Volkslieder und moderne Stü-cke in landestypischer Atmosphäre präsentierten.

Sharon Dijksma , Landwirtschaftsministerin der Niederlande, hob die Atmosphäre auf der weltgrößten Verbrauchermesse hervor und appellierte, in politischen Fragen der Nachhaltig-keit und Qualität landwirtschaftlicher Produkte noch enger zusammenzuarbeiten. „Die Grüne Woche ist Landwirtschaft, Qualität und Zukunft.“

Ilse Aigner , Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, forderte die Europäische Kommission auf, bei ihren Reformbemühungen für noch mehr Umwelt-schutz die bisherigen Leistungen der Landwirte mehr zu berücksichtigen. „Mehr Umwelt in der Agrarpolitik ja, aber bitte bei Anerkennung der bisher erbrachten Leistungen.“

Joachim Rukwied , Präsident des Deutschen Bauernverbandes, unterstrich die guten Erfah-rungen, die die Landwirte mit dem schrittweisen Abbau von staatlichen Marktstützen und der Entkoppelung des Direktausgleichs gemacht hätten. Er forderte Brüssel auf, keine weiteren Produktionsflächen stillzulegen. „Dies verträgt sich nicht mit den Zielen der Energiewende in Deutschland und Europa.“

Jürgen Abraham , Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, verwahrte sich gegen Versuche, den Konsum politisch lenken zu wollen. „Allen Diskussio-nen, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel zu erhöhen, erteile ich hiermit eine klare Absage:“

Klaus Wowereit , Regierender Bürgermeister von Berlin, hieß die Niederlande aufs Herzlichs-te Willkommen. „Wir freuen uns besonders über die Blumenpracht und sind sicher, dass Sie uns beweisen, welche herrlichen Köstlichkeiten unser Nachbarland zu bieten hat.“

Raimund Hosch , Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, sagte, dass die Regionalität von Lebensmitteln großes Vertrauen beim Verbraucher genieße. „Die Grüne Wo-che zeigt, dass sich Regionalität und Internationalität nicht ausschließen.“

Waite: 2014 wird Übergangsjahr für Direktzahlungen

„2014 wird ein Jahr des Übergangs, was die Direktzahlungen an die Landewirte betrifft“, sagte Roger Waite, Sprecher des EU-Kommissars für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, bei einem Pressegespräch der International Federation of Agriculture Journalists (IFAJ) während der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Selbst wenn sich die Mitgliedsstaaten wie ge-plant im Juni auf die entsprechende Reform der gemeinsamen Agrarpolitik einigen, sei diese bis zum Beginn des kommenden Jahres nicht mehr umzusetzen, sondern erst zum 1. Januar 2015. So würden die Zuschüsse 2014 nach den alten Vergaberichtlinien, aber unter dem neuem Budget des Multinational Financial Framework (MFF) 2014-2020 gezahlt werden. Der jüngste Vorschlag von Ratspräsident Herman van Rompuy sieht für die Periode ein Direktzahlungsbudget von 277,85 Milliarden Euro vor, das sind 8,9 Prozent weniger als für den Zeit-raum 2007-2013.

63 verschiedene Tomatensorten – und ein besonderer Cocktail

Qualität wächst in Holland – und in Deutschland. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Ange-la Merkel und die niederländische Landwirtschaftsministerin Sharon Dijksma anlässlich der Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2013 in der Holland-Halle verständigt. Neben dem legendären holländischen Käse sind es vor allem Tomaten, die in diesem Jahr im Mittelpunkt der Obst- und Gemüsepräsentation stehen. Es gibt 63 verschiedene Tomatensorten in unterschiedlichen Farben – sogar in Pink, die besonders in China beliebt sind. Alle ha-ben andere Eigenschaften: Große eignen sich für Suppen, kleine als Snack. Die kleinsten Tomaten der Welt wiegen gerade mal zwei Gramm, die größten hundert Mal so viel. Wer sich vom guten Geschmack holländischer Tomaten überzeugen will, sollte einmal einen speziell kreierten Cocktail aus einem Dutzend Cherry-Tomaten probieren. Dazu wird der Inhalt einer handelsüblichen Packung Tomaten durch ein Handtuch gepresst. Auf diese Weise bleibt nur das klare Tomatenwasser erhalten. Es kann mit wenig Gewürzen verfeinert oder pur getrunken werden – und sorgt damit regelmäßig für eine Überraschung: Denn intensiver und leckerer lassen sich Tomaten nicht genießen. Zudem ist ein kleines Glas dieser Tomaten-Essenz das beste Mittel gegen eine Erkältung im Berliner Winter. Alles Wissenswerte über Tomaten erfahren die Messebesucher am Obst- und Gemüsestand in der Holland-Halle.

Ministerin Dijksma: Niederlande steigerten Agrarexport um 4,5 Prozent

„Das Jubiläum unterstreicht die innige Verbindung beider Länder in der Agrarpolitik“ sagte Sharon Dijksma, neue Landwirtschaftsministerin der Niederlande. Das Nachbarland ist bereits seit 60 Jahren auf der Grünen Woche vertreten. Trotz Wirtschaftskrise haben die Niederlande ihren Agrarexport im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 75,4 Milliarden Euro steigern kön-nen. Deutschland ist dabei mit rund 19,4 Milliarden Euro – einem Gesamtanteil von 26 Prozent – der „weitaus wichtigste Handelspartner“, so die Politikerin. Bisher gehen die Produkte überwiegend nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, insbesondere in Süddeutsch-land möchte man den Marktanteil steigern.

BMELV-Sonderschau: Durchblick für Verbraucher

Sie fragen sich schon lange, was sich hinter der E-Nummer auf dem Mayonnaise-Glas ver-birgt? Und was Ihnen das Etikett auf der Rindfleischverpackung eigentlich sagen will? Dann bietet sich ein Rundgang durch die Sonderschau des Bundeslandwirtschaftsministeriums an. Hier können interessierte Verbraucher
sämtliche Fragen rund um die Kennzeichnung von Lebensmitteln loswerden. Ist es zum Beispiel erlaubt, dass in Kalbsleberwurst mehr Schweine- als Kalbfleisch steckt? Und dass die Schweine, die den leckeren Schwarzwälder Schinken liefern, in Niedersachsen auf die Welt gekommen sind? Können Allergiker aufatmen, wenn im Dezember 2014 die neue Lebensmittel-Informationsverordnung in Kraft tritt, und wie klein darf das „Kleingedruckte“ auf der Verpackung dann eigentlich noch sein? An den Ständen in Halle 23a gibt es nicht nur Hilfe beim Entschlüsseln von Eier-Codes und Zutatenlisten, sondern auch Tipps, wie sich echter Parmesan auf der Pizza von preiswertem „Analogkäse“ unterscheiden lässt. Halle 23a:

„Dialog Lebensmittel“ – Messeauftritt von BVE und BLL auf der Grünen Woche

Aktuelle Lebensmittelthemen stehen im Fokus des neuen verbraucherorientierten Gemeinschaftsauftritts „Dialog Lebensmittel“. Am Stand der Bundesvereinigung der Deutschen Er-nährungsindustrie (BVE) und des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) in Halle 22a erwartet die Messebesucher ein attraktives Bühnenprogramm. Wirtschaft, Politik und Verbraucher sind zu einem offenen Austausch über Lebensmittel eingeladen. Messebesucher können bei den Profis der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft ihre Sin-ne testen. In der „Mitnasch Ausstellung“ von Ferrero und dem Kindermuseum Nürnberg, ler-nen Kinder wie aus dem Rohstoff Kakao Schokolade entsteht. Eine professionelle Beratung zu einem ausgewogenen und gesunden Lebensstil bietet die Nestlé Ernährungsberatung. Genussproben findet man bei Danone, Kellogg’s und Bell mit Abraham Schinken. Beim Bun-desverband Deutsche Tafel erfährt der Besucher mehr über die Verwendung von Lebensmit-teln, die nicht mehr verkauft werden können.

Dorfbewegungen und weltweiter Freiwilligendienst in Halle 4.2

Die Initiative zur Gründung einer Dorfbewegung in Deutschland stellt die Dorfbewegung in den Niederlanden und die europäische Vereinigung der Dorfbewegungen ERCA vor. Sie berichtet über Ziele, Initiativen und gute Praxisbeispiele aus Dörfern, die sich selbst darum kümmern, dass ihr Dorf lebendig ist. Am Beispiel des Ilzer Land e.V. wird die Förderung der interkommunalen Zusammenarbeit durch das Städtebauförderungsprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung präsentiert. Junge Leute, die im weltweiten Freiwilligendienst gearbeitet haben, berichten von ihrer Arbeit und von der Infoplattform www.rausvonzuhaus.de. Niedersachsens Scheunenviertel der Aller-Weser-Hunte-Region zeigen, wie sie als historische Quartiere Raum für (Klein-)Kunst, Literatur und Feste bieten. Halle 4.2, LandSchau-Bühne

BioMarkt: Bio live – Vielfalt erleben und genießen

„Bio – Vielfalt erleben – genießen.“ Unter diesem Motto lädt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirt-schaft (BÖLN) auch 2013 auf den BioMarkt in Halle 6.2a ein. Am Stand 102 gibt es bestes „Biotainment“ – fundierte Informationen, unterhaltsame Aktio-nen und leckere Kostproben – natürlich alles in Bioqualität. Die Hauptrolle am Stand spielen diesmal Hülsenfrüchte, auch Leguminosen genannt. Sie sind eine der artenreichsten Pflanzenfamilien und echte Alleskönner. 21 Biobau-ern und Biowinzer präsentieren wieder regionale Spezialitäten am Stand. In-formative und leckere Degustationen sowie der direkte Austausch mit Bauern und Winzern aus dem Netzwerk der Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau machen den Besuch am BÖLN-Stand besonders attraktiv.

Salamisnack im Schokoladenmantel und Schoko-Gurke aus Brandenburg

„Seit nunmehr zwei Jahrzehnten ist die Brandenburg-Halle die beliebteste Länderschau“, so Agrarminister Jörg Vogelsänger zum Auftakt der Grünen Woche 2013. „Für uns ist die alljährliche Teilnahme an der weltgrößten Agrarschau, die ja direkt vor unserer Haustür stattfindet, nicht nur ein Pflichttermin, sondern auch eine gute Gelegenheit, Verbraucher und Produzen-ten zusammenzubringen und für die ländliche Seite des Landes Brandenburg die Werbetrommel zu rühren.“ Auch in diesem Jahr haben die Brandenburger wieder reichlich Neuhei-ten im Messegepäck. Dazu zählen beispielsweise der Salamisnack mit Minzgeschmack im Schokoladenmantel von EWG Eberswalder Wurst, Ginger Bier und Ginger Brause der Klosterbrauerei Neuzelle, die Ranziger Pfeffernuss der Agrargenossenschaft Ranzig, das Störsüppchen nach Art des Hauses der Fischerei Köllnitz, die Schoko-Gurke der Confiserie Felicitas, die Sanddorn-Vitalmahlzeit von Christine Berger und das Finsterwalder Rauchbier vom Finsterwalder Brauhaus. Halle 21a

Raps: Das Multitalent der Landwirtschaft

Die heimische Land- und Ernährungswirtschaft steht für qualitativ hochwertige und sichere Pflanzenproduktion in Deutschland. Das Multitalent Raps steht beim ErlebnisBauernhof 2013 im Mittelpunkt. Er findet Verwendung als Lebensmittel, Futtermittel oder als energetischer Kraftstoff. Auch die besondere Bedeutung für den Naturhaushalt ist inhaltlicher Schwerpunkt. Beim Show-Kochen auf dem Stand der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) kann man sich „geschmackvoll“ von der Qualität von Rapsöl überzeugen. Halle 3.2, Bühne des ErlebnisBauernhofes,

Bayern feiert Goldhochzeit auf der Grünen Woche

Goldene Hochzeit feiern die Bayern mit ihrem Messeauftritt auf der Grünen Woche. So lange schon präsentiert sich die Bayerische Landwirtschaft mit ihren Produkten in den Hallen unter dem Funkturm. Inzwischen hat sich das Angebot auch auf den Tourismussektor ausgedehnt. „Er ist neben der Ernährungswirtschaft ein entscheidender Wirtschaftsfaktor“, sagt Georg Hausl, verantwortlich für die Präsentation auf der Grünen Woche. Spezialitäten wie Leberkäs, Hopfensecco, Oxenstangerl oder Emmerbier sollen den Messebesuchern Appetit auf mehr machen. Und auf der Bühne sorgen während der Messe über 1000 Mitwirkende aus Trach-ten- und Musikgruppen für Gemütlichkeit. Halle 22b

Mecklenburg-Vorpommern: Wels, Wurst, Eis und neuer Cocktail

Mit einer Vielzahl von Innovationen präsentiert sich Mecklenburg-Vorpommern wieder auf der Grünen Woche. Hier wird inzwischen der afrikanische Wels in Aquakultur gezüchtet und kommt frisch binnen zwölf Stunden in die Geschäfte, berichtet Stefan Schwabbauer von der Erzeugergenossenschaft Fischgut. Die Hanse-Kellerei stellt einen Sekt mit Holunderblüte sowie einen Cocktail aus Sekt, Sanddornbeeren und –likör vor. Das Neubrandenburger Eis-café Venezia hat die Sorten Karamell mit Meersalz sowie Rotwein mit Schokolode kreiert und die Rostocker Wurst- und Schinken GmbH bittet zur Verkostung von Knüppelchen, Mini-Knackern, Kräuterbockwurst sowie in Ostseeluft getrocknetem Karreeschinken. Halle 5.2b

Österreich konnte 2012 Agrar-Exporte steigern

Trotz des wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeldes konnte die österreichische Agrar- und Lebensmittelbranche im Jahr 2012 die Exporte steigern – auf erstmals mehr als neun Milliarden Euro. Erste Schätzungen gehen von einem Plus von drei Prozent aus. Rund ein Drittel der weltweit agrarischen Exporte des Alpenlandes gehen nach Deutschland. Damit ist die Bundesrepublik mit Agrarexporten im Wert von erstmals mehr als drei Milliarden Euro wichtigster Handelspartner Österreichs. Italien folgt mit 1,2 Milliarden Euro an zweiter Stelle der Export-Länder
. „Österreich steht für Natürlichkeit und Genuss mit langer Tradition. Zusätzlich ist das heimische Angebot durch hervorragende Qualität und strenge Kontrolle hinterlegt. Das schafft Vertrauen sowohl bei den Konsumenten als auch bei den Marktpartnern“, so Franz Stefan Hautzinger, Aufsichtsratsvorsitzender von AMA-Marketing, zum Auftakt der Internatio-nalen Grünen Woche 2013. Halle 15.1, Stand 134

Pralinen mit handgepflückten Beeren aus Schwedens Wäldern

24 Jahre hat Marie Axelsson als Köchin gearbeitet, bevor sie beschloss umzusatteln und sich in Frankreich und Stockholm zur Chocolatiere ausbilden ließ. Seit 2007 produziert die Schwedin im heimischen Sysslebäck handgemachte Pralinen aus ausschließlich natürlichen Zutaten, wozu sie die Beeren persönlich in den Wäldern von Värmland sammelt. Das Ergeb-nis sind Delikatessen wie Moltebeeren- und Sandkäse-Trüffel, die sie auf der Grünen Woche erstmals außerhalb ihres Heimatlandes präsentiert. Für ihre Naturpralinen, deren Wappen die Siebensternblume (Skogsstjärna) ist, sucht sie Wiederverkäufer in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Halle 8.2, Stand 112

Ahorn-Whisky und Dry Ice-Bier aus Kanada

Wer den Crown Royal Maple-Whisky mit Ahornaroma probieren möchte, muss sich beeilen, sagt Fritz Gareis. Denn davon gibt es nur zwei Flaschen in Deutschland. Neu am Stand des Importeurs kanadischer Spezialitäten, der seit 16 Jahren die Western-Tradition auf der Grünen Woche erhält, ist auch das stärkere Dry Ice-Bier von Moosehead. Der Renner bei den Stammkunden ist aber auch in diesem Jahr die Eigenkreation Feuerwasser aus Whisky und Ahorn-sirup, serviert von Murray Small Legs, einem echten Schwarzfuß-Indianer. Halle 7.2c, Stand 111

Graffiti ganz legal mit Street-Art-Künstler und Gärtnermaskottchen Bryo

Bunt und ziemlich aufregend präsentiert sich das Maskottchen Bryo des „Abenteuers Gärtne-rei“ Kindern und Jugendlichen am Samstagmittag ab 13 Uhr in der Blumenhalle. Mit sprüh-kräftiger Hilfe eines prominenten, aber offiziell anonymen Berliner Street-Art-Künstlers lädt die Großbeerener Lehranstalt für Gartenbau und Forsten (LAGF) zu einem ganz legalen Graffiti-Event ein, bei dem Kinder und Jugendliche Stellwände gestalten dürfen. Da wird gesprüht, ausgemalt, gesägt und fotografiert. Am Ende können die Besucher Hände und Gesicht durch die Wand stecken und sich als Bryo fotografieren lassen.

Hochwertiges Salz aus mitteldeutschen Urmeeren

Von 1958 bis kurz nach der Wende stand es in den Regalen – Sanisal, das hochwertige Mi-neralsalz aus mitteldeutschen Salzbergwerken. Sven Hurtig aus Chemnitz fand heraus, dass dieses Natur-Steinsalz vor zirka 200 Millionen Jahren durch die Austrocknung der Urmeere entstanden ist und bis heute – geschützt vor Umwelteinflüssen – in 400 bis 750 Meter Tiefe unter der Erde lagert. Die alten Salzbergwerke in Thüringen und Sachsen-Anhalt waren je-doch größtenteils stillgelegt. Bis 2010 dauerte es, dass Hurtig die Abbau- und Markenrechte erstritt. Nun wird das mitteldeutsche Steinsalz wieder bergmännisch abgebaut, in traditionel-len Mahlstühlen schonend gemahlen und sorgfältig ausgesiebt. Als unbehandeltes Natursalz ist es nicht chemisch gereinigt und enthält noch zahlreiche lebenswichtige Spurenelemente, sogar natürlich gebundenes Jod. Es ist mild und vollmundig im Geschmack. Halle 21b, Stand 211

Heilende Pflanzen – Hochwirksames Mittel gegen Mortellaro bringt Erfolg

Ein hochwirksames Klauenpflegemittel gegen die Rindenhautentzündung (Mortellaro) prä-sentiert Bernd Naumann auf der Grünen Woche. Der Geschäftsführer eines großen Milch-viehbetriebs in Sachsen hat es in mehrjährigen Versuchen selbst entwickelt und erprobt. Das Besondere: sein Produkt ist ausschließlich aus biologischen Wirkstoffen zusammengesetzt. „Tiere, die vor drei Jahren behandelt wurden, zeigen bis heute keine Auffälligkeiten dieser Krankheit mehr“, sagt Naumann. Halle 25, Stand 107

Erlebniswelt Heimtiere: Der Große Madagaskar-Taggecko hat Schutzstatus

„Ich habe Wert darauf gelegt, dass diesmal der Große Madagaskar-Taggecko mit dabei ist“, sagt Alfons John. „Das Besondere an diesem Tier ist, dass es den Schutzstatus Anhang B hat.“ Dieser beinhalte eine Bestätigung für Nachweis- und Meldezwecke, erklärt John. Wei-terhin finden die Besucher an seinem Stand „Reptilien live“ Schlangen, Bartagame und wei-tere Geckos. Fast alle diese Tiere nimmt John auch zum Anfassen aus den Terrarien heraus. Bei dieser Gelegenheit informiert er Interessierte über die Haltung, Fütterung und Pflege der Tiere. Wer sich ein Reptil anschaffen will, sollte zuerst eine grundlegende Frage klären, rät John: Soll das Tier ausschließlich im Terrarium gehalten werden, wie Schlangen, oder kann es auch herausgenommen werden, wie beispielsweise eine Bartagame. Halle 1.2, Stand 103

Sous-Vide-Rezept von Volker Drkosch

Sous-Vide-Rezept von Volker Drkosch, Sterne- und Partnerkoch von KitchenAid – Heute: Gebratener Lammrücken „sous vide“ mit Ofengemüse und Gremolata für vier Personen

Zutaten Lammrücken
4 Lammrücken (à 120g -140g)
60 ml kräftiges Olivenöl

Zutaten Ofengemüse
4 EL Olivenöl
30 g Butter
2 Möhren
3 Schalotten
Staudensellerie
1 Knolle junger Knoblauch
6 neue Kartoffeln
1 Thymianzweig
1 Rosmarinzweig
2 frische Tomaten
1 EL Dosentomaten
¼ l Mineralwasser
Meersalz und weißer Pfeffer

Zutaten Gremolata
1 Zweig Thymian
1 Zweig Basilikum
2 Zweige Petersilie
1 Zehe Knoblauch
1 Messerspitze Kümmel
1 Streifen Zitrusschale fein hacken
20 g Butter

Zubereitung Lammrücken
Lammrücken parieren und beidseitig scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer einreiben und zusammen mit den 60 Milliliter Olivenöl mit dem Vakuumierer in der Gerätekombination Chef Touch von KitchenAid einvakuumieren. Nun die Fleischstücke bei 58 Grad im Dampf ungefähr acht bis zwölf Minuten garen. Zum Servieren den rosa gegarten Lammrücken in fingerdicke Scheiben schneiden. Den entstandenen Bratensaft zur Seite stellen und später als zusätzlichen Aromengeber in das Gemüse oder die Gremolata geben.

Zubereitung Ofengemüse
Den Backofen auf 160 bis 180 Grad vorheizen. Olivenöl und Butter im Bräter erhitzen. In der Zwischenzeit das Gemüse waschen, schälen und in grobe Stücke schneiden. Das Gemüse kurz dünsten und die Kräuterzweige und Tomaten hinzufügen. Den Lammrücken auf das Gemüsebett setzen, mit dem Mineralwasser angießen und gemeinsam im heißen Backofen ungefähr 60 Minuten mit Backpapier abgedeckt schmoren. Nach der angegebenen Garzeit Backpapier entfernen und das Ofengemüse auf der Grillstufe kurz mit anbräunen.

Zubereitung Gremolata
Für die Gremolata alle Kräuter, den Knoblauch, den Kümmel, die Zitronenschale und die Butter in Flocken miteinander verrühren und in einer Sauteuse aufschäumen lassen. Die fertigen Lammtranchen vor dem Servieren mit der Gremolata übergießen und je nach Geschmack die Sauce mit einem Teil der Butter verfeinern.