Sonja Frühsammer

von Bernhard Steinmann

Der Einstieg in einen Bericht über gutes Essen bei einem Restaurantbesuch beginnt regelmäßig mit einem Überblick über den Werdegang des Koches. In diesem Falle handelt es sich um eine Köchin: Sonja Frühsammer, Berlins einzige Sterneköchin.

Hier können wir uns getrost eine lange Einleitung ersparen, da Sonja Frühsammers Lebensgeschichte hinlänglich bekannt ist und wir schon häufiger über sie berichtet haben. Erwähnenswert erscheint mir allerdings die Tatsache, dass sie bei Siemens eine Kochlehre absolvierte und nicht, wie gefühlt jeder dritte Sternekoch, bei Harald Wohlfahrt in der Küche begonnen hat. Ein Engagement bei Karl Wannenmacher im Alt-Luxemburg, hat mit Sicherheit zu interessanten Einsichten und weiterführenden Kenntnissen geführt. Wannenmacher kochte bereits in den Siebzigerjahren auf hohem Niveau, nämlich in Berlins erstem Zweisterner, dem Maitre in der Meinekestraße.
Für Sonja Frühsammer also eine durchaus wichtige und interessante Station.

Natürlich kann man nicht über Sonja Früsammer schreiben ohne deren Ehemann Peter zu erwähnen. Peter Frühsammer, selbst in jungen Jahren mit einem Michelinstern ausgezeichnet, ist eher der klassisch, konservativen Küche zugewandt. Sonja hingegen ist offener gegenüber moderneren Einflüssen, ohne jedoch jedem modischen Unfug hinterherzulaufen. Die Gespräche des Ehepaares über die strategische Ausrichtung der Küche stelle ich mir jedenfalls recht unterhaltsam bis anstrengend vor.

Das Menü:

Sphärische Olive – Parmesanpraline und Eberesche – Kumquat und Thunfisch

Petersilienwurzel, Zitrone und Kapern

Gänseleber, Haselnuss, Quitte

Suppenshots:
Aubergine,
Lamm,
Hokaidokürbis mit Tonkabohne

Die Suppenshots dürfen bei Sonja Frühsammer nicht fehlen.
Wie immer sind sie äußerst schmackhaft.

Jakobsmuschel, Schwarzwurzeln, rosa Grapefruit, Koriander, Safransud

Loup de Mer, Topinambur, Fenchelsalat, Meerrettich, Dill

Schweinebäckchen, Pak Choi, Shi Take, Zitrone, Pancetta
Auffallend zarte Säurenoten koalieren mit einer geschmacklichen Schärfe.
Nun gut, Schärfe ist keine Geschmacksrichtung, doch Sie wissen, was ich meine.
Das Gericht ist vielschichtig und bestens ausbalanciert.

Ostalb Lamm, Blumenkohl, Beluga Linsen, grüner Pfeffer

Beelitzer Hirschfilet, Rote Bete, Mohnschupfnudeln. Estragon, Süßholz

Ein klassischer Hauptgang. Die Mohnschupfnudel passen vortrefflich zum perfekt gegarten Hirschfilet. Rote Bete zur Begleitung klingt vielleicht etwas simpel, doch stellen sich diese schließlich als ideale Ergänzung heraus.

Mandarine, Kopfsalat und Basilikumeis
und
Mandarine, Basilikum, Gin
Vordesserts sind grundsätzlich so eine Art Vorbereitung auf das Finale. Sie sind regelmäßig nicht nur kleiner als die nachfolgenden Desserts sondern, meiner Meinung nach, auch geschmacklich weniger auffallend. Kein Wunder, sie sollen ja vorbereiten und den Endeffekt nicht vorwegnehmen.
Doch mon Dieu, was passiert hier?

Der kleine Zwischengang mit seinen klar konstruierten Aromen, augenzwinkernd serviert, entpuppt sich als veritabler Glücksfall. Eine Kleinigkeit mit großer Wirkung. Fruchtig, erfrischend, einfach toll.

„Weißes Snickers 2016“

Thai Mango, Kokos, Zitronengras

FAZIT:

Auf den ersten Blick wirkt die Küche Sonja Frühsammers immer gleich. Gleich gut.
Bei näherem Hinschauen jedoch bemerkt man die Entwicklung der Köchin, deren Handschrift gegenüber unserem letzten Besuch unglaublich gereift ist.
Nicht nur die Hauptkomponenten der Kreationen erfahren die notwendige Aufmerksamkeit, auch das Beiwerk findet entsprechende Beachtung und wird geschickt eingesetzt. So ergeben sich aromatische Geschmacksbilder, die selbst im Einsternebereich nicht alltäglich sind.
Einfacher ausgedrückt: Bei der Ausgestaltung der komplexen und stimmigen Aromenbilder kennt die sonst so bescheiden auftretende Küchenchefin keine Zurückhaltung. Ein Flirt mit dem Perfektionismus ist unverkennbar.
Die zeitgemäß kochende und experimentierfreudigere Hälfte des Ehepaares scheint derzeit den Ton anzugeben.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer bei www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Sonja Frühsammer

Die „Berliner Meisterköche“ des Jahres 2015 wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt gegeben. In sechs Kategorien wählte die unabhängige 14-köpfige Jury, bestehend aus Berlins führenden Food-Journalisten und -Kennern, die Preisträger aus. Die Auszeichnung „Berliner Meisterköche“ wird bereits zum 19. Mal von Berlin Partner vergeben. Damit wird Jahr für Jahr die enorme und steigende Zahl an Kochtalenten in der Hauptstadt sichtbar gemacht und aufs Neue aufgezeigt: In der Hauptstadtregion wird auf höchstem Niveau gekocht.

Der „Berliner Meisterkoch 2015“ ist Sonja Frühsammer aus Frühsammers Restaurant. Die Begründung der Jury lautet: „Nie überladen, weit ab von prätentiös, dafür leicht, elegant, mutig, fruchtig. Als Gruß aus der Küche kommt ein Süppchen aus tiefdunkler Kirsche und Tomate. Gefrorenes Mus von der Avocado wird mit Mojito-Creme und herrlich salzig-sauren Würfeln aus Salzzitronen-Gel gereicht. Die marinierten Gambas kombiniert sie mit Brandenburger Kohlrabi und süß-pfeffriger Papaya. Konsequent hat Berlins beste Köchin an Stil und Handschrift gefeilt und eine Küche entwickelt, die nun wahrhaft unverkennbar und in der Hauptstadt einzigartig ist. Auch Stummfilm-Star Fritzi Massary, in deren einstiger Villa und Wintergarten serviert wird, wäre stolz auf Berlins erste MeisterköchIN.“

Als „Brandenburger Meisterkoch 2015“ wurde Marco Giedow vom „Ferienhof Spreewaldromantik“ in Burg gewählt. Ihre Entscheidung begründet die Jury folgendermaßen: „Ehrlich, verständlich und einfach – aber mit Pepp“, so beschreibt Marco Giedow seine Küche. Wenn er am Herd steht, hat er den Anspruch, Regionales und Saisonales zum Geschmackserlebnis werden zu lassen – unverfälscht, ohne Schnickschnack, keine Extravaganzen! Und schon einmal hat er beeindruckt, als Chef am Herd in der „Alten Schule“ in Reichenwalde war er 2011 bereits einmal Meisterkoch. Nun ist er weitergezogen, hat sich weiterentwickelt, garniert seine Küche nun noch eleganter und gekonnter mit modernen Geschmacksakzenten und überraschenden Einschüben aus aller Welt. Zum zweiten Mal beweist sich Giedow als Baumeister und Architekt einer modernen und immer fantasievolleren Brandenburger Küche.“

Der Titel „Aufsteiger des Jahres 2015“ ging an Manuel Schmuck von MARTHA’S RESTAURANT“. Die Jury begründet ihre Entscheidung so: „Explosionsartig kreativ, wahrhaft wild! Die Kochbananen-Rösti mit glasiertem Schweinebauch und Bohnen-Koriander-Ragout kommen auf einem Backblech mit hellem Backpapier, das mit Strichen und Klecksen aus roter BBQ-Sauce und grünem Petersilienöl ganz à la Pollock bunt bemalt ist. Kalbszunge und Granny Smith werden mit violettem Senf und karamellisierten Senfkörnern serviert. Unser Aufsteiger des Jahres hat sich mit seiner Küche an die Spitze gleich einer Gruppe neuer, junger Köche in der Stadt gesetzt, die ihre Inspiration aus Berlins boomender Straßenküche zieht und Handwerk und Können aus teils größten Häusern mitgebracht hat. Manuel Schmuck war Souschef beim großen Daniel Achilles im „Reinstoff“.“

In der Kategorie „Berliner Gastgeber 2015“ ist die Wahl der Jury auf Barbara Merll aus dem „SKYKITCHEN Restaurant / Bar flavored by a.choice”, andel’s Hotel Berlin gefallen. Dazu die Jury: „Menschlich, sympathisch, professionell, immer ein Lächeln im Gesicht und eine Ur-Intuition dafür, was dem Gast denn nun gerade schmecken mag oder ihn beschäftigt. „Wie wär’s mit dem Kefirsüppchen mit Karotteneis und Karotten-Tapioka-Perlen – und ja, da hinten, das sind die beiden Türme am Frankfurter Tor!“ Schon als gute Seele im ehemaligen „a.choice“ hat sie begeistert. Nun, mit dem Umzug von Alexander Koppes Restaurant in luftige Höhe im Haus, in den 12. Stock mit Weitblick über die Stadt und in neuem, schick-legeren James-Bond-Design, wirkt sie noch befreiter, beflügelt. „Jeder Abend hier macht mir Spaß“, sagt unsere Gastgeberin 2015, „und wenn mal was schief geht, wird drüber gelacht.“ Genauso soll’s doch sein.“

Das „Berliner Szenerestaurant 2015“ ist in diesem Jahr die CORDOBAR. Dies erläutert die Jury so: „Weingenuss ohne Schwellenangst, dazu exzellente Küche – die mit Rote Bete, Feta und Wasabi-Mayonnaise-Klecksen „belegte“ „Blutwurstpizza“ ist schon Kult! Bedient wird in T-Shirt, Jeans. Auch belehren will man nicht, überzeugen schon; das 900 Positionen „dicke“ Weinbuch liest sich wie ein ‚Who’s Who’ von Österreichs jungen, kreativen Winzern. „Berlin ist weiter, offener als Wien“, sagt Sommelier und Steirer Willi Schlögl. Gemeinsam mit dem Wiener Starkoch-Sohn Lukas Mraz hat er sich auf an die Spree gemacht, um einen Wein-Ort zu kreieren, den es davor nicht gab. Auch in Berlin nicht! Projekt gelungen! Bis meist weit nach Mitternacht ist unser Szenerestaurant 2015 lebendig, bunt, rappelvoll.“

Ninon Demuth, Gerrit Kürschner, Carolin Strehmel, Rafael Strasser, Lisa Thaens und Bontu Guschke von „Über den Tellerrand kochen e.V.“ erhalten den Titel „Gastronomischer Innovator 2015“. „Essen teilen nährt die Seele, heißt willkommen, gemeinsam Essen vermittelt Schutz, Geborgenheit. „Wir haben mit Flüchtlingen hier in der Stadt gekocht, zugehört, und Rezepte und Geschichten für ein Kochbuch gesammelt“, erzählt Nino Demuth. Wie von selbst seien dabei auch plötzlich Schicksale mitgeteilt und besprochen worden, erinnern sich Lisa Thaens und Rafael Strasser. Entwickelt hat sich daraus das Food-Projekt, dessen sechs Gründer die Jury in diesem Jahr klar und einstimmig den Preis des Innovators zuspricht. „Über den Tellerrand kochen“ veranstaltet und organisiert in Unterkünften quer durch Berlin Kochkurse von und für Flüchtlinge, zum Kochen, essen von landestypischer Küche, von Mama-Küche, zum Ankommen, Verstehen, Heilen.“

Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der „Jury Berliner Meisterköche“:
„Der ‚Meisterkoch’ ist erstmals in der ‚Meisterköche’-Geschichte eine Köchin, auch der ‚Gastgeber’ ist eine Frau – noch dazu in einem mutig in luftige Höhe gezogenen Restaurant! Unser Aufsteiger ist der Beste aus einer Truppe junger Köchinnen und Köchen, die frischer, frecher, selbstbewusster kochen, als jeder ‚Jahrgang’ zuvor. Mit dem ‚Szenerestaurant’ wird ein Ort gekürt, der – wie die Macher selber sagen – nur in Berlin entstehen konnte. Und unsere Auszeichnung ‚Gastronomischer Innovator’ geht an sechs Neu-Berliner, die mit Allem, was Essen meint, auch politisch Zeichen setzen – unsere Verbeugung! Fazit: Berlin 2015 schmeckt besser denn je, heißt willkommen, befreit!“

„Die Meisterköche haben mit dazu beigetragen, dass sich Berlin als Ort für Haute Cuisine aber auch für Trends national und international etabliert und in Szene gesetzt hat. Hier können wie in keiner anderen Stadt außergewöhnliche Ideen und neue Konzepte erfolgreich umgesetzt werden. Aufgrund der Vielfalt, der Kreativität sowie Professionalität sind die Meisterköche ausgezeichnete Botschafter für Berlin. Auch unser Berlin-Partner-Netzwerk schätzt dieses Format, das wir 1997 ins Leben gerufen haben, um die gehobene Restaurantkultur der Hauptstadt als wichtigen Wirtschaftsfaktor sichtbar zu machen“, sagt Andrea Joras, Geschäftsführerin von Berlin Partner.

Kriterien für die Auswahl der Jury, die sich aus unabhängigen Fachleuten zusammensetzt, sind neben der Kochkunst, die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen, der Service und das Ambiente. Die offizielle Ehrung der diesjährigen Preisträger sowie die Übergabe der begehrten Auszeichnungen in Form eines handbemalten Tellers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin findet am 7. November 2015 bei einem Gala-Diner im InterContinental Berlin statt.

"Berliner Meisterköche 2015" nominiert

Eine unabhängige 14-köpfige Jury, bestehend aus Berlins führenden Food-Journalisten und -Kennern, nominierte heute jeweils fünf Kandidaten in den folgenden Kategorien: „Berliner Meisterkoch 2015“, „Brandenburger Meisterkoch 2015“, „Aufsteiger des Jahres 2015“, „Berliner Gastgeber 2015“ und „Berliner Szenerestaurant 2015“.
 
Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner: „Wer an Berlin denkt, der denkt an Kreativität und Vielfalt. Merkmale, die sich in der regen Startup-Szene genauso wiederfinden wie in der erstklassigen Gastronomie. Berlin als Hotspot der kreativen Kochkunst zu präsentieren, ist das Konzept der Meisterköche. Die heutigen Nominierungen zeigen die Qualität und Stärke der Restaurantkultur in Berlin – ein wichtiger Image- und Wirtschaftsfaktor für die Hauptstadtregion.“
 
Der Vorsitzende der Jury, Dr. Stefan Elfenbein, zur diesjährigen Auswahl der Nominierten: „Die Jury hat diskutiert, debattiert, Kaffee getrunken, viel Kaffee! – und entschieden. Insgesamt standen in den fünf Kategorien 72 von den Mitgliedern vorgeschlagene Kandidaten auf der Liste. Über allein elf mögliche Berliner Meisterköche wurde abgestimmt. Am längsten war diesmal aber die Liste der Aufsteiger: eine bunte Truppe von achtzehn meist junger, genialer, kreativer Köchinnen und Köchen, die aus dem In- und Ausland in die Stadt gekommen sind oder ‚ihre’ großen Ställe verlassen haben, um ihr eigenes Ding zu machen. Hier braut sich was zusammen! Auch Berlins Szene in den Szenerestaurants ist lebendiger, genussvoller denn je. Und auf jeden einzelnen der vorgeschlagenen Gastgeber sind wir stolz.“
 
Das Ergebnis der Wahl der “Berliner Meisterköche 2015“ wird am 10. September 2015 bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Am 7. November werden die „Berliner Meisterköche 2015“ im Rahmen eines exklusiven Gala-Diners geehrt.
 
Nachfolgend die Namen der Nominierten für dieses Jahr:
Berliner Meisterkoch 2015:
Daniel Achilles, „Reinstoff“
Sebastian Frank, „Restaurant Horváth“
Sonja Frühsammer, „Frühsammers“
Alexander Koppe, „SKYKITCHEN Restaurant / Bar flavored by a.choice”,
andel’s Hotel Berlin
Markus Semmler, „Das Restaurant Markus Semmler“
 
Brandenburger Meisterkoch 2015:
Marco Giedow, „Ferienhof Spreewaldromantik“, Burg (Spreewald)
Ulrike Laun, „Landlust Körzin“, Beelitz
Sebastian Marquardt, „Am Fischerkietz“, Strausberg
Holger Mootz, „Hotel Residenz am Motzener See“, Mittenwalde OT Motzen
Tobias Vogel, Restaurant des „SeeHotel Großräschen“, Großräschen
 
Aufsteiger des Jahres 2015:
Victoria Eliasdóttir, „Dóttir“
Sascha Friedrichs, „studio TIM RAUE“
Song Lee, „Dae Mon”
Benjamin Rüdiger, „Lansk”
Manuel Schmuck, „MARTHA’S RESTAURANT“
 
Berliner Gastgeber 2015:
Katharina Bambach, „La Soupe Populaire“, (Gastgeberin)
Christoph Geyler, „Weinbar Rutz“ (Sommelier)
Régis Lamazère, „Brasserie Lamazère“ (Maître)
Barbara Merll, „SKYKITCHEN Restaurant / Bar flavored by a.choice”,
andel’s Hotel Berlin (Maître)
Olaf Rode, „Alpenstueck” (Gastgeber)
 
Berliner Szenerestaurant 2015:
„CORDOBAR”
„CRACKERS“
„FAME“
„Industry Standard“
„Nobelhart & Schmutzig“
 
Die bisherigen Preisträger der „Berliner Meisterköche“ seit Beginn der Ehrung im Jahr 1997 werden in einer Chronik kommuniziert. Bei den Nominierungen liegt der Fokus auf Kandidaten, die noch nicht im Rahmen der „Berliner Meisterköche“ ausgezeichnet wurden. Und in der Regel ist es der Koch, er in einem Hotel arbeitet.
 
www.berliner-meisterkoeche.de.

honey & bunny bei Culinary Art

Food-Performance auf höchstem Niveau

Die BesucherInnen des ersten umfassenden Kulinarik-Kongresses treffen am 16. und 17. März auf Salzburgs prominentesten „Gastro“-Bühnen auf CULINARY ART in allen Facetten. Neben dem Rezept für ein gelungenes gastronomisches Gesamtkonzept werden die Eat-Art-Künstler honey & bunny, alias Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter, am Montag, 16. März 2015 mit einer originellen Hommage an „Eat|Rules|Design“ im republic überraschen.

In einer einzigartigen Performance beim Kulinarikkongress Culinary Art im Rahmen des Kulinarikfestivals „eat & meet“ thematisiert und interpretiert das Künstler-Duo honey & bunny aus Wien am Montag, 16. März 2015 um 19 Uhr die Regeln bei Tisch (neu). Im großen Saal des republic liegen Früchte, Gemüse, Fleisch, Fisch und Süßwaren wie ein riesiges Bild arrangiert. Inmitten dieses Speisemosaiks thronen Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter in Salzburger Gala-Adjustierung und beherrschen den Abend mit einem Hauch von Ironie. Hinterfragt werden die zeitgenössischen „Manieren“, die landläufige Vorstellung von perfektem Service sowie herkömmliche kulinarische Ordnungsprinzipien. Wer essen will, muss sich auf den Boden niederlassen, wie einst die revolutionären Bürger im Pariser Bois Boulogne, als sie den Garten des Adels besetzten und dessen Tischmanieren bewusst außer Kraft setzten. Die Essenden sitzen vor einem Arrangement aus Farben, Gerüchen und Geschmäckern. Das bedeutet, um die kulinarische Vielfalt kennenzulernen, werden sich die TeilnehmerInnen im Laufe des Abends durch die Szene bewegen und ständig mit neuen, anderen Menschen in Kontakt kommen. Der fixe Essplatz, der für gewöhnlich an der Tafel zugewiesen ist, wird ignoriert.

Essen als Kunst
„Honey & bunny“, alias Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter, studierten bei Hans Hollein an der Universität für angewandte Kunst Wien, an der Architectural Association in London und in Barcelona Architektur und Design. Nach einem einjährigen Arbeitsaufenthalt im Atelier von Arata Isozaki in Tokio gründeten sie das interdisziplinäre Atelier honey & bunny in Wien, welches international kooperiert. Das Künstlerduo baut, forscht, filmt, schreibt und untersucht die (kulinarischen) Herausforderungen auf ihre kreativen Möglichkeiten. So entstanden u.a. die Publikationen „eat design“ und „food design XL“ sowie zahlreiche Ausstellungen für Wien, Graz und Salzburg.

Die Veranstaltung ist nicht nur für KongressteilnehmerInnen, sondern für alle Kunst- und Kulinarik-LiebhaberInnen und Besseresser, die das Besondere suchen!

Jetzt Tickets sichern:
Eat-Art-Performance “Eat|Rules|Design” von honey & bunny
Montag, 16. März 2015 um 19 Uhr
im großen Saal des republic, Anton-Neumayr-Platz 2, 5020 Salzburg
Ein Ticket für Dinner & Performance für 80 Euro erhalten Sie per Mail an anna.piller@salzburg-altstadt.at oder telefonisch unter Tel. +43 (0) 662 / 84 54 53-16

Das gesamte Kongress-Programm gibt es unter: www.culinaryart.at

Sonja Frühsammer, Berlin

Bei der Präsentation des Guide Michelin Deutschland 2015 am 6. November 2014 in Berlin, wurde das Grunewalder Restaurant Frühsammer mit einem Michelinstern ausgezeichnet.
Der Gault&Millau Deutschland hat erneut 17 Punkte vergeben.

Mit Sonja Frühsammer wird damit zum ersten Mal in Berlin eine Frau mit einem Michelinstern ausgezeichnet. Respekt.

Wenn man die Küchenleistung seit Jahren kennt und zum Maßstab nimmt, darf man schon einmal darüber nachdenken, warum gerade in diesem Jahr der ersehnte Stern
seinen Weg in den Grunewald gefunden hat. Hat sich hier etwas signifikant verändert?

Das Restaurant ist noch immer so, wie wir es bereits kennen.
Der Gastraum ist hübsch dekoriert. Mit viel Liebe zum Detail und geschickter Hand. So erhält der schlichte Raum seine gemütliche Atmosphäre.

Wir starten mit einem
Brotchip, Entenrilette, Cranberrys,
gefolgt von Brandenburger Büffelmozarella, Chicorée, und Mandarine.
Herb mit deutlichen Bitternoten.

Schließlich die obligatorischen Süppchen,

Sellerie, Räucheraal, mit einem kleinen Stück Aal
Miso und grüne Erbsen mit Tonkabohne.

Bereits hier sieht man geschicktes Handwerk und ein ausgewogenes Geschmacksbild.

Brust und Keule von der Wachtel,
Kräutersalat, Cashewkerne, Marone

Ein sehr schmackhafter und leichter Gang bei der die Wachtelkeule (auch wenn hier Keule steht bleibt es doch nur ein sehr kleines Beinchen) besonders gemundet hat.

Die Cashewkerne sind mit dem feinen und dezent süßlichen Geschmack eine reizvolle Ergänzung.

Rotbarbe mit Olivenkaviar, Calamaris
Das perfekt gegarte Fleisch der Rotbarbe wird von krosser Haut ummantelt.
Der begleitende Olivenkaviar, eine Anleihe an die Molekularküche, ist eine nette Spielerei ohne kulinarisch bedeutsam zu sein.
Insgesamt ein geschmacklich aber auch optisch sehr gelungener Gang.

Garnele, Pomelo, Topinambur
Die Garnele wird mit leichten Bitternoten und sehr dezenter Säure begleitet.
Die nährstoffreiche Knolle, in Deutschland längst von der Kartoffel ersetzt, passt hervorragend zum Geschmacksbild.

Lamm,
Filet und Bries, Köfte mit Joghurt,
Rote Bete, Kumin, Birnensaft
Das intensive Kreuzkümmelaroma kennen Sie bestimmt von der Falafel.
In diesem Gericht wird der typische Geschmack durch die weiteren Begleiter gebändigt und taucht so in einem breit angelegten aromatischen Gericht unter.
Auch wenn die Anzahl der Zutaten etwas zunimmt, verliert Sonja Frühsammer den Gesamtausdruck nicht aus den Augen. Alles passt zusammen, nichts dominiert, Harmonie pur. Der Birnensaft (als Spielerei gedacht) rundet den Gang perfekt ab.

Sonja Frühsammer, der ich in der Vergangenheit durchaus eine Hinwendung zur Opulenz attestiert hatte, kocht mittlerweile leichter und beschwingter. Ihre Kreationen sind ausgewogen, geradezu harmonisch im Geschmack und dicht am Produkt. Zartes Säurespiel, dezente Süße, keine aufdringliche Würze, modern und kreativ, aufgeschlossen und bewahrend. Sie beherrscht Klassik und Moderne, meidet Streberteller, hat aber gerade bei den Fischgerichten deutliche Stärken.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf der Homepage des Berliner Foodbloggers Bernhard Steinmann:
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Daniel Achilles, Sonja Frühsammer, Matthias Gleiß, Roel Lintermans, Markus Semmler

„Berliner Meisterköche 2014“ nominiert

Eine unabhängige 14-köpfige Jury, bestehend aus Gourmet-Journalisten und Fachvertretern, nominierte gestern jeweils fünf Kandidaten in den folgenden Kategorien: „Berliner Meisterkoch 2014“, „Brandenburger Meisterkoch 2014“, „Aufsteiger des Jahres 2014“, „Berliner Gastgeber 2014“ und „Berliner Szenerestaurant 2014“.

Melanie Bähr, Geschäftsführerin von Berlin Partner: „Ich freue mich sehr über die Nominierungen für die Berliner Meisterköche 2014. Sie zeigt das Potenzial an Talenten in der Berliner Kreativszene. Ich gratuliere den kulinarischen Kreativen ganz herzlich. Diese Nominierungen sind ein Zeichen für die Qualität und Stärke der Restaurantkultur in Berlin – ein wichtiger Imagefaktor für die Hauptstadtregion. Herausragende Kulinarik schafft nicht nur Gäste für Berlin, sondern begeistert und bereichert die gesamte Wirtschaft. 25 Jahre nach dem Mauerfall gehört Berlin zur absoluten Spitzenklasse.“

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner: „Für mich ist es spannend zu sehen, dass die Restaurantkultur der Hauptstadt ein wichtiger Image- und Lifestyle-Faktor geworden ist, der den Ruf Berlins als Weltmetropole festigt. Ich freue mich, bei den Meisterköchen auf viele kreative Kochtalente zu treffen.“

Der Vorsitzende der Jury, Dr. Stefan Elfenbein, zur diesjährigen Auswahl der Nominierten:
„76 von der Jury vorgeschlagene Kandidaten, drei Stunden Diskussion, 76 Mal wurde abgestimmt, ein neues, strahlendes Gesicht in der Runde! Und die 25 Nominierten zeigen auch diesmal, dass Berlin kulinarisch wieder ein ganzes Stück bunter und vor allem auch internationaler geworden ist. Auf der aktuellen Liste der Besten befinden sich nicht nur die neuen Restaurants der großen Küchenstars Pierre Gagnaire, Albert Raurich („Dos Palillos“) und Paco Peréz mit einem Belgier, einem Engländer und einem Multikulti-Dreierteam am Berliner Herd, sondern auch ein Franzose als bester, neuer Charlottenburger Gastgeber und ein österreichisches Szenerestaurant schon mit Kultstatus in Mitte. Fazit: Die Welt ist in Berlin nicht zur zum Essen angekommen, sie kocht und unterhält auf allerhöchstem Niveau! Ein großer Zugewinn für die Jury ist dagegen Alexandra Kilian von der Berliner Morgenpost, die mit ihrer engagierten und fundierten Berichterstattung über die Hauptstadt-Gastroszene gezeigt hat, dass sie einfach dazugehört.“

Das Ergebnis der Wahl der “Berliner Meisterköche 2014“ wird am 10. September 2014 bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Am 8. November werden die „Berliner Meisterköche 2014“ im Rahmen eines exklusiven Gala-Diners geehrt.

Nachfolgend die Namen der Nominierten für dieses Jahr:

Berliner Meisterkoch 2014:
Daniel Achilles, „Reinstoff“
Sonja Frühsammer, „Frühsammers“
Matthias Gleiß, „VOLT“
Roel Lintermans, „LES SOLISTES by Pierre Gagnaire“, Waldorf Astoria Berlin
Markus Semmler, „Das Restaurant Markus Semmler “

Brandenburger Meisterkoch 2014:
Thomas Kasper, „Arlecchin“, Potsdam
Ulrike Laun, „Landlust Körzin“, Beelitz
Carsten Obermayr, „Die Orangerie“, Schloss Ziethen, Kremmen
Carsten Rettschlag, „Juliette“, Potsdam
Patrick Schwatke, „kochZIMMER“, Beelitz

Aufsteiger des Jahres 2014:
Kevin Alder, „Dos Palillos“, Casa Camper Berlin
Stephan Hentschel, „Cookies Cream“
Michael Jäger, „La Soupe Populaire Tim Raue“
Sascha Ludwig, „Filetstück – Das Gourmetstück”
Marcus Zimmer, „Restaurant am Steinplatz”, Hotel am Steinplatz

Berliner Gastgeber 2014:
Peter Frühsammer, „Frühsammers“ (Maître & Sommelier)
Boris Häbel, „Lorenz Adlon Esszimmer“, Hotel Adlon Kempinski Berlin (Maître)
Marian Henss, „5 – Cinco by Paco Pérez“, Hotel „Das Stue” (Sommelier)
Oliver Körber, „Alt Luxemburg“ (Maître & Sommelier)
Régis Lamazère, „Brasserie Lamazère“(Maître)

Berliner Szenerestaurant 2014:
„Bandol sur Mer“
„Cordobar”
„NENI Restaurant / Monkey Bar”, 25hours Hotel BIKINI BERLIN
„Pauly-Saal“
„The Grand“

Die bisherigen Preisträger der „Berliner Meisterköche“ seit Beginn der Ehrung im Jahr 1997 werden in einer Chronik kommuniziert. Bei den Nominierungen liegt der Fokus auf Kandidaten, die noch nicht im Rahmen der „Berliner Meisterköche“ ausgezeichnet wurden.

Weitere Informationen sowie die Historie der „Berliner Meisterköche“ erhalten Sie unter http://www.berliner-meisterkoeche.de

CookTank in Berlin

Ideenaustausch unter den Sterneköchen der Hauptstadt

Erstmals findet der CookTank, die Koch- und Denkfabrik des Online-Magazins Sternefresser.de, in Berlin statt. Für die nächste Auflage der etablierten Reihe trifft sich die Kochelite der Hauptstadt am 2. Juni mit Fachjournalisten, Wissenschaftlern und Nachwuchstalenten im Restaurant „first floor“. Einen Tag lang wird zusammen gekocht, verkostet und über die Küche von morgen gesprochen.

„Kochen und fachsimpeln – darum geht es beim CookTank“, erklärt Christian Stromann, Herausgeber von Sternefresser.de. Das Online-Magazin für die Spitzengastronomie bringt die Koch- und Denkfabrik am 2. Juni erstmals in die Hauptstadt. Für einen Tag zwischen Küche, Esstisch und Diskussionsrunde wurden acht Berliner Spitzenköche eingeladen. Drei Nachwuchstalente haben sich zudem über eine Wildcard zur Teilnahme am Köchetreffen qualifiziert. Der Austausch wird durch Vertreter aus Wissenschaft, Kritik und Medien ergänzt. Das Fünf-Sterne-Hotel Palace Berlin bietet mit Gastgeber Matthias Diether und dem Restaurant „first floor“ den idealen Ort für den Ideenaustausch. Partner der Veranstaltung ist das Konsortium für Parmigiano Reggiano.

Welche kulinarischen Trends zeigen sich aktuell in Berlin? Woran arbeiten die Küchenchefs der Hauptstadt und welche Zutaten oder Kochtechniken begeistern die Profis derzeit? Diese Fragen stehen bei der Koch- und Denkfabrik im Mittelpunkt des Geschehens. Doch neben gutem Essen kommen auch Themen auf den Tisch, die für alle Teilnehmer einen Mehrwert bieten. Ein Fachvortrag zu einer aktuellen Forschung der Humboldt Universität beschäftigt sich so mit der Frage, wie die Umgebung eines Gourmetrestaurants oder die Präsentation eines Gerichts das Essverhalten beeinflussen. Fernab öffentlicher Veranstaltungen und Kochevents bildet der CookTank ein unverkrampftes Forum zum freien Gedankenaustausch. Ziel ist es, den Dialog untereinander zu fördern. Die Atmosphäre ist entspannt, konstruktiv und offen: „Jeder Koch bringt beim CookTank seine Erfahrungen und Ideen ein, stellt ein eigenes Gericht vor und bekommt Feedback von Kollegen sowie Raum für Fragen“, so Stromann.

Mit von der Partie sind acht Küchenchefs der derzeit spannendsten Sternerestaurants Berlin. Mit Gastgeber Matthias Diether nehmen Daniel Achilles (Reinstoff), Michael Kempf (Facil), Sebastian Frank (Horváth), Marco Müller (Weinbar Rutz), Sonja Frühsammer (Frühsammers), Christian Singer (Tim Raue) und Roel Lintermans (Pierre Gagniere) teil.

Um neben den bekannten Könnern auch Nachwuchstalenten beim CookTank eine Bühne zu bieten, bestand für Jungköche und Postenchefs die Chance, sich über eine von drei Wildcards für die Teilnahme zu qualifizieren. Aus 41 Einsendungen schafften es die sieben besten Bewerber mit ihrem eigenen Gericht zum Thema „Parmigiano Reggiano“ in die engere Auswahl. Entschieden wurde per Abstimmung auf Facebook. Mit den meisten Stimmen durchgesetzt haben sich die beiden Österreicher Kevin Micheli aus Johann Lafers „Stromburg“ und Lukas Mraz aus der „Cordobar“ in Berlin sowie Sascha Ludwig, Küchenchef im Berliner „Filetstück“.

Der Ablauf hat sich in der siebten Auflage der Reihe bewährt: Nacheinander kocht jeder der Teilnehmer ein neues Gericht aus seinem Portfolio. Zubereitung und Geschmack werden in der Gruppe besprochen, wobei Manöverkritik unbedingt erwünscht ist. „Das Feedback ist ein sehr wichtiger Aspekt beim CookTank. Man hat als Koch schließlich selten die Chance, einen neuen Gang einer ganzen Riege von versierten und geschätzten Kollegen vorzustellen“, bestätigt Sternekoch Matthias Diether.

Wissenschaftlich unterstützt wird die Berliner Runde von Prof. Werner Sommer. Der Psychologe der Humboldt Universität gibt Einblicke in seine Forschungen zur Wahrnehmung einer Mahlzeit und Einflüssen auf das Essverhalten. Vertreter kulinarischer Medienressorts tragen durch ihre unabhängige Beobachtung der Branche zum Austausch bei.

Gunnar Tietz & Matthias Diether

Frauenpower im „first floor“ – „Ladies first“  heißt das Motto der 8. Big Bottle Party
 
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2014 lädt das Gourmetrestaurant „first floor“ im Hotel Palace Berlin zur 8. Big Bottle Party, ein hochkarätiges Genuss-Event, das sich weit über die Berliner Stadtgrenze hinaus einen Namen gemacht hat.
 
Dieses Jahr ist das größte Großweinflaschen-Event in Deutschland den besten Winzerinnen und Köchinnen unserer Tage gewidmet. Unter dem Motto „Ladies first“ präsentieren Chefsommelier Gunnar Tietz und der aktuelle Berliner Meisterkoch Matthias Diether Winzerinnen und Köchinnen aus der deutschen und europäischen Spitzenriege.
 
Das Feinschmecker-Wochenende verspricht Großes: am Freitag ein Gala-Abend mit befreundeten Winzern und zwei Gastköchen unter anderem Maria Groß (1 Michelin Stern) sowie Käseveredler Maître Bernard Antony, die Gourmetsafari durch Berlin am Samstag und als Höhepunkt die Big Bottle Party am Sonntag. Zur großen Abschlussveranstaltung am Sonntag, den 1. Juni 2014 verwandeln 40 Winzerinnen und fünf Sterneköchinnen die gesamte „first floor“ Bel Etage im Hotel Palace, einschließlich der „first floor“-Küche, in eine Bühne für einzigartige kulinarische Genüsse.
 
Warum dieses Jahr die geballte Frauenpower in das Gourmetrestaurant „first floor“ einzieht, erklären Chef de Cuisine Matthias Diether und Chefsommelier Gunnar Tietz so:
 
„In den letzten Jahren kann man eine deutliche Zunahme der weiblichen Küchenchefs in der Sternegastronomie beobachten. Wir möchten diese Entwicklung unterstützen und freuen uns sehr, dass wir dieses Jahr so viele ausgezeichnete Sterneköchinnen präsentieren dürfen“, so der Berliner Meisterkoch Matthias Diether. Die Kochlöffel schwingen diesmal Sterneköchinnen wie Sarah Henke (1 Michelin Stern), Anna Sgroi (1 Michelin Stern), Elisabeth Grabmer (1 Michelin Stern), Caroline Baum (1 Michelin Stern), Sonja Frühsammer (17 Gault Millau Punkte) und Maria Groß (1 Michelin Stern).
 
Aber auch im Weinanbau verspürt man einen klaren Wandel. Winzer ist längst kein reiner Männerberuf mehr. „Statt Vater und Sohn sieht man immer mehr, dass Vater und Tochter gemeinsam das Weingut leiten. Wir erwarten dieses Jahr fanstatische Winzerinnen wie Barbara Huber vom Weingut Huber, Winzerin Mathilde Pfeiffer vom französischen Château Batailley sowie Lorenza Sebasti vom Castello di Ama aus der Toskana, die Ihre 3-Liter Doppelmagnum- und 6-Liter Imperial-Abfüllungen präsentieren“, freut sich Chefsommelier Gunnar Tietz.
 
Big Bottle Party 2014 – Feinschmecker-Events:
30. Mai 2014 – Gala-Abend „first floor“ & friends
Sternekoch Matthias Diether und zwei befreundete Gastköche servieren ein 6-Gänge-Menü. Dazu holen befreundete Winzer von Chefsommelier Gunnar Tietz edle Tropfen aus ihren Weinkellern. Für den krönenden Abschluss sorgt Käse Affineur Bernard Antony.
€ 249,00 pro Person / Beginn 19:00 Uhr.
 
31. Mai 2014 – Gourmetsafari „besuchen, probieren, genießen“
Zusammen mit „first floor“ Chef de Cuisine Matthias Diether und Chefsommelier Gunnar Tietz geht es auf eine Gourmetsafari einmal quer durch die Hauptstadt. Weinliebhaber und Genießer besuchen fünf Berliner Spitzenköche. Begleitet werden sie von drei Top-Winzern.
€ 279,00 pro Person / Beginn 14:00 Uhr.
 
1. Juni 2014 – Big Bottle Party 2014
„Ladies first“ lautet das Motto der 8. Big Bottle Party: Chefsommelier Gunnar Tietz hat 40 Top-Winzerinnen aus ganz Europa eingeladen und Sternekoch Matthias Diether sorgt mit fünf Spitzenköchinnen und einem Hamburger Sternekoch für einen kulinarischen Gaumentanz.
€ 179,00 pro Person / 12:30 bis 18:00 Uhr.
Sonja Frühsammer – Frühsammers Restaurant, Berlin (17 Gault Millau Punkte)
Anna Sgroi – „Anna Sgroi“, Hamburg (1 Michelin Stern)
Sarah Henke – Spices, Sylt (1 Michelin Stern)
Caroline Baum – Reisers am Stein, Würzburg (1 Michelin Stern)
Elisabeth Grabmer – Waldschänke, Grieskirchen, Oberösterreich (1 Michelin Stern)
Thomas Martin – Jacobs Restaurant, Hamburg (2 Michelin Sterne)
Matthias Diether – „first floor“, Berlin (1 Michelin Stern)
Chocolatier Gerhard Skrovanek, Skrovanek Edelpralinen Manufaktur, München
Käseveredler Maître Bernard Antony, Elsass
 
Auch in diesem Jahr wird für einen guten Zweck gesammelt. Der Erlös der Big Bottle Party Tombola geht zu hundert Prozent an den Förderverein Kinder- & Jugendhilfezentrum Neukölln, Buckow e.V. Unter den Charity-Gewinnen sind Preise wie Gourmetgutscheine, Übernachtungsgutscheine oder erlesene Weine.
 
Tickets unter +49(0)30-2502 1126 oder per E-Mail a.vos@palace.de. Weitere Details, Übernachtungs-Arrangements und die komplette Winzerliste unter www.bigbottleparty.de

Wertewochen in Berlin

Linsensalat, pochiertes Ei und Buttermilchschaum als Vorspeise, Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelsalat als Hauptgang und Kaiserschmarrn mit Apfel-Johannisbeer-Kompott und Heidelbeer-Minz- Jogurt – das klingt nicht wie Resteessen!

Zum offiziellen Start der Wertewochen haben im Coledampfs&Companies am Moritzplatz Senator Thomas Heilmann und Staatssekretärin Sabine Töpfer-Kataw zusammen mit Spitzenköchen Sonja Frühsammer, Markus Semmler und Florian Glauert Gerichte aus Lebensmitteln gekocht und serviert, die erst am Morgen angeliefert wurden und normalerweise in der Tonne gelandet wären. Jeder Verbraucher wirft jährlich etwa 82 Kilogramm Lebensmittel im Wert von 235 Euro in den Müll, obwohl sich vieles davon noch verwenden ließe. In den Wertewochen wollen die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz sowie die teilnehmenden Akteure ein Zeichen setzen gegen Verschwendung und für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln. Bis zum 6. Oktober gibt es in der ganzen Stadt Veranstaltungen der rund 40 teilnehmenden Partner mit Tipps zur Resteverwertung.

Viele Spitzenrestaurants haben sich ein besonderes Menü einfallen lassen, um Gästen zu zeigen, dass man alles nicht wegschmeißen muss, sondern in leckeren Gerichten verwerten kann.
Die gesamte Übersicht finden Sie unter: www.wertewochen-lebensmittel.de

Das e.t.a.Hoffmann serviert jeden Abend bis zum 06.10. ab 17:00 Uhr ein Menü zum Thema „Schwein gehabt… für 48 Euro.

Heute 28.09. hat Kevin Alder im Restaurant dos palillos in Mitte ein besonderes Lunchmenü kreiert. Thema: “Einfach ein Huhn, in vier Gängen” inklusive Kaffee, für 22 Euro.

Sonja Frühsammer, die auch zur Auftaktveranstaltung gekocht hat, serviert am 01.10 ein “Erntedank- Menü – alles aus unserem Garten, Ein Genuss im Gourmetrestaurant”.
4 Gang-Menü inkl. aller Getränke 95 Euro.

Auch Markus Semmler wird am 01.10 in seinem Restaurant ein Vier-Gang-Menü inklusive Wasser- oder Bierbegleitung für 39 Euro. Geben wird es neben einem Amuse Bouche
Ochsenschwanzkrokette; Asiatische Sülze vom Schweinebauch und Sesamkartoffeln; Linguine mit Lachs, Frühlingslauch und Safrannage; Königsberger Klops mit Salzkartoffeln, Rote Bete Salat; Crêpes Suzette.

Das Fünf Gänge Menü von Küchenchef Tobias Janzen im Restaurant Jolesch gibt es am 3.10. zum Preis von 49 Euro, passende österreichische Weinbegleitung gibt es für 24 Euro dazu. Gereicht werden geräuchertes Tartar vom Kalb, Essiggurkenwasser und saure Sahne; Panadelsuppe, Pochiertes Ei und Kren; Praline vom Geschmorten Schweinenetz, Kartoffelschale, Kürbis; Appletini von der Schale; Ofenschlupfer und Kirschkernsorbet.

Besonders interessant ist das Angebot von Markus Semmler, der deutlich auf Sterne Niveau kocht und normalerweise auch viel teurer ist. Hier unsere Eindrücke bei Semmler: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151719543498124.1073741869.168996673123&type=3 Sensationell! Da muss man hingehen!

Berliner Meisterkoch

Eine unabhängige 13-köpfige Jury, bestehend aus Gourmet-Journalisten und
Fachvertretern, nominierte heute jeweils fünf Kandidaten in folgenden
Kategorien: „Berliner Meisterkoch 2013“, „Brandenburger Meisterkoch 2013“,
„Aufsteiger des Jahres 2013“, „Berliner Gastgeber 2013“ und „Berliner
Szenerestaurant 2013“.

„Seit nunmehr 16 Jahren suchen wir die kulinarischen Highlights in der
Hauptstadtregion. Das Angebot wird immer größer, die Kreativität und
Vielfalt nimmt enorm zu. Die exzellente Restaurantkultur in Berlin hat sich
zu einem wichtigen Standort– und Wirtschaftsfaktor entwickelt. Entscheider
aus Politik und Wirtschaft genießen das großartige Gastronomieangebot und
die Gastkultur Berlins. Manche Standortentscheidung wird bei einem guten
Essen in einem Berliner Gourmet-Tempel getroffen“, erklärt Melanie Bähr,
Geschäftsführerin von Berlin Partner.

Nicht zuletzt ist die Branche, für die die „Berliner Meisterköche“ stehen,
ein internationaler Image- und Lifestyle-Faktor, bei dem Berlin gerade in
den letzten Jahren unglaublich hinzugewonnen hat.

Der Vorsitzende der Jury, Dr. Stefan Elfenbein, zur diesjährigen Auswahl
der Nominierten:
„Mir brummt der Kopf – und den meisten der Jurymitgliedern wohl auch.
Unsere Vorschlagsliste für die Nominierungen war lang und so richtig schön
bunt, ganz berlinerisch eben! Die Diskussion darüber auch. Mehr als
vierzigmal haben wir abgestimmt. Ja, Nein, doch! Kaffee, Schokolade,
Plätzchen waren am Ende restlos aufgebraucht. Das Resultat: 25 Orte und
Kandidaten, die in ihrem Bereich ganz an der Spitze stehen. Favoriten
zeichnen sich auch schon ab. Deutlich ist, dass sich im Westen so einiges
zusammenbraut. Und in Brandenburg kochen neue, junge Köche, die
überraschender sind denn je. Nun werden alle Nominierten noch einmal mit
der Makro-Lupe angeschaut. Für Schoko-Nachschub für die nächste Sitzung ist gesorgt. Ich bin gespannt.“

Das Ergebnis der Wahl der “Berliner Meisterköche 2013“ wird am 5. September 2013 bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Am 9. November werden die „Berliner Meisterköche 2013“ im Rahmen eines exklusiven Gala-Diners geehrt.

Nachfolgend die Namen der Nominierten für dieses Jahr:

Berliner Meisterkoch 2013:
    Daniel Achilles, „Restaurant reinstoff“
    Matthias Diether, „first floor“, Hotel Palace Berlin
    Sonja Frühsammer, „Frühsammers Restaurant“
    Tim Raue, „Restaurant Tim Raue“
    Markus Semmler, „Das Restaurant“

Brandenburger Meisterkoch 2013:
    Patrick Schwatke, „ kochZIMMER “, Beelitz
    Maik Fritsch, Gasthof „Zur Eisenbahn-Ringenwalde“, Temmen-Ringenwalde
    Philipp Liebisch, „Sandak“, Wellnesshotel Seeschlößchen, Senftenberg
    Carsten Rettschlag, „Restaurant Juliette“, Potsdam
    Tobias Vogel, Restaurant des „SeeHotel Großräschen“, Großräschen

Aufsteiger des Jahres 2013:
    Kevin Alder, „Dos Palillos“, Hotel Casa Camper
    Alexander Koppe, „a.choice“, andel’s Hotel Berlin
    Florian Glauert, „Duke“, ELLINGTON HOTEL BERLIN
    Roel Lintermans, „Les Solistes by Pierre Gagnaire“, Waldorf Astoria Berlin
    Andreas Saul, „Bandol-sur-mer“

Berliner Gastgeber 2013:
    Ivo Ebert, „Restaurant reinstoff“
    Peter Frühsammer, „Frühsammers Restaurant“
    Marko Grundmann, „first floor“, Hotel Palace Berlin
    Andrea Güttes, „Das Restaurant“
    André Macionga, „Restaurant Tim Raue“

Berliner Szenerestaurant 2013:
    „Cookies Cream“
    „Grill Royal“
    „Kochu Karu“
     „Long March Canteen“
     „The Grand“