Öffnen, probieren, umtauschen – was ist im Supermarkt erlaubt?

Der März-KONSUMENT informiert über Rechte und Pflichten beim Einkauf

Ein paar Trauben kosten, die Tüte Gummibärchen noch vor der Kassa öffnen und die Bierkiste mit dem Einkaufswagen nach Hause fahren? Beim Einkaufen im Supermarkt ist vieles, aber nicht alles erlaubt. In der Märzausgabe der Zeitschrift KONSUMENT fasst der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die wichtigsten Regeln zusammen und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher beachten sollten.

· Ist es erlaubt, noch nicht bezahlte Produkte zu öffnen oder zu verkosten? Hier ist auf jeden Fall Vorsicht angebracht, denn rein rechtlich ist die Sache klar: Solange eine Ware nicht bezahlt wurde, gehört sie dem Händler. In der Praxis wird es meist toleriert, wenn einzelne Produkte noch vor der Kassa konsumiert werden – solange sie im Anschluss ordnungsgemäß bezahlt werden. Ähnliches gilt auch für das Verkosten von offener Ware: Wenn ein bestimmtes Maß nicht überschritten wird, wird es in vielen Supermärkten geduldet. Erlaubt ist die Verkostung aber, streng genommen, nicht.

· Darf ich Ware betasten oder drücken, um sie zu prüfen? Verbraucherinnen und Verbraucher haben das Recht, Ware zu prüfen, bevor sie sie kaufen – solange die Ware bzw. die Verpackung durch die Prüfung nicht beschädigt wird. Auch hier sollte man aber vorsichtig sein und sich im Zweifel lieber beim Personal erkundigen.

· Bitte umtauschen? Auch wenn Konsumentinnen und Konsumenten oft dieser Meinung sind – ein Recht darauf, ein irrtümlich gekauftes Produkt gegen ein anderes umzutauschen, gibt es nicht. Anders verhält es sich, wenn sich z.B. nach dem Öffnen der Käsepackung herausstellt, dass das Lebensmittel verschimmelt ist. Dann muss der Händler die verdorbene Ware zurücknehmen.

· Ist es zulässig, wenn das Personal meine Einkaufstasche kontrolliert? Grundsätzlich gilt: Weder das Supermarktpersonal noch Mitarbeiter eines Security-Dienstes dürfen gegen den Willen einer Kundin oder eines Kunden die Einkaufstasche kontrollieren. Bei einem begründeten Verdacht kann das Personal jedoch verlangen, dass der oder die Betreffende so lange bleibt, bis die Polizei kommt. Und die darf dann auch in die Tasche schauen.

· Was ist, wenn etwas kaputt geht? Wer im Supermarkt versehentlich etwas fallen lässt, muss für den Schaden gerade stehen. Auch hier zeigen sich viele Händler in der Praxis jedoch kulant. Probleme gibt es meist nur, wenn teure Waren zu Bruch gehen. Bei größeren Schäden haben Kundinnen und Kunden gegebenenfalls aber auch die Möglichkeit, ihre private Haftpflichtversicherung einzuschalten.

· Darf ich den Einkaufswagen mit nach Hause nehmen? Den schweren Einkauf schnell mit dem Wagen nach Hause schieben? Keine gute Idee. Einkaufswagen gehören der Lebensmittelkette und sind teuer in der Anschaffung. Allein in Wien müssen jedes Jahr rund 130.000 verstreute Einkaufswagen wieder eingesammelt werden. Wer das Geschäft bzw. den Parkplatz mit dem Einkaufswagen verlässt und dabei erwischt wird, muss daher unter Umständen mit einer empfindlichen Strafe rechnen.

Den ausführlichen Bericht gibt es im März-KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

Formula-Diät

Generell sind Diäten keine Lösung für eine langfristige Gewichtsabnahme und -stabilisierung. Und das obwohl so gut wie alle Diäten eigentlich funktionieren – solange man sich nur daran hält. Das ist aber gleichzeitig das Kernproblem: wer will schon die nächsten 30 Jahre von 1.200 bis 1.500 kcal leben, dauerhaft auf fettreiche Lebensmittel verzichten oder jahrelang Pulver anrühren?

Eine bewusste und schlaue Ernährung sieht anders aus. Warum es aber einen großen, weiteren Grund gibt, gewissen Diäten eher aus dem Weg zu gehen, hat ökotest in ihrer aktuellen Ausgabe publiziert. Die nahm die sogenannten Formula-Diäten* mal genauer unter die Lupe und kam zu einem ernüchternden Ergebnis. Bis auf zwei Produkte, die immerhin das Prädikat „ausreichend“ bekamen, sind alle mit „mangelhaft“ und „ungenügend“ glatt durchgefallen. Sechs, setzen sozusagen.

Der Grund? Böse Inhaltsstoffe, falsche und unzureichende Kennzeichnung sowie zu wenig anwendungsorientierte Hinweise. Zeit wurde es, finde ich. Auch wenn ich durchaus nachvollziehen kann, dass bei starkem Übergewicht die anfängliche Unterstützung durch Formula-Shakes bei der – sagen wir mal zügigen – Gewichtsabnahme hilfreich sein kann. Dennoch fehlt bei dieser Art von Diät die Komponente Ernährungsbildung gänzlich. Ein Umstand, den ich bei vielen Diäten bemängele. Denn im heutigen Lebensmittel- und Ernährungsdschungel ist eine bewusste und individuell geeignete Ernährungsweise ohne Ernährungskompetenz kaum möglich.

Stattdessen gibt es fertige, für das Diätkonzept passende Produkte, die meine Bequemlichkeit weiter füttern und mir tiefer liegende Erkenntnisse verwehren. Dafür darf ich manchmal Punkte zählen oder mir etwas aus einer kleinen Lebensmittelliste aussuchen. Was ich aber nicht weiß: wie lange kann ich das so machen und wie bzw. was esse ich danach, ohne wieder in den schwereren Ausgangszustand zu kommen?
Das ist laut ökotest auch einer der Hauptgründe für die schlechten Ergebnisse. Die Produkte enthalten nicht nur jede Menge unerwünschte Inhaltsstoffe wie Aromen, Süßstoffe und gentechnisch veränderte Substanzen. Nein, die Produkte sind auch noch teilweise kalorienärmer als vorgeschrieben und kommen der Aufklärungspflicht nur in Ansätzen nach. So ist bei Pulverdiäten sowohl eine ärztliche Begleitung zur richtigen Durchführung wichtig als auch eine auf drei Wochen begrenzte Anwendungsdauer vorgeschrieben. Eine Tatsache, die auch so manch aus der Werbung bekannter Hersteller verschweigt.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch nach Formuladiäten das Gewicht schnell wieder ansteigt und der Stoffwechsel sich rächt. Zwar sind wir dann um eine Erkenntnis reicher. Wirklich leichter bleibt dabei aber leider nur die Geldbörse.

*Formula-Diäten sind frei verkäufliche Nährstoffpulver, die den täglichen Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen wie Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen decken sollen und dabei kalorienarm sind. Als Mahlzeiten-Ersatz verkauft unterliegen die Produkte der Diätverordnung.

Der Beitrag wurde zuerst auf www.irina-baumbach.de/blog veröffentlicht.

Walnüsse

Was wären Weihnachten und Advent ohne Walnüsse? In manch einer Familie ist gemeinschaftliches Nüsseknacken ein Adventsritual. Mit einem Zangennussknacker lässt sich die Naht zwischen den beiden Hälften der harten, hellbraunen Walnussschale am besten öffnen. Auch wenn es mühsam ist – es lohnt sich, die helle Samenhaut von den frisch geknackten, zwei bis drei Zentimeter großen, weißgelben Kernen zu entfernen. Ihr leicht bitterer Geschmack ist nicht jedermanns Sache.

Zur Dekoration oder im Salat sind halbe Kerne mit ihrer faszinierenden, unregelmäßigen Form begehrt. Als Backzutat oder als gesunde Zwischenmahlzeit, zur Veredelung von Konfitüren, Sirup oder Honig können auch Bruchstücke gut zum Einsatz kommen. Klassische Partner sind Zimt, Vanille, Honig, Schokolade und Marzipan. In der Riege der Salate sind diejenigen mit Obst oder mit leicht bitteren Blättern wie Chicorée und Radicchio typische Walnuss-Kandidaten.

Mit einem Fettanteil von 62,5 Prozent gehören Walnüsse zu den besonders energiereichen Nüssen. „Die gute Nachricht ist, dass es sich dabei um wertvolle Fette handelt“, sagt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid. „Walnüsse besitzen einen sehr hohen Gehalt an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.“ Das ändert allerdings nichts daran, dass die leckeren Nüsse mit rund 670 Kilokalorien pro hundert Gramm ziemlich gehaltvoll sind. „Genuss in Maßen ist also auch bei Walnüssen eine gute Devise.“

Ursprünglich stammt die Walnuss aus Asien. Heute wird sie weltweit in Ländern mit gemäßigtem Klima kultiviert. Hierzulande reifen die kugeligen bis ovalen Schalenfrüchte ab September. Nur in der Erntezeit sind in den Anbauregionen frische, ungetrocknete grüne Nüsse (Schälnüsse) zu haben. Die Hauptangebotszeit für getrocknete Walnüsse in Schale dauert etwa von Oktober bis Januar. Aus Übersee – vor allem aus den USA – sind die Früchte jedoch mittlerweile ganzjährig erhältlich. Das gilt auch für Backzutaten wie geschälte oder gemahlene Nusskerne.

Beim Kauf von getrockneten ganzen Nüssen gilt das Hauptaugenmerk der Schale. Eine unverletzte Hülle ist ein wichtiges Qualitätszeichen. Gleichmäßig helle Farbe kann darauf hinweisen, dass die Früchte chemisch behandelt wurden. An einem kühlen, dunklen Lagerplatz sind Walnüsse in der Schale monatelang haltbar, solange sie ausreichend Luft bekommen.
Eva Neumann, www.aid.de

Benito Molina und Solange Muris

Benito Molina und Solange Muris präsentieren ihre „Baja California-Cuisine“ im Juli im Wiener Restaurant „Mercado“

Die beiden mexikanischen Spitzenköche vom Restaurant Manzanilla in Ensenada wurden 2014 von der „Latin Americás 50 Best Restaurant List“ mit dem 25. Platz ausgezeichnet.

Alexander Theil, Küchenchef des Restaurant Mercado und selbst 8 Jahre lang Chefkoch bei Jean Georges Vongerichten in Los Cabos, ist es gelungen das mexikanische Spitzenduo für eine kulinarische Visite der im Rahmen von Theil und Piber konzipierten kulinarischen Reihe „ El sabor de la cocina Latinoamericana“, nach Wien zu bringen und einer breiteren Öffentlichkeit erstmals hier vorzustellen.

Die beiden vom US Gourmet Magazine auserwählten Pioniere der Baja California Cuisine, präsentieren ihr Können auch im Rahmen einer eigenen TV-Show auf FOX im mexikanischen Fernsehen. Benito Molina ist auch dieses Jahr in dem lateinamerikanischen TV-Format „Masterchef“ als Juror tätig.

Die Baja California Cuisine setzt verstärkt auf die Verarbeitung lokaler, zumeist biodynamisch angebauter Produkte sowie auf die Verwendung von frischem Fisch und Meeresfrüchten, die von der Westküste Mexikos bezogen werden. Benito und Solange’s Küchenstil wird auch als mexiterenean bezeichnet.

Der Erfolg von Benito Molina und Solange Muris ist ungebrochen, die Zeitschrift Monocle wählt sie zu einem der besten 8 Restaurants von Mexiko, „Life & Style“ sieht es als eines der 3 wichtigsten mexikanischen Restaurants des Jahrzehnts.

Am 10. und 11. Juli zeigen Benito Molina und Solange Muris ihr Können im Restaurant Mercado. Anschließend haben die Gäste bis zum 02. August die Gelegenheit ein Menü von Benito & Solange zu verkosten.

Paco Ruano kommt nach Wien

Paco Ruano eröffnet eine neue kulinarische Reihe im Wiener Restaurant Mercado “El sabor de la cocina Latinoamericana”

Lateinamerika avancierte in letzter Zeit zur kulinarischen Trenddestination. Die unterschiedlichen Küchentraditionen dieses Kontinents haben durch eine neue Generation an oft auch international ausgebildeten Köchen eine spannende Neuinterpretation erfahren.
Der österreichische Gastronom, Klaus Piber, startet gemeinsam mit seinem Küchenchef Alexander Theil mit April 2015 die kulinarische Reihe „El sabor de la cocina Latinoamericana“ in seinem Wiener Restaurant Mercado. Er wird zukünftig verschiedene Köche Lateinamerikas nach Wien einladen und deren genuine Küchenstile präsentieren.

Zum Auftakt kommt der 31 jährige mexikanische Koch Paco Ruano aus Guadalajara nach Wien. Ruano startete seine Karriere bei Thierry Blouet in dessen preisgekröntem Restaurant Café des Artistes in Puerto Vallarta, an der Westküste Mexikos. Weitere Stationen führten ihn nach Europa, wo er unter anderem im Mugaritz, bei den Brüdern Roca im El Celler de Can Roca und im derzeit als weltbesten Restaurant geltenden Noma in Kopenhagen tätig war.

Die Liebe zum Kochen war von klein auf da. Seine Großmutter betrieb ein Restaurant in Guadalajara und bereits mit 14 Jahren wusste er, dass sein Lebenstraum die Leitung eines eigenen Restaurants sein würde. Vor drei Jahren eröffnete er in seinem Heimatort das Restaurant Alcalde. Dort präsentiert er eine authentische und geschmacklich faszinierende Küche und interpretiert die an Gewürzen und Aromen reiche mexikanische Küchentradition neu.

Mit „El sabor de la cocina Latinoamericana“ werden Klaus Piber und sein Küchenchef Alexander Theil in regelmäßigen Abständen Topköche Lateinamerikas nach Wien bringen
und hier die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Küchenstile vorstellen. Am 10. und 11. April zeigt Paco Ruano sein Können im Restaurant Mercado. Anschließend haben die Gäste bis 3. Mai die Gelegenheit ein Menü Paco Ruanos zu verkosten.

Die nächsten Gastköche werden Mitte Juni „Benito und Solange“ vom Restaurant Manzanilla aus Ensenada, in Mexiko sein.

Test Studentenfutter

Von „Sehr gut“ bis „Mangelhaft“ lauten die Qualitätsurteile der Stiftung Warentest für 20 Studentenfutter, veröffentlicht in der September-Ausgabe der Zeitschrift test. Die vorderen Plätze belegen die Studentenfutter der Traditionsmarken Seeberger und Ültje, einige preiswerte Handelsmarken überzeugen dagegen nicht.

Wie sich Studentenfutter zusammensetzt, ist nicht verbindlich geregelt. Daher gibt es bei der Zusammensetzung der getesteten Produkte große Unterschiede: Mit oder ohne Erdnüsse, 50 Prozent Rosinen oder nur 27 Prozent, viel oder wenig Hasel-, Wal-, Para-, Cashewnüsse oder Mandeln – für jeden gibt es eine passende Sorte.

Schadstoffe trüben den gesunden Knabberspaß nicht. Die Nüsse einiger preiswerter Handelsmarken schmeckten aber „alt“ oder „dumpf“, das Studentenfutter von Netto Marken-Discount sogar leicht ranzig. Die Abschlussnote für dieses Produkt lautete deshalb nur „mangelhaft“.
Die beiden Bio-Studentenfutter schnitten „gut“ und „befriedigend“ ab. Grundsätzlich gilt: Studentenfutter ist als Zwischenmahlzeit gut geeignet, solange man, wegen der hohen Kalorienzahl, nicht zu viel davon isst.

Der ausführliche Test Studentenfutter erscheint in der September-Ausgabe der Zeitschrift test (seit 29.08.2014 am Kiosk) und ist unter www.test.de/studentenfutter abrufbar.

Die kulinarischen Vorlieben von Angela Merkel und Peer Steinbrück

Es muss nicht immer Pinot Grigio sein, wenn Peer Steinbrück nach Feierabend etwas trinken geht. Ein ordentlicher Gin Tonic tut es auch – aber bitte „im richtigen Mischungsverhältnis“, also 50-50, berichtet DER FEINSCHMECKER in seiner aktuellen Ausgabe. Politikexpertin Evelyn Roll von der „Süddeutschen Zeitung“ hat für das Gourmetmagazin aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG die kulinarischen Vorlieben von Kanzlerin und Kandidat unter die Lupe genommen.

So erfuhr sie, dass Angela Merkel nach der Eurorettung erst mal eine Linsensuppe löffelte. Längst hat sich der Koch im Kanzleramt auf Merkels Geschmack eingestellt. Auf die Speisenkarte schreibt er deshalb Bratkartoffeln, Teltower Rübchen oder manchmal einfach nur eine Brühe. Und was die Kanzlerin gern isst, das kocht und backt sie auch selbst: Klopse, Rouladen, Pflaumenkuchen.

Peer Steinbrück, pannengeplagter SPD-Kandidat, hat schlechte Erfahrungen mit Aussagen zum Essen und Trinken gemacht – und gab sich schweigsamer. Wegen des Wahlkampfs hat er ohnehin kaum Zeit für ein Essen, es muss dann auch schon mal „ein Zigarillo gegen den kleinen Hunger“ ausreichen, schreibt Roll. Mit Wein kennt er sich hingegen besser aus – egal ob Sauvignon Blanc, Sancerre, oder Chardonnay: Steinbrück trinkt gern ein Glas Weißwein, solange er gut gekühlt ist.

Die September-Ausgabe von DER FEINSCHMECKER ist jetzt
am Kiosk erhältlich und kostet 9,95 Euro.

Romanesco – der grüne Blumenkohl

Jetzt hat der Romanesco Saison. Das aromatische Gemüse mit den dekorativen Röschen kann gekocht, blanchiert oder frittiert werden. Es eignet sich aber auch für Auflauf und Quiche, Pasta, eine sommerliche Gemüsesuppe und als Beilage zu Fleisch und Fisch. Wenn der Kohl sehr jung und zart ist, schmeckt er auch als Rohkost im Salat. Im Gegensatz zu anderen Kohlsorten enthält er kaum blähende Substanzen und ist leicht verdaulich. Romanesco ist reich an Vitamin C, Provitamin A, Carotin, B-Vitaminen, Kalium, Phosphor und Zink.

Romanesco gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine grüne Zuchtform des Blumenkohls, die im Mittelmeerraum in der Nähe von Rom entstanden ist. So ist auch der Name des Gemüses zu erklären. Mit seinen spitz zulaufenden Röschen, die von dicht anliegenden dunkelgrünen Blättern umrahmt sind, ist der Romanesco auch etwas für das Auge. Da er keine Kälte verträgt, wird er erst im April und Mai im Freiland ausgesät. Die Pflanzen brauchen einen nährstoffreichen Boden und bilden riesige Blätter, sodass im Garten ein Abstand von mindestens 60 Zentimetern zu empfehlen ist. Der Romanesco wird geerntet, solange die Blüten noch geschlossen sind.

Vor der Zubereitung werden der Stielansatz und äußere Blätter entfernt. Anschließend wird der Romanesco von Schmutz gereinigt, in Röschen zerteilt und meist ähnlich wie Blumenkohl in reichlich Salzwasser bissfest gekocht. Mit etwas Zucker und Zitronensaft im Wasser behält er seine grüne Farbe.

Romanesco hat von Ende Mai bis Ende Oktober Saison. Frische Köpfe sind an den saftiggrünen und knackigen Hüllblättern zu erkennen. Er sollte möglichst rasch verarbeitet werden, da Nährstoffgehalt und Geschmack abnehmen. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich einige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Mehlwurm, Grille, Heuschrecke

Werbeaktion der Mongos Restaurants in Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Frankfurt, Hamburg und Köln: Hier können Gäste im Rahmen einer Test-Aktion ab heute bis zum 27. Januar kostenlos geröstete Grillen, Mehlwürmer und Heuschrecken kosten – solange der Vorrat reicht

Urteilt man nach ihren Gesichtern, scheint der Verzehr von Insekten bei den Bewohnern des Dschungelcamps trotz Dauer-Magenknurrens nicht sehr hoch im Kurs stehen.
Doch ist es wirklich so schlimm? In vielen Ländern der Welt stehen Grille, Mehlwurm und Co. regelmäßig auf dem Speiseplan, sind dort so normal wie Brot und Butter hierzulande und gelten sogar als Delikatesse. Über den Nährwert und die Umweltfreundlichkeit von Insektenfleisch lässt sich ohnehin nicht streiten – es enthält deutlich mehr Kalzium, Eisen, Vitamine und Eiweiß als Rind- oder Schweinefleisch. Und auch in punkto CO2- und Amoniak-Ausstoss bei der Produktion haben die Insekten die Nase respektive Fühler gegenüber Rind und Schwein deutlich vorn.

Spricht also eigentlich alles für die kleinen Krabbler, oder? Dann also ran an den Speck – oder besser gesagt: die Proteine. Die Mongo’s-Restaurants in Bochum, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Frankfurt, Hamburg oder Köln laden ihre Gäste zu einer ganz besonderen Test-Aktion ein: Ab heute bis zum 27. Januar können die Mongo’s-Gäste kostenlos Grille, Mehlwurm oder Heuschrecke probieren – solange der Vorrat reicht.

Von den eher „gewöhnungsbedürftigen“ Zubereitungsarten à la Dschungelcamp nehmen die Mongo’s-Köche dankenswerter Weise auch Abstand. Im Mongo’s werden die Insekten kross geröstet und mit einem leckeren Dip gereicht.
Das Mongos legt gegenüber Gourmet Report wert auf die Tatsache, dass sich kein Mehlwurm zwischen den Zutaten des Frischebuffets verirren kann: Sie werden nicht als Teil des sogenannten Food-Markts angeboten und auch nicht zusammen mit den anderen Zutaten an den Frontcooking-Stationen im Restaurant, sondern separat in der Küche zubereitet, so der Sprecher der Restaurants.

www.mongos.de

Wildfleisch

Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase und Kaninchen – Gerichte mit Wildfleisch sind nach wie vor etwas Besonderes und haben gerade in der kalten Jahreszeit Saison. Damit das Wild gut schmeckt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. So sollten beispielsweise Reste der Außenhaut entfernt werden, da sie ausgesprochen sehnig ist. Besonders saftig gelingt das Fleisch, wenn es über Nacht an einem kühlen Ort in einer leicht gesalzenen Brühe aus Wildknochen eingelegt wird. Die oberen Zellschichten nehmen die Flüssigkeit auf und geben sie beim Braten wieder ab. Der eigene Fleischsaft bleibt dadurch weitestgehend im Wildbret erhalten.

Dass Spicken oder Bardieren das Fleisch saftiger macht, ist übrigens ein Märchen. Beim Spicken wird das Fleisch mit Speckstreifen oder Gewürzen durchzogen, Bardieren ist das Umwickeln mit Speck. Das Fleisch nimmt generell kein Fett auf, es bleibt lediglich an der Oberfläche haften. Da der Speck zusammen mit dem Fleisch gegessen wird, entsteht jedoch der Eindruck, dass das Wildbret durch diese Methode saftiger schmeckt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Oberfläche des umwickelten Fleischstücks verschließt sich beim direkten Anbraten in Fett erst später und solange kann Saft austreten.

Durch das Spicken mit Gewürzen gelangen die Aromen ins Innere des Fleisches. Allerdings verwendet man hierfür besser nicht die Spicknadel, sondern schneidet das Loch vorsichtig mit einem Messer. So werden die Zellen geöffnet und die Gewürze nicht abgestreift.

Wildfleisch sollte mindestens für zwei Minuten auf eine Kerntemperatur von 70 Grad Celsius oder darüber erhitzt werden. Denn beim Erlegen des Tieres kann man ein Eindringen von Erregern in die Muskelzellen nicht ausschließen – auch trotz einer amtlichen Fleischuntersuchung. Wenn das Fleisch beim Eindrücken mit dem Finger nicht mehr nachgibt, ist das Stück durchgegart. Der austretende Saft sollte nicht mehr rosa sein. Wer auf Nummer Sicher gehen will, verwendet ein Bratthermometer.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de