Neue AMA-Gütesiegel-Broschüre: „Zwei Zeichen für Qualität und Sicherheit“

AMA Marketing: Zwei Zeichen für Qualität und Sicherheit
Gratis-Broschüre erläutert AMA-Gütesiegel und AMA-Bio-Zeichen

„Bei allen Produkten mit dem rot-weiß-roten AMA-Gütesiegel und der Herkunfts-angabe „Austria“ müssen die Wert bestimmenden Rohstoffe aus Österreich stammen sowie die Be- und Verarbeitung im Inland erfolgen.
Produkte, die dieses Gütesiegel tragen, erfüllen höchste Qualitätsanforderungen. Bauern, Verarbeitungsbetriebe und Handel müssen strenge Richtlinien kompromisslos einhalten, die von unabhängigen Prüfstellen kontrolliert werden. Darauf ist Verlass“, betont DI Martin Gressl, Leiter des AMA-Qualitätsmanagements und damit oberster Wächter über AMA-Gütesiegel und AMA Bio-Zeichen immer wieder.

Doch was genau steckt hinter AMA-Gütesiegel und AMA-Bio-Zeichen ganz konkret? Was bedeuten diese Gütesiegel für das einzelne Produkt?

Wussten Sie z.B., dass
AMA-Gütesiegel Fleisch mit Herkunftsangabe „Österreich“ immer und ausschließlich von Tieren stammt, die in Österreich geboren, aufgezogen und geschlachtet wurden
-AMA-Gütesiegel-Milch auch am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit noch immer der Güteklasse 1 entsprechen muss?
-AMA-Gütesiegel Obst & Gemüse sowie Erdäpfel nach den Grundsätzen des „Integrierte Landbaus“ und damit besonders umweltschonend produziert werden?
-AMA-Gütesiegel-Eier niemals aus Käfighaltung, sondern immer nur aus Boden- und Freilandhaltung stammen und die Ei-Erzeugung besonders strengen Hygienekriterien unterliegt?

Diese und noch viele weitere Antworten für die Produktionsbereiche Milch, Fleisch, Obst & Gemüse, Eier & Geflügel sowie Bio finden sich in der Broschüre
„Zwei Zeichen für Qualität und Sicherheit“, die ab sofort kostenfrei unter der
Email-Adresse: QM-Programme@ama.gv.at und im Webshop der AMA Marketing Homepage www.ama-marketing.at bestellt werden kann.

Öko Test: Waschmittel

ÖKO-TEST-Magazin August 2009

Bio-Waschmittel ist nicht umweltverträglicher

Mit welchem Colorwaschmittel man wäscht, ist weitgehend egal. Das zeigt der neue Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST: Die 17 kompakten pulverförmigen Waschmittel gleichen sich in ihrer Waschleistung sehr. 14 Produkte schneiden mit „gut“ ab, drei mit „befriedigend“.

Die Colorwaschmittel kommen zwar in punkto Fleckenentfernung an Vollwaschmittel nicht heran, doch die meisten Flecken haben sie beim Labortest mit Bravour gemeistert. Nur vor hartnäckigen Flecken wie gebrauchtem Motoröl mussten sie passen. Alle Produkte haben auch ihre wesentliche Aufgabe erfüllt: Sie schonten die Farben der Wäsche.

ÖKO-TEST räumt außerdem mit einem Irrglauben auf: Bio-Waschmittel halten viele Verbraucher als besonders umweltverträglich, doch sie belasten das Abwasser mit Chemikalien ebenso wie konventionelle Produkte. Bei Bio-Waschmittel setzen Hersteller vorrangig nachwachsende Rohstoffe ein. Über die Umweltverträglichkeit sagt das jedoch nichts aus. Entscheidend ist die Öko-Toxität, also die Giftigkeit für Wasserorganismen. Das Öl aus der Orangenschale beispielsweise ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, wird aber als giftig für Wasserorganismen und schlecht abbaubar eingestuft.

Die aktuelle Ausgabe vom ÖKO-TEST- Magazin August 2009 gibt es seit dem 31. Juli 2009 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Hintergrund

Label auf Waschmittel

Ecocert

Wer vergibt es: die französische Kontrollorganisation Ecocert.

Was bedeutet es: Waschmitteltenside kommen nicht in der Natur vor, sondern werden durch komplexe chemische Prozesse gewonnen. Das Label gibt einige grundlegende Rahmenbedingungen vor. Es sind nur Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen zugelassen sowie natürliche Duft- und Farbstoffe. Chemische Herstellungsprozesse sind vorgegeben, allerdings sind auch problematische Verfahren wie Ethoxylierung zugelassen – für zertifizierte Naturkosmetik undenkbar. Das Zeichen ist ein guter Ansatz, ein Garant für ökologische Unbedenklichkeit kann ein Label für Waschmittel nicht sein.

Eco Garantie

Wer vergibt es: der belgische Zertifizierer Ecogarantie.

Was bedeutet es: Das Zeichen ist sehr umfassend. Die Rohstoffe sollen, soweit verfügbar, aus biologischem Anbau stammen, Erdölchemie ist nicht erlaubt, Ethoxylierung seit Neuestem auch nicht mehr. Das Label macht Anleihen beim Europäischen Umweltzeichen, etwa was die Gefährlichkeit eines Produkts für Wasserorganismen betrifft.

Europäisches Umweltzeichen für Waschmittel

Wer vergibt es: Das Zeichen wurde von der europäischen Kommission eingeführt und wird von nationalen Institutionen vergeben. In Deutschland sind dafür das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) und das Umweltbundesamt zuständig.

Was bedeutet es: Besonders problematische Stoffe wie Moschus-Verbindungen, krebsverdächtige oder fruchtschädigende Stoffe sind verboten, Tenside müssen leicht bioabbaubar sein. Andere schwer abbaubare Stoffe, etwa Phosphonate, dürfen nur in einer bestimmten Konzentration eingesetzt werden. Rohstoffe aus der Erdölchemie sind erlaubt. Die Giftigkeit für Wasserorganismen wird anhand der Rezeptur genau berechnet, alle Inhaltsstoffe gehen, je nach Gefährlichkeit, mit unterschiedlichen Faktoren in die Berechnung ein.

Bewertung: Auch für konventionelle Produkte erreichbarer, gut kontrollierter Standard, der leider nicht weit verbreitet ist. Zertifizierte Waschmittel der Marke Rei kamen erst kürzlich auf den Markt. Informationen unter: www.eco-label.com

ÖKO-TEST-Magazin August 2009
Seit dem 31.07.2009 überall im Handel erhältlich
Preis: 3,80 Euro

Krombacher Pils im ÖKO-TEST

Krombacher Pils mit Prädikat „sehr gut“ im ÖKO-TEST-Magazin 8/2009

Die neueste Ausgabe des ÖKO-TEST Magazins vom 31.07.2009 belegt es schwarz auf weiß. Krombacher Pils ist von den Juroren der Zeitschrift mit dem Prädikat „sehr gut“ ausgezeichnet worden. Damit wird einmal mehr die hohe Qualität von Krombacher Pils, der meistgekauften Premium-Pilsmarke in Deutschland, belegt.

Hervorragender Geschmack

Bei der sensorischen Prüfung erzielte Krombacher Pils dabei in den Kategorien Geruch, Geschmack, Rezenz, Vollmundigkeit sowie Qualität der Bittere, hervorragende Werte. Der Schaum, so die Tester, sei feinporig und stabil, die Farbe goldgelb. Insgesamt zeichne sich Krombacher Pils durch einen weichen und milden Geschmack und durch eine deutlich malzaromatische Geruchsnote aus. Ein Genuss für alle Pils-Kenner.

Höchste Qualität der Rohstoffe

Von Beginn an legte man in Krombach Wert auf die allerbeste Qualität der Rohstoffe. Krombacher Pils wird mit weichem Felsquellwasser, ausgesuchter Gerste und edelstem Hopfen gebraut. Das Urteil der ÖKO-TEST-Juroren bestätigt jetzt den Qualitätsanspruch der Krombacher Braumeister.

Mehrweg – pro Umwelt

Auch bei den weiteren Untersuchungen der Verpackung und der Inhaltsstoffe schneidet Krombacher Pils mit „sehr gut“ ab. Positiv benotet wurde zudem die umweltfreundliche Mehrwegflasche aus dem Flaschenpool der deutschen Brauwirtschaft. Mehrwegflaschen sind umweltfreundlich, da sie wieder befüllbar sind, sich in einem geschlossenen Wirt-schaftskreislauf bewegen und die Umwelt mit deutlich weniger CO2 belasten als andere Verpackungsarten.

Krombacher Pils – meistgekaufte Premium-Biermarke Deutschlands

Krombacher wurde 1890 zum ersten Mal im Siegerland gebraut und setzte in der Folgezeit zu einem Siegeszug durch ganz Deutschland an. Gerade in den letzten Jahren konnte Krombacher Pils immer mehr Genießer und Kenner überzeugen. Heute kommt jedes zehn-te Pils in Deutschland aus dem Ort Krombach am Fuße des Rothaargebirges im Sieger-land.

Auch Krombacher Radler hervorragend getestet

Im Übrigen ist das ÖKO-TEST Ergebnis nicht das erste Mal das Krombacher Produkte sich bei Vergleichstests hervorragend platzieren konnten. So ging Krombacher Radler aus einer ÖKO-TEST Untersuchung von über 20 Markenradlern im vergangenen Jahr als Testsieger hervor.

Lebensmittel-Imitate

Lebensmittel-Imitate: AMA-Gütesiegel als wertvolle Orientierungshilfe

Mikinovic: Echte Rohstoffe aus heimischer Produktion verwendet

Im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion über
Käse-Imitate und Schummel-Schinken wies heute der Geschäftsführer der
AMA Marketing, Stephan Mikinovic, darauf hin, dass das AMA-Gütesiegel
den Konsumenten als wertvolle Orientierungshilfe diene, um echte
Produkte von „falschen“ unterscheiden zu können. Dabei gehe es
einerseits um wichtige Qualitätsunterschiede, aber auch darum, dass
Imitaten oft wichtige Nährstoffe fehlen, gab Mikinovic zu bedenken.
Die Rohstoffe für „Schummelprodukte“ wie etwa Palmöl oder Kokosöl
hätten außerdem lange Transportwege hinter sich, was sich negativ auf
die Ökobilanz auswirke.

„Für AMA-Gütesiegel-Käse sind beispielsweise in den Richtlinien
die Rohstoffe klar festgelegt. Derartiger Käse ist aus Milch zu
erzeugen und muss dem Österreichischen Lebensmittelkodex entsprechen.
Dies bedeutet, dass hier auch die Mindestreifezeit und das
Herstellungsverfahren genau definiert sind. Käse-Imitate hingegen
bestehen aus pflanzlichen Fetten – vorzugsweise aus Palm- oder
Kokosöl – sowie aus Verdickungsmitteln und Aromen oder
Geschmacksverstärkern. Wichtige Nährstoffe wie Kalzium fehlen also im
‚falschen‘ Käse“, gab der Geschäftsführer zu verstehen.

Gütesiegel-Schinken: Rohstoff klar geregelt

AMA Gütesiegel-Schinken wird ebenfalls nach Richtlinien erzeugt,
die dem strengen Lebensmittelkodex entsprechen. Darin ist das
Wasser-Eiweiß-Verhältnis klar geregelt und darf einen bestimmten Wert
nicht überschreiten. Weiters ist für die Herstellung ausschließlich
Fleisch des wertvolleren Schlögels (keine Schulter) vom Schwein
erlaubt. Zudem darf Beinschinken auch nur aus einem ganzen Stück
hergestellt werden. Beim sogenannten „Schummelschinken“ ist dem
gegenüber der Wassergehalt besonders hoch. Damit Fleisch Wasser über
den normalen Gehalt hinaus aufnimmt, werden Verdickungsmittel
eingesetzt (Stärke, Johannisbrotmehl, Carrageen).

Schlagobers mit dem AMA-Gütesiegel ist ein reines Naturprodukt und
bedarf keiner Zusätze. Für die Haltbarkeit muss es gekühlt gelagert
werden. Im Gegensatz dazu werden sprühfertige „Schlagobers-Imitate“
auf Pflanzenfettbasis hergestellt und bedürfen dem Zusatz von
Stabilisatoren, Emulgatoren, Aromastoffen sowie Farbstoffen.

Großer Unterschied zwischen „echt“ und „falsch“

Der Unterschied zwischen „echt“ und „falsch“ sei bei Lebensmitteln
also sehr groß, betonte Mikinovic. „Imitaten fehlen oft wichtige
Nährstoffe, die im echten Produkt enthalten sind, wie etwa Kalzium.
Bei ‚Schummelprodukten‘ ist es notwendig, Zusatzstoffe zu verwenden,
um Geschmack und Aussehen wie bei echten Produkten zu erreichen.
Diese Stoffe beeinträchtigen die Natürlichkeit und können damit in
Einzelfällen auch die Verträglichkeit der Produkte mindern. Rohstoffe
für Imitate stammen oft aus nicht nachhaltiger Landwirtschaft, etwa
aus gerodetem Regenwald“, gab Mikinovic zu bedenken.

Je mehr unnatürliche Lebensmittel erzeugt würden, umso eher werde
die nachhaltige Landwirtschaft mit all ihren Leistungen
(Landschaftspflege usw.) zurückgedrängt. Billige Imitate würden auch
die echten heimischen Lebensmittel wirtschaftlich unter Druck
bringen. Diese Preisspirale drehe sich nach unten und zwinge noch
mehr Landwirte aufzugeben. „Je mehr Imitate erzeugt und verkauft
werden, umso größer wird die Abhängigkeit davon“, warnte der
Geschäftsführer.

Wer also darauf achte, Lebensmittel zu konsumieren, die
ursprünglich sind und aus nachhaltiger Landwirtschaft stammen, tue
nicht nur etwas für das Klima, sondern unterstütze auch die heimische
Landwirtschaft und ernähre sich mit Sicherheit natürlicher. „Wer auf
das AMA-Gütesiegel als Orientierungshilfe setzt, ist immer auf der
sicheren Seite“, so Mikinovic.

European Food Trends Report

GDI Gottlieb Duttweiler Institute: «European Food Trends Report» – Neue Studie erschienen

Die Ernährungsbranche ist im Umbruch. Rare
Rohstoffe, steigende Preise, Lebensmittelskandale und ein wachsendes
moralisches Bewusstsein zwingen die Anbieter auf neue Wege. Eine neue
Studie des GDI Gottlieb Duttweiler Institute in Rüschlikon/ZH
verschafft einen Überblick über die wichtigsten Trends und ihre
Folgen.

In den vergangenen Jahrzehnten erlebten wir, wie das Angebot und
die Auswahl von Lebensmitteln wuchsen, während die Produkte stets
günstiger wurden. Doch jetzt blicken wir einer umgekehrten
Entwicklung entgegen: Nicht mehr Sättigung und Überangebote, sondern
neue Knappheiten werden die Foodbranche in den kommenden Jahren
herausfordern.

Denn Öl und Agrarrohstoffe werden teurer, der globale Bedarf an
Nahrung wächst rasant, und gleichzeitig schrumpfen wegen der
Auswirkungen der Klimaveränderungen die Ernteerträge. Das führt zu
knapperen Rohstoffen, teureren Grundnahrungsmitteln, weniger
sorglosen Konsumenten und intoleranteren Gesetzen. Der Markt für
Essen und Getränke wird sich damit schon sehr bald sehr radikal
verändern.

Die GDI-Studie beantwortet eine Reihe brennender Fragen: – Wie
reagieren Menschen auf Knappheit und Preisanstiege? – Werden
ungesunde Lebensmittel verboten? – Welches werden die wichtigsten
Innovationen in Industrie, Handel und Gastronomie sein? – Wer sind
die Gewinner und wer die Verlierer im Kampf um Mägen und Moral?

Der druckfrische «European Food Trends Report» des GDI Gottlieb
Duttweiler Institute basiert auf Interviews mit Experten aus
Forschung, Food-Industrie und Gastronomie verschiedener
westeuropäischer Länder. Er zeigt Perspektiven für Produzenten,
Ernährungsindustrie, Lebensmittelhandel und Gastronomie.

Die Studie kann bestellt werden unter
http://www.gdi.ch/de/publikationen/gdi-studien

Öko-Test beim Mogeln erwischt?

Öko-Test beim Mogeln erwischt

Das Bio-Label-Test Magazin deckt Schwindeleien bei Öko-Test auf.
Bei den Recherchen für den Test Naturkosmetik-Labels ist das Bio-Label-Test Magazin auf Schwindeleien beim SPD-Blatt Öko-Test gestoßen: Öko-Test bevorzugt bei Tests Anzeigenkunden, macht für diese Schleichwerbung und verbreitet Unwahrheiten zu Gunsten dieser Gruppe. Ebenfalls führt Öko-Test seit Jahren seine Kunden an der Nase herum: rein synthetische Konservierungsmittel werden als natürlich angepriesen.
Der Bio-Label-Test Naturkosmetik brachte auch so manche Überraschung zu Tage: Bei den meisten Labels sind synthetische Konservierungsmittel, synthetische Farbstoffe und extrem viele andere chemische Substanzen zugelassen. Bei einem Label stehen 450 synthetische Rohstoffe für ihre „Natur“-Kosmetik auf der Positivliste, bei einem anderen sind krebsverdächtige PEGs zugelassen und auch aggressive Tenside wie NLS/ Natriumlaurylsulfat findet man auf den Listen. Ohne chemische Substanzen kam nur ein Label aus.

www.bio-label-test.de

Die BIONADE Story

Die BIONADE Story:

Wie das Märchen vom ungarischen Wundertrank Hamburgs
Szenekneipen aufmischte
Ein fränkischer Braumeister, der gegen alle Widerstände an seine Idee glaubt,
eine aufgeschlossene Großstadt, in der Limo aus Bierflaschen plötzlich „hip“ ist
und vertauschte Etiketten, die einen unerwarteten Mythos spinnen – das ist
der Stoff, aus dem die BIONADE Story ist.

Familienbetriebe haben es im globalen Business nicht leicht. Bei der
Privatbrauerei Peter aus Ostheim in der Rhön sind Mitte der 80er Jahre
aufgrund der wirtschaftlichen Situation dringend neue Ideen gefragt. Diplom-
Braumeister Dieter Leipold lässt der Gedanke an ein alkoholfreies
Erfrischungsgetränk für Kinder nicht los. Es soll auf Basis von Malz und Wasser
nach dem typischen Brauverfahren hergestellt wird – eine gesunde Limonade
ohne chemische Zusätze eben.

Die Vision: Bio-Limo nach dem Brauverfahren
Leipold forscht fast ein Jahrzehnt, bis er 1995 die richtige Formel gefunden
hat: Für seine neue Limonade verwendet er ausschließlich Rohstoffe aus
kontrolliert-biologischem Anbau. Seine Kreation nennt er BIONADE. Sie wird
durch Fermentation, also Vergärung, von Malz gewonnen. Im Gegensatz zum
Bierbrauverfahren entsteht hierbei jedoch kein Alkohol, sondern Gluconsäure.
Diese sorgt für den typischen leicht herben Geschmack und dient zugleich zur
Konservierung. Durch den Zusatz von Kohlensäure sowie Frucht- und
Kräuteraromen kreiert der Braumeister einen sprudelnd-frischen Durstlöscher
auf natürlicher Basis.
Vertauschte Ungarn-Etiketten erregen Aufmerksamkeit
Auf der Suche nach Absatzkanälen für die Erfindung seines Stiefvaters treibt es
Peter Kowalsky, heute Geschäftsführer der BIONADE GmbH, 1997 bis in den
hohen Norden der Republik. Mit Erfolg: In Hamburg, mehr als 450 Kilometer
von Ostheim entfernt, zeigt sich der Großhändler Goettsche interessiert für die
Bio-Limonade. Er bestellt mehrere Kisten, um sie an die angesagte Szene-
Gastronomie im Hamburger Schanzenviertel zu verkaufen.

Zum gleichen Zeitpunkt hofft man bei BIONADE auf Erfolg in Osteuropa und
druckt für Ungarn Rückenetiketten in der Landessprache. Versehentlich landet
ausgerechnet eine Palette ungarischer Kisten in Hamburg. Und als die ersten
BIONADE Flaschen mit ungarischer Beschriftung in In-Kneipen und auf
Medienparties der Hansestadt kursieren, macht in der Szene schnell das
Märchen vom osteuropäischen Bio-Getränk speziell für Sportler und
Schwangere die Runde. Das Missgeschick entwickelt sich zum Glücksfall, denn
die Hamburger Kreativ- und Medienszene ist immer auf der Suche nach neuen
Trends: Die Zahl der Menschen, die sich für das vermeintlich aus Ungarn
stammende exotische Getränk begeistern, steigt. Und als die Wahrheit ans
Licht kommt, hat BIONADE schon viele Trendsetter und Multiplikatoren aus
Presse und Agenturen für sich eingenommen.

Die Telefone in Ostheim stehen von nun an nicht mehr still. „Wir wussten gar
nicht, was da oben in Hamburg eigentlich los ist“, erinnert sich Peter Kowalsky.
„Dieser Moment war der Startschuss für unseren großen Erfolg: Laufend
gingen neue Bestellungen ein.“ Der Trend aus Hamburg schwappt in den
Folgejahren nach und nach auf andere Großstädte über: Auch Gastronomen
aus Berlin oder Köln ordern jetzt die Bio-Limonade.

Handelsketten listen BIONADE
Das BIONADE Fieber in Hamburg erhält durch Ausschankaktionen auf
Trendsport-Veranstaltungen wie der Alsterrunde für Inline-Skater zusätzliche
Impulse. Gegen Ende 2003 berichten zwei namhafte Wirtschaftmagazine über
das erfolgreiche Erfrischungsgetränk aus der Rhön. Daraufhin wollen Metro und
Budnikowsky BIONADE unbedingt in ihr Sortiment aufnehmen. So gelingt der
vorsichtige Übergang vom Szene-Getränk der Gastronomie in eine steigende
Zahl deutscher Haushalte: Verließen zwischen 2002 und 2003 noch 2 Millionen
Flaschen die Brauerei in Ostheim, ist es im Jahr 2005 bereits die zehnfache
Menge.

Heute ist BIONADE im Handel sowie in der Gastronomie und Hotellerie
erhältlich und beliefert Kindergärten, Schulen und Kantinen. Im vergangenen
Jahr setzte das Familienunternehmen allein in Deutschland 200 Millionen
Flaschen ab. In über 20 Ländern ist BIONADE erhältlich, darunter die USA,
Japan und zahlreiche Märkte West- und Südeuropas. Von der explosionsartigen
Nachfrage profitiert auch die Heimatregion der Bio-Limonade, denn die
BIONADE GmbH bezieht den größten Teil ihrer Rohstoffe von Öko-Bauern aus
der Rhön.

Mit der „Danke Hamburg“-Aktion, die am 29. Juli 2008 startet, sendet das
Unternehmen nun ein Dankeschön an seine Kunden und Fans der ersten
Stunde. Denn in Ostheim in der Rhön hat man nicht vergessen, dass sie an der
märchenhaften Erfolgsgeschichte maßgeblich beteiligt waren.

Biergenuss und Grillvergnügen gehören zusammen

Bundesweite Umfrage ergibt: Bier ist beim Grillen das Getränk Nummer 1

Grillzeit ist auch Bierzeit. Denn laut einer aktuellen Umfrage der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH gehört der Genuss eines erfrischenden Bieres beim Grillen für die meisten Deutschen einfach dazu. Bei der Frage,
welches Getränk sie beim Grillvergnügen bevorzugen, favorisierten
46 Prozent der Befragten ab 18 Jahre Bier und Biermixgetränke. Mit deutlichem Abstand folgen auf der Beliebtheitsskala Wasser (14 %) und Wein (12 %). Rund zehn Prozent mögen Limonaden, lediglich vier Prozent Weinschorle. Mit dem Geschmackserlebnis
Bier wird in erster Linie geselliges Beisammensein, Durst stillende Erfrischung und hervorragende Qualität verbunden. Vor allem Männer (57 %) schätzen beim Biergenuss insbesondere die hochwertige Brauart und die natürlichen Rohstoffe nach dem
Reinheitsgebot. Zudem tragen das feinherbe Aroma und die prickelnde Frische zu einem perfekten Genusserlebnis für jeden Grillfan bei. Verantwortlich für diese positive Einschätzung des Bieres ist die traditionelle Herstellung nach dem
Reinheitsgebot, wonach nur Braugetreidemalz, Hopfen, Hefe und Wasser verwendet werden dürfen.

Bei Backwaren ist Frische gefragt

INTERNORGA 2008 – Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt
Vom 7. bis 12. März auf dem Hamburger Messegelände

Die deutsche Backbranche ist in Bewegung. Die Preise für Rohstoffe und
Zutaten wie Butter oder Molkereiprodukte steigen rasant, ebenso die Ausgaben
für Energie. Verändernde Verzehrgewohnheiten der Kunden bergen auf der
anderen Seite Umsatzpotenziale für Bäckereien, sofern sie darauf mit
entsprechenden Angeboten eingehen. Einen Überblick über aktuelle Trends,
Konzepte und Produkte im Bäckerei- und Konditoreibereich gibt die
INTERNORGA. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt ist vom 7. bis 12. März
auf dem Hamburger Messegelände geöffnet.

Der deutsche Backmarkt ist einer der vielfältigsten auf der Welt. Mehr als
300 Brotsorten und rund 1.200 Klein- und Feingebäcke werden hierzulande
angeboten. Dabei haben die Kunden konkrete Vorstellungen hinsichtlich der
Qualität und Verfügbarkeit. Helmut Klemme, Präsident des Verbandes Deutscher
Großbäckereien: „Bei den Endverbrauchern liegen frische Backwaren ganz stark
im Trend, und das am liebsten rund um die Uhr. Hier bieten sich Chancen für
die gesamte Branche vom Bäckerhandwerk über die Großbäckereien bis hin zu
den Herstellern von Tiefkühl-Backwaren.“

Zu kämpfen haben viele Betriebe allerdings mit den Preisanstiegen für
Rohstoffe und Energie. Hier ist das richtige unternehmerische Handeln
gefragt. Bei den Energiekosten können Investitionen in neue Geräte und
Anlagen in der Back- und Kühltechnik, wie sie auf der INTERNORGA präsentiert
werden, Abhilfe schaffen. Dank der so möglichen Ersparnisse bei den
Betriebskosten amortisieren sich derartige Investitionen relativ schnell.

Angesichts der steigenden Preise für Zutaten lassen sich Preiserhöhungen
hingegen kaum verhindern. Umso wichtiger ist ein stimmiges Konzept verbunden
mit den passenden Marketingmaßnahmen. Dazu gehört die Konzentration auf
relevante Zielgruppen und eine sorgsame Prüfung des Sortiments, aber auch
die Gestaltung des Verkaufsraums und die Präsentation der Waren.
Erfolgversprechende Ansätze gibt es reichlich, sei es das Frontbaking, die
Umstellung auf Bio-Backwaren oder die Spezialisierung auf regionale
Brotsorten. Auch hier gibt die INTERNORGA Impulse und liefert Ideen.

Große Umsatzpotenziale liegen für die Branche im Außer-Haus-Markt, der seit
Jahren kontinuierlich wächst. Vor allem junge Konsumenten nehmen immer mehr
Mahlzeiten außerhalb der eigenen vier Wände ein. Davon profitieren besonders
die Bäckereien mit Snack-Angeboten. Im ersten Halbjahr 2007 konnten sie
ihren Umsatz nach Angaben des Verbraucherpanels CREST gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent steigern. Damit liegen sie an der Spitze in
der kommerziellen Gastronomie und Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung,
die insgesamt ein Umsatzwachstum von 3,3 Prozent verzeichnen konnte.

Der stetige Anstieg des Außer-Haus-Verzehrs verschiebt die traditionellen
Branchengrenzen zwischen Bäckereien und klassischen Gastronomiebetrieben
zusehends. Gerade hier kommt eine der großen Stärken der INTERNORGA zum
Tragen: Als Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt erlaubt sie den
Blick über den eigenen Tellerrand. Fachbesucher aus dem Backgewerbe können
sich über die Angebote im Food- und Snackbereich, in der Getränketechnik
oder Kaffeebranche informieren und so wertvolle Anregungen für ihren eigenen
Betrieb gewinnen.

Auf eines kann die Branche auf jeden Fall bauen: Das Brot ist der Deutschen
beliebteste Speise. Laut einer repräsentativen Umfrage der
CMA-Marktforschung steht es bei 94 Prozent aller Bundesbürger täglich auf
dem Speiseplan. Auch über die Landesgrenzen hinaus haben Backwaren durchweg
ein positives Image. Helmut Klemme: „Überall in Europa werden Backwaren
positiv wahrgenommen und zählen zu den gesunden Grundnahrungsmitteln.“
Klemme weiß, wovon er spricht. In einem Vortrag auf dem internationalen
Backkongress Hamburg Global Bake am 7. März anlässlich der INTERNORGA widmet
er sich dem spannenden Thema „Märkte im Aufbruch – Bäcker und Bäckereien in
Europa“.

Auf der INTERNORGA stellen rund 1.000 Unternehmen aus dem In- und Ausland
ihre Produkte und Dienstleistungen aus allen Bereichen des modernen
Außer-Haus-Marktes aus. Die Angebote für den Bäckerei- und Konditoreibedarf
finden sich konzentriert in der Halle B6. Hier präsentieren sich auf rund
13.000 Quadratmetern mehr als 150 Unternehmen aus dem In- und Ausland. Die
Bandbreite reicht von technischen Anlagen und Geräten über Rohstoffe,
Backmittel und weitere Zutaten bis hin zu Verpackungen und
Entsorgungstechnik sowie Ladenbau und Warenpräsentationen. Hinzu kommen
Marketing-Hilfen, Deko-Artikel und komplette Konzepte.

Die INTERNORGA, 82. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie,
Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien ist vom 7. bis 12.
März täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet.
Eintritt: 24 Euro (Zweitageskarte 34 Euro), Fachschüler: 12 Euro. Der
Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher.

Bionade

Bionade-Chef Peter Kowalsky hebt den Preis an und bastelt an einer weiteren Sorte

Bionade will 2008 mit einer Preiserhöhung und einer fünften Geschmacksrichtung das Geschäft vorantreiben. „Es wird eine Preiserhöhung geben. Allein schon, damit der Handel lernt, dass wir jedes Jahr eine machen“, sagt Peter Kowalsky, Geschäftsführer und Mitinhaber von Bionade, im HORIZONT-Interview. Wie viel die Kultlimo künftig kosten wird, entscheidet der Handel. Kowalsky: „Wir dürfen nur eine Empfehlung abgeben. Momentan kostet eine Flasche 59 Cent. Ich behaupte mal, dass der Preis auf 69 Cent steigt. Mittelfristig sind meiner Meinung nach sogar 79 Cent drin.“

Der frisch gekürte „Marketingmann des Jahres“ von HORIZONT – Zeitung für Marketing, Werbung und Medien – bastelt derzeit an einer weiteren Geschmacksrichtung, die spätestens mit anziehenden Temperaturen im April in den Regalen stehen soll.

„Erfrischungsgetränke sind ein Saisongeschäft und wir wollen die neue Sorte auch dafür nutzen, die Aufmerksamkeit wieder voll und ganz auf uns zu lenken und nicht auf die Wettbewerber“, so der Bionade-Chef.

Die neue Sorte soll – ähnlich wie Ingwer-Orange – aus zwei Komponenten bestehen. „Es wird eine sein, die zu unserem Bio-Landbauprojekt passt, das heißt, sie wird aus Deutschland kommen“, so Kowalsky. Mit dem Bio-Landbauprojekt Rhön setzt sich Bionade für den Bio-Anbau der Rohstoffe in der Region ein und unterstützt damit die ortsansässigen Landwirte. Bislang bezieht Bionade seinen Bedarf an Braugerste und Holunder aus dem Projekt.

Ein erstes Geschmacksurteil will sich Kowalsky bereits um die Weihnachtsfeiertage herum von seiner zehnjährigen Tochter holen: „Sie ist gnadenlos, sagt immer, was sie denkt. Und der Geschmack muss bei Kindern funktionieren.“

Das vollständige Interview mit Peter Kowalsky lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 51-52/07, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.