Kandidaten „Berliner Meisterköche 2006“ nominiert

52 Kandidaten aus Berlin und Brandenburg sind in
den sechs Kategorien „Berliner Meisterkoch 2006“, „Brandenburger
Meisterkoch 2006“, „Berliner Patissier 2006“, „Aufsteiger des Jahres
2006“, „Berliner Maître 2006“ und „Berliner Sommelier 2006“
nominiert. Eine unabhängige Jury, besetzt mit Gourmet-Journalisten
und Fachvertretern, hat die Nominiertenliste zusammengestellt. Am 31.
August 2006 geben die Berlin Partner GmbH und der Juryvorsitzende
Prof. Dr. Dieter Großklaus, Chaîne des Rôtisseurs, die gewählten
„Berliner Meisterköche 2006“ bekannt. Am 28. Oktober 2006 werden die
Preisträger im Rahmen eines feierlichen Gala-Diners im
InterContinental Berlin geehrt.

„Die Auszeichnung der „Berliner Meisterköche“ findet seit 1997 zum
zehnten Mal statt . In dieser Dekade hat sich in Berlin und
Brandenburg auch im internationalen Vergleich eine Spitzengastronomie
entwickelt. Das vielbeachtete Jubiläum und die Beliebtheit unserer
Kampagne „Berliner Meisterköche“ zeigen den Stellenwert, den die
gehobene Gastronomie als Standortfaktor spielt: Hervorragende
Kochkunst, exzellenter Service und Gastfreundlichkeit sind heute
Markenzeichen der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg“, so Rolf
Eckrodt, Aufsichtsratsvorsitzender der Berlin Partner GmbH.

In der Kategorie „Berliner Meisterkoch 2006“ sind Bobby Bräuer,
„Die Quadriga“ im Hotel Brandenburger Hof, Matthias Buchholz, „First
Floor“ im Hotel Palace, René Conrad, „VIVO“ im Grand Hotel Esplanade,
Josef Eder, „VOX“ im Grand Hyatt, Michael Hoffmann, „Margaux“, Thomas
Kammeier, „Hugos“ im InterContinental Berlin, Thomas Kellermann,
„Vitrum“ im The Ritz Carlton Berlin, Michael Kempf, „FACIL“ im The
Mandala Potsdamer Platz, Kolja Kleeberg, „VAU“, Christian Lohse,
„Fischers Fritz“ im The Regent Berlin, Thomas Neeser, „Lorenz Adlon“
im Hotel Adlon Kempinski Berlin, und Tim Raue, „Restaurant 44“ im
Swissôtel Berlin nominiert.

Zur Wahl des „Brandenburger Meisterkoch 2006“ stehen Alexander
Dressel, „Friedrich-Wilhelm“ im Hotel Bayrisches Haus, Potsdam, Dirk
Güttes, „Juliette“, Potsdam, Oliver Heilmeyer „Siebzehnfuffzig“ im
Hotel Zur Bleiche, Burg, Steffen Johst, „Speckers Gaststätte zur
Ratswaage“, Potsdam, Carmen Krüger, „Carmens Restaurant“, Eichwalde,
Jean-Pierre Pothier, „Alte Schule“, Reichenwalde, Frank Schreiber,
„Goldener Hahn“, Finsterwalde, und Peter A. Strauß, „Windspiel“ im
Schloss Hubertushöhe, Storkow.

„Berliner Patissier 2006“ könnten Karsten Anders, „Vitrum“ im The
Ritz Carlton Berlin, Guido Fuhrmann, „Desbrosses“ im The Ritz Carlton
Berlin, Carlo Fiala, „Restaurant 44“ im Swissôtel Berlin, Markus
Hammerschmidt, „Hugos“ im InterContinental Berlin, Tina Herzog,
„Lorenz Adlon“ im Hotel Adlon Kempinski Berlin, als „Patissier-Duo“
Norbert Krüger und Andreas Israelewski, „VAU“, Antje Menkenhagen,
„Die Quadriga“ im Hotel Brandenburger Hof, Marian Radke, „First
Floor“ im Hotel Palace, und Melanie Wolter, „Fischers Fritz“, The
Regent Berlin werden.

Als mögliche „Aufsteiger des Jahres 2006“ sind Jörg Behrend,
„Vivaldi“ im Schlosshotel Grunewald, Patrick Bolte, „Berlin-Sankt
Moritz“, Eduard Dimant, „shiro i shiro“, Matthias Gleiß, „H.H.
Müller“, Markus Herbicht, „Friedrichs“ im The Westin Grand Berlin,
Thomas Kurt, „E.T.A. Hoffmann“ im Hotel Riehmers Hofgarten, Marco
Müller, „Wein-Bar Rutz“, und Holger Zurbrüggen, „Balthazar“,
vorgeschlagen.

Für ihren exzellenten Service sind Axel Braukmann, „Vitrum“ im The
Ritz Carlton Berlin, Manuel Finster, „FACIL“ im The Mandala Potsdamer
Platz, Ralf Fränkel, „Vivo“ im Grand Hotel Esplanade, Kathrin
Hoffmann, „Margaux“, Uwe Lein, „First Floor“ im Hotel Palace, Rainer
Möckel, „Borchardt“, Marie-Anne Raue, „Restaurant 44“ im Swissôtel
Berlin, Gerhard Retter, „Lorenz Adlon“ im Hotel Adlon Kempinski
Berlin, Olaf Rode, „Hugos“ im InterContinental Berlin, und Heike
Seebaum, „Altes Zollhaus“, als „Berliner Maître 2006“ nominiert.

Zur Wahl des „Berliner Sommelier 2006“ stehen Claudia Albrecht,
„Vitrum“, The Ritz Carlton Berlin, Hendrik Canis, „VAU“, Jürgen
Hammer, „Wein-Bar Rutz“, Arno Steguweit, „Fischers Fritz“ im The
Regent Berlin, und Gunnar Tietz, „First Floor“ im Hotel Palace.

Berlin Partner GmbH
Die Berlin Partner GmbH ist die zentrale Anlaufstelle in Berlin, die
Investoren bei der Ansiedlung unterstützt, Berliner Unternehmen in
allen Fragen der Außenwirtschaft begleitet und den Standort Berlin
profiliert und vermarktet. Die Gesellschaft wird mehrheitlich von der
privaten Wirtschaft finanziert und ist durch den Berliner Senat mit
der Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen des Hauptstadt- und
Standortmarketings beauftragt. Mehr als 130 namhafte deutsche und
internationale Privatunternehmen verbindet das Interesse, den
Standort Berlin regional, national und international zu fördern.
Eines der Schwerpunktthemen bei Berlin Partner ist die Vermarktung
des Wissenschaftsstandortes Berlin/Brandenburg.

Weitere Informationen zum Projekt „Berliner Meisterköche“
www.berlin-partner.de/meisterkoeche

The Ritz in London feiert sein hunderjahriges Bestehen

The Ritz London öffnete unter großem Beifall der Weltpresse und vielen Besuchern seine Pforten am 25. Mai 1906. Das vom berühmten Schweizer Hotelier César Ritz gegründete, legendäre Hotel wurde auf der Stelle ein großer Erfolg. Niemand geringerer als der Prince of Wales – der spätere König Edward VIII – war Schirmherr des im Stil eines französischen Schlösschens erbauten Hotels. Den 100. Geburtstag nimmt das The Ritz London nun zum Anlass, mit einem speziellen – Centennial Arragement – zu feiern.

Das besondere Angebot zur Hundertjahrfeier beinhaltet zwei Übernachtungen ab einem Preis von 1.500 Pfund, eine Fahrt vom und zum Flughafen in dem neuen 2006 Rolls Royce Phantom des Ritz’, die freie Mitgliedschaft im The Ritz Club, eine Behandlung im hauseigenen Schönheitssalon, den Besuch einer Londoner Theateraufführung nach Wahl, Abendessen im prächtigen The Ritz Restaurant , das häufig als einer der schönsten Speisesäle Europas gepriesen wird , sowie ein Jubiläumsgeschenk zur Erinnerung an dieses spezielle Ereignis.

Das The Ritz London ist der erste bedeutende Stahlgerippebau in der Stadt an der Themse, von den Architekten Charles Mewes und Arthur Davis erbaut. Beide wirkten bereits schon einmal zusammen und gestalteten das Ritz in Paris und das Carlton im Londoner Haymarket. Die Innendekoration spiegelte den Louis XVI.-Stil wider. César Ritz freute sich sichtlich über sein Hotel, denn es war kleines Haus, dem ich stolz meinen Namen gebe.

Das The Ritz London war das bevorzugte Haus der englischen Aristokratie und vieler großer Namen. König Alfonso von Spanien und Königin Amelie von Portugal trafen sich hier, die russische Primaballerina Pavlova tanzte im Hotel, der Aga Khan und Paul Ghetty bewohnten hier über längere Zeiträume ihre Suiten und der Prince of Wales und Mrs. Simpson dinierten und tanzten im Palm Court. Während des Zweiten Weltkrieges trafen sich im Ritz mehrfach Churchill, de Gaulle und Eisenhauer in der Marie-Antoinette Suite zu geheimen Besprechungen. Auch Hollywood ging nicht am Ritz vorbei: So benötigte Charlie Chaplin schon damals 40 Polizisten, die ihm einen Weg ins Ritz durch die Masse der Fans bahnten. Das Ritz London war auch das erste Hotel in der Stadt, das von unverheirateten Frauen ohne Anstandsdame betreten werden durfte.

1995 kam der denkmalgeschützte Bau in Privatbesitz, und seitdem wurden über 25 Millionen Pfund in die vollständige Sanierung investiert. Fast hundertjährig erstrahlt das Hotel heute wieder im ursprünglichen Glanz und ist noch beeindruckender als im Jahr 1906. Während seiner ruhmreichen Geschichte war The Ritz immer ein Anziehungspunkt für die Großen und Mächtigen, die Berühmten und Schönen; es findet seinen berechtigten Platz unter den wirklich großen Hotels dieser Welt.

Aus Anlass des hundertsten Geburtstags des The Ritz wurden die umfangreichen Archive katalogisiert, um den Zugang für publizistische Zwecke und Forschung zu erleichtern. Das Archiv bietet nicht nur einen Überblick über die Architektur- und Sozialgeschichte, sondern auch faszinierende Einblicke in die vergangenen Jahrzehnte des Hotels. Sie beginnen mit dem Leben von César Ritz und seiner Zeit sowie der Errichtung des Gebäudes und führen über die Glanzzeit der 20er und 30er Jahre, die Vor- und Nachkriegszeit bis in unsere Tage mit allen Renovierungen und dem Einbau modernster Technik. Außerdem geben die Archive Aufschluss über die berühmten Gäste und Ereignisse, die The Ritz zur Ikone machten. Dieser ganz spezielle Geburtstag des The Ritz ist eine hervorragende Gelegenheit, um den einzigartigen Platz des Hotels in der Geschichte sowie seine Bedeutung als Sehenswürdigkeit Londons zu feiern.

Stephen Boxall, der Geschäftsführer des The Ritz London, sagt dazu: „Wir sind erfreut, Teil der Hundertjahrfeier des The Ritz zu sein. Wir wollen die Tradition der letzten hundert Jahre dieses legendären Hotels feiern und sie während der nächsten hundert Jahre am Leben erhalten. Wir werden viele Gäste zu diesen Festlichkeiten willkommen heißen und schauen voll Spannung auf viele weitere Jahre, in denen ‚Puttin’ on The Ritz‘ das Motto bleibt!“

Ritz Carlton Berlin versagt bei TopHotel Test

Das Branchenmagazin TopHotel testet anonym die besten Hotels. Das Berliner Ritz Carlton versagte bei einem Test im Januar jämmerlich.
Speziell im Food & Beverage Sektor ging so ziemlich alles schief, was schief gehen kann.

Heinz Horrmann (Die Welt) ist jedoch nicht der Meinung und schreibt: „Auch der Service im Gourmet-Restaurant Vitrum kommt nicht gut weg. Da allerdings sind unsere Erfahrungen völlig anders. Wie bei der Gästebefragung der Redaktionsgemeinschaft „Sternklasse“, wo das Vitrum zu einem der drei besten Restaurants im Lande gewählt wurde, haben wir sowohl Kellermanns Küche genossen als auch das Verwöhnprogramm des Service-Teams. Doch jeder Test ist eben eine Momentaufnahme.“

Gourmet-Report war selber vor kurzem in dem Haus und kann Horrmann eigentlich nur beipflichten, das Hotel ist gut. Jedoch sollte das Hotel die von TopHotel beschriebenen Missstände abstellen und so gut wie die Wolfsburger Schwester werden.

Der Test:
www.tophotel.de/aktuelles_heft/issue.shtml?ID=00000000000BD033
Horrmanns Artikel in der Welt:
www.welt.de/data/2006/01/28/836899.html

Inforadio Berlin hat ein interessantes Interview mit Thomas Kellermann gemacht, es ist hier zu lesen:
www.inforadio.de/radiotoread.do?subpage=null&command=detailview&dataid=102300#1

Ex-Ritz Carlton Boss übernimmt Breidenbacher Hof

Legendäres Hotel und Mehrzweck-Anlage für Einzelhandel und
Wohnen bis 2007 wiederaufgebaut

Es bedarf eines legendären Hoteliers und Visionärs, um die
Renaissance eines erstklassigen Hotels zu verwirklichen. Über 175
Jahre lang verkörperte der Breidenbacher Hof in Düsseldorf,
Deutschland, die Quintessenz von Luxus und Gastlichkeit in Europa.

Seit das Hotel im Jahr 1999 auf Grund seines baufälligen Zustands
schliesslich zumachen musste, wartete die Stadt Düsseldorf
sehnsüchtig auf das passende Konzept, um dieses aussergewöhnliche
Objekt wiederauferstehen zu lassen. Heureka – das richtige Konzept,
der geeignete Mann und die entsprechende Vision sind nun vereint,
denn dieses berühmte Hotel wird unter der Leitung von Horst Schulze
und der Besitzgesellschaft des Hotels, der Immobilienfima ‚Pearl of
Kuwait‘, wieder aufgebaut. Das Hotel wird dann von Schulzes
renommierter Hotelkette ‚Capella Hotels & Resorts‘ geführt werden.

„Allein schon die Erwähnung des Breidenbacher Hofs liess mich
ehrfürchtig erschauern, als ich in Deutschland aufwuchs und später in
das Gaststättengewerbe eintrat“, sagte Schulze, CEO der ‚West Paces
Hotel Group‘. „Der Name stand für oberste Qualität und Service in
allen deutschen, ja sogar europäischen Hotels. Mit den ‚Capella
Hotels & Resorts‘ als Betreibergesellschaft des neuen Breidenbacher
Hofs wollen wir nicht nur diese Tradition aufrechterhalten, was mit
tiefster Bewunderung und Respekt geschehen wird, sondern auch auch
neue Massstäbe für erstklassigen Standard im gesamten Hotel- und
Gaststättengewerbes setzen.“ Das Hotel, das den Namen Breidenbacher
Hof tragen wird, gehört zu einem Mehrzweck-Projekt, das gegen Ende
des Jahres 2007 fertiggestellt werden soll. Das Gebäude, das neun
Stockwerke umfasst, wird aus einem Luxushotel mit etwa 100 Zimmern,
hervorragenden Restaurants, Top-Einzelhandelsgeschäften, einigen
Büroräumen sowie Serviced Appartments bestehen.

Das Hotel liegt an der weltberühmten Königsallee, von den
Einwohnern dieser historischen Stadt am Rhein auch liebevoll „die Kö“
genannt. Die Königsallee, das vornehme Herzstück von Düsseldorf, ist
eine weltbekannte Prachststrasse, die optimale Einkaufsmöglichkeiten,
Restaurants und kulturelle Annehmlichkeiten einschliesslich Theatern,
Konzerten und historischen Schauplätzen zu bieten hat.

‚Capella Hotels & Resorts‘, eine neue internationale, führende
Hotelkette, die von der ‚West Paces Hotel Group‘ mit Sitz in Atlanta,
USA, ins Leben gerufen wurde, wird die Leitung des Hotels auf der
Basis einer langfristigen Vereinbarung übernehmen. Horst Schulze
hatte West Paces nach seinem Ausscheiden bei Ritz-Carlton gegründet,
wo er bis 2002 als President, COO und Vice-Chairman fungiert und mit
seinem Team den Ruf erworben hatte, Massstäbe in der
Dienstleistungsnorm der Luxusklasse zu setzen. Der Breidenbacher Hof
ist Eigentum der Immobilienfirma ‚Pearl of Kuwait‘, die auch für die
Sanierung zuständig ist. Die globale Anwaltskanzlei Clifford Chance
dient als Berater, während ChandlerKBS für die Entwicklungs- und
Projektleitung verantwortlich zeichnet.

Die ‚West Paces Hotel Group‘ wurde von Horst Schulze, dem früheren
President und COO der Ritz-Carlton Hotel Company, zusammen mit
mehreren Ehemaligen Führungskräften von Ritz-Carlton gegründet, um
Markenhotels in mehreren speziellen Marktbereichen aufzubauen und zu
leiten. Die Hauptverantwortlichen des Unternehmens vereinen
einmalige Sachkenntnis im Hotel- und Gaststättengewerbe mit einer
facettenreichen Karriere im Management von Weltklassehotels und
-resorts. Die Aufgabe des Teams besteht darin, mit Hilfe von
anspruchsvollem Service und Luxus, erstklassigen Anlagen und
Kongresszentren in Schlüsselstädten und wohlbekannten Ferienzielen
auf der ganzen Welt Werte zu schaffen.

www.capellahotels.com

Orlando in der Oberklasse

Mehr und mehr Luxustouristen besuchen Orlando – nur Gourmets sollten die Stadt weiter meiden

Als Urlaubsziel in Amerika steht Orlando ungeschlagen an der Spitze. Die
Stadt in Zentralflorida hat nicht nur die meisten Besucher, sondern nach dem
jüngsten Wirtschaftsbericht (November 2005) von Global Insight Inc. auch die
höchsten Einnahmen aus dem Tourismus. Mit 28,2 Milliarden Dollar im Jahr
2004 liegt Orlando noch vor Las Vegas, New York City, Los Angeles und
Chicago. Und Orlando ist längst nicht mehr nur populärste Destination für
Familien – mehr und mehr spezielle Programme und Angebote holen Touristen
der Luxusklasse auf „Amerikas Spielplatz“.

Penthouse und Privatyacht

Außergewöhnlich ist die Penthouse-Suite der Disney’s Animal Kingdom Lodge,
deren umlaufender Balkon den Blick auf eine afrikanische Savanne mit
hunderten Tieren vom schwarzen Kontinent möglich macht. Die zwei
Penthouse-Suiten des Ritz-Carlton Orlando Great Lakes beeindrucken mit
jeweils 250 Quadratmetern Wohnfläche. Und wer in Disney’s Grand Floridian
Resort & Spa absteigt, hat Zugriff auf eine 13 Meter lange Privatyacht samt
Butlerservice und Gourmetküche. Das Hyatt Regency Grand Cypress lockt nicht
nur mit einem 45-Loch-Golfplatz, Golfakademie und Tennisakademie, sondern
hat auch ein Reitzentrum angeschlossen. Im Westin Grand Bohemian werden über
100 Werke weltbekannter Künstler ausgestellt – das Hotel in Downtown Orlando
wurde vom Reisemagazin Condé Nast Traveler zu einem der besten Hotels der
Welt gewählt.

VIP

Einzigartige Besuche in den großen Themenparks versprechen VIP-und
Spezial-Touren. In Discovery Cove schwimmen die Gäste mit Delfinen und wer
das „Trainer for a Day“ Paket bucht, bekommt nicht nur noch intensiveren
Umgang mit den Tieren sondern auch einen Blick hinter die Kulissen dieser
einzigartigen Anlage. Die „Adventure Express Tour“ von SeaWorld Orlando
sichert Plätze in den besten Shows und an den Warteschlangen der
beliebtesten Attraktionen geht man einfach vorbei. Nervenkitzel garantiert
„Sharks Deep Dive“ – in einem Schutzkäfig tauchen Besucher hier in ein
Wasserbecken mit 50 Haien und tausenden anderen Fischen. Das Universal
Orlando Resort bringt Gäste bei seinen VIP-Touren nicht nur an die Spitze
jeder Warteschlange, sondern bekommen von speziell ausgebildeten Führern
auch jede Menge Hintergrundinformationen zu den Attraktionen in Amerikas
technologisch fortgeschrittenstem Themenpark. In allen vier Parks des Walt
Disney World Resorts werden thematische Touren angeboten, bei denen
beispielsweise Geschichte und Philosophie von Walt Disneys Vision beleuchtet
werden.

Gourmet

Im preisgekrönten Restaurant Victoria & Albert’s in Disney’s Grand Floridian
Resort and Spa sitzen ausgewählte Gäste am „Chef’s Table“ – dem Tisch des
Küchenchefs – und können aus 700 verschiedenen Weinen auswählen. Ansonsten
sieht es in Orlando recht mau aus. In der Sonntagsausgabe des Orlando
Sentinel gibt es von Scott Joseph eine Gastrokritik mit Führer, jedoch keine
wahren Highlights, eher etwas für jeden Tag. Für Lunch gefiel uns die
„Cafeteria“ der Kochschule Cordon Bleu (Culinary Insitute of Orlando)
aufgrund des guten Preisleistungsverhältnises.

Wellness

Zehn Wellness-Tempel, so genannte Spas, der Extra-Klasse haben Orlando
mittlerweile zu einer der Top-Oasen für Entspannung und Schönheit gemacht.
Allein die Größen der Spas sprechen für sich: der Canyon Ranch SpaClub im
Gaylord Palms Resort & Convention Center ist 1.800 Quadratmeter groß. Der
Mandara Spa im Portofino Bay Hotel lockt mit Angeboten auf 743
Quadratmetern. The Ritz-Carlton Spa in Grande Lakes Orlando bringt es gar
auf 3.600 Quadratmeter. Insgesamt bieten die zehn größten Spas Entspannung
für Körper und Geist auf über 11.500 Quadratmetern!

Verkehrsmittel

Hochklassig und ausgefallen in jeder Beziehung sind die Mietwagenangebote
von Luxury Rental Cars of Orlando. Dank günstiger Spritpreise sind große
Geländewagen wie Lincoln Navigator, Hummer und Cadillac ESV besonders
beliebt. Wem das zu auffällig ist, der kann zwischen Corvette, Prowler und
Mercedes SLK wählen. Auch die bekannten großen Mietwagenfirmen halten
ähnliche Wagen, teilweise zu erstaunlichen Preisen, vorrätig. Oft wird man
bei der Anmietung gefragt, ob man (kostenpflichtig) upgraden will. Hier
heisst es dann feilschen. Der Agent fängt hoch an und lässt sich
runterhandeln wie auf einem arabischen Bazaar. Wenn viele Wagen des
gewünschten Typs auf dem Hof stehen, kann man gute deals bekommen.

Für alle, die der Urlaubsmetropole Orlando im sonnigen Florida einen Besuch
abstatten möchten, hat das Orlando Tourism Bureau eine eigene Telefonnummer
einrichten lassen, um noch umfangreicher und schneller Informationen rund um
Orlando liefern zu können. Endverbraucher in Deutschland und Österreich
rufen die gebührenfreie Orlando-Hotline unter 0800-1007325 an, hinterlassen
Name und Adresse, und schon sind die umfassenden Orlando-Informationen in
deutscher Sprache auf dem Weg (aus der Schweiz gebührenpflichtig:
+49-6027-401107). Im Internet liegt das deutschsprachige Angebot unter
www.OrlandoInfo.com/de bereit.

Sven Elverfeld

Sanft plätscherndes Wasser, leichte Wellenbewegungen, romantischer
Kerzenschein, gedämpfte Atmosphäre und ein großer Wein – Viele
Reiseberichte könnten so eingeleitet werden. Aber sind wir ehrlich, die
wenigsten über Wolfsburg, dem beschaulichen Industriestädtchen in
Niedersachen. Das dem im Jahre 2005 nicht mehr so ist, daran hat ein
Mann wesentlichen Anteil: Sven Elverfeld, seines Zeichens Chef de
Cuisine im Ritz-Carlton.

Elverfeld ist einer jenen jungen Köche, von denen wir persönlich nicht
genug treffen können, um Ihre Kunst zu erleben. In jüngster
Vergangenheit wurde uns diese Ehre bei Christian Bau zuteil, der vor
kurzem vom Feinschmecker zum Koch des Jahres gewählt wurde. Wie Bau,
begreift auch Elverfeld die Küche in erster Linie als seinen
Arbeitsplatz, an dem er auf hohem Niveau mit Liebe zum Detail und einer
großen Portion Herzblut Spitzenleistungen bringen will, ohne dabei in
ein auf den ersten Blick kreatives, auf den zweiten Blick übermäßig
künstlerisches Gehabe zu verfallen. Dieses Auftreten vereinfacht nicht
nur die Ansprache und Kommunikation mit dem Gast, sondern auch das
Arbeiten in einer Küchenmannschaft, in der immer einer der Kopf sein
muss, aber keiner autokratischer Alleinherrscher.

Es ist in erster Linie der persönliche Umgang, der eine große Sympathie
für Elverfeld entstehen und den Eindruck gewinnen lässt, dass man das
Haus als Genießer betritt und als Freund verlässt. Aber es eröffnet
Elverfeld auch die große Chance, einem sich innerlich und emotional
öffnendem Gast entgegenzutreten, der sich auf Arbeitsweise, Speisen und
Komposition, auf höherem Maße einlassen möchte, als ein normaler
Konsument. „Involvement“ nennt man diesen Umstand in der
Managementsprache und man muss Elverfeld und seiner Mannschaft
attestieren, dass es ihm bei beiden unserer Treffen mit natürlicher
Leichtigkeit gelungen ist, ein solches in hohem Maß bei uns zu erzeugen.

Bei unserem jüngsten Besuch war es daher für umso spannender zu
erfahren, wie Elverfeld diese Fähigkeiten am Pass umsetzt.

15 Gänge lang durften wir erkunden, was Elverfelds Interpretation von
Kochkunst bedeutet. Spannende, gradlinige und klar interpretierte
Speisenkombinationen mit exzellenter handwerklicher Ausführung und – wir
hatten es bereits bei unserem Besuch bei Dieter Müller angedeutet –
Elverfeld stellt nicht sich selbst, sondern die Zutat als Kernelement
der Komposition in den Mittelpunkt. Beginnend beim Amouse Bouche ist es
unserem Gaumen vergönnt, Fisch und Fleisch in Perfektion anzutreffen,
die den Garungstendenzen von Helmut Thieltgens gleichkommen.

Wo Thieltges’ Waldhotel jedoch enttäuschte, punktet das Aqua in selten
erlebter Höhe: dem Sommelier und der damit einhergehenden
Weinbegleitung. Jürgen Giesel nimmt sich mit der ihm eigenen Kompetenz
und Leichtigkeit dem Gaste an, entführt ihn – diesen Willen zum
Fallenlassen vorausgesetzt – in bis dato unbekannte Regionen und steht
als Reisebegleiter auch an der oftmals verlustreichen Front zwischen
Weinen und Speisen stets auskunftsfreudig zur Verfügung.

Wir betrachten diese Generation von Sommerliers als die „jungen Wilden“,
die ähnlich den jungen aufstrebenden Winzern in Deutschland stets
versuchen, neue Wege zu beschreiten, trotzdem jedoch althergebrachte und
bewährte Traditionen zu wahren.

So passte der doch untypische slowenische Chardonnay hervorragend zum
Atlantik Rochenflügel an Pistazienbutter, einer der Spezialitäten von
Sven Elverfeld. Er nahm die wesentlichen aromatischen Einflüsse auf und
bestand in dieser Kombination, wie man es sich von einem
korrespondierenden Wein verspricht.

Auf Empfehlung von Herrn Giesel wurde uns das Weingut Popp in Franken
näher gebracht. Hier haben die Brüder Ernst und Johannes die Aufgaben
des kürzlich verstorbenen Vaters übernommen und produzieren inzwischen
herausragende, manchmal ungewöhnliche Weine wie den 2004er Sylvaner
Auslese, der dezent im Barrique ausgebaut wurde. Zusammen mit den
offenen Raviolo mit bretonischem Hummer präsentiere sich uns ein
absolutes „Dream-Team“.

Es gibt wenig, was man Elverfeld und seinem Team an konkretem
Kritikpunkten ins Buch schreiben könnte. Im Gesamtauftritt unter
Berücksichtigung des herausragenden Service war unser Besuch sicherlich
eine der gelungensten Gesamtleistungen dieses Jahres. Sicherlich: Die
ein oder andere Kreation lässt Diskussionsspielraum zu, ob und in
welcher Form Beilage und Herzstück harmonieren, so beispielsweise die
Gremolata-Cannelloni zum Pauillac-Lammrücken oder der Rosenkohl zum
Kürbistörtchen. Aber auch das gehört zu großer Küche, dass sie Luft für
Meinungen und Diskussionen lässt und auch einmal aneckt.

Paris hat die Seine, Wolfsburg die Sünde – so möchte man angesichts der
Entwicklungen der Vergangenheit doch gerne über dieses Städtchen in
Niedersachen titeln. Dass sich dieser Umstand so grundlegend gewandelt
hat, daran hat nicht zuletzt VW entscheidenden Anteil. In diesem
Zusammenhang muss sicherlich auch Ferdinand Piech genannt werden, der
von Jürgen Dollase einmal mit der ständigen Unterforderung, die dem
Menschen so schade, zitiert wurde. Und wenngleich wir uns nicht anmaßen
möchten, im Detail über seine Entscheidungen zu urteilen, so dürfte er
doch mit dieser goldrichtig gelegen haben. Denn die Herausforderung auf
höchstem Niveau ist es wohl, die Elverfeld seinem Team zumutet, die aber
gleichzeitig Servicequalität und Betreuung auf solch lichte Höhepunkte
katapultieren. Ohne abgeklärt zu wirken, sitzt hier jeder Handgriff und
ohne gelangweilt zu sein, läuft alles nach Plan. Individuelle Ansprache
gepaart mit hoher persönlicher Identifikation – ein Erfolgskonzept, das
die Hotellerie des Hauses Ritz-Carlton ohne Zweifel geprägt hat, aber in
Verbindung mit Elverfelds Kochkunst ein großartiges Gastronomiekonzept
hervorbringt.

Wenn im Texas die Sonne aufgeht, neigt sich im Ritz-Carlton der Tag dem
Ende und Sven Elverfeld hat im fünften Wirkungsjahr wieder einigen
Genussmenschen einen großartigen Abend bereitet. So glücklich sich der
Konzern über diese Konstanz auch schätzen kann, so wünschenswert wäre es
sicherlich für ebenso viele, wenn er seine kulinarische Botschaft auch
eines Tages mit anderen Winkeln und Weiten der Republik teilen würde.

Küche, die begeistert – Ein Tag mit Sven Elverfeld und seinem Team
schlägt jeden Traumurlaub: Spannung, Kreativität und Erholung auf
höchstem Niveau. Quelle: www.sternefresser.de

ZEIT Kochwettberwerb

Folgende Leserinnen und Leser werden für Wolfram Siebeck und seine Jury bei den Regionalentscheidungen des ZEIT-Kochwettbewerbs kochen:
Am 16. Oktober im Kempinski Hotel Vier Jahreszeiten in München: Johannes Althammer und Manfred J. Meding, Thomas Gießen und Walter Pflaum, Nicole Liwon und Gerhard Ortwein-Swoboda, Harald Masur

Am 18. Oktober im Hotel Palais Coburg in Wien: Anna Abermann und Zissa Grabner, Axel Bammer, Christina Richon, Karin Schrettl

Am 24. Oktober im Grandhotel Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach: Michael Hauch, Maria Pina Mula, Herbert Nabbefeld und Volker Wirth, Stephanie Oeleker

Am 31. Oktober im Hotel Ritz-Carlton in Berlin: Ingeborg Aug, Corinna Mackowski und Yassine El-Allaz, Jan H. Schefe, Justyna und Michael Tur

Am 2. November im Colombi Hotel in Freiburg: Lily Bogaards-Roosegaarde Bischop, Friedhelm Daamen, Daniela Ginten und Volker Reuck, Barbara Hoffmann-Hotz und Michael Lacher

Lesen Sie den gesamten Artikel in der ZEIT: www.zeit.de/2005/37/Siebeck_2fKolumne_Kochwettbew__1