Andreas Rieger und Ivo Ebert

von Bernhard Steinmann

In der Hannoverschen Straße 1 in Berlin befindet sich das im November 2015 eröffnete Restaurant einsunternull von Ivo Ebert.

Restaurantchef und Inhaber Ivo Ebert ist uns das erste Mal in Langen bei Juan Amador begegnet. Im Berliner Reinstroff trafen wir ihn wieder und nun, in seinem neuen Restaurant, beginnt er erneut von vorne. Wir haben ein halbes Jahr bis zu unserem Besuch vergehen lassen, damit sich die Küchen- und Serviceteams einspielen konnten und wagen nun einen ernsthaften Test.

Regionale Produkte sind im Trend. Ich habe dabei immer ein etwas ungutes Gefühl, da das Wort „regional“ reichlich unbestimmt ist und dringend einer Auslegung bedarf. Ich bevorzuge daher den Begriff „heimische Produkte“. Es wird ein Menü mit 10 Gängen angeboten, welches beliebig reduziert werden kann.

Das Menü:

Gemüse, still und fließend.
Rettich, Herz und Kresse.
Der Rettich ist milchsauer eingelegt, der Teller wurde mit Sauerrahmcreme eingepinselt.
Das Herz war an den Nachbartischen Gegenstand intensiver Diskussionen.
Es handelt sich um ein kleingeraspeltes Rinderherz, welches als Würzmittel eingesetzt wird. Zunächst in Salzlake eingelegt, getrocknet und danach geraspelt.
Hinzu kommen Sauerteigchips.

Champignonbrot, Zwiebelgewächse und Goldleinöl.
Spannrippe vom Rind und Knollensellerie.
Die Hauptkomponente ist aus meiner Sicht die Sauce. Knollensellerie wird geröstet, als Sud aufgekocht und stark reduziert. Ein aromatischer Höhepunkt.

Buchweizen und Kürbis.

Schmorzwiebel, Brühe und Fichte.

Saibling, Asche und Rapsöl.
Der Saibling aus der Müritz wurde 24 Stunden in Salz eingelegt und fast roh
mit Lauchasche und Waldmoos serviert.
Der Klecks Rapsöl mit Karottensaft überrascht nicht nur mit starkem Aroma sondern auch mit großer Viskosität. Ein sehr gelungenes Gericht.

Karotte, Anis und Walnuss

Kräuterseitling, grüner Speck und Sonnenblumenkerne und Sonnenblumencreme.

Schwarzwurzel, Joghurt und Waldmeister.

Milch, Molke, Mohn und Löwenzahblüten vom letzten Jahr.
Das Mohn-Molke-Gemisch wird von Milchschaumchips und Milchschaumcreme begleitet.
Zarte Bitternoten bereichern das gelungene Gericht.

FAZIT:
Andreas Rieger hat uns an diesem Abend überrascht.
Er behandelt seine Produkte mit großer Sorgfalt und begeistert mit kreativen Einfällen.

Ich finde dieses Restaurant ist eine wunderbare Ergänzung der Berliner Spitzengastronomie. In diese Kategorie stufe ich das einsunternull auch ein. Einen Michelinstern könnte ich mir allemal vorstellen. Andreas Rieger hätte ihn verdient.

Den vollständigen und bebilderten Bericht finden Sie wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Tim Raue und Sascha Friedrichs

Mit dem „studio TIM RAUE“ eröffnete der bekannte Berliner Koch Tim Raue in der letzten Woche sein mittlerweile viertes Restaurant in der Hauptstadt.

Nur für diejenigen Leserinnen und Leser, denen Tim Raue noch gänzlich unbekannt ist, (gibt es diese tatsächlich?) erwähne ich seine weiteren Engagements:
Sra Bua by Tim Raue im Hotel Adlon Kempinski,
La Soupe Populaire auf dem Areal der ehemaligen Bötzow Brauerei und
natürlich das Restaurant Tim Raue in der Rudi-Dutschke-Straße, das kulinarische Aushängeschild des Raue-Imperiums.

Nun also das Studio, für einen Zehlendorfer nur schwer zu finden, auf dem Gelände der ehemaligen Oswald-Brauerei das auch den Gründercampus „Factory“ beheimatet.

Kaum traue ich mich zu fragen, ob noch weitere ehemalige Brauereien in Berlin aufzufinden sind, in denen der umtriebige Koch seine Kreativität ausleben kann. Doch hüte man sich davor, Tim Raue als Berliner Lokalgröße abzuwerten. Zwei Michelinsterne und 19 Punkte im Gault&Millau für sein Hauptrestaurant weisen seine Klasse unter Deutschland Spitzenköchen aus.
Auch international ist Raue kein Unbekannter.
Die viel beachtete Liste „The World’s 50 Best Restaurants“, führt ihn immerhin auf Platz 78. Vernachlässigen Sie bitte die Diskrepanz zwischen dem Namen der Liste und der tatsächlichen Positionierung. Dieses Teil hatte schon immer 100 Restaurants gelistet.

Das Ambiente besteht aus einem stilvollen Mix aus Vintage Möbeln, fast plüschigen Sitzgelegenheiten in sanften Braun-, Rot- und Rosatönen sowie aus dunklen Hölzern.
Fast alle Möbel wurden nach Maß gefertigt.

Die gemauerte Wand im Eingangsbereich, war tatsächlich einmal ein Teil der „Mauer“ und steht daher heute unter Denkmalschutz.

Im Studio steht Raue allerdings nicht am Herd. Sascha Friedrichs übernimmt diesen Part. Auch Friedrichs ist in Berlin kein Unbekannter. U. a. war er Küchenchef im Gourmetrestaurant a.choice im andels Hotel Berlin.

Am Abend werden vier bis zehn Gänge-Menüs zum Preis von 48 bis 88 Euro angeboten, aus denen selbstverständlich auch à la Carte ausgewählt werden kann. Jedes Quartal, so der Plan, steht unter einem bestimmten Motto. Den Beginn macht dabei Japans Metropole Tokyo. Wir entscheiden uns für die goldene Mitte und nehmen das Sechs-Gang-Menü.

Der Gruß aus der Küche bringt grüne Algen und eingelegten Rettich auf den Tisch.
Scharf und knackig. Wer Brot und Butter als Beigabe vermisst, sollte sich bei Tim Raue langsam daran gewöhnen.

Ein Auszug aus dem Menü:
Jakobsmuschelceviche
Auch wenn der Leitgedanke des Abends Tokyo in den Mittelpunkt stellt, ist ein kurzer Abstecher nach Südamerika kein Stilbruch. Ceviche, marinierter und kleingeschnittener Fisch, stammt ursprünglich wohl aus Peru.
Die Jakobsmuschel wird von Granny Smith, der seinen Ursprung in Australien hat, Kresse und wilden Gurken begleitet.


Das Ganze ist zitronig scharf und hat eine leicht cremige Konsistenz.
Ein großartiger Einstieg in das Menü.

Tuna Pizza, Rettich, Wasabi.
Annonciert als Raue-Klassiker. Für mich jedoch, trotz zahlreicher Besuche in verschiedenen Restaurants von Tim Raue, eine Premiere.
Die einzelnen Komponenten sind schnell aufgezählt:
Ein indischer Blätterteig, Goakresse, Rettich, Tuna roh mariniert,
Wasabi-Mayonnaise und Wasabi-Sesam.
Das lauwarme Gericht mit seinem luftigen jedoch krossen Blätterteig, verbindet alle Bestandteile auf wunderbar leichte Art.

Hummer, Karotte, Passionsfrucht.
Gelenk, Schere und Schwanz des Meeresbewohners sind perfekt zubereitet.
Passionsfrucht, ein köstliches Karottenpüree und geschmolzene Butter vervollständigen einen grandiosen Gang.

Natürlich ist der Name Tim Raue ein überaus geeignetes Zugpferd um Gästen das Restaurant schmackhaft zu machen. Doch die bereits bis hierher präsentierten Gerichte sprechen für sich.

Cheesecake, Yuzu
Das erfrischende, cremige und leichte Dessert überzeugt uns ebenfalls.
Es gibt Yuzusorbet, Karamellcreme, weißes Pfefferbaiser, ergänzt mit Kekscruble und Philadelphia.
Ein schöner Abschluss.

Wein und Service:
2012, Riesling,Dreißigacker Lotusblüte, kreiert für Tim Raue
2009, Querbach Milestone, Oestrich Doosberg, Riesling
2010, Pinot Noir, Querbach
2009, Chateau Saint Benoît de Ferrand, Pomerol
2010, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Thomas Haag, Riesling Auslese

Der großzügig ausgeschenkte Wein passt zu Gast und Speisen.

Restaurantleiterin Patricia Liebscher dirigiert den Service geschickt und ist eine überaus angenehme Gesprächspartnerin. Kundig, offen und engagiert führt sie durch den Abend.
Liebscher war u.a. bereits als Restaurantleiterin im Restaurant La Soupe Populaire by Tim Raue tätig.

Den vollständigen und bebilderten Bericht des Berliner Foodjournalisten Bernhard Steinmann gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Rettich

Das scharf-würzige Wurzelgemüse

Rettich ist angenehm würzig und wird meist roh gegessen. In Scheiben geschnitten und leicht gesalzen ist er ein erfrischender Brotbelag. Durch das Bestreuen mit Salz wird die Schärfe etwas gemildert. Für Salat wird die Wurzel meist geraspelt und beispielsweise mit Gurken, Gartenkresse und einer Essig-Öl-Marinade angerichtet. Rettichsaft kann man mit etwas Honig und Apfelsaft oder anderen Gemüsesäften und Gewürzen abschmecken. 500 g Wurzel ergeben 400 ml Saft. In der asiatischen Küche wird Rettich milchsauer eingelegt oder gekocht gegessen. Angedünstet ist er eine leckere Beilage zu kurz gebratenem Fleisch, Fisch, Garnelen und Pellkartoffeln. Als sommerliche Vorspeise schmeckt eine kalte, fein pürierte Rettichsuppe mit einem Schuss Sahne.

Rettich enthält wenig Fett und nur 14 Kalorien auf 100 g, aber reichlich Kalium, Folsäure und Vitamin C. Die ätherischen Senföle geben dem Gemüse seine Schärfe und wirken anregend auf Galle, Nieren sowie schleim- und krampflösend auf die Atemorgane.

Der Rettich, in Bayern auch Radi genannt, ist vermutlich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet. Nach der Reifezeit unterscheidet man weiß- und rosafarbene Sommersorten sowie den violetten bis schwarzen Winterrettich. Das Fruchtfleisch des Wurzelgemüses ist stets weiß. Vor der Zubereitung werden Blätter und Wurzelhärchen entfernt und der Rest gewaschen, gebürstet und zerkleinert. Schälen ist beim Sommerrettich nicht notwendig. Kaufen Sie nur frische Ware, die sich prall und fest anfühlt und saftig grüne Blätter hat. Im Kühlschrank hält sich der Rettich, in ein feuchtes Tuch eingewickelt, einige Tage.
Heike Kreutz, www.aid.de

Microgreens

„Microgreens“ sind zarte unreife Pflanzen, die aus Gemüsesamen gezogen werden und aus zwei voll entwickelten Keimblättern ( Kotyledonen ) und manchmal noch zwei rudimentären „echten“ Blättern (Primärblättern) bestehen. Sie werden als neuer kulinarischer Trend bisher nur im gehobenen Einzelhandel und in Restaurants angeboten. Die Microgreens bestechen durch ihre Optik, starke Farben, intensives Aroma und dienen als Dekoration und Zutat zu Salaten, Suppen, Sandwiches.

Dass Microgreens nicht nur schön aussehen, sondern sogar höhere Vitamingehalte als ihre ausgewachsenen Verwandten aufweisen und damit wichtige Vitaminquellen sein können, stellten Wissenschaftler der Universität und eines staatlichen Untersuchungsinstitutes in Maryland (USA) fest. Sie untersuchten als erste Microgreens im Hinblick auf ihre Nährstoffe. Eine Auswahl von 25 Arten eines kalifornischen Anbieters diente als Untersuchungsmaterial.

Dabei handelte es sich um Vertreter mehrerer Pflanzenfamilien, die im ausgewachsenen Zustand Gemüse und Kräuter wie Rotkohl, Rettich, Rucola, Spinat, Rote Beete, Gartenerbsen, Mais, Amaranth, Dill, Koriander und Basilikum hervorbringen. Die meisten von ihnen waren in einem ungeheizten Gewächshaus bei normalem Tageslicht gezogen worden. Eine Besonderheit stellte die Gartenerbse dar. Bei Licht wuchsen grüne Blätter, eine andere Charge wurde in Dunkelheit gehalten und bildete dabei gelbe Blätter aus. Auch die Maiskeimlinge bekamen kein Tageslicht und blieben deshalb gelb. Ansonsten wiesen die Microgreens kräftige Farben von dunkel- und hellgrün über violett und dunkelrot bis hellrot auf. Einige Blättchen leuchteten sogar in zwei Farben.

Die Autoren bestimmten neben dem Wassergehalt die vier Vitamine Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherole (Vitamin E), Carotinoide (u. a. Provitamin A) und Phyllochinon (Vitamin K). Die untersuchten Microgreens zeichneten sich im Vergleich zu den ausgewachsenen Pflanzen durch deutlich höhere Gehalte an den untersuchten Vitaminen aus. Besonders vitaminreich waren weißer Rettich, roter Amaranth, Koriander und Rotkohl. Der Wassergehalt der Microgreens lag dagegen im Bereich normalwüchsiger Blattgemüse.

Auffallend niedrige Vitamingehalte wiesen die ohne Tageslicht gezogenen Microgreens von Mais und Erbse auf. Erbsen, die mit Belichtung kultiviert wurden, synthetisierten größere Mengen an Vitaminen, was auf die große Bedeutung des Lichtes für die Biosynthese der Nährstoffe hindeutet.

Die Ergebnisse geben einen ersten Überblick über die Vitamingehalte der Microgreens und ermöglichen damit die Einordnung dieser neuen Produktgruppe in Diätpläne und Verzehrsempfehlungen.
Susanne Großmann-Kühnau, www.aid.de

Mario Lohninger, Frankfurt

Sieben Tage, 18 Köpfe und jede Menge Qualität: Restaurant Lohninger bietet auch sonntags wieder moderne Küche

Wer kennt das nicht: Am Sonntag, wenn Zeit ist, um mit Freunden oder der Familie essen zu gehen, haben viele Restaurants geschlossen. Damit hungrige Genießer in Frankfurt nicht auf Spitzenküche verzichten müssen, serviert das Team des Restaurants Lohninger nach einer kleinen Pause nun auch sonntags wieder feine, kreative Gerichte aus Österreich und der Welt.

Mario Lohninger ist nicht nur Koch, er ist ein Wahnsinniger – zumindest was seinen Arbeitsenthusiasmus angeht. Nachdem er sein Restaurant mehrere Monate wegen personeller Engpässe sonntags zusperren musste, bietet er seinen Gästen jetzt erneut jeden Tag die Möglichkeit, seine Küche zu probieren. Damit füllt er die Lücke, die durch die sonntägliche Schließung anderer renommierter Frankfurter Restaurants entsteht. „Nicht nur unsere Stammgäste waren unglücklich über den Ruhetag, wir auch, denn wir leben für das, was wir tun. Jetzt, wo wir unser Team erfolgreich vergrößert haben, können wir wieder täglich durchstarten, und der Zuspruch der Gäste ist enorm. Erneut gehören wir zu den wenigen Spitzenrestaurants, die Küche an sieben Tagen in der Woche anbieten, darauf sind wir unheimlich stolz“, sagt Mario Lohninger, Patron des Restaurants.

Trotz der geänderten Öffnungszeiten bekommt jeder Mitarbeiter natürlich weiterhin regelmäßig frei, um neue Energie zu tanken. Die stecken Küchenchef Dirk Schommer und Paul Lohninger, Marios Vater, in die Ausgestaltung und Entwicklung der Gerichte, bei denen Frische und Qualität der verwendeten Produkte klar im Mittelpunkt stehen. Zu Gerichten wie Alaska Black Cod mit geräucherter Consommé, Rettich Canneloni und japanischer Yam, Irischem Hereford Rinderfilet mit Blattspinat, Schalottenconfit und hausgemachten Pommes Frites oder Pinzgauer Moosbeeren mit Granité, Topfenmus und Fichtensprossen empfiehlt Mario Lohningers Mutter Erika den passenden Wein und sorgt gemeinsam mit dem gesamten Team für einen genussvollen Restaurantbesuch.

Das Restaurant Lohninger hat durchgehend geöffnet, von 12 mittags bis 1 Uhr nachts. Mittagstisch ist von 12 bis 14 Uhr, der Abendservice von 18 bis 22 Uhr. Reservierungen werden telefonisch unter 069 – 247 557 860 entgegengenommen.

www.lohninger.de

Stefan Hermann

Ein kulinarischer Hochgenuss – das Menü des SemperOpernballs 2012

Sternekoch Stefan Hermann kreiert das Menü für den Ballabend
Hummer und Ochsenschwanzpastete sind die Highlights des Menüs

Bereits im zweiten Jahr wird Sternekoch Stefan Hermann, Inhaber des bean&beluga in Dresden, die Gäste des SemperOpernballs mit feinen Genüssen verzaubern. Bekannt ist Hermann für eine moderne, geradlinige Küche und seinen französisch-mediterranen Stil, bei dem er Traditionelles und Modernes gekonnt zu außergewöhnlichen Genussmomenten verbindet. Er blickt auf 25 Jahre Erfahrung als Koch zurück und hat sich im Juni 2007 seinen Traum vom eigenen Restaurant (Michelin-Stern, 17 Punkte Gault Millau) erfüllt. Zu diesem gehört – neben Restaurant, Tagesbar und Feinkostladen – auch seine Kochschule, die vom Restaurantführer Gault Millau erst kürzlich zur „Kochschule des Jahres“ 2012 gekürt wurde.

Getreu der Philosophie von Stefan Hermann erwartet die Besucher des SemperOpernballs am 20. Januar eine edle Zusammenstellung feinster Zutaten. Das an den Tischen servierte Drei-Gang-Menü beginnt mit Thunfisch, rosa Ingwer und schwarzem Rettich. Im Hauptgang werden Ochsenschwanzpastete und Gänseleber von Wurzelgemüse und Linsen begleitet und eine feine Mandelmilch-Créme, ein Feigensüppchen und Eierlikörschaum bilden den krönenden Abschluss. In den Logen werden diese Speisen in Form eines Flying Menüs serviert und durch ein Süppchen aus Karotte und Ingwer, erlesenem Hummer und Comté, ein feiner französischer Käse, ergänzt.

Auch das Catering für die Flaniergäste lässt bei keinem Feinschmecker Wünsche offen. 1500 Austern, 10 Dosen Kaviar á 1,6 Kilogramm und 200 Kilogramm Hummer werden hierfür unter anderem verarbeitet. Neben den exklusiven Meerestieren wird es am späteren Abend Currywurst und Kalbsfrikadellen geben – eine Reminiszenz an den Opernball 2011.

„Das Besondere an der Kulinarik dieses Jahres ist, dass sie meiner Phantasie keine Grenzen setzt. Für mich gibt es kein schöneres Motto als ,Dresden darf das’, denn es eröffnet mir die Möglichkeit, kreative Küche auf allerhöchstem Niveau mit überraschenden Momenten zu versehen“, so Hermann.

350 Servicekräfte und Köche bewirten am Ballabend die Gäste in der Semperoper. In acht Küchen werden die Gänge nach einem vorher geplanten minutiösen Ablauf angerichtet.

   

Semperopernball 2012

MENÜ GESETZT

THUNFISCH
rosa Ingwer · schwarzer Rettich

OCHSENSCHWANZPASTETE
Gänseleber · Wurzelgemüse · Linsen

MANDELMILCH-CRÉME
Feigensüppchen · Eierlikörschaum

FLYING MENÜ LOGEN

THUNFISCH
rosa Ingwer · schwarzer Rettich

SÜPPCHEN
Karotte · Ingwer

HUMMER
Salat · Koriander

OCHSENSCHWANZPASTETE
Gänseleber · Wurzelgemüse · Linsen

COMTÈ
Schinken · Nussbutter

MANDELMILCH-CRÉME
Feigensüppchen · Eierlikörschaum

Essgeschichten

NDR, Montag, 31.08. um 13:00 Uhr

Essgeschichten

Pastinake, Topinambur und Schwarzer Rettich – Alte Gemüsesorten neu entdeckt

Es sind gerade die alten Gemüsesorten, die häufig wieder neu entdeckt werden. Besonders in der Gastronomie. Pastinake, Topinambur, Grünkohl oder Schwarzer Rettich können sehr schmackhaft sein. Kunden verschmähen sie eher aus Unkenntnis. Dabei sind diese Wintergemüse aufgrund ihrer Nähr- und Wirkstoffe gesund und stärken die Abwehrkräfte im Körper. Sie sind aber auch eine Entdeckung für die Geschmackssinne. Das badische Oppenau im Schwarzwald ist die Gemeinde der „Sonnenblumenknolle“ Topinambur schlechthin. In bestimmten Wochen haben die Gasthäuser in der Region eigene Karten mit diesem Gemüse.

Essgeschichten

NDR, Montag, 31.08. um 13:00 Uhr

Essgeschichten

Pastinake, Topinambur und Schwarzer Rettich – Alte Gemüsesorten neu entdeckt

Es sind gerade die alten Gemüsesorten, die häufig wieder neu entdeckt werden. Besonders in der Gastronomie. Pastinake, Topinambur, Grünkohl oder Schwarzer Rettich können sehr schmackhaft sein. Kunden verschmähen sie eher aus Unkenntnis. Dabei sind diese Wintergemüse aufgrund ihrer Nähr- und Wirkstoffe gesund und stärken die Abwehrkräfte im Körper. Sie sind aber auch eine Entdeckung für die Geschmackssinne. Das badische Oppenau im Schwarzwald ist die Gemeinde der „Sonnenblumenknolle“ Topinambur schlechthin. In bestimmten Wochen haben die Gasthäuser in der Region eigene Karten mit diesem Gemüse.

Rezept – Aallasagne

Probieren Sie mal Aal!

Aal auf dem Teller? Da sind einige vielleicht erst einmal ein wenig
skeptisch. Denn der Fisch gehört bei vielen wahrscheinlich nicht gerade zu
den Alltagsgerichten. Ein Grund mehr, sich diese Woche an die Tipps von
tv.gusto zu halten, und den Aal einmal auf die heimische Speisekarte zu
setzen. Schließlich ist er eigentlich ein sehr beliebter Speisefisch.
Er
wird gebraten, gekocht oder geräuchert. In einigen Regionen Deutschland
zählen Räucheraal, Aalspieß und Aalsuppe sogar zu den Spezialitäten. Die
tv.gusto-Profiköche setzen den Aal in dieser Woche weniger traditionell aber
umso köstlicher in Szene. Sie zeigen, wie eine Aallasagne perfekt gelingt!

Viel Spaß beim Nachkochen wünscht tv.gusto!

Aallasagne

Zutaten
200 g geräucherter Aal
1 Rettich
1 Schalotte
1 Bund Dill
etwas Traubenkernöl
Salz
Cocktail- Tomaten

Zubereitung
Den Aal in kleine Stücke schneiden, die Schalotte fein würfeln und den Dill
klein schneiden. Aal, Schalotten und Dill mit etwas Traubenkernöl
vermischen. Den Rettich in zwei Millimeter dicke Scheiben schneiden, fünf
Zentimeter große Scheiben ausstechen und leicht salzen. Die Aal- Masse
zwischen die Rettich- Scheiben schichten und mit einer halben Cocktail-
Tomate und einem Dillzweig dekorieren.

Johannes Goll gewinnt den Licher-Eisvogel-Pokal 2008

Johannes Goll gewinnt den Licher-Eisvogel-Pokal 2008

Johannes Goll, Sous Chef im Hotel & Restaurant Villa Rothschild, ist der Sieger des diesjährigen Licher-Eisvogel-Pokals 2008.

Insgesamt acht Teilnehmer traten am Freitag in der Marburger Hotel- und Touristikfachschule an, um die begehrte Trophäe zu „erkochen“. Beim Wettbewerb „Hessische Regionalküche“ der Kooperation „Hessen à la carte“ stehen regionale Produkte im Vordergrund. Für die Vier-Gänge-Menüs durften ausschließlich Zutaten aus der Region verwendet werden und maximal zehn Euro für den Einkauf ausgegeben werden.

Mit seinen ausgefallenen Kreationen überzeugte Johannes Goll aus dem Fünf-Sterne-Superior-Haus in Königstein im Taunus die kritische hochkarätige Jury am meisten. Gezaubert hat er zunächst „Variationen von der Taunusforelle mit Rote Bete, Rettich und Apfelmeerrettichsorbet“, sowie ein „Süppchen von weißen Bohnen, Sauerkraut und Blutwurst“. Anschließend kredenzte er „Feines vom Milchkalb mit Musik, auf Kartoffel-Handkässtrudel mit geschmorten Schalotten“ und zum Abschluss eine „Symphonie von Kirsche und Buttermilch mit Haselnuss-Crumble“.

Der bundesweit angesehene Wettbewerb um die Licher-Eisvogeltrophäe fand bereits zum 15. Mal in den Räumen der Hotel- und Touristikfachschule Marburg statt.