Reste im Restaurant bitte einpacken

Der Großteil der Bundesbürger (83 Prozent) würde gern sein übrig gebliebenes Essen aus dem Restaurant mit nach Hause nehmen. Ebenso viele (83 Prozent) würden es begrüßen, wenn ihnen die Mitnahme ihrer Reste immer automatisch angeboten wird. Schließlich ist es immerhin gut jedem Vierten (28 Prozent) unangenehm, selber danach zu fragen.
So das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Hamburger Markt- und Trendforschungsinstitut EARSandEYES unter 2.000 Bundesbürgern im Alter von 18-69 Jahren. Auf diese Weise könnte in der Gastronomie viel Lebensmittelmüll vermieden werden, denn Essen das vom Gast zurückgeht, muss vernichtet werden selbst wenn es unberührt blieb.

Zur Studie:
Stichprobe: n = 2.000 Bundesbürger, Altersgruppe: 18-69 Jahre
Bevölkerungsrepräsentative Ergebnisse. Angleichung an die amtliche Statistik für Alter, Geschlecht mittels iterativer Gewichtung.
Methode: Online-Befragung. Geschlossener, qualitätskontrollierter EARSandEYES Accesspool

http://www.earsandeyes.com/de/presse/Essensreste-verwerten/

Zehn Weihnachtstipps für Weltverbesserer

Glückliche Schokoweihnachtsmänner, duftender Kerzenschein und Geschenke, die glücklich machen statt Verlegenheitsgeschenke, Lametta und volle Mülleimer? Für alle, die ein bisschen grünere Weihnachten feiern möchten, bietet das Verbraucherportal „Der Nachhaltige Warenkorb“ des Rates für Nachhaltige Entwicklung viele Tipps.

1. Umweltfreundliches Flackern
Gemütlicher Kerzenschein klingt harmlos, aber Kerzen werden häufig aus Erdöl (Paraffin) oder Palmöl (Stearin) hergestellt. Und dafür werden Regenwälder gerodet. Eine gute Alternative sind Bienenwachskerzen. Kerzen aus nachhaltig produziertem Stearin sind auch okay.

2. Grüne Erleuchtung
Damit die Stromrechnung einem nach dem Fest nicht die Stimmung vermiest, vorher in LED-Lichtschmuck investieren. LED-Lampen verbrauchen bis zu 85 Prozent weniger Energie als die alten Lichterketten mit Glühbirnen. Die Lichter sollten am besten mit Ökostrom brennen.

3. Faire Versuchung
Schokoweihnachtsmann ist nicht gleich Schokoweihnachtsmann. Wer fair gehandelte Schokolade kauft, unterstützt die Kakaobauern und sorgt dafür, dass sie mit dem Anbau auch ihre Familie ernähren können. Einfach beim Einkauf nach dem Fairtrade-Siegel schauen.

4. Tschüss Konsumterror!
Shoppen, shoppen, shoppen? Oder: Einfach keinen unnötigen Krempel schenken. Langlebige, persönliche Geschenke machen am meisten Freude – vielleicht findet man die im Second-Hand. Mindestens genauso wertvoll: geschenkte Zeit.

5. Den Förster von nebenan kennenlernen
Kein Baum ist auch keine Lösung. Statt gespritzter und schnell gewachsener Bäume von Plantagen lieber ungespritzte Fichten, Tannen oder Kiefern bei regionalen Forstbetrieben kaufen. Noch eine Stufe höher auf der Ökoleiter: Regionale Öko-Weihnachtsbäume mit Siegel kaufen (z. B. EU-Biosiegel, FSC, Bioland, Naturland).

6. Futter für Naschkatzen statt Lametta
Ein bisschen weniger Bling-Bling: Den Weihnachtsbaum mit selbst gebastelten Papiersternen und Zapfen aus dem Wald schmücken. Oder gleich auf essbare Weihnachtsdeko setzen: Selbst gebackene Plätzchen oder Lebkuchen, echte Äpfel, Fruchtringe oder Schokokringel aufhängen.

7. Bahn statt Brummbrumm
Familie und Freunde wohnen nicht unbedingt um die Ecke. Für den Weg zum Fest möglichst den Bus oder die Bahn nehmen – und einfach mal Autofasten. Jede Bahnfahrt erspart der Umwelt im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto mehr als zwei Drittel des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes. Von Inlandsflügen ganz zu schweigen.

8. Festtagsmenü: klimafreundlich, nicht freudlos
Für den Festtagsschmaus Bio-Lebensmittel wählen. Noch besser ist’s, wenn die noch aus der Region kommen. Am besten fürs Klima ist ein vegetarisches Menü. Wer nicht auf die Weihnachtsgans oder den Braten verzichten möchte, sollte nicht sparen, sondern ein paar Euro mehr ausgeben und ökologisch und regional erzeugtes Fleisch kaufen.

9. Kein Fest für die Tonne
Braten, Klöße, Plätzchen – nach dem Fest landen wertvolle und liebevoll zubereitete Lebensmittel häufig in der Tonne. Dagegen hilft: Weniger einkaufen, Reste abkühlen lassen und dann schnell in den Kühlschrank stellen, und am Tag danach Restemenüs zaubern. Weitere Möglichkeiten: Reste einfrieren oder Gästen als Gastgeschenk mitgeben.

10. Nix müssen
Das Weihnachtsfest sollte nicht zum Dauerstress ausarten. Auch nicht, weil das Fest auf Teufel komm raus ökologisch korrekt sein soll. Genießen. Pause machen. Innehalten. Sich selber und seinen Liebsten Zeit schenken.

Noch mehr Tipps für Weltverbesserer und Alltagshelden gibt es in der App „Der Nachhaltige Warenkorb“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung: www.nachhaltiger-warenkorb.de

Wird Wurst aus Fleischresten gemacht?

Fleisch und Wurst kommen in vielen Haushalten regelmäßig auf den Tisch. Im Durchschnitt verzehrte jeder Deutsche 59,9 Kilogramm Fleisch im Jahr 2012, Österreicher sogar 65,5 Kilogramm pro Kopf. Angesichts von immer wieder auftretenden Lebensmittelskandalen wächst bei vielen Verbrauchern aber die Unsicherheit, ob man den Fleischwaren noch vertrauen kann. Das Magazin Reader’s Digest lässt in seiner Mai-Ausgabe zahlreiche Metzger und Fleischer zu Wort kommen, die erklären, was man als Kunde unbedingt beachten und beim Einkauf wissen sollte. Eine der zentralen Botschaften: „Es ist nicht wahr, dass die Reste in der Wurst landen. Das ginge auch gar nicht, denn wenn wir uns nicht streng an das Rezept halten, wird sie nichts“, sagt eine Metzgermeisterin aus Frankfurt/Main und nennt als „besonders heikles Beispiel“ die Leberwurst: „Wenn da nicht alles exakt stimmt, wird sie sofort schlecht.“

Am liebsten essen die Deutschen und Österreicher Schwein, Geflügel und Rind. Das Fleisch darf dabei immer öfter vom Discounter stammen: In Deutschland kaufen schon 51 Prozent das Geflügelfleisch und fast 44 Prozent ihre Wurstwaren im Supermarkt, in Österreich besorgen nur noch 40 Prozent ihr Fleisch beim Metzger. Viele Experten sehen die Abwanderung zum Supermarkt aber skeptisch. „Das Schnitzel vom Discounter schrumpft stark zusammen, das vom Landmetzger behält mehr oder weniger seine Größe. Im Discounterschnitzel ist der Wassergehalt höher, weil die Tiere schneller hochgemästet werden“, sagt ein Metzger in der neuen Ausgabe des Magazins Reader’s Digest. „Bei einem Stück Schweinefleisch kann man schlechtere Qualität erkennen: wenn es weiß und wässrig aussieht“, bestätigt ein Kollege. Hingegen sollte man sich beim Kauf von Rindfleisch von unterschiedlichen Färbungen nicht irritieren lassen. „Die meisten möchten ein dunkelrotes Stück haben – dabei ist ein leichter Schimmer obenauf ein Zeichen für besonders reifes, zartes Fleisch“, betont ein Metzgermeister aus Hamburg.

Darüber hinaus gibt es in der neuen Ausgabe von Reader’s Digest zahlreiche Tipps der Metzger und Fleischer für den Alltag. Von der Frage, wie man ein Schnitzel richtig anbrät, bis zum Hinweis der Experten, dass man tiefgefrorenes Fleisch auf keinen Fall in der Mikrowelle auftauen sollte. Besser ist es, es am Vorabend aus der Tiefkühltruhe zu holen und in den Kühlschrank zu legen. Der Grund: Dort kann es allmählich auftauen und schmeckt nach der Zubereitung deutlich besser.

Leichte Küche ohne Reste

Die Fastenzeit ist ein guter Anlass, sich gesünder und bewusster zu ernähren und eingeschliffenen Gewohnheiten kritisch zu hinterfragen. 47 Prozent der Deutschen möchten sich laut einer Forsa-Umfrage dieses Jahr gesünder ernähren. Vor allem in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern steht gesunde und leichte Kost vermehrt auf dem Speiseplan. Vergangenes Jahr ermittelte die Forsa, dass die Bundesbürger in dieser Zeit am liebsten auf Alkohol verzichten wollten (71 %), gefolgt von Süßigkeiten (66 %) und Fleisch (42 %).
 
Doch gerade Leichtes und Gesundes, das in der Fastenzeit auf den Tisch kommen sollte, landet oft in der Tonne: In Deutschland werfen die Menschen pro Kopf jährlich rund 36 Kilogramm Obst und Gemüse weg. Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zeigt, was jeder dafür tun kann, damit weniger Lebensmittel in den Abfall wandern. Denn durch richtige Lagerung und geschickte Resteverwertung von klassischen Zutaten der leichten Küche wie Fisch, Gemüse, Pilzen, Obst, Säften und Tees kann man Nahrungsmittel vor dem Müll retten.
 
Obst und Gemüse – nicht alle Sorten mögen es kühl
Beim Obst gilt die Faustregel: Heimisches liebt es kühl, Exoten mögen es warm. Nur Feige und Kiwi fühlen sich im Gemüsefach des Kühlschranks wohl und fast alle Gemüsesorten. Zu den prominentesten Ausnahmen dieser Regel gehören Aubergine, Tomate, Kartoffel und Kürbis. Wichtig bei der Lagerung der saisonalen Salatsorten Chicorée, Chinakohl und Feldsalat: Sie reagieren empfindlich auf das Reifegas Ethylen, das einige Obst- und Gemüsesorten absondern. Es sorgt dafür, dass anderes Gemüse und Obst schneller altert und verdirbt. Man sollte einzelne Sorten deshalb getrennt voneinander lagern. Das Reifegas kann man aber auch bewusst zum Nachreifen nutzen. Dazu legt man unreife Avocados und Kiwis bei Raumtemperatur neben Tomaten oder Äpfel und deckt sie locker mit einer Plastiktüte ab. So werden die Früchte schneller reif.
 
Wie lange hält Fisch?
Fisch ist leicht verderblich: Sein hoher Wassergehalt und Eiweißanteil sowie die lockere Struktur seines Bindegewebes machen ihn anfällig für Bakterien. Frischen Fisch sollte man daher unbedingt im Kühlschrank aufbewahren und nach maximal einem Tag essen. In einer Glas- oder Porzellanschale und mit Frischhaltefolie abgedeckt, gehört er an die kälteste Stelle im Kühlschrank, auf die Abdeckplatte des Gemüsefachs. Gegarter Fisch hält dort ein bis zwei Tage, geräucherter Fisch lässt sich im Kühlschrank zwei bis vier Tage aufbewahren. Beim Einfrieren gilt die Faustregel: Fetter Fisch wie Aal hält etwa zwei Monate, magerer fünf Monate. Und: Nur Frisches tiefkühlen. Auftauen lässt er sich bei Zimmertemperatur in ein bis zwei Stunden.
 
Meerestiere: Mit diesen Tipps lässt sich Frische prüfen
Frische Muscheln lassen sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Am besten transportiert  man sie in einer Kühltasche vom Einkauf nach Hause. So wird die Kühlkette nicht unterbrochen. Achtung: Rohe, geöffnete Muscheln sollten sich schließen, wenn man damit auf eine feste Unterlage klopft. Gehen sie nicht zu, gehören sie nicht auf den Teller. Beim Kochen müssen sich Muscheln allerdings öffnen. Was geschlossen bleibt, darf man nicht essen. Einfrieren sollte man die Meerestiere nur gegart, sonst verlieren sie ihr Aroma. Garnelen halten gekühlt bis zu zwei Tage. Aufbewahren lassen sie sich im Kühlschrank auf der Abdeckplatte des Gemüsefachs bei 0 bis 4 °C. Tiefgefroren halten sie bis zu einen Monat lang. Verdorbene Exemplare erkennt man am weichen, leicht grünlichen Fleisch, das salmiakähnlich riecht. Sie zu essen kann lebensgefährlich sein.
 
Pilze lieben es luftig
Pilze sind in der leichten Küche eine Alternative zu Gemüse und Fisch. Auch sie sind wegen ihres hohen Wassergehalts anfällig für Bakterien. Frische Pilze haben festes Fleisch ohne Verfärbungen und geschlossene Hüte. Sie mögen es kühl, trocken – und luftig. Sie gehören also nicht in verschweißte Plastikverpackungen oder fest schließende Behälter. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie ein bis zwei Tage frisch. Reste von Pilzgerichten sollte man nach dem Kochen schnell abkühlen lassen. Sie können auf der Abdeckung des Gemüsefachs im Kühlschrank einen Tag aufbewahrt werden. Wichtig beim Aufwärmen: Auf mindestens 70°C erhitzen. Blanchierte Pilze kann man bis zu sechs Monate einfrieren. Man sollte sie danach noch gefroren verarbeiten, sonst werden sie matschig.
 
So bleibt Tofu länger frisch
Angebrochener Tofu ist in Frischhaltefolie gewickelt oder in einem dicht schließenden Behälter zwei bis drei Tage haltbar. Bis zu einer Woche lässt sich Tofu aufbewahren, wenn er in eine Schüssel mit Wasser gelegt, diese mit einem Deckel oder mit Klarsichtfolie abgedeckt wird.
 
Haltbarkeit von Wasser und Säften verlängern
Besonders wichtig beim Fasten: Viel Gesundes trinken. Fruchtsäfte sollte man innerhalb kurzer Zeit aufbrauchen. Wer sie frisch halten will, trinkt nicht direkt aus der Flasche und bewahrt diese nach dem Öffnen mit geschlossenem Deckel im Kühlschrank auf. Sonst können sich schnell Keime bilden und das Getränk fängt an zu gären oder zu schimmeln. Teeblätter fühlen sich im Trockenen bei kühlen Temperaturen wohl. Sind sie aromatisiert, sollte man sie schnell aufbrauchen, weil sich ihr Aroma im Laufe der Zeit verändern kann.
 
Leichte Rezepte für beste Reste
Übrig gebliebene Zutaten der leichten Küche lassen sich auch gut zu leckeren Gerichten verarbeiten. Gemüseabschnitte eignen sich etwa für ein Rezept von Starkoch Christian Henze: Penne mit Antipasti-Soße.
Penne mit Antipasti-Soße (von Christian Henze)
Zutaten: 500 g Penne (oder andere Nudeln), Meersalz, Gemüsereste (z. B. 1 kleine Zucchini,
½ Aubergine, 1 rote Paprikaschote), 1 kleine Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 5 EL gutes Olivenöl, 200 g passierte Tomaten, 2 EL Essig (evtl. heller Balsamicoessig), 1 TL Kapern, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, 5 EL Parmesan (frisch gerieben), etwas Blattpetersilie (oder andere Kräuter)
Zubereitung: Die Penne in Salzwasser al dente kochen und in ein Sieb abgießen. Zucchini und Aubergine waschen. Paprikaschote waschen und putzen, die Zwiebel abziehen. Das Gemüse und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Knoblauch abziehen und fein schneiden. Das Öl erhitzen und das Gemüse, die Zwiebel und den Knoblauch darin anbraten. Passierte Tomaten hinzufügen, Essig und Kapern einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Fünf Minuten köcheln lassen. Die Soße abschmecken, mit den Nudeln mischen, auf Tellern anrichten und mit dem Parmesan bestreuen. Mit grob geschnittener Blattpetersilie garnieren.

Weitere Rezepte für beste Reste enthält die App Zu gut für die Tonne! Darüber hinaus bietet sie Tipps zu Lagerung und Haltbarkeit von Lebensmitteln sowie einen interaktiven Einkaufsplaner. Sie ist gratis im AppStore und bei GooglePlay erhältlich: www.zugutfuerdietonne.de/app

 

Rezept-Wettbewerb

Die Bewerbungsfrist für den bundesweiten Wettbewerb des Bundesverbraucherministeriums und Deutschlands größter Frauenzeitschrift BILD der FRAU um die besten Reste-Rezepte geht zu Ende. Noch bis zum 31. August 2012 können Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre besten Rezeptideen aus der Resteküche mit Zutatenliste und Zubereitungsanleitung einschicken. Mit der gemeinsamen Aktion setzen sich BILD der FRAU und das Bundesverbraucherministerium für eine größere Wertschätzung von Lebensmitteln und für eine Reduzierung von Lebensmittelabfällen ein.

Zu viele Lebensmittel landen in Deutschland im Müll: Laut einer vom Verbraucherministerium geförderten Studie werden jährlich elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Der größte Teil davon – etwa 6,7 Millionen Tonnen – entfällt auf die privaten Haushalte. Pro Person sind das 82 Kilogramm. Zwei Drittel dieser Abfälle wären gar nicht nötig. Viele Lebensmittelreste ließen sich zu leckeren Gerichten verarbeiten. Bei der gemeinsamen Aktion „Beste Reste“ suchen das Bundesverbraucherministerium und BILD der FRAU die besten Ideen und Rezepte für leckere Gerichte aus Lebensmittelresten. Die Einsendungen werden im Internet und im Heft veröffentlicht, eine Jury prämiert die kreativsten Kochideen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner betont: „Mit unserer Initiative unter dem Motto Zu gut für die Tonne wollen wir aufklären, informieren und möglichst viele Menschen erreichen. Wenn alle sich beteiligen – vom Handel bis hin zum Verbraucher – können die Nahrungsmittelabfälle bis 2020 in Europa um die Hälfte reduziert werden.“

Die Rezepte können direkt auf den Internetseiten www.zugutfuerdietonne.de oder www.bildderfrau.de/bestereste eingegeben werden. Einsendungen per E-Mail gehen an bestereste@bildderfrau.de oder per Post an

BILD der FRAU
Kennwort: Beste Reste
20652 Hamburg.
Einsendeschluss ist Freitag, 31. August 2012.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zugutfuerdietonne.de oder www.bildderfrau.de/bestereste.

Christian Henze

Kochen macht Spaß. Immer mehr Deutsche stellen sich wieder an den heimischen Herd. „Jeder weiß, dass frisch zubereitete Speisen gesünder sind und meistens auch besser schmecken“, erklärt Starkoch Christian Henze (43). Doch dem Experten ist auch klar, warum Millionen Deutsche immer wieder zu Fertigprodukten greifen: „Manch einen schreckt gar nicht das Kochen selbst ab, sondern vor allem die Vorbereitung, etwa das zeitaufwendige Waschen von Salat oder das Zerkleinern von Gemüse und frischen Kräutern.“ Eine weitere Hürde: Im Gegensatz zur genau portionierten Fertigkost, bleiben beim Selberkochen oft Reste übrig, die dann aufbewahrt werden müssen. Doch solche Probleme sind mit der richtigen Ausstattung schnell gelöst. So stellt Leifheit, der Spezialist für clevere Haushaltswaren, neue Küchenhelfer bereit, die Vorbereitung und Aufbewahrung deutlich erleichtern.

Nach dem Motto „3 in 1“ bietet Leifheit den bewährten Twist Cut jetzt auch mit einem Schleuderkorb für Kräuter und Beeren an. Die kleine, handbetriebene Küchenmaschine zerkleinert zuverlässig Obst, Gemüse sowie Kräuter – und lässt sich dabei so einfach bedienen wie ein Kinderkreisel. Mit einem zusätzlichen Rühreinsatz kann der Twist Cut auch Cremes schlagen oder Dressings rühren. Neu und besonders praktisch: der zusätzliche Schleuderkorb. Er eignet sich ideal für das schonende Trockenschleudern von Kräutern und Beeren. Auch kleine Mengen Salat, zum Beispiel in einem Ein-Personen-Haushalt, können so schnell und zuverlässig getrocknet werden. Der Twist Cut mit Schleuderkorb ist ab sofort im Handel erhältlich (UVP: 27,99 Euro).

Sind Obst und Gemüse zerkleinert oder Kräuter und Beeren trocken geschleudert, können sie mitunter nicht sofort weiterverarbeitet werden. Daher ist es ratsam, sie mit Frischhaltefolie vor dem Austrocknen oder vor Insekten zu schützen. Doch das ist gar nicht so einfach. Die Folie lässt sich oft nicht sauber abreißen und verklebt leicht. Hier sorgt der neue Folienschneider Perfect Cut für Abhilfe. Es ist der einzige Folienschneider, der auch für die neuen, breiteren Frischhaltefolien (33,5 cm) geeignet ist! Einfach die Folie in gewünschter Länge herausziehen, über den Teller und die Schüssel halten und straffen. Durch Zudrücken des Deckels wird die gespannte Folie sauber abgeschnitten und zwar genau da, wo sie gebraucht wird. Perfect Cut ist auch für Alufolie geeignet (UVP: 15,99 Euro).

Bleibt nach dem Essen etwas übrig, sollten die Reste möglichst luft- und wasserdicht aufbewahrt werden. „So bleibt der Geschmack der Speisen am besten erhalten und sie können zum Beispiel am Folgetag wieder aufgewärmt oder weiterverarbeitet werden“, erklärt Christian Henze. Leifheit bietet jetzt die praktischen Vorratsbehälter fresh & easy in zwei verschiedenen Varianten an: in runder und in quadratischer Form. Die Besonderheit: Dank einer cleveren Technik können alle Behälter mit nur einer Hand luft- und wasserdicht verschlossen werden. Dadurch eignen sich die fresh & easy Behälter auch ideal zur Aufbewahrung von trockenen Vorräten wie Reis, Nudeln, Müsli und vielem mehr. Die runde Variante gibt es in sieben verschiedenen Größen von 400 ml bis 2 l. Die quadratische Variante ist in fünf verschiedenen Versionen – von 400 ml bis 1,6 l – erhältlich (UVP: 7,99 bis 14,99 EUR).

„Mit den passenden Helfern lässt sich die Arbeit in der Küche enorm erleichtern und viel Zeit sparen“, betont Henze. Mehr Informationen zu den neuen Produkten unter www.leifheit.de

Freier Eintritt in Valencias Museen an Sonn- und Feiertagen

FREIER EINRITT IN VALENCIAS MUSEEN AN SONN- UND FEIERTAGEN

In der Nebensaison zieht es Städtereisende wieder in die Museen. Valencia ist besonders besucherfreundlich: In fast allen Museen ist sonn- und feiertags Eintritt frei, in vielen auch an weiteren Tagen. Die Auswahl in Spaniens drittgrößter Stadt ist groß, Informationen zu ihnen gibt es auch in deutscher Sprache unter www.turisvalencia.es unter den Menüpunkten „Entdecken Sie Valencia“, „Museen“. Ein Beispiel: das archäologische Museum Almoina.

Valencias zweitausendjährige Geschichte ist komplex. Iberer, Römer, Westgoten, Christen und Mauren haben Stadt und Region gestaltet und geprägt. Im archäologischen Museum Almoina macht die Reise in die spannende Geschichte der pulsierenden Mittelmeermetropole Spaß – denn wie wird anschaulich präsentiert. Im Dezember feiert das behutsam um alte Fundamenten ruhenden Museum zweijähriges Jubiläum.

Zwanzig Jahre dauerten die umsichtigen Ausgrabungen in Valencias Altstadt, bis das nach modernster Museumspädagogik gestaltete Museum Almoina seine Pforten öffnen konnte. Zu sehen sind antike Keramik und Reste von Bauwerken sowie hochwertige Animationen, die 2.000 Jahre Geschichte lebendig machen. 50.000 geschichtsinteressierte Zuschauer zog das Museum im ersten Jahr an. so auch im Museum Almoina. Hier gibt es ausschließlich geführte Touren.

Museumsgängern sei die Valencia Tourist Card empfohlen. Die Kombikarte mit einer Gültigkeit von 24, 48 oder 72 Stunden umfasst die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb des Stadtgebiets sowie Ermäßigungen in einer Vielzahl von Museen, Freizeiteinrichtungen, Geschäften und Restaurants.

www.turisvalencia.es

Küchentipps von Christian Henze

MDR, Mittwoch, 15.04. um 17:35 Uhr

Iss was?!

Küchentipps von Christian Henze

Hier ab vier

Thema: Der Rumfort-Tag

Den „Was rumliegt und fort muss“-Tag – kurz „Rumfort-Tag“ – kennen viele. An einem solchen Tag sollen die Reste vergangener Gaumenfreuden zu neuen Gerichten aufbereitet werden. Ganz nebenbei erinnert Christian Henze noch an den geheimnisumwitterten Grafen Rumford, der einst mit der nach ihm benannten Suppe weltbekannt wurde.

Chinas Schätze

Phoenix, Dienstag, 23.09., 18:30 – 19:15 Uhr

Die Kultur und Geschichte Chinas hat den Autor und Schatzsucher Gert Anhalt (von 1993 bis 1998 China-Korrespondent des ZDF) schon seit jeher fasziniert. Seine Reiseroute führt von einer Pekinger Kochschule über das einzige Lokal mit authentischer Kaiserküche beim quietschfidelen 88jährigen Herrn Li Shanlin zum Hotpot von Frau He Yongzhi aus Chongqing. Niemand rührt die feurige Sichuan-Spezialität so erfolgreich wie sie, die aus einer kleinen Garküche ein Restaurant-Imperium von über 400 Niederlassungen aufgebaut hat und einen weiteren großen Schatz Chinas verkörpert: den Fleiß und die Geschäftstüchtigkeit der Chinesen.
Mangelnden Fleiß muss sich auch der Künstler und Hotelier Chen Li Ping nicht vorwerfen lassen. Zehntausende Male hat er schon die majestätische Berglandschaft von Huangshan in der Provinz Anhui auf die Leinwand gebracht – auch in monumentalen Wandgemälden.
Zurück in Peking erkundet Gert Anhalt die Reste der von Abrissbirnen weitgehend vernichteten Altstadt und ein gut bewachtes architektonisches Juwel: die Verbotene Stadt, den alten Kaiserpalast. An dessen Eingang prangt noch immer das unverwüstliche Porträt des Großen Vorsitzenden Mao Zedong. Für viele Chinesen ist dieser Mann auch über 30 Jahre nach seinem Tod noch immer der Größte unter Chinas Schätzen.
‚Chinas Schätze darf man nicht in Schatzkisten und Tresoren suchen und auch nicht in Gold- und Diamantenminen‘, resümiert der Autor den ersten Teil seiner Reise. ‚Chinas Schätze liegen auf der Straße. Und sie leben in den Köpfen und den Herzen seiner Menschen‘.

Mundraub für eine saure Ewigkeit

Wenn Spitzenweine verkostet werden, bleibt am Ende eines langen Messetages in vielen Flaschen etwas übrig. Bei der Wiener Spitzenweinmesse VieVinum landen diese Reste jedoch nicht im Ausguss, sondern leben ein zweites Mal auf – dafür sorgt der Wiener Essigbrauer Erwin Gegenbauer. Er verwandelt die besten Weine Österreichs in hochwertige Essige.

Schon zum fünften Mal sammelte Essig-Brauer Erwin Gegenbauer beim internationalen Weinfestival VieVinum die kostbaren Reste aus den vielen Weinflaschen ein, die normalerweise im Ausguss landen würden. Aus den besten Tropfen Österreichs stellt er eine Essig-Cuvée her, die er bei der jeweils folgenden Messe an die Winzer verschenkt und an Messebesucher verkauft. „Ich kann es einfach nicht ertragen, wenn solche liebevoll hergestellten Spitzenweine weggeschüttet werden“, erklärt Gegenbauer seine Motivation. Wein hält nicht lange, wenn die Flasche erst einmal offen ist. Was liegt also näher, als die Topweine für die saure Ewigkeit in Essig zu konservieren.

Die VieVinum Rot- und Weißweinessige, die der Wiener Essigpapst auf diese Weise bereits seit zehn Jahren produziert, widersprechen eigentlich völlig dem, worauf Gegenbauer sonst bei seinen mehr als 70 Sorten Essig Wert legt, nämlich dem Gebot der Reinsortigkeit. Für seine berühmten Essige werden die Rohprodukte allesamt speziell für ihn und nach seinen Vorgaben angebaut. Jegliche Form von Panscherei widerstrebt Gegenbauer. Für die VieVinum-Cuvées weicht er jedoch bewusst von seinen Prinzipien ab: „Das ist einfach ein ungeheuer spannendes Projekt, weil wir hier von tausenden von Top-Weinen reden. Und jeder Wein hat seinen eigenen Charakter. Daher hat auch jeder unserer VieVinum Essige eine völlig eigene Note. Wie er tatsächlich schmeckt, ist für uns, aber auch für die beteiligten Winzer und alle Essig-Liebhaber jedes Mal eine Überraschung.“

Unterstützt von einer Schulklasse der Wiener Gastgewerbefachschule Judenplatz sammelt das Gegenbauer-Team seit 1998 auf jeder VieVinum all jene hochwertigen, vornehmlich österreichischen Weine, die sich am Ende eines Messetags noch in den angebrochenen Flaschen befinden – dabei kommen rund 700 Liter Weiß- und 700 Liter Rotwein pro Messe zusammen. Aus diesen beiden Cuvées stellt er anschließend in seiner Wiener Essig Brauerei hochwertige Weinessige her – einen aus den Rot- und einen aus den Weißweinen. Nach der Gärung wird der Jungessig in Eichenfässern gelagert, mehrmals von Trübstoffen befreit und anschließend in Glasballons abgefüllt. Später reift er wieder in Eichenfässern, bis er nach zwei Jahren auf der folgenden VieVinum Messe präsentiert wird. Auf der letzten Messe in Wien, die vom 31. Mai bis 2. Juni stattfand, hatten Besucher die Möglichkeit, am Stand der Wiener Essig Brauerei Gegenbauer gleich acht verschiedene VieVinum-Weinessige zu kosten: die Jahrgänge 1998 und 2000, in denen Gegenbauer noch Rot- und Weißweine zusammen verarbeitete sowie die Rot- und Weißweinessige der Jahrgänge 2002, 2004 und 2006. Wer die VieVinum verpasst hat, kann diese und andere Essige auch unter www.gegenbauer.at beziehen.