Gastronom stößt Feinschmecker-Kritik auf

Premiere in der 35-jährigen Magazingeschichte: Der Feinschmecker musste seinen ersten Rechtsstreit gegen einen Restaurantbesitzer führen – und gewann ihn vor dem Landgericht Köln gegen Hans-Joachim Brogsitter. Brogsitter hatte den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen eine Kritik beantragt, mit der auch das Erscheinen des aktuellen „Der Feinschmecker Hotel– und Restaurant Guide 2011″ hätte verhindert werden können. Er sah sein Haus in dem Führer nicht angemessen gewürdigt und bewertet.

Die Gastro-Kritiker der Zeitschrift haben das Restaurant „Brogsitter’s Sanct Peter“ in ihrem Guide 2011 gegenüber dem Vorjahr von drei auf zwei Feinschmecker-Punkte herabgestuft. Ihr Test erschien zum ersten Mal am 11. August im Taschenbuch „Die 600 besten Restaurants in Deutschland 2010/2011“, das der September-Ausgabe von Der Feinschmecker beilag. In einer gekürzten Fassung sollte er auch im „Der Feinschmecker Hotel- und Restaurant Guide 2011“ abgedruckt werden. Diesen Führer veröffentlicht der Jahreszeiten-Verlag alljährlich auf der Frankfurter Buchmesse.

Doch wenige Tage vor der Eröffnung der diesjährigen Frankfurter Buchmesse beantragte Brogsitter beim Landgericht Köln, die Passage aus dem Taschenbuch zu untersagen. Den strittigen Text hat der Jahreszeiten-Verlag in der gesamten Guide-Auflage geschwärzt, so dass das Buch in Frankfurt pünktlich erscheinen konnte. Der Text hätte gelautet:

„Das traditionsreiche Gasthaus hat zwar eine schicke neue Lounge, und die Hofterrasse ist im Sommer noch immer ein sehr beliebter Platz. Dem holzgetäfelten Gourmetrestaurant täte eine Auffrischung allerdings gut. Die Variation von der Gänseleber mit Eis auf säuerlichem Himbeergelee, Mousse- Röllchen und einem arg festen Würfel in Schokolade hatte einen leicht bitteren Nachgeschmack, der Hummer auf Kalbskopf war dagegen nahezu aromafrei. Zum Maibock servierte der altmodisch-steife Service („bitte sehr, gnädige Frau“) ein mehliges Haselnuss-Kartoffel-Püree. Lichtblick: der geschmorte Schenkel vom Milchferkel auf Spitzkohl mit Kreuzkümmeljus.“

Das Landgericht Köln hat entschieden, dass der Text weiter publiziert werden darf. Es ist das erste Mal in der 35-jährigen Geschichte des Magazins Der Feinschmecker, dass ein Text geschwärzt wurde, weil ein Gastronom auf dem Rechtsweg versucht hat, die Veröffentlichung eines Testberichts zu verhindern. „Die Redaktion ist erleichtert über dieses Urteil aus Köln, denn es kann nicht sein, dass eine begründete kritische Meinungsäußerung selbst in unserem Metier nicht mehr erlaubt sein soll“, sagte Feinschmecker-Chefredakteurin Madeleine Jakits.

Goldhasen-Rechtsstreit

Im Rechtsstreit um die sitzenden Schoko-Hasen in Goldfolie ist noch immer kein Ende absehbar: Der Fall beschäftigt die Gerichte nun schon seit nahezu zehn Jahren. In der mündlichen Verhandlung ließ der BGH heute die Tendenz erkennen, das Verfahren erneut an das OLG Frankfurt zurück zu verweisen, um dort aufgrund der Bedeutung eine detailliertere Beurteilung vornehmen zu lassen. Das Gericht hat keinen Zweifel daran gelassen, dass die bisherigen Urteile des OLG Frankfurt, die alle zu Gunsten der Confiserie Riegelein ausfielen, richtig sind. Die offizielle Stellungnahme des BGH erfolgt frühestens am späten Nachmittag.

Im Jahr 2000 hatte Lindt & Sprüngli seinen goldenen Sitzhasen als dreidimensionale Marke schützen lassen. Seitdem versucht das Unternehmen per Gerichtsurteil zu erreichen, dass die Confiserie Riegelein sowie mehrere andere Wettbewerber ihre sitzenden, seitwärts blickenden Schokoladenhasen in Goldfolie nicht mehr vertreiben dürfen. Dabei handelt es sich bei dem sitzenden Hasen in Goldfolie um eine altbewährte Form, die bereits seit den 50er Jahren von zahlreichen Herstellern genutzt wird. Während sich viele, vor allem kleine Anbieter dem Druck des Schweizer Konzerns beugen und ihre Produkte vom Markt nehmen mussten, setzte sich die Confiserie Riegelein zur Wehr. Bereits 2002 wurde dem mittelständischen Familienunternehmen in erster Instanz vor dem Landgericht Frankfurt Recht gegeben. Gegen dieses und drei weitere Urteile zu Gunsten von Riegelein legte Lindt & Sprüngli immer wieder Rechtsmittel ein. In der nunmehr fünften Gerichtsverhandlung verwiesen die Richter das Verfahren abermals an die Vorinstanz, das OLG Frankfurt, zurück.

„Wir bedauern sehr, dass dieser Rechtsstreit noch immer kein Ende gefunden hat. Denn obwohl uns bisher in allen Instanzen Recht gegeben wurde, gibt Lindt & Sprüngli den Versuch nicht auf, den Verkauf von Konkurrenzprodukten gerichtlich untersagen zu lassen“, betont Peter Riegelein, geschäftsführender Gesellschafter der Confiserie Riegelein. „Dabei ist Lindt keineswegs der Erfinder des sitzenden Goldhasen. Diese Form besitzt eine lange Tradition und wird schon seit gut einem halben Jahrhundert von zahlreichen unterschiedlichen Herstellern angeboten. Wir hoffen, dass die Richter wie schon in den bisherigen Urteilen auch weiterhin keine nachträgliche Monopolisierung dulden und zu Gunsten der Produkt-Vielfalt sowie der Wahlfreiheit des Verbrauchers entscheiden werden“, so Peter Riegelein.

Stiftung Warentest gewinnt gegen Andechser Molkerei

Stiftung Warentest gewinnt gegen Andechser Molkerei

Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat eine gegen die Stiftung Warentest erlassene Einstweilige Verfügung aufgehoben. Damit hat die Stiftung Warentest einen Rechtsstreit mit der Andechser Molkerei Scheitz GmbH gewonnen. Sie kann die in der Oktober-Ausgabe von test 2008 veröffentlichte Untersuchung weiter verbreiten.

Bei einem Test von 35 Buttermarken hatte die Stiftung Warentest die Sauerrahmbutter „Andechser Natur (Bioland)“ mit „mangelhaft“ bewertet, weil diese eine zu geringe Anzahl an Milchsäurebakterien enthalten hatte. Milchsäurebakterien sind in Sauerrahmbutter ein wichtiges Qualitätskriterium.

In dem Berufungsverfahren der Stiftung Warentest gegen das Urteil des Landgerichts Mannheim kam das Oberlandesgericht Karlsruhe nun zu dem Ergebnis, dass die Bewertung in test in Bezug auf die Anzahl der Milchsäurebakterien in der Sauerrahmbutter nicht zu beanstanden sei.

Damit ist dieses Verfahren rechtskräftig zugunsten der Stiftung Warentest abgeschlossen.

Gourmet Tour Berlin

Gourmet Tour Berlin

Das Original kehrt zu seinem Ursprung zurück

In 2009 ist es endlich soweit: Nach langem hin und her, Rechtsstreit und Inhaberwechseln kehrt die Gourmet Tour Berlin zu Ihrem Ursprung zurück – in den Wunderwald Berlin. Hier wurde vor 5 Jahren die Idee der Gourmet Tour Berlin ins Leben gerufen.

Wieso an einem Abend nur in einem Restaurant verweilen, wenn man doch die kulturellen und kulinarischen Highlights der deutschen Hauptstadt entdecken kann?

Die Gourmet Tour Berlin bietet Ihnen kostbare Momente der besonderen Art.

Der Veranstalter Wunderwald-Berlin geht mit Ihnen auf eine kulinarische Rundreise mit mehreren Gaumen schmeichelnden Gängen in verschiedene, ausgesuchte Spitzenrestaurants.

5 ausgewählte Akteure der Berliner Genusswelten kredenzen ein raffiniertes Menü, das als Entdeckungsreise für die Sinne komponiert wurde. Mit Weinen, die überraschen und aufschmecken lassen.

Als Zwischengang werden Ihnen die Sehenswürdigkeiten Berlins und perlenden Champagner serviert. So wird Sightseeing ein prickelndes Vergnügen.

Die Termine für das erste Quartal wurden auch schon festgesetzt.
Für Firmen, Vereine, Clubs, Messeteilnehmer, internationale Besucher oder andere Gruppen ab 10 Personen werden auch Sondertermine arrangiert.
Es kann also losgehen.

Die Agentur Wunderwald-Berlin freut sich über Ihre Kontaktaufnahme unter 030 40 77 94 05 oder vie Email info@gourmet-tour-berlin.de

Weitere Informationen finden Sie auf www.gourmet-tour-berlin.de

Gehört das Volk der Bildzeitung oder VW?

Umkämpfter Markenname „Volks“

Nach einem Bericht des Handelsblattes streiten sich die Internettochter der Bild-Zeitung – Bild.T-Online – und Volkswagen um die Marke „Volks“. Nach Angaben des Handelsblattes hat dabei Bild.T-Online vor dem Landgericht Hamburg um Klärung des Markenschutzes gebeten. Dies will das Handelsblatt aus Justizkreisen erfahren haben.

www.golem.de/0603/44290.html