Das Rote Höhenvieh

Das Rote Höhenvieh wurde als 55. Passagier in die Slow Food Arche des Geschmacks aufgenommen. Ganz im Sinne seiner sehr speziellen Gefährdungssituation wird das Rote Höhenvieh von zwei Slow Food Convivien unterstützt: Slow Food Sauerland und Slow Food Regensburg-Oberpfalz.

Das Rote Höhenvieh
Das einfarbig rotbraune, mittelgroße Rote Höhenvieh war früher als klassisches Dreinutzungsrind (Milch, Fleisch und Zugleistung) in jeder Mittelgebirgsregion zu Hause, meist mit einer eigenen regionalen Ausprägung. Der Wegfall der Nutzung als Zugtier infolge der Mechanisierung und die einseitige züchterische Selektion anderer Rassen – entweder nur auf Milch- oder nur auf Fleischleistung – haben im 20. Jahrhundert zu seiner Verdrängung geführt. So zählt das Rote Höhenvieh heute zu den extrem gefährdeten Rassen.

Aber vieles spricht für eine Renaissance dieser genügsamen und robusten Rinderrasse, zum Beispiel in arbeitsextensiver Viehhaltung in der Nebenerwerbslandwirtschaft. Die Tiere zeichnen sich durch gute Konstitution aus, sind leicht kalbend, sehr mütterlich und gelten als ideale Partner in der Mutterkuh-Haltung. Die Rasse Rotes Höhenvieh beeindruckt in extensiver Haltung durch gute Masteigenschaften und bildet ein feinfaseriges, leicht marmoriertes, schmackhaftes Fleisch.

Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung des neuen Arche-Passagiers: http://www.slowfood.de/rotes_hoehenvieh

Die Arche des Geschmacks wurde 1996 ins Leben gerufen, um fast vergessene traditionelle Lebensmittel, die in Gefahr sind, völlig zu verschwinden, zu katalogisieren und bekannt zu machen, nach dem Motto: Essen, was man retten will. Denn was nicht gegessen wird, wird nicht nachgefragt, kann also nicht verkauft werden, und wird deshalb nicht hergestellt. Weltweit beherbergt die Arche derzeit über 2.000 Lebensmittelprodukte, die so genannten Arche-Passagiere, in Deutschland gibt es derzeit 54. Die große Mehrheit der Passagiere sind vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen und Nutzpflanzensorten. Die kleinere Gruppe sind handwerklich hergestellte Lebensmittel wie Wurst – und Käsespezialitäten, die nur noch von wenigen Produzenten erzeugt werden. Die Arche will die letzten verbleibenden Produzenten dieser Spezialitäten unterstützen und das traditionelle Wissen – Teil unseres wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Erbes – bewahren.

Deutschlands Kuh(l)tourlandschaft

Ein Land, viele Rassen, noch mehr Kühe

Rot, gelb, braun, gefleckt oder bunt – vom tiefsten Süden bis in den hohen Norden leben in Deutschland etwa 4,2 Millionen Milchkühe, die täglich zwischen 15 und 40 Liter des köstlich-weißen Rohstoffs geben. In Bayern sind vor allem Zweinutzungsrinder beheimatet, die zum einen Milch geben und zum anderen der Fleischerzeugung dienen. Am weitesten verbreitet ist das Fleckvieh mit einer durchschnittlichen Milchleistung von 6.550 Litern pro Jahr, gefolgt vom Braunvieh. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft kennt alle in Deutschland vertretenen Milchkuh-Rassen ganz genau. Unter der Rubrik „Aus dem Milchland“ auf www.milchland-bayern.de erfahren sie welche Grande Dame in Bayern zu Hause ist und was sie auszeichnet.

In Süddeutschland wird die Milchkuh-Beliebtheitsskala klar und deutlich vom weitverbreiteten Fleckvieh angeführt. Die robuste Kuh mit dem braun-weiß gefleckten Fell ist bei den Landwirten der Region besonders aufgrund ihrer guten Milchleistung von durchschnittlich 6.550 Litern pro Jahr gefragt. Knapp eine Millionen Fleckvieh-Tiere grasen auf Bayerns Weideland, was einer Verbreitung von ca. 80 Prozent entspricht. Mit einem Körpergewicht von bis zu 800 Kilogramm und einem Stockmaß von bis zu 1,42 Metern gehören sie zu den Schwergewichten unter den deutschen Milchkühen. Für Abwechslung im Landschaftsbild sorgt das grau-braune Braunvieh. Es ist besonders im Allgäu vertreten und wird dort für seine Langlebigkeit und eine hohe Milchleistung von durchschnittlich 6.060 Litern pro Jahr geschätzt. Heute gibt es an die 300.000 Braunvieh-Kühe, die in den Genuss der saftig-grünen Wiesen Bayerns kommen. Sie machen gerade einmal 20 Prozent der gesamten Milchkuh-Population im Raum Süddeutschland aus.

Insgesamt zehn Milchkuh-Rassen teilen sich knapp 4,5 Millionen Hektar Wiesen und Weideland der Bundesrepublik. Sie sind braun und kräftig, schwarz-weiß und groß oder aber gelb und zahm. Eines haben die über 4,2 Millionen Milchkühe jedoch gemeinsam. Sie geben köstliche, kalziumreiche Milch und sorgen dafür, dass Deutschland mit 400 verschiedenen Käsesorten weiterhin die Spitze der Käseländer anführt.

Salzwiesen-Rind

Auf der Privatinsel Öhe, gelegen in einem Naturschutzgebiet gegenüber von Hiddensee, lebt eine kleine Anzahl französischer Rinder der Rassen Limousin und Blond d’Aquitaine.
Frei von Autoverkehr und Tourismus wachsen die Rinder hier im natürlichen Herdenverband auf und ernähren sich von den saftigen Gräsern und Kräutern der Öhe-Wiesen. Diese Weiden werden regelmäßig vom leicht salzhaltigen Boddenwasser durchtränkt und so mit zusätz- lichen Mineralien versorgt. Schön marmoriertes und zugleich zartes und saftiges Fleisch mit niedrigem Cholesteringehalt und hohem Anteil an Omega 3 Fettsäuren, sind das Ergebnis.

Die Aufzucht erfolgt nach den strengen Kriterien der EG-Oköverordnung und haben dem Fleisch das Bio-Siegel eingebracht.

Die Eigentümer der Insel Öhe übertrugen nun der FrischeParadies-Gruppe das Exklusivrecht für den Handel mit diesem edlem Fleisch. So sind ab sofort fast sämtliche Teile dieser Salzwiesen Rinder im Angebot der Frische-Paradies-Märkte. Ob Roastbeef, Entrecôte und Filet oder Tafelspitz, Gulasch, Schmorbraten und vieles mehr. Ergänzt wird das Angebot durch eine Rinderbratwurst, die sich ideal zum Grillen eignet. Die Kilo-Preise der genannten Teile liegen je nach Stück zwischen 12,98 und 42,99 €. Ein Kilo Rinderbratwurst kostet 14,90 €.

Das einzigartige Nahrungsangebot einer geschützten Umwelt, die natürlichen Weidever- hältnisse sowie die schonende Schlachtung und die sorgfältige Zerlegung der Öhe-Rinder nach FrischeParadies-Vorgaben, haben den Ausschlag gegeben, diese exklusiven Produkte unter dem firmeneigenen Qualitätssiegel der FrischeParadies-Gruppe „QSFP“ anzubieten. Die „Qualité Supérieure Sélectionnée pour FrischeParadies“ steht für frische, handverlesene Spitzenqualität im Fleisch- und Seafoodbereich, welche durch direkte Zusammenarbeit mit Züchtern und Fischern ermöglicht wird. Unter diesem Label werden bereits Seefische und Krustentiere von der bretonischen Küste, Zander aus Mecklenburg- Vorpommern und Filets aus isländischer Fischerei angeboten.

FrischeParadies gibt es in den Städten Berlin, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hürth bei Köln, München, Stuttgart und Wien.

www.frischeparadies.com

Starkoch Rainer Hensen liefert frei Haus

Alte Haustierrassen und Wildbrett für anspruchsvolle Hobbyköche

Die neueste Kreation von Sterne- und Haubenkoch Rainer Hensen ist kein neues Gourmet-Rezept sondern ein ambitionierter Versandhandel für Privathaushalte und Restaurants: Biokulinaria.de Highlight im Sortiment: Fleisch von alten und vielerorts in Vergessenheit geratenen Haustierrassen. Weiter im Angebot: Frisches Wild aus heimischen Wäldern und Bio-Convenience-Produkte. Partner bei diesem ehrgeizigen Projekt ist der renommierte Biofleisch-Experte Oliver Tilly.

Genussvolle, natürliche und qualitativ hochwertige Lebensmittel sind die Leidenschaft von Hensen. Und als einer der Ersten seines Faches setzt er dabei konsequent auf heimische Produkte und auf Bio Premiumqualität. Auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen entdeckte Hensen das Fleisch alter Haustierrassen. „Unverfälscht, natürlich, gut“, mit diesen klaren Worten beschreibt Hensen deren einzigartiges Aroma, etwa des Schwäbisch-Hällischen Schweins oder von Angus Rindern.

Feinschmecker sind begeistert
Das Schwäbisch-Hällische Schwein steht für besonders schmackhaftes dunkles, saftiges Fleisch mit einem unvergleichlich guten Geschmack und konnte in den letzten Jahren wiederholt den Applaus der Fachwelt ernten, so als Bundessieger auf der Grünen Woche in Berlin. Das Aberdeen Angus stammt ursprünglich aus Schottland. Da es eine sehr robuste Konstitution besitzt, kann es ganzjährig auf Weiden gehalten werden, mit ein Grund für dessen aromatisches Fleisch, das Feinschmecker begeistert.

Damit diese Leckereien ein zunehmend genussfreudigeres und anspruchvolles Publikum erreichen, wurde Biokulinaria.de ins Leben gerufen. So können sich Gourmets feinstes Biofleisch, frisches Wild und raffiniert vorbereitete Convenience-Produkte bequem nach Hause schicken lassen.

Artenvielfalt wird gesichert
Bei regelmäßigen Besuchen seiner Lieferanten überzeugt sich Biokulinaria, dass sowohl Tierhaltung als auch Schlachtung und Verarbeitung höchsten Ansprüchen von Mensch und Tier gerecht werden. Ähnliche Standards gelten auch beim Wild. Es stammt aus heimischen Wälder und nicht aus Gatterhaltung.

Der neue Onlineshop und der gute Name von Rainer Hensen eröffnen den Biobauern, die sich der Zucht alter Rassen widmen, wichtige neue Absatzmärkte. Gute Verkaufszahlen wiederum sichern das Überleben alter und gefährdeter Haustierrassen und damit wertvolles genetisches Potenzial. In der konventionellen Landwirtschaft haben diese Rassen längst keine Platz mehr, aber vielleicht werden sie irgendwann zur genetischen Auffrischung von deren hochgezüchteten Tieren notwendig. „Wir leisten mit unserem Lieferservice also auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, fasst Hensen diesen Sachverhalt zusammen. „das ist doch noch ein guter Grund mehr, warum dieses köstliche Fleisch Einzug in viele Küchen halten sollte.“

www.biokulinaria.de

Feta: Name nur noch für Käse aus Griechenland erlaubt

Seit Oktober 2007 darf nur noch Weißkäse aus einer bestimmten Region in Griechenland den Namen Feta tragen. Bisher konnten auch Unternehmen anderer EU-Mitgliedsstaaten wie Deutschland oder Dänemark unter bestimmten Voraussetzungen mit der Bezeichnung werben. Diese Übergangsfrist ist nun abgelaufen, informiert die Verbraucherzentrale Sachsen. Bereits im Jahr 2002 war Feta als geschützte Ursprungsbezeichnung für Weißkäse in Salzlake aus Griechenland eingetragen worden.

Denn der Name wird mit der Tradition des Landes und nicht mit einer bestimmten Käsegattung in Verbindung gebracht, so das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2005. Der Käse wird nach einer überlieferten Methode aus Schaf- oder Ziegenmilch hergestellt. Die traditionelle Wandertierhaltung ist auf wenige Regionen Griechenlands beschränkt.

Im Laufe der Zeit sind genügsame Rassen entstanden, die sich optimal an das Klima und die karge Vegetation angepasst haben. Das besondere Futter verleiht dem Käse den typischen Geruch und Geschmack. Auch in Deutschland, Dänemark und Frankreich wird der Weißkäse seit langem hergestellt. Auf dem Etikett finden Verbraucher nun Bezeichnungen wie „Käse in Salzlake gereift“ oder „Schafskäse aus pasteurisierter Schafsmilch in Salzlake gereift“.

Schweinisches Comeback

Schweinefleisch, das lange Zeit als ungesund und ungenießbar galt, ist
zurück in der Spitzenküche

Das Schwein hat einen schlechten Ruf, es soll ungesund und vollgepumpt mit
Hormonen sein. Aber es gibt Ausnahmen: Europas Züchter konzentrieren sich
wieder auf alte Rassen, die teuer, aber richtig lecker sind.

von Robert Lücke:
www.welt.de/data/2007/02/08/1198392.html

Canadian Aboriginal Festival in Toronto

Vom 24. bis 26. November ist Toronto Treffpunkt der verschiedenen indianischen Völker und Stämme Nordamerikas. Im Rogers Centre, dem ehemaligen Skydome, findet das Canadian Aboriginal Festival statt. Neben Tanzwettbewerben – Pow Wows – stehen auch ein Gesangswettbewerb und ein Lacrosse Turnier auf dem Programm. Darüber hinaus stellen indianische Künstler des gesamten Kontinents ihre Kunst und ihr Kunsthandwerk zur Schau.

Auf dem Marktplatz – „The Market“ – verkaufen viele Künstler traditionell gewebte oder bestickte Kleidung, Schmuckstücke, Skulpturen und vieles mehr. Nicht verpassen sollten Besucher des Canadian Aboriginal Festival auch die vielen Essensstände, die indianische Spezialitäten und Gerichte anbieten. Wer Interesse an den indianischen Lebensweisen und ihrer Geschichte hat, findet an den zahlreichen Informationsständen Antwort auf Fragen. Die Organisatoren des Festivals heben hervor, „dass Menschen aller Rassen, Stämme und Hautfarben zu diesem einzigartigen Großereignis willkommen sind“.

Der Eintritt liegt für Erwachsene bei umgerechnet gut sieben Euro, Kinder bezahlen knapp vier Euro. Das Ticket für den Gesangswettbewerb kostet rund 30 Euro. Alle Eintrittskarten können online unter www.ticketmaster.ca oder an der Tageskasse gekauft werden.
Weitere Informationen zum Canadian Aboriginal Festival unter www.canab.com

Mehr Details über Ontario unter www.ontariotravel.net