Bäckerei-Ketten 2015 Test

Frisch und geschmacklich gut – die Backwaren von 13 großen Bäckerei-Ketten konnten im Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) mehrheitlich überzeugen. Defizite zeigten sich dagegen teils bei der Angebotsvielfalt und bei der Kompetenz der Mitarbeiter.

Erfreuliches Ergebnis: Optik und Frische von Brötchen, Brot und Gebäck punkteten in rund 90 Prozent der Fälle, und auch der Geschmack stieß auf ein positives Echo. Zudem konnte das Angebot an Standardprodukten insgesamt überzeugen. Anders sah dies bei speziellen Backwaren aus: So erwies sich beispielsweise das Sortiment an Biobackwaren in rund 47 Prozent der Bäckereien als zu gering. Auch Zusatzprodukte wie warme Snacks oder Salate wurden oftmals nur sehr eingeschränkt angeboten.

Das Verkaufspersonal bewies im Schnitt eine gute Beratungskompetenz, aber auch Defizite deckten die Testbesuche auf: In fast jeder dritten Filiale konnten die Mitarbeiter die Fragen ihrer Kunden nicht vollständig beantworten. Zu einer Falschaussage kam es nur in einem Fall, aber dies kann bei Lebensmitteln weitreichende Folgen haben. So deklarierte ein Mitarbeiter Dinkelbrötchen als glutenfrei und empfahl diese sogar für Glutenallergiker.

Überzeugen konnte insbesondere das Filialumfeld: Die Kunden stießen auf zumeist ansprechend gestaltete Räumlichkeiten, in denen großer Wert auf Sauberkeit gelegt wurde. „Gerade beim Verkauf von Frischwaren ist Hygiene das A und O. Hier war die Branche bezüglich der Verkaufsräume gut aufgestellt“, so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität. Auch das Verhalten der Mitarbeiter passte in dieses Bild: Bei rund 84 Prozent der Bestellungen benutzte das Verkaufspersonal eine Zange oder Handschuhe, um die Waren anzufassen.

Weiterer Pluspunkt: Der Umgang mit Reklamationen erwies sich oft als serviceorientiert. Meist wurde das Kundenanliegen ernst genommen und eine Lösung des Problems angeboten. Marktforschungsexpertin Bianca Möller zieht ein insgesamt positives Fazit: „Die Servicequalität fiel im Schnitt gut aus. Damit konnte die Branche das Ergebnis der Vorstudie aus dem Jahr 2013 bestätigen.“

Junge Die Bäckerei ging als Testsieger aus der Servicestudie „Bäckerei-Ketten 2015“ hervor. Das Unternehmen (Qualitätsurteil: „sehr gut“) überzeugte mit einem vielfältigen Angebot an schmackhaften und frischen Backwaren und einem sehr ansprechenden Umfeld. So waren die Räumlichkeiten und die Verkaufstresen sehr sauber, und die Filialen luden durch eine angenehme Raumatmosphäre und ausreichende Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Auch die Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter trugen zum Testsieg bei. Auf dem zweiten Rang platzierte sich Malzers Backstube, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „sehr gut“. Die engagierten Angestellten zeigten in puncto Kompetenz eine sehr gute Leistung und reagierten auch auf Reklamationen sehr kundenfreundlich. Darüber hinaus verfügte das Unternehmen über das zweitbeste Angebot. Schäfer’s folgte auf Rang drei. Die Mitarbeiter bestachen durch ihre ausgeprägte Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Bäckerei-Kette punktete zudem mit einem vielfältigen Warensortiment und einer sehr ansprechenden Filialgestaltung.

Im Rahmen der Servicestudie analysierte das Deutsche Institut für Service-Qualität 13 große Bäckerei-Ketten mit Bedienung über den Verkaufstresen. Basis der Servicestudie bildeten jeweils zehn verdeckte Besuche (Mystery-Tests) in unterschiedlichen Filialen eines jeden Anbieters. Untersucht wurden dabei unter anderem das Angebot, die Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Gestaltung der Räumlichkeiten sowie die Warte- und Öffnungszeiten. Insgesamt flossen 130 Servicekontakte in die Auswertung ein.

Was denken deutsche Verbraucher über regionale Lebensmittel?

1. Rund die Hälfte (48 %) aller Verbraucherinnen und Verbraucher achtet beim Einkauf darauf, dass Lebensmittel aus einer bestimmten Region kommen.

2. Fast die Hälfte (45 %) aller Verbraucherinnen und Verbraucher kauft regionale Lebensmittel auf dem Wochenmarkt. Supermärkte sind mit Abstand die Hauptbezugsquelle (86 %). 41 % der Befragten kaufen regionale Produkte direkt vom Bauern.

3. Hauptmotiv der Verbraucher: Sie haben Vertrauen zu den Landwirten aus der Region (83 %). Kurze Transportwege (80 %), positives Lebensgefühl (71 %), Arbeitsplätze in der Heimat sind für mindestens zwei Drittel (70 %) relevant.

4. 79 % der Verbraucher wären bereit, mehr Geld für regionale Lebensmittel auszugeben (10 % deutlich mehr, 69 % etwas mehr).

5. Nicht einmal jeder Fünfte (17 %) fühlt sich über die Herkunft regionaler Lebensmittel verlässlich informiert (66 % teilweise, aber die Informationen müssen noch klarer sein).

6. Drei Viertel ( 75 %) der Verbraucher meinen, verbindlich definierte Kriterien für Regionalsiegel würden mehr Vertrauen schaffen.

7. Bei einer Regionalkennzeichnung wäre nur für 56 % der Befragten eine klare geographische Abgrenzung wichtig. Am wichtigsten ist, dass das Produkt in der Region verarbeitet wurde (81 %). 70 % der Verbraucher legen Wert darauf, dass bei Fleischprodukten auch die Futtermittel aus der Region stammen.

8. Der Aspekt Tierwohl (89 %) ist den Menschen mit Abstand am wichtigsten gegenüber Bio-Produktion (56 %) und regionaler Herkunft (54 %). Für 71 % hat der Preis Priorität.

Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums
(EMNID / 1000 Befragte / Umfragezeitraum 16.-19.12.2011)

Eine Fastenkur gibt Impulse für eine gesündere Lebensweise

Fasten als Startsignal

Eine Fastenkur gibt Impulse für eine gesündere Lebensweise

Die Fastenzeit kann Anlass sein, zu neuer, gesünderer Lebensweise aufzubrechen. „Das Fasten ist eine bewusste Unterbrechung eingeschliffener Lebensgewohnheiten und fördert dadurch langfristig ein positives Gesundheitsverhalten“, sagt Professor Andreas Michaelsen, Chefarzt der naturheilkundlichen Abteilung des Immanuel-Krankenhauses, Berlin, in der „Apotheken Umschau“. Von absoluter Nulldiät raten Michaelsen und andere Experten ab. Sie empfehlen das „modifizierte Fasten“. Dabei nimmt der Fastende maximal 500 Kilokalorien pro Tag zu sich – als Saft, Gemüsesuppe, Molke oder Buttermilch. Dazu muss reichlich getrunken werden: mindestens drei Liter am Tag kalorienfrei als Tee oder Wasser. Eine Fastenkur sollte idealerweise mindestens sieben und nicht länger als 14 Tage dauern. Michaelsen sieht bei diesem Vorgehen keine nachteiligen Effekte: „Mangel ist für unseren Organismus leichter zu tolerieren als Überfluss. Genetisch sind wir dafür besser ausgestattet, als täglich dem übervollen Kühlschrank ausgeliefert zu sein.“ Das modifizierte Fasten unter professioneller Anleitung gilt als ein idealer Einstieg für Übergewichtige, die eine langfristige Gewichtsreduktion anstreben. Menschen, die einmal unter einer Essstörung gelitten haben, sollen auf Fasten verzichten.

Infos rund um das Thema gesunde Ernährung unter www.apotheken-umschau.de/ernaehrung

Pearl Award in Gold fur das Kundenmagazin „Destination“ von Marriott

„Destination“, das Gästemagazin von Marriott International für Deutschland, Österreich und die Schweiz, bekommt nicht nur von seinen Lesern positives Feedback. Ganz offiziell hat der Custom Publishing Council (CPC) in New York, der führende Corporate Publishing Verband Nordamerikas, das Magazin nun auch mit dem Pearl Award in Gold für seine Redaktion ausgezeichnet. Die Auszeichnung honoriert die Besten B2B und Kundenmagazine im Bereich Design, Redaktion und Strategische Initiativen. 27 von ihnen gehören zu den Gewinnern der bereits vierten Preisverleihung. Die 572 Bewerbungen für 2007 stellen einen Anstieg von 21 Prozent gegenüber 2006 dar und zeigen deutlich die Stärke dieses Zweiges der Zeitungswelt.

Vor zwei Jahren hob die Marriott Hotelgruppe gemeinsam mit der Journal International Verlagsgruppe (Departures, Centurion Magazine Europe, Middle East & Asia Pacific) „Destination“ aus der Taufe. Seitdem sind sechs Ausgaben des 84 Seiten starken Hochglanzmagazins erschienen, die optisch ansprechend mit Servicecharakter und detaillierten Tipps unterhaltsam über Trends und Hintergründe aus den Bereichen Reise, Business und Marriott berichten. So reicht 2008 der thematische Bogen vom Traumziel Mexiko über neueste Modetrends zu aktuellen News rund um Marriott International.

„Destination“ erscheint in einer Auflage von 80.000 Stück. Es wird in drei Versionen an die Gäste von Marriott International in den Zimmern und Gästebereichen verteilt: Marriott Hotels & Resorts, Renaissance Hotels & Resorts, Courtyard by Marriott. Alle Beiträge sind in Deutsch und Englisch verfasst. Chefredakteur ist der Wahl-Münchner Robert Hauke.

HOGATRENDS 2007: Erfolgreicher Neustart

Über 200 Aussteller sowie mehr als 18.000 Fachbesucher haben nach vier Messetagen den Konzept-Relaunch, der sich in der Entwicklung der einstigen HOGAKA zur HOGATRENDS vollzog, als überaus positiv bewertet. Als Ergebnis der Besucherbefragung während der 51. Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie und Großverpflegung in der Messe Karlsruhe äußerten beide Gruppen einen durchweg positiven Gesamteindruck. Vor allem die neuen Themenparks beim überarbeiteten Konzept der dienstältesten Fachmesse Baden-Württembergs erhielten eine hervorragende Benotung: Die Ideen-Küche, die Hygiene-Straße und Grand Caffè trafen bei über 80 Prozent aller Befragten absolut ins Schwarze.

„Die Kombination von Information und Entertainment wurde sehr gelungen durchgeführt. Wir haben täglich zirka 20 qualifizierte Kontakte sowie Vereinbarungen geschlossen und sind mit dieser Bilanz mehr als zufrieden“, sagte Thomas Keller, Verkaufsleiter der Rhein-Main Rational AG, dessen Unternehmen am Themenpark Ideen-Küche beteiligt war. Stefan Cammann, Geschäftsführer der Combidämpfer und Finishing Akademie und Ideengeber des innovativen Live-Dialogs, ist überwältigt von diesem Debüt-Erfolg: „Für die Ideen-Küche hätte es keine bessere Premierenplattform als die HOGATRENDS geben können.“ „Unser Ziel ist es jetzt, das neue Konzept weiter auszubauen und die HOGATRENDS gemeinsam mit unseren Partnern im Jahr 2009 als den südwestdeutschen Branchentreffpunkt für innovative Gesamtlösungen und Praxis zum Mitnehmen weiter zu etablieren“, sagt Olaf Freier, Geschäftsführer der veranstaltenden HINTE GmbH und HOGATRENDS-Projektleiter.

Die Fachmesse, die interessierten Besuchern auf 15.000 Quadratmetern aktuelle Ideen und innovative Lösungen präsentierte, verzeichnete ein großes Interesse an ihrer Neuausrichtung, wie die ungewöhnlich hohen Anteile an Erstbesuchern von 48 Prozent und Erstausstellern von 36 Prozent belegen. Jene Besucher, die einen Vergleich mit der HOGAKA 2005 anstellen konnten, lobten mehrheitlich die verbesserte Struktur. Die Fachbesucher, denen analog zu der vorhergehenden Veranstaltung ein sehr hohes Niveau bescheinigt wurde, da sie erneut zu deutlich über 70 Prozent als Entscheidungsträger in die Messe Karlsruhe kamen, repräsentierten im Gros das Gaststätten- und Hotelgewerbe sowie den Bereich der Großküchen und Kantinen. Die neue Konzeption sorgte aber auch dafür, dass bei den Branchenbereichen Bäckereien/Konditoreien, Snack-Bars/Imbissbetriebe sowie aus dem Catering moderate Steigerungen innerhalb der Besucherstruktur zu verzeichnen waren. Die Abdeckung der Interessenschwerpunkte, die neben der Küchentechnik zu nahezu gleichen Teilen auf Geräte und Anlagen, Inneneinrichtung sowie Frischwaren und Zutaten entfielen, wurde als signifikant bewertet.

Die Aussteller, unter denen namhafte Firmen wie beispielsweise MKN, METRO AG, Franke Bremer, EDNA und die WMF Württembergische Metallwarenfabrik AG oder erstmals auch die BÄKO Mittelbaden eG zu finden waren, gaben als Hauptziele ihrer Beteiligung an, neue Kontakte aufbauen (96 Prozent) respektive bestehende Kontakte pflegen (68 Prozent) zu wollen. Nahezu 90 Prozent sahen ihr Ziel der Neukontaktierung als erfüllt an, 93 Prozent bescheinigten, die Kontaktpflege erfüllt zu haben. 70 Prozent der HOGATRENDS-Aussteller bewerten derweil den Nutzen der Messebeteiligung als Marketingmaßnahme für ihr Unternehmen als hoch bis mittel ein. Aufgrund der hoch qualifizierten Kontakte erwartet der überwiegende Teil der Aussteller ein positives Messenachgeschäft.
Ihre Planungsweitsicht, bei der HOGATRENDS 2009 erneut mit dabei zu sein, versahen 68 Prozent der Aussteller bereits auf der Messe mit einer hohen Wahrscheinlichkeit. Rund ein Fünftel plant, mit einem erweiterten Präsentationsumfang teilzunehmen. Für Metro Cash & Carry Deutschland zog Peter Knoll, Geschäftsleiter Großmarkt Karlsruhe, derweil ein überaus positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden und konnten das hervorragende Ergebnis unseres Messedebüts auf der HOGAKA 2005 noch toppen. Wir hatten weit mehr Kontakte als 2005 und sind überrascht ob des regen Zulaufs, der auch am letzten Messetag nicht abbrach. Wir sind 2009 auf jeden Fall wieder mit dabei.“

Weitere Messe-Highlights, ob Nachwuchs-Kochwettbewerb cook & serve oder die Präsentationen im Forum, stießen darüber hinaus auf eine sehr positive Resonanz. Beim zweiten cook & serve-Wettstreit, an dem sich Teams aus Orten weit über den Grenzen Baden-Württembergs beteiligten und sich sogar ein Team aus der russischen Partnerstadt Karlsruhes, Krasnoda, um die Plätze bewarb, wurden den jungen Fachkräften hervorragende Leistungen bescheinigt. Der Gesamtsieg ging an das Hotel Engel in Obertal. Zweiter wurde das Schlosshotel Bühlerhöhe, Rang drei entfiel auf die Vertretung von Brenners Parkhotel und Spa, Bühl/Baden-Baden.

Nach der erfolgreichen Neuausrichtung blickt Olaf Freier positiv in die Zukunft der HOGATRENDS: „Das Erreichte zu festigen und mit weiteren Mosaiksteinen zu versehen, streben wir im Sinne des Branchenbedarfs an. Konsequent werden wir unsere neue konzeptionelle Ausrichtung weiter verfolgen. Schon jetzt reden wir mit unseren Partnern über neue Themenparks“, sagt der Geschäftsführer der HINTE GmbH.

Bäckereitechnologen erhalten doppelte Auszeichnung

Backmedia zeichnet technische Neuheiten der Bäckereitechnologie des ttz Bremerhaven mit „iba-trophy“ aus

Bereits zum dritten Mal verlieh Backmedia die iba-trophy für Innovationen im Bäckereihandwerk. Bei der Verleihung im Rahmen der IBA 2006 („Weltmarkt des Backens“) punkteten die ttz-Bäckereitechnologen unter der Leitung von Prof. Dr. Lösche gleich zweimal: Ausgezeichnet wurden
der vom ttz Bremerhaven entwickelte Oxylator (Kneter mit
Sauerstoffanreicherung) für die Firma Kemper und ein neues
Befeuchtungssystem (Kühlung mit Mikrobefeuchtung) für die Firma
Ungermann. Das Team der Bremerhavener Bäckerei- und
Getreidetechnologie zieht ebenso wie die Veranstalter der IBA 2006 ein
durchweg positives Resümee der diesjährigen Münchner Backwaren
Messe.

Mit 76.000 Besuchern aus 127 Staaten war die
IBA erfolgreich. Die Veranstalter verzeichneten einen Anstieg der Besucher- und
Ausstellerzahlen. „Wir sind immer noch dabei, die Anfragen, die wir auf der IBA
erhielten, zu beantworten. Wir freuen uns über viele neue Kundenkontakte und
positives Feedback auf unsere Workshops und Vorträge im Rahmen der Messe“,
erklärt Irene Minguez Pablos, Leiterin der Arbeitsgruppe Bäckerei- und
Getreidetechnologie am ttz Bremerhaven. Auch ein bisschen stolz dürfen die
Wissenschaftler sein: gleich zwei Auszeichnungen, die iba-trophy von
Backmedia, erhielten sie für innovative Technologien, die gemeinsam mit den
Firmen Kemper und Ungermann entwickelt wurden.

Kneter mit Sauerstoffanreicherung

Bei dem sogenannten Oxylator, dessen Prototyp der Firma Kemper auf dem
Stand der ttz-Bäckereitechnologie auf der IBA zu sehen war, handelt es sich um
ein neuartiges Knetverfahren. Hierbei wird mit Sauerstoff angereichertes
Schüttwasser in den Teig eingebracht. Das neue Verfahren arbeitet mit der
sogenannten Wasservernebelung: Das gesamte Schüttwasser wird während der
Mischphase über Mikrodüsen und unter Druck in den Kessel gesprüht. So wird
eine Verbesserung des Gebäckvolumens bei gleichzeitiger Verringerung des
Backmitteleinsatzes erreicht. „Inzwischen haben wir die Erprobungsphase
abgeschlossen und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die Technologie ist in
der Anwendung erfolgreich“, erläutert Christian Creutz, Projektleiter der
Sauerstoffknetung am ttz Bremerhaven. Der Kneter ist nun marktreif und ab
nächstem Jahr bei der Firma Kemper erhältlich.

Kühlung mit Mikrobefeuchtung

In Teamarbeit mit der Firma Ungermann, entwickelte Markus Füchsel vom ttz
Bremerhaven eine Kühlung mit neuartiger Befeuchtungstechnologie. Bisher
wurde Feuchtigkeit in Kühlanlagen hauptsächlich durch Verdampfung erzeugt.
Bei dem neuen System werden keimfreie Wassertropfen mittels Ultraschall als
temperiertes Aerosol* aus Mikrotropfen in den Warenraum eingebracht. Diese
Tropfen sind so klein, dass sie sich nicht als Reif an der Anlage oder den
Teiglingen niederschlagen, sondern direkt in die Poren des Teiglings eindringen
können. Insgesamt wird so die Temperaturübertragung, Haltbarkeit und Hygiene
verbessert bei gleichzeitiger Energieeinsparung. Bereits jetzt ist die neue
Kühlungstechnik auf dem Markt erhältlich.

„Die Entwicklung neuer Technologien in enger Kooperation mit kleinen und
mittleren Unternehmen ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Wir freuen
uns so die Innovationskraft des Mittelstandes stärken zu können,“ erklärt Werner
Mlodzianowski, Geschäftsführer des ttz Bremerhaven.
*Gemisch aus flüssigen Schwebeteilchen und Luft

Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven versteht sich als innovativer
Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und
Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales
Team ausgewiesener Experten in den Bereichen Lebensmitteltechnologie und
Bioverfahrenstechnik, Analytik sowie Wasser-, Energie- und
Landschaftsmanagement.

Mit dem EIBT (European Institute of Baking Technology) werden die nationalen
und internationalen Aktivitäten des ttz Bremerhaven auf dem Gebiet der
Bäckerei- und Getreidetechnologie zusammengefasst. Das Angebot des EIBT
beinhaltet die spezifische Betreuung von Unternehmen aus der Backbranche und
deren Umfeld, Industrie wie Handwerk: angefangen bei der innovativen
Produktidee über die praktische Umsetzung bis zur Marktreife des Produkts.

www.iba.de
www.ttz-bremerhaven.de
www.emil-kemper.de
www.ungermann.de

Nicaragua: Die Route des Kunsthandwerks

Die nicaraguanische Tourismusbehörde INTUR hat im August vergangenen Jahres das Projekt zur Schaffung einer touristischen „Route des Kunsthandwerks“ mit dem Schwerpunkt Masaya und der weißen Dörfer ins Leben gerufen. Die acht beteiligten Gemeinden sind bereits ein sehr attraktiver Tourismusschwerpunkt im Südwesten des mittelamerikanischen Landes. Ziel des Projektes ist es, die Kunstgewerbetreibenden auf ein internationales Niveau zu führen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Künstler, lokalen Behörden, der Hotellerie und einzelner lokaler Reiseagenturen zu verbessern. In einer Pressekonferenz im Juni 2005 hat die Vizepräsidentin von INTUR, Ruth Sequeira, ein erstes positives Resümee gezogen. Es sei durch die Projektarbeit innerhalb eines Dreivierteljahres gelungen, den Verkauf von Kunstgewerbegegenständen um ca. 35 % zu steigern. Die lokale Vertreterin der UNESCO, Claudia Valle, verband ein positives Resümee mit der Feststellung, dass das Setzen weiterer Prioritäten notwendig sei. Das Projekt strahlt inzwischen auch in den pazifischen Nordwesten des Landes. So haben jüngst beispielsweise in La Paz Centro (ca. 60 km nordwestlich von Managua auf der Strecke nach León gelegen) 30 Kunstgewerbetreibende auf eigene Initiative mit Unterstützung der Gemeinde einen zentralen Kunstgewerbemarkt ins Leben gerufen. Der Ort hat eine jahrhundertelange handwerkliche Tradition in der Herstellung verschiedenster Keramiken sowie von Ton- und Dachziegeln. Die noch mit Holz gefeuerten Brennöfen liegen zwischen den Ortschaften Nagarote und La Paz Centro unmittelbar an der Straße nach León. Darüber hinaus ist La Paz Centro bereits für seine Quesillos con Tiste – weiche Tortillas mit einer Scheibe mildem, weißem Käse, Zwiebeln und feingehacktem Krautsalat und einem Maisgetränk – über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Informationen zu Nicaragua unter www.intur.gob.ni (ags)

ADAC-Raststättentest 2005

Das Ergebnis des diesjährigen ADAC-Raststättentests ist insgesamt enttäuschend. Fast 2 Drittel aller getesteten Betriebe schafften nur die Note ’ausreichend’, ein Viertel fiel mit ’mangelhaft’ oder ’sehr mangelhaft’ glatt durch. Nur 5 Anlagen wurden mit ’gut’ beurteilt, die Bestnote ’sehr gut’ wurde kein einziges Mal vergeben. Wie schon im Vorjahr kommt der Sieger aus Deutschland. Die Raststätte Im Hegau Ost an der A81 Stuttgart – Singen erhielt von den ADAC-Testern das beste Gesamtergebnis. Wermutstropfen aus deutscher Sicht: Auch der Testverlierer steht an einer deutschen Autobahn, es ist die Raststätte Bad Bellingen West an der A 5 zwischen Freiburg und Basel. Getestet wurden 60 Autobahnraststätten in 6 Ländern, 30 davon in Deutschland, darunter 15 Autohöfe.
Nahezu mustergültig präsentiert sich die Raststätte Im Hegau Ost. Die erst ein Jahr alte Anlage überzeugt vor allem durch ihr geschmackvolles Self-Service-Restaurant und das besonders freundliche Personal.
Verbesserungsbedarf gibt es allerdings noch bei der Verkehrssicherheit und der Außenanlage. Erfreulich aus deutscher Sicht: Mit der Raststätte Plötzetal Ost an der A 14 nördlich von Halle geht auch Rang 2 an eine deutsche Anlage.

Weiter aufgeholt – das zeigen eindrucksvoll die guten Plätze 4 und 5 für die Autohöfe Lippetal an der A 2 und Herbolzheim an der A 5 – haben die deutschen Autohöfe, die damit zu einer echten Alternative für die Raststätten geworden sind. Wie schon in den Vorjahren besteht ihr größtes Plus im niedrigeren Preisniveau, ihr größtes Manko bleibt allerdings die mangelnde Sicherheit im Außenbereich sowie fehlende Erholungseinrichtungen und Spielplätze.

Praktisch nichts Positives konnten die Tester beim Schlusslicht, der Raststätte Bad Bellingen West, vorfinden. „Die Zustände dort sind aus unserer Sicht nicht hinnehmbar“, so ADAC-Vizepräsident für Tourismus Max Stich. „Europas Autofahrer wünschen sich mehr Qualität, wenn sie auf dem Weg in den Urlaub Pause an der Autobahn machen.“

Ein Hauptaugenmerk legte der Club beim diesjährigen Test auf die Verkehrssicherheit und stieß dabei auf zahlreiche Gefahrenstellen. Besonders die fehlende Sicherheit der Fußgänger sorgt häufig für schlechte Benotungen. Möglichkeiten, dies zu ändern, haben die Raststättenbetreiber jedoch kaum: Für die Ausstattung und Pflege der Außenanlage von Raststätten ist der Bund zuständig.