Fondue Tipps

Fondue ist ideal für Silvester. Statt den ganzen Tag aufwendig zu kochen, lassen sich Fleisch, Saucen, Dips und Beilagen fürs Festessen in geselliger Runde vorher gut vorbereiten. Jeder am Tisch kann mundgerechte Stücke Fleisch, Fisch und Gemüse nach individuellem Geschmack auswählen und ins erhitze Fett oder in eine Brühe tunken.

„Um das am Tisch gegarte Fleisch unbedenklich zu genießen, dürfen rohe und gegarte Fleischstücke jedoch nicht auf demselben Teller landen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW: „Das unsachgemäße Hantieren mit Fleisch – besonders mit Geflügelfleisch – kann eine unliebsame Lebensmittelinfektion mit Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auslösen“. Bei der Zubereitung und Gestaltung eines unbedenklichen Fondues zum Fest helfen folgende Tipps:

Einkauf: Beim Festessen zum Jahresende soll es meist etwas Besonderes sein. Mit Fleisch aus tiergerechter Haltung gönnen sich Familien und Freunde etwas Gutes und setzen mit ihrem Kauf auch für bessere Lebensbedingungen von Nutztieren ein Zeichen. Neben Biofleisch gibt’s im Handel Schweine- und Hühnerfleisch gekennzeichnet mit Labeln anerkannter Tierschutzorganisationen. Wichtig: Beim Kauf und bei der anschließenden Lagerung ist auf eine durchgehende Kühlung zu achten.

Lagerung: Bei verpacktem Fleisch aus dem Supermarkt, das länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt wird, muss die auf der Packung empfohlene Kühltemperatur von meist zwei Grad eingehalten werden. Sonst verliert das Mindesthaltbarkeitsdatum seine Gültigkeit. Bei losem Fleisch an der Theke ist es ratsam, dieses möglichst am Tag der Zubereitung, maximal jedoch am Vortag, zu kaufen. Ist das Fleisch erst für den zweiten Weihnachtstag vorgesehen, sollte lose Ware besser eingefroren werden. Wegen der längeren Haltbarkeit ist der Griff zu verpackter Ware dann eher zu empfehlen. Achtung: Rohes Fleisch darf nie in Berührung kommen mit anderen Lebensmitteln, die nicht mehr erhitzt werden! Besondere Vorsicht ist im Umgang mit rohem Geflügelfleisch geboten: Dieses ist besonders häufig mit krankheitserregenden Bakterien belastet und sehr leicht verderblich!

Vorbereitung in der Küche: Das rohe Fleisch fürs Fondue sollte erst kurz vor dem Brutzelspaß aus dem Kühlschrank genommen werden. Das Fleisch sollte auch nicht lange ungekühlt auf dem Tisch stehen. Deshalb zunächst eine kleine Menge auf den Tisch stellen und bei Bedarf für Nachschub aus dem Kühlschrank sorgen! Falls die Hände mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, sollten sie gründlich gewaschen und abgetrocknet werden, bevor etwas anderes angefasst wird.
Zubereitung und Genuss am Tisch: Für die rohen Fleischstücke extra Teller verwenden! Auf keinen Fall darf das Fonduefleisch im Rohzustand mit Salat, Brot, gegartem Fleisch oder anderen Leckereien auf dem Tisch in Kontakt kommen! Das Fleisch im Fonduetopf gut durchgaren: Der beim Anschneiden austretende Fleischsaft darf nicht mehr blutig sein! Der beste Tipp gegen Völlegefühl: das Fleisch bewusst und in Maßen genießen und sich satt essen an gesunden Beilagen – etwa Gemüse, Salate, Rohkost mit leichten Dips und Brot!

Resteverwertung: Reste von rohem Fleisch, die ungekühlt auf dem Tisch standen, sollten am besten noch am selben Abend durchgegart werden. Dann können die restlichen Fleischstücke noch zwei bis drei Tage unbedenklich im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Umgang mit Fonduegerät: Um heiße Spritzer zu vermeiden, sollte der Fonduetopf nur zur Hälfte mit Fett oder Brühe gefüllt werden. Flüssiges Fett im Topf darf nicht aus den Augen gelassen werden, da überhitztes Fett sich entzünden kann. Falls dies passiert: Brennendes Fett niemals mit Wasser löschen, denn dadurch besteht die Gefahr einer Fettexplosion! Was dann passiert, das zeigt ein Video unter www.vz-nrw.de/fonduetipp .Zweckmäßiger ist, die Flammen mit einem Topfdeckel oder Backblech zu ersticken!

Anton Schmaus

Dieser Tag wurde mit Spannung erwartet: Sternekoch Anton Schmaus hat sein neues Restaurant Storstad im Zentrum Regensburgs eröffnet und verwirklicht damit seine ganz eigene gastronomische Vision. In nur zehn Wochen Umbauphase entstand im fünften Stock des geschichtsträchtigen Goliath-Hauses ein gastronomisches Konzept, das puristisch, skandinavisches Design und aufgeschlossenes Großstadtflair verbindet. Gäste erwarten drei ineinander übergehende Genussbereiche (Restaurant, Bar, Lounge). Das absolute Highlight ist dabei der Skyframe im Restaurantbereich mit atemberaubendem Blick über die Altstadt und den Dom.

Obwohl das Storstad hoch über den Dächern der UNESCO Weltkulturerbe-Stadt liegt, möchte Anton Schmaus damit bewusst Schwellen abbauen. Storstad heißt auf Schwedisch Großstadt und es ist genau die offene, großstädtische Denkweise, die Konventionen prüft und verwirft, auch mal provoziert und verschiedenste Kulturen einfließen lässt, die Anton Schmaus hier auf allen Ebenen verwirklichen möchte. „Großstadt ist das, was in Deinem Kopf passiert“, sagt der junge Spitzenkoch. „Ich möchte hier zeitgemäße, unangestrengte Küche bieten, casual fine dining auf höchstem Niveau, ganz ohne Krawattenzwang.“

So soll das Storstad höchsten Standards gerecht werden, ohne ein „Gourmettempel“ im herkömmlichen Sinne zu sein. „Wichtig ist zunächst einmal geiles, leckeres Essen – „Foodporn“ eben“, so Anton Schmaus weiter. Deshalb werden im Storstad nicht nur gehobene Mehrgang-Menüs angeboten, auch Burger und Bar-Food können kredenzt werden oder einfach nur ein feiner Cocktail auf der Loungeterrasse. Das Storstad steht allen offen, die gutes Essen und guten Service lieben – egal ob sie nun im Anzug oder in Jeans und Turnschuhen aufschlagen.

www.storstad.de

Interessante Urteile gegen Fluggesellschaften

1. Kreditkarte ist am Flughafen nicht mehr notwendig 2. bei durchgecheckten Gepäck muss sich der Fluggast beim Umsteigen nicht mehr darum kümmern

Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie haben vor einem dreiviertel Jahr Ihren Flug gebucht und jetzt will die Fluggesellschaft beim Einchecken die Kreditkarte, mit der Sie damals bezahlten, sehen? Ist mir bei der „5 Sterne“ Qatar Airways passiert. Ich hatte die Karte nicht dabei. Die ließen mich – Silberstatus mit gebuchter Business Class – nicht fliegen, bis ich die blöde Karte doch gefunden hatte. Einem Iberia Reisenden ging es 2011 schlechter. Er hatte die Karte nicht dabei und durfte nicht mit.
Er verklagte die Iberia und gewann. Wie die Richter weise entschieden, ist eine „Kreditkarte ein Zahlungsmittel und keine für den Reiseantritt notwendig Reiseunterlage“! Schön, wenn ein Gericht gesunden Menschenverstand anwendet und die Klauseln der Airlines ausser Kraft setzt. Dank ans OLG Frankfurt (AZ 16U-43/11)

Im zweiten Urteil meinte eine Airline, ganz clever zu sein. Beim Umsteigen schaffte die Airline es nicht, das Gepäck rechtzeitig ins neue Flugzeug zu verladen. Daraufhin schloss die Airline den Passagier von der Weiterreise in der vermutlich überbuchten Maschine aus und er konnte erst am nächsten Tag weiterfliegen. Dieses Vorgehen erzürnte die Richter des BGHs, die die Airline zur Zahlung von 600 Euro Ausgleich nach EU-Verordnung verdonnerten! (AZ XZR128/11). CR

"Lanz kocht" ist Geschichte

Markus Lanz wird neuer Moderator der ZDF-Show “Wetten, dass..?”

Nun verliert Spiegel TV auch die Kochshow „Lanz kocht“. Weil Markus Lanz die Moderation von „Wetten dass ..?“ übernimmt, läuft die Kochshow im Sommer aus. Die Quoten waren zuletzt nicht mehr so prickelnd.

Der 42jährige Südtiroler ist nach Frank Elstner, Wolfgang Lippert und Thomas Gottschalk der vierte Moderator, der die Show präsentiert. Lanz wird Europas größte Unterhaltungssendung zum ersten Mal am 6. Oktober moderieren. Dr. Thomas Bellut, Programmdirektor und designierter Intendanten des ZDF, ist überzeugt, dass Markus Lanz auch in seiner neuen Aufgabe überzeugen wird. Der neue “Wetten, dass..?-Moderator ist durch seine langjährige Erfahrung in seiner ZDF-Talksendung, die er auch weiter behalten wird, ein erfahrener Interviewer. Bellut verspricht sich von ihm, “dass er “Überraschung und mehr Improvisation” in die Sendung rein bringen wird, so dass die Zuschauer immer wieder das Gefühl haben, hier wird mit großer Spiellaune was Neues angepackt. Nach der Bekanntgabe dieser wichtigen ZDF-Personalie haben wir uns mit Markus Lanz unterhalten

Interview Markus Lanz

1. Markus Lanz, Glückwunsch zu Ihrer neuen Aufgabe! Was war das für ein Moment für Sie, als Sie gefragt worden sind, ob Sie Deutschlands wichtigste Unterhaltungsshow moderieren wollen?
Freude aber gleichzeitig noch mehr Respekt. Also ich gebe ganz offen zu: Da wälzt man sich das eine oder andere Mal und hat auch ein paar schlaflose Nächte. Und malt sich aus, was dann passiert, wenn am 6.Oktober einer sagt: “Es ist 20 Uhr 14, noch eine Minute” Und Du weißt, jetzt heißt es rausgehen. Das ist ein Moment der mir zu schaffen macht. Aber ich freu mich auch drauf und man muss es dann einfach geschehen lassen und das Gefühl entwickeln, das kann man machen .

2. Was überwiegt: Die Vorfreude oder die Muffe vor dem Showklassiker “Wetten, dass..?”
Beides gleichermaßen. Ich habe mich auf der einen Seite sehr gefreut, dass man mir das zutraut. Auf der einen Seite weiß ich wohl, wie groß diese Fußstapfen sind. Ich habe neulich den schönen Satz gelesen: “Wenn man als Berufswunsch Flutlicht angibt, muss man aufpassen, nicht als Glühwürmchen zu enden”. Diese Gefahr besteht natürlich. Thomas hat da zweifellos Maßstäbe gesetzt und ist auch im Laufe der Zeit eine Einheit geworden: Thomas Gottschalk war “Wetten, dass..?” und “Wetten, dass..?” war Thomas Gottschalk. Und insofern ist das eine große Aufgabe. Wir werden jetzt versuchen getreu dem alten SPD-Slogan, “nicht alles besser, aber vieles anders” zu machen.

3. Sie waren in der Presse neben Hape Kerkeling von Anfang an im Gespräch für “Wetten, dass.-.?” Haben Sie damit gerechnet, dass es auf Sie rausläuft?
Ich hab das damals sehr, sehr weit weggepackt und dachte nie ernsthaft daran, dass das jemals etwas sein wird, worüber ich mir den Kopf zerbrechen muss. Ich hab mir jetzt den Kopf zerbrochen. Ich glaube, dass in diesem Format sehr viel Kraft drin steckt. Ich freue mich auch sehr auf diese Aufgabe und pack das jetzt so an, wie ich in meinem Leben viele Sachen angepackt habe. Ich habe bis heute keinen Vertrag, wir haben nie über Geld geredet, wir haben uns nur einmal in die Augen geschaut, Handschlag, und dann gesagt, das machen wir jetzt. Und wenn das funktioniert, machen wir das hoffentlich eine ganze Weile. Und wenn es nicht klappt, bin ich auch niemand, dem ein Zacken aus der Krone bricht, wenn er sagen muss, das wollten die Leute so jetzt nicht haben. Dann muss man ehrlich zu sich selber sein. Ich glaube, als Mensch wächst man im Zweifel sogar daran.

4. Was wird sich an der Show ändern?
Also wir werden mit Sicherheit an ganz vielen Schrauben drehen. Es ist ja klar, dass – sage ich mal – dieses Haus renoviert werden muss, ohne diejenigen die drin leben zu verschrecken. Das ist ja immer die Kunst an solchen Geschichten. Ich hoffe, dass uns das gelingt. Die Idee, die Frank Elstner da mal vor 30 Jahren hatte, war eine große Idee, eine richtig große Idee und die ist bis heute eine große Idee geblieben. Ich glaube auch, dass die Zeit dafür wieder reif ist. Ich glaube, dass es eine Sehnsucht gibt nach schöner Familienunterhaltung, wo man ohne Zynismus rangeht und sagt, jetzt haben wir mal zwei Stunden Spaß miteinander. Und ich sag mal, dieser edel und fein inszenierte Kindergeburtstag, der “Wetten, dass..?” ja immer war, auf den freu ich mich.

5. Gibt es etwas, was Sie besonders an “Wetten, dass..?” reizt?
Ich freue mich sehr vor allen Dingen über die musikalische Dimension, die “Wetten, dass..?” natürlich auch hat. Weil ich leidenschaftlich selbst Musik mache. Und mein großer Traum wäre es tatsächlich mal mit Robbie Williams unplugged eine kleine Nummer zu machen. Danach würde ich, glaube ich, aufhören.

6. Wir sind ja sozusagen Kollegen, Sie und ich. Denn Sie haben Ihre Karriere bei Radio Hamburg als Volontär begonnen. Ein steiler Aufstieg…

Radio war eigentlich immer meine große Leidenschaft. Und ich war immer jemand, der gedacht hat, wenn Du es zum Radio geschafft hast, dann kann nichts mehr kommen. Auch deswegen, weil ich dort Musik um mich hatte, ich wollte nämlich immer Musiker werden, Musikproduzent werden, vor allen Dingen. Insofern war das, was mit dem Fernsehen gekommen ist, eigentlich ein großes Missverständnis. Ich lebe gut mit diesem Missverständnis und hoffe, dass die Leute Spaß dran haben. Aber das ist natürlich ein Weg, den man nicht planen kann. Das passiert einem im Leben. Und da muss man auch viel Glück haben, da gehört auch ein wenig Demut dazu. Wenn man das Glück hat, so etwas zu machen, sollte man nicht arrogant und hochnäsig rangehen. Und das tue ich auch nicht.

Zur Person
Der 43-jährige Markus Lanz ist in Bruneck (Südtirol) geboren. Nach dem Abitur in Brixen absolviert er eine Ausbildung zum Kommunikationswirt an der Bayerischen Akademie der Werbung in München. Dann zieht es ihn in die Medien. 1995 schließt er ein Volontariat bei Radio Hamburg ab, wird erst Nachrichtenredakteur bei RTL Nord und 1998 Moderator bei RTL in Köln. 2008 wechselt Markus Lanz zum ZDF und moderiert seitdem die Sendungen „Markus Lanz“ sowie „Lanz kocht“.

Schade, wir haben immer gerne LANZ KOCHT geguckt.

Matthies war essen

Matthies war essen

Bernd Matthies kocht gern und isst noch lieber. Restaurantkritiken schreibt er für den Berliner Tagesspiegel seit mehr als 20 Jahren, ist für „Essen & Trinken“ durch die Welt gereist – aber in der internationalen Kulinarik ist viel mehr los, als in eine Tageszeitung oder ein Magazin passt. „Matthies war essen“ beschreibt, was sonst noch so passiert: Große Menüs, kleine Fundsachen, nützliche Bücher, gastronomische Erlebnisse.

Hier finden Sie den Blog:
http://feinkost.tagesspiegel.de/

McDonalds Burger schimmelt nicht

Sechs Monate dauert die Aktion nun schon. Die Fotokünstlerin Sally Davies kaufte nach eigenen Angaben am 10. April bei McDonald’s einen Burger und eine Portion Pommes Frites, um die Veränderungen des Fast-Food-Menüs auf Fotos festzuhalten. Doch ihre Erwartungen wurden enttäuscht. „Ich habe angefangen zu fotografieren – aber es ist nichts passiert“, sagte Davies nun. „Es hat einen Tag lang gerochen, und danach nicht mehr.“ Er soll lediglich etwas kleiner geworden, dann aber in aller Schönheit „versteinert“ sein. Anzeichen für Schimmel gebe es nicht.

Lesen Sie den gesamten Artikel bei SPIEGEL online:
www.spiegel.de/panorama/0,1518,723336,00.html

Ein physikalischer Blick auf den komplexen Prozess des Garens

Fleisch besteht aus Proteinen, Fett und Wasser. Was passiert mit ihm in der Küche?

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft«. Mit diesem Werbeslogan bewarb das Fleischerhandwerk seine Produkte. Von welcher Beschaffenheit aber ist es, dieses Stück Lebenskraft? Ist es fett, mager, durchwachsen, zäh, faserig?

Wenig wissen wir über die Stücke, die wir gedankenlos in die Pfanne hauen. Fleisch ist ein raffiniertes, komplexes biologisches Material, ach was, ein Verbund unterschiedlicher Materialien. In der Küche werden sie thermischen Prozessen und, noch so ein Physikerwort, Phasentransformationen unterworfen, sofern wir sie nicht als Rohkost (feiner ausgedrückt: Tatar) verzehren. Vielfältig lassen sich Geschmack, Textur und Mundgefühl mittels ausgefeilter Garmethoden beeinflussen.

Lesen Sie den ganzen Bericht von Thomas Vilgis in DIE ZEIT:
www.zeit.de/2010/21/E-Fleischgaren

Jürgen Dollase

Kochuniversität: Schwein

Endlich da, der zweite Teil der Buchreihe von Jürgen Dollase

Was passiert beim Kochen? Was macht man wie? Und vor allem – warum eigentlich? Kochuniversität nennt sich die Buchreihe, mit der genau diese Fragen – und noch ein paar mehr – erschöpfend und umfassend beantwortet werden. Die einzelnen Themen der Reihe behandeln jeweils ein Grundprodukt: Band 2, der nun vorliegt, widmet sich dem Schwein.

Universität kommt von Universitas, und das bedeutet Gesamtheit

Und genau darum geht es Jürgen Dollase mit seiner Themenreihe. Was er hier an Kenntnissen und Erkenntnissen, an Erläuterungen zur Küchentechnik und Erfahrungen über Geschmackssensorik vermittelt, ist wahrhaftig allumfassend und völlig neuartig, dabei alles andere als akademisch oder gar kompliziert. Wer wirklich kochen lernen will, muss verstehen, was beim Kochen tatsächlich passiert, beispielsweise welche Prozesse sich beim Garen abspielen. Dazu hat Jürgen Dollase ein eigenes Lernprogramm entwickelt, dessen Ziel es ist, dem Leser echte kulinarische Kompetenz zu vermitteln. In sieben Schwierigkeitsstufen, die logisch aufeinander aufbauen, macht er den interessierten Kochanfänger wie den versierten Hobbykoch mit allem vertraut, was zum Thema gehört: von Wissenswertem über das Produkt Schwein bis hin zu ausgesprochen vielfältigen Verwendungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Und damit es nicht bei der Theorie bleibt, die übrigens alles andere als grau, sondern – wie immer bei Jürgen Dollase – kurzweilig und unterhaltsam ist, hat er jedem Kapitel ein paar anschauliche Beispielrezepte beigegeben.

Die sieben Stufen

Ganz unten auf der Erfolgsleiter stehen die Assemblagen, die kalt, unbearbeitet und ohne Vorkenntnisse realisierbar sind, zum Beispiel: Toast mit Serrano Schinken.

Es folgt die Beschäftigung mit einfachen Garungen und warmen Verwendungen (Beispiel: Schnitzel „Wiener Art“).

Daran schließt sich ein Kapitel über Würzungen und Aromatisierungen an, das anhand von Saltimbocca vom Schwein, diverse Saucen z.B. Chorizo-Sauce oder auch durch Schweinegeschnetzeltes aus dem Wok mit Ingwerconfit, Sprossen und Akazienhonig illustriert wird.

Texturen und diverse sensorische Komponenten beginnen auf den Seiten eine Rolle zu spielen, die den komplexen Garungen und Aromen und deren typischen Verwendungen vorbehalten sind (Beispiel: Senf-Sahne-Filet mit Lauchgemüse).

Am Beispiel des konfierten Schweinebauchs, des getrockneten Schinken, den gebackenen Bratwurstkroketten mit Bohnenkraut und Walnuss, dem Speckeis oder auch den Speck-Geleekugeln werden die diversen Aggregatzustände bzw. Transformationen erläutert.

Sodann wendet sich der Autor den kreativen Ansätzen zu (Beispiele: Warmes Carpaccio vom Schweinefilet mit Bohnengemüse oder Gebackene Blutwurstterrine mit Kräuterinfusion), um schließlich bei den

komplexen Konstruktionen, beispielsweise bei warm marinierten, dann mit Rippchen nachgebratenen Schweinefilet mit Speck-Rosmarin-Vinaigrette und Salbei bzw. einem Törtchen von geräuchertem Schweinefilet mit Rosenkohl-Air und Sojabröseln zu landen, die den Schluss- und Höhepunkt bilden.

Wer bis hierhin studiert und probiert hat, der weiß schließlich alles über dieses ebenso köstliche wie vielseitige Fleisch.

Titel:

Jürgen Dollase, Kochuniversität, Band 2 Schwein

Bibliographische Angaben

Umfang: 128 Seiten
Format: 17,0 x 24,0 cm
Zahlreiche Farbfotos
Ausstattung: lam. Pp., durchgehend 4-farbig
Foto Credit: Photo CGD für CPA!
Tre Torri Verlag GmbH
ISBN: 978-3-937963-44-0
Gebundener Ladenpreis: 19,90€ (D), 20,50€ (A), 35,00 sFr
ET: Januar 2010

Physik des Kochens – Experimente in Topf und Pfanne

WDR, Mittwoch, 23.09., 08:20 – 09:20 Uhr

Planet Wissen

Was genau passiert beim Kochen von Nudeln? Wie entstehen die Streifen beim Latte Macchiato? Wie wird aus Rotkohl Blaukraut? Und sind Omas Koch – und Backrezepte wirklich die besten? Die Antwort auf diese Fragen liegen in der Naturwissenschaft, denn eigentlich ist jede Küche ein kleines Chemie- oder Physiklabor. Beim Kochen, Backen oder Braten laufen nämlich hochkomplizierte chemische und physikalische Prozesse ab. Und wer die kennt kann besser kochen.

Planet Wissen schaut genauer hin. Zu Gast ist Prof. Thomas Vilgis, Physiker am Max-Planck-Institut in Mainz und begeisterter Hobbykoch. Zusammen mit Birgit Klaus und Dennis Wilms überprüft er alte Kochmythen auf ihren Wahrheitsgehalt, z.B. hat Fleisch überhaupt Poren, die sich beim Braten schließen können? Braucht Hackfleisch zur Bindung unbedingt ein Ei?

Außerdem verrät er uns das Rezept für eine selbstgemachte fettfreie und cholesterinfreie Mayonnaise. Und sie nehmen eine neuen Trend ganz genau unter die Lupe: die molekulare Küche. Ist das Kochen mit viel Effekten eine Supererfindung oder doch eher Firlefanz?

Physik des Kochens – Experimente in Topf und Pfanne

SWR, Dienstag, 22.09., 15:00 – 16:00 Uhr

Planet Wissen

Was genau passiert beim Kochen von Nudeln? Wie entstehen die Streifen beim Latte Macchiato? Wie wird aus Rotkohl Blaukraut? Und sind Omas Koch- und Backrezepte wirklich die besten? Die Antwort auf diese Fragen liegen in der Naturwissenschaft, denn eigentlich ist jede Küche ein kleines Chemie- oder Physiklabor. Beim Kochen, Backen oder Braten laufen nämlich hochkomplizierte chemische und physikalische Prozesse ab. Und wer die kennt, kann besser Kochen.

‚Planet Wissen‘ schaut genauer hin. Zu Gast ist Prof. Thomas Vilgis, Physiker am Max-Planck-Institut in Mainz und begeisterter Hobbykoch. Zusammen mit Birgit Klaus und Dennis Wilms überprüft er alte Kochmythen auf ihren Wahrheitsgehalt, z. B. hat Fleisch überhaupt Poren, die sich beim Braten schließen können? Braucht Hackfleisch zur Bindung unbedingt ein Ei?

Außerdem verrät er das Rezept für eine selbstgemachte fettfreie und cholesterinfreie Mayonnaise. Und sie nehmen eine neuen Trend ganz genau unter die Lupe: die molekulare Küche. Ist das Kochen mit viel Effekten eine Supererfindung oder doch eher Firlefanz?