Das war CHEF-SACHE 2015

27. & 28. September 2015 in Köln

Bereits zum siebten Mal konnten die Veranstalter das Cologne Avantgarde Cuisine Festival als vollen Erfolg verbuchen. Insgesamt ließen sich 3100 Besucher, darunter wurden weit mehr als 200 Michelinsterne gezählt, von den Kochshows der weltbesten Chefs beeindrucken. Daneben staunten sie über Produktneuheiten auf der Ausstellerfläche, genossen zahlreiche Tastings und fieberten mit den Teilnehmern der spannenden Kochwettbewerbe. Am Abend traf man sich auf zwei herausragenden Partys und ließ die Tage gemeinsam Revue passieren.

Sonntag, 27. September 2015
Als sich die Türen des Palladium in Köln um Punkt 11 Uhr am Sonntag öffneten, war es schon offensichtlich, dass die folgenden zwei Tage dem aktuellen Motto der CHEF- SACHE vollkommen gerecht wurden: The Culinary Revolution is now; daran blieben mit dem Blick auf das bevorstehende Programm und auf die beeindruckende Liste von innovativen Austellern keine Zweifel.
Der große Zuschauersaal, in dem die insgesamt zehn Bühnenshows stattfanden, leerte sich zu keinem Zeitpunkt der Veranstaltung und schon der erste Punkt des prall gefüllten Programms zog den Großteil der kulinarisch Interessierten in die Sitzreihen. Was auf der Bühne zwischen Ralf Bos, Thérèse und Jonnie Boer, Tim Raue, Sascha Stemberg, Frank Nagel und Mike Hoffmann diskutiert wurde, polarisierte nicht nur innerhalb dieser Talkrunde. Das Thema, in welche Richtung sich die Gastronomie entwickelt oder sich entwickeln sollte, wurde während der zweitägigen CHEF-SACHE immer wieder angeregt besprochen.

Als eine Möglichkeit, was ein Restaurantbesuch in der Zukunft bieten könnte, sieht Tim Raue, der mittlerweile mehrere Gastronomiekonzepte in Berlin betreibt, zum Beispiel in der virtuellen Realität. Das Publikum staunte nicht schlecht über die Idee, mithilfe einer entsprechenden Brille, für ganz besondere Erlebnisse zu sorgen.
Bei dem japanisch stämmigen Peruaner Mistuharau Tsumura, aus dem Maido in Lima, ging es dann um die Fusion beider Kulturen, die er in sich vereint. Auf der Bühne gab er tiefe Einblicke in sein Nikkei Food, das Japan und Peru miteinander kollidieren lässt. Dazu gehören viele Produkte, die in Europa kaum bekannt sind, wie beispielsweise Popeye Crab, Achatschnecken und Papa Seca.

Als im Anschluss an diese Vorführung das Catering von Transgourmet eingeläutet wurde, begann gerade die zweite Runde des Cru-de-Cao-Awards auf der AEG- Bühne. In diesem Rahmen bereiten Azubis und ausgebildete Patissiers im Wettstreit schokoladige Kreation zu. Die Fachkundige Jury zeigte sich von allen Teilnehmern des Dessert-Wettbewerbs sichtlich begeistert. Gewinnen konnte allerdings nur einer je Kategorie: Lukas Leisner bei den Junioren und Eric Lehr bei den Mastern.

Seit mittlerweile fünf Jahren ist CHEF-SACHE in Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur Coppeneur bemüht, auch dem süßen Bereich die verdiente Beachtung einzuräumen. Deshalb ist es beinahe schon Tradition, dass sich auch auf der Hauptbühne ein Vortrag mit Dessertgängen beschäftigt.

In diesem Jahr übernahm das kein geringerer als Massimo Bottura, aus der Osteria Francescana in Modena. Er präsentierte neben weiteren Gerichten seinen signature dish „Oops! I dropped the Lemon tart!“. Wer den italienischen Koch kennt, weiß aber, dass er niemals nur Gerichte präsentiert, sondern immer auch einen Teil seiner Philosophie und so nahm er das Publikum mit nach Italien und in seine Welt. Zum Abschluss seiner Präsentation holte er das Publikum zu einem Massenselfie auf die Bühne.

Auch der Jock Zonfrillo, aus dem Orana in Adelaide, entführte die Besucher in seine Wahlheimat, nach Australien. Der gebürtige Schotte bereitete nicht nur Känguru Fleisch direkt in der Holzkohle zu, er zeigte auch sehr einleuchtend was es mit dem australischen Bush Food auf sich hat, welchen Stellenwert es einnimmt und warum er daran arbeitet, es in der allgemeingültigen Kultur des kleinen Kontinents zu etablieren.

Award Zeremonie: Den Abschluss des Programms am Sonntag bildete die große Zeremonie der Preisverleihung. Alle Teilnehmer des Coppeneur Cru-de-Cao-Awards konnten sich über tolle Preise freuen.

In der folgenden Bekanntgabe der Gewinner der großen Best oft the Best Wahl hagelte es Applaus für die Besten in der gesamten Gastronomie. Moderiert wurde das Spektakel von der Schauspielerin Michaela Schaffrath und Thomas Ruhl, dem als Initiator der CHEF-SACHE dieser Wettbewerb besonders am Herzen liegt. Die Wahl, die von der gesamten Branche vorgenommen wird, zählt mittlerweile zu einem der wichtigsten Auszeichnungen für Köche, Restaurants, Servicemitarbeiter und Unternehmer.

Die ersten Plätze des Rankings vergab die Branche an:
Bos Food als bestes Unternehmen, Ralf Bos als Grand Seigneur, Daniel Kiowski als Meister der Weine, Yildiz Bau als Mrs. Feel Good, The Table als Hot Spot, Christian Bau als Nationalheld und Joachim Wissler gemeinsam mit Christian Bau als Impulsgeber.

Im Anschluss trafen sich alle zum Get Together auf der großen Norge Fjordparty. Bei gutem Wein aus Österreich und Spanien gab es Kreationen von norwegischem Fisch, die von neun jungen und angesagten Köchen zubereitet wurden. Das waren: Sonja Baumann und Erik Scheffler, Jan Philipp Berner, Serkan Güzelcoban, Frédéric Morel, Benjamin Pfeifer, Jan Simon Reis, Anton Schmaus und Claudia Schröter.

Montag, 28. September 2015
Bei strahlendem Sonnenschein begann der zweite Tag der CHEF-SACHE. Trotzdem war das Palladium schon am frühen Morgen mit Besuchern gefüllt, als Sven Elverfeld, aus dem aqua in Wolfsburg, die Bühne betrat. Gekonnt bewies er in seinem Vortrag, warum er zu den besten Köchen Deutschlands zählt. Die Ergebnisse seiner Arbeit deuten in den letzten Jahren sicher darauf hin, dass seine Kreationen erwachsen geworden sind. Er gilt zwar immer noch als Meister der Interpretation von Klassikern, doch das ist nicht mehr mit einem Augenzwinkern zu verstehen, sondern als ernstzunehmende Weiterentwicklung.

Beinahe nahtlos ging es in die zweite Bühnenshow des Tages über, in der Eric Menchon, aus dem Le Moissonnier, eindrucksvoll darstellte, wie er mit der sogenannten Satellitentechnik seinen Weg gefunden hat. Seine Gerichte entspringen ohne Zweifel der französischen Kochkunst, ohne allerdings den gängigen Klischees zu entsprechen. Serviert werden sie auf einem Hauptteller, der von mehreren kleinen umkreist wird. Jeder für sich ein stimmiges Konzept, doch zusammen ergeben sie ein perfektes System.

Dann trat Christian Bau, aus dem Victor’s Fine Dining in Perl-Nenning, auf die Bühne. Davon abgesehen, dass er in beeindruckender Weise präsentierte, was ihn in seiner Küche derzeit inspiriert, nutzte er die Gunst der Stunde, sein Wort gezielt an das Publikum zu richten. Er appellierte an viele der Blogger, die sich doch bitte etwas seriöser in die Thematik des jeweiligen Restaurants einzuarbeiten hätten, wenn sie dort essen und darüber schreiben wollten. Auch dafür ist CHEF-SACHE da, denn wo sonst präsentiert sich die Branche in einem solchen Umfang und ist so direkt zu erreichen.

Zeitgleich mit diesen drei deutschen Köchen, die am Montagmorgen auf der Bühne standen, ging es auch auf der AEG-Bühne wieder richtig rund. Dort wurde der Sous Fresh Chefs Inspirations Award ausgetragen, den Lars Middendorf für sich gewinnen konnte. Moderiert und unterstützt wurde der Wettbewerb von Hanjo Wimmeroth und dem Spitzenkoch Christian Mittermeier von der Villa Mittermeier.

Gut gestärkt vom Transgourmet Catering nahm das Publikum am Mittag wieder im Saal Platz, in dem sich während der Pause einiges getan hatte. Mittlerweile stand auf der Bühne ein kleiner Wald, in dem offensichtlich gerade ein Reh von einem Jäger erlegt worden war. In diese Szenerie bettete Stefan Wiesner, aus dem Rössli in Echolzmatt, seine Show. Eindrucksvoll demonstrierte er seine kompromisslose Philosophie, die auch vor den ungewöhnlichsten Zutaten aus der Natur keinen halt macht. Eine Fichte, die er vor dem Publikum fällte, diente nicht bloß als Feuerholz.

Das mussten die meisten Zuschauer erst einmal auf sich wirken lassen. Nur gut, dass es ohnehin eine kleine Pause gab, um die Spuren des Waldes auf der Bühne zu beseitigen. Für Magnus Ek, aus dem Oaxen Krog aus Stockholm, war dann wieder alles in Ordnung gebracht. Er zeigte, dass er sich in den letzten zehn Jahren stark weiterentwickelt, sich aber niemals vom Grundgedanken seiner New Nordic Cuisine entfernt hat. Er ist eher einer der leisen, wenngleich doch sehr deutlichen Töne. Seine Kreationen irritieren nicht, er bindet den Gast förmlich in seine Kunst mit ein.

Den krönenden Abschluss der Chef-Sache bestritt dann Grant Achatz, aus dem Alinea in Chicago, der insbesondere für die unvergleichliche Präsentation seiner Gerichte bekannt ist. Er berichtete dem gebannten Publikum von seiner vergangenen Reise durch Spanien, wie ihn die Tapaskultur beeindruckt habe und ihn zu ganz eigenen Interpretationen inspirierte. Auf Bildern der spanischen Vorbilder platzierte er seine Auslegung der kulinarischen Kleinigkeiten. So wird Bezug und Differenz auf wunderschöne Art ganz deutlich. Als Grant Achatz dann zwei Damen aus dem Zuschauerraum auf die Bühne bat, die an einem eigens dafür aufgebauten Tisch Platz nahmen, und er ihnen ein Dessert wie ein Gemälde direkt auf den Tisch auftrug, waren restlos alle von seiner Kunst überzeugt.

Nur sehr langsam beruhigte sich der Ansturm auf den amerikanischen Koch, als der seine Vorführung beendet hatte, so dass die Bühne erst nach einiger Zeit für das große Finale freigegeben werden konnte. Mit einem großen Dank an das gesamte Team der CHEF-SACHE, insbesondere an die Bühnenchefs Nicole Grün, Bettina Seitz, Axel Heldmann, Thomas Hildebrand und Marcus Schneider und an alle, die dabei geholfen haben, dass die Veranstaltung so tadellos ablief, verabschiedete sich Thomas Ruhl bei allen Besuchern. Viele von ihnen erkundigten sich noch beim Verlassen des Palladiums nach dem Termin für die achte CHEF-SACHE. Im nächsten Jahr findet die Veranstaltung am 25. & 26. September 2016 statt.

Für einige der Besucher war die CHEF-SACHE aber immer noch nicht vorbei. Für diejenigen, die eine der hartumkämpften Karten für die abschließende Port Culinaire Shipwrecked Party ergattert hatten, stand der iSi-Shuttleservice vor der Veranstaltungshalle bereit. Das Fest ging nach mehrfachen Aussagen bis in die frühen Morgenstunden.

Inaki Aizpitarte

Mit diesem Bericht beginnt eine Serie von Restaurantkritiken Pariser Restaurants des Berliner Foodbloggers Bernhard Steinmann.

Seit sechs Jahren finden wir Inaki Aizpitarte mit dem Restaurant Le Chateaubriand in der Liste der 50 weltbesten Restaurants (The World’s 50 Best Restaurants).
Aktuell auf Platz 27. Die neue Liste erscheint am 1. Juni 2015.

Die Gegend um 129 Avenue Parmentier, 75011, Paris, France, ist nicht wirklich chic, doch darauf kommt es uns nicht an.

Das Restaurant öffnet um 19:30 Uhr, ist nach einer halben Stunde voll besetzt und entwickelt eine erstaunliche Lautstärke. Wir sehen vorwiegend französisches Publikum.
Für den internationalen Touch müssen wir wohl herhalten.
Der Service ist engagiert, offensichtlich amüsiert, auskunftsfreudig und überaus freundlich.

Nachdem Inaki Aizpitarte die Küche inspiziert und die Crew eingeschworen hat, scheint seine Arbeit getan. Er schnappt seinen Motorradhelm und entschwindet.

Nach einem Glas Champagner serviert der Service die Amuse Bouches.
U.a. Sardinen im Teigröllchen,
würzig und schmackhaft.

Das Besteck wird in diesem frühen Stadium noch nicht gewechselt. Auch gut.

Die Menüwahl bleibt dem Gast erspart. Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Das bedeutet, es gibt ein Menü welches täglich wechselt und Frische garantiert.
Damit sind die positiven Aspekte des Essens fast schon abgehandelt.

Das folgende Gericht nenne ich „Meeresbrise“.
Wir finden Muscheln, Radieschen, Cocos und Blümchen.
Auffallend leichte und unaufdringliche Säurenoten sowie der Geschmack salziger Flüssigkeit.
Gewöhnungsbedürftig.

Ravioli im Fenchelsud
Ein sehr schmackhafter Sud, ein einsamer Ravioli.
Es fällt mir schwer dies noch als Purismus durchgehen zu lassen oder diesem gar noch zu schmeicheln. Meine Ansprüche an ein Restaurant oder Bistro möchte ich auch nicht zur Allgemeingültigkeit erheben.
Doch die Küche sollte diese Anspruchslosigkeit nicht zeigen.

Kartoffelchip mit Himbeerstaub, Zwiebeln, kleine Fischstückchen, Rettich
Das Gericht ist recht scharf ohne dass es störend oder gar übertrieben wirkt. Erneut fällt uns ein schmackhafter Sud auf, in welchem sich das Fischlein offensichtlich wohlfühlt.

Ente, Ampfer, Holunderblüten, Couscous, Erbsen, Essig
Ente gut, alles gut, möchte man fast aufatmend sagen.
Die Ente ist saftig, leicht rosa gebraten.
War die Küche bisher recht eindimensional, finden wir hier etwas breiter angelegte Aromen. Das Fleisch ist überaus köstlich, dezente Röstaromen koalieren mit Säure- und Bitternoten.
Der Höhepunkt der Nr. 27 in der Welt ?

Der Autodidakt Aizpitarte, früher Landschaftsgärtner und Geschirrspüler, der Rock-Star unter den Köchen, wie schon zu lesen war, hat an diesem Abend eine harte Prüfung für seine Gäste bereitgehalten.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Vitaminmangel in Deutschland

Vitaminmangel in Deutschland – Kaum vorstellbar, aber offensichtlich Realität

Es ist kaum vorstellbar. Aber in unserem Wohlstandsland Deutschland, in dem keiner im klassischen Sinne hungern muss, gibt es einen weit verbreiteten Mangel an Mikronährstoffen, zu denen Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe gehören. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und hängen häufig mit unserem modernen Lebensstil und der immer älter werden Bevölkerung zusammen. Um dieser Minderversorgung zu begegnen, ist es ganz offensichtlich nicht ausreichend an die Bevölkerung zu appellieren mehr Obst und Gemüse zu essen. Wären die Apelle erfolgreich, hätten wir das Problem mit der Minderversorgung nicht. Was ist also zu tun?

Natürlich, das sei eindeutig vorweg gestellt, ist es das Beste, seinen Bedarf an Mikronährstoffen aus den natürlichen Nahrungsmitteln, also insbesondere Obst und Gemüse zu beziehen. Nur, das scheint nicht auszureichen. Sonst hätte die 2008 abgeschlossene nationale Verzehrstudie nicht so viele Defizite bei wichtigen Mikronährstoffen offenbart. Und das hat Konsequenzen für den Gesundheitszustand der betroffenen Menschen. Minderversorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen kann zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen, die auch mit erhöhter Sterblichkeit korreliert sein können. Es ist daher von vitalem Interesse eines jeden von uns, vorhandene Minderversorgung auszugleichen und gezielt und sinnvoll zu ergänzen. Welche Strategien bieten sich an? Nun man kann seinen eigenen Versorgungsstatus mit Mikronährstoffen bestimmen lassen. Das liefert ein individuelles Ergebnis, ist aber auch teuer. Pragmatiker mögen sagen, dass man einfach Multi-Vitamin-Mineral-Präparate schlucken sollte. Bei genauerem Hinsehen muss das auch keine gute Idee sein, da es dadurch zu Überversorgungen mit bestimmten Mikronährstoffen kommen kann, die für gesundheitliche Probleme sorgen könnten. So kann ein Zuviel an Vitamin A oder ein Zuviel an Kupfer bestimmte Krebserkrankungen fördern. Die Kunst ist es also, sinnvoll auf die individuelle Situation abgestimmt das zu ergänzen, was benötigt wird und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch von Nutzen sein wird. Dieser rationale und rationelle Ansatz lässt sich mit den Produktangeboten der Firma Navitum Pharma realisieren. Navitum Pharma bietet für ernährungsphysiologische Maßnahmen und Therapien Gesundheitsprodukte, die nach Art und Menge der Zusammensetzung auf wissenschaftlichen Studien beruhen. Dadurch wird gewährleistet, dass für konkrete Bedürfnisse in bestimmten Situationen immer das richtige Präparat zur Verfügung steht.

Morgens Milch statt Saft

Morgens Milch statt Saft

Mit entrahmter Milch zum Frühstück gelingt Abnehmen besser

Wer abnehmen will, kann den Erfolg verbessern, wenn er morgens entrahmte Milch statt Fruchtsaft trinkt, berichtet die „Apotheken Umschau“. Forscher der Universität von Perth (Australien) konnten nachweisen, dass entrahmte Milch länger satt macht als die gleiche Menge Fruchtsaft. In ihrem Test nahmen übergewichtige, aber ansonsten gesunde Frauen und Männer beim Mittagessen im Schnitt fast neun Prozent weniger Kalorien auf, wenn sie morgens Milch getrunken hatten. Eiweiß, das in Molke und Kasein enthalten ist, hält offensichtlich länger vor als Kohlenhydrate.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2009 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Großstudie bestätigt Gruppendruck beim Trinken

Studenten: Alkoholkonsum von Kommilitonen abhängig

Studenten stehen beim
Alkoholkonsum offensichtlich mehr unter Gruppenzwang als bisher
angenommen. Wenn die Studenten der Meinung sind, dass ihre Kommilitonen
viel trinken, neigen sie dazu selbst noch mehr zu trinken. Einer
aktuellen Publikation zufolge trinken sie deutlich weniger, wenn ihnen
im Rahmen eines Präventionsprogramms vermittelt wird, dass ihre Kollegen
deutlich weniger Alkohol zu sich nehmen als sie zunächst angenommen
hatten. Im Rahmen dieser Untersuchung für die Cochrane Collaboration
wurden 22 Studien mit mehr als 7.200 Studenten von Universitäten und
Colleges in den USA ausgewertet.

http://www.brookes.ac.uk in England. Vor allem unter Kindern zwischen
elf und 13 Jahren habe sich die Zahl derjenigen, die Alkohol
konsumieren, in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Nicht sehr
überraschend sei daher die Erkenntnis, dass Studenten tendenziell dazu
neigen, exzessiv zu trinken. Was die Forscher daher interessiert hatte,
war die Frage, wie die soziale Norm eines „normalen Trinkverhaltens“
aussieht. „Wenn ein Student glaubt, dass seine Kollegen viel trinken,
hat das merklichen Einfluss auf das eigene Trinkverhalten“, sagen die
Cochrane-Forscher. Viele der Einflüsse der Kommilitonen basieren aber
offensichtlich auf falschen Annahmen. Das haben die Untersuchungen
deutlich gezeigt. Wenn es dabei zu „Korrekturen“ kam, sank auch die
Menge des Alkoholkonsums.

Für den Suchtexperten Alfred Uhl, Koordinator des Bereich
Suchtpräventionsdokumentation im Anton Proksch Institut
http://www.api.or.at/akis sind die Studienergebnisse einerseits nicht
neu und andererseits inhaltlich relativ banal. Die hier angesprochene
Präventionsmethode werde unter dem Begriff „Norm Setting“ seit mehr als
zwei Jahrzehnten, vor allem in den USA angewandt, so Uhl. „Dass Menschen ihr Verhalten an das soziale Umfeld anpassen
ist eine Binsenweisheit – ebenso wie die umgekehrte Erkenntnis, dass
sich Einzelne bevorzugt Gruppen suchen, die ähnliche Einstellungen und
Verhaltensweisen wie sie selbst zeigen.“ Die Fragen in welchem Umfang
sich Personen mit „Problemverhaltensweisen“ eher problematischen Cliquen
zuwenden, in welchem Umfang ein problematischer Freundeskreis die
Problemverhaltensweisen beim Individuum verstärkt, und wie man auf beide
Prozesse präventiv sinnvoll einwirken kann, ist Gegenstand unzähliger
Ausführungen zu Erziehung und Suchtprävention.

„Kinder und Jugendliche konsumieren heute früher in relevantem Ausmaß
Alkohol als seinerzeit“, so Uhl. Das stehe unter anderem in Zusammenhang
mit der so genannten „Akzeleration“. „Kinder kommen seit Jahrzehnten
immer früher in die Pubertät, verhalten sich früher selbständig und
übernehmen damit auch früher alle Verhaltensweisen der Erwachsenen. In
einer Kultur, wo Alkohol fixer Bestandteil des kulturellen und sozialen
Lebens ist, bedeutet das auch, dass sie früher erstere Erfahrungen mit
Alkohol machen“, meint der Experte. „Da gleichzeitig der
pro-Kopf-Alkoholkonsum in Österreich seit Jahren kontinuierlich
zurückgeht, sollte man aus der Vorverschiebung des Einstiegsalters nicht
ableiten, dass im weiteren Lebenslauf mehr Probleme auftreten werden.
Wie die heutige Jugend im Erwachsenenalter mit Alkohol umgeht, kann nur
die Zukunft weisen.“

„Die zunehmende Diskussion um Alkoholprobleme sollte auch nicht
losgelöst von einem ideologischen Grundkonflikt zwischen der Einstellung
zu Alkohol in Nordeuropa und den USA auf der einen Seite und in Zentral-
und Mitteleuropa auf der anderen Seite gesehen werden“, so Uhl weiter.
Erstere Staaten versuchen Stimmung gegen Alkohol an sich zu machen, um
den Boden für gravierende Steuererhöhungen und Einschränkungen der
Alkoholbezugsmöglichkeiten zu bereiten, während zweitere auf den
problematischen Alkoholkonsum fokussieren und den moderaten
Alkoholkonsum neutral bis positiv bewerten. „Angesichts des Umstandes,
dass in der EU die Möglichkeiten der Einzelstaaten die eigene
Alkoholpolitik völlig unabhängig zu gestalten erheblich eingeschränkt
sind, hat der Kampf zwischen diesen beiden alkoholpolitischen Positionen
in den letzten Jahren auf der europäischen Ebene erheblich an Schärfe
gewonnen“, so der Experte abschließend. Wolfgang Weitlaner

Damit Kindern keine dicke Zukunft droht

Damit Kindern keine dicke Zukunft droht
Mit mehr Kreativität gegen das Übergewicht bei Kindern

Sportmediziner, Allergologen, Schwimmweltmeister, Kabarettisten und Ernährungsmediziner gehören zum großen Expertenteam von imedo. Ab sofort berichten die Experten aus Funk und Fernsehen im wöchentlichen Wechsel darüber, was wirklich gesund ist, was Anfänger beim Sport beachten sollten und wie Pollen-Allergiker unbeschadet durch den Frühling und Sommer kommen. In dieser Woche: imedo-Gesundheitskolumnist Dr. med. Michael Prang über die „dicke Zukunft“ unserer Kinder.

Wäre ich ein übergewichtiger 13-jähriger Jugendlicher, würden mich Appelle, doch bitte etwas gesünder zu essen, interessieren? Nein. Würden sie mich überhaupt je erreichen? Nein, auch nicht, denn als 13-jähriger Jugendlicher surfe ich eher nicht auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Und so würde ich weiter essen, was mich dick und bei den angesagten Mädchen unbeliebt macht, aber auf den ersten Biss leckerer ist als ein Salat und Vollkornbrot: Burger, Pizza, Kuchen und Co., gerne heruntergespült mit ein paar Cola oder zuckerwasserartigen Energy-Drinks. Über die Ursachen für das Übergewicht unser Kinder und Jugendlichen samt der Folgen für die Gesundheit ist schon hundertfach geschrieben worden:
die Gene der Eltern, der Bewegungsmangel und das überwältigende Angebot an kalorienreichen Lebensmitteln. Alle Versuche, diesem Trend entgegen zu steuern konnten bisher nur die Verschlimmerung der Situation verhindern. Denn die Statistik zeigt: Kinder und Jugendliche in Deutschland werden immer dicker, das Problem wird also größer und nicht kleiner.

So richtig die Bemühungen von vielen Behörden, Lehrern, Ärzten und Eltern auch sein mögen, so wenig reichen sie offensichtlich aus, um essgestörte Kinder und Jugendliche von einer gesunderen Ernährung zu überzeugen. Es ist deshalb an der Zeit, mehr Kreativität zu wagen, um die Betroffenen besser zu erreichen. Wie wäre es zum Beispiel mit Videos, die gesunde Ernährung thematisieren und dabei so passgenau auf die Zielgruppen zugeschnitten sind, dass sie bei YouTube, MySpace und Co. laufen könnten? Die Beiträge könnten in Zusammenarbeit mit Schulbehörden, Krankenkassen, Handyportalen, Ernährungsgesellschaften, Telekommunikationsunternehmen und anderen aus der freien Wirtschaft wie etwa Sparkassen finanziert und angeboten werden.

Einen Versuch wäre ein solches Projekt allemal wert. Denn in der Zukunft könnte es noch dicker kommen: Wer einmal in den USA in der Warteschlange eines Disney-Parks gestanden hat und gleich mehrere Eltern samt ihrer Kinder mit krassem Übergewicht unter den Mitwartenden beobachtet hat, weiß, was da noch kommen könnte.
Schätzungen zufolge werden im Jahr 2030 neun von zehn Amerikanern übergewichtig sein. Weitere Informationen zum Thema Übergewicht und Abnehmen, sowie das Gesundheits-TV mit Dr. Prang finden Sie bei http://www.imedo.de

Koch flambiert Gast

Die Gäste eines China-Lokals hatten lange auf ihr flambiertes Eis gewartet. Dann wollte der Koch alles ganz schnell machen. Er war unvorsichtig, Rum schoss einer Frau ins Gesicht, sie erlitt Verbrennungen. Jetzt stand er vor Gericht. Der Mann kam glimpflich davon, das Verfahren wurde gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt.

Eine Gruppe junger Leute war am Abend des Nikolaustages Gast in einem chinesischen Edelrestaurant in der Hamburger Hafencity. Das Lokal war gut besucht, das Personal aber offensichtlich überfordert. Über 40 Minuten mussten die Gäste auf ihren Nachtisch warten: flambiertes Eis.

Dann endlich, gegen 22 Uhr, konnte sich Showkoch Xiao W. (28) um die Gruppe kümmern. Er schob den Wagen mit den nötigen Utensilien an den Tisch, begoss das Eis mit Rum. Doch der Ausgießer am Flaschenhals, der den Rum kontrolliert um das Speiseeis fließen lassen sollte, saß nicht fest in der Flasche.

Lesen Sie den gesamten Artikel bei WELT ONLINE:

Buckelwal

Zum Whale Watching an die Ostsee?

In der Ostsee ist offensichtlich ein zweiter Buckelwal aufgetaucht. Wie der dänische Meeresbiologe Carl Kinze nach Auswertung von Fotos gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG bestätigte, ist der in der Lübecker Bucht gesichteter Buckelwal eindeutig nicht identisch mit jenem Meeressäuger, der seit drei Wochen immer wieder vor der Insel Rügen gesehen wird. Kinze sprach von einer doppelten Sensation: „Zwei Buckelwale auf einmal, das hatten wir nach meinen Recherchen noch nie in der Ostsee.“ Der Forscher konnte die beiden Wale anhand von deutlichen Unterschieden auf der Rückenfinne auseinanderhalten. Er hält es für wahrscheinlich, dass der Dienstagabend vor Warnemünde gesichtete Buckelwal der selbe ist, der gestern vor Niendorf (Schleswig-Holstein) beobachtet wurde. Rügen-Wal „Bucki“ war zuletzt am Mittwoch vor Sellin aufgetaucht.

Der Kampf ums Idealgewicht

SWR, Freitag, 15.08., 22:00 – 23:30 Uhr

Wer kennt das nicht? Ständig sieht man in der Werbung, im Fernsehen und in Zeitschriften Frauen und Männer, die offensichtlich ihr Idealgewicht haben und damit schlichtweg gut aussehen. Man selbst fragt sich, wie die das schaffen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, die anscheinend optimale Gene mitbekommen haben, bleibt für das Gros der Menschen, die mit ihrem Gewicht unzufrieden sind, nichts anderes übrig, als sich in den ewigen Kampf mit den Kilos zu begeben. Dabei stellt sich natürlich die Frage: Was ist das Idealgewicht? Ist das der BMI, der Body-Mass-Index? Ist das das Gewicht, mit dem man sich wohlfühlt, oder womöglich das, wie einen Familie und Freunde kennen? Oftmals ändern Menschen, die massiv abgenommen und ihr Idealgewicht erreicht haben, ihr ganzes Leben: Sie verlassen ihren alten Partner und starten nochmal ganz neu durch. Das Gewicht hat offensichtlich viel mit Wohlfühlen und dem Selbstbewusstsein zu tun. Wie wichtig ist das Idealgewicht? Lohnt sich der Kampf um eine bessere Figur? Ist das Idealgewicht wirklich gut für die eigene Gesundheit? Oder sitzen wir nur alle einem in den Medien und von der Diätindustrie propagierten Irrglauben auf? Und wie kann man das Idealgewicht tatsächlich erreichen?

Die Gäste:
Der Moderator Harry Wijnvoord brachte schon immer ein stattliches Gewicht auf die Waage. Als er jedoch in eine Lebenskrise geriet, wurde für ihn das Essen immer mehr zur Ersatzbefriedigung. Er nahm kontinuierlich zu und erkrankte mit 137 Kilo an Diabetes II. Für ihn der Grund die Notbremse zu ziehen: Mit eiserner Disziplin stellte er seine Ernährung erfolgreich um. Heute wiegt er noch 103 Kilo. ‚Ich musste umdenken lernen, denn richtiges Essen beginnt im Kopf.‘
Dass dauerhaftes Idealgewichts viel Disziplin erfordert, weiß auch Dorothee Schumacher-Singhoff. Die quirlige Modeschöpferin aus Mannheim legt Wert darauf, eine gute Figur zu machen. In Form hält sich die Unternehmerin und vierfache Mutter mit Hilfe eines Personal Trainers, der sie bereits morgens um sechs Uhr in Schwung bringt. ‚Wenn ich mich in meiner Haut wohl fühle, dann meistere ich meine Aufgaben mit mehr Gelassenheit.‘
Gelassenheit ist auch das Credo von Gisela Enders. Sie hat den Kampf ums Idealgewicht aufgeben, von Diäten will sie nichts mehr wissen. Mit einer Konfektionsgröße von 52/54 fühlt sich die erfolgreiche Geschäftsfrau wohl. Sie macht sich dafür stark, dass Dicke ihren Körper akzeptieren und lieben lernen sollen: ‚Es ist doch absurd, dass ein festgelegtes Idealgewicht vorgegeben wird, jeder Mensch hat eine andere Veranlagung.‘
Für Iris Paul-Feußner wurde ihr Übergewicht hingegen zur Qual: Als sie 170 Kilo auf die Waage brachte, konnte sie sich kaum noch bewegen. Ihre inneren Organe fingen an zu versagen. Die Ärzte gaben der damals 36-Jährigen noch ein halbes Jahr zu leben. Die letzte Rettung war für die Adipositaskranke eine operative Magenverkleinerung. Seither hat sie rund 100 Kilo abgenommen und ist gesund. ‚Mir wurde ein zweites Leben geschenkt, die oberflächliche Befriedigung durch Essen ist einer tiefen Lebenszufriedenheit gewichen.‘
Das Thema Abnehmen ist für Prof. Dr. Olaf Adam keine Problemzone. Für ihn kann das jeder schaffen, wenn er es will: Die richtige Kombination aus Kohlehydraten, Fett und Zwischenmahlzeiten, kurz auch KFZ-Diät genannt, garantiert den Erfolg, dass die Pfunde nur so purzeln. Viele Prominente haben Dank dieser Ernährungsrichtlinien nicht nur an Figur gewonnen sondern, auch an der Einsicht: ‚Jeder ist seines eigenen Gewichtes Schmied.‘
Dr. Gunter Frank sieht das ganz anders: Dicke Menschen sind seiner Meinung nach genauso gesund wie schlanke, wenn nicht sogar gesünder. Außerdem habe die Natur jedem Menschen seine eigene Figur gegeben. ‚Es gibt doch auch keine vorgeschriebene Länge für Nasen.‘ Diäten sind für ihn verschwendete Zeit, denn die Pfunde kehren zielsicher zurück. Deswegen plädiert er dafür, sich mit dem eigenen Gewicht zu versöhnen und dadurch an Selbstsicherheit zu gewinnen.
An der Bar:
Sybille Bühring wollte nicht länger so bleiben, wie sie war. Mit Hilfe der Weight Watchers und regelmäßigen Treffen von Gleichgesinnten, gestaltete sie nicht nur ihre Figur, sondern ihr ganzes Leben neu. Die Mutter von vier Kindern verlor in sechs Monaten 22 Kilo. Heute ist Sybille Bühring beruflich sehr erfolgreich, hat einen neuen Partner und lebt 700 Kilometer von dem Ort entfernt, in dem man sie noch als ‚Dicke‘ kennt.

Gastro Online Award 2008

Die Ergebnisse der Abstimmung über den Gastro Onine Award 2008 liegen
nun vor. Die Website des Restaurants Visione in Kaiserslautern hat die
Nutzer offensichtlich durch eine klare Struktur, hohe Aktualität und
ein aufgeräumtes Layout überzeugt. Das Visione ist ein Gastro-Projekt,
das sich der Integration behinderter Menschen verpflichtet. Deshalb
verfügt die Website auch über ansonsten eher selten festzustellende
Barrierefreiheit.

Die Liste der zehn besten Websites, die durch Online-Voting ermittelt
wurden, können Sie der folgenden Seite entnehmen:
http://www.restaurant-kritik.de/blog/2008/04/29/