Die 22 größten Diät-Irrtümer

Nudeln machen dick, Essen nach 17 Uhr sowieso. Stattdessen sollte man viele Light-Produkte essen, die sind schließlich kalorienarm. Solche und ähnliche Gerüchte kursieren in Deutschland. Doch oft stellen sich die vermeintlichen Tatsachen als Irrtümer heraus. Die Frauenzeitschrift bella stellt in ihrer aktuellen Ausgabe die 22 größten Diät-Irrtümer der Deutschen vor. Chefredakteur Sven-Christian Güthlein kennt eines der häufigsten Gerüchte:
„Ein Diät-Irrtum, der sich hartnäckig hält, ist der, dass Essen nach 17 Uhr besonders ansetzt. In Wahrheit ist es dem Körper aber völlig egal, ob Sie die Kalorien morgens, mittags oder abends zu sich nehmen, entscheidend ist die Kalorienmenge. Trotzdem ist es allerdings sinnvoll, zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen gehen nicht mehr zu essen, denn mit einem vollen Bauch schlafen Sie schlechter ein und Sie schlafen auch schlechter durch.“
Weit verbreitet ist auch die Ansicht, dass Teigwaren dick machen. Doch dies ist eine Verallgemeinerung, die zum Beispiel auf Brot und Nudeln nicht zutrifft:

„Weder Brot noch Nudeln machen dick. Im Gegenteil, Vollkornbrot ist sogar sehr gesund, weil es viele Ballaststoffe enthält, die lange satt machen. Auch Nudeln machen überhaupt nicht dick, die Sauce ist entscheidend. Eine fette Gorgonzola-Sauce hat enorm viele Kalorien, eine fruchtige Tomatensauce ist aber kalorienarm, die kann man ohne schlechtes Gewissen essen.“

Je frischer und natürlicher, desto besser für die Gesundheit und die Linie. Davon darf es auch gerne ein bisschen mehr sein:
„Generell gilt, frisches Obst, Salat und Gemüse sind sehr gesund und machen nicht dick. Davon kann man so viel essen, wie man möchte. Finger weg von Lebensmitteln, die sehr fettig sind, zum Beispiel Wurst, panierte Schnitzel und ähnliches. In ‚bella‘ findet man einen guten Überblick über die verschiedenen Lebensmittel. Wer ernsthafte Probleme mit dem Gewicht hat, sollte sich am besten bei seinem Arzt beraten lassen oder auch bei der Krankenkasse.“

Zu den 22 größten Diät-Irrtümern zählt übrigens auch, dass fünf Mahlzeiten am Tag optimal sein sollen. Wichtiger ist es jedoch, so der Tipp von bella, seinen individuellen Rhythmus zu finden und beim kleinen Hunger zwischendurch gesunde Snacks wie Obst, Gemüsesticks oder Magerjoghurt zu naschen.

Fruchtfliegen auf Obst

Bei sommerlichen Temperaturen sitzen Fruchtfliegen, auch Tau- oder Essigfliegen genannt, in Scharen auf überreifem Obst. Die Insekten werden vom Duft der faulenden Früchte, von Essig und Wein sowie gärenden Obstsäften angelockt. Beim Saugen übertragen sie Hefepilze und Bakterien. Die Keime sind zwar für den Menschen nicht schädlich, lassen aber die Früchte schneller verderben. Wer ein paar Tipps berücksichtigt, kann die lästigen Sommergäste rasch aus dem Haus vertreiben. Zunächst sollte man die Nahrungsquellen für die Fliegen beseitigen: Lassen Sie möglichst keine Lebensmittel offen stehen und entleeren Sie häufig den Müll. Es ist ratsam, Obst und Gemüse luftig und trocken zu lagern und überreife Früchte sowie faulende Anteile regelmäßig zu entfernen. Gefährdete Früchte wie etwa Äpfel gehören im Sommer in den Kühlschrank oder in den Keller. Wer die Fliegen bereits im Haus hat, kann sie mit dem Duft von Basilikum und Sandelholzöl vertreiben. Es hilft auch, eine „Essigfalle“ aufzustellen. Dazu füllt man Apfelessig und Wasser in ein Glas. Ein Tropfen Spülmittel setzt die Oberflächenspannung der Flüssigkeit herab, sodass die Insekten ertrinken.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pressemeldung vom 3. August 2005 / AID

Der Fastfood-Check

Ist in Fastfood alles drin, was der Körper braucht?
Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zum Wohlbefinden. Immer häufiger wird jedoch außer Haus gegessen und der Trend zum Essen auf die Schnelle ist ungebrochen. Kann Fastfood den Bedürfnissen unseres Körpers und den Ansprüchen an eine gesunde Ernährung gerecht werden? Ein kleiner Check mit der aid-Ernährungspyramide soll Aufschluss darüber geben.

Die Basis der Pyramide und somit auch der Ernährung bilden die Getränke. Etwa sechs Portionen Getränke ( insgesamt 1,5 – 2 Liter) in Form von Wasser und ungesüßten Tees, Saftschorlen und Gemüsesäften sind über den Tag verteilt ideal. Es folgen an zweiter und dritter Stelle der Pyramide alle pflanzlichen Lebensmittel, also Gemüse und Obst sowie Getreide(-produkte) und Kartoffeln. Etwa fünf Portionen Gemüse und Obst sowie vier Portionen Brot, Getreide und Beilagen (Kartoffeln, Nudeln oder Reis) sollten auf dem täglichen Speiseplan stehen. Sie enthalten neben Vitaminen und Mineralstoffen reichlich sättigende Ballaststoffe. Tierische Lebensmittel – Milchprodukte, Fisch, Fleisch und Wurstwaren – sind an vierter Stelle der Ernährungspyramide platziert. Sie sollten maßvoll genossen werden.

Als Faustregel gilt: drei Portionen Milchprodukte in Form von fettarmer Milch, Joghurt, Quark oder Käse. Sie liefern dem Körper hochwertiges Eiweiß. Dazu darf eine Portion Fisch, Fleisch, Wurst oder Ei täglich verzehrt werden. Sparsamer Einsatz ist für Fette und Öle angeraten. Zwei Portionen Koch- und Streichfett sind zum Genießen und Verfeinern erlaubt.

Obwohl Fette die Dickmacher Nummer eins sind, benötigt unser Körper wertvolles Pflanzenöl für wichtige Stoffwechselfunktionen. Eine kleine Portion Süßes, gesüßte Getränke, Snacks oder Alkohol ist pro Tag erlaubt. Die „süßen Seiten des Lebens“ finden sich daher in geringem Maße in der Pyramidenspitze wieder. Bei der Bewertung vieler Fastfood-Produkte nach der aid-Ernährungspyramide fällt auf, dass wichtige Basis-Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte und Ballaststoffe zu kurz kommen. Nur wer seine Fastfood-Gerichte bewusst auswählt und besonders die pflanzlichen Lebensmittel, beispielsweise durch einen Apfel oder einen Salat als Ergänzung zur Fertigpizza, ernährt sich ausgewogen und bleibt fit. aid, Ira Schneider

Weitere Informationen finden Sie im aid-Heft „Fastfood – Essen auf die Schnelle“ 44 Seiten
Bestell-Nr. 61-1199, ISBN 3-8308-0502-0
Preis: 2,00 EUR (Rabatte ab 10 Heften)
zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung

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Vom Hollandshof zum Neuhollandshof

Im Jahr 1867 teilte der studierte Landwirt Heinrich Holland sein Anwesen in zwei Hälften. Einen Teil des 700 Jahre alten Hollandshofes bewirtschaftete er selbst weiter. Seinen beiden unverheirateten Kindern, Johann Heinrich und Agnes Elisabeth Holland, vermachte er den anderen Teil – den Neuhollandshof. Nach dem Tod ihres Bruders heiratete Agnes den Diplom-Landwirt Wilhelm Overdiek. Diese Verbindung bereitete den Boden für den Obstanbau auf dem Neuhollandshof durch die nachfolgende Generation. Sohn August Overdiek unternahm 1927 gemeinsam mit seiner Frau eine für die Geschichte des Gutes bedeutende Reise nach Kent. Dort, in England, lernten beide den modernen Obstanbau kennen.
Trotz Weltwirtschaftskrise ließ sich August Overdiek nach seiner Rückkehr aus England nicht davon abhalten, die in Kent gemachten Erfahrungen auf seinem Hof umzusetzen. Die erste Obstplantage wurde 1929 angelegt. Und der Erfolg gab Overdiek Recht. Rund zwanzig Jahre später war die gesamte Landwirtschaft auf Obstanbau umgestellt. Im Jahre 1952 heiratete die älteste der beiden Overdiek-Töchter, Dorothee, wiederum einen Diplom-Landwirt: Gerd Clostermann. Der übernahm ab 1959 den Obstbaubetrieb. Er konzentrierte seine ganze Kraft auf die professionelle Ab-Hof-Vermarktung und erweiterte die Sortenvielfalt der Plantage auf 30 Apfel- und 10 Birnensorten.

Die Zeit ist reif: Bio Äpfel als Erfolgsgarant

Der jüngste der drei Clostermann-Söhne, Rolf, wurde Hofnachfolger. Nach seiner Ausbildung zum Obstbau-Techniker stellte er bereits in den 80er Jahren erste Flächen des Hofes auf biologisch-dynamische Anbauweise um. Dass dies die richtige Entscheidung war, darüber wird heute nicht mehr diskutiert. Clostermanns Leistungen für den ökologischen Obstanbau wurden mittlerweile durch mehrere Auszeichnungen wie z. B. den „Förderpreis ökologischer Landbau“ gewürdigt.

Nachdem Clostermann die Sozialpädagogin Thea Sattar geheiratet hatte, wurde beiden 1993 der Betrieb übertragen. Noch im selben Jahr erfolgte, auf der Philosophie Rudolf Steiners aufbauend, die vollständige Umstellung des Hofes auf die biologisch-dynamische Anbauweise. Der Hofladen wurde in ein Naturkost-Fachgeschäft mit Schwerpunkt Obst umgewandelt. Nach und nach erhielten die Obstplantagen durch gärtnerische und künstlerische Gestaltung das Aussehen eines Obstparks.

Äpfel für alle Sinne: Clostermanns Apfel-Erlebnis-Park

Heute wecken über 4000 Rosen, unter Esskastanien „versteckte“ Parkbänke, Kunstobjekte und eine Remise im Besucher des 20 Hektar großen Areals das Bedürfnis des Verweilens. Im Mittelpunkt der Plantage steht das gründerzeitliche Herrenhaus, das mit seiner strengen, weiß getünchten Fassade, einen gelungenen Kontrast zum lieblichen Farbenspiel der es umgebenden Natur bildet.

Regelmäßig geben Thea und Rolf Clostermann interessierten Menschen Gelegenheit, zu Gast bei ihnen auf dem Neuhollandshof zu sein. Zum Beispiel als Erntehelfer – eine Tätigkeit die Vertreter der Ärzteschaft regelmäßig gerne wahr nehmen. Auch als pädagogischen Projekt für Kindergärten, Schule und Auszubildende steht der Hof zur Verfügung. Für Outdoor-Lehrgänge wurde gerade ein großes Tippi angeliefert. Und natürlich besteht nach vorheriger Anmeldung auch die Möglichkeit, auf geführten Apfelwanderungen durch die Obst-Plantagen zu spazieren und im Vorbeigehen viel Wissenwertes und Kurioses rund um Apfel und Birne, Pflaume und Nuss zu lernen.

Auch das noch: Flüssige Äpfel mit Hundenamen

Neben den klassischen Produkten einer demeter-zertifizierten Obstplantage bietet Clostermann auch ein innovatives Getränk an, das das Zeug zum Bestseller hat: Den Apfel-Secco. Er ist in den drei klassischen Geschmacksrichtungen – trocken, halbtrocken und lieblich – zu haben. Mit 11 Prozent Alkohol ist der moussierende Apfelwein wahrlich kein Leichtgewicht. Das hebt ihn von den Produkten aller anderen Mitbewerber ab. Als Aperitif genossen sind die Seccos von Clostermann eine spritzige Alternative zu Champagner oder Sekt.

Übrigens: Benannt haben die kreativen Eltern ihre verschiedenen Seccos nach ihren beiden Kindern Leslie und Linus. Dabei steht Leslie für den lieblichen und Linus für den halbtrockenen Secco. Die Hundedame Emmily, die mit zur Familie gehört, war die Namensgeberin für die knochen-trockene Variante, die besonders stark nachgefragt wird. Zu beziehen sind die Seccos über den Biofachhandel für EUR 7,95 oder ab Hof. Preis und Lieferbedingungen auf Anfrage unter Tel. 02859 325.

Weitere Infos: Rolf & Thea Clostermann, Neuhollandshof, Tel: 02859-325, e-mail: info@bio-obst-clostermann.de

Nur die Besten in die Flasche

„Nur die besten Demeter-Äpfel dürfen in die Flasche“, das sagt Rolf Clostermann selbstbewusst. Viele Arbeitsschritte und noch mehr Sorgfalt sind notwendig, um am Ende des achtwöchigen Gärungsprozesses einen Apfel-Secco von höchster Reinheit zu erhalten. Gemeinsam mit seiner Frau Thea führt der gelernte Obstbau-Techniker in dritter Generation den Neuhollandshof in Wesel-Bislich am Niederrhein.
Schon auf der Plantage beginnt der Selektions-Prozess. Nur einwandfreie Früchte ohne Faulstellen dienen als Ausgangsprodukt des Seccos. Die so vorsortierte Ware wird bei einem renommierten Safthersteller vor der Pressung ein weiteres Mal auf Qualität geprüft. Clostermann ist bei der Auswahl der Äpfel so penibel, weil Äpfel mit Faulstellen den Geschmack des späteren Seccos negativ beeinflussen – ein bitterer „Abgang“ wäre die Folge.

Der frisch gepresste Saft geht nun per Transporter zum öko-zertifizierten Winzer, der die Herstellung des Seccos übernimmt. Dem frischen Apfelsaft werden Reinzuchthefe zur Aromabildung und Öko-Zucker beigegeben. Der Zucker wird von den Gärhefen wie natürliche Fructose angesehen und zu Alkohol umgesetzt. Nur so erreicht man den gewünschten Alkoholgehalt des Seccos von 11 Prozent. Während des rund achtwöchigen temperatur-kontrollierten Gärungsprozesses entsteht zunächst Apfelwein. Nach der Filtration wird der fertige Apfelwein in Drucktanks gepumpt und für eineinhalb Wochen unter einem Imprägnierdruck von 2,5 Bar eingelagert. Danach erfolgt unter schonender Zugabe von Kohlensäure die Abfüllung auf die Flasche.

Drei Dinge machen den Apfel-Secco von Clostermann einzigartig: Die ausschließliche Verwendung von Demeter-Äpfeln, die konsequente Verwendung von einwandfreier Ware ohne jegliche Faulstellen und der hohe Alkoholgehalt von 11 Volumen-Prozent. Da Alkohol auch als Geschmacksträger fungiert, kommt so der Geschmack von reifem Obst besonders zur Geltung.

Die verschiedenen Seccos haben die Clostermanns nach ihren beiden Kindern Leslie und Linus benannt. Dabei steht Leslie für den lieblichen und Linus für den halbtrockenen Secco. Die Hundedame Emmily, die mit zur Familie gehört, war die Namensgeberin für die knochen-trockene Variante, die voll im Trend zu liegen scheint. Zu beziehen sind die Seccos über den Biofachhandel für EUR 7,95 oder ab Hof. Preis und Lieferbedingungen auf Anfrage unter Tel. 02859 325.

www.bio-obst-clostermann.de

Die Früchte des Sommers bewahren

Frische Tomaten, knackige Zucchini, süße Beeren – in den erntereichen Sommermonaten lockt an allen Ecken farbenfrohes Obst und Gemüse im Überfluss – entweder aus dem eigenen Garten oder zu attraktiven Preisen frisch in den Regalen des Handels. 5 Portionen täglich zu genießen – so wie es die Gesundheitskampagne 5 am Tag empfiehlt – fällt da natürlich leicht. Wer sich ein paar Leckereien des Sommers für den nächsten Winter bewahren möchte, sollte jetzt das reiche Angebot nutzen und ans Einfrieren denken.
„Hauptsache man isst überhaupt viel Obst und Gemüse“, urteilt Dr. Helmut Oberritter, Mitglied der Arbeitsgruppe Wissenschaft im 5 am Tag e.V. „Tiefgekühltes Obst und Gemüse ist eine perfekte Ergänzung der frischen Produkte und eine ideale Überbrückung der Saison.“

Viele Leckereien des Sommers lassen sich schonend einfrieren, so dass ihre „inneren“ Werte erhalten bleiben – vorausgesetzt man beachtet ein paar Tipps. So lässt sich beinahe jede Obst- und Gemüseart durch Einfrieren für den nächsten Winter haltbar machen. Blumenkohl beispielsweise, der direkt nach der Ernte geputzt, blanchiert und tiefgefroren wird, enthält mehr an Vitaminen und Sekundären Pflanzenstoffen als ein Blumenkohlkopf, der über mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt und dann erst verzehrt wird.

Zaubertrick blanchieren

Blanchieren – das bedeutet das geputzte Obst und Gemüse für wenige Minuten in siedendes Wasser zu geben und danach in kaltem Wasser abzuschrecken. Dabei werden Enzyme, die Nährwert, Geschmack und Farbe der Ware dauerhaft verändern, zerstört. Farbe und Knackigkeit der Tiefkühlware bleiben jedoch bestehen. Selbstverständlich wird auch gekaufte Tiefkühlware vorab auf diese Weise behandelt und kann deshalb schnell und ohne Qualitätsverlust weiterverarbeitet werden.

Tipps zum Einfrieren

– Etikettieren Sie die Ware gut leserlich und mit Datum versehen. Viele Obst- und Gemüsearten sehen in gefrorenem Zustand ganz anders aus als vor dem Einfrieren.
– Befüllen Sie Gefrierbeutel flach. So friert die Ware schneller durch und lässt sich besser stapeln.
– Frieren Sie portionsweise ein. Geben Sie das vorbereitete Obst und Gemüse in einzelne Beutel und anschließend in einen großen Beutel. So vermeiden Sie unnötiges Suchen und können die Ware dennoch problemlos portionieren.

Mehr Bio für Kinder

Bio-Produkte sollen vermehrt in der Außer-Haus-Verpflegung von Kindern eingesetzt werden. Diesen Wunsch haben rund 90 Prozent der Bundesbürger, so das Fazit des aktuellen Ökobarometers. Im Juni hat das Forschungsinstitut Emnid zum fünften Mal im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) 1.000 Bürger ab 14 Jahren zu ihrem Konsum von Bio-Erzeugnissen befragt. Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage bestätigen den Trend zu einer ausgewogenen Ernährung von Kindern und Jugendlichen. 92 Prozent der deutschen Bevölkerung hält die Verwendung von Bio-Produkten in Kindergärten und Kindertagesstätten für wichtig. Knapp 60 Prozent der Befragten räumten dieser Frage sogar höchste Priorität ein. Ähnlich sieht es auch bei der Verpflegung der Schüler aus. Jeder zweite Verbraucher wünscht sich mehr Bio-Kost in den Schulen mit Mittagsverpflegung.
Die aktuelle Umfrage bestätigt das Bundesverbraucherministerium in seinem Engagement für eine ausgewogene Schulverpflegung. „Das Ergebnis bestärkt unsere Arbeit und zeigt, dass wir mit unseren Kampagnen wie ’10 % Bio. Das kann jeder!‘ oder ‚Besser essen. Mehr bewegen. KINDERLEICHT.‘ den richtigen Weg gehen“, so Bundesverbraucherministerin Renate Künast. „Für die körperliche und geistige Entwicklung unserer Kinder ist eine ausgewogene Ernährung ungemein wichtig. Sie fördert die allgemeine Leistungskraft und das Wohlbefinden.“

Natürliche Erzeugung erhöht die Kaufmotivation

Eine gesunde Ernährung von Kindern und in der Schwangerschaft sind laut Umfrage für knapp 80 Prozent der Verbraucher ein wesentlicher Grund, in Zukunft mehr Bio-Lebensmittel zu kaufen. Die größte Motivation sich für Bio zu entscheiden, liegt aber nach wie vor in der natürlichen Erzeugung der Produkte begründet. 88 Prozent nennen eine artgerechte Tierhaltung als das entscheidende Kriterium, künftig mehr Lebensmittel aus ökologischem Anbau zu konsumieren. Weitere Beweggründe sind die geringe Belastung mit Schadstoffen (82 Prozent) sowie die Stärkung des persönlichen Wohlbefindens (78 Prozent).

Der Trend zu mehr Bio setzt sich immer mehr durch. Rund drei Viertel der Deutschen kaufen derzeit bereits häufig oder gelegentlich Bio-Produkte. Zukünftig wollen sogar rund 85 Prozent zu Erzeugnissen des Öko-Landbaus greifen. Der Direktkauf beim Erzeuger ist nach wie vor die beliebteste Einkaufsform. Ein Drittel der Verbraucher macht sich am liebsten auf den Weg zum Bio-Hof, gefolgt vom Gang zum Wochenmarkt mit 24 Prozent. Am häufigsten werden Obst und Gemüse in Bio-Qualität gekauft: 45 Prozent der Befragten, die generell Obst und Gemüse konsumieren, kaufen diese aus ökologischem Anbau, ein Drittel gelegentlich und zwölf Prozent ausschließlich. Ebenfalls beliebt sind Milchprodukte sowie Fleisch und Fisch in Bio-Qualität, die bei 31 Prozent der Befragten häufig im Einkaufswagen zu finden sind.

Obst-Hitparade 2005: Erdbeere ist die Nummer 1

Ob mit Vanilleeis, auf einer leckeren Torte oder ganz frisch vom Strauch: Die Erdbeere ist das beliebteste Sommerobst 2005. Mit 33,8 Prozent liegt die fruchtige Erdbeere bei den Verbrauchern in der Gunst deutlich vor dem Apfel (19,8 Prozent) und der Melone (16,6 Prozent), ergab eine repräsentative Studie des Lebensmittelhändlers EDEKA. Insgesamt wurden 3000 Menschen vom Marktforschungsunternehmen Produkt + Markt befragt

Typ-2-Diabetes: Obstreiche Kost kann vorbeugen

Wer viel frisches Obst isst und den Konsum von bestimmten Lebensmitteln einschränkt, kann das Typ-2-Diabetes-Risiko um bis zu siebzig Prozent senken. Das haben Wissenschaftler vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung im Rahmen der EPIC-Studie entdeckt.

Obststand, Marktstand
Obststand in Jekaterinburg, Ural

Sie untersuchten die möglichen Zusammenhänge zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel und chronischen Krankheiten. Knapp sechshundert Menschen wurden nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und das Blut der Probanden auf erste Anzeichen von Typ-2-Diabetes geprüft. Vorboten für diese Krankheit sind beispielsweise zu geringe Konzentrationen des „guten“ HDL-Cholesterins. Die Auswertung der Daten zeigte, dass eine gewisse Kombination von acht Lebensmittelgruppen der Krankheit deutlich entgegen wirken kann. Teilnehmer, die viel Obst verzehrten und zugleich wenig süße Erfrischungsgetränke und Bier, rotes Fleisch, Geflügel und Wurstwaren, Hülsenfrüchte und helles Brot zu sich nahmen, hatten ein deutlich geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes. Bestimmte Nährstoffe wie Kohlenhydrate oder Fette konnten die Wissenschaftler allerdings bislang nicht mit der Erkrankung in Verbindung bringen. Früher trat Typ-2-Diabetes in der Regel erst ab dem 40. Lebensjahr auf. Heute sind immer häufiger übergewichtige Kinder und Jugendliche betroffen.
Quelle: Diabetologia, Online-Vorabveröffentlichung vom 12. Mai 2005; Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIFE),AID