Florida Keys

Fünf Florida Keys Fundstücke für „Foodies“

Die Florida Keys sind bei „Foodies“ vor allem für den leckeren Key Lime Pie und variantenreiche Spezialitäten aus frischem lokalen Fisch und Meeresfrüchten berühmt. In mehr als 500 Restaurants können sich Liebhaber guten Essens auf die Suche nach dem ultimativen Florida Keys-Geschmackserlebnis begeben. Das Besondere daran: In vielen Restaurants genießen Gäste nicht nur eine wohlschmeckende Mahlzeit, sondern auch die einzigartige entspannte Atmosphäre der Florida Keys. Hier finden sich fünf der besten Feinschmecker-Fundstücke für Besucher in den verschiedenen Regionen der Inselkette:

Key Largo: Wer einen Stopp in einem typischen Florida Keys-Café einlegen will, hält bei Mrs. Mac’s Kitchen auf Key Largo. Das Frühstück des Cafés ist bei Besuchern und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Bei der Bestellung von „Mrs. Mac’s Famous Mornwich“ erwartet die Gäste ein mit Eiern, Käse, Tomaten und Mayonnaise gefülltes Fladenbrot, das wahlweise mit Steak, knusprig gebratenem Speck, Würstchen, Schinken oder Gemüse serviert wird. Dazu gibt es krosse „Hash Browns“, eine Art Kartoffel-Rösti, selbstgemachte Pommes, Maisgrütze oder Tomaten. Für Liebhaber von süßen Speisen stehen frische Waffeln, Crêpes oder French Toast auf der Karte. Sehr originell ist auch die Inneneinrichtung des Lokals, denn anstelle von Tapeten finden sich hier Nummernschilder aus allen Herren Ländern an den Wänden. > > www.mrsmacskitchen.com

Islamorada: Direkt an einem Sandstrand essen können Besucher im Restaurant Marker 88. Seit 1967 empfängt das bei den Bewohnern der Inselkette beliebte, traditionsreiche Restaurant Gäste mit Blick auf den Golf von Mexiko. Lokaler Fisch und Meeresfrüchte zählen zu den Spezialitäten des Restaurants. Köstlichkeiten wie Mahi Mahi, Gelbschwanz-Schnapper, Garnelen und Langusten kommen hier frisch auf den Tisch. Angler, die ihren eigenen Fang mitbringen, können diesen vor Ort vom Chefkoch fachmännisch zubereiten lassen. Eine Vorabreservierung wird empfohlen.
> > www.marker88.info

Marathon: Lage, Lage, Lage – damit überzeugt die Sunset Grille & Raw Bar am südlichen Ufer von Knights Key auf Marathon. Während die Gäste tafeln, schweift ihr Blick auf das Wahrzeichen der Florida Keys, die Seven Mile Bridge. Den Sonnenuntergang mit spektakulärer Aussicht verschönern Cocktails wie „Tiki Parrot“ und „Electric Margarita“, der in einem beleuchteten Glas gereicht wird. Das Angebot an Speisen reicht von frischem Sushi über „7 Mile“- Langustenhappen und sogenannte „Conch Fritters“. Diese frittierten Hackbällchen – eine Spezialität auf den Florida Keys – bestehen aus dem Fleisch der „Conch“, einer Meeresschnecke. > > www.sunsetgrille7milebridge.com

Big Pine Key: Ein sehr bodenständiges, geschichtsträchtiges Restaurant, das das Flair der Florida Keys von einst widerspiegelt, ist das No Name Pub auf Big Pine Key. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1936 werden hier einfache, leckere Speisen auf Papptellern in rustikaler Baratmosphäre serviert. Der wahre Reichtum des Eigentümers hängt von den Wänden und der Decke des Lokals herab, denn der ganze Raum ist mit signierten Dollarnoten gespickt, die Gäste als Trinkgeld hinterlassen haben.

Berühmt ist der No Name Pub bei den Bewohnern der Inselkette vor allem für seine Pizzakreationen. Diese gehen auf ein italienisches Rezept zurück, das seit den 1960er Jahren an einer der Wände geschrieben steht. > > www.nonamepub.com

Key West: Die Insel am südlichsten Ende der Florida Keys ist voll von einzigartigen Restaurant, Bars und Cafés, doch eine Location sticht nicht nur aufgrund des Namens heraus – es handelt sich um das preisgekrönte Nachspeisen-Café „Better than Sex“. Die süßen Verführungen heißen „Cookie Nookie Pie“, „Between My Red Velvet Sheets Cheesecake“ und „Choco-Cab“, ein Rotwein serviert im Glas mit Schokoladenrand. > > www.betterthansexkeywest.com

Tipp: Wer sich in die Küche der Florida Keys verliebt hat und sie gerne mit nach Hause nehmen möchte, dem sei ein Abstecher zu Kermit’s Key West Key Lime Shoppe empfohlen. Neben Key Lime- Kuchenstücken und Süßigkeiten wie Key Lime-Geleebonbons gibt es hier auch lokal gefertigte Soßen, Marmeladen und vieles mehr für den Koffer. > > www.keylimeshop.com

Mathias Möller

Kreativ, bodenständig, mit einem Hauch Australien – so kocht Mathias Möller, Chefkoch des Alto Restaurant & Bar im Adina Apartment Hotel Berlin Hauptbahnhof. Mit seinen Gerichten von gegrilltem Rinderfilet mit Macadamia-Thymiankruste bis Aussie-Burger bringt er den Geschmack des Outbacks ins szenige Berlin Mitte. Doch auch Berliner Currywurst mit Pommes und Wiener Schnitzel fehlen nicht in seinem vielseitigen Repertoire – und so schafft er den Spagat zwischen ausgefallen-internationalen und traditionell-regional Gerichten.

Als Tochtergesellschaft der australischen Hotelgruppe Toga Hospitality, haben natürlich auch alle fünf deutschen Adina Apartment Hotels Australien quasi im Blut. Angefangen von der Kunst an den Wänden bis hin zu der Offenheit und Freundlichkeit der Mitarbeiter – an jeder Ecke begegnet dem Gast ein Stück Down-Under. Und sogar beim Frühstück im hauseigenen Alto Restaurant & Bar darf ein Gläschen Vegemite auf dem Frühstücksbuffet nicht fehlen.

Das Berliner Adina Hauptbahnhof geht sogar noch einen Schritt weiter: Mit dem Outback-Teller bringt Chefkoch Mathias Möller hier ordentlich Fleisch auf den Tisch – und zwar australisches Fleisch. Neben Steakhüfte und Entrecôte dürfen dabei Känguru und Lamm auf keinen Fall fehlen. Garniert wird diese australische Mixed Grill-Komposition mit warmen Knoblauch-Cherry Tomaten, grünen Bohnen, Süßkartoffelchips und hausgemachter Steakbutter. Mit etwas weniger Fleisch aber nicht weniger australisch kommen das gegrillte australische Rinderfilet mit Macadamia-Thymiankruste oder Adina’s Spezialität, der Aussie-Burger mit Spiegelei und Rote Bete, auf den Teller.

Neben australischen Akzenten wartet Möller’s Karte auch mit Einflüssen aus dem südpazifischen (Mahi Mahi in Zitronen-Minze-Sauce mit Salicornes und Süßkartoffelpüree) und mediterranen Raum (mit Ricotta gefüllte Pastataschen in Orangen-Chilisauce, serviert mit hausgemachten getrockneten Tomaten und Rucola) auf. Und als echte Berliner Spezialität darf natürlich auch Currywurst mit Pommes im Alto Restaurant & Bar nicht fehlen. Mit viel Vorstellungskraft und Kreativität schafft der junge Chefkoch Mathias Möller so einen gelungenen Spagat zwischen Outback-Genüssen und Berliner Tradition, und bringt für jeden Geschmack das Passende auf den Teller. Eine internationale Auswahl an Weinen rundet das abwechslungsreiche Angebot gelungen ab.

Auf kulinarische Art Virginias Küste entdecken

„Boardwalk Food Tour“ – Mehr erfahren über die Geschichte von Virginia und dabei einheimische Köstlichkeiten und die Strandpromenade genießen

Die Küste Virginias lockt mit charmanten Städten, weiten Grünflächen, der malerischen Chesapeake-Bucht, lebhaften Stadtzentren und natürlich dem Atlantischen Ozean. Durch das milde Klima gedeihen hier das ganze Jahr über viele Obst- und Gemüsesorten. Für Fisch und Meeresfrüchte ist Virginias Küstenregion besonders bekannt. Zahlreiche Food Festivals und Food Tours machen Virginia zu einem perfekten Reiseziel für Feinschmecker und Genießer. In Virginia Beach können Besucher jetzt die vielfältige Küche und die faszinierende Landschaft auf der „Boardwalk Food Tour“ erleben und erfahren dabei alles über die Geschichte und Kultur der Region.

Die etwa dreistündige Food Tour startet am Grommet Island Beach Park & Playground und führt entlang der Strandpromenade. Während der Tour beschreibt ein Reiseführer ausführlich die Geschichte der Küstenregion. So erfahren die Teilnehmer etwa, was John Smith und seine Mannschaft 1607 auf ihrem Zwischenstopp in Virginia Beach gegessen haben, bevor sie nach Jamestown weitersegelten – vielleicht eine Entscheidungshilfe für einen der drei Restaurantbesuche, die die Tour beinhaltet: Im „Waterman’s Beachwood Grill“, dem „Mahi-Mah’s Seafood Restaurant & Sushi Saloon“ und dem „Black Angus“ können die Gäste einheimische Köstlichkeiten und alkoholische Drinks genießen. Zu den Spezialitäten zählen frischer Fisch, Crab Cakes und der „Waterman’s Orange Crush“, ein Cocktail, der mit frisch ausgepressten Orangen zubereitet wird.

Die Boardwalk Food Tour findet statt von Dienstag bis Sonntag, 15 bis 18 Uhr (59 US-Dollar/Person). Alle Speisen und Getränke sind im Preis inbegriffen. Weitere Infos zur dieser und weiteren Food Tours gibt es auf www.coastalfoodtours.com

Festwoche in Veggie-Hauptstadt Berlin

Größeres Vegan-Vegetarisches Sommerfest (30.07.)

Die Berlin macht derzeit ihrem Ruf als Hauptstadt der Vegetarier und Veganer in Deutschland mit zwei Top-Events innerhalb einer Woche wieder alle Ehre. Los ging es diesen Samstag mit der Eröffnung des 1. veganen Vollsortiment-Supermarktes Europas namens VEGANZ in Prenzlauer Berg, gefolgt vom großen Vegan-Vegetarischen Sommerfest genau eine Woche später auf dem Alexanderplatz.

Das VEGANZ in der Schivelbeiner Str. 34, verkehrstechnisch sehr gut gelegen nahe dem S-Bahnhof Schönhauser Allee, feierte am 23. Juli 2011 seine Eröffnung. Es wartet mit ca. 6.000 Produkten, davon 90% bio, von mehr als 70 Firmen aus aller Welt auf. Angeschlossen ist ein gemütliches Café/Bistro mit köstlichen veganen Torten, Kuchen, Cupcakes, Bagels, Softeis u.v.m.

Nur eine Woche später, am 30. Juli 2011, findet von 10 bis 21 Uhr bereits zum 4. Mal Berlins größtes und buntestes Vegan-Vegetarisches Sommerfest für Kinder und Erwachsene statt; dieses Mal auf dem Alexanderplatz im Herzen Berlins. Tausende Besucher dürfen sich bei diesem von der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, dem Tierrechtsbündnis Berlin-Vegan und dem Vegetarierbund Deutschland e.V. organisierten Event auf 60 Essens- und Infostände, eine Kochshow mit dem veganen Starkoch Björn Moschinski, eine große Tombola, eine Kuhhüpfburg, einen Kinderzirkus sowie Performances von Veggie-Musik-Acts freuen. Das VEGANZ wird auch mit einem großen Stand auf dem Sommerfest vertreten sein.

Wie in den letzten Jahren wird die immer wieder gestellte Frage “Was esst ihr denn überhaupt noch?” pragmatisch beantwortet. “Dazu wird es Stände mit veganen Steaks, Seitanfilets, asiatischen Spezialitäten, Bratwürstchen, Burgern, Kuchen, Torten, Eis u.v.m. geben”, berichtet der geschäftsführende Vorstand der Albert Schweitzer Stiftung, Mahi Klosterhalfen. “Zudem bleiben an den Infoständen von PeTA, Sea Shepherd, Animals” Angels, Tierschutzpartei, Grüne Jugend, Vier Pfoten, der Veganen Gesellschaften Deutschlands und Österreichs u.v.m. keine Fragen unbeantwortet.”

“Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und in der Pubertät.” (American Dietetic Association, größte US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten mit rund 70.000 Mitgliedern)

www.vegan-vegetarisches-sommerfest.de
www.veganz.de

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich seit dem Jahr 2000 gegen die industrialisierte Massentierhaltung und für die Stärkung der vegetarischen Idee ein. Mehr erfahren Sie auf http://albert-schweitzer-stiftung.de

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wurde im Jahr 2000 von Rechtsanwalt Wolfgang Schindler als politisch und weltanschaulich ungebundene Tierschutzorganisation gegründet. Ihren Namen erhielt die Stiftung von Rhena Schweitzer, der Tochter Albert Schweitzers.
Die Aufgabe der Stiftung ist es, möglichst viel Leid zu lindern. Deshalb setzt sie sich vor allem für die sogenannten »Nutztiere« ein. Mit 60 Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter meist unvorstellbaren Bedingungen kostenoptimiert gemästet und getötet werden, ist das Engagement für diese Tiere die wohl größte Tierschutz-Aufgabe, der man sich stellen kann.

Die Stiftung wirkt darauf hin, Haltungsbedingungen zu verbessern sowie die Überzüchtung (Qualzucht) der Tiere zurückzufahren. Außerdem stärkt die Stiftung die vegetarische und vegane Idee als konsequenteste Form des Tierschutzes.

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Mahi Klosterhalfen
Marienstraße 3
10117 Berlin

http://albert-schweitzer-stiftung.de/

fish international 2008

„Eine nachhaltige Nutzung unserer globalen Fischbestände ist unverzichtbar, um auch künftige Generationen mit dem qualitativ hochwertigen und gesunden Lebensmittel Fisch zu versorgen. Das erfordert entsprechendes Handeln aller Beteiligten, vom Fischer über die Verarbeitungsindustrie und den Handel bis hin zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern“, sagte Ursula Heinen, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz anlässlich der Eröffnung der elften Fachmesse für Fisch und Meeresfrüchte am heutigen Sonntag, 10. Februar, in der Messe Bre-men. Sie freue sich, dass die Fachmesse fish international dem wichtigen Thema Nachhaltigkeit einen breiten Raum einräume.

„Die fish international ist das herausragende Branchenereignis für die deutsche Fischwirtschaft“, so Bremens Senator für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel. Mit rund 4.000 Beschäftigten im Bereich der Fischwirtschaft sei Bremerhaven der mit Abstand wichtigste Fischverarbeitungs- und Umschlagplatz in Deutschland. Bekannte Unternehmen setzten hier mit wegweisenden Produkten wichtige Trends und gäben neue Impulse.

Trends und Impulse dürfen die Fachbesucher auch von der fish international 2008 erwarten. „Rund 400 Aussteller aus 40 Nationen zeigen an drei Tagen eine große Bandbreite an neuen Fischereierzeugnissen, technischen Innovationen und Best-practise-Beispielen. Darüber hinaus haben wir mit Polen erstmals ein osteuropäisches Partnerland gewonnen“, macht Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der veranstaltenden MGH Messe- und Ausstellungsgesellschaft Hansa GmbH, deutlich.

Über 100 Frischfisch- und Seafood-Sorten, wie zum Beispiel Barrakudas, Shrimps, Cobia und Mahi-Mahi, stellt das Fisch-Informationszentrum auf einem sechs Meter langen Fischbett vor, die „Deutsche See“ zeigt Bio-Fisch und Bio-Meeresfrüchte sowie Feinkost aus Aquakulturen. Mit neuen Produkten in den Bereichen Weich-, Schalen- und Krustentieren ist Stöver Frischdienst vertreten. Und ganz im Trend der „Ready-to-Eat-Produkte“ präsentiert die Laschinger Aqua Group seine Produktinnovationen.

In der Sonderschau Fischfachhandel gibt es die neuesten Thekenkonzepte, im Kulinarium können Gourmetfans Sternekoch Kolja Kleeberg live „über die Schulter“ schauen. Erstmals wird auf der Fachmesse der „Seafood-Star“ verliehen. Eine Expertenjury prämiert das beste Verkaufskonzept im Lebensmittelhandel sowie im stationären und mobilen Fachhandel.

Im Rahmenprogramm greift die Fachmesse zukunftsweisende Themen wie Nachhaltigkeit und Aquakultur auf und stellt Fisch-Erfolgskonzepte im Außer-Haus-Markt sowie aktuelle Umfrageergebnisse über die Rolle von Fisch und Seafood in der Gemeinschaftsverpflegung vor.

Die fish international 2008 findet von Sonntag, 10., bis Dienstag, 12. Februar 2008, in der Messe Bremen für Fachbesucher statt. Veranstalter ist die Messe- und Ausstellungsgesellschaft Hansa GmbH. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fishinternational.com.

Rezension – Meer ohne Fische: Ein Buch über Profit und Welternährung

R E Z E N S I O N – Weltweit stehen nicht
nur die verschiedensten Fischarten vor dem Aussterben, sondern die
Zukunft mit dem gesamten maritimen Leben steht auf dem Spiel. Das Buch
„Meer ohne Fische? Profit und Welternährung“, das im Campus Verlag
http://www.campus.de erschienen ist, ist ein leidenschaftliches Plädoyer
für den Erhalt der Weltmeere und ihrer Bewohner. Dabei legen die
Herausgeber nicht nur Wert auf die aktuelle Sachlage, sondern bieten
auch Einblicke in die Geschichte des Fischfanges.

News wie jene des taiwanesischen Tunfisch-Trawlers „Sheng Yi Hsing
No.16“, der am 15. August 2007 in den Hoheitsgewässern der
mikronesischen Inselgruppe Palau aufgehalten wurde, keine Besonderheit.
An Bord des Schiffes konnten die Behörden des Palau Bureau of Marine
Resources 650 Haifischflossen, zehn Haiköpfe und rund 94 Haifischkörper
und eine Reihe von Fischen wie Marlin, Mahi-Mahi, Wahoo und Barrakudas
sicherstellen. Keiner der Fische war in den offiziellen Logbüchern des
Fischkutters eingetragen. Noch dazu ist das Fangen von Haien nach den
lokalen Gesetzen Palaus verboten. Experten wissen längst, dass dies nur
ein Beispiel in einer Reihe ähnlich gearteter Fälle ist. In den Weiten
des Pazifiks ist eine lückenlose Fangkontrolle kaum möglich. Dieser Fall
wurde auch nur aufgrund eines Abkommens zwischen der US-Navy, den
Vereinigten Staaten Mikronesiens und Palau bekannt geworden.

Und es ist nicht nur die illegale Fischerei, die den Weltmeeren zusetzt,
sondern ganz besonders auch der legale Fischfang, dessen hoch
technisierten Fangflotten die Meere auf der Suche nach den großen
Fischschwärmen mit modernster Technologie durchpflügen. Und das ist kein
Wunder. Der Handel mit Fischprodukten wird jährlich auf einen Wert von
70 Mrd. Dollar geschätzt. Und am größten Fischmarkt der Welt, dem
Tsukiji in Tokio, wird Fisch bereits heute mit Gold aufgewogen. Pro Tag
werden hier 2.400 bis 4.000 Tonnen Fisch verkauft. Dass ein einzelner
Tunfisch bis zu 10.000 Dollar kostet, ist keine Seltenheit. Bei den
Auktionen am Tsukiji-Fischmarkt werden in nur eineinhalb Stunden Fische
und Meeresfrüchte im Wert von 25 Mio. Dollar versteigert.

Auf der Strecke könnten auf der Suche nach dem Nahrungsmittel Fisch
allerdings schon bald jene Länder bleiben, die nicht über die
Hochtechnologie und die Fangmethoden verfügen, um die verbliebenen
Fische aufzuspüren. Nach Berechnungen der FAO ernähren sich 3,5 Mrd.
Menschen von Fisch. Im Vergleich zur nachhaltigen Befischung, die in
sehr vielen Entwicklungsländern immer noch zum täglichen Brot gehört,
holen die Hightech-Trawler wie etwa die irische „Atlantic Dawn“ am Tag
bis zu 400 Tonnen Fisch aus dem Meer. Um diese Menge zu fangen, bräuchte
ein lokaler Kleinfischer zehn Jahre. Doch das allein ist nicht das
Problem: Denn die Methoden, mit denen die Fische gefangen werden,
zerstören den Meeresboden und sorgen für gigantische Mengen an Beifang.
Jeder dritte gefangene Fisch kann von den hochspezialisierten
schwimmenden Fischfabriken nicht verarbeitet werden und landet als
Abfall – zumeist verendet – im Meer.

Es sind sehr viele Aspekte, die in dem Buch „Meer ohne Fische“
beleuchtet werden. Viele Informationen mögen zwar nicht neu sein,
blieben aber bis dato von den meisten Menschen unbeachtet – und das
obwohl Ökologen und Biologen vor dem drohenden Overkill warnen. Wer
Genaueres über den Status-quo der Weltmeere erfahren und eventuell auch
Schritte dagegen unternehmen will, sollte zu diesem Buch greifen. (Wolfgang Weitlaner)