Bio made in Brandenburg in aller Munde

Anlässlich des heutigen Tages des Ökologischen Landbaus auf der IGW zieht Michael Wimmer von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg ein erstes Fazit: „Unser Konzept eines einheitlichen und modernen Gemeinschaftsstandes ist voll aufgegangen – damit konnten wir nicht nur die Verbraucher, sondern auch Multiplikatoren, Vertreter der Politik oder regionale Verarbeitungsbetriebe für das Thema Bio gewinnen“.

Ob Teltower Rübchen, das Biobackschwein vom Naturlandhof Bernd Schulz mit einem kühlen Bio-Dinkelbier oder die Messeneuheit Spreewälder Bio-Gurke vom Spreewaldhof: Die Besucher zeigten sich begeistert von der geschmacklichen Qualität und Vielfalt der regionalen Biobranche. Nicht umsonst räumten Brandenburger Biobetriebe gleich bei mehreren Wettbewerben ab: So gewannen z.B. der Ziegenhof Karolinenhof bei Flatow und der Wasserbüffelhof Bobalis bei Jüterbog Preise im „Qualitätswettbewerb Milch“ der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Brandenburg-Berlin e.V.. Der Gingsenghof aus Gräfendorf gewann den pro agro Marketingpreis 2007 in der Kategorie „Landtouristische Dienstleistungen“, der ebenfalls auf der Grünen Woche verliehen wurde.

Die FÖL begrüßt, dass immer mehr konventionelle Ausstellerkollegen erkennen, dass der Kombination Bio + regional die Zukunft gehört. So finden die Besucher über die ganze Brandenburghalle verteilt weitere Bio-Spezialitäten aus der Region. Viele Unternehmen kamen daher aktiv auf die FÖL zu, um sich näher über die Perspektiven einzelner Produktlinien oder gar einer Komplettumstellung auf Bio zu informieren.

Besonders freut Wimmer, dass sich Ministerpräsident Matthias Platzeck und Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke bei verschiedenen Anlässen zu den Chancen des Ökolandbaus gerade für die Schaffung wertvoller Arbeitsplätze im ländlichen Raum bekannten und die nötige Unterstützung zusagten, um die Nachfrage des Berliner Biomarktes nach mehr Bio made in Brandenburg gezielt befriedigen zu können. Teil dieses Bekenntnisses ist auch, dass die Gentechnik nicht nur die Wachstumsbranche Ökolandbau, sondern das gesamte Positiv-Image Brandenburgs grundlos gefährdet.

Ein großer Erfolg war auch die Präsentation der druckfrischen Bio-Tour-Broschüre, in der 26 Bio-Betriebe mit Ihrem Urlaubs- und Freizeitangebot ausführlich vorgestellt werden. Die kostenlose Broschüre kann bis Sonntag am Bio-Gemeinschaftsstand abgeholt werden oder danach in der Geschäftsstelle der FÖL. Sie kann aber auch gegen eine Versandkostenpauschale bestellt werden unter
www.bio-berlin-brandenburg.de/infobroschueren_bestellen

Noch bis zum 28.01.2007 präsentiert sich der Brandenburger Ökolandbau mit einem großen Gemeinschaftsstand in der Brandenburghalle.

Der Bio-Gemeinschaftsstand wurde von der FÖL gemeinsam mit den Anbauverbänden des ökologischen Landbaus in Brandenburg organisiert und bot eine Bühne für regionale Bio-Spezialitäten von 15 Betrieben.

Deutschland hat Chancen als Genuss-Standort

Über 500 Repräsentanten aus Lebensmittelindustrie und –handwerk sowie Experten aus Wissenschaft, Handel und Food-Kommunikation sind zu den Lebensmitteltagen der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) nach Frankfurt und ins nahe Bad Soden gekommen. Damit hat diese neue zweitägige Veranstaltung eine „erfolgreiche Premiere“ verzeichnen können, wie DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer zum Abschluss feststellte. Im Mittelpunkt standen unter dem aktuellen Thema „Genuss-Standort Deutschland“ Zukunftsstrategien für Lebensmittel. „Made in Germany“ kann auch bei Lebensmitteln zu einem Markenzeichen und zu einem Exportartikel für deutsche Hersteller werden, so ein Fazit der Tagung. Es lohne sich für sie, Deutschland mit neuen Initiativen und kreativen Ideen als Genuss-Standort zu entdecken.

„Deutschland als Genuss-Standort zu entdecken, lohnt sich“, erklärte DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer zu Beginn der Tagung. „Denn Menschen, die dem täglichen Essen einen höheren Stellenwert beimessen, lernen Lebensmittel als das schätzen, was Sie wirklich sind, nämlich Mittel zum Leben – und zum Genießen.“ Für dieses Lernen von Genuss benötige man aber neue Initiativen und kreative Ideen. Der Verbraucher habe heute nur noch wenig Zeit, sich mit der Entstehung des Genusses auseinanderzusetzen. Die Kommunikation von Herstellungsprozessen, das Wissen um Inhaltsstoffe und das Know-how über die Ausgangsprodukte seien aber wesentliche Bestandteile dieses Genuss-Empfindens. „Genuss ist nicht nur eine Philosophie für die wohlbetuchte Lifestyle-Society, sondern wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfungskette Lebensmittel“, so Bartmer. Allerdings müsse man erkennen, so der DLG-Präsident weiter, dass der Konsument gleichzeitig in parallelen Genuss-Welten lebe. „Genuss darf nicht ideologisiert werden. Der Lebensmittelhersteller muss sich mit den realen Bedürfnissen der Verbraucher auseinandersetzen. Qualität und Vielfalt sind die Langfriststrategien gegen die kurzen Halbwertzeiten unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft.“

Neueste Ergebnisse einer aktuellen und von der DLG in Auftrag gegebenen Studie stellte die Leiterin des Instituts für Demoskopie Allensbach, Prof. Dr. Renate Köcher, vor. Trotz tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände bei der Produktion von Lebensmitteln liegt danach das Vertrauen in die Qualität deutscher Lebensmittel insgesamt auf einem hohen Niveau. Und das, obwohl die Verbraucher nicht einmal ansatzweise die umfassenden Qualitätskontrollen und Tests von Lebensmitteln kennen würden, so die führende Demoskopin und Marktforscherin. Die Vertrauensbildung durch die Information über Qualitätskriterien und Qualitätskontrollen könne auf diesem Feld erheblich vorangetrieben werden. Denn das Interesse an einer Ausweitung der Information über die Qualität von Lebensmitteln sei beachtlich: Nur knapp die Hälfte der Bevölkerung fühle sich ausreichend informiert und wünsche eine Ausweitung der Information. Qualitätssiegel wie auch Herkunftsnachweise können danach an Bedeutung gewinnen, erklärte Prof. Renate Köcher.

Das Potential von „Made in Germany“ könne auch bei Lebensmitteln von deutschen Herstellern weitaus stärker genutzt werden, als dies bisher der Fall ist“, so das Ergebnis der Allensbach-Studie. 45 Prozent der gesamten Bevölkerung und 50 Prozent der Frauen seien überzeugt, dass „Made in Germany“ nicht nur bei Autos, Maschinen oder medizinischen Geräten ein Qualitätssiegel ist, sondern auch bei Lebensmitteln. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist überzeugt, dass zu den besonderen deutschen Stärken und Begabungen gerade auch die Fähigkeit gehört, Lebensmittel von hoher Qualität herzustellen. Diese Überzeugung ist quer durch alle Generationen zu finden. „Die Bevölkerung genießt die Vielfalt und Internationalität der Produktpalette, die ihr heute angeboten wird. Sie ist gleichzeitig in hohem Maße überzeugt, dass „Made in Germany“ auch bei Nahrungsmitteln ein Gütesiegel ist.“

Die bekannte internationale Konsumpsychologin Prof. Simonetta Carbonaro (Karlsruhe und Universität Boras/Schweden) postulierte im Rahmen der DLG-Tagung einen Paradigmenwechsel. Die „gute Mutter“, die durch ihr Wissen und Können die Familie versorgt, gäbe es nicht mehr. Lebensmittelhersteller müssten deshalb nachhaltig Verantwortung für ihre Produkte übernehmen und das Thema „Qualitäten“ ganzheitlich vermitteln. Dabei habe das Qualitätsverständnis bei den Kunden eine neue Dimension erreicht. „Heute lassen sich Konsumenten nicht mehr so einfach durch eine Kommunikation der Superlative beeindrucken. Die vielen bunten Bild- und Erlebniswelten machen ihnen ihre Hilflosigkeit vor der Angebotsvielfalt höchstens noch bewusster, sie vergrößern den emotionalen Abstand zu industriell gefertigten Lebensmittel immer weiter“, so Prof. Carbonaro. „Verbraucher haben viel weniger das Bedürfnis nach neuen Produkten als nach einfachen, intuitiv fassbaren Bezugspunkten, die ihnen ihre Kaufentscheidung erleichtert“. Für die renommierte Konsumforscherin heißt heute „gute“ Kommunikation, „etwas über die Geschichte und den Entstehungsprozess der Produkte erzählen zu können.“

Der Markt der Massenprodukte befindet sich nach den Analysen von Prof. Simonetta Carbonaro in einer grundlegenden Umbruchsphase. Die Konsumenten würden die klassischen Qualitätskategorien von „Niedrig“, „Mittel“, „Hoch“ und „Premium“ zunehmend als künstliche Abstufungen einer ähnlichen Standardqualität empfinden. Doch die viel diskutierte Polarisierung der Märkte dürften nicht als gegenläufige Konzepte betrachtet werden. „’Klasse’ und ‚Masse’ beginnen sich vielmehr zu ergänzen und sich gegenseitig zu unterstützen“, so ihre Feststellung. So sei der „Markt der Exzellenz“ ein sehr empfindlicher Seismograph für die latenten, von den Menschen nicht direkt formulierbaren Bedürfnisse. „Er ist der eigentliche Trendsetter der Ernährungswirtschaft und hat Vorbildfunktion für den Markt industrieller Standardprodukte, wie die steigende Bedeutung von Bio- und Frischeprodukten im Lebensmitteleinzelhandel exemplarisch zeigt“, prognostiziert sie. Im Gegenzug ermögliche der Discountsektor einer breiteren Bevölkerungsschicht, sich ab und zu auch etwas „Besonderes“ zu leisten. „Sie decken ihren Grundbedarf in Discountläden ab und unternehmen gleichzeitig reale oder virtuelle Reisen, um an Produkte heranzukommen, für die sie eine hohe Wertschätzung haben.“

Wie man Lebensmittel durch das „Erzählen ihrer Geschichte“ dem Verbraucher erfolgreich näher bringt und auch mit Tradition Wertigkeit und Differenzierung im hart umkämpften Markt erzielen kann, zeigten Wolfgang Mainz, Mitglied der Geschäftsleitung der Großbäckerei Kronenbrot aus Würselen, sowie Roman Niewodniczanski, der als Inhaber des Weingutes Van Volxem (Saar) zu den „steilsten Aufsteigern“ in der Weinszene gehört. Die Großbäckerei profiliert sich nicht über Technik und ein standardisiertes Sortiment, sondern über die „Story“ ihrer Produkte sowie die Menschen, die sie verarbeiten. „Klarer Auftrag“, so Wolfgang Mainz, „ist es, deutsche Werte und Traditionen zu bewahren und den nachwachsenden Generationen zu vermitteln.“ Zugleich betonte der Kronenbrot-Geschäftsführer, dass auch die Backwarenbranche von der Entwicklung, bestehende Lohnkostenvorteile in anderen Ländern zu nutzen, nicht verschont bleibe. Frische Backwaren nach deutscher Rezeptur aus fernen Ländern zu beziehen, werde durch eine Perfektionierung der Tiefkühl- und Verpackungstechnologie ermöglicht.
Auch im Weinbereich setzte Roman Niewodniczanski auf den Genuss-Standort Deutschland und die Faszination des Genießens. Überproduktion, große industriemäßige Weinbetriebe, moderne oenologische Verfahren und Massenweine prägen den Weinmarkt. „Überleben in der Nische“ mit einer Profilierung der Regionen sowie einer klaren Differenzierung und Steigerung der Wertigkeit, unter anderem über die Tradition, sieht er als Erfolgsmodell. Das Beispiel der Saarweine zeige, dass wir „eine Renaissance der Region und der Klassiker erleben“. Der deutsche Weinbau verfüge über einzigartige Vorzüge, nämlich über wunderbare Kulturlandschaften und Regionen mit Tradition. Als ein besonderer Standortvorteil werde sich immer mehr die Lage und das Klima erweisen. Bei den aufstrebenden deutschen Weinbaubetrieben ist nach den Feststellungen dieses Winzers „ein außerordentlicher Zukunftsoptimismus spürbar. Es wird wieder investiert und es ist eine enorme Dynamik vorhanden. Lust auf Zukunft packt eine ganze Generation von Winzern. Sie wollen ihre Betriebe nach vorne bringen“, so das Fazit des Weingutbesitzers von der Saar.

„Die DLG-Lebensmitteltage“, so DLG-Vize-Präsident Prof. Dr. Achim Stiebing, „haben sich bereits mit dem Start erfolgreich als neues Zukunfts- und Diskussionsforum für die Qualitätsexperten aus allen Lebensmittelbranchen etabliert“. Dazu habe neben dem aktuellen Programm sowie die hochkarätigen Referenten auch das neue DLG-Buch beigetragen, das zur Tagung erschien. Mit seinen Strategien, Erfahrungsberichten und Trends stellt es eine aktuelle Analyse für den Lebensmittelstandort Deutschland dar. Die DLG-Lebensmitteltage werden künftig zu Beginn des Herbstes jährlich in Frankfurt die Situation der Lebensmittelbranche in Deutschland unter aktuellen Perspektivfragen beleuchten sowie den Betrieben und Fachleuten Orientierung und Anregungen für die Weiterentwicklung ihrer Betriebe geben. Die nächsten DLG-Lebensmitteltage werden am 26. und 27. September 2007 in Frankfurt am Main stattfinden.

Royal Caribbean mit „Schnupperkreuzfahrten“

Ganz neu sind mehrere kurze „Schnupperkreuzfahrten“ mit Royal Caribbean
International ab Hamburg. Hier können die Gäste auf der Brilliance of the
Seas erleben, was eine Kreuzfahrt mit Royal Caribbean International
auszeichnet:

ein dynamisches Umfeld für aktive junge und junggebliebene
Urlauber mit Kletterwand, Golf, Rollerskaten und Basketball auf dem
Sportsdeck sowie Broadwayreifen Showprogrammen im Theater, eingerahmt von
hochwertigem Ambiente Made in Germany (die Brilliance wurde in Papenburg
gebaut). Keine andere Schiffsklasse bietet mehr Fensterflächen und einen
höheren Anteil an Balkonkabinen.

www.RoyalCaribbean.de

Schlemmer Sommer in Hamburg

Höchster Genuss für 59 Euro für zwei Personen!

8. Hamburger Schlemmer-Sommer vom 15. Juni bis 15. August
2006
Sommer in Hamburg – das ist seit acht Jahren ein Sommer für Schlemmer. Vom 15.
Juni bis 15. August 2006 bitten 70 Top-Restaurants zu einem einheitlichen Preis zu
Tisch: 59,00 Euro kostet jedes Menü für 2 Personen.
Und ein Blick auf die Speisekarte lässt ahnen, dass Außergewöhnliches serviert
wird. „Le Menü de Soleil”, „Dreams of flavour“, „Dolce vita” oder eine
„mediterrane Sommerreise“ – so oder ähnlich heißen die Menüs der führenden Restaurants
Hamburgs, die für ihre Gäste kreative Gerichte mit höchstem Genuss
präsentieren. Es gibt Ravioli mit Scampi gefüllt, Hummerterrine mit Salat von
grünem Spargel, gefolgt von Kalbsschnitzel auf getrüffeltem Kartoffelpüree oder rosa
gebratenes Lammcarree mit spicy Mint Sauce und als Dessert süße Variationen
von Erdbeer-Tiramisu mit Holunderblütensorbet oder Claire Fontaine mit
Joghurtmousse. Dies und noch viel mehr bereiten Hamburgs Spitzenköche beim
diesjährigen Hamburger Schlemmer-Sommer zu.

Die Liste der Teilnehmer ist ein eindrucksvoller Beweis, dass Hamburg die
Gourmethauptstadt Deutschlands ist. Die langjährige Geschlossenheit und das
Engagement der Hamburger Gastronomie, die zwei Monate lang mit dem Slogan
„Hamburger Schlemmer-Sommer” wirbt, sind einmalig in Deutschland. Angefangen
von den großen Häusern rund um die Alster (Hotel Vier Jahreszeiten, InterContinental,
Kempinski Hotel Atlantic, Le Royal Méridien) über die Sterneköche im Landhaus
Scherrer, auf dem Süllberg, im Restaurant „Das kleine Rote“ und im
„Piment“ bis zu den besten Maître französischer Küche (La Mirabelle, L’Auberge,
Au Quai), italienischer (San Michele, Made in Italy) und fernöstlicher Kochkunst(Doc Cheng‘s, Indochine, Trader Vics,) sowie den Trendrestaurants (Brook, Goldfisch,
east, fusion); sie alle und viele mehr (insgesamt 70 Restaurants) machen den
Hamburger Schlemmer-Sommer zu einem herausragenden kulinarischen Ereignis.

Und selbstverständlich ist auch die traditionelle internationale Küche mit feinem Gespür
für die schönsten Genüsse vertreten.
Die komplette Übersicht über die diesjährigen teilnehmenden Restaurants und die
dazugehörigen Menüs sind in einem handlichen Flyer veröffentlicht. Er kann bei den
Tourist-Informationen im Hauptbahnhof, am Hafen und im Flughafen abgeholt werden oder hier online:
www.schlemmersommer.de
Die teilnehmenden Restaurants halten ebenfalls die Broschüren bereit.
Für die
meisten Restaurants kann man online einen Tisch reservieren.
Hamburgs erfolgreichste Gastronomieaktion steht auch in diesem Jahr wieder
unter der Schirmherrschaft des Tourismusverbandes Hamburg e.V.
www.hamburg-tourismus.de
www.schlemmersommer.de

Tee aus Deutschland weltweit gefragt

Exportweltmeister Deutschland wird auch beim Tee
seinem guten Ruf gerecht: Erstmals wurde mehr als die Hälfte des 2005
importierten Tees hierzulande veredelt und als hochwertige
Spezialität wieder ausgeführt.

Dabei setzen vor allem Amerikaner,
Russen und die Teetrinkernation England auf Tee-Qualität „Made in
Germany“.

Als Motor des Exports erwies sich Grüntee – das
Trendgetränk der Wellness-Welle – mit einem Zuwachs von fast 25
Prozent. Auch mit dem Inlandsgeschäft ist die deutsche Teewirtschaft
insgesamt zufrieden: „In einem sehr schwierigen Marktumfeld konnten
wir das Absatzvolumen mit einem Plus von 1 Prozent auf hohem Niveau
halten“, sagt Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen
Teeverbandes.

Damit hat sich die Teewirtschaft überproportional zum
Markt entwickelt, der laut GfK im Bereich Heißgetränke 2005 ein
Absatzminus von 5 Prozent ausweist. Über 18.000 Tonnen Tee wurden
2005 in Deutschland verkauft, durchschnittlich knapp 25,5 Liter Tee
genießt jeder Bundesbürger pro Jahr.

Einkaufsquellen: Fachgeschäfte vor Discountern
Rekordhalter im Wettbewerb der Regionen sind unverändert die
Ostfriesen: Sie gelten als anspruchsvollste Teetrinker der Nation und
bringen es beim Pro-Kopf-Verzehr auf stattliche 288 Liter. Damit
liegt Ostfriesland weltweit auf Platz vier hinter Irland (328 Liter),
Libyen und Katar.

Wichtigste Einkaufsquelle bleibt der klassische
Lebensmittel-Einzelhandel mit einem gegenüber dem Vorjahr nahezu
unveränderten Marktanteil von 41,8 Prozent (7.562 Tonnen). Den
zweiten Platz konnten sich die Tee-Fachgeschäfte erobern, die ihren
Marktanteil gegenüber Vorjahr um fast 2 Punkte auf 18,1 Prozent
(3.274 Tonnen) ausbauten und damit die Discounter (18,0 Prozent,
3.256 Tonnen) knapp auf Platz 3 verwiesen. Hier scheinen die
kompetente Beratung und die Breite des Spezialitäten-Sortiments eine
wichtige Rolle zu spielen.

Favorit in der Gunst der deutschen Verbraucher ist nach wie vor
Schwarztee mit 77 Prozent (Vorjahr 81 Prozent); auf Grüntee entfallen
23 Prozent (Vorjahr 19 Prozent). Die Verschiebung zugunsten von
Grüntee geht nach Einschätzung der Teewirtschaft nicht zuletzt auf
den Weißen Tee zurück, der als Spezialität entdeckt und vermehrt
nachgefragt wurde. Bei der Wahl zwischen losem Tee und Aufgussbeutel
bleibt die Relation unverändert bei 60 zu 40 Prozent.

Deutschland ist internationale Drehscheibe
Die weltweite Tee-Wirtschaft richtete 2005 ein besonderes
Augenmerk auf Deutschland: Im Februar fand hier auf Einladung des
Deutschen Teeverbandes die Internationale Tee-Fachkonferenz statt,
bei der sich Vertreter der Ursprungsländer über die Entwicklungen in
der EU-Gesetzgebung informierten. Im September 2005 folgte mit dem
„Tea & Coffee Worldcup“ in Hamburg eine beeindruckende Leistungsschau
der internationalen Tee- und Kaffee-Wirtschaft. Ebenfalls im
September wurde Jochen Spethmann zum Präsidenten des European Tea
Committee gewählt, dem Dachverband der europäischen Teewirtschaft,
der seit Juni 2004 in der Hansestadt Hamburg seinen Sitz hat.

Die besondere Reputation der deutschen Unternehmen im
internationalen Markt resultiert aus der hohen Qualität der
hierzulande veredelten Tees. Deutsche Tea-Taster genießen Weltruhm
für ihr Know-how bei der Entwicklung von neuen Mischungen und
Geschmacksrichtungen sowie ihr gutes Gespür für Erfolg versprechende
Trends – in einem zunehmend unter Innovationsdruck stehenden Markt
für Heißgetränke ein deutlicher Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommt die
traditionell enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der deutschen
Unternehmen mit den Partnern in den Ursprungsländern.

Im Geschäftsjahr 2005 legte der Tee-Export aus Deutschland mit
22.127 Tonnen (Vorjahr 21.637 Tonnen) um 2,3 Prozent zu und setzt
damit den seit mehreren Jahren positiven Trend ungebrochen fort. Von
den 41.691 Tonnen Gesamteinfuhr nach Deutschland wurde damit mehr als
die Hälfte hierzulande veredelt und anschließend exportiert. Daraus
ergibt sich eine Inlandsverfügbarkeit von 19.564 Tonnen bei einem
Eigenverbrauch von 18.091 Tonnen. Die Differenz von rund 1.500 Tonnen
erklärt sich nach Aussage des Teeverbandes aus zum Jahreswechsel
vorhandenen und damit im Verbrauch noch nicht erfassten
Lagerbeständen.

Als wichtigstes Lieferland für Deutschland hat China im
vergangenen Jahr Indonesien abgelöst. Knapp ein Fünftel (8.225
Tonnen) der eingeführten Tees stammen aus dem Reich der Mitte. Dies
ist nicht zuletzt auf die hohe Nachfrage nach Grüntee (ab hier
gestrichen: „für die Veredelung und den Export“) zurückzuführen. Auf
den Plätzen drei und vier folgen die klassischen Ursprungsländer
Indien (6.216 Tonnen, knapp 15 Prozent Anteil) mit leichtem Zuwachs
und Sri Lanka (5.246 Tonnen, 12,6 Prozent), das erstmalig eine
rückläufige Tendenz seines Marktanteils hinnehmen musste und im
Ergebnis in etwa das Niveau von 2003 erreichte. „Indien und Sri Lanka
spielen für uns als Lieferanten hochwertiger Tees nach wie vor eine
dominierende Rolle“, betont Spethmann.

Indien bleibt größter Produzent, Kenia mit höchstem Exportanteil
Insgesamt wurden im Berichtsjahr weltweit 3.376.013 Tonnen Tee
produziert – das entspricht einem Wachstum von 7,2 Prozent. Tee
bleibt damit nach Wasser das beliebteste Getränk der Welt. Rund 46
Prozent der weltweiten Tee-Erzeugung waren für den Export bestimmt.
Der größte Produzent ist Indien – in den weltberühmten Anbaugebieten
Assam, Darjeeling, Dooars und Nilgiri wurden 927.984 Tonnen (Vorjahr
820.216 Tonnen) produziert. Davon verblieb allerdings der größte Teil
im Lande, 180.000 Tonnen gingen in den Export. Den ersten Platz als
Exporteur hält nach wie vor Kenia: Von 328.584 Tonnen Tee gelangte
mit 314.559 Tonnen fast die gesamte Ernte auf den Weltmarkt. Der
internationale Teehandel ist für das afrikanische Land ein
bedeutender Wirtschaftsfaktor. Umso mehr erfüllen die Folgen der
langen extremen Trockenheit vor Ort die kenianische Teewirtschaft,
aber auch die internationalen Märkte mit Sorge. Ernteausfälle haben
bereits zu deutlichen Preissteigerungen vor allem im angelsächsischen
Raum geführt.

Tee bedient aktuelle Verbraucherwünsche
Mobiler Genuss, Gesundheit aus der Tasse, grenzenlose
Geschmacksvielfalt – es gibt kaum einen aktuellen Verbrauchertrend,
den Tee nicht bedient. „Tee hat sein etwas antiquiertes Image
endgültig abgelegt und avanciert zum Trendgetränk der Szene“, fasst
Jochen Spethmann die Entwicklungen in internationalen Metropolen wie
Shanghai, Moskau und New York zusammen. Tea-Lounges sind Treffpunkte
der urbanen Szene, und fast täglich entstehen neue Ideen rund um das
zweitälteste Getränk der Welt: In den USA ist es Vodka mit
Tee-Geschmack, in China „Whisky-Grüntee“ und die Franzosen stehen auf
Fancy-Drinks wie Tee mit Pfeffer und Paprika. Schwarzer Tee mit
leichter Schokoladen-Note gilt (noch) als Geheimtipp, Eistee – nach
Original-Rezept – oder auch der indische Gewürzklassiker Chai sind
die Wiederentdeckungen der letzten Jahre.

Die deutsche Teewirtschaft ist daher optimistisch, sich in dem
schwierigen Marktumfeld der Heißgetränke auch zukünftig gut behaupten
zu können: „Wir stehen für exzellente Qualität sowie hohe
Innovationskraft und bedienen damit optimal die aktuellen
Verbraucherwünsche“, fasst Jochen Spethmann zusammen. Der
Wellness-Aspekt – Tee ist kalorienarm und reich an wertvollen
Inhaltsstoffen – sowie der exotische Zauber der unterschiedlichen
Herkunftsländer sind weitere Erfolgsfaktoren, mit denen die deutsche
Teewirtschaft speziell auch jüngere Verbraucher anspricht.

Made in America Tours

In Amerika genießen traditionelle Familienbetriebe aufgrund ihrer Qualitätsprodukte ein hohes Ansehen. Touren zur Werksbesichtigung sind heiß begehrt und erleben eine Blütezeit. „Made in America“ wird zum Markenzeichen. So zum Beispiel im York County im US-Bundesstaat Pennsylvania, dessen Hauptstadt York zur „Factory Tour Capital of the World“ avancierte. Die familieneigenen Produktionsstätten, die unter dem Dach von „Lifetime Brands“ USA-weit für ihre Erzeugnisse werben, öffnen vom 14. bis 17. Juni zum 8. Mal Tür und Tor. Mit den Namen zeigen die Betriebe auf ihre Wurzeln, und wer in Deutschland unabhängigen Unternehmen mit großen Namen nachtrauert, wird in Pennsylvania fündig.

Snyder’s of Hanover: Schritt für Schritt zur Brezel

Hanover Olde Tyme Pretzels gibt es seit 1909. 1923 eröffneten William und Helen Snyder zusammen mit ihren Söhnen Edward und Bill ihre erste Brezelbäckerei und stiegen ein ins Kartoffelchip-Geschäft. Nach einer wechselvollen Geschichte mit einem Zusammenschluss mit Hanover Foods Corporation machten sich die Snyders 1981 als Snyder’s of Hanover wieder unabhängig und produzieren seitdem mit Hilfe neuer Technologien ihre Brezeln nach Originalrezept und aromatisierte Teile als innovative Variationen. Auf der Tour durch die Anlage wird der Besucher mit den zehn Schritten vertraut, die mit der Mischung und dem Kneten des Teigs beginnen und über die gerollte Endlos-„Nudel“, die zu Brezeln geformt wird, das Laugenbad und das Salzen bis zur versiegelten, versandfertigen Verpackung führt
www.snydersofhanover.com

Pfaltzgraff: Qualitäts-Keramik seit fast 200 Jahren

Die Familie Pfalzgraff ließ sich um 1800 in York/Pennsylvania nieder und begann auf dem eigenen Grund und Boden mit einer Töpferscheibe. Der ursprüngliche Markt reichte „soweit man mit Pferd und Wagen kommt und am gleichen Tag wieder zurück ist.“ Heute gibt es die hochwertigen Pfaltzgraff-Produkte in Warenhäusern und Fachgeschäften von Küste zu Küste, auch per Katalog. Der Firmensitz blieb stets York/Pennsylvania
www.pfaltzgraff.com

Wolfgangs Bonbons: Von Pauls Ponywagen zum Internet

Wolfgang Candy wurde 1921 gegründet und gehört zu den ältesten Bonbonfabriken der USA, die sich im Familienbesitz und unter Familienmanagement befinden. Bis heute brachten vier Generationen von Wolfgangs ihre Erfahrung und ihr Fachwissen in das Unternehmen ein, das heute tonnenweise Bonbons für Schulen, Clubs, Kirchen und andere Organisationen herstellt. Für das operative Geschäft ist Robert Wolfgang III. zuständig, der Enkel des Mitbegründers Robert L. Wolfgang. Er wohnt seit seines Lebens am Firmensitz in York/Pennsylvania. Der Vertrieb der Süßigkeiten begann im Ponywagen von Paul und im Warenkorb von Robert. Heute kann man die Bonbons direkt über die Website kaufen
www.wolfgangcandy.com

Weitere „Made in America“ Touren führen ab York unter anderen zu landwirtschaftlichen Betrieben wie Molkereien und zu zehn familieneigenen Weinkellerein in York und Umgebung. Die Ausflüge sind kostenlos und bieten den Teilnehmern den Vorteil, Waren vor Ort zu einem ermäßigten Preis zu erwerben
www.factorytours.org

GOURMAND WORLD COOKBOOK AWARDS 2005

GOURMAND WORLD COOKBOOK AWARDS 2005
– There are over 24.000 different food and wine books published around the world every year. In 2004, over 5.000 books in 40 languages from 60 countries competed in the Gourmand World Cookbook Fair Awards. In 2004, we organized 53 national and regional competitions worldwide. Books compete first in their own language, then the winners compete for Best in The World. In 2005, even more entries are expected.

Winning books get a new „launch“ thanks to the awards, and sell more books. More importantly the winners get international recognition and may obtain international rights deals and be translated.

– The list with winners in the national and regional competitions will start to be made public in December 2005. The list will be posted on www.cookbookfair.com.

– Languages include:English, Spanish, Catalan, Gallego, Euskera, French, Afrikaans, German, Italian, Portuguese, Greek, Dutch, Swedish, Norwegian, Danish, Finn, Icelandic, Flemish; Hebrew, Japanese, Chinese, Bahasa Malaysian,Russian, Polish, Hungarian, Czech, Croatian, Slovenian, Arabic,Turkish, Korean. Winners in these languages will be contacted personnally in November.

-The International Jury is made up of Jean Jacques Ratier, Mayor of Sorges, capital of the truffles of Perigord, Dun Gifford, President of Oldways, a non profit foundation (USA), Bo Masser, Directeur of Booktown Grythyttan (Sweden), Edouard Cointreau, President and Founder of the awards.

– All food and wine books published between October 30, 2004 and November 15, 2005 qualify. Projects, manuscripts, blads are accepted and even most welcome. There are no entry fees. Three copies of each book have to be sent to:

Gourmand – Edouard Cointreau
Pintor Rosales, 36-8sA
28008 Madrid – Spain
Tel.: +34 91 541 67 68
Fax:+34 91 541 68 21

Anmeldeformulare unter www.cookbookfair.com

Deutsche bauen das größte Hotel in Dubai

Dubai steht für Superlative. Egal ob es sich dabei um das höchste Gebäude der Welt, künstliche erschaffene Inselwelten oder den weltweit größten Freizeitpark handelt. Vor kurzem wurde nun für die Metropole am Arabischen Golf auch eine „Superlative Made in Germany“ in Angriff genommen: das Hotel mit der höchsten Zimmeranzahl in Dubai.
1.050 Zimmer wird das Hotel nach der Fertigstellung im Jahr 2007 bieten und eine Vielzahl von deutschen Partnern wird diesem aufregenden Bauwerk den Stempel von deutscher Präzision und Know-How aufdrücken.

So wird Deutschlands größter Projektmanager, Drees & Sommer, der schon für den Potsdamer Platz in Berlin oder die VW-Autostadt in Wolfsburg verantwortlich zeichnete, die Bauadministration vor Ort übernehmen. Als Architekt fungiert die SIAT GmbH, ein ehemaliges Tochterunternehmen von Siemens, die durch die größte freitragende Halle der Welt berühmt geworden ist. Die Innenausstattung liegt in den bewährten Händen des mehrfach ausgezeichneten Berliner Designbüros Bost.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt über den geschlossenen deutschen Hotelfonds DUBAI 1000, dessen Anteile seit Mitte Juni gezeichnet werden können. Für den Investor bietet sich damit eine überaus attraktive Anlageform, die nicht nur eine Partizipation an einem der wichtigsten Zukunftsstandorte der Welt bedeutet, sondern auch eine jährliche steuerfreie (!) Ausschüttung von 10% und mehr prognostiziert. Weitere Informationen dazu erhält man unter 02381 / 972 67 67 oder im Internet unter www.dubai1000.de