Goldene Schultüte für Ludger Rüping

Verband der Köche Deutschlands zeichnet erstmals bestes
Schulverpflegungs-Konzept aus

udger Rüping aus Düsseldorf gewinnt den
Wettbewerb des Verbandes der Köche Deutschlands e. V. (VKD) um das beste
Schulverpflegungs-Konzept 2011. Der Koch und Küchenmeister erhält den Pokal
„Goldene Schultüte“ am 13. Oktober 2011 von VKD-Vizepräsident Andreas
Becker, vom Juryvorsitzenden und VKD-Vorstand Klaus-Wilfried Meyer und
Jurymitglied Nadine Balzani, Geschäftsführerin der Gütegemeinschaft Ernährungs-
Kompetenz e. V. überreicht.

Täglich Mineralwasser, täglich Obst, täglich Gemüse, Fleisch, Fisch und
vegetarische Hauptgerichte variieren, Süßspeisen sind ebenso im Angebot, wie
Pizza und Pasta – so sieht ganz vereinfacht umrissen die Empfehlung des
Düsseldorfer Küchenmeisters Ludger Rüping für einen vierwöchigen Speiseplan
einer Schulmensa aus, die acht- bis 14-jährige Schüler vom Schulstart bis zum
Mittagessen mit Speisen und Getränken versorgt.

Erstmals hatte der Verband der Köche Deutschlands im Frühjahr 2011 zu einem
Wettbewerb mit dem Thema Schulverpflegung aufgerufen. Bei den theoretischen
Ausarbeitungen sollten die aktuellen Standards der Gesellschaft für gesunde
Ernährung (DGE) für die ausgewogene Ernährung von Kindern und Jugendlichen
berücksichtigt werden.

„Das Konzept des Siegers Ludger Rüping überzeugt vor allem durch die hohe
Sachkenntnis, die Akribie mit der alle Kritierien der Ausschreibung erfüllt wurden
und das überdurchschnittliche Engagement für das Thema Schulverpflegung“,
begründet der Juryvorsitzende und VKD-Vorstand Klaus-Wilfried Meyer die
Entscheidung der Juroren.

Neben ihm bewerteten Nadine Balzani von der Gütegemeinschaft Ernährungs-
Kompetenz, Dr. Dietlind Tittelbach-Helmrich von der Uni-Klinik Freiburg, Peter
Fabian, Ernährungsexperte Kupferzell, Bernd Brunkhardt, Referent beim Verband
der Köche Deutschlands sowie Angelika Kramer, Oecotrophologin beim VKD die
eingereichten Schulverpflegungs-Konzepte.

Den zweiten Platz erreicht das Konzept von Michael Kratz von Herby’s Party
Service Kraichtal. Mit Platz drei wird der Beitrag von Stephan Tappert und
seinem Team von der Fachklinik Tannenhof in Todtnauberg ausgezeichnet.

Der Sieger Ludger Rüping ist als Betriebs- und Küchenleiter in der Werkstatt für
angepasstes Arbeiten Düsseldorf tätig. Er erhält neben dem Pokal einen Gutschein
über 500 Euro für die Teilnahme an Seminaren des Verbandes der Köche
Deutschlands.

Die Auszeichnung des Preisträgers fand im Albrecht-Dürer-Berufskolleg
Düsseldorf mit 25 geladenen Gästen statt.

Jubiläums-Guide der Jeunes Restaurateurs erschienen

Deutschlands junge Spitzenköche werden 20 und präsentieren in ihrem Restaurant- und Hotelführer erstmals 60 Mitglieder

Jung, dynamisch und voller Tatendrang, so fühlen sich die Jeunes Restaurateurs und starten mit einer stattlichen Zahl von 60 Spitzenköchen – 39 aktiven und 21 Table d’Honneur-Mitgliedern – hoch motiviert in ihr Jubiläumsjahr 2011. Die Jubiläumsedition des Restaurant- & Hotelführers 2011, die im Übrigen gleich sieben neue Mitglieder enthält, ist ab sofort in allen Häusern und der Geschäftsstelle der Jeunes Restaurateurs erhältlich. Neben der Vorstellung aller Spitzenköche, ihrer Hotels und Restaurants enthält das 160-seitige Werk in Jubiläumsoptik Beiträge und Anekdoten aus zwei Jahrzehnten deutscher Kochkunst, so z.B. einen Beitrag von Ehrenmitglied Günter Schöneis, der die Vereinigung aus der Wiege gehoben hat.

Besonders stolz zeigt sich Präsident Patrik Kimpel über die Aufnahme sieben junger Spitzenköche: Markus Philippi vom Romantik Hotel Residenz am See und Ernst Karl Schassberger vom Romantik Hotel Schassberger Ebnisee sind in der Feinschmecker-Szene schon länger ein Begriff. Mit Ludger Helbig zählt nun auch das Alte Rentamt in Klingenberg zu den Jeunes Restaurateurs. Durch Alexandro Pape vom Fährhaus Munkmarsch auf Sylt kommt ein weiteres Zwei-Sterne-Haus hinzu und mit Anton Schmaus vom Historischen Eck ein besonders junges Gesicht, das auf Anhieb in allen namhaften Führern exzellent bewertet wurde. Zwei neue junge Spitzenköche im Osten des Landes komplettieren die Reihe – Sebastian Hadrys vom gleichnamigen Landhaus in Magdeburg und Frank Schreiber vom Goldenen Hahn in Finsterwalde.

Dass die Jeunes Restaurateurs seit ihrer Gründung im Jahr 1991 ein wirklicher Freundeskreis sind, der stets Positives in Sachen Genuss bewegt hat, zeigen neben den Meilensteinen der vergangenen 20 Jahre auch das gleichbleibend hohe Engagement Deutschlands junger Spitzenköche für junge, talentierte Nachwuchskräfte. So gibt es für Mitglieder des Gäste-Förderclubs auch in diesem Jahr eine wunderbare Kreuzfahrt der Sea Cloud Cruises zu gewinnen.

Feinschmecker erhalten die Jubiläumsedition des Restaurant- & Hotelführers 2011 kostenlos bei jedem Jeune Restaurateur, unter www.jre.de sowie in der Geschäftsstelle telefonisch unter 0721-91245-0 oder per E-Mail unter jre@organize.de.

Feinschmecker-Abend im Oberstdorf Haus, Kleinwalsertal

Zwölf Köche aus dem Oberallgäu und Kleinwalsertal laden zum zweiten „Walking-Dinner“ in das Oberstdorf Haus ein – 600 Gäste fordern Nachschlag

Unter Feinschmeckern gilt der Termin seit dem vergangenen Jahr als der absolute Höhepunkt des Jahres. Zwölf Köche kochen an ihren Ständen und präsentieren dadurch einen einmaligen Leistungsstand ihrer regionalen Küchen. Und genau das ist ihr Ziel: „Wir wollen damit für eine Küche demonstrieren, die in erster Linie unsere Essenskultur bewahrt, aber zweitens auch beweist, dass unsere Köche sehr wohl auch über den regionalen Tellerrand hinausschauen können,“ sagt einer der Sprecher der engagierten Köche, Ludger Fetz, vom Maximilians-Restaurant, Oberstdorf. Und wer die fast nicht enden wollende Speisekarte liest, der weiß, die Köche meinen es ernst.

Es war vergangenes Jahr eine ganz besondere Überraschung für die Feinschmecker des Oberallgäus und des Kleinwalsertals. Da luden plötzlich mehrere Köche gemeinsam zu einem Gourmetabend ein. An diversen Ständen kochten, brieten oder schmorten sie, was die Region an feinsten Lebensmitteln zu bieten hat. Dazu wurden an einem weiteren Stand die Weinfreunde mit leckersten internationalen Tropfen verwöhnt. Wie aus dem Nichts, entstand ein Festival der Genüsse für alle Sinne. Rund 600 Gäste kamen, staunten, schmeckten, probierten und schlemmten. Zum Ende hin forderten alle nur eines: Nachschlag! – Jetzt, ein Jahr danach, wird dieser serviert.

Nach dem phänomenalen Anklang beim Publikum legen die Köche in diesem Jahr noch einen schmackhaften Nachschlag oben auf. Zusätzlich bieten in diesem Jahr auch eigenständige Winzer vom Bodensee ihrer Erzeugnisse an, Peter Gerlach, vom Conditorei-Café Gerlach, verführt mit Nachtisch und die „Obere Mühle“ aus Bad Oberdorf serviert den über die Region hinaus bekannten Bio-Käse. Der Profi-Barmixer Walter Kaufmann verwöhnt die Gäste mit kreativen Cocktails. Kaffee, Cappuccino und Espresso wird serviert von Georg Beer, Fa. Eisenmann, Immenstadt.

Nachts, wenn alle anderen Feinschmecker schlafen…

In kleinen Gruppen finden sie sich zurzeit zusammen. Nachts, wenn längst alle anderen Feinschmecker im Bett liegen. Denn Köche haben ihre Freizeit erst nach 22 Uhr, wenn ihre Küchen geschlossen sind. Doch die Küchenmeister der Oberallgäu-Kleinwalsertal-Köche-Vereinigung haben in diesen Tagen auch nach 22 Uhr keine Freizeit. Denn sie tüfteln und probieren, stellen zusammen und schmecken ab. Zwölf Speisen plus Nachtisch und Käse müssen in eine Reihenfolge gebracht werden, ausgesucht und schließlich für gut befunden. Doppelungen sind ausgeschlossen, jeder Happen der während dem Feinschmeckerabend serviert wird muss einmalig sein. Dabei lassen sich die Köche nichts nachsagen. Von wegen, einfach servieren, was immer auf der Speisekarte steht. Der Ehrgeiz der Küchenchefs brennt. Klein aber fein ist das Credo, jedes Angebot gleicht einem kunstvollen Amuse Gueule und soll dies auch sein: Ein Gaumenschmeichler der ganz besonderen Art.

Bei Ludger Fetz, im „Maximilians Restaurant“ in Oberstdorf, laufen die Drähte zusammen. Er koordiniert, bis dass das Angebot stimmt: Zwei bis drei Vorspeisen, dann Zwischengerichte in überlegter Abwechslung zwischen Fisch- oder Fleischhäppchen, dann Nachspeisen und sowie Käse.

Run auf Karten

Vergangenes Jahr war die Erstveranstaltung ein Versuch. 600 Gäste waren die Bilanz. In diesem Jahr wird alles ein bisschen runder laufen. Das Prinzip „Walking Dinner“ bleibt, anders ist solch eine Veranstaltung kaum zu bewältigen. Schließlich müssen 600 Gäste betreut, d.h. rund 10.000 Teller, Löffeln, Gabeln usw. immer wieder abgeräumt, gespült und neu bereitgestellt werden; dies fordert hinter den Kulissen eine besondere logistische Leistung.

Der Vorverkauf bei den beteiligten Köchen hat begonnen, einen weiteren Vorverkauf ist möglich unter der Hotline 0172 742 1533. Der Eintrittspreis beträgt 38,- Euro.

Die beteiligten Köche

Jürgen Scharnagl, Scharnagls Alpenhof, Riezlern, Gemüse – Kartoffel – Gnocchi mit Trüffelkäse; Martin Jäger, Alpenhof Jäger, Riezlern, Wildpfeffer vom heimischem Rehbock mit gefüllter Pfannkuchenroulade und Steinpilzschaum; Jeremias Riezler, Walserstuba, Riezlern, Geschmortes Zwiebelfleisch vom Walser Milchkalb auf Pfifferlings-Polenta (auch vegetarisch ein Gedicht); Ludger Fetz, Maximilians, Oberstdorf, Lachsforelle – Karottenbrandat – Mohn-Karotten-Vinaigrette; Thomas Eisenhauer, Obere Mühle, Bad Oberdorf, Ochsenschwanzlasagne; Uli Alexa, Terrassenhotel Isny, Latte macchiato von Zuckererbsen und Parmesan mit Tomatensalsa; Ludwig Mittermeier, Traube Thalkirchdorf, Holunderblütenparfait mit Erdbeer-Minzragout; Axel Kulmus, Landgasthof Rössle, Wiesenschaumsüppchen mit Pfifferling und Hirschkalbsmaultasche, Stiefenhofen; Peter A. Strauss, Königliches Jagdhaus, Oberstdorf, Marinierte Spanferkelsülze, Beluga-Berglinsen, Petersilien-Wasabi Espuma, Wildkräuter; Peter Redlich, Oytalhaus, Oberstdorf, Bayrisches Weißbier-Tiramisu mit Almdudlerschaum und Chili-Himbeermark; Siegfried Hohenegg, Löwen, Burgberg; Anton Lanz, Krebsmaultäschle, Restaurant Lanz, Hergensweiler.

Städte der Genüsse – Essen

HR, Montag, 22.06., 16:30 – 17:00 Uhr

Essen, die Metropole des Ruhrgebiets, hat mit den Industriebrachen einen der interessantesten Kulturstandorte zu bieten. Das Casino Zollverein auf dem Gelände des Weltkulturerbes ist eine der kulinarischen Anlaufpunkte der Region. Mit der Fusion regionaler und internationaler Kochstile wird hier eine ganz neue ‚Ruhrpottküche‘ kreiert. Sternekoch Henri Bach erschafft in seinem Restaurant im Hotel Résidence eine wunderbar kreative und gleichzeitig regionsbewusste Küche. Die vielen Migranten, die einst der Arbeit wegen ins Ruhrgebiet gekommen sind, haben natürlich auch ihre Küche mitgebracht. Im ‚Tablo‘ findet man die leichte, die interessante, die neue türkische Küche. Marcos rollende Eisdielen bringen seit vierzig Jahren italienisches Eis in jedes Viertel der Stadt. Das Ruhrgebiet, einst eine dunkle und graue Region, ist grün, sonnig und ökologisch ganz weit vorne. In Essen hat sich ein Bienenpfleger zum Ziel gesetzt, die vom Aussterben bedrohten Bienenvölker zu kultivieren und gesunden und leckeren Honig zu produzieren. In der Ökobäckerei Troll wird Honigkuchen daraus gebacken. Die Bäckerei Troll ist eine der ältesten Biobäckereien der Region. Für einen wirklich leckeren Sonntagsbraten bietet das Lamm von Bauer Unterhansberg beste Qualität. Aber nicht nur auf kulinarischem Gebiet sind das Ruhrgebiet und Essen ganz weit vorn. Einer der beliebtesten deutschen Komiker und Kabarettisten hat ein eigenes Theater in der Stadt: Ludger Stratmann, der Hausarzt des Reviers. 1992 machten Ludger Startmann und sein Bruder aus dem ehemaligen Amerikahaus das Europahaus mit gastronomischem Betrieb und einem 300-Plätze-Theater.

Kleines Lexikon der Küchenirrtümer

Schont die Nudel! Schluss mit dem Abschrecken!

Der Hobbykoch und Lebensmittelexperte Ludger Fischer stellt überlieferte Küchenweisheiten auf den Prüfstand und kommt zu dem Schluss: Kaum zu glauben, was wir beim Zubereiten und Aufbewahren von Nahrungsmitteln so alles falsch machen.

Dass man Fleisch heiß anbraten muss, damit es bei geschlossenen Poren schön saftig bleibt, ist bekannt. Dumm nur, dass Fleisch überhaupt keine Poren hat … Aber auch Klassiker wie »Aufgetautes Fleisch darf man nicht wieder einfrieren«, »Eier müssen abgeschreckt werden« oder »Nudelwasser muss sprudeln« gehören nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft in die (Bio-)Tonne.

Ludger Fischer hat sich zusammen mit Sandro Bedin die lange Liste der unumstößlichen Küchenregeln vorgenommen, um sie auf Herz und Nieren zu prüfen. Sprachgewandt, wissensgesättigt und mit trockenem Humor trennt er bei den überlieferten Mythen die Spreu vom Weizen — nicht nur, weil man in der Küche viel Zeit und Geld sparen kann, sondern weil durch falsche Lagerung und Zubereitung das wahre Nährwert- und Geschmackspotenzial von Lebensmitteln zu oft verschenkt wird.

Ludger Fischer
Kleines Lexikon der Küchenirrtümer
240 Seiten
14.95 Euro, 24.90 sFr
978-3-8218-5700-8 (Bestelllink)

Die BZ, Berlin, hat die wichtigsten Küchenirrtümer aufgelistet:
1. Alkohol verdampft beim Kochen
Zum Glück nicht! Jedenfalls nicht so schnell wie Sie es vielleicht erwarten würden. Was einen Braten in Burgundersoße ausmacht, sind die zarten Aromen, die vom Alkohol gebunden und weitergetragen werden. Alkohol ist durchaus nicht so flüchtig wie es vielleicht erscheint. Reiner Alkohol (und nur reiner) siedet schon bei 78 Grad. Mischungen aus Alkohol mit anderen Flüssigkeiten wie Wasser aber erst knapp vor 100 Grad. Vorsicht also, wer für Kinder kocht.
2. Muscheln nur in den Monaten mit „R“ essen
Heute werden Miesmuscheln spätestens 48 Stunden nach dem Fischen serviert. Gekühlter Transport und Lagerung machen es möglich. In jedem Monat.
3. Mehl muss gesiebt werden
Früher war alles besser, nur das Mehl nicht. Früher befanden sich im Mehl gelegentlich Käfer und Fremdstoffe, außerdem waren dem Mehl keine Trennmittel zugesetzt, Feuchtigkeitsschwankungen führten gelegentlich zum Verklumpen. Manche Menschen glauben auch, gesiebtes Mehl ergebe lockerere Backwaren. Das trifft natürlich nicht zu, weil Mehl in einem Teig nicht locker bleibt. Fürs Lockere sind Treibmittel und Proteine verantwortlich.

Lesen Sie 25 weitere Küchenirrtümer in der BZ oder alle in Fischers Buch:
http://www.bz-berlin.de/archiv/kaffee-trocknet-sie-nicht-aus-und-brauner-zucker-ist-nicht-gesuender-als-weisser-article480825.html

Städte der Genüsse

WDR, Mittwoch, 11.02. um 09:20 Uhr

Städte der Genüsse

Essen

Essen ist die Metropole des Ruhrgebiets und wird im Jahre 2010 stellvertretend für das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt werden. Dafür putzen die Stadt und die ganz Region sich heraus. Mit den Industriebranchen, zu denen die Zeche Zollverein als das Vorzeigeprojekt einer gelungenen Umstrukturierung eines alten Industriebetriebes zählt, hat Essen einen der interessantesten Kulturstandorte zu bieten. Das Casino Zollverein auf dem Gelände des Weltkulturerbes ist eine der kulinarischen Anlaufpunkte der Region.
Mit der Fusion regionaler und internationaler Kochstile wird hier eine ganz neue „Ruhrpottküche“ kreiert. Sternekoch Henri Bach, ebenfalls eine Ruhrgebietsinstitution, erschafft in seinem Restaurant im Hotel Résidence eine wunderbar kreative und gleichzeitig regionsbewusste Küche. Die vielen Migranten, die einst der Arbeit wegen ins Ruhrgebiet gekommen sind, haben natürlich auch ihre Küche mitgebracht. Im Tablo findet man die neue türkische Küche.
Das Ruhrgebiet ist auch das deutsche Mekka des italienischen Eises. Marcos rollende Eisdielen bringen seit 40 Jahren italienisches Eis in jedes Viertel der Stadt. Wer noch immer glaubt, dass das Ruhrgebiet eine dunkle und graue Region ist, der wird es aus einer anderen Perspektive kennen lernen. Das Ruhrgebiet ist grün, sonnig und ökologisch ganz weit vorne. In Essen gibt es einen Bienenpfleger, der sich zum Ziel gesetzt hat, die vom Aussterben bedrohten Bienenvölker zu kultivieren und gesunden und leckeren Honig zu produzieren. In der Ökobäckerei Troll wird Honigkuchen daraus gebacken. Die Bäckerei Troll ist eine der ältesten Biobäckereien des Reviers. Und wer einen wirklich leckeren Lammbraten möchte, bestellt das Lamm bei Bauer Unterhansberg. In Essen kommen Leckermäuler auf ihre Kosten. Aber nicht nur auf kulinarischem Gebiet sind das Ruhrgebiet und Essen ganz weit vorn. Einer der beliebtesten deutschen Komiker und Kabarettisten hat ein eigenes Theater in der Stadt: Ludger Stratmann, der Hausarzt des Ruhrpotts und bekannt aus der WDR-Sendung „Stratmanns – Jupp's Kneipentheater im Pott“. Im Jahre 1992 machten Ludger Stratmann und sein Bruder aus dem ehemaligen Amerikahaus das Europahaus mit Gastronomischem Betrieb und einem 300-Plätze-Theater. Mit seinen Programmen zelebriert Doktor Stratmann als Jupp im Wartezimmer die pathologischen Auswüchse der Humanmedizin.

Städte der Genüsse

WDR, Samstag, 07.02. um 17:25 Uhr

Städte der Genüsse

Essen

Essen ist die Metropole des Ruhrgebiets und wird im Jahre 2010 stellvertretend für das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt werden. Dafür putzen die Stadt und die ganz Region sich heraus. Mit den Industriebranchen, zu denen die Zeche Zollverein als das Vorzeigeprojekt einer gelungenen Umstrukturierung eines alten Industriebetriebes zählt, hat Essen einen der interessantesten Kulturstandorte zu bieten. Das Casino Zollverein auf dem Gelände des Weltkulturerbes ist eine der kulinarischen Anlaufpunkte der Region. Mit der Fusion regionaler und internationaler Kochstile wird hier eine ganz neue „Ruhrpottküche“ kreiert. Sternekoch Henri Bach, ebenfalls eine Ruhrgebietsinstitution, erschafft in seinem Restaurant im Hotel Résidence eine wunderbar kreative und gleichzeitig regionsbewusste Küche. Die vielen Migranten, die einst der Arbeit wegen ins Ruhrgebiet gekommen sind, haben natürlich auch ihre Küche mitgebracht. Im Tablo findet man die neue türkische Küche. Das Ruhrgebiet ist auch das deutsche Mekka des italienischen Eises. Marcos rollende Eisdielen bringen seit 40 Jahren italienisches Eis in jedes Viertel der Stadt. Wer noch immer glaubt, dass das Ruhrgebiet eine dunkle und graue Region ist, der wird es aus einer anderen Perspektive kennen lernen. Das Ruhrgebiet ist grün, sonnig und ökologisch ganz weit vorne. In Essen gibt es einen Bienenpfleger, der sich zum Ziel gesetzt hat, die vom Aussterben bedrohten Bienenvölker zu kultivieren und gesunden und leckeren Honig zu produzieren. In der Ökobäckerei Troll wird Honigkuchen daraus gebacken. Die Bäckerei Troll ist eine der ältesten Biobäckereien des Reviers. Und wer einen wirklich leckeren Lammbraten möchte, bestellt das Lamm bei Bauer Unterhansberg. In Essen kommen Leckermäuler auf ihre Kosten. Aber nicht nur auf kulinarischem Gebiet sind das Ruhrgebiet und Essen ganz weit vorn. Einer der beliebtesten deutschen Komiker und Kabarettisten hat ein eigenes Theater in der Stadt: Ludger Stratmann, der Hausarzt des Ruhrpotts und bekannt aus der WDR-Sendung „Stratmanns – Jupp's Kneipentheater im Pott“. Im Jahre 1992 machten Ludger Stratmann und sein Bruder aus dem ehemaligen Amerikahaus das Europahaus mit Gastronomischem Betrieb und einem 300-Plätze-Theater. Mit seinen Programmen zelebriert Doktor Stratmann als Jupp im Wartezimmer die pathologischen Auswüchse der Humanmedizin.

Tim Mälzer beim Kölnertreff

WDR, Freitag, 15.08., 21:45 – 23:10 Uhr

Ludger Stratmann
Kürzlich feierte der ‚Lacharzt für Gemeinheit‘ seinen 60. – Ludger Stratmann hat also allen Grund, über die Befindlichkeiten im fortgeschrittenen Alter zu philosophieren. Seit 2001 begeistert der Mediziner und Kabarettist das WDR-Publikum regelmäßig mit der Comedy-Sendung ‚Stratmanns -Jupps Kneipentheater im Pott‘. Und wer davon auch nur eine Ausgabe gesehen hat, ahnt, dass dem Mann aus dem Ruhrgebiet auch zum Thema Älterwerden einige treffsichere Pointen einfallen werden.

Kalle Pohl
Er war Polizeihauptwachmeister, studierte klassische Gitarre und stieß 1997 zum Team der TV-Comedy 7 Tage, 7 Köpfe: Seitdem gehört der in Düren geborene Kalle Pohl zu den beliebtesten Comedians in Deutschland. Sein Bühnenprogramm ‚Kalles Kiosk‘ inspirierte Kritiker zum Vergleich mit Heinz Erhardt, nicht minder großes Lob gab es für sein Spiel in dem Theaterstück ‚Norman, bist Du es?‘, das 2007 in der Düsseldorfer Komödie aufgeführt wurde und mit dem er ab September auf Tournee geht.

Stefanie Tücking
Wer ihren Namen hört, denkt zwangsläufig an die legendäre Musiksendung Formel Eins: Die moderierte Stefanie Tücking stolze 80 Folgen lang. Seit dem 15. Juli präsentiert sie sich dem TV-Publikum ausgesprochen sportlich. In ‚F.I.T. – Freizeit ist Tücking‘ stellt sie gemeinsam mit einem Fitness-Experten und einem prominenten Gast attraktive Freizeitaktivitäten vor und probiert sie auch gleich selbst aus, darunter Tauchen, Rafting, Salsa-Aerobic und Abseilen im Wasserfall.

Tim Mälzer
Er ist einer der bekanntesten Köche der Bundesrepublik und hat Millionen von Zuschauern mit Rezepten versorgt. Doch auch außerhalb der TV-Koch-Studios setzt Tim Mälzer Akzente. Derzeit plant er die Eröffnung eines neuen Restaurants, engagiert sich für besseres Essen an Deutschlands Schulen, stellt sich für den guten Zweck ins Fußballtor und donnerte letztens als Co-Pilot von Christian Danner über den Hockenheimring. Und Zeit für ein etwas exzentrisches Hobby findet Tim Mälzer auch noch: Er sammelt Topflappen.

Jostabeere

Erfrischende Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeere

Es müssen nicht immer Erdbeeren sein. Neben dem Klassiker haben auch weniger bekannte Beerensorten einiges zu bieten. Die Jostabeere beispielsweise. Sie ist – wie der Name schon verrät – eine Kreuzung zwischen der schwarzen Johannisbeere und der Stachelbeere. Die glatthäutigen, braunroten bis fast schwarzen Früchte wachsen an stachellosen Sträuchern. Sie sind rundlich und nicht ganz so groß wie Stachelbeeren.

Die schwarze Johannisbeere hat ihrem Abkömmling einen hohen Vitamin C-Gehalt vererbt, der bei etwa 100 Milligramm pro 100 Gramm Rohware liegt. Auch die farbgebenden Anthocyane in der Schale kommen von der Johannisbeere. Diese zählen zu den gesundheitsförderlichen sekundären Pflanzenstoffen, durch die sich Beerenfrüchte auszeichnen. Die Jostabeere ist nicht nur gesund, sie bietet auch ein neues Geschmackserlebnis. Das köstliche Aroma der Stachelbeere harmoniert mit einer feinen Säure, unaufdringlich ergänzt durch den typischen Geschmack der schwarzen Johannisbeere. Dabei fehlt deren charakteristischer Geruch, da die Jostabeere keine Öldrüsen mehr besitzt.

Die Jostabeere gibt es bereits seit etwa 30 Jahren. Ihre Früchte können Anfang bis Mitte Juli geerntet werden. Allerdings bleiben sie bis zur Vollreife fest am Strauch haften, was die Ernte erschwert. Aus diesem Grund gibt es bis heute keinen Erwerbsanbau, so dass man die Beeren kaum im Handel findet, vielleicht gelegentlich auf regionalen Märkten. „Die Jostabeere ist typisch für den Hobbybereich“, sagt Ludger Linnemannstoens, Versuchsleiter im Gartenbauzentrum Straelen/Köln-Auweiler der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. „Sie ist eine vitale, wüchsige Pflanze, die unkompliziert zu halten ist – außerdem sehr widerstandsfähig, zum Beispiel gegenüber Mehltau.“

Frisch geerntet lässt sich die Jostabeere zu aromatischen Konfitüren und Gelees verarbeiten. Der hohe Pektingehalt erleichtert das Gelieren. Man kann auch Saft aus ihr herstellen oder sie direkt einfrieren – immer vorausgesetzt, es bleibt noch etwas übrig, denn die direkte „Verarbeitung“ vom Strauch in den Mund ist erfrischend und lecker!
(Kirsten Jänisch-Dolle)

Abenteuer Alltag – so leben wir Deutschen

‚Curry-Heini‘ – so heißt der Kult-Imbiss im Ruhrgebiet! Die Pommesbude in Waltrop ist eine Institution, wenn es um Currywurst, Hähnchen und Bouletten geht. Und wer außer ‚Pommes Rot-Weiß‘ auch noch eine deftige Portion Ruhgebiets-Charme will, der ist in Ludger Hövels Familienbetrieb genau richtig. Und das ist auch einem Mann zu Ohren gekommen, der um Imbissbuden normalerweise einen berufsbedingten Bogen macht: Sternekoch Stefan Manier braucht neue Inspiration …

Kabel1, Freitag, 04.01., 16:45 – 17:15 Uhr