TripIndex Cities: Kostenvergleich einer Drei-Tages-Reise

Welcher Städtetrip ist besonders günstig?

Berlin, Lissabon oder Warschau eignen sich besonders für eine Kurzreise im Sommer. Das verrät der aktuelle TripIndex Cities von TripAdvisor. Die weltweit größte Reise-Website* hat dabei die typischen Kosten für eine dreitägige Reise in 40 Metropolen weltweit während der Hauptreisezeit ermittelt. Die deutsche Hauptstadt schafft es dabei unter die Top Ten der günstigsten Städte, Wien ist mit Platz 17 ebenfalls im preiswerten Mittelfeld.

Der TripIndex Cities nimmt die klassischen Kosten für einen dreitägigen Kurztrip in den Monaten Juni bis August in 40 touristisch gefragten Städten unter die Lupe. In der Kalkulation, die mithilfe des Marktforschungsinstituts Ipsos durchgeführt wurde, sind für zwei Personen aufgeschlüsselt: Drei Nächte im Vier-Sterne-Hotel, Besuch von drei Sehenswürdigkeiten, Mittagessen sowie Dinner pro Tag und Taxifahrten am Abend1.

Sparen in Asien
Wer besonders auf seine Reisekasse Acht geben möchte, sollte die asiatischen Metropolen anvisieren: Fünf der zehn günstigsten Städte in der Sommersaison liegen auf diesem Kontinent, allen voran Hanoi. Die vietnamesische Hauptstadt mit kolonialem Charme punktet mit relativ preiswerten Essens- und Hotelkosten, das Komplett-Paket für drei Tage kostet hier rund 650 Euro. TripAdvisor-Reisende empfehlen für die Übernachtung das Hanoi La Siesta Hotel & Spa buchbar auf der Website für durchschnittlich 68 Euro pro Nacht, nicht entgehen lassen sollte man sich vor Ort eine Hanoi Street Food Tour. Drei Tage zu zweit für unter 800 Euro sind in Bangkok und Mumbai möglich, wo Übernachtung, Essen, Taxi und Attraktionen rund 730 Euro beziehungsweise 755 Euro kosten. Kuala Lumpur in Malaysia und Manila auf den Philippinen schlagen dagegen für das gleiche Paket mit rund 816 Euro respektive 825 Euro zu buche.

Erschwinglich durch Europa – Warschau top bei Attraktionen
Wer lieber in Europa bleiben möchte, für den empfiehlt sich ein Blick auf Warschau, wo der Besuch von Sehenswürdigkeiten im Vergleich zu den anderen Städten im Ranking besonders günstig ist. Insgesamt sollten zwei Reisende bei einem dreitätigen Aufenthalt mit Gesamtkosten von zirka 660 Euro in Polens Hauptstadt rechnen. Als preiswerten und guten Platz zum Übernachten schätzt die Reise-Community das Boss Hotel für 61 Euro, buchbar über TripAdvisor. Sehenswert vor Ort ist die Tour Warschau – Blick hinter die Kulissen. Ebenfalls zu den zehn günstigsten Städten zählen laut TripIndex Cities das portugiesische Lissabon, wo sich die Preise für Hotel, Essen, Taxi und Attraktionen auf rund 810 Euro belaufen, und Berlin. Deutschlands Hauptstadt lockt mit Gesamtkosten von zirka 830 Euro und einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, worunter einige vor kurzem mit dem Travellers‘ Choice Awards für Wahrzeichen ausgezeichnet wurden.
„Kurzreisen sind zu jeder Jahreszeit sehr gefragt, gerade im Sommer locken viele Metropolen mit einer Vielzahl an Freizeitaktivitäten im Freien. Unser Kostenvergleich verrät, wo Reisende am meisten für ihr Geld bekommen. Der Clou mit dem TripAdvisor-Preisvergleich können auch Liebhaber der etwas kostenintensiveren Städte attraktive Hotel- und Flugangebote einfach finden und buchen“, sagt Pia Schratzenstaller, Pressesprecherin bei TripAdvisor in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Sparschwein plündern für New York, Dubai und Zürich
Reisende, die es nach Dubai, New York oder Zürich zieht, sollten eine größere Reisekasse einplanen. So schlägt das Gesamt-Paket von Hotel, Essen, Taxi und Attraktionen für zwei Personen in Dubai mit rund 1.360 Euro zu buche, im Big Apple sind es bereits zirka 1.700 Euro und in der Stadt am Zürichsee rund 1.737 Euro. Schweiz-Besucher empfehlen das 25hours Hotel Zurich West, buchbar für 184 Euro über die Reise-Webseite, sparen lässt es sich bei der kostenfreien Zürich Walking Tour.

www.tripadvisor.de

Fisch-Gourmet-Festival in Lissabon

Im April verwandelt sich Lissabon in das Mekka für Fisch-Gourmets. Beim Peixe em Lisboa („Fisch in Lissabon“) dreht sich vom 9. bis 19. April alles rund um Köstlichkeiten aus dem Meer. Kochshows, Verköstigungen, ein Gourmetmarkt mit landestypischen Köstlichkeiten und Live-Musik bilden das Rahmenprogramm für das Festival.

Auch viele der Lissabonner Restaurants schließen sich dem Festival an. Wer noch nie in den berühmten Restaurantvierteln Lissabons gespeist hat, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

www.peixemlisboa.com (in englischer Sprache)

Lissabon

Urlaubsvergnügen für jeden Geldbeutel

Verzichten wollen die meisten Menschen in ihrem Urlaub nur ungern. Ob Luxusliebhaber, Familien mit Kindern oder Reisende mit kleinem Budget – in Lissabon findet jeder ein Angebot, das den persönlichen Bedürfnissen entspricht und es ist für alle Geldbeutel etwas dabei: Von trendy Hostels bis zur Luxusherberge, vom Sternerestaurant bis zum einfachen „Tasca“, von exklusiven Boutiquen bis zu kleinen Shops.

Für Sparfüchse: gut und günstig in Lissabon
Viele kostenlose Veranstaltungen, preiswerte Herbergen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ermöglichen jedem Besucher, die Stadt am Tejo kostengünstig kennenzulernen.

In allen Tourismusinformationen am Flughafen und in der Stadt erhalten Urlauber nützliche Informationen über Lissabon, die dortigen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen sowie die Lisboa Card, die eine kostenfreie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sowie freie Eintritte für Museen und Denkmäler ermöglicht. Insgesamt sind rund 100 Partner an Ermäßigungen beteiligt, darunter Schlösser, Burgen und Klöster, Museen sowie zahlreiche Aktiv-Programme. Darüber hinaus verfügt Lissabon über eine Vielzahl an günstigen Restaurants, Hotels und Hostels – von denen 2014 insgesamt sechs in der Kategorie „Best Medium Hostels“ von hostelword.com zu den besten Jugendherbergen der Welt gewählt worden sind. Auch der Flug nach Lissabon muss nicht teuer sein: Zahlreiche Low-Cost-Airlines wie zum Beispiel EasyJet, Air Berlin, Germanwings und Ryanair fliegen Lissabon regelmäßig an.

Luxus für Genießer
Wer sich eine luxuriöse Auszeit gönnen möchte, schläft in einem der insgesamt 31 Fünf-Sterne-Hotels in Lissabon und Umgebung. Auf Fans von Luxus-Designermode übt die Allee Avenida da Liberdade eine magische Anziehungskraft aus, denn hier reihen sich Boutiquen von Louis Vuitton, Prada, Armani, Tod´s, Burberry & Co. aneinander. Feinschmecker, die ihren Urlaub gerne mit einem Besuch beim Spitzenkoch krönen möchten, finden in Lissabon neben den drei Sterne-Restaurants „Feitoria“, „Belcanto“ und „Eleven“ weitere exquisite Adressen, die den Gaumen rundum verwöhnen. Golfer kommen in Lissabon ebenfalls auf ihre Kosten: Von den insgesamt 18 Golfplätzen zählen einige zu den besten der Welt. Die abwechslungsreichen und bestens gepflegten Anlagen liegen alle in reizvollen Landschaften und kaum mehr als 30 bis 60 Autominuten von der pulsierenden Metropole entfernt. Exklusive Sightseeing-Touren, Helikopter- oder Katamaran-Trips, Chaffeur-Services und Limousinen-Transfers runden den Luxusurlaub ab.

www.visitlisboa.com

Und wenn man in Lissabon ist, muss man unbedingt ins Belcanto gehen! Hier unsere Fotos: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151936386788124.1073741879.168996673123&type=3

Kreuzfahrt mit Sherry Workshop

Auf einer Kreuzfahrt entlang der Kanaren und Azoren im Juni 2015 wartet ein ganz besonderes kulinarisches Highlight auf die Gäste der EUROPA 2: Riccardo Asti und Stefan Metzner vom Restaurant “Marais Soir“ laden zu Genusshandwerkerworkshops zum Thema Sherry in die Miele Kochschule ein. Der Koch und der Sommelier sind die Gewinner des deutschen Vorentscheids der Copa Jerez 2014/2015 und widmen sich an Bord der EUROPA 2 gemeinsam mit den Gästen den Geheimnissen des südspanischen Weins.

Nicht nur die Teilnahme am internationalen Finale der Copa Jerez gewannen Riccardo Asti und Stefan Metzner, als sie das deutsche Finale am 17. September 2014 in Köln für sich entschieden. Zusätzlich wartet auf die beiden Sherry-Experten eine Mitreise als Genusshandwerker an Bord der EUROPA 2. Die Reise führt im Juni von Lissabon aus über die Kanaren und Azoren. Während dieser Reise bieten sie den Gästen in der bordeigenen Kochschule sowohl eine Sherry Degustation als auch ein Sherry Menü an und verraten die eine oder andere wissenswerte Information aus erster Hand. Während ausgewiesener „Genusshandwerker-Reisen“ haben Gäste der EUROPA 2 die Möglichkeit, im Rahmen von Workshops, geleitet von Gourmet-Experten, Tipps und Tricks vom Profi zu erlangen und diese direkt unter Anleitung in der Praxis auszuprobieren.

Der internationale Sherry Wettbewerb Copa Jerez rief in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal deutsche Köche und Sommeliers zum kreativen Foodmatching auf. Gefragt sind dabei Ideen, die im Duo kreiert werden und die Sherry als idealen Begleiter zu Gerichten und Menüfolgen und für die Zubereitung kulinarischer Köstlichkeiten darstellen. Während der Endrunde des deutschen Vorentscheides am 17. September in Köln traten drei Zweierteams gegeneinander an und präsentierten der Jury ihre Menüs, die in der Vor- Haupt- und Nachspeise mit unterschiedlichen Sherry Sorten angereichert wurden. Das internationale Finale, an dem dann auch Riccardo Asti und Stefan Metzner teilnehmen werden, findet am 26. Mai 2015 in Jerez/Spanien statt.

Genusshandwerkerreise mit Riccardo Asti und Stefan Metzner: 14.06. bis 27.06.2015 (13 Tage) von Lissabon über Casablanca, Agadir, Arrecife, Santa Cruz de Tenerife, Santa Cruz de la Palma, Funchal, Praia da Vitoria und Ponta Delgada nach Lissabon, ab 6.580 Euro pro Person inkl. An- und Abreise aus Deutschland

www.hl-kreuzfahrten.de

Berlin ist familienfreundlichste Stadt Europas

HouseTrip-Analyse vergleicht Ökologie, Wirtschaft und Sicherheit in europäischen Städten um beste Stadt für einen City Trip zu finden

Housetrip.de, eine der größten Internetseiten für die Buchung von Ferienhäusern und -wohnungen, hat 15 europäische Großstädte genauer unter die Lupe genommen, um die beste City für einen Städtetrip ausfindig zu machen. Gewinnerin ist – BERLIN.

Normalerweise sind Städtereisen vor allem bei Paaren eine beliebte Urlaubsform, aber auch Familien können – wenn sie die richtige Stadt wählen – einen tollen Aufenthalt mit Kindern verbringen.

Die Analyse von Housetrip hat verschiedene Faktoren untersucht, die für Familien generell eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören Grünanlagen und Luftverschmutzung, Sicherheitsaspekte sowie kulturelle Angebote und Preise. Das beste Gesamtergebnis konnte die deutsche Hauptstadt für sich verzeichnen – wenig Verschmutzung und viele Grünflächen für die Kinder, eine große Anzahl an kulturellen und kinderfreundlichen Angeboten sowie eine gute Sicherheitslage.

Top 5 der familienfreundlichsten Städte in Europa
Berlin
Valencia
Budapest
Lissabon
Madrid

Die Untersuchung zeigte eine Reihe von interessanten Erkenntnissen, die Familien helfen, die richtige Stadt für ihren Kurztrip zu finden. Stockholm hat den Spitzenplatz als die grünste Stadt (55 Prozent der Stadt bestehen aus Grünflächen) und mit dem niedrigsten Verschmutzungsgrad. Auf den weiteren Plätzen folgen Berlin und Dublin. Paris präsentiert sich erwartungsgemäß mit dem größten kulturellen Angebot, gefolgt von London.

Sicherheit ist vor allem für Eltern ein zentrales Thema. Valencia zählt in Europa zu den sichersten Städte, noch vor Berlin und Amsterdam. Am günstigsten wird der Familienausflug nach Budapest. Dort kostet beispielsweise ein Gericht in einem Restaurant im Durchschnitt knapp fünf Euro.

„Reisen mit der Familie kann mitunter stressig werden, aber wenn man schon im Vorfeld gewisse Punkte berücksichtigt, werden sicher alle Familienmitglieder einen schönen Städteurlaub haben“, so Arnaud Bertrand, Präsident von Housetrip im Gourmet Report Gespräch. „Wir bei Housetrip wollen den Eltern gern bei der Suche nach einer perfekten Unterkunft unterstützen und hoffen, dass unsere Analyse helfen kann, die richtige Stadt für den City Trip zu finden.“

www.HouseTrip.de

Dieter Koschina, Juan Amador und Erlantz Gorostiza in Porto

Die kulinarische Reise „Route of Stars“ macht auch dieses Jahr wieder halt in Porto: Vom 05. bis 07. Juni 2014 wird Porto kulinarisch erleuchtet, denn vierzehn europäische Sterne-Köche treffen sich zu einem exzellenten gastronomischen Erlebnis im Luxusweinhotel The Yeatman. Während dieser Reise stehen nicht nur die ausgezeichneten Gerichte, sondern auch die außergewöhnlichen Hotels und Restaurants des pulsierenden Landes Portugal im Vordergrund.

Drei Tage lang haben Kulinarik-Liebhaber die Möglichkeit, außergewöhnliche Gerichte der Michelin-Stern gekrönten Chefköche zu probieren und ihren Gaumen verwöhnen zu lassen. Mit drei unterschiedlichen Abendevents – von einer lockeren Küchenparty über das Dinieren mit den Küchenchefs bis hin zur gesetzten Dinner-Gala – spricht man alle Geschmäcker an. Als preisgekröntes Hotel mit höchstem Anspruch an Gastronomie und Wein bietet das The Yeatman die ideale Kulisse für dieses exklusive Ereignis.

Das fantastische Line-up von ausgezeichneten Köchen wird angeführt vom Chefkoch des Yeatman Ricardo Costa, Liebling der Feinschmecker im Norden Portugals und Gewinner des ersten Michelin-Sterns für das The Yeatman im November 2011. Ricardo Costa wird unter anderem an der Seite des österreichischen Chefkochs, Dieter Koschina, vom Hotel „Vila Joia“ (Albufeira) und dem in Deutschland lebenden 3-Sterne-Koch, Juan Amador, vom Restaurant „Amador“ (Mannheim) kochen. Weiterhin dabei sind Michel van der Kroft („T Nonnetje“, Harderwijk), Miguel Vieira („Costes“, Budapest), José Antonio Campoviejo („El Corral del Indianu“, Asturias), Jordi Esteve („Nectari“, Barcelona), Benoit Sînthon („Il Galo d’Oro“, Funchal), Henrique Sá Pessoa („Alma“, Lissabon), Marlene Vieira („Avenue“, Lissabon), Paulo Morais („Umai“, Lissabon), Rui Costa („Marbela“, Esposende), Erlantz Gorostiza („MB“, Teneriffa) und Miguel Gameiro (Lissabon).

Allen Interessenten, die an diesem starbesetzten Kulinarik-Erlebnis teilnehmen möchten, offeriert das The Yeatman, neben verschiedenen Dinner-Varianten, ein Sommerangebot mit Preisen im Doppelzimmer ab € 295 pro Nacht. Die exquisiten Dinner während der „Route of Stars“ sind auch separat erhältlich.

Die „Route der Stars“- Specials
5. Juni 2014: Dinner mit den Küchenchefs
Bei diesem speziellen Menü, das Kulinarik und Wein in perfekter Weise kombiniert, wird der Gast mit fünf Chefköchen persönlich dinieren. € 95/Person inkl. Wein.

6. Juni 2014: „Route of Stars“-Küchenparty
Bei der Küchenparty ist der Gast unmittelbar im Geschehen und kann den neun Chefköchen bei der Zubereitung seines individuellen Gerichts auf die Hände schauen. € 110/Person inkl. Wein.

7. Juni 2014: Grand Finale
Das exklusive Menü mit allerfeinsten Zutaten bietet die einmalige Chance, verschiedenste Gerichte von ausschließlich 2- und 3-Sterne-Köchen zu genießen. € 200/Person inkl. Wein.

Das Sommer-Paket beinhaltet zwei Übernachtungen in einem Superior Room mit Terrasse und Panoramaausblick inklusive Frühstück, kostenlosem Zugang zum Spa- und Wellbeing-Bereich sowie 20% Rabatt auf alle Spa-Behandlungen; Preis ab € 295 pro Nacht.

www.theyeatman.com

Restaurantkritik Belcanto, Lissabon, 2 Sterne Michelin

Belcanto ist das 1 Sternerestaurant von Jose Avillez. Avillez hat sich in Lissabon ein kleines Gastro-Imperium aufgebaut. Von der Pizzaria – ja mit „a“ in der Mitte – über eine Cantinha und einem Cafe Lisboa bis zum renommierten Sterne Restaurant „Belcanto“.
Es brauchte drei emails im Oktober, um einen Tisch für drei zu reservieren. Drei, nicht zwei.

Als wir dann pünktlich um 13 Uhr da waren, wurde ich gefragt, warum wir zu Dritt sind, aber für zwei reserviert haben. Danach wurden wir in der Mitte des Restaurants vor einem Bücherschrank in einem Wartebereich platziert. Mäntel wurden uns nicht abgenommen. Das Restaurant ist ein großer Saal, bei denen die Tische relativ enggestelt sind. Wir warteten, dass uns mal ein Glas Sekt o.ä. angeboten wird. Wurde nicht. Dann kam die Empfangsdame wieder und führte uns an den Toiletten und der Küche vorbei in das Raucherzimmer und freute sich, uns dort einen Tisch zuweisen zu können. Nun wollten wir aber nicht mit einem kleinen Kind im Raucherbereich sitzen. Auch ohne kleines Kind wollen wir nicht im Raucherbereich sitzen.
Man platzierte uns dann an einen sehr kleinen 2er-Tisch, an dem wir nun zu Dritt sitzen mussten. Mein Sohn kickte mich permanent unterm Tisch, da er lebhaft ist und es einfach eng war. Nach dem dritten Amuse Gueule faltete ich den Maitre zusammen, dass das nicht okay ist. Andere sitzen zu Dritt an adäquaten Tischen, wir an einem Tischchen. Danach ging es dann plötzlich, dass wir an einem sehr schönem 4er Tisch, der die ganze Zeit frei war, Platz nehmen durften.
Der Anfang war so unerfreulich. Ich spielte mehrere Male mit dem Gedanken, zu gehen.
Eigentlich plante ich, das große Überraschungs-Menu „Lisboa“(135.-) zu wählen, aufgrund des Ärgers bestellte ich das klassische Menü (85 Euro). Alle Menüs gehen nur tischweise. 4 Gänge sollten einem 8jährigen auch reichen. Und meine Kreditkarte wird geschont! 🙂

Das erste Amuse Gueule war eine nicht mehr ganz aktuelle Trilogie der Olive. Olive im Tempuramantel, mit Öl gefüllte, grüne Olive a la Ferran und was anderes Öliges, was ich nur kurz kostete und dann Junior gab, dem es gut schmeckte. Ich erinnerte mich, was das ölige Menü von Adria bei mir bewirkte und Junior hat eine sehr robuste Verdauung.
Danach kam ein Chip mit Minigarnelen, das war ein leckerer Bissen. Darauf folgte ein Ferrero Rocher mit noch Goldpapier dran! Es war natürlich kein Rocher, sondern eine exzellente Foie Gras Praline. Ganz prima! Langsam besserte sich auch unsere Stimmung.
Das gute Essen und der neue Tisch taten das ihre neben einem sehr schönen lokalem Schaumwein.

Jetzt kam als erster Gang ein goldenes Ei. Es schmeckte gut. Es war perfekt. Allerdings würde ich mich veralbert fühlen, wenn ich das Ei a‘ la carte für 32 Euro bestellt hätte.
Als nächster Gang kam der „Dip“ aus dem Meer. Ein perfekt gegarter Wolfsbarsch mit Meeresfrüchten und Algen „in warmen Meerwasser serviert“, so die Bedienung.
Wolfsbarsch ist nicht mein Lieblingsfisch. Das Gericht war aber wirklich ein Ausflug ins Meer. Durch das leicht salzige Wasser, in dem der Fisch schwamm, weckte das Gericht Erinnerungen an Austern ohne glibbrig zu sein. Sehr guter Gang.
Als nächstes kam einen sensationeller Schweinebauch in Orangensauce. Dazu gab es einen warmen grünen Salat mit roter Beete und Sauce. Absolut perfekt und geschmacklich einfach toll. Effekthaschend und kulinarisch unwichtig war eine transparente Tüte mit ein paar Kartoffelchips, die das Schwein begleiten sollten. Man kann die Tüte mit den Chips zusammen essen. Ein netter Gag, der meinen Sohn begeisterte, so dass er auch noch meine restliche 3/4 Tüte bekam.
Anschliessend gab es als Pre-Dessert eine leicht steife Himbeere mit Wasabi, die im Mund wunderbar zusammenfiel. Ich vermutete, es wäre angefroren, meine Frau meint, es war so etwas wie karamellisiert. Gut war es auf jeden Fall.
Danach kam Tangerina, ein gelungenes Dessert aus Mandarinen.

Avillez bietet im Klassiker Menü die Lieblingsgerichte seiner Gäste an. Den „Dip in the sea“ seit 2007, das goldene Ei seit 2008, Tangerina Dessert seit 2010 und den relativ neuen Schweinebauch seit 2012. Alle vier Gänge waren gut verständlich, machten Spaß und waren perfekt in der Zubereitung. Das lief komplett fehlerfrei auf 2 Sterne. Die Klassiker sind auch empfehlenswert, um jemand an die Sterneküche ranzuführen.

Wir hatten ja nun nicht das 20gängige Lisboa Menü probiert, können also wenig über den Rest der Küche sagen. Was wir auf den anderen Tellern sahen, sah durchgehend gut aus. Avillez verweigert sich der modischen Kleinteiligkeit und bringt „richtiges“ Essen auf den Teller. Würde er auf einige Effekthaschereien verzichten, könnte es kulinarisch vermutlich noch interessanter werden.
Der Chef war nicht anwesend, man merkte dies aber nicht, sein Küchenchef ist gut. Bemerkenswert ist, dass das Belcanto auch erst seit dem Michelin 2013 einen Stern hält!

Merkwürdig für uns war, dass 6,50 Euro pro Person „Couvert“ berechnet werden. Das sollte im Menü eingerechnet sein!
Wenn das Belcanto etwas gastfreundlicher wäre, an der Tür „Eingang“ stünde statt nur einer leeren Klingel, der Mantel beim Reinkommen abgenommen wird, der unverschuldet Wartende ein Glas Sekt angeboten bekäme, wäre es ein tolles Restaurant. Die Küche ist einwandfrei. Hingehen, aber nicht so viel vom Service erwarten.

www.joseavillez.pt/#/en/belcanto

Sehen Sie unsere Fotos auf Facebook: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151936386788124.1073741879.168996673123&type=3
Wegen Problemen mit dem Apple MacBook Pro konnte ich nicht alle Bilder uploaden 🙁

Am Folgetag wollten wir die Cantinha von Avillez testen. Wir kamen um 18 Uhr ohne Reservierung. Ein ziemlich arroganter Koch teilte uns mit, man öffne erst um 19.30 Uhr und sowieso wäre man bis Ende des Jahres ausgebucht. Wir hatten eher den Eindruck, man ist nicht scharf auf Kindergäste. So sind wir ins Cafe Lisboa gegangen. Nebenan im Opernhaus wurde Verdi Arien (200. Geburtstag) geschmettert, wir waren quasi Live dabei. Im Cafe Lisboa waren wir die einzigen Gäste. Wir probierten als Vorspeise „Bacalhao Nuggets“, uns besser bekannt als Fish & Chips. Dann hatten wir einen Prego – ein portugiesiches Steaksandwich mit Knoblauch, Steak Lisboa und Bacalhao a la Bras. Das ist nicht nach Michel Bras, sonder einem Portugiesen, den man „Brasch“ ausspricht. Alle Gerichte – bis auf die Pommes, die angeblich hausgemacht gewesen sein sollen, aber wie Industrieware schmeckten und aussahen – waren von guter Qualität. Das Steak Lisboa etwas langweilig, das Prego prima und der Kabeljau nach Bras beherzt gewürzt. Insgesamt bezalten wir 63 Euro zu Dritt. Für Lissabon etwas teuer, aber für die Qualität okay. Die Bedienung war freundlich professionell. Wir würden jederzeit ins Cafe Lisboa wieder gehen, weil es unkompliziert und schnell ist.

Update: Im November 2014 erhielt das Belcanto – ganz zu Recht – seinen 2. Stern. Glückwunsch!

Wie ehrlich ist die Welt?

Readers Digest Journalisten „verloren“ in vielen Weltstädten jeweils 12 Portemonnaies. In Helsinki kamen 11 zurück, Indien 9, Moskau 7, Berlin 6, Prag 3, Madrid 2 und in Lissabon nur eins (zurückgegeben von holländischen Touristen)
Mit einem Test in 16 Großstädten enthüllt Reader’s Digest, wo auf der Welt Ehrlichkeit am meisten regiert – Helsinki ist spitze, Lissabon bildet das Schlusslicht

Reader’s Digest, eine der meistgelesenen Zeitschriften der Welt, hat einen „Ehrlichkeits-Test“in 16 Großstädten auf vier Kontinenten durchgeführt. Mit jeweils zwölf „verlorenen“ Portemonnaies pro Metropole stellte Reader’s Digest Hunderte von Menschen auf die Probe, um herauszufinden, wie ehrlich sie waren und ob sie die Geldbeutel zurückgeben würden.

Von Reader’s Digest ausgesandte Reporter ließen in Metropolen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien 192 Portemonnaies liegen. Jeder Geldbeutel enthielt eine Telefonnummer, ein Familienfoto, Rabattmarken, Visitenkarten sowie einen der Landeswährung entsprechenden Betrag in Höhe von 40 Euro. Die Reader’s‑Digest‑Tester ließen die Portemonnaies in Parks, in der Nähe von Einkaufszentren oder auf dem Bürgersteig liegen und beobachteten, was passieren würde. Dabei kamen sie zu erstaunlichen Erkenntnissen.

Von den 192 verlorenen Portemonnaies wurden 90 (47 Prozent) zurückgegeben. Dabei stellten die Feldforscher von Reader’s Digest verblüffende Gemeinsamkeiten fest:

Alter ist kein Indikator dafür, ob eine Person ehrlich oder unehrlich ist. In allen 16 Städten deckten ehrliche und unehrliche Finder das gesamte Altersspektrum ab.
Weiblich oder männlich – auch hieraus lässt sich kein Rückschluss auf die Ehrlichkeit ziehen, obwohl es zwei Städte gab, in denen sich Frauen auf jeweils ganz gegensätzliche Weise hervortaten: Im polnischen Warschau waren es ausschließlich Frauen, welche die Geldbeutel behielten, wohingegen im slowenischen Ljubljana fünf der sechs zurückgegebenen Portemonnaies von Frauen gefunden wurden.
Relativer Wohlstand scheint kein Garant für Ehrlichkeit zu sein. Im indischen Mumbai wurden neun, in Moskau sieben von zwölf Brieftaschen zurückgegeben, aber im vergleichsweise wohlhabenden Zürich kehrten nur vier Geldbeutel in die Hände der Reporter zurück.

Für Experten wie Peter Graeff, Professor für Soziologie an der Universität Kiel, bestätigt der Test frühere wissenschaftliche Untersuchungen. „Aus der Forschung wissen wir: Südeuropäische Länder haben ein relativ geringes soziales Vertrauen. 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung in Portugal würden einem Fremden auf der Straße eher nicht trauen“, sagt Graeff in der Oktober-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland mit Blick auf die schlechten Werte von Lissabon oder Madrid. Es gebe „ein klares Nord-Süd-Gefälle, was das Vertrauen in den Mitmenschen betrifft“. Länder in Mitteleuropa wie Großbritannien und Deutschland würden eher im Mittelfeld liegen. Die Testergebnisse bestätigen das. In Berlin wurden sechs von zwölf Geldbörsen samt Inhalt wieder abgegeben, in London waren es fünf von zwölf.

„Es hat uns wirklich begeistert, dass es so viele ehrliche Menschen auf der Welt gibt“, sagt Raimo Moysa, Chefredakteur von Reader’s Digest International Magazines. „Und am meisten beeindruckte uns, dass Ehrlichkeit ein Wert ist, der gleichermaßen von jungen und alten Menschen, Männern und Frauen, Armen und Reichen und zudem in höchst unterschiedlichen Kulturen hochgehalten wird.“

Die Städte, in denen Portemonnaies platziert wurden, waren New York City (USA), Amsterdam (Niederlande), Berlin (Deutschland), Bukarest (Rumänien), Budapest (Ungarn); Helsinki (Finnland), Lissabon (Portugal), Ljubljana (Slowenien), London, (Großbritannien), Madrid (Spanien), Moskau (Russland), Mumbai (Indien), Prag (Tschechien), Rio de Janeiro (Brasilien), Warschau (Polen) und Zürich (Schweiz).

Der international durchgeführte Feldversuch „verlorene Portemonnaies“, auch nachzulesen im Internet unter www.readersdigest.de bzw. in der Oktober-Ausgabe 2013, führt die 16 Städte entsprechend der Anzahl der zurückgegebenen Portemonnaies in einer „Ehrlichkeitsrangliste“ auf. Diese Liste ordnet jede Stadt einer Kategorie zu. Diese reichen von der lobenswertesten („Die Heiligen“, der nur Helsinki, Finnland, angehört) bis zur letzten, der „Schämt Euch!“ überschriebenen Gruppe. Hier einige Ergebnisse:

„Die Heiligen“ – Helsinki (11 von 12 Portemonnaies zurückgegeben): „Finnen sind von Natur aus ehrlich, das ist ein nationaler Charakterzug“, meint der 27‑jährige Wirtschaftsstudent Lasse Luomakoski. Er hatte das verlorene Portemonnaie in der Fußgängerzone Mikonkatu im Zentrum Helsinkis gefunden. „Wir leben in einer relativ kleinen, unaufgeregten und eng verwobenen Gemeinschaft. Bei uns gibt es kaum Korruption, nicht einmal über eine rote Ampel würde ein Finne fahren“, so der Student.

„Gutes Wertesystem“ – Mumbai (neun zurückgegebene Brieftaschen), Budapest und New York (acht Geldbeutel): Die Einwohner von Mumbai belegten in unserem Feldversuch den zweiten Platz, sie gaben neun der Portemonnaies zurück. Vaishali Mhaskar, zweifache Mutter und Briefmarkenverkäuferin, gab einen Geldbeutel zurück, der in Mumbais Hauptpostamt platziert worden war. „Ich bringe meinen Kindern bei, ehrlich zu sein, genau wie meine Eltern es mir beigebracht haben“, erklärt sie.

„Einigermaßen ehrlich“ – Amsterdam und Moskau (sieben zurückgegebene Portemonnaies), Berlin und Ljubljana (sechs P.) sowie London und Warschau (fünf P.): Ein Mann Anfang 50 findet in einem Parkhaus in der Nähe des Filmtheaters Siska in Ljubljana ein Portemonnaie. Einen Augenblick lang hatten die Reporter von Reader’s Digest Hoffnung – der Mann tätigte mit seinem Handy einige Anrufe, doch dann legte er auf, steckte den Geldbeutel ein, stieg in sein schickes, teures Auto und fuhr davon.

„Schämt Euch!“ – Prag (drei P.), Madrid (zwei P.) und Lissabon (ein P.): Ein Straßenbahnführer, Anfang 50, erkennbar am dunkelblauen Anzug mit dem Logo der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) am Ärmel, fand eines der Portemonnaies in der Nähe einer Tramhaltestelle im Zentrum der Stadt. Nach einer gründlichen Inspektion des Inhalts steckte er die Brieftasche ein. Bei den Reportern hat er sich nie gemeldet – obwohl die VBZ das Fundbüro für sämtliche verlorenen Dinge der Stadt Zürich verwalten und Fahrgästen anbieten, Fundsachen dem Fahrpersonal zu übergeben.

www.readersdigest.de/ehrlichkeitstest

Jazz em Agosto 2013

Die andere Seite des Jazz

Das internationale Musikfestival Jazz em Agosto, das vom 2. bis zum 11. August in Lissabon stattfindet, feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Zu diesem besonderen Anlass wird es eine zehnteilige Konzertserie auf der Hauptbühne, dem Openair Amphitheater der Calouste Gulbenkian Stiftung, geben. Neun Veranstaltungen zum Thema Film und Dokumentation im Centro de Arte Moderna runden das Festivalprogramm ab.

Das Programm der 30. Ausgabe steht unter dem Motto „The other side of Jazz“ und umfasst vor allem Musiker, deren Ansätze durch eine fortlaufende und rastlose Suche nach neuen musikalischen Wegen geprägt sind. Einer der bemerkenswertesten Auftritte ist wohl von John Zorn zu erwarten. Der US-amerikanische Komponist und Bandleader feiert seinen diesjährigen 60. Geburtstag mit einer umfangreichen Europa-Tournee, bei der er unter anderem beim Jazz em Agosto Halt machen wird. International bekannte Größen wie Marc Ribot, Jamie Saft, Trevor Dunn, Kenny Wollesen, Joey Baron, Cyro Baptista und Ikue Mori stehen gemeinsam mit dem 60-jährigen auf der Bühne.

Das Festival bietet einen idealen Anlass für einen Besuch der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Das außergewöhnliche Licht, das Schriftsteller, Fotografen und Besucher aus aller Welt immer wieder in Begeisterung versetzt, sowie die zahlreichen bunten, mit Azulejos verzierten Fassaden verleihen der Stadt an der Mündung des Tejos ihren ganz speziellen Charme. Begünstigt wird das Spiel von Licht und Schatten zum einem durch das für diese Breitengrade typische helle Licht, zum anderen durch die schmalen Straßen, die sich hügelauf und –abwärts schlängeln. Zumindest einen der sieben Hügel, auf denen die Stadt gebaut ist, sollte man erklimmen, um die Stadt wirklich gesehen zu haben.

Weitere Informationen zum Festival finden Sie unter www.musica.gulbenkian.pt/jazz/ und zu Lissabon unter www.visitlisboa.com

Lisbon Fish and Flavours

Das Gourmet-Festival „Lisbon Fish and Flavours“ ist eines der kulinarischen Highlights in Lissabon. Zum wiederholten Mal verzaubern Küchenchefs und Unterhaltungskünstler elf Tage lang, vom 4. bis zum 14. April, die zahlreichen Gäste in den Restaurants, bei Live-Kochshows, durch den Genuss von Gourmetspeisen und Live-Musik-Events.
Neben den gastronomischen Spezialitäten der Region, wie Fisch und Meeresfrüchte, kann der Besucher eine entspannte Atmosphäre genießen. Wer die berühmte Lissabonner Gastronomieszene bisher noch nicht kannte, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

www.peixemlisboa.com (in englischer Sprache)