Cook of 2013/2014 South Africa

Anmeldung zum Wettbewerb „Cook of 2013/2014 South Africa“ bis zum 14.02.14 möglich

„Cook of 2013/2014 South Africa“: Dieser Nachwuchs-Förder-Wettbewerb ist ausgeschrieben für Teilnehmer bis zum vollendeten 25. Lebensjahr, die sich in der gastronomischen Ausbildung befinden oder bereits ihren Ausbildungsabschluss absolviert haben. Teilnahmestichtag ist der 14.02.2014.

Die einzureichenden Menüvorschläge bzw. Rezepte (Abgabeschluss: Freitag, der 14. Februar 2014) werden von einer Fach-Jury bewertet. Der Gewinner erhält als Preis eine Reise nach Südafrika; diese beinhaltet u. a. mindestens 3 Tage Teilnahme an den täglichen Küchenabläufen eines Südafrikanischen Top-Restaurants.

Detaillierte Informationen sowie Anmeldeunterlagen stehen interessierten Unternehmen und Auszubildenden auf der Website www.cook-of.com zur Verfügung.

Jung Gourmetmenü im Landhaus Stift Ardagger

Keine Frage des Alters

Wer glaubt, dass man graue Schläfen haben muss, um sich Haubenküche leisten zu können, liegt falsch. Und ist herzlich eingeladen, an der Tafel im Landhaus Ardagger Platz zu nehmen – zu einem Jung-Gourmetmenü mit Weinbegleitung.

Früh übt sich, wer ein Meister werden will, und was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmermehr. Der Volksmund sagt es deutlich: Mit dem Genießen kann nie früh genug begonnen werden. Das sieht das Team im stilvoll renovierten und haubengekrönten Landhaus Stift Ardagger genau so. Daher findet sich hier, im niederösterreichischen Mostviertel, jeden Donnerstag die neue Generation von Gourmets zu einem exzellenten dreigängigen Schmaus ein. Einzige Bedingung: Die Nachwuchsfeinschmecker dürfen das vierzigste Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Überraschungsmenü wird von einer feinen Auswahl korrespondierender Weine begleitet und kommt samt Gedeck zum unglaublichen Preis von 25 Euro serviert. Rundum gemütliche Atmosphäre und Service zum Wohlfühlen inbegriffen.

„Jung-Gourmetmenü“ in den Stuben des Landhaus Ardagger, jeden Donnerstag Abend mit Reservierung, Preis pro Person € 25, inklusive Weinbegleitung. Gültig für alle, die den 40. Geburtstag noch nicht erreicht haben.

Landhaus Stift Ardagger, A-3300 Ardagger Stift 3, Tel.: +43/ 7479 / 6565-0, Fax: +43/ 7479 / 6565-10, E-Mail: office@landhaus-stift-ardagger.at, www.landhaus-stift-ardagger.at

Babybrei selbst gemacht – schnell und preiswert

Eltern wünschen sich für ihre Kinder einen gesunden Start ins Leben. Im ersten Lebensjahr ist die richtige Einführung der Beikost ein wichtiger Schritt hin zum selbständigen Essen und legt die Basis für eine gesunde Lebensführung im Erwachsenenalter. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ unterstützt junge Familien in der Zeit von der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr der Kinder mit alltagsnahen und fundierten Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ rät zu einer Beikosteinführung zwischen dem Beginn des 5. und dem Beginn des 7. Monats mit einem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Wann genau Eltern mit dem ersten Brei anfangen, hängt stark von der individuellen Entwicklung des Kindes ab. Reif für die Beikost sind Babys zum Beispiel, wenn sie mit Hilfestellung aufrecht sitzen können und sich für das Essen der Großen interessieren.

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin stellte die Fachberaterin für Säuglings- und Kinderernährung Edith Gätjen vor, wie einfach es ist, gesunde Babybreie selbst herzustellen. Die Eltern waren erstaunt, dass die Zubereitung von Möhren- Kartoffel-Fleisch-Brei, Obst-Getreide-Brei und Getreide-Milch-Brei weniger als 30 Minuten in Anspruch nahm. Gätjen wies darauf hin, dass Babybreie nicht gesüßt oder gesalzen werden sollen und zusätzliche Aromen überflüssig sind. Dazu eine Teilnehmerin: „Ich bin erstaunt, wie gut der Brei auch ohne Gewürze schmeckt und wie einfach die Zubereitung ist. Bisher haben wir nur Gläschen gefüttert.“

Die eigene Herstellung von Babybreien ist oft preiswerter und die Inhaltsstoffe sind genau bekannt. Die Eltern können für eine große geschmackliche Vielfalt sorgen, die sich auch auf spätere Vorlieben bzw. Offenheit für neue Lebensmittel auswirkt. Im Idealfall verwenden junge Eltern für die Herstellung von Babybreien saisonales Obst und Gemüse und achten auf die Herkunft der Lebensmittel. Im ersten Lebensjahr sollte man die Breie kochen oder dünsten, außer bei Frischobstbreien. Gebratene Speisen kann ein Baby im ersten Lebensjahr in der Regel noch nicht vertragen. Die Speisen sollten immer sehr schonend gegart werden, damit die Vitamine in den Nahrungsmitteln so gut wie möglich erhalten bleiben. So sollte man mit möglichst wenig Wasser kochen und das mitgekochte Wasser später zum Pürieren verwenden.

Maria Flothkötter, Projektleiterin des Netzwerk „Gesund ins Leben“, sagt: „Kinder im ersten Lebensjahr wachsen schneller als in allen folgenden Jahren, daher ist eine ausgewogene Ernährung mit den erforderlichen Nährstoffen besonders wichtig – unsere Initiative soll helfen, die richtigen Entscheidungen als Eltern für Kinder auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Empfehlungen zu treffen.“
Petra Hottenroth, www.aid.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesundinsleben.de

Rheingauer Schlemmerwochen

Die 24. Rheingauer Schlemmerwochen

Mit 123 Teilnehmern, die sich aus Weingütern, Straußwirtschaften, Gutsschänken, Restaurants und Hotels zusammensetzen – immerhin ein Teilnehmerzuwachs von fast 25% seit 2006 – haben die Rheingauer Schlemmerwochen in ihrem 24. Lebensjahr erneut an Klasse und Masse gewonnen! Von Flörsheim-Wicker über Wiesbaden-Frauenstein und Mainz-Kostheim bis Lorchhausen ist die Begeisterung der Winzer und Gastronomen für diese größte weinkulinarische Saisoneröffnung in Hessen also nach wie vor ungebrochen. So werden auch in diesem Jahr wieder zehntausende Gäste vom 23. April bis 02. Mai aus einem Umkreis von rund 200km im Rheingau erwartet, denen nicht nur der neue Weinjahrgang 2009 und Leckeres aus den heimischen Küchentöpfen, sondern auch zahlreiche unterhaltsame Sonderveranstaltungen für jeden Geschmack geboten werden.

Die Angebotsvielfalt der Teilnehmer macht auch in diesem Jahr den besonderen Reiz der Rheingauer Schlemmerwochen aus. Bei vielen Weingütern ergibt sich rasch ein persönlicher Kontakt zum Winzer, wenn man drinnen in der „guten Stubb“ oder z.B. draussen auf der Terasse des Weinguts unterm Sonnenschirm sitzt. Aber auch die beiden 5-Sterne-Hotels Schloss Rheinhartshausen Kempinski und Krone Assmannshausen sind mit besonderen kulinarischen Genüssen wieder dabei, ebenso wie 16 Rheingauer VDP-Spitzenweingüter. Ungezwungenheit und „Lebensfreude pur“ stehen, egal wo man einkehrt, in jedem Fall im Vordergrund.

Die über 60 Veranstaltungen (viele davon auch an mehreren Tagen) liefern dazu den passenden Erlebniswert: ob Weinbergswanderungen, Live-Sekt-Enthefen (Degorgieren),
„Japan meets Rheingau“ (Riesling trifft Sushi), Nachtwächterwanderung, Kellerführungen, Treffen alter Traktoren und Mopeds (Marienthal), Musikbands aller Art (Jazz, Rock, Folk) oder Lesungen – Anlässe für einen Besuch der Rheingauer Schlemmerwochen gibt es viele. Und einen guten Rheingauer Wein dazu allemal. Auch in diesem Jahr findet zu den Rheingauer Schlemmerwochen das Frühlingsfest Eltville am Rhein mit internationalem Wein- und Delikatessenmarkt im Zwinger der Kurfürstlichen Burg statt, das mit einem bunten und interessanten eigenen Veranstaltungsprogramm während der Schlemmerwochentage glänzt (z.B. mit einer „Familienführung“ durch die Stadt, Sekt-Themenführungen oder der Sonderveranstaltung „Mozart’s Ohrwurm“ des Theaters Chapiteau).

23 teilnehmende Betriebe bieten den angereisten Gästen eigene Übernachtungsmöglichkeiten an, ob Weingut oder Hotel – eine gute Gelegenheit also, einen gemütlichen Schlemmerwochen-Abend mit einer Übernachtung und einem anschließenden Tagesprogramm im Rheingau zu verbringen. Die in 2010 neu aufgelegte Broschüre „Übernachten auf dem Winzerhof“ ist hierfür der passende Wegbegleiter durch den Rheingau.

Die diesjährigen Rheingauer Schlemmerwochen werden besonders unterstützt von der Rheingauer Volksbank eG sowie von der SELTERS Mineralquelle Augusta Victoria GmbH (ein Unternehmen der Radeberger Gruppe KG).

Informationen zu den Rheingauer Schlemmerwochen, die aktuelle Veranstaltungsbroschüre und Teilnehmerliste (inkl. Anbietern von Gästezimmern) gibt es bei der Tourismus-Information Rheingau-Taunus, Tel. 06723 – 99 55 0, E-Mail: tourist@rheingau-taunus-info.de.

Unter „www.rheingau-taunus-info.de“ ist auf der RTKT-Homepage auch ein eigener Link-Button eingerichtet, über den das komplette Teilnehmer- und Veranstaltungsverzeichnis abgerufen werden kann.

Irrtümer rund um Allergien

Irrtümer rund um Allergien

„Kuhmilch, Weizen und Fisch sind im ersten Lebensjahr tabu für allergiegefährdete Babys“

Schade ist es, wenn aus gut gemeinter Sorge Anstrengungen unternommen oder Entbehrungen in Kauf genommen werden, ohne dass diese etwas nützen. So bekamen viele Babys in der Vergangenheit im ersten Lebensjahr vermeintlich allergenarme Kost zu essen. Auf der Roten Liste standen dabei alle Lebensmittel, die öfter Allergien auslösen wie beispielsweise Kuhmilch, Weizen oder Fisch. Dahinter steckte eine Vermeidungsstrategie. Man könnte im übertragenen Sinne auch sagen, man versuchte „dem Feind“ aus dem Weg zu gehen.

Heute – mit dem Wissen aus zahlreichen Studien – hat sich die Denkweise geändert. Der Kontakt mit möglichen Allergenen ist im ersten Lebensjahr erwünscht und das gilt für alle Babys, auch die allergiegefährdeten. Ab dem fünften Monat dürfen deswegen Schritt für Schritt, entsprechend den Bedürfnissen des Babys Kuhmilch, Weizen oder Fisch eingeführt werden. Neu ist auch die Erkenntnis, dass Babys in deren Familie Zöliakie – die Unverträglichkeit gegenüber Gluten aus Getreide – bekannt ist, schon zwischen dem fünften und siebten Monat kleine Mengen Weizen bekommen sollten. Damit kann das Risiko für diese Krankheit gesenkt werden, besonders wenn die Mutter begleitend noch stillt.

Viele Familien dürften angesichts dieser Empfehlungen erleichtert sein, denn die Sorge, etwas Falsches zu füttern, wird dadurch wesentlich geringer.

Was (werdende) Eltern tun können, um ihr Kind vor Allergien zu schützen, erfahren sie bei der neuen Telefonhotline vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) und dem Präventions- und Informationsnetzwerk Asthma/Allergien (pina).

Telefonhotline – Allergievorbeugung:

01805/052251 Mo.- Fr. von 9:30 bis 12:00 Uhr (12 Cent/Minute).

aid-Internet-Expertenforum – Allergievorbeugung:

www.forum-allergien-vorbeugen.de .

Weitere Informationen zu Allergien:

www.aktionsplan-allergien.de .

aid, Dr. Sonja Floto-Stammen

Quinoa: Gold der Inkas

Quinoa: Gold der Inkas

Die nährstoffreichen Samen bereichern die Küche

Quinoa ist eine alte Kulturpflanze der Andenländer und eher ein Exot in der deutschen Küche. Dabei bereichern die gelblichen Samen mit dem haselnussartigen Aroma den Speiseplan. Das „Gold der Inkas“ schmeckt in Suppen, Eintöpfen und Aufläufen, als Risotto, in Salaten und Süßspeisen.

Obwohl man Quinoa ähnlich wie Getreide verwendet, gehört die Pflanze nicht zur Familie der Gräser, sondern zu den Gänsefußgewächsen. Die Körner zeichnen sich sowohl durch einen hohen Eiweißgehalt als auch eine hohe Eiweißqualität aus. Die auch ansonsten nährstoffreichen Samen werden wie Reis gekocht und bleiben auch gegart bissfest. In Form von Schrot, Flocken oder Mehl lassen sich aus Quinoa leckere Pfannkuchen zubereiten.

Ungeschälte Quinoa-Samen enthalten unter Umständen Bitterstoffe, die im menschlichen Körper Blutzellen schädigen und die Darmschleimhaut reizen können. Das im Handel erhältliche Quinoa ist geschält oder gewaschen und durch diese Behandlung entbittert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät bei Säuglingen und Kleinkindern im ersten Lebensjahr von Quinoa-Speisen ab. Trotz Reinigung sei es nicht auszuschließen, dass die Schadstoffe noch in Spuren vorhanden sind. Für ältere Kinder und für Erwachsene gelten diese Einschränkungen nicht. Dennoch sollte man Quinoa vor der Zubereitung gründlich unter fließendem Wasser reinigen.

Neue Kurse der Air Berlin Flightschool 2010

Neue Kurse der Air Berlin Flightschool 2010

Die Flugschule der Air Berlin bietet auch 2010 wieder Pilotenschulungen an, für die sich Interessierte ab sofort bewerben können. Kursbeginn ist am 22. Februar 2010 bzw. 28. Juni 2010. Auch für 2011 und 2012 sind jeweils zwei Kurse geplant, deren Starttermine noch bekannt gegeben werden. Die Teilnehmerzahl pro Kurs ist auf 15 Schüler begrenzt.

Voraussetzungen für die Schulung zum Verkehrspiloten sind neben der medizinischen Flugtauglichkeit unter anderem die allg. Hochschul- bzw. Fachhochschulreife, sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse, der Führer-schein Klasse B und ein uneingeschränkter Reisepass. Bewerber sollten bei Schulungsbeginn mindestens 19 Jahre alt sein und das 36. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Das komplexe Auswahlverfahren für die ab-initio-Pilotenschulung dauert zwei Tage und wird von der Firma Interpersonal in Hamburg durchgeführt.

Weitere Informationen zu Bewerbung, Auswahlverfahren und Schulungs-verlauf gibt es im Internet unter www.airberlin-flightschool.com . Die Bewerbung für die Pilotenschulung erfolgt ausschließlich über das Online-Bewerbungsformular und ist jederzeit möglich.

Flugtickets zu buchen bei Air Berlin

Servicezeit: Essen & Trinken

WDR, Freitag, 24.04., 18:20 – 18:50 Uhr

Allergievorbeugung mit bunt gemischter Kost

Eltern, die unter einer Allergie leiden, wurde lange Zeit geraten, ihre Kinder im ersten Lebensjahr möglichst allergenarm zu ernähren.
Kein Tropfen Milch, kein Fisch, und nur ausgewählte Gemüse kamen in den Babybrei. Doch das hat sich nicht bewährt. Experten empfehlen heute ganz normale Babykost. Denn wenn Kinder zu reizarm ernährt würden, könnten sie nur schwer ein intaktes Immunsystem aufbauen.

Milcheiweißallergie: Koch-Tipps für Betroffene

Wer Milch nicht verträgt, braucht Calcium und Protein aus anderen Quellen. Servicezeit: Essen & Trinken zeigt, wie Milcheiweiß-Allergiker ganz ohne Milch gut und gesund kochen können. Außerdem nimmt das Ernährungsmagazin die aktuelle Allergen-Kennzeichnung kritisch unter die Lupe. Ist sie für Betroffene zufrieden stellend?

Mangold: Gemüse der Saison

Im Rheinland und in Westfalen kam Mangold früher häufiger auf den Tisch. Dann aber wurde er allmählich vom zarteren Spinat verdrängt. Doch langsam erobert sich das nährstoffreiche Blatt- und Stielgemüse in der regionalen Küche wieder einen festen Platz. Kenner schätzen seinen würzigen und leicht nussigen Geschmack.

Geschmack will gelernt sein

Wahrnehmung von Kindern nicht automatisch sensibler
Geschmack will gelernt sein

Die Sinnesorgane sind von Geburt an funktionstüchtig, doch die Wahrnehmung ist eine Sache der Übung. Sensorische Tests am ttz Bremerhaven haben gezeigt, dass für Kinder andere Maßstäbe gelten als für Erwachsene. Geschmack wird nicht in die Wiege gelegt. Über 400 Kinder zwischen drei und acht Jahren aus dem Großraum Bremerhaven haben an sensorischen Schwellentests teilgenommen, die am ttz speziell zur Messung der Geschmackswahrnehmung von Kindern eingesetzt wurden. Besonders bei der Süße-Empfindung zeigten sich deutliche Unterschiede zu Erwachsenen. Bisher gilt jedoch offiziell die gleiche DIN-Norm als Grundlage für Geschmackstests bei Erwachsenen und Kindern.
Von Kirsten Buchecker und Werner Mlodzianowski

Beim Abschmecken der Temperatur für Babytees schaudert es manchen Erwachsenen angesichts der Süße. Sensorische Untersuchungen bei Kindern ergaben jedoch, dass sie Geschmacksschwellen ganz anders empfinden als Erwachsene. Die Empfindung „süß“ stellt sich erst bei einer relativ hohen Zuckerkonzentrationen von 8,6 Gramm/Liter ein – das entspricht der Süße einer Limonade. Vergleichstests mit Studenten machte die Unterschiede offensichtlich: Die Vergleichsgruppe konnten auch wesentlich geringere Zuckerkonzentrationen sicher herausschmecken. Im Rahmen des EU-Projektes IDEFICS untersucht das Sensoriklabor am ttz Bremerhaven unter Projektleitung von Kirsten Buchecker Ernährungsgewohnheiten und geschmackliche Wahrnehmung von Kindern. Bekanntlich essen Kinder nur das, was sie mögen. Für die Entwicklung von Programmen, die eine ausgewogene Ernährung fördern sollen, ist das Verständnis der geschmacklichen Wahrnehmung verschieden alteriger Kinder daher grundlegend.

Insgesamt wurde mit steigendem Alter eine deutliche Abnahme der Reizschwellenkonzentrationen ermittelt. Die Reizschwelle gibt die geringstmögliche Konzentration an, die noch eine Empfindung auslöst.
Infolge der geringen Intensität können die Testpersonen die Grundgeschmacksart allerdings nicht erkennen – sie merken lediglich, dass es sich um keine geschmacksneutrale Flüssigkeit handelt. Auffällig war dabei die starke Absenkung der Reizschwelle bei den Grundgeschmacksarten süß, salzig, bitter und Umami zwischen dem achten Lebensjahr und dem Erwachsenenalter. Diese Entwicklung kann nicht auf organische Gründe zurückgeführt werden, denn sowohl die Geschmacksorgane wie Papillen, Geschmacksknospen und Sinneszellen sowie ihre neuronale Vernetzung ist im Alter von drei Jahren bereits voll ausgeprägt und funktionstüchtig. Was den Kindern fehlt sind jedoch Vergleichswerte, ein eigenes „Geschmacksarchiv“, mit dem neue Eindrücke abgeglichen werden können. Wie schnell ein solches Referenzarchiv aufgebaut wird und welche Grundgeschmacksart darin vorherrscht, hängt davon ab, wie oft das Kind mit welchem Geschmackseindruck konfrontiert wird.

Das Geschmacksmuster für „Tomate“ entsteht zum Beispiel durch das Zusammenspiel zahlreicher Nervenfasern und bringt im übertragenen Sinne ein bestimmtes Bild hervor. Dieses Bild wird erst bei häufigerem Verzehr von Tomaten im Gehirn abgespeichert, also gelernt.
Alles Vertraute wird dann später positiv bewertet. So kann bei der Gewöhnung an aromatisierte Lebensmittel unter dem Stichwort „Tomate“ auch das Geschmacksmuster von Ketchup abgelegt werden. Die geschmackliche Begegnung mit einer echten Tomate kann dann irritierend sein und Ablehnung hervorrufen.

Da bei den deutschen Essgewohnheiten die Geschmackseindrücke „süß“ und „salzig“ häufig auftreten, können Kinder sie mit jedem Lebensjahr kontinuierlich besser erkennen. Zwischen dem dritten und achten Lebensjahr geht die Schwellenkonzentration der Eigenschaft „süß“ um 50 Prozent zurück; bei einem salzig Geschmackseindruck beträgt die Abnahme im gleichen Zeitraum sogar 65 Prozent. Sprunghafte Fortschritte bei der Sensibilisierung wurden je nach Grundgeschmacksart zu unterschiedlichen Zeitpunkten nachgewiesen: Die zur Erkennung erforderliche Zuckerkonzentration verschiebt sich zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr um 16 Prozent nach unten. Besonders stark ist der Unterschied zwischen dem achten und dem 20. Lebensjahr. Dann fällt der Schwellenwert sogar um mehr als 50 Prozent, von 4,4 Gramm / Liter auf 2,1 Gramm / Liter.

Besonders auffällig ist, dass bei dem Geschmackseindruck „salzig“ der größte Rückgang der Schwellenkonzentration eintritt: Zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr sinkt die zur Erkennung erforderliche Konzentration um ca. 25 Prozent, zwischen dem achten und 20. Lebensjahr noch einmal um 40 Prozent. Die Forscher am ttz vermuten die Ursache für diese Entwicklung in der Art der Reizübermittlung. Der Eindruck “salzig“ ist neben dem sauren Geschmack der einzige Geschmackseindruck, der über Ionenkanäle anstatt über Rezeptoren vermittelt wird.

Im Gegensatz dazu zeigt sich beim bitteren Geschmack die geringste Abnahme zwischen dem 3. Und 8. Lebensjahr: Lediglich um 35 Prozent sinkt die notwendige Schwellenkonzentration ab. Diese Erscheinung wird auf eine angeborene Ablehnung gegenüber Bitterem zurückgeführt. Dabei handelt es sich um einen angeborenen Schutzmechanismus, der uns vor dem Verzehr verdorbener oder giftiger Nahrung schützt. Kinder verabscheuen geradezu bittere Lebensmittel wie Rosenkohl oder Bitterschokolade und haben dadurch auch keine Möglichkeit, den bitteren Geschmack zu erlernen. Gefallen an einer herben Geschmacksnote finden die meisten erst im Erwachsenenalter.

Die Untersuchungen zeigten, dass der Lernprozess der Geschmackserkennung mit acht Jahren anders als bisher angenommen nicht abgeschlossen ist. Die Wahrnehmung von Kindern unterscheidet sich wesentlich von dem Geschmacksempfinden von Erwachsenen. Diese verfügen aufgrund ihrer Erfahrungen über zahlreiche im Gehirn abgespeicherte Geschmacksreferenzen, die die Einordnung eines neuen Geschmacks erleichtern. Das EU-Projekt IDEFICS sammelt noch bis zum Jahr 2011 Erkenntnisse und Werte zur Ursachenforschung für Übergewicht bei Kindern. Auf Basis der Ergebnisse wird ein Interventionsprogramm entwickelt, das dem Problem durch ein kombiniertes Ernährungs- und Bewegungskonzept entgegenwirken soll.

Frauen belasten das Gesundheitswesen stärker als Männer

Frauen belasten das Gesundheitswesen stärker als Männer

Frauen sind teurer als Männer. Das ist nicht nur im alltäglichen Leben so, sondern auch, wenn es um die Kosten im Gesundheitswesen geht. Die Zahlen der imedo-Studie zu den Gesundheitskosten in Deutschland zeigen, dass Frauen in fast allen Altersgruppen mehr Ausgaben verursachen.

„In der Kindheit und Jugend sind die Mädchen den Jungen in der gesundheitlichen Entwicklung voraus. Sie sind weniger auf therapeutische Unterstützung und Hilfe angewiesen“, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Präventologen Dr. med. Ellis Huber aus Anlass der Präsentation des imedo-Gesundheitskostenplakats am 26. Januar 2009 in Berlin. „Im weiteren Lebensverlauf suchen Frauen eher Hilfe. Männer folgen ihrem Männlichkeitsideal ‚Ein Indianer kennt keinen Schmerz‘ und verzichten lieber auf Arztbesuche“, erläutert Huber weiter. Der starke Anstieg im letzten Lebensabschnitt sei durch die längere Lebenserwartung der Frauen zu begründen.

Vom ersten Ultraschallbild bis zum Abschluss der Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) kostet eine Schwangerschaft und die ersten sechs Lebensjahre eines Kindes zwischen 12.700 Euro und 27.500 Euro. Darin enthalten sind Blut- und Urinkontrollen, Blutdruckmessungen, Ultraschalluntersuchungen. Außerdem wird regelmäßig der Zustand des Kindes im Mutterleib kontrolliert: Herztöne, Lage und Größe. Auch Geburtsvorbereitungskurse zählen zum Topf des Gesamtbetrags.

Nach der Geburt läuft der Versorgungsapparat für das Kind an. Insgesamt neun U-Untersuchungen stehen auf dem Kalender des Kindes. Bis zum sechsten Lebensjahr werden Organe, Sehfähigkeit, Gewicht, Sozialverhalten, Sprachentwicklung und Motorik untersucht. Das Kind bekommt zudem alle notwendigen Schutzimpfungen.

Ist das Kind ein Mädchen, so wird sie mit rund 15 Jahren das erste Mal einen Gynäkologen aufsuchen, ab dem 20. Lebensjahr beginnen die Vorsorgeuntersuchungen. Abstriche werden genommen, der Blutdruck gemessen und die Brüste werden abgetastet. Da Mädchen bzw. Frauen schon sehr früh regelmäßig mit Ärzten in Kontakt kommen, fällt es ihnen auch im späteren Leben nicht schwer an Krebsvorsorge-Maßnahmen teilzunehmen.

Als Grundlage dienen der imedo-Studie und dem daraus resultierenden Gesundheitskostenplakat unter anderem die offiziellen Zahlen des statistischen Bundesamtes, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Bundesministeriums für Gesundheit und einer Vielzahl weiterer renommierter Institutionen. Das Gesundheitskostenplakat ist unter http://www.imedo.de/artikel/gesundheitswesen abrufbar.

Das richtungsweisende Gesundheitsportal www.imedo.de bietet seinen Nutzern die größte Gesundheitsgemeinschaft im deutschsprachigen Raum und richtet sich mit konkreten Angeboten sowie vielfältigen fundierten Informationen an alle Gesundheitsinteressierten, Patienten, Ärzte und Selbsthilfegruppen. imedo fördert die Gesundheitskompetenz der Gesundheitsgesellschaft.