Honig Test

Honig ist ein Spiegelbild der Natur, aus der er stammt. Und so stecken teilweise Glyphosat und Gentechnik aus dem Hause Monsanto mit im Glas, wie eine neue Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt. Das gilt nicht nur für konventionelle, sondern auch für einige Bio-Produkte. Immerhin acht Marken kann das Verbrauchermagazin aber empfehlen.

ÖKO-TEST wollte wissen, wie gut die Qualität von konventionellem und ökologischem Honig ist, und hat 20 Marken ins Labor geschickt. Richtig zufrieden war das Verbrauchermagazin mit den meisten Produkten nicht, auch einige Bio-Marken enttäuschten. So fand das von ÖKO-TEST beauftragte Labor ausgerechnet in zwei Bio-Honigen Rückstände des Arzneimittels Amitraz. Es wird zur Bekämpfung der Varoa-Milbe eingesetzt, ist in der ökologischen Bienenhaltung aber verboten. In vier Produkten steckte Glyphosat, welches von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft wird. Das Monsanto-Spritzgift vernichtet zudem Unkraut, das für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle darstellt. Außerdem analysierten die Tester in sechs Honigen das Insektizid Thiacloprid, das den Orientierungssinn der Bienen stört. Dazu kommen in sechs Gläsern erhöhte Mengen von Pyrrolizidinalkaloiden – das sind natürliche Gifte, die Pflanzen als Schutz vor Fraßfeinden bilden, die aber als leberschädigend und krebserregend gelten. In allen getesteten Marken, die Anteile von Honig aus Amerika enthalten, stecken ebenso gentechnisch veränderte Pollen von Soja oder Raps.

Aus welcher Region der Honig stammt, ist aber nicht immer erkenntlich, weil die Anbieter die Verbraucher darüber oft im Unklaren lassen: Auf der Verpackung sind dann Herkunftsangaben wie „Mischung von Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern“ zu lesen.

Nichtsdestotrotz kann ÖKO-TEST acht Produkte mit dem Testurteil „sehr gut“ oder „gut“ auszeichnen, darunter fünf Bio-Produkte. Das Verbrauchermagazin rät zu Bio-Honig. Dieser ist zwar nicht gesichert pestizidfrei, weil für Bio-Honige die gleichen Rückstandsgrenzwerte wie für konventionelle Produkte gelten. Dennoch ist der Kauf von Bio-Honig sinnvoller, weil Bio-Imker bei der Bienenhaltung deutlich strengere Vorschriften erfüllen müssen. So dürfen sie beispielsweise die Flügel der Bienenkönigin nicht beschneiden, um sie am Schwärmen zu hindern.

Das ÖKO-TEST-Magazin November 2016 gibt es im Zeitschriftenhandel.

ÖKO-TEST Donuts

Do nut eat: Zu den Schlechtesten unter den Schlechten gehören die Donuts von McDonald‘s.

Donuts sind zwar Homer Simpsons Lieblingsspeise, doch alle anderen sollten besser die Finger von ihnen lassen. Denn die Hefekringel stecken voller Schadstoffe, wie eine aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt. Das Verbrauchermagazin kritisiert unter anderem die hohen Gehalte an Fettschadstoffen, die durch den Einsatz von Palmöl in die Donuts gelangen und als besonders gefährlich gelten. Dazu sind alle getesteten Produkte mit Mineralöl belastet.

ÖKO-TEST hat 15 Kringel von Donutketten, Backshops sowie aus den Tiefkühltruhen verschiedener Märkte ins Labor geschickt. Das Ergebnis: Alle Marken sind mit „ungenügend“ durchgerasselt. Der Grund für diese Abwertung liegt zum einen an den Fettschadstoffen. Donuts werden bevorzugt in heißem Palmöl ausgebacken. Das hat zwar den Vorteil, dass dieses Fett frei von ungesunden Transfettsäuren ist. Doch der Rohstoff aus den Früchten der Ölpalme ist oftmals sehr stark mit Glycidyl-Fettsäureestern belastet. Diese Fettschadstoffe werden als erbgutschädigend und möglicherweise krebserregend eingestuft, schon kleine Mengen können die DNA schädigen.

Ein anderer Grund für die schlechte ÖKO-TEST-Bewertung ist Mineralöl. Dieses kann sich im Körper anreichern und hat im Tierversuch Organe geschädigt. Vermutlich sind diese Schadstoffe aus den Verpackungen oder durch den Produktionsprozess auf die Donuts übergegangen.

Dazu kommen noch weitere Kritikpunkte: Fünf Donuts im Test waren nicht mehr frisch. Mehrere Hersteller setzen Aromen und umstrittene Phosphate ein. Keine Überraschung sind die hohen Fett- und Zuckergehalte der meisten Donuts.

Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2016 gibt es aktuell im Zeitschriftenhandel.

ÖKO-TEST Aceto Balsamico di Modena

ÖKO-TEST Aceto Balsamico di Modena

Abgeschmiert
Schon wieder hat es einen Spitzenkoch „erwischt“: Dieses Mal Jamie Oliver, dessen Balsamico – ebenso wie der von der Firma Kattus – nicht einmal die gesetzlichen Vorgaben einhält. „Sehr gute“ Testurteile gab es ausschließlich für Bio-Produkte.

Laut EU-Verordnung darf Aceto Balsamico die Modena nur aus Weinessig und Traubenmost hergestellt werden. Doch in den Essigen von Jamie Oliver und Kattus fand das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST Hinweise auf den Eintrag anderer Zucker. Nach Einschätzung von Experten stammen solche Verfälschungen in der Regel aus gezuckerten Importweinen für die Herstellung von Weinessigen. Da die Produkte die EU-Vorgaben nicht einhalten, dürften sie sich eigentlich nicht Aceto Balsamico di Modena nennen.

Hingegen punktet das Produkt vom Spitzenkoch damit, dass es als einziges (konventionell) hergestelltes ohne färbende Zuckerkulör auskommt, mit der die anderen Hersteller bei der dunklen Farbe nachhelfen. Diese Mogelei wird von ÖKO-TEST abgewertet.

Zudem enthält Zuckerkulör häufig einen Schadstoff, der von der kalifornischen Gesundheitsbehörde als krebserregend eingestuft wurde. Die Testprodukte von Edeka, Rewe und Kattus waren am höchsten belastet. Und nicht zuletzt: Alle konventionellen Essige enthalten Sulfit bzw. Schwefeldioxid. Darauf reagieren manche Menschen empfindlich.

Überzeugen konnten im ÖKO-TEST die Bio-Produkte – für alle sechs untersuchten Marken gab es das Testurteil „sehr gut“.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2013 gibt es seit heute im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST Schokolade

Pünktliche Info zu Weihnachten: Schokolade essen ist schlecht: krebserregend und kinderausbeutend – in der Hälfte der Schokoladen ist Cadmium – Kinder arbeiten oft als Sklaven auf den Plantagen – Gut: Schokolade mit Fairtrade, UTZ Certfied oder Rainforest Alliance Zertifikat

ÖKO-TEST zieht in seiner aktuellen Dezember-Ausgabe eine ernüchternde Bilanz: Die meisten Schokoladen im Test sind „unfair“ oder „überwiegend unfair“ produziert. Zu viele Anbieter konnten wenig Konkretes im Kampf gegen Kinderarbeit während der Produktion von Kakao – dem Hauptbestandteil dunkler Schokolade – vorweisen. Bei den Inhaltsstoffen ist das große Problem der Schokoladen Cadmium, das als krebserregend gilt.

Das von ÖKO-TEST beauftragte Labor entdeckte das giftige Schwermetall Cadmium in zwölf der insgesamt 25 getesteten dunklen Schokoladen. Bei diesen stammt der Kakao vor allem aus lateinamerikanischen Ländern. Deren vulkanische Böden weisen naturgemäß einen hohen Cadmiumgehalt auf.

Bei dem Bemühen, Schokolade frei von
Kinderarbeit zu produzieren, enttäuschen
zahlreiche Anbieter die Verbraucher. Manche
Firmen verweisen lapidar auf ihre
Unternehmensrichtlinien, die Kinderarbeit
prinzipiell ausschließen. Dabei ist bekannt,
dass in den Haupterzeugerländern Kinder oft
als Sklaven auf den Plantagen arbeiten, was
sich nur durch ein engmaschiges
Kontrollsystem verhindern lässt.

ÖKO-TEST
rät daher: Wer Schokolade genießen will, bei
deren Herstellung die Beteiligten bemüht waren, Kinderarbeit zu vermeiden, sollte auf die Zertifikate von Fairtrade, UTZ Certfied oder Rainforest Alliance achten.

„Fair“ kann eine Schokolade jedoch nur sein, wenn die Bauern für ihren Kakao einen Preis erhalten, von dem sie und ihre Familien leben können. Und dieser Preis muss garantiert sein, damit Bauern unabhängig vom fast täglich schwankenden Börsenpreis für Kakao werden. Traurig: Nur zehn von 25 getesteten Schokoladen enthalten Kakao, für den ein garantierter Mindestpreis gezahlt worden ist. Doch der ist die notwendige Bedingung dafür, dass Verbraucher Schokolade genussvoll „fairnaschen“ können.

Das ÖKO-TEST-Magazin Dezember 2012 gibt es seit dem 30. November 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST: Babymenüs mit Fleisch

Zu wenig Fleisch im Glas

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat für die aktuelle Septemberausgabe Babymenüs mit Fleisch getestet und sich dabei auf die Kinderklassiker Spaghetti Bolognese und Schinkennudeln konzentriert. Das Ergebnis der Laboranalyse: Die Breimahlzeiten enthalten zu wenig Fleisch, Schadstoffe wurden aber nur in sehr geringen Mengen gefunden.
Eigentlich ist ein Fleischanteil von etwa zwölf Prozent wünschenswert, damit die Kleinen mit Spurenelementen gut versorgt werden. Das entspricht ungefähr 30 Gramm Fleisch pro Gläschen. Die Labore analysierten aber nur einen Fleisch- bzw. Schinkenanteil zwischen fünf und 10,5 Prozent, also zwischen elf und 23 Gramm. Ein Anbieter hat seine Produkte zudem mit Eisensalzen angereichert. Allerdings kann isoliertes Eisen nicht das umfassende Nährstoffspektrum von Fleisch ersetzen und wird zudem deutlich schlechter aufgenommen als Eisen aus Fleisch.

Cadmium fand das Labor in den meisten Produkten nur in Spuren. Nur in einem Brei steckte mehr von diesem Schwermetall, das als krebserregend gilt und in hohen Dosen zu Nierenschäden führen kann.
Kritisch sieht ÖKO-TEST zudem, dass die Hälfte der Produkte gesalzen ist, obwohl Babys grundsätzlich kein Salz benötigen. Zum Glück steckt aber auch hier nicht zu viel davon in den Breien. Eltern sollten jedoch bei den Marketing-Versprechen auf der Verpackung skeptisch bleiben: Alete bezeichnet etwa sein Produkt als „salzreduziert“. Tatsächlich wartete der Nestlé-Brei jedoch mit dem höchsten Salzgehalt im Test auf.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2012 gibt es seit dem 31. August 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro

ÖKO-TEST Sexspielzeug

Wer ein schadstofffreies Sexspielzeug kaufen will, sollte sich nicht am Preis orientieren. Denn hochpreisig heißt nicht immer gut, wie eine neue Untersuchung des Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zeigt. Gerade die teuren Sex-Toys haben es derart in sich, dass von ihnen abzuraten ist.

In einigen Luxus-Geräten entdeckte das Labor etwa Dibutylzinn, eine Substanz, die als fortpflanzungsgefährdend und fruchtschädigend eingestuft ist. Außerdem stecken in allen untersuchten Modellen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen etliche Verbindungen als krebserregend eingestuft sind. Auch die Latexprodukte sind hoch belastet. Beide Latexspielsachen im Test enthalten nitrosamierbare Amine. Diese können in Nitrosamine umgewandelt werden, welche (wiederum) schon in kleinsten Mengen krebserregend sind. In einem anderen Produkt stecken Latexproteine, die Allergien auslösen können.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2012 gibt es seit dem 30. März 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

ÖKO-TEST-Magazin Februar 2011

Die aktuelle Februar-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins
gibt es seit dem 28. Januar 2011 im Zeitschriftenhandel.
Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests

Aus dem Inhalt:

TEST: Vegetarische Brotaufstriche

Mit einer einzigen Ausnahme erhalten alle vegetarischen Brotaufstriche von ÖKO-TEST das Testurteil „sehr gut“ oder „gut“. Das Frankfurter Verbrauchermagazin kritisiert jedoch bei einigen Aufstrichen die als Hefeextrakt getarnten Geschmacksverstärker.

TEST: Windeln

Um herauszufinden, wie gut Windeln sind, hat ÖKO-TEST 16 Produkte nicht nur ins Labor geschickt, sondern auch von Eltern im Praxistext überprüfen lassen. Das Ergebnis: In den meisten Marken sind die Kleinen gut verpackt, doch es gibt auch drei Produkte, mit denen die Eltern nicht zufrieden waren, etwa weil sie Druckstellen verursachen oder die Verschlüsse nicht optimal sind. Der Labor-Test zeigt zudem, dass elf Windeln langsamer Flüssigkeit aufsaugen als andere Modelle.

TEST: Kinderinvaliditätsversicherungen

Kinderinvaliditätsversicherungen sind nicht billig, aber sinnvoll. Die Angebote sind für Kunden allerdings schwer zu durchschauen, die Leistungen und Preise kaum vergleichbar. ÖKO-TEST hat sich durch den Markt der Kinderinvaliditäts- und Schulunfähigkeitspolicen gearbeitet und zeigt Eltern, worauf sie achten müssen.

TEST: Urea-Lotionen

Urea-haltige Körperlotionen sorgen bei ausgelaugter und strapazierter Haut für Abhilfe. ÖKO-TEST wollte wissen, ob die enthaltenen Inhaltsstoffe der ohnehin schon trockenen, strapazierten Haut guttun oder nicht. Das Testergebnis: Die Hälfte der Produkte ist „sehr gut“, doch gerade einige Markenlotionen bringen sich mit krebsverdächtigen Formaldehyd/-abspalter oder PEG/PEG-Derivaten, die die Haut für Fremd- und eventuell Schadstoffe durchlässiger machen, ins Abseits.

TEST: rezeptfreie Allergiemittel

ÖKO-TEST hat rezeptfreie Allergiemittel, darunter Nasensprays, Augentropfen und Mittel zum Einnehmen, genauer unter die Lupe genommen und dabei Paradoxes gefunden: etwa einen Inhaltsstoff, der als Konservierungsmittel beispielsweise im Reiniger Sagrotan enthalten ist und nicht nur die Schleimhäute reizen, sondern zudem auch noch selbst Allergien auslösen kann.

TEST: Sanitär-Silikonfugenmassen

Silikonfugenmassen sind üblicherweise stark mit Schadstoffen belastet, bislang vor allem mit giftigen zinnorganischen Verbindungen. Doch nun gibt es, wie der Test zeigt, Alternativen, die nur noch Spuren dieser bedenklichen Chemikalie nachweisen. Allerdings sind auch Fugenmassen im Handel, die nicht an Schadstoffen sparen und zum Beispiel Fungizide enthalten, die zwar vor Schimmel schützen sollen, aber auch als krebserregend gelten. ÖKO-TEST hat außerdem untersucht, ob Produkte mit billigen Stoffen gestreckt wurden – und wurde in der Tat fündig.

TEST: Online-Reisebüros und Flugpreissuchmaschinen

Bei vielen Online-Reisebüros erfährt man erst ganz am Ende, was man wirklich für die Flüge bezahlen muss. Denn manche Portale schlagen auf den erstgenannten Preis noch Reservierungs- und Servicegebühren drauf. Auch das Zahlen mit Kreditkarte kostet bei den meisten Anbietern extra. Wer jedoch vergleicht, kann viel Geld sparen: Ein Pärchen kann einen Flug nach London beispielsweise um 200 Euro günstiger bekommen als beim teuersten Anbieter.

TEST: Rechtsschutzversicherungen

Eine gute Police schützt vor existenzbedrohenden Risiken und muss nicht zwangsläufig teuer sein. Und es gibt viele empfehlenswerte Tarife: Von 38 im Test erreichen 26 den ersten Rang. Das günstigste Angebot kostet weniger als 200 Euro. Die Versicherer werben mit zahlreichen Spezialtarifen und Sonderpaketen um die Gunst des Kunden. Ein Vergleich lohnt sich.

TEST: Schülerschreibtische

Musterschüler sind bei den Schreibtischen zwar nicht dabei, aber immerhin zwei „gute“. Es gibt aber auch Reinfälle, bei denen ein ergonomisches Sitzen nicht möglich ist. Andere sind so schlecht verarbeitet, dass sich Kinder die Finger einquetschen können. Ein weiterer Kritikpunkt: Bei den meisten Tischen ist die Formaldehydabgabe erhöht. Dieser Schadstoff gilt als krebserregend.

Gefährliches Grillen

imedo klärt über die Gesundheitsrisiken von gegrilltem Fleisch auf

Fleisch und Wurst vom Holzkohlegrill ist in mehrfacher Hinsicht gesundheitsschädlich: krebserregendes Acrylamid sowie viel Fett und Cholesterin machen es zu einem Gesundheitsrisiko, warnt Medizinjournalist Sven-David Müller vom Internet-Gesundheitsportal imedo.de.

Die knackige braune Bratwurst vom Grill schmeckt, ist aber krebserregend

Spätestens mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen hat die diesjährige Grillsaison begonnen. Schon bald sitzen wieder in jedem Park und in jedem Kleingarten Grillfreunde beisammen und schlagen sich die Bäuche an gemütlichen Abenden mit Steaks, Bratwürsten und Bier voll. Doch der Verzehr von Gegrilltem ist alles andere als ungefährlich. Schon das Einatmen des vom Grill aufsteigenden Rauchs ist krebserregend und sogar gefährlicher als Zigarettenrauch. Für die Bräunung der Steaks und Bratwürste auf dem Grill ist eine durch die Hitze hervorgerufene chemische Reaktion von Aminosäuren und bestimmten Kohlenhydraten verantwortlich. Diese so genannte Maillard-Reaktion sorgt für den typischen Grillgeschmack. Die knackige braune Oberfläche kann allerdings das krebserregende Acrylamid enthalten, das schon im Zusammenhang mit Kartoffelchips und Pommes für Aufsehen sorgte.

Gepökeltes Fleisch gehört nicht auf den Grill, sondern in den Müll

Oft sind gerade Lebensmittel, die auf den Grill kommen, besonders fett-, cholesterin- und kalorienreich. Zwar fließt durch die Hitze ein Teil des Fettes aus der Wurst und dem Fleisch, aber dieses Fett geht eine bedrohliche Verbindung ein: Denn wenn Fett, Wasser oder Bier auf die Glut tropft, bilden sich polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Diese PAKs steigern das Krebsrisiko. Auf gepökeltes Fleisch wie Wiener Würstchen oder Kasseler Braten sollten Grillfreunde ganz verzichten. Aus dem im Pökelsalz enthaltenen Nitrit und dem im Fleisch enthaltenen Eiweiß entstehen durch die große Hitze Nitrosamine, die ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen.

Krebsgefahr vermeiden

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Gesundheitsrisiko beim Grillen deutlich reduzieren: Weitaus geringer als beim Holzkohlegrill beispielsweise ist das Krebsrisiko bei Gas- oder Elektrogrills. Wer dennoch nicht auf die mit Kohle befeuerte Variante verzichten will, sollte in jedem Fall Alufolie beziehungsweise eine Aluschale auf den Rost legen oder die Steaks und Würste in Alufolie einwickeln. Noch besser ist es, das Grillgut seitlich neben der Glut zu positionieren statt direkt darüber. So kann kein Fett in die Glut tropfen und die gefährlichen PAKs können nicht entstehen. Fischfilets, Gemüse und Obst auf dem Grill kann zu mehr Abwechslung und zu kalorienarmer Ernährung beitragen. Mit frischen Kräutern wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Oregano verfeinerte Grillzutaten schmecken nicht nur aromatischer, sondern die Kräuter binden auch die gesundheitsschädlichen Kohlenwasserstoffe, so dass der Körper sie gar nicht erst aufnimmt, sondern ausscheidet, erläutert Müller abschließend.

Es muss nicht immer das fertig eingelegte Grillfleisch aus dem Discounter sein. Die imedo-Gesundheitsnews geben Tipps für eigene Grillsoßen und Würzmarinaden (http://gesundheitsnews.imedo.de/news/1010495-kreatives-grillen-mit-imedo-zum-kochkunstler)

ÖKO-TEST Babynahrung

ÖKO-TEST Babynahrung

Altbekannte Probleme trotz neuer Herstellungsverfahren

Babymenüs gibt es seit kurzem nicht mehr nur in Gläschen, sondern auch in bruchsicheren Kunststoffbechern zu kaufen. Neu ist zudem das Herstellungsverfahren: Die Zutaten werden einzeln schonend dampfgegart und erst danach gemischt und sterilisiert.

ÖKO-TEST hat nun überprüft, ob die neuen Babymenüs ebenso mit den beiden krebserregenden Stoffen Benzol und Furan belastet sind wie die Babygläschen, die das Frankfurter Verbrauchermagazin im vergangenen Jahr getestet hat. „Es zeigt sich, dass die Hersteller diese Probleme noch nicht in den Griff bekommen haben“, resümiert Chefredakteur Jürgen Stellpflug. Benzol steckt in Spuren in allen Produkten, in einem Brei war der Gehalt an Benzol jedoch erhöht. Gleiches gilt für Furan, allerdings führten erhöhte bzw. stark erhöhte Gehalte in über der Hälfte der Produkte zur Abwertung.

Anlass zur Kritik gibt aber auch, dass Hersteller in fleischhaltigen Menüs an der teuren Zutat Fleisch sparen. Meist stecken nicht mehr als die acht Prozent Fleisch drin, die gesetzlich vorgeschrieben sind.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. Rückstände von Pestiziden oder bedenkliche Keime konnten die beauftragten Labore nicht finden. Auch die Verpackung kommt ohne Weichmacher oder andere bedenkliche Stoffe aus.

Das Resümee von ÖKO-TEST: Trotz der gefundenen Schadstoffe müssen Eltern keine Panik haben, dass ihr Kind Schaden nimmt. Denn die gemessenen Furan- und Benzolwerte sind sehr gering. Trotzdem fordert das Verbrauchermagazin von den Herstellern, nach Möglichkeiten suchen, die Schadstoffgehalte durch geeignete technische Maßnahmen zu senken. Denn die Schadstoffe kommen nicht allein aus dem Babybrei, sondern den verschiedensten Quellen und können irgendwann das Fass zum Überlaufen bringen.

Die aktuelle Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins März 2010 gibt es seit dem 26. Februar 2010 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Benzol:
giftiger und krebserzeugender aromatischer Kohlenwasserstoff.

Furan:
Furan ist eine leicht flüchtige Substanz und kann beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen. Bisher wurde sie vor allem in Gemüse- und Fleischkonserven, Gläschenkost, Kaffee und Brot festgestellt. In Tierversuchen hat sich Furan als krebserregend und erbgutschädigend erwiesen, für den Menschen gilt der Stoff als potenziell krebserregend. Noch ist unbekannt, wie geringe Mengen dieser Substanz wirken. Auch zur Furanbelastung der Verbraucher liegen noch immer keine Daten vor.

Krebsgefahr beim Grillen vermeiden

Krebsgefahr beim Grillen vermeiden: vertikale Glut, Senf und Thymian helfen
Die besten Tipps und Tricks für eine gesunde Grillsaison

Im Sommer ist das Grillen der Deutschen liebstes Hobby. Saftige Steaks, bunte Salate und knackige Bratwürste sind aus dem Speiseplan der sommerlichen Küche kaum wegzudenken. Dabei kann Grillen gesundheitsschädlich und krebserregend sein. Die imedo-Gesundheitsredaktion verrät, wie Grill-Freunde künftig gesünder leben.

Rund 100 Gramm Fleisch verzehrt der deutsche Mann durchschnittlich jeden Tag. Bei Frauen ist es die Hälfte. Im Sommer handelt es sich dabei zu einem Großteil um Grillgut: marinierte Steaks und Rostbratwürste. Grillen ist, einfach ausgedrückt, trockenes Garen. Bei großer Hitze reagieren Aminosäuren und bestimmte Kohlenhydrate miteinander. Es kommt dabei zu einer nicht-enzymatischen Bräunungsreaktion. Fleisch und Bratwürste bekommen dadurch ihre braune Farbe und den leckeren Geschmack. Die oben beschriebene Maillard-Reaktion bildet aber ebenfalls das krebserregende Acrylamid, das auch in Kartoffelchips, Pommes Frites oder Gebäck vorkommt. Grillen entfettet zwar das Fleisch, aber genau dieser Vorgang hat gesundheitsschädliche Folgen. Durch das heraustropfende Fett entstehen in der Glut polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs). Einer davon ist das Benzopyren, das vor allem bei Schornsteinfegern für den häufig vorkommenden Hautkrebs verantwortlich ist. Der aufsteigende Rauch ist sogar gefährlicher als Zigarettenrauch.

PAKs sind krebserregend
Doch nicht nur der Verzehr der PAKs ist gefährlich, auch das Einatmen. PAKs erhöhen das Risiko, an Lungen-, Kehlkopf-, Haut-, Magen-, Darm- und Blasenkrebs zu erkranken. Schwangere sollten auf Grillen verzichten, da die entstehenden Stoffe auch dem Ungeborenen Schaden zufügen können. Auch die Fortpflanzungsfähigkeit kann durch die PAKs beeinträchtigt werden. Aber damit noch nicht genug: Die beliebtesten Lebensmittel, die auf den Grill wandern, sind auch noch reich an Kalorien und Fett. Da Grillen Spaß macht und die aromatisierten Düfte den Appetit anregen, wird häufig zu viel gegessen. Bratwurst, Nackensteak und Co sind echte Fett-, Purin- und Cholesterinbomben. Die klassische Sommerkombination Bratwurst, Boulette und Bier führt bei vielen Grillfreunden zum schmerzhaften Gichtanfall. Grillgut und Bier sind reich an Purinen, und der Alkohol aus dem Bier hemmt die Harnsäureausscheidung.

Tipps für das gesündere Grillen
Trotz aller Gefahren gibt es ein paar Tipps, die Grill-Liebhaber beherzigen können, um gesünder zu schlemmen. Beim Grillen mit Kohle ist es wichtig, dass kein Fett, Marinade oder Fleischsaft in die Glut tropft. Dafür kann das Grillgut in Alufolie eingewickelt oder auf Aluschalen gelegt werden. Noch besser ist es aber, wenn die Glut seitlich positioniert ist. Dann kann nichts in die Glut tropfen und sich kein krebserregendes “Kondensat” auf dem Grillgut niederschlagen. Kalorienarm und nicht krebserregend sind gegrilltes Gemüse und Obst. Aber auch Fischfilets oder ganze Forellen stehen als Alternative zur Bratwurst oder zum Kotelett zur Verfügung. Auch Gasgrills sind weniger gesundheitsschädlich als mit Holzkohle befeuerte. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Grillgewürze wie Senf und Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Salbei oder Oregano die Aufnahme der Kohlenwasserstoffe vermeiden helfen. Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die die Kohlenwasserstoffe binden. Diese scheidet der Körper dann aus und sie richten keinen Schaden an.

Grundsätzlich nicht auf den Grill gehören gepökelte Lebensmittel wie Kassler oder Wiener Würstchen. Denn beim Grillen entstehen aus dem im Pökelsalz enthaltenen Nitrit Nitrosamine. Und die sind wie Benzopyren und andere PAKs krebserregend. Weitere Informationen und Tipps rund um die Gesundheit finden Sie unter: http://gesundheitsnews.imedo.de