Alkohol ganz schlecht beim Abnehmen

Kalorienfalle Alkohol – Wer abnehmen will vergisst oft den erheblichen Nährwert des Alkohols

So manche Energiebombe versteckt sich dort, wo man sie gar nicht vermutet. „Das Glas Wein zum Essen oder das Bierchen am Abend vor dem Fernseher werden in Ernährungsprotokollen oft vergessen“, sagt die Ernährungsexpertin vom Kompetenznetz Adipositas Dr. Christina Holzapfel im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Sie hat schon viele Abnehmgruppen wissenschaftlich begleitet. „Alkohol hat pro Gramm fast so viele Kalorien wie Fett“, erklärt sie. So schlägt ein Achtel Wein mit 100, die Halbe Bier mit gut 200 Kalorien zu Buche.
Und Alkohol hat noch eine weitere negative Wirkung für Abnehmwillige: Es regt den Appetit an!

Kalorienfallen im Advent

Der Mensch lebt nicht vom Keks allein – Kalorienfallen im Advent

Verschwenderisch großzügig wird der Körper in der Adventzeit mit Energie versorgt. Damit nach dem 1. Jänner nicht das böse Erwachen beim Blick auf die Waage droht, gibt der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs Tipps, wie die Figur stressfrei durch die kalorienschwangere Zeit kommt.

Der Geist ist unwillig und das Fleisch ist auch schwach
Ob zu Hause oder im Büro – überall gibt es gute Seelen, die liebevoll dekorierte Keksteller für jeden sicht- und greifbar platzieren. Wer kann da schon widerstehen? Vanille, Zimt und Lebkuchengewürz sprechen die Sinne an und locken die Glücksgefühle aus dem Nebeltief der Novembertage. Ein paar Kekse dürfen es schon sein. Doch sei man sich bewusst, dass durch große Fett- und Zuckermengen jedes kleine süße Häppchen mindestens die Kalorienmenge von 2 Äpfeln mit sich bringt. Besonders fettreich sind alle Kekse aus Mürbteig wie Vanillekipferl oder Linzeraugen. Wenig bis gar kein Fett findet sich in Lebkuchen oder „Busserl“ aus Eiklarmasse.
Tipp: Werden es nachmittags bei der Adventjause doch einmal mehr Kekse, lässt man zum Ausgleich am besten das Abendessen weg.

Zunehmen kann man bereits vor dem Essen
Wer im Berufsleben steht kann ein Advent-Lied davon singen: Eine Weihnachtsfeier jagt die nächste. Kaum ein Abend, an dem man seinem Magen Ruhe gönnen könnte. Wenn abends die Weihnachtsfeier im Kalender steht, verzichtet man oft tagsüber auf sein Mittagessen. Heißhunger macht sich daher bereits beim Anblick des „Gedecks“ breit. So werden zumindest zwei bis drei verführerisch duftende Jour-Gebäck veredelt mit Butter, Olivenöl oder üppigem Aufstrich verspeist, um das Loch im Magen etwas zu verkleinern. Mitsamt einem Campari Orange als Aperitif hat man sich bis zur Weihnachtsansprache schon die Kalorienmenge eines Wiener Schnitzels einverleibt.
Tipp: Niemals ganz hungrig zur Feier gehen! Eine Stunde vorher stillt eine Banane den ganz großen Hunger. Ein Gläschen Prosecco oder Sekt bringt nur die Hälfte der Kalorienmenge von Campari Orange mit sich.

Tarte, Tascherl, Pürees können ins (Fett)Auge gehen
Besonders trendig sind in der Gastronomie derzeit Beilagen in Form von Pürees oder Mus von Gemüse – serviert zu gebratenem Fisch oder Fleisch. Leider ist dies eine heimtückische Fettfalle, wird doch häufig pures Obers zum „Verfeinern“ ins kau-extensive Gemüse gerührt. Auch Tartes und Blätterteigtascherl sind beliebt – ob pikant oder süß. Grundlage beider Teige ist jede Menge Butter. Unerwünschter Nebeneffekt: minutenlang am Gaumen, aber monatelang auf den Hüften.
Tipp: Gedämpftes oder gegrilltes Gemüse und Erdäpfel ohne Fettverkleidung schmeicheln Gaumen und Figur gleichermaßen. Bei Täschchen oder Strudel am besten nach der Teigart fragen – Strudelteig ist im Gegensatz zu Plunder- oder Blätterteig nahezu fettfrei.

Kein Bock auf flüssige Zusatzkalorien
Das weihnachtliche Bockbier macht die Kalorienfalle Advent erst so richtig heimtückisch. Rinnt es doch mit 50 Prozent mehr Kalorien als andere helle Biere durch die Kehle. Auch beim Punschstand gerät die Idealfigur in Gefahr: Pro Häferl Punsch verbucht man am besten 300-400 kcal am Kalorienkonto. Einsparen kann man hier indem man zum Punsch wohlig warme Maroni statt anderen Fettigkeiten isst. Diese punkten mit jeder Menge Ballaststoffen und leichten 2 Prozent Fett.
Tipp: ProBieren sollte man einmal Bier gespritzt. Es erfrischt herrlich und verdünnt die Alkoholkalorien deutlich.

Keine Lust auf einen 9 km Lauf
Beim Dessert hilft die Entscheidung bei der Wahl zwischen Mousse au Chocolat und Fruchtsorbet, wenn man sich folgendes Beispiel vor Augen hält: Um die Kalorienmenge einer 100 g-Portion Schoko-Mousse durch Sport auszugleichen, müsste eine 60 kg leichte Frau knapp 5 km weit laufen. Wählt dieselbe Frau hingegen das Fruchtsorbet, reduziert sich die Laufstrecke auf 2 km.

Wer sich der Figur-Provokateure des Advents bewusst wird und rechtzeitig Ausgleich schafft, macht in der Faschingszeit noch gute Figur in Ballkleid und Smoking.

Adventgenuss ohne Gewichtsverdruss

Adventgenuss ohne Gewichtsverdruss

Der Duft nach Punsch und süßen Leckerbissen bringt
stimmungsvolle Abwechslung in die vorweihnachtliche Hektik. Doch Herr
und Frau Österreicher tappen damit jedes Jahr aufs Neue in die eine
oder andere Kalorienfalle. Mit bewusster Auswahl gelingt das
Schmausen durch die besinnliche Zeit auch ohne überzählige Kilos. Der
Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) verrät, wie
das gelingen kann:

Nicht Abnehmen, sondern Gewicht halten. Der Advent ist ein
ungünstiger Zeitpunkt für überzogene Figurwünsche. Wer den Dezember
ohne Gewichtsplus übersteht, zählt bereits zu den Gewinnern.
Weniger Zucker und Fett. Bei jedem Keks- und Kuchenrezept kann
mindestens ein Drittel Zucker, Butter oder Margarine ohne
Geschmackseinbußen eingespart werden.

Alkohol in Maßen. Weihnachtspunsch schmeckt auch 1:1 mit
Früchtetee oder Wasser gestreckt und spart Zucker und Promille.
Keine sichtbaren Verführungen. Kuchen und Kekse gehören nicht zur
Weihnachtsdekoration, sondern sollten gezielt vorbereitet werden.
Kalorienarme Alternativen. Maroni mit nur 150 Kcal pro Stanitzel oder
Bratapfel ohne Fülle mit 80 Kcal sind fett- und kalorienarm.
Gut geplant ist halb gewonnen. Vor Weihnachtsfeiern und am Tag danach
helfen leichte klare Suppen, Salate oder Erdäpfel mit Gemüse,
überschüssige Kalorien auszugleichen.

Hühnereier zu Ostern erlaubt!

Hühnereier sind gesünder als der Griff zur Kalorienfalle Schokoladenei, da sie den Cholesterinspiegel im Körper nicht belasten, berichtet heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Irina Baumbach von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen.

Wer dem traditionellen Brauch folgen will, zu Ostern gefärbte Hühnereier zu verspeisen, der kann diesem Genuss auch ohne Angst vor überschießenden Cholesterinwerten frönen.
Bislang stufte die Wissenschaft das echte Osterei als Cholesterinbombe ein und drückte dem Eiweißpaket den Stempel „gesundheitsschädigend“ auf. Dabei gehört es zu den wertvollsten Lebensmitteln.

Hühnereier enthalten hochwertiges Eiweiß und lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin A, E, K, Folsäure und Biotin sowie Eisen und Zink. Zwar weist ein Hühnerei mit durchschnittlich 250 Milligramm einen hohen Cholesteringehalt auf, jedoch ergaben wissenschaftliche Studien, dass der Lecithingehalt im Ei die Aufnahme des Cholesterins in den Körper hemmt .

Auch für andere Substanzen, die sowohl im Ei als auch in Milch und grünem Tee vorkommen, stellten Wissenschaftler eine verminderte Cholesterinaufnahme in den Körper fest . Zudem weist das weiße Kraftpaket eine günstige Fettsäurezusammensetzung auf .

Milchschokolade dagegen ist wesentlich kalorienhaltiger, enthält mehr Fett und kaum Vitamine oder Mineralstoffe.

Über die Osterfeiertage können auch Menschen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel mit ruhigem Gewissen täglich ein bis zwei Hühnereier verzehren. Um die Cholesterinwerte effektiv schrumpfen zu lassen, ist der Austausch von schlechten gegen gute Fette die wirksamste Methode. Statt Fertiggerichten, Süßwaren und tierischen Fetten gehören pflanzliche Öle sowie Nüsse und Samen auf den Tisch.
Auch die körperliche Bewegung hilft beim Abbau erhöhter Cholesterinwerte, so Irina Baumbach abschließend.

Weitere Informationen zu diesem Thema und die Broschüre „Cholesterinspiegel schonend senken“ sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich.
Die Broschüre kann auch gegen Einsendung von drei Euro in Briefmarken bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Mariahilfstraße 9 in 52062 Aachen angefordert werden.