Die "40 besten deutschen Bierlokale"

Sommerzeit ist Biergartenzeit – aber welche lohnen am meisten einen Besuch? Dort, wo zum hausgebrauten Bier eine handfeste, gute Küche serviert wird – ein idyllischer Terrassenplatz macht dann das Glück perfekt.

Zum ersten Mal hat DER FEINSCHMECKER die besten Braugasthäuser in ganz Deutschland getestet und empfiehlt in seiner August-Ausgabe die 40 besten Braustuben und Biergärten, nach Bundesländern geordnet.

Die größte Auswahl haben die Bayern – kein Wunder, denn mit 200 Brauereien haben zum Beispiel die Oberfranken die größte Brauereidichte der Welt. Jede zweite Brauerei in Deutschland sitzt in Bayern, rund 600 von 1200. In seiner Liste der 40 besten deutschen Bierlokale empfiehlt DER FEINSCHMECKER in Bayern acht Brauhäuser, viele davon sind regionale Tipps wie „Weib’s Brauhaus“ in Dinkelsbühl oder das neue Craft Beer-Zentrum „Camba Bavaria“ in Truchtlaching.

Aber auch im Osten Deutschlands können Brauhäuser mit orginellem gutem Bier punkten: Die Spreewälder Privatbrauerei im brandenburgischen Schlepzig etwa, die Störtebeker Biermanufaktur in Stralsund mit dem Lokal „Zum Alten Fritz“ oder die „Papiermühle“ in Jena, wo das dunkle Jenaer Schellenbier mit ambitionierter Küche wetteifert.

In den Metropolen empfiehlt DER FEINSCHMECKER auch neue Craft Beer-Lokale, die auf kräftige, stark gehopfte Manufakturbiere nach amerikanischem Vorbild setzen – hier begeistert in Hamburg etwa das „Alte Mädchen“ im Schanzenviertel mit großer Terrasse und in München die kleine Brauerei Giesinger mit guter Küche wie Kalbshaxe mit Blaukraut oder Spinatknödel.

Die „40 besten deutschen Bierlokalen“ erscheinen in DER FEINSCHMECKER Ausgabe 08.15, die ab dem 15. Juli im Handel erhältlich ist und 9,95 Euro kostet. www.der-feinschmecker.de

Martin Baudrexel bei Kustermann

Am morgigen Samstag, den 10. Juli 2010 ist der Fernsehkoch Martin Baudrexel zu Gast bei Kustermann in München. Um 11.30, 13.00 Uhr und 14.30 Uhr zeigt der Profikoch und Inhaber des Restaurants Rubico kreative Rezeptideen im Eierkoch und in der neuen Serie Gourmet Cucina von JENAER GLAS, die zum Nachkochen einladen. Seine Küche steht für authentischen Genuss: „Ich möchte mit meinen Kreationen den Eigengeschmack des Produktes beibehalten und gezielt mit nur wenigen ausgesuchten Zutaten unterstützen und ergänzen.“ Alle Rezeptideen sind perfekt auf die Produkte von JENAER GLAS zugeschnitten. Wie viele Profiköche arbeitet Martin Baudrexel mit CHROMA Messer. Er mag die Haiku Damaszener Messer am liebsten.

Martins Hauptrestaurant in München ist das Rubico: www.rubico.de/rubico.html
Martin Baudrexel wird von der Kochenden Leidenschaft www.kochende-leidenschaft.de vertreten. Quelle: www.digest-online.de/

Gesundheit trotz Mangelernährung

Ernährungswissenschaftlerin untersucht Ernährungsgewohnheiten der Maasai

Der menschliche Körper ist ein wahres Wunderwerk. Neue Belege dafür hat Nadja Knoll beim Hirtenvolk der Maasai im ostafrikanischen Kenia gefunden. Für ihre Diplomarbeit untersuchte die Ernährungswissenschaftlerin von der Friedrich-Schiller-Universität Jena die Ernährungsgewohnheiten eines nomadisch lebenden Stammes im Kajiado-District. Die verblüffende Erkenntnis der Feldstudie: Obwohl sich die Maasai einseitig und mangelhaft ernähren, sind sie erstaunlich gesund.

Untersuchungen des Blutes haben gezeigt, dass sich in den Erythrozyten-Membranen, den „Zellwänden“ der roten Blutkörperchen, gesunde Omega-3-Fettsäuren finden, obwohl sie nicht über die Nahrung aufgenommen wurden. „Diese Ergebnisse haben uns überrascht. Sie beweisen die enorme Anpassungsfähigkeit des menschlichen Organismus“, sagt Prof. Dr. Gerhard Jahreis vom Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie, unter dessen Leitung die Studie durchgeführt wurde.

Massai sind nicht blutrünstig

Die Feldarbeit in Afrika brachte noch eine neue Erkenntnis: Nadja Knolls Studie belegt, dass die tradierten Erzählmuster über die Ernährungsgewohnheiten der Maasai nicht zutreffen. Afrika-Reisende wie Gustav Adolf Fischer (1848-1886) und der Brite Joseph Thomson (1858-1895) haben das Bild von den blutrünstigen Maasai verbreitet. Ihren Berichten zufolge ernährte sich das Hirtenvolk vorrangig von Fleisch, Milch und Blut. Besonders hoch sollte der Anteil von fermentierter Milch sein, einer Art Joghurt. Nadja Knolls Ergebnisse sprechen da eine andere Sprache. Die Wissenschaftlerin von der Jenaer Universität fand heraus, dass die Maasai zum Frühstück stark gesüßten Milchtee zu sich nehmen. Einige Maasai verzehren vormittags „Porridge“, einen flüssigen Brei aus Maismehl, Wasser, etwas Milch und Zucker. Zum Mittag gibt es meistens Milch und „Ugali“, eine Art Polenta, die aus Maisgrieß und Wasser zubereitet wird. „Das Abendessen gleicht dem Mittag“, sagt Knoll. Die Wissenschaftlerin verweist darauf, ihre Feldstudie am Ende der Trockenzeit erstellt zu haben. In der – deutlich kürzeren – Regenzeit können die Ergebnisse etwas anders ausfallen. Geben die Tiere der Maasai doch in der Regenzeit mehr Milch. Diese wird dann in Flaschenkürbissen fermentiert, so dass ein joghurtähnliches Getränk entsteht, das möglicherweise probiotische Eigenschaften aufweist.

Fleisch steht selten auf dem Speisezettel

Fest steht, dass Fleisch selten auf dem Speisezettel der Nomaden steht. Der Anteil pflanzlicher Nahrung liegt deutlich über 50 Prozent. Bevorzugt wird das Fleisch von Schafen oder Ziegen gegessen, während die traditionellen Zebu-Rinder nur selten verzehrt werden. „Ein Rind schlachten die Maasai höchstens zu rituellen Feiern“, sagt Knoll.

Ihre Studie hat Nadja Knoll gemeinsam mit Fachkollegen der kenianischen Jomo Kenyatta University of Agriculture and Technology von Juja/Nairobi erstellt. Bevor die Feldforschung beginnen konnte, musste eine Ethikkommission das Vorhaben genehmigen. Angesichts einer hohen HIV-Rate im Land wurden besonders die geplanten Blutproben genau hinterfragt.

Der Ergebnisse der Jenaer Ernährungswissenschaftlerin sollen in einem internationalen, renommierten Fachjournal veröffentlicht werden.

A.C.A.B.

„All Cooks Are Bastards“: Demonstrant wegen Beamtenbeleidigung vor dem Amtsgericht

Weil es ein T-Shirt mit der Aufschrift „All Cooks Are Bastards“ getragen hat, steht ein Mitglied des Jenaer Aktionsnetzwerks gegen Rechtsextremismus vor Gericht. Gemeinsam mit 100 anderen Menschen hatte der Mann am 26. Juli 2008 gegen den Auftritt von Alt-Nazi Reinhold Leidenfrost im „Braunen Haus“ in Altlobeda protestiert. In einer Zugangskontrolle zur Gegenkundgebung fühlte eine Bereitschaftspolizistin sich durch den Anblick seines T-Shirts beleidigt. Die öffentliche Verhandlung beginnt am kommenden Mittwoch um 9 Uhr im Amtsgericht, Saal 1.

Die Staatsanwaltschaft versteht unter der scherzhaften Schmähung von Köchen die Parole „A.C.A.B. – All Cops Are Bastards“, mit der viele Jugendliche ihre Wut und ihren Frust über die Polizei ausdrücken. Dieses Strafverfahren zielt auf solche Kritik an staatlichen Behörden. Da der Slogan „All Cops Are Bastards“ wie „Soldaten sind Mörder“ nach der Rechtsprechung eine sog. straflose Kollektivbezeichnung ist, wählen die Verfolgungsbehörden den Umweg über die persönliche Ehre einer einzelnen Beamtin, um eine Verurteilung zu erreichen.

Die Polizei stellte auf der Kundgebung am 26. Juli 2008 eine weitere Anzeige wegen „A.C.A.B.“ Über den Stand dieses Verfahrens ist nichts bekannt.

*Das T-Shirt zeigt einen Totenkopf mit Kochmütze und gekreuztem Besteck und die Aufschrift „A.C.A.B. – All Cooks Are Bastards“ – das Logo der Hamburger Cateringagentur Rote Gourmet Fraktion, die nach eigenen Angaben bereits „beinahe jede namhafte deutsche und internationale Band … auf ihren Touren und Festivals bekocht“ hat. (Motiv hier: http://www.rotegourmetfraktion.de/ueber-uns/all-cooks-are-bastards) (Quelle: www.jenapolis.de )

Vitaminpräparate steigern Diabetes-Risiko

Studie: Vitaminpräparate steigern Diabetes-Risiko

Zeitweiliger oxidativer Stress könnte eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Typ-2-Diabetes mellitus spielen – dieser Effekt kann durch die Einnahme von Vitaminpräparaten zunichte gemacht werden.

Bewegung ist gesund. Und wer seinem Körper daneben noch mehr Gutes tun will, versorgt ihn zusätzlich mit Vitaminpräparaten. Das stärkt die Abwehrkräfte und erhöht die Lebenserwartung, so die weit verbreitete Meinung. Fehlanzeige, wie Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt gemeinsam mit Kollegen der Universität Leipzig, dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam und der Harvard Medical School in Boston herausgefunden haben. „Die gesundheitsfördernde Wirkung von körperlicher Bewegung wird durch die Einnahme von sogenannten Antioxidantien in Form von Vitamin C und E sogar unterdrückt“, fasst Prof. Dr. Michael Ristow vom Jenaer Institut für Ernährungswissenschaften das Ergebnis zusammen.

Antioxidantien fungieren als Radikalfänger. Das bedeutet, dass sie schädigende Sauerstoffradikale, wie sie bei der Zellatmung in den Mitochondrien und somit bei Ausdauersport jeder Art entstehen, unschädlich machen können. „Es ist jedoch so, dass die durch Sport kurzfristig vermehrt gebildeten freien Radikale jedoch selbst die körpereigene Abwehr gegen reaktive Sauerstoffspezies erst in Gang setzen“, erläutert Prof. Ristow das von ihm entwickelte Prinzip der Mitohormesis. „Freie Radikale wirken langfristig wie ein Impfstoff gegen oxidativen Stress. Antioxidatien unterdrücken die körpereigene Produktion von freien Radikalen – und damit diesen Impfeffekt.“

Die Forscher haben jetzt festgestellt, dass freie Radikale (reactive oxygen species, kurz: ROS) sogar den Blutzuckerstoffwechsel verbessern und damit möglicherweise das Diabetes-Risiko senken können. In der Studie, bei der 39 junge Männer über vier Wochen lang ein Sportprogramm durchliefen und parallel verschiedene Parameter wie Genexpression und Blutinhaltsstoffe gemessen wurden, testeten die Jenaer Wissenschaftler den Einfluss von Antioxidantien auf den Bewegungseffekt. Ihre Ergebnisse sind in der heute erschienenen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ veröffentlicht worden.

„Durch körperliche Bewegung werden die Mitochondrien stärker aktiviert und damit die Produktion der ROS angekurbelt“, so Projektleiter Ristow. Parallel dazu haben die Wissenschaftler einen Anstieg der Expression von Genen gemessen, die regulierend auf die Insulinempfindlichkeit wirken – allerdings nur bei denjenigen, die keine Vitaminpräparate eingenommen hatten. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die durch Bewegung gebildeten ROS einer Insulin-Resistenz entgegenwirken“, konstatiert der Inhaber des Lehrstuhls für Humanernährung der Universität Jena. „Das bedeutet“, so Ristow weiter, „dass zeitweiliger oxidativer Stress durchaus eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Typ-2-Diabetes mellitus spielen kann.“ Ein Effekt, der jedoch durch die Einnahme von Vitamin C und E zunichte gemacht werde. „Wir müssen sogar davon ausgehen, dass Antioxidantien das Diabetes-Risiko eventuell erhöhen, indem sie die Bildung von ROS verhindern“, so der Ernährungswissenschaftler.

Für Menschen, die gesundheitsbewusst leben, besteht allerdings kein Grund zur Sorge. Der gesundheitsfördernde Effekt von frischem Obst und Gemüse bleibe unbestritten und wesentlich sei: Vitamintabletten könnten den Verzehr von Obst und Gemüse keinesfalls ersetzen – denn diese wären offenbar gesund, obwohl sie Antioxidatien enthielten.

Originalpublikation:

Ristow, M., Zarse, K., Oberbach, A., Klöting, N., Birringer, M., Kiehntopf, M., Stumvoll, M., Kahn, C. R., Blüher, M.: Antioxidants Prevent Health-Promoting Effects of Physical Exercise in Humans. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS), early edition:

http://www.pnas.org/papbyrecent.shtml

Restaurant der Woche – Scala – Das Turm Restaurant

Scala – Das Turm Restaurant

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse der Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Das „Scala“ im Jenaer Intershop-Tower zählt seit einigen Jahren mittags wie abends zu den bestbesuchten Restaurants der Stadt. Deshalb ist eine vorherige Reservierung durchaus zu empfehlen. Mit seiner inzwischen mehr als 30-jährigen Geschichte gilt der Turm unbestritten als Wahrzeichen von Jena. Ist man erst einmal am Pförtner vorbei, geht es mit dem Lift hinauf in den 29. Stock. Dort angekommen hat man in 128 m Höhe einen traumhaften Panoramablick über die lebendige Technologiestadt.

Hell und freundlich wirkt der großzügige Raum mit luftig gestellten Tischen und bequemen Stühlen. Eine Klarglasscheibe am Getränkebüffet gewährt einen kleinen Einblick in die Küche. Von hier kommen die kulinarischen Köstlichkeiten, die Chefkoch Christian Hempfe und seine Mannschaft mit viel Engagement und Kreativität zubereiten. Großen Wert legt man nachweislich auf die Frische der Produkte. So verwundert es kaum, das der ambitionierte Hempfe inzwischen zu den besten Köchen in Thüringen gehört.

Zur obligatorischen Brotauswahl grüßt die Küche mit gaumenkitzelnden Petitessen im Trio, von denen wir das Olivenpesto besonders gelungen fanden. Danach gefiel uns die feine Steinpilzessenz, in der die Trüffelnocken ausgezeichnet zur Geltung kamen. Nicht nur ein entzückender Anblick, sondern auch ein großer Genuss war das Duett von Steinbutt und Riesengarnele mit Krustentierbutter, bekrönt von einem kräftig aromatischen Kräuterrissotto, das mit Fisch und Garnele harmonisch einherging. Ein prima Finale bildete das Dessert: Karamellisiertes Schmandtörtchen mit Kürbis-Krokant-Eis.

Das junge und stets höfliche Serviceteam macht seinen Job gut. Sowohl Empfang, Nachschenken der Getränke und Verabschiedung klappten problemlos. Die Weinkarte listet regionale Saale-Unstrut-Reben ebenso wie Gewächse aus Frankreich, Italien und Österreich.

Fazit: Ob privat oder geschäftlich, ein Besuch in dem attraktiven Turm-Restaurant lohnt sich nicht nur wegen der vorzüglichen Aussicht. Die Experten des Varta-Führers zeichnen Küchenleistung und Ambiente im Restaurant Scala mit zwei Varta-Diamanten aus.