Super-Imbissbude

Die Imbissbude ‚Bergwolf‘ liegt direkt am Ausgang der U-Bahnstation Fraunhoferstraße im Glockenbachviertel in München. Deftige Currywurst, importiert aus Bochum, eine Bar, spartanische Bahnhofskneipenatmosphäre und hier und da mal ein Ruhrpott-Spruch von Chef Frank Bergmeyer – das zeichnet den Bergwolf aus. In München ist die ‚Bude‘ längst Kult geworden – aber reicht das zum Titel ‚Super-Imbissbude‘?

Kabel1, Montag, 07.04., 17:45 – 18:45 Uhr, Abenteuer Leben – täglich Wissen

Januar bis September 2007: Fast 37 000 Tonnen Tee importiert

Von Januar bis September 2007 wurden nach
Mitteilung des Statistischen Bundesamtes 36 600 Tonnen Tee mit einem
Wert von 82 Millionen Euro nach Deutschland importiert. Gegenüber dem
vergleichbaren Vorjahreszeitraum stiegen die Importmengen damit um
8,1% an; wertmäßig waren die Importe leicht rückläufig (- 0,3%).

Wichtigster Teelieferant Deutschlands war in den ersten neun
Monaten des Jahres 2007 China mit einer Importmenge von 9 200 Tonnen
im Wert von 19 Millionen Euro. Die Teeimporte aus China stiegen
sowohl mengenmäßig (+ 35,4%) als auch wertmäßig (+ 9,3%) gegenüber
Januar bis September 2006 deutlich an. Auf den Plätzen zwei und drei
der wichtigsten Teelieferanten liegen Indien (4 900 Tonnen im Wert
von 17 Millionen Euro) und Indonesien (4 800 Tonnen im Wert von 7
Millionen Euro), gefolgt von Sri Lanka (4 700 Tonnen im Wert von 13
Millionen Euro) und Argentinien (3 300 Tonnen im Wert von 4 Millionen
Euro).

Knapp drei Viertel der deutschen Teeimporte von Januar bis
September 2007 stammten aus diesen fünf wichtigsten Importländern.

Deutsche Verbraucher misstrauen Bio-Produkten aus dem Ausland

Der Bio-Boom in Deutschland ist ungebrochen.
Eine Folge: Weil die Nachfrage im Inland nicht gedeckt und die
Produktionskosten jenseits der Grenzen oft niedriger sind, werden
sogar heimische Bio-Produkte wie Gemüse oder Käse immer öfter aus dem
Ausland importiert. Doch das schmeckt vielen deutschen Verbrauchern
nicht. Denn das Vertrauen in die ausländischen Produkte ist gering,
wie eine jetzt veröffentlichte repräsentative Verbraucherbefragung
von Produkt + Markt zeigt. Danach vertrauen 85 Prozent der Befragten
zwar den hierzulande produzierten Bio-Lebensmitteln, doch nur drei
Prozent sagen das auch über Bio-Produkte aus Osteuropa (Nicht-EU) und
Russland.

Kaum besser schneiden die Bio-Lebensmittel aus China (4 %),
Nordafrika (8 %) und selbst aus den USA (11 %) ab, melden die
Marktforscher aus Wallenhorst bei Osnabrück. Auch Produkte aus
Italien und Spanien werden hierzulande eher skeptisch beurteilt. Nur
32 bzw. 26 Prozent der Befragten haben Vertrauen in die Bio-Waren der
südeuropäischen Nachbarn. Außerhalb von Europa konnten die
Neuseeländer am stärksten punkten. Immerhin 40 Prozent der Deutschen
vertrauen den Bio-Produkten vom anderen Ende der Welt. Die beste
Platzierung indes legten die Nachbarn aus dem Norden hin. 59 Prozent
der Umfrageteilnehmer schenkten den Bio-Lebensmitteln aus Dänemark
ihr Vertrauen.

Produkt + Markt hatte im Juni und Juli dieses Jahres 1.000
Haushalte zum Konsum und Stellenwert von Bio-Lebensmitteln befragt.
Die Ergebnisse stützen eine Umfrage der Meinungsforscher vom
Jahresbeginn. Danach wünschten sich rund 80 Prozent der Verbraucher,
dass die Nachfrage von Bio-Lebensmitteln mit in Deutschland
erzeugten Produkten gedeckt werden solle. 71 Prozent gaben an, dafür
sogar etwas mehr Geld ausgeben zu wollen.

Test von asiatischen Würzpasten und Würzsoßen

In 18 von 25 Asiawürzpasten fanden sich bei einem Test der Stiftung Warentest sehr hohe Mengen an Weichmachern. Oftmals war die Dosis so gewaltig – in einem Fall das 165-fache des Grenzwertes – dass sie die Gesundheit gefährdet. Schuld sind allein die Deckel, so die Zeitschrift test in ihrer Juli-Ausgabe.

Sambals, also Soßen aus Chilischoten, Satay, eine Soße aus Erdnüssen und Kokosmilch oder diverse Curry- und Shrimppasten haben eins gemeinsam: Sie sind mit reichlich Öl versetzt und werden meist aus Asien importiert.

Kommen die Dichtungsringe der Schraubgläser, die bis zu 45 Prozent aus Weichmachern bestehen können, mit dem Öl in Verbindung, lösen sich die Weichmacher und gehen über. Zu den Risikostoffen, die die Stiftung nachgewiesen hat, gehören DEHP, DINP, DIDP und DEHA. DEHP, beispielsweise, erwies sich im Tierversuch als krebserzeugend sowie frucht- und fortpflanzungsschädigend, dazu greift es in den Hormonhaushalt ein. Die gleichen Gesundheitsrisiken sind auch für den Menschen nicht auszuschließen.

Die Stiftung rät dazu, auf alternative Verpackungen wie Tuben zurückzugreifen. Wo das nicht möglich ist: Vom Inhalt so wenig Öl wie möglich verzehren und das Glas nicht ewig aufbewahren.

Zahl der Woche – Gute Apfelernte in Deutschland

Äpfel, das klassische Winterobst, gehören zu den
beliebtesten Baumobstarten in Deutschland. 942 200 Tonnen geerntete
Äpfel entsprachen 84% der deutschen Baumobsternte des Jahres 2006.
Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, fiel die Apfelernte
im Jahr 2006 gut aus; gegenüber dem Vorjahr konnten 6,4% mehr Äpfel
geerntet werden.

Um die Nachfrage an Äpfeln in Deutschland zu decken, wurden in den
ersten drei Quartalen des Jahres 2006 nach vorläufigen Ergebnissen
der Außenhandelsstatistik zusätzlich noch 505 600 Tonnen Frischäpfel
eingeführt. Im Jahr 2005 waren 845 700 Tonnen Äpfel importiert
worden, die vorwiegend aus Italien stammten. Gleichzeitig exportierte
Deutschland in der Zeit von Januar bis September 2006 77 200 Tonnen
und im Jahr 2005 etwa 100 400 Tonnen Frischäpfel.

Der Ertrag bei Äpfeln stieg gegenüber 2005 um 5,8% auf 29,2 Tonnen
je Hektar Anbaufläche. Die wichtigsten deutschen Apfel-Anbaugebiete
liegen in Niedersachsen („Altes Land“) und in Baden-Württemberg
(Bodenseeregion) sowie in Sachsen.

Lebensmittelkontrolle versagt

Beim Import von Geflügelfleisch gibt es schwere
Mängel beim Schutz der Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren.
Dies hat die SECURVITA Krankenkasse, die sich für den vorbeugenden
Schutz der Verbraucher engagiert, bei einer Untersuchung von
Geflügelimporten aus Brasilien festgestellt. „Vor allem bei
verarbeiteten Fleischprodukten wie Hähnchennuggets oder Chicken Wings
sind die Lebensmittelkontrollen unzureichend, sowohl im
Herstellerland wie auch beim Import nach Europa“, sagte ein
SECURVITA-Sprecher in Hamburg.

Geflügel gilt als gesund und fettarm und wird in Deutschland immer
beliebter, berichtet die Krankenkasse.
Rund 18 Kilo Geflügel isst jeder Deutsche im
Jahr. Insgesamt sind das rund 1,5 Millionen Tonnen, Tendenz steigend.
Die Hälfte davon wird importiert. Der Bio-Anteil ist gering, das
meiste stammt aus Massentierhaltung. Die billigen Brustfilets,
Nuggets und Chicken Wings in den Tiefkühltruhen von Supermärkten und
Discountern haben jedoch eine Vorgeschichte, die vielen Verbrauchern
schwer im Magen liegen dürfte – wenn sie allgemein bekannt wäre.

Mehr als 120.000 Tonnen Geflügel wurden 2005 aus Brasilien nach
Deutschland importiert (Vorjahr: 95.000 Tonnen). Brasilien ist nach
China und den USA der drittgrößte Geflügelfleischproduzent der Welt.
Die Produktion verzeichnet ein rasantes Wachstum. Hühnerbrustfilets
werden in Brasilien etwa 80 Prozent billiger hergestellt als in
Europa.

In importiertem Geflügelfleisch aus Brasilien wurden jedoch in den
letzten Jahren die Antibiotika Nitrofuran und Chloramphenicol
gefunden. Sie sind in der EU für die Tiermast verboten. Das
Bundesinstitut für Risikobewertung bezeichnet die Stoffe als
„karzinogen wirksam“, d.h. möglicherweise krebserregend. Weil die
verbotenen Stoffe in importiertem Geflügelfleisch so häufig
auftraten, wurden auf Anordnung der EU eine Zeitlang alle Sendungen
von brasilianischem Geflügelfleisch untersucht. Ende 2004 hat die
EU-Kommission die Pflicht zur Untersuchung wieder aufgehoben. Jetzt
untersucht das Hamburg Hygiene-Institut nur noch einzelne
Stichproben. Aus über 100.000 Tonnen Importgeflügel aus Brasilien und
Argentinien waren das in den vergangenen 18 Monaten insgesamt nur
rund 40 Proben. Diese wenigen Stichproben ergaben keine Rückstände
der genannten Stoffe. Das gibt allerdings keine Sicherheit. Wird die
Zugabe von Antibiotika rechtzeitig vor der Schlachtung abgesetzt,
fällt sie in der Probe nicht mehr auf.

Man geht davon aus, dass 95% der brasilianischen Hähnchenmäster
Antibiotika einsetzen, damit die Tiere schneller wachsen.
„Antibiotika haben als Leistungsförderer in der Tiermast nichts zu
suchen“, erklärt Prof. Reinhard Kurth, Präsident des Robert
Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Antibiotika-Resistenzen können auf
den Menschen übertragen werden. „Krankheitserreger, die der
Antibiotikabehandlung widerstehen, können vor allem für Patienten mit
geschwächter Immunabwehr lebensgefährlich werden.“

Die Qualitätskontrollen für Hähnchenfleisch in Brasilien sind nach
Meinung von Fachleuten undurchsichtig. „Ein durchgängiges staatliches
Prüfungs- und Kontrollsystem scheint nicht zu bestehen“, resümiert
Dr. Nicole Mau, Lebensmittelexpertin an der Justus-Liebig-Universität
in Gießen. Sie war im Rahmen einer Studie für den Bundesverband der
Verbraucherzentralen in Brasilien, um die Lebensmittelsicherheit,
Produktions- und Verarbeitungsbedingungen zu untersuchen.

Als Konsequenz daraus fordert die SECURVITA eine Verbesserung des
Verbraucherinformationsgesetzes: „Die Gesundheit muss beim
Verbraucherschutz Vorrang haben!“ Gemeinsam mit 18 namhaften
Organisationen (darunter Bioland, BUND, Demeter, Greenpeace, GLS
Gemeinschaftsbank, Deutscher Tierschutzbund, Transparency
International, WWF und foodwatch) fordert SECURVITA, mehr Transparenz
zu schaffen und die Verbraucher besser zu schützen.

www.securvita.de