Austern ernten und genießen im Lynnhaven River

Pleasure House Oysters in Virginia Beach bietet verschiedene Ausflüge rund um das Thema Austern inklusive Bootstour zur Farm.

Die Austern vom Lynnhaven River in Virginia Beach zählen zu den besten der Welt. Sie wurden früher nach Europa importiert, um dort an den königlichen Höfen serviert zu werden, und gelten bis heute aufgrund ihres einzigartigen Geschmacks, ihrer Größe und Konsistenz als wahre Delikatesse. Je nach Aufzuchtsort schmecken die Edel-Muscheln sehr unterschiedlich. Bestimmt wird der einzigartige Geschmack durch die Algen, Mineralien, den Salzgehalt und die Temperatur des Wassers, in dem sie wachsen.

Pleasure House Oysters (www.pleasurehouseoysters.com), ein Austernzüchter in Virginia Beach, vermittelt interessierten Besucher auf verschiedenen Ausflügen viel Wissenswertes über die delikaten Meerestiere. Je nach Tour werden die Austernbänke sowie die Austernfarm im Lynnhaven River besucht und die Delikatesse kulinarisch genossen.

Chef’s Table Tour
Der drei- bis vierstündige Ausflug mit Captain Chris Ludford, dem Eigentümer von Pleasure House Oysters, startet mit einer Bootstour zur Austernfarm. Dort erleben die Teilnehmer eine Dining-Erfahrung der besonderen Art, denn der Tisch, auf denen die frischen Meeresfrüchte serviert werden, steht im flachen Wasser. Neben drei unterschiedlichen Catering-Möglichkeiten kommen natürlich die Austern ganz frisch auf den Tisch. Wer möchte kann gern eine Flasche Wein mitbringen. Nach dem Lunch oder Dinner bleibt genügend Zeit, die Farm zu erkunden. Der Preis pro Person beträgt 137,50 US-Dollar (Mindesteilnehmerzahl: 2).

Nur genießen oder selbst ernten
Viel über das Leben am und im Lynnhaven River kann man während der Tasting Tour erfahren. Gleichzeitig bietet der Ausflug, der von bis zu 14 Personen gebucht werden kann, eine wunderbare Gelegenheit, zu lernen, wie Austern richtig geschlürft werden. (Preis pro Person: 49,50 DU-Dollar / Mindesteilnehmerzahl: 4). Wer gerne selbst einmal Austern ernten möchte, ist bei der Waterman Tour genau richtig. Basierend auf der Tasting Tour bietet dieser Ausflug zusätzlich die Möglichkeit, mitanzupacken und, je nach Saison, Krabben, Aale, Fische oder Muscheln aus dem Wasser zu ziehen und auf die Farm zu bringen (Preis pro Person: 82,50 US-Dollar / Mindesteilnehmerzahl: 4). Bei beiden Touren können Getränke mitgebracht werden.

Virginia als größter Austernproduzent der USA
Vor 150 Jahren spielten die Edel-Muscheln sogar als Industriezweig mit eigenen Konservenfabriken eine wichtige Rolle. Doch Ende des 19. Jahrhunderts waren bereits viele Austernbänke durch Überfischung zerstört. Die zunehmende Umweltverschmutzung bis in die 1960er Jahre hätte fast zum Aussterben der Molluken geführt. Dank des Clean Water Act von 1972 können Austern heute wieder in der Chesapeake Bay gezüchtet werden. Pleasure House Oysters setzt dabei ganz auf Handarbeit. Mit Ausnahme des Motorboots, mit dem die Besucher zu den Austernbänken und zur Farm gebracht werden, verzichtet der Familienbetrieb auf den Einsatz von Maschinen.

www.visitvirginiabeach.de

Erdbeeren

142.780 Tonnen betrug die Erntemenge von Erdbeeren im vergangenen Jahr in Deutschland. In diesen Tagen startet in Deutschland die neue Erdbeersaison. Ein breites Sortenspektrum und eine moderne Kulturtechnik verlängern das Erntefenster, so dass die Verbraucher bereits im Frühjahr und bis in den Spätsommer deutsche Erdbeeren genießen können. Die Zahl der Erdbeersorten wird auf über 1.000 geschätzt, davon wird in Deutschland vor allem die mittelfrühe Sorte „Elsanta“ angebaut, gefolgt von den Sorten „Flair“ und „Clery“.

Die Hauptanbaugebiete für Erdbeeren lagen im Jahr 2013 in Niedersachsen (4.307 ha), Nordrhein-Westfalen (3.573 ha), Baden-Württemberg (3.872 ha) und Bayern (2.366 ha) auf einer Gesamtanbaufläche von 19.434 ha in rund 2.400 Betrieben. Importiert wurden im vergangenen Jahr 110.787 Tonnen Erdbeeren, wobei die größte Einfuhr aus Spanien, den Niederlanden und Italien erfolgte. Insgesamt 11.802 Tonnen wurden unter anderem nach Österreich, in die Tschechische Republik oder nach Frankreich exportiert.

Erdbeeren liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe und sind dazu noch kalorienarm. Das trägt auch zur Beliebtheit der Obstsorte bei den Verbrauchern in Deutschland mit einem über die Jahre fast gleichbleibenden Verbrauch von rund 3,5 kg pro Kopf bei.
Quelle: BMEL, Destatis

BerlinerHonig.de eröffnet Online-Shop

Bienen sind das drittwichtigste Nutztier und erbringen pro Jahr 2 Milliarden EUR volkswirtschaftlichen Nutzen: Um 30 Prozent sind die deutschen Bienenbestände in den letzten 10 Jahren in Deutschland zurück gegangen

80 Prozent aller in Deutschland verfügbaren Honige werden ohne Angabe vom tatsächlichen Ursprungsland importiert; Gentechnik und Monokulturen erschweren die Bienenhaltung auf dem Lande.

Die Verbraucher entscheiden: Mit Berliner Honig bekommen Berliner eine sichtbare und zugängliche Möglichkeit, durch den Genuss von frischem, lokalen Honig einen Beitrag zum Erhalt unserer Bienenbestände zu leisten.

Ab jetzt kann man unter www.berlinerhonig.de Honig in seiner ursprünglichen Form kaufen. BerlinerHonig ist eine Initiative von Imkern, die sich mit Herzblut für mehr Bienen einsetzen und dem Berliner Honig ein Gesicht geben. Der angebotene Honig ist frisch, naturbelassen, ungemischt, ungefiltert, ungerührt und wird fair gehandelt.

Der Energiespender Honig geht sofort ins Blut und gibt den ultimativen Energieschub. Der Nektar, den die Bienen für den Honig sammeln, kann von bis zu 150 Blüten kommen. Das macht einen guten Honig geschmacklich interessant und aromatisch. 80 Prozent der in Deutschland verfügbaren und konsumierten Honige werden zu Dumpingpreisen importiert. Gleichzeitig sieht es um den Bienenbestand in Deutschland nicht gut aus. In den letzten 10 Jahren haben wir 30 Prozent der Bienen verloren. Dabei ist die Biene das drittwichtigste Nutztier. Bienen leisten durch die Bestäubung einen volkswirtschaftlichen Beitrag von 2 Milliarden Euro. Wenn mehr Menschen Honig aus der Region bevorzugen, werden der Bienenbestand, das Ökosystem und das Imkerhandwerk gestärkt.

Honig aus einer Stadt wie Berlin, wie geht das denn?

Berlin ist eine der grünsten Großstädte Europas und für die Bienen ein Paradies. Es gibt 400.000 Bäume und 20 Prozent innerstädtischen Wald. Die enorme Blütenvielfalt auf engstem Raum stärkt das Immunsystem der Bienen und macht den Honig sehr aromatisch. In der Stadt gibt es keine Pestizide, die die Bienen krank machen können. Monokulturen auf dem Land wie Rapswiesen oder Sonnenblumenfelder sind für die Bienen so wie 3 Wochen lang Currywurst Essen für uns Menschen.

Zur kalten Jahreszeit startet man am besten mit einem Löffel Honig oder einem Powerfrühstück mit Haferflocken & Honig in den Tag:www.berlinerhonig.de

Kulinarisch-vinophiler Kalender

Herzstück des im Ausbau befindlichen Serviceportales für Kulinariker und Weinliebhaber ‚multikulinarisch.de‘ bildet der kulinarisch-vinophile Kalender.
Konnten bisher nur Veranstaltungen, Kurse und Reisen in deutscher Sprache angekündigt werden, stehen nun – dank englischer Sprachversion – Tür und Tor für hochkarätige kulinarische und vinophile Events aus aller Welt offen.

Der internationale kulinarisch-vinophile Kalender steht für gehobene Gastronomie, Kochschulen, Lebensmittelproduzenten, Weingüter, Lebensmittel- und Weinhändler, Messen, Verlage, Reiseveranstalter, Blogger, sowie sonstige Veranstalter anspruchsvoller, thematisch passender Events zur Verfügung.
Um einen möglichst vollständigen Überblick über kulinarische und vinophile Events geben zu können, ist und bleibt der Service kostenfrei. Bei Zeitknappheit wird zudem in Bälde ein kostenpflichtiger Eintrags-Service angeboten.

Die verschiedenen Rubriken und Veranstaltergruppen zugeordneten Termine können nach Belieben gefiltert und als Minikalender, Monatsliste oder Wochenliste auf die eigene Website importiert werden.
Solch individuell modifizierte Importkalender dürften sowohl für Regio-Portale von Interesse sein, da ausschließlich lokal relevante Termine gefiltert und importiert werden können, als auch für themenrelevanten Websites und Blogs. Derzeit gibt es die Exportkalender als leicht einzubindende iframes. Mit steigender Resonanz sollen diese durch XML-Widgets abgelöst werden.

Bevor im finalen Schritt, der Kalender als stand-alone-Version unter eigener Domain online geht, werden bereits jetzt Fäden gezogen, um mit anderen Netzwerken zu kooperieren und einen gemeinsamen Datenpool, bzw. Importschnittstellen zu schaffen. Damit käme den beteiligten Netzwerken und Portalen fairerweise zusätzliche Werbung zugute, sowie den Nutzern des internationalen kulinarisch-vinophilen Kalenders ein bestmöglicher Überblicks über kulinarische und vinophile Veranstaltungen weltweit.

www.multikulinarisch.de

Österreich – Lebensmittel um 8,2 Mio. Euro gingen 2008 nach Hongkong

Österr. Lebensmittel um 8,2 Mio. Euro gingen 2008 nach Hongkong

Enorme Chancen für die heimische Exportwirtschaft – 15
heimische Unternehmen präsentierten erfolgreich Produkte „Made
in A“ auf der HOFEX 09

„Im vergangenen Jahr verzeichnete die
Außenhandelsstelle Hongkong einen Zuwachs von über 40 Prozent bei
österreichischen Lebensmittelausfuhren nach Hongkong und China.
Heimische Lebensmittel und Getränke im Werte von 8,2 Mio. Euro gingen
2008 nach Hongkong, zusätzliche 5,4 Mio. Euro gingen in die
Volksrepublik China“, berichtet Christian H. Schierer,
österreichischer Handelsdelegierter in Hongkong, anlässlich der
erfolgreich abgelaufenen HOFEX 2009. An der bedeutendsten
internationalen Fachmesse für Nahrungsmittel in Asien nahmen vom 6.
bis 9. Mai 1.800 Aussteller aus über 40 Ländern und 30.000
Fachbesucher in Hongkong im Convention & Exhibiton Centre teil.

Besonders erfreut zeigt sich Schierer, dass in diesem Jahr 15
österreichische Aussteller – das sind doppelt so viele wie bei der
letzten Ausstellung im Jahr 2007 – am Gruppenstand der
Außenwirtschaft Österreich (AWO) als „Botschafter des guten
Geschmacks“ österreichische Qualität präsentierten. Verwunderlich sei
dieser Anstieg in einem Fernmarkt aber nicht, denn: „Die AWO setzt
alles daran, um den Unternehmen den Eintritt als Erstexporteur, aber
auch als erfahrener routinierter Exporteur, zu erleichtern“, betont
Schierer. So habe sich die Außenhandelsstelle Honkong bereits seit
Monaten dafür eingesetzt, auf die österreichischen Unternehmen bei
potenziellen Partnern in Hongkong, aber auch in Süd-China, Shanghai
und Singapur aufmerksam zu machen und Kontakte herzustellen.

Für die österreichische Exportwirtschaft sieht Schierer enorme,
ungenützte Chancen: „Hongkong ist klein und hat wenig bis gar keine
Agrarflächen – somit müssen 95 Prozent der Lebensmittel importiert
werden. Lebensmittel im Wert von 7 Mrd. Euro pro Jahr werden
eingeführt. Selbst das Trink- und Gebrauchswasser wird importiert.“
Durch das ‚Tor Hongkong‘ gehen bereits knapp 30 Prozent der
österreichischen Exporte nach China.

Die Weltfinanzkrise habe, so der Handelsdelegierte, dazu geführt,
dass Unternehmer noch flexibler reagieren müssten, sich an neue
Marktgegebenheiten schnell anpassen müssten und vermehrt in
exotische, nicht immer einfache Fernmärkte kämen. Den Exporteuren
rät Schierer, langfristig und strategisch zu denken: „Unser Ziel als
AWO ist es, die Unternehmen dabei zu unterstützen, trotz der Krise in
den Auslandsmärkten zu bleiben, ihre Position dort festigen und auch
in neue, zukunftsträchtige Märkte wie Hongkong und China
einzutreten“.

Tafeltrauben

Tafeltrauben

Kleine Früchte versüßen den Herbst

Sie werden zwar ganzjährig aus dem Mittelmeerraum und aus Übersee importiert, aber von August bis November haben Tafeltrauben bei uns Hochsaison. Seitdem sich im Jahr 2000 das Weingesetz geändert hat, bieten auch vermehrt deutsche Erzeuger ihre Ware an, vor allem regional auf Wochenmärkten. Im Handel finden sich unterschiedlichste Sorten: Große, kleine, runde, längliche, mit und ohne Kerne. Sie sind gelb-grün, rot-violett bis blau-schwarz. Besonders die roten und blauen Trauben enthalten viele antioxidative, gesundheitsfördernde Polyphenole, die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören. Trauben warten außerdem mit wertvollen B-Vitaminen wie Folsäure und einigen Mineralstoffen wie Kalium oder Eisen auf. Sie sind ideal als Snack für zwischendurch, denn ihr Gehalt an Frucht- und Traubenzucker wirkt als schneller Energiespender. Ihre volle Süße und ihr abgerundetes Aroma können die Früchte allerdings nur an der Rebe ausbilden, da sie nach der Ernte nicht nachreifen. Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf eine Kostprobe zu genießen. Zu Hause sollte man die Trauben gründlich mit Wasser waschen und grob mit einem Tuch abreiben. Sie halten sich problemlos für mehrere Tage im Kühlschrank, am besten in perforierten Plastikbeuteln.

aid, Dr. Maike Groeneveld

Espresso -Trinkgewohnheiten der Deutschen

Die Süddeutschen lieben Espresso

Espresso-Trinkgewohnheiten der Deutschen

Deutschland ist ein Land der Kaffeetrinker. Espresso
und Caffè Crema erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Im Jahr 2007 wurde
erstmals mehr Espresso aus deutscher Produktion konsumiert als aus Italien
importiert. Der Markt für Espresso und Caffè Crema ist im letzten Jahr um 20%
gewachsen. Die Markt-Media-Studie „Typologie der Wünsche“ fand heraus,
dass es deutliche Unterschiede in ganz Deutschland gibt, wenn es um den Genuss
von Espresso geht. Diese Studie gehört mit 19.153 Befragten zu den größten
Umfragen Deutschlands und wird jährlich vom Burda-Verlag in Zusammenarbeit
mit der Deutschen Post und Microm durchgeführt.

Die repräsentative Studie zeigt, dass vor allem in den größeren deutschen Städten
überdurchschnittlich viel Espresso getrunken wird, wie zum Beispiel in
Hamburg, Berlin, Hannover und Köln. Grundlagen für die Berechnung sind alle
Befragten, die angaben, mindestens einmal pro Woche Espresso zu trinken,
sowie die Datenbank Mosaic von Microm, die demographische Daten erhebt.
In den südlicheren Großstädten wie München, Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt
am Main liegt die Anzahl der Espresso-Trinker sogar weit über dem Durchschnitt.
„In den letzten Jahren haben insbesondere in den Großstädten Coffee-
Shops und moderne Cafés eröffnet. Dort werden vor allem Kaffeegetränke wie
Latte Macchiato und Cappuccino getrunken, für die Espresso die Basis ist“, erklärt
Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer vom Deutschen Kaffeeverband in
Hamburg.

Weniger Espressotrinker auf dem Lande
In ländlichen Gebieten wird deutlich weniger Espresso konsumiert. Auffällig ist
auch die Verteilung nach Ost und West. Liegt der Espresso-Genuss laut der
Studie in der westlichen Mitte des Landes und im Nordwesten im durchschnittlichen
bis leicht unterdurchschnittlichen Bereich, so wird in den neuen Bundesländern
weitaus weniger Espresso konsumiert.

Süddeutschland liebt Dolce Vita
Ganz klarer Spitzenreiter im Espresso-Trinken sind die Süddeutschen. „Der Genuss
unterschiedlicher Kaffeesorten und Kaffeegetränke ist eng an das eigene
Lebensgefühl gekoppelt“, sagt Preibisch. Daher würden Getränke auf Espresso-
Basis häufig in einem modernen Ambiente genossen, während reiner Espresso
Ausdruck von italienischem Flair ist und einen Hauch vom Dolce Vita Südeuropas
versprüht. Als Trend prognostiziert Preibisch: „Der Espresso erobert die
Republik von Süden nach Norden.“

Ob Espresso, Filterkaffee oder lösliche Kaffeegetränke – am 26. September 2008
zelebriert Deutschland am „Tag des Kaffees“ alle Kaffeesorten. Unter dem Motto
„Kaffee – eine internationale Köstlichkeit“ sind alle Unternehmen, Institutionen
und Anbauländer eingeladen, mit kleinen und großen Aktionen die aromatische
Bohne zu feiern. Schirmherr ist der Moderator und Kaffee-Experte Yared
Dibaba.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.tag-des-kaffees.de

Kaffee aus Deutschland weltweit gefragt

Rund eine Million Tonnen Rohkaffee werden jährlich nach Deutschland importiert. Davon ist rund die Hälfte für den eigenen Konsum, die andere Hälfte wird nach Verarbeitung wieder exportiert. In Deutschland konsumierter Kaffee wird fast komplett als Rohkaffee importiert und erst hierzulande geröstet, entkoffeiniert oder in anderer Weise verarbeitet. Immerhin trinkt jeder Deutsche durchschnittlich 146 Liter Kaffee pro Jahr, das entspricht rund 512.000 Tonnen Rohkaffee. Doch auch für den europäischen und den Weltmarkt lieferte die deutsche Kaffeewirtschaft 2007 bedeutende Mengen Kaffee in allen Verarbeitungsformen.

Im Jahr 2007 wurden rund 137.000 Tonnen entkoffeinierter Rohkaffee aus Deutschland exportiert. Dies entspricht dem Vierfachen des deutschen Marktes für entkoffeinierten Kaffee. „Deutschland ist Weltmarktführer in der Entkoffeinierung“, so Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes mit Sitz in Hamburg.

Produktionsstandort Deutschland

Auch für den löslichen Kaffee ist Deutschland der herausragende Produktionsstandort. In keinem anderen europäischen Land wird mehr löslicher Kaffee hergestellt als in Deutschland. Rund 60.000 Tonnen löslicher Kaffee wurden 2007 in andere Länder exportiert. Zum Vergleich: Die Deutschen konsumierten in 2007 rund 16.000 Tonnen löslichen Kaffee.

Röstkaffee wurde insbesondere in die europäischen Nachbarländer Niederlande, Frankreich und Polen exportiert. „Die enormen Exportmengen von Kaffee zeigen die hohe Kompetenz und internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kaffeeindustrie in einem weltweit wachsenden und kompetitiven Markt“, so Holger Preibisch.

Die Menge Rohkaffee, die 2007 nach Deutschland importiert wurde, entspricht der sechsfachen Ladekapazität des weltweit größten Containerschiffs, veranschaulicht der Kaffeeverband. In Deutschland erfolgt die Logistik häufig per Bahn. So versorgt seit 15 Jahren ein Zug von Bremen aus die Röstereien in Berlin im wöchentlichen Takt.

Deutschland als Zentrum des Kaffeehandels

Deutschland ist traditionell auch Zentrum des Kaffeehandels. Allerdings ist die Zahl der Kaffeehändler in den letzten 20 Jahren von über 200 auf rund 20 gesunken. Preibisch: „Obwohl der Standort Schweiz für viele Händler aus steuerlichen Gründen attraktiv geworden ist, sind in den alten Hafenstädten Hamburg und Bremen auch heute die global player des Kaffeehandels ansässig.“

Künftig wird in Hamburg nicht nur Kaffee gehandelt oder verarbeitet, sondern auch gelehrt. Gemeinsam mit der Northern Business School bietet der Kaffeeverband die Ausbildung zum Bachelor Coffeemanagement an. Preibisch: „Mit diesem weltweit einmaligen Studiengang können wir die junge Generation professionell für den Kaffeesektor ausbilden und sichern damit die Zukunftsfähigkeit der deutschen Kaffeewirtschaft.“

Am 26. September 2008 feiert ganz Deutschland den „Tag des Kaffees“. Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet sind eingeladen, mit kleinen und großen Aktionen das Produkt Kaffee zu zelebrieren. Informationen unter www.tag-des-kaffees.de .

Steirischer Apfel

„KURIER“-Kommentar von Michael Bachner: „Zankapfel“

Zwischen Handel und Bauern ist ein Kampf um den gesunden Apfel
entbrannt

Der heimische Handel setzt voll auf die boomende
Bio-Schiene und will sich offenbar nicht nachsagen lassen, Äpfel
feilzubieten, die mit Antibiotika behandelt wurden. Die betroffenen
1600 steirischen Obstbauern halten dagegen, dass das alternative
Hefepräparat oft wirkungslos sei, das umstrittene Spritzmittel
„Streptomycin“ nur mit der Blüte in Berührung komme und ohnehin in
wenigen Stunden rückstandsfrei abgebaut werde. Ein Glaubenskrieg um
den frischen, saftigen und obendrein steirischen Apfel ist also
entbrannt.

Woher die Äpfel kommen sollen, wenn Rewe, Spar und Hofer künftig
auf das heimische Angebot „verzichten“ wollen, weiß freilich niemand.
Die steirischen Obstbauern decken immerhin rund 85 Prozent des
Bedarfs ab. Und was der Konsument will, scheint ohnehin niemanden zu
interessieren. Das zeigt ein wenig die Verlogenheit der Debatte auf.

Auch schon bisher verkauft etwa Rewe nach Angaben aus der
Bauernschaft Obst aus der Bodensee-Region oder importiert Äpfel aus
Neuseeland. Dort wird Streptomycin schon seit Längerem verwendet,
ohne dass es irgendjemanden aufgeregt hätte.

Im Endeffekt geht es also vor allem um eine Imagegeschichte und
die Frage, wie viel uns gesundes Essen wert ist. Klar ist bisher vor
allem eines: Wo Bio draufsteht, sollte auch Bio drinnen sein. Im
biologischen Anbau müssen Antibiotika weiter streng verboten sein,
sonst verkommt das Ganze zum reinen Marketingschmäh.

Kronenpokal Nordschwarzwald

»Es ist schön zu zeigen, was man gelernt hat«, sagte Karl Nafz, erster Gewinner des Kronenpokals Nordschwarzwald. Die Verarbeitung regionaler Produkte und die Förderung der Esskultur hat sich dieser neue Wettbewerb für Köche auf die Fahnen geschrieben.

Was für Köstlichkeiten sich mit lokalen Spezialitäten zaubern lassen, haben alle sechs Teilnehmer am Samstagabend im Hotel Sonnenbühl in Wart eindrucksvoll bewiesen. Bei keinem der vier Menüs fehlten Fische aus heimischen Gewässern wie Forelle oder Saibling. Rindfleisch muss nicht aus Argentinien und Lamm nicht aus Neuseeland importiert werden. Es schmeckt ebenso lecker, wenn die Tiere aus dem Schwarzwald kommen.

Lesen Sie die gesamte Geschichte beim Schwarzwälder Boten:
http://www.sw-online.de/wm?catId=79044&artId=12747690&offset=1