Christoph Rüffer

Alle Erklärungsversuche laufen ins Leere. 10 Jahre war der Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann nicht mehr in Hamburg, und das obwohl die Stadt reichlich interessante Restaurants mit guter Qualität bereit hält. Doch nun ist er hier, gelobt Besserung und besucht das Restaurant Haerlin im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten an der Binnenalster. Das Hotel zählt zu den besten Hotels der Welt und beherbergt, fast schon selbstverständlich, mit dem Haerlin ein Gourmetrestaurant der Extraklasse.

Küchenchef Christoph Rüffer absolvierte seine Ausbildung im Sheraton Hotel seiner Geburtsstadt Essen. Von den weiteren Stationen möchte ich besonders die Baiersbronner Engagements erwähnen. Rüffer war Demi-Chef de Partie bei Harald Wohlfahrt und Chef de Partie bei Claus-Peter Lumpp. Zwei klassisch ausgerichtete Küchenchefs und doch grundverschieden. Seit 2002 ist er in Hamburg. Eine besondere Auszeichnung hatte der Gault&Millau Restaurantführer im letzten Jahr für ihn bereit: Er erhielt den Titel „Koch des Jahres“. Eine Auszeichnung die vor ihm schon Köchen wie Alfons Schuhbeck, Harald Wohlfahrt oder Klaus Erfort zuteil wurde.

Rüffer bietet zwei Menüs zur Auswahl an. Wir entscheiden uns für die „Aromenbehandlung“.

Der Auftakt:
Amaebi & Schalotte,
Mais & Nussbutter,
Thunfisch & Zitrus.

Bauer Seibolds Karotten
mit Fenchelpollensud & Schildampfer.

Das Menü:
Gänseleber mit Salzpflaume
Shiitake-Pilzen & Fördegarnele.

Jakobsmuschel in zwei Zubereitungen
mit Topinambur, Trüffel & Bratbirne.

Sankt Petersfisch mit grünen Aromen
Dill-Hollandaise & Salzzitrone.

Challans-Entenbrust in Trompetenpilzjus
mit Chicorée frisch/geschmort/geröstet.

Fermentierte & geräucherte Rote Bete
mit karamellisierter weißer Schokolade,
Preiselbeere, Sandelholz & Sauerteig.

Christoph Rüffers Kombinationen sind durchdacht und klug kombiniert. Die einzelnen Teile passen sich entweder harmonisch der Hauptkomponente an oder setzen eigene Reize.
Hat man beim Blick auf die Teller eine ungefähre Vorstellung von dem was einen erwartet, verblüffen beim Verzehr Aromen- Texturenvielfalt.
Die Teller sind nicht überladen, der Zauber liegt im Geschmack.

Die Pâtisserie gehört ebenfalls zur Spitze in der Branche, doch Christian Hümbs macht es den Gästen nicht immer leicht. Seinen Desserts wird Genialität zugeschrieben, doch auch ablehnende Stimmen soll es geben. Wer sein Menü mit pappsüßen Desserts abschließen möchte, ist im Haerlin fehl am Platze.
Hümbs integriert Gemüse in die Desserts, die keine beliebigen Beilagen darstellen, sondern bewusst von der bekannten Dessertaromatik abweichen sollen.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Vendôme ist bestes Restaurant Deutschlands 2016

Restaurant-Ranglisten.de berichtet:

Joachim Wissler übernimmt alleinige Führung in den Restaurant-Ranglisten vor Harald Wohlfahrt, Klaus Erfort und Christian Jürgens

Das Restaurant Vendôme im Grand Hotel Schloss Bensberg in Bergisch-Gladbach ist das beste Restaurant Deutschlands. Das hat die Auswertung der aktuellen Ausgaben der wichtigsten Restaurantführer durch das Online-Portal Restaurant-Ranglisten.de ergeben. „Ich gratuliere Küchenchef Joachim Wissler zu diesem Ergebnis. Er ist unbestritten seit Jahren die Speerspitze der kreativen deutschen Küche“, sagt der Geschäftsführer von Restaurant-Ranglisten.de, Hannes Buchner.

Die Führung ist allerdings hauchdünn: Auf dem zweiten Platz folgen punktgleich das GästeHaus Erfort in Saarbrücken und die Schwarzwaldstube in Baiersbronn. Zusammen mit dem Vendôme hatten die beiden Restaurants jahrelang die Restaurant-Rangliste angeführt. Zu den beiden nun zweitplatzierten Restaurants stößt mit gleicher Punktzahl das Restaurant Überfahrt in Rottach-Egern. „Das Trio repräsentiert die große Bandbreite der deutschen Top-Küche: von der klassisch orientierten Küche Harald Wohlfahrts über die modern interpretierte französische Küche Klaus Erforts bis hin zum eigenständigen Stil von Christian Jürgens“, sagt Hannes Buchner.

Die Verschiebung an der Spitze der Rangliste ist auf eine Neugewichtung der Noten der Restaurantführer zurückzuführen, die in die Auswertung einfließen. Der Gusto vergibt seit der Ausgabe 2015 zusätzlich zur Höchstnote von 10 Pfannen noch einen Bonus-Pfeil. „Diese neue Notenstufe haben wir nun stärker berücksichtigt als im vergangenen Jahr“, erklärt der Betreiber von Restaurant-Ranglisten.de, Hannes Buchner. Die Kompetenz des Gusto ist bei Köchen und Gourmets unbestritten, insofern ist es für Restaurant-Ranglisten.de folgerichtig, diese Differenzierung auch bei der Berechnung der Rangliste abzubilden.

Neu in die Top10 kann Steinheuers Restaurant in Bad Neuenahr-Ahrweiler aufrücken. Es nimmt den Platz des La belle Epoque in Travemünde ein, das seit dem Weggang von Kevin Fehling geschlossen ist. Kevin Fehling hat es mit dem von ihm im August eröffneten Restaurant The Table in Hamburg auf Anhieb auf Platz 13 geschafft. Damit ist er auch der Aufsteiger des Jahres in den Restaurant-Ranglisten.

Den größten Sprung innerhalb der hundert besten Restaurants hat Küchenchef Paul Stradner im Brenners Park-Restaurant in Baden-Baden erreicht. Er verbesserte sich dank der Aufwertung in gleich fünf Restaurantführern von Platz 74 auf Rang 36. Ähnlich deutlich steigerte sich Jan Hartwig im Atelier in München, er kletterte vom 50. auf den 21. Platz. Das Frankfurter Restaurant Lafleur (Platz 38) machte zwar noch einen deutlich größeren Sprung nach oben, der neue Küchenchef Andreas Krolik hatte aber bereits an seiner alten Arbeitsstelle im Frankfurter Tigerpalast ähnliche Bewertungen erreicht, die er in seinem neuen Restaurant direkt bestätigen konnte.

Neu in den Top100 ist das Berliner Restaurant Horváth, das den 72. Platz erreicht. Dies überrascht nicht, da gleich vier Guides ihre Noten für Küchenchef Sebastian Frank angehoben haben. Außerdem steigen in die Top 100 die Restaurants L.A. Jordan (Deidesheim, Platz 76), ammolite – The Lighthouse Restaurant (Rust, Platz 77), Opus V (Mannheim, Platz 85), Frühsammers (Berlin, Platz 91), Dichterstub’n (Rottach-Egern, Platz 95), Christians (Kirchdorf, Platz 98), Le Gourmet (Heidelberg, ebenfalls Platz 98) auf.

Auf Restaurant-Ranglisten.de können Sie ab dem 14.12.2015 die BETA-Liste für alle Restaurants einsehen. Die komplett überarbeitete Rangliste für 2016 geht dann uneingeschränkt im Januar online. Mitglieder können schon ab 14.12. alle Bewertungen der Guides einsehen

www.restaurant-ranglisten.de

Saccharin und Co. ersetzen Haushaltszucker

Der Kuchen, das Dessert, die Konfitüre oder der Tee soll süß sein und sich zugleich möglichst nicht auf den Hüften niederschlagen. In solchen Fällen können synthetisch hergestellte oder natürliche Süßstoffe wie Saccharin, Cyclamat, Acesulfam K oder Steviolglycoside den Haushaltszucker ersetzen. Sie haben eine 30- bis 13.000mal höhere Süßkraft als Haushaltszucker, bringen jedoch kaum oder nur vernachlässigenswert wenige Kalorien mit.

Beim Abnehmen helfen Süßstoffe zwar nicht, wohl aber bei der Gewichtsstabilisierung. Anders als Haushaltszucker verursachen sie auch keine Karies. Hemmungslos zugreifen sollte man dennoch nicht. „Wenn man ständig übermäßig süße Nahrung zu sich nimmt, wird die Reizschwelle für süßen Geschmack erhöht. Das Verlangen nach Süßem steigt und man verlernt zu schmecken“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid.

Süßstoffe gelten als Lebensmittelzusatzstoffe. Daher sind ihnen E-Nummern zugeordnet. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens werden sie unter anderem auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit geprüft. In der Lebensmittelindustrie ist der Einsatz von Süßstoffen auf bestimmte Lebensmittel begrenzt und beispielsweise in Säuglingsnahrung verboten. Für jeden zugelassenen Süßstoff ist ein sogenannter ADI-Wert definiert (Acceptable Daily Intake – akzeptable tägliche Aufnahmemenge). Er gibt die Menge eines bestimmten Süßstoffes pro Kilogramm Körpergewicht an, die eine Person ohne gesundheitliches Risiko täglich ein Leben lang zu sich nehmen kann.

Die ADI-Werte der Süßstoffe unterscheiden sich zum Teil erheblich. „Es ist völlig unrealistisch anzunehmen, dass ein Verbraucher am Ende des Tages die ADI-Werte diverser Nahrungsmittel verrechnet“, sagt Harald Seitz. Er empfiehlt deshalb, Süßstoffe mit Augenmaß zu verwenden. Beispielsweise dürfen Menschen, die unter der Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden, kein Aspartam zu sich nehmen. Sie können die darin enthaltene Aminosäure Phenylalanin nicht verarbeiten.

Für den Privatgebrauch sind die diversen Süßstoffe in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Tabletten lösen sich in heißen Flüssigkeiten auf. Flüssigsüßen eignen sich gut für kalte Getränke, Desserts und Konfitüre. Allrounder sind pulverförmige Streusüßen. Aufgrund ihrer hohen und noch dazu deutlich unterschiedlichen Süßkraft können Süßstoffe in einem vorhandenen Rezept nicht im Verhältnis 1:1 den Haushaltszucker ersetzen. Auf vielen Verpackungen finden sich Umrechnungshilfen. Trocken und kühl lassen sich Süßstoffe rund drei Jahre lagern. Angebrochene Flüssigsüßen kommen am besten in den Kühlschrank.
Eva Neumann, www.aid.de

Harald Wohlfahrt ist Lavazza Testimonial

Anlässlich ihres 120. Geburtstags gibt Italiens führende Kaffeemarke Lavazza den Startschuss für eine Genussoffensive in der deutschen Topgastronomie. Im Jubiläumsjahr 2015 startet die Zusammenarbeit zwischen Lavazza und dem 3- Sterne-Koch Harald Wohlfahrt, der seit mehr als 20 Jahren an der Spitze der deutschen Gastronomie steht. Harald Wohlfahrt und Lavazza vereint besonders ihr hoher Anspruch an Genuss und Perfektion im Umgang mit und bei der Zubereitung von Lebensmitteln.

Zum EDEKA Zurheide Gourmet Festival 2015 Ende September, das unter dem Motto „Gipfeltreffen – wir holen die deutschen 3-Sterne-Köche nach Düsseldorf“ steht, findet der Auftakt der gemeinsamen Genussoffensive „Lavazza im Sternenhimmel“ statt. Dort präsentiert Wohlfahrt den perfekten Menüabschluss mit der harmonisch abgestimmten Dessertkreation „Tortina Opera Lavazza“ und erläutert dazu sein Aromenkonzept. Passend hierzu können Gäste Lavazzas exklusive Premiummarke „Kafa“ probieren.

Im Gespräch mit Lavazza und EDEKA Zurheide gibt der Spitzenkoch persönliche Gourmeteinblicke: Welchen Kaffee gibt es im Hause Wohlfahrt, wenn Gäste zum Essen kommen, und wie sollte der perfekte Abschluss eines Sternemenüs aussehen?

Herr Wohlfahrt, wie fühlt sich eigentlich die Dauerposition auf dem Gipfel an? Kann man die Panoramaaussicht jeden Tag von Neuem genießen?
HW: „Wissen Sie, die Gipfelposition muss man sich jeden Tag aufs Neue erkämpfen, denn den Berg runter geht es leider immer schneller als hoch. Das ist jeden Tag mit neuen Anstrengungen und Mühen verbunden, aber wie sagte Max Schmeling so schön: ‚Wer kämpfen kann, kann auch verlieren, wer nicht kämpft, hat bereits verloren.‘“

Thema Gipfeltreffen. Sie machen sich auf Wanderschaft ganz nach oben. Welche drei Produkte hat Harald Wohlfahrt dabei im Gepäck?
HW: „Eigentlich alle Produkte, die die Natur uns geschenkt hat. Wir sollten ihr danken und den Respekt zollen, der ihr zusteht. Wir müssen Wertschätzung zeigen für all diese wunderbaren und vielfältigen Produkte der Natur und dafür, dass sie uns so zur Verfügung stehen. Sie sind die Basis für jeden weiteren Genuss, den wir daraus ziehen können.“

Ein privater Abend bei Ihnen zu Hause. Nette Gäste kommen zum Essen. Was bieten Sie zum Abschluss an?
HW: „Auf alle Fälle einen Kaffee oder einen Espresso mit Schuss oder auch gern mal einen Irish Coffee – köstlich!“

Welches Finale will der Gast von heute am Ende seines Sternemenüs erleben?
HW: „Der krönende Anschluss eines Menüs ist das Dessert, und wenn dieses ausgefallen und ganz besonders war, ist die Erinnerung an das Gesamterlebnis besonders nachhaltig. Gern bereite ich zum Nachtisch ein ganzes Gedeck zu – eine Kombination aus feinem Gebäck oder Pralinen. Dazu reiche ich einen Kaffee mit Schuss oder einen klassischen Espresso. Das gehört für mich zum Gesamtarrangement eines guten Essens einfach dazu.“
HW: Einkaufstipp vom Meister der Genusskunst: Worauf sollte man beim Einkauf von Kaffee für die gehobene Gastronomie achten?
„Die Qualität wird beim Genuss deutlich. Ein Kaffee muss für mich besonders cremig sein und nicht zu bitter, er sollte fein und nachhaltig im Geschmack sein.“

Gibt es etwas, das die gehobene deutsche Gastronomie auch heute noch von der italienischen Genusskultur lernen kann?
HW: „Italien und Genuss assoziiere ich auch gleich mit Kaffee. Ich glaube, dass es vor allem die Kaffeeaufbereitung und die große Auswahl an Kaffeevarianten sind, die Italien uns voraushat, ebenso wie eine deutlich größere Bandbreite an Maschinen. Und wichtig ist hier natürlich der professionelle und sorgfältige Umgang mit diesem Produkt. Hier können wir sicherlich noch etwas lernen.“

Was macht für Sie einen perfekten Espresso im Hinblick auf Optik und Qualität aus?
HW: „Er muss schön cremig sein, einen guten Geruch haben und soll nicht zu bitter sein. Kurz und intensiv – so trinke ich ihn am liebsten!“

Also wie die Süditaliener als Ristretto?
HW: „Ja, so kann man das sagen.“

Was begeistert Sie an und mit welchen Attributen verbinden Sie Lavazza?
„Ich verbinde Lavazza vor allem mit einem Produkt, das mit viel Sorgfalt und Erfahrung zubereitet wird und das durch eine ebenso sorgfältige Zubereitung einen Hochgenuss bieten kann.“

Herr Wohlfahrt, welche Botschaft möchten Sie durch Ihre Zusammenarbeit mit Lavazza an die gehobene und Sternegastronomie richten?
HW: „Dass man aufgeschlossen sein sollte gegenüber neuen Produkten, denn nur so kann man zu neuen Erkenntnissen gelangen und sich von besonderen Qualitäten überzeugen lassen. Ich bin gegenüber allen neuen Produkten sehr aufgeschlossen und lasse mich gern von diesen und ihrer Qualität begeistern und überzeugen. Und wenn dann weitere für mich wichtige Faktoren dazukommen, die das Produkt teilt, dann bin ich, wie in diesem Fall, offen für Neuerungen und Veränderungen. Außerdem möchte ich zeigen, dass es sich lohnt, einen Fokus auf den Abschluss eines Menüs zu legen und ihn zur Abrundung des gesamten Genusserlebnisses zu zelebrieren.“

www.gourmet-tage.de.

Erfrischungsgetränke

Selten gesundheitlich wertvoll

Die Welt der Erfrischungsgetränke ist bunt, vielfältig und für den Verbraucher nur schwer durchschaubar. Nach den Leitsätzen für Erfrischungsgetränke des Deutschen Lebensmittelbuches können Erfrischungsgetränke außer Wasser und geschmackgebende Zutaten einen ganzen Cocktail an weiteren Zutaten enthalten – von Kohlensäure über Zuckerarten bis zu Aromen und Zusatzstoffen.

Zu den Erfrischungsgetränken gehören zunächst die Fruchtsaftgetränke. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasser. Wie viel Fruchtsaft in ihnen steckt, hängt von der Fruchtart ab. Bei Kernobst oder Trauben sind es mindestens 30 Prozent, bei Zitrusfrüchten mindestens 6 Prozent und bei anderen Früchten mindestens 10 Prozent. „Viele Fruchtsaftgetränke enthalten also deutlich mehr Wasser als Fruchtsaft“, erinnert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Damit das Getränk dennoch intensiv nach der angegebenen Frucht schmeckt, werden gerne Aromen und Zucker eingesetzt.

Die größte Gruppe unter den Erfrischungsgetränken bilden die Limonaden, auch kohlensäurehaltige Softdrinks genannt. Wenn sie überhaupt Fruchtsaft enthalten, dann muss es nur halb so viel sein wie bei den Fruchtsaftgetränken. Es geht jedoch auch ohne. Zum Beispiel in Cola- und Cola-Mischgetränken sorgen natürliche Extrakte für den Geschmack. „Wer sich eine Limo oder auch eine Brause, einen Sportdrink oder Flavoured Water gönnt, muss wissen: Da stecken so gut wie keine gesundheitlich wertvollen Stoffe drin. Gleichzeitig erhöhen diese Drinks sehr schnell die Energiebilanz des Tages“, warnt Ernährungswissenschaftler Seitz.

Unter allen Erfrischungsgetränken ist die Fruchtschorle die gesündeste Wahl und zugleich der beste Durstlöscher neben Wasser. Sie enthält Fruchtsaft, Trink-, Mineral-, Quell- oder Tafelwasser und Kohlensäure, darf mit natürlichem Aroma angereichert und/oder bei sehr sauren Früchten auch gesüßt werden (zum Beispiel Rhabarberschorle). Auch hier bestimmt die Fruchtart den Fruchtsaft-Anteil. Die Werte orientieren sich an der Fruchtsaftverordnung. So enthält etwa Apfelsaftschorle, seit Jahren der unangefochtene Spitzenreiter im Verkauf, mindestens 50 Prozent Fruchtsaft und durch den Fruchtzucker damit auch recht viel Energie. „Wer seine Schorle selbst mischt, hat das Mischungsverhältnis in der Hand. Empfehlenswert sind ein Teil Saft und drei Teile Wasser“, sagt Harald Seitz.
Eva Neumann, www.aid.de

Harald Wohlfahrt kritisiert den medialen Koch-Hype

Sternekoch Harald Wohlfahrt, der bewusst auf Auftritte in TV-Kochshows verzichtet, kritisiert den medialen Koch-Hype: „Eine zweischneidige Sache. Sie sorgt für mehr Aufmerksamkeit, verleitet aber auch zu qualitativ fragwürdigen Spektakel-Kochen. Es ist fatal, wenn das Berufsbild veralbert und verzerrt wird“, sagte Harald Wohlfahrt, seit 23 Jahren mit drei Sternen ausgezeichnet und womöglich der beste Koch des Landes im Interview mit dem Vielfliegermagazin „Lufthansa Exclusive“ (August-Ausgabe). Denn um eine feine Bouillon zu kochen, brauche er zwei Tage. „Das kann ich im Fernsehen in einer Stunde nicht zeigen, das ist absurd.“ Seine persönlichen Ziele definiert Wohlfahrt so: „Ich will die Kochkunst weiterentwickeln und dass die Produkte anders hergestellt werden. Dass auf den Äckern sorgsamer mit den Pflanzen umgegangen wird. Ich will meine Gäste begeistern.“

Harald Wohlfahrt zuhause – auch in seiner Küche ist Wohlfahrt der Schärfste mit CHROMA type 301

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29. Schleswig-Holstein Gourmet Festival

Auch nach 29 Jahren ist das Schleswig-Holstein Gourmet Festival (SHGF) attraktiv und in aller Munde. Am 20. September 2015 startet der Feinschmecker-Reigen seine Auftaktgala im Maritim Seehotel am Timmendorfer Strand. Lokalmatador Lutz Niemann hat sich mit Cornelia Poletto, Jörg Sackmann und Harald Wohlfahrt sein Traum-Trio an den Ostsee- Herd eingeladen. Insgesamt vereint die Auftakt-Quadriga sechs Michelin-Sterne, 66,5 Gault Millau Punkte, 32 Gusto Pfannen und 14,5 Feinschmecker Punkte.

Der Auftaktgala folgen 32 hochkarätig besetzte Veranstaltungen. Dabei zeigen 18 erstklassige Gastköche, darunter der Däne Kenneth Hansen und der 2-Sterne-Maître Rolf Fliegauf aus der Schweiz ihr Können. Zwischen September 2015 und März 2016 werden erstmals auch vier Frauen den kulinarischen Ton in den 15 Mitgliedshäusern angeben: ARD-Köchin Jacqueline Amirfallah, Maria Groß, Sarah Henke und NDR-Herdexpertin Cornelia Poletto. „Neben den unterschiedlichen Küchenstilen steht die herausragend Qualität regionaler Produkte aus Schleswig-Holstein im Fokus des ältesten Gourmetfestivals Deutschlands“, erklärt Klaus-Peter Willhöft, Präsident der ausrichtenden Kooperation Gastliches Wikingland e.V.

Während die ‚Tour de Gourmet Jeunesse‘ bei den Nachwuchs-Connaisseur bis 35 Jahre zum Nice tob e avancierte, startet das SHGF in der aktuellen Saison ein weiteres Konzept. Dabei gibt die 1. ‚Tour de Gourmet Solitaire‘ für Alleinreisende ab 40 Jahren am Sonntag, 6. März 2016, ihr Debüt. In entspannter Atmosphäre geht es per AUDI Shuttle Service zu den drei Mitgliedsbetrieben Park Hotel Ahrensburg, VITALIA Seehotel in Bad Segeberg und ‚Der Seehof‘ in Ratzeburg. Das ausgeklügelte 4-Gänge-Menü wird in verschiedenen Arten präsentiert, um das Kennenlernen der maximal 36 Gäste zu erleichtern. Buchung ab sofort möglich beim jeweiligen Mitgliedshaus. Preise, Infos und Termine unter www.gourmetfestival.de

Facts:
29. Schleswig-Holstein Gourmet Festival vom 20.9.2015 bis 06.03.2016
Ausrichter seit 1987 ist die Kooperation Gastliches Wikingland e. V.
15 Mitglieder und 33 Veranstaltungen – Buchungen nur über die jeweiligen Häuser
18 Gastköche aus Deutschland, Dänemark und der Schweiz

Löwenzahn

Die warmen Temperaturen und der viele Regen haben allerorten Löwenzahngewächsen einen kräftigen Schub gegeben. Auf Wiesen, an Wegrändern und in Gärten machen sich ihre Rosetten mit den gezackten Blättern breit, die Blüten strahlen um die Wette. Der Nachschub für die Löwenzahn-Küche ist also gesichert.

Besonders lecker sind frisch geerntete, saftig grüne Blättchen im Salat beispielsweise mit einem Dressing aus Walnussöl und Rotweinessig. Dabei können sie gut mit anderen Wildkräutern oder Blattsalaten, aber auch mit Cherrytomaten oder gehaltvolleren Zutaten wie Linsen, Käsestreifen oder gekochtem Ei kombiniert werden. Im Pesto harmoniert das herbe Aroma der wilden Blätter gut mit Mandeln, in Brotaufstrichen mit Frischkäse und Nüssen.

Löwenzahnblüten haben sich vor allem dank ihrer leuchtend gelben Farbe eine Nische erobert: Sie kommen als Dekoration auf Vorspeisen und Salaten zum Einsatz oder werden mit Zucker und Wasser zu Sirup, Gelee oder süßem Fruchtaufstrich verarbeitet.

Löwenzahn überzeugt vor allem durch seinen hohen Gehalt an Vitamin C und D sowie an Kalium. „Seine wichtigsten Wirkstoffe sind jedoch die Bitterstoffe. Sie regen die Verdauung an“, erläutert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst. Daher ist Löwenzahn in der Naturheilkunde sehr beliebt. Dort werden die Blätter gerne als Tee zubereitet.

In der Küche hingegen können die Bitterstoffe auch stören. Je nach Sorte und Saison kann ihr Gehalt so hoch sein, dass er jeden anderen Geschmack überlagert oder einfach nur unangenehm ist. Das lässt sich mit einigen Tricks vermeiden. Die einfachste Methode ist, die frischen Blätter vor der Zubereitung ein bis zwei Stunden in kaltes Wasser zu legen. „Einfacher ist es, den bitteren Geschmack durch andere Zutaten zu mildern“, empfiehlt Harald Seitz. Beliebte Partner im Salat sind deshalb Kartoffeln, Äpfel oder geröstetes Brot. Auch ein Schuss Sahne oder etwas Schmand im Dressing harmonisiert das Aroma. Der Gemeine Löwenzahn von der Wiese im Garten enthält besonders viele Bitterstoffe, erst recht, wenn er nach der Blüte geerntet wird. Etwas milder ist Zuchtlöwenzahn. Er kommt vor allem aus Frankreich in den Sommermonaten in die deutschen Läden. Auch der ebenfalls milde gebleichte Löwenzahn ist manchmal zu haben.
Eva Neumann, www.aid.de

Massimo Bottura

Sternekoch Massimo Bottura ist neuer Maserati Markenbotschafter

Mit Massimo Bottura hat Maserati einen neuen Markenbotschafter, der hinsichtlich Herkunft, virtuosem Können und Renommee perfekt zu dem traditionsreichen Sportwagenhersteller passt. Bottura ist gebürtiger Modeneser und führt in seiner Heimatstadt die mit drei Michelin Sternen ausgezeichnete Osteria Francescana, die bei den Profikritikern zu den drei besten Restaurants der Welt gehört.

Die Partnerschaft zwischen Maserati und Bottura wurde mit der Werksabholung seines schwarzen Ghibli S Q4 besiegelt. Das Fahrzeug ist, so wie auch die Kreationen des erfolgreichen Kochs, bis ins letzte Detail individualisiert.

Zur Fahrzeugübergabe war auch Harald Wester, CEO von Maserati, zugegen: „Diese Initiative stellt eine wahrhaft geschmackvolle Zusammenarbeit dar. Sie ist durch eine vollkommene Übereinstimmung von Werten gekennzeichnet, die weltweit gefeiert werden und Ruhm genießen.“ Harald Wester nutzte die Gelegenheit, um Bottura persönlich mit dem Maserati Trident Award zu ehren. Er überreichte dazu eine Miniatur der Statue des Neptun-Brunnens aus Bologna, der einst den Künstler Mario Maserati zu dem heute so berühmten Markenemblem des Sportwagenherstellers inspirierte.

Der musik- und kunstbegeisterte Massimo Bottura ist bereits seit seiner Kindheit großer Maserati Fan. Kein Wunder, dass für ihn sein neuer Ghibli einen besonders hohen Stellenwert hat – ähnlich wie auch seine Sammlung an Vinyl-Schallplatten und Kunstwerken. „Der Ghibli S Q4 ist für mich die perfekte Mischung aus reinem Stil, lebendiger Persönlichkeit, raffinierten Details und diesem einzigartigen italienischen Design – ein Flair, das auf einem beneidenswerten Kulturerbe und intensiver Forschung basiert. Genau das ist der Grund, weshalb ich sofort wusste, dass dieses Fahrzeug genau das richtige für mich ist“, betonte Massimo Bottura.

www.maserati.de

Azurmendi zu Europas Restaurant Nummer eins ernannt

Azurmendi zu Europas Restaurant Nummer eins ernannt

Bester Deutscher, Platz 12: Wissler
22.: Thomas Bühner, 27. Harald Wohlfahrt, 30. Christian Bau, 40. Tim Raue, 50. Sven Elverfeld, 51. Heinz Beck, 62. Andreas Caminada, 72. Heinz Winkler, 85. Heinz Reitbauer, 86. Claus-Peter Lumpp, 97. Klaus Erfort, 98. Christian Jürgens, 102. Harald Thieltges, 127. Kevin Fehling, 135. Christian Lohse, 156. Gebr. Obauer, 158. Hans Haas

Opinionated About Dining (OAD), eine der wichtigsten Referenzen, wenn es um weltweite Restaurant-Rankings für Menschen geht, die leidenschaftlich gern essen gehen, veröffentlicht die vierte Ausgabe seiner Top 100 der europäischen Restaurants. Azurmendi (Larrabetzu, Spanien), Sieger in Sachen Nachhaltigkeit und Pionier der modernen baskischen Küche, hat In de Wulf (Dranouter, Belgien) durch seinen Aufstieg um 18 Plätze vom Thron gestoßen und ist in diesem Jahr die Nummer eins.

Die Fachmitglieder von OAD haben die Liste sorgsam ausgewählt und ein riesiges Gebiet erkundet, um die erlesensten Restaurants auf dem gesamten Kontinent zu finden, wobei 13 Länder auf der Liste vertreten sind. Die Liste kann sich mit erprobten Lokalitäten schmücken, die von hochdekorierten Chefköchen geführt werden, aber genauso finden sich dort überraschende Entdeckungen abseits der ausgetretenen Pfade. Restaurants aus Spanien, Frankreich, Belgien, Monaco, Italien und Dänemark führen die Liste an, wobei Troisgros (Roanne, Frankreich) seine Position auf Rang zwei behält und L’Arpege (Paris, Frankreich) auf den dritten Platz springt – sehr zur Freude des OAD-Gründers Steve Plotnicki.

„Es es war ein großartiges Jahr für spanische Restaurants: Vier der Top-10-Lokalitäten befinden sich in Spanien“, sagt Plotnicki. „Neben dem bemerkenswerten Aufstieg von Azurmendi zur besten Lokalität von Rang18 im Jahr 2014 hat sich Diverxo vom 88. Platz im letzten Jahr auf Platz 7 in diesem Jahr verbessert – der größte Sprung, den je ein Restaurant in der Geschichte der Liste gemacht hat. Newcomer wie David Toutain und das Restaurant A.T. in Paris und Nicolai Norregaard vom Kadeau in Kopenhagen zeigen sehr gut die Richtung an, in die der Trend geht: essen gehen steht ganz weit oben. Auf der Liste befinden sich auch fünf Restaurants, die asiatische Küche anbieten, was einen Rekord für die Liste darstellt.“

Die führenden 10 Lokalitäten auf der OAD-Liste der Top 100+ der europäischen Restaurants:

Platzierung       Restaurant   Ort
1
Azurmendi                 
Larrabetzu, Spanien
2
Troisgros                 
Roanne, Frankreich
3
L’Arpege                    
Paris, Frankreich
4
In de Wulf               
Dranouter, Belgien
5
Restaurant Quique Dacosta     
Denia, Spanien
6
Alain Ducasse- Louis XV     
Monte Carlo, Monaco
7
Diverxo                      
Madrid, Spanien
8
Le Calandre                   
Rubano, Italien
9
Noma                           
Copenhagen, Dänemark
10
Etxebarri              
Axpe, Spanien

OAD ist das führende Restaurant-Ratingsystem, zusammengestellt von einer Fachgemeinde aus hoch ausgebildeten Kennern der Kochkunst, die die Welt bereist haben, um die Kunst des Essens zu erleben. Die Opinionated-About-Dining-Umfrage stützt sich auf statistische Genauigkeit, Transparenz, urteilsfähige Gaumen und die gewichteten Stimmen der Mitglieder, wodurch sie bessere Näherungswerte bei der Bewertung von Restaurants liefert.

Der OAD-Algorithmus erzeugt ein Bewertungssystem, das Restaurants auf der Grundlage von Kritiken der Mitgliedergemeinschaft klassifiziert. Jedes Mitglied beeinflusst die Ergebnisse, die aufgrund der Zahl der Restaurants, die er/sie besucht hat, und aufgrund des aktuellen Rankings dieser Restaurants zustande kommen.

Die Liste der ersten 200 ist hier: http://www.opinionatedaboutdining.com/2015/europe.html

Wie jede Liste ist auch diese Liste natürlich subjektiv!