Sparen mit ausländischen Prepaid-Karten und SMS

Wer mit einer deutschen Mobilfunk-Karte im Ausland telefoniert oder Bildnachrichten versendet, muss meist tief in die Tasche greifen. Denn der Anwender zahlt nicht nur die üblichen Gebühren im ausländischen Netz, sondern zudem noch einen Aufschlag plus Mehrwertsteuer an seinen Netzanbieter in der Heimat. In seiner neuen Ausgabe (Heft 7/2005) gibt das Telekommunikationsmagazin „connect“ Tipps, wie sich hohe Gebühren vermeiden lassen.
Was viele Anwender nicht wissen: Das Handy wählt sich im Urlaubsland von selbst in das jeweils stärkste Netz ein – dies muss jedoch nicht automatisch auch das günstigste sein. „connect“ empfiehlt, vor der Abreise die Kosten der verschiedenen Anbieter sowohl in punkto Gesprächsgebühren, als auch für den MMS-Versand zu vergleichen und sich dann manuell einzuwählen. In Australien beispielsweise berechnet der teuerste Netzbetreiber (Telstra Mobilenet) bis zu 3,60 Euro pro Minute für Anrufe nach Deutschland, der billigste (Optus) dagegen lediglich 0,56 Euro. Auch der Versand von Handy-Fotos via MMS-Postkarte ist kein billiger Spaß: Bis zu 3,98 Euro kassieren die Netzbetreiber je nach Urlaubsland und Dateigröße pro Nachricht.

Da im Ausland auch der Empfang eines Telefongesprächs kostenpflichtig ist, ist es besser, so „connect“, per SMS zu kommunizieren. Denn der SMS-Versand aus dem Urlaub fällt mit Preisen von meist unter 60 Cent deutlich günstiger als ein Telefongespräch oder eine Bildnachricht aus.

Auch mit einer ausländischen Prepaid-Karte, die es vor Ort oder bei verschiedenen Internetanbietern gibt, kann man Telefonkosten sparen. Der Vorteil: Ankommende Gespräche kosten nichts und für abgehende fallen lediglich die inländischen Gebühren ohne Roaming-Aufpreis an. Allerdings ist man beim Einsatz ausländischer Prepaid-Karten nicht unter seiner üblichen Handy-Nummer erreichbar.

Zur Kostenfalle kann auch die Mobilbox werden. Bei einer fallweisen Rufumleitung, beispielsweise bei Nichterreichbarkeit, kostet ein eingehender Anruf gleich doppelt: einmal für das ankommende Gespräch im Ausland und einmal für die Rückleitung nach Deutschland auf die Sprachbox. „connect“ empfiehlt, die Mobilbox entweder ganz abzustellen oder alle Telefonate dorthin umzuleiten.

Wer im Ausland seine Mobilbox abhören möchte, muss dafür meist eine PIN eingeben. Wer seine PIN vergessen hat, sollte sich also noch zu Hause an die Hotline seines Netzbetreibers wenden. Außerdem wichtig: In den USA, Kanada oder der Dominikanischen Republik benötigt man ein so genanntes Triband-Handy. Bei Reisen nach Asien oder Amerika sollte man sich deshalb mindestens zwei Wochen vor Urlaubsantritt bei seinem Netzbetreiber informieren, welche Geräte man dort braucht und wo man diese mieten kann, rät „connect“.