ÖKO-TEST Mineralwasser

Durstlöscher mit Macken

Viele Mineralwassermarken zeigten sich bei einer ÖKO-TEST-Untersuchung
zwar von ihrer besten Seite. Doch einige Wässer eignen sich überhaupt nicht,
um den Durst zu stillen. Der große Test von 30 kohlensäurehaltigen
Mineralwassern ist in der aktuellen August-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins
veröffentlicht. Das Heft erscheint am 31.Juli 2006 und kostet 3,50 Euro.

So entdeckten die beauftragten Labore in sieben Wässern die giftigen
Schwermetalle Arsen oder Uran. Sie reichern sich im Körper an und können
schon in geringen Mengen gesundheitsschädlich sein. Eine Marke fiel
negativ auf, weil ein Gehalt an Mineralien ausgelobt wurde, der den
gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht.

Prüfer missachten Patienten-Erfahrung

Im Streit um den Nutzen eines häufig
verschriebenen Insulinpräparates wirft der Vorsitzende der Deutschen
Diabetes-Stiftung, Prof. Dr. med. Rüdiger Landgraf, dem Institut für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) vor, die
Erfahrung von 400.000 bisher behandelten Diabetikern zu missachten.

Es geht um ein schnell wirkendes Insulin, das den Patienten bessere
Blutzuckerwerte und einen flexibleren Tagesablauf erlaubt. Es ist
aber etwa 30 Prozent teurer als andere Insuline.
Das IQWiG muss
gutachterlich die politische Entscheidung vorbereiten, ob die
gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür zu übernehmen haben.

Es
hat entschieden, dass Analog-Insuline keinen therapeutischen
Fortschritt brächten.

Diabetes-Experte Landgraf ist gegensätzlicher
Ansicht. Im Interview mit dem Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber“
beklagt er, dass für die Prüfer die werde die Zufriedenheit der
Patienten eine Rolle gespielt habe, noch die Erfahrung der
Diabetologen, die das Präparat seit zehn Jahren erfolgreich
einsetzen.

Essen und Trinken in Tageseinrichtungen für Kinder

Der Begleitordner zum FIT KID-Projekt ist in vollständig
überarbeiteter Auflage erschienen

Möchten Sie den Kindern vollwertige Ernährung auf
spielerische Art und Weise nahe bringen? Mit welchen
Lebensmitteln können Sie ein zahnfreundliches und ausgewogenes
„Frühstück“ gestalten? Welche rechtlichen Vorschriften müssen Sie
für die Essensversorgung in Kindertagesstätten beachten?

Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert das
Nachschlagewerk „Essen und Trinken in Tageseinrichtungen für
Kinder“, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung e. V. (DGE) und dem aid infodienst. Der kürzlich in
seiner 2. Auflage erschienene Ordner ist bestens geeignet zum
Informieren, Nachschlagen und vor allem für den täglichen Einsatz
in der Praxis. Er richtet sich insbesondere an Multiplikatoren,
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kindertagesstätten sowie an
interessierte Eltern. Ziel ist es, Kinder zu einer
gesundheitsfördernden Ernährungsweise zu ermutigen, ohne ihnen
den Spaß am Essen zu verderben.

Der 216-seitige Ringordner im DIN A4-Format beinhaltet
aktualisierte Informationen zu den Grundsätzen einer vollwertigen
Ernährung und gibt zahlreiche Tipps und Anregungen für die
kindgerechte Umsetzung einer optimierten Mischkost in
Abhängigkeit vom jeweiligen Verpflegungssystem. Das Register
„Recht“ wurde an die gegenwärtigen gesetzlichen Bestimmungen
angepasst. Neu hinzugekommen ist das Register „Service“ mit
hilfreichen Literaturtipps, Internetadressen, Checklisten und
Kopiervorlagen.

„Essen und Trinken in Tageseinrichtungen für Kinder“ ist
Bestandteil des Projektes „FIT KID: Die Gesund-Essen-Aktion für
Kitas“, das im Rahmen der Kampagne „Besser essen. Mehr bewegen.
KINDERLEICHT“ des Bundesministeriums für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz durchgeführt wird. Der
Ringordner ist zum Preis von 25,00 EUR zuzüglich Versandkosten
unter der Artikelnummer 121550 beim

www.dge-medienservice.de

Ingrid Hartges

Ingrid Hartges hat am 1. Januar 2006
die Hauptgeschäftsführung des Deutschen Hotel– und
Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) übernommen.
Die 46-jährige Volljuristin tritt die Nachfolge von
Christian Ehlers an, der nach Vollendung seines
65. Lebensjahres als Hauptgeschäftsführer des DEHOGA
Bundesverbandes ausgeschieden ist.

Die gebürtige Schwalmtalerin (Niederrhein) begann unmittelbar
nach ihrem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität
Würzburg und nach dem zweiten juristischen Staatsexamen 1989
ihre Karriere beim DEHOGA Bundesverband. 1992 wurde sie zur
Geschäftsführerin berufen, 1994 zur Stellvertretenden
Hauptgeschäftsführerin.

In dieser Funktion war sie seitdem verantwortlich für die
Bereiche Arbeitsmarkt, Tarifpolitik und Berufsbildung sowie
den Fachbereich Gastronomie, wozu auch die Fachabteilungen
System- und Gemeinschaftsgastronomie gehören. Für die Branche
punktete sie unter anderem bei der Novellierung der
Minijobregelung und der Abwehr eines gesetzlichen
Rauchverbotes durch Abschluss der Zielvereinbarung zum
Nichtraucherschutz in der Gastronomie.

„Mit Kompetenz, Durchsetzungsvermögen und Leidenschaft tritt
Ingrid Hartges erfolgreich für die Interessen von Hotellerie
und Gastronomie in Deutschland ein. Sie genießt höchsten
Respekt und Sympathie in der Branche“, sagt DEHOGA-Präsident
Ernst Fischer. „Wir freuen uns, mit ihr eine Persönlichkeit
an der Spitze zu haben, die die anstehenden Herausforderungen
bestens meistern und die Erwartungen der Unternehmer an einen
modernen, dienstleistungsstarken und zukunftsfähigen Verband
vortrefflich erfüllen wird.“

Hohe Pestizidlast in Johannis- und Stachelbeeren

Nach einer neuen Untersuchung des Greenpeace-EinkaufsNetzes sind konventionell angebaute Johannis- und Stachelbeeren aus dem Angebot der sechs größten deutschen Supermarktketten stark mit giftigen Spritzmitteln belastet. In 89 Prozent der konventionellen Proben fanden die Umweltschützer Pestizid-Rückstände, 11 Prozent der Früchte erreichen oder überschreiten sogar die zulässigen Grenzwerte. Über zwei Drittel der Beeren enthalten einen Giftcocktail von bis zu sieben verschiedenen Pestiziden. Zudem fielen nicht zugelassene Spritzmittel in Beeren aus Deutschland auf – ein deutlicher Hinweis auf den illegalen Einsatz von Agrargiften.
„Das ist ein miserables Zeugnis für Früchte aus Deutschland“, urteilt Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter. „Gesundheitlich besonders bedenklich sind die Giftcocktails mit mehreren Stoffen.“ Viele der insgesamt 20 nachgewiesenen Pestizide sind Krebs erregend, hormonell wirksam, nervengiftig oder können die Fortpflanzung beeinträchtigen. „Die Bundesländer müssen die Lebensmittelkontrollen massiv verschärfen und die Handelsketten müssen endlich garantieren, nur noch einwandfreie Ware zu verkaufen“, fordert Krautter.

Greenpeace-Mitarbeiter hatten Anfang Juli in ganz Deutschland 31 Proben von Strauchbeeren gekauft. Sie stammen aus dem Angebot von Aldi, Edeka, Lidl, Metro (mit Real und Kaufhof), Rewe (mit Penny, Karstadt), Edeka/Spar, Tengelmann/Plus sowie zwei Bio-Märkten. Ein anerkanntes Speziallabor hat die Beeren untersucht. 30 Proben stammten aus Deutschland, eine aus Ungarn.

32 Prozent der getesteten Beeren aus konventionellem Anbau bewertet Greenpeace wegen der kritisch hohen Pestizidbelastung als „mangelhaft und nicht empfehlenswert“. Bei 57 Prozent ist Vorsicht angebracht, da die Pestizidbelastung über 0,01 Milligramm pro Kilogramm liegt. Nur 11 Prozent der Beeren aus konventionellem Anbau sowie alle drei zusätzlich getesteten Beeren aus Bio-Anbau sind unbelastet und damit „empfehlenswert“.

Viele Landwirte spritzen offenbar illegale Pestizide wie das für jegliche landwirtschaftliche Anwendung verbotene Parathion. „Die Kontrollbehörden müssen diese Gefährdung von Gesundheit und Umwelt dringend verfolgen und unterbinden“, fordert Krautter.

EU und Verbraucherministerium haben die Pestizidgrenzwerte für Lebensmittel in den letzten Jahren massiv angehoben. Würden die heutigen Messresultate nach den schärferen Höchstmengen aus dem Jahr 2001 bewertet, hätten 68 Prozent der Proben das gesetzliche Limit überschritten. „Die gesetzlichen Höchstmengen sind heute so lax, dass auch hohe Pestizidbelastungen zu einem politisch geschönten Ergebnis führen. So bekommen wir ganz legal immer mehr Pestizide auf den Teller“, erklärt Krautter. Greenpeace stützt seine Testbewertungen daher nur noch eingeschränkt auf die gesetzlichen Höchstmengen und zieht dafür verlässlichere toxikologische Parameter heran.

„Trendreport Anti-Aging Gesellschaft“: Es wird weniger gekocht werden

Babyboomer der 60er Jahre werden ihre derzeitigen Konsumgewohnheiten als Senioren in 20 Jahren nicht verändern, sondern beibehalten. Das unterscheidet sie von allen bisherigen Generationen. Die Babyboomer sind auch im Rentenalter noch mobil, so die Studie „Trendreport Anti-Aging Gesellschaft“ des ProSiebenSat.1- Vermarkters SevenOne Media. Sie setzen auf Genuss und bleiben neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen. Die Vorstellung vom passiven, zurückgezogenen Rentner wird spätestens dann der Vergangenheit angehören.
Mit dem „Trendreport Anti-Aging Gesellschaft“ startet eine neue Studienreihe von SevenOne Media. Die Studien analysieren Trends der Zukunft, die sich aufgrund empirischer Fakten bereits heute vorhersagen lassen. Damit bietet diese Reihe valide Daten, die Denkanstöße für die Wirtschaft liefern können.

Zwei Entwicklungen zwingen die Bürger bereits heute zu mehr Eigen- verantwortung: Zum einen die Einschnitte in die gesetzliche Altersversorgung und zum anderen die Einsparungen bei der gesetzlichen Gesundheitsvorsorge. Davon profitieren bereits heute die Pharma- und Finanzbranche. Dieser Trend wird sich zukünftig noch verstärken. Denn künftige Rentnergenerationen stellen sich vermehrt darauf ein, die sinkenden gesetzlichen Renten bereits währen ihre Berufslebens durch private Mittel aufzustocken. Die Folge: Die Bürger sparen zwar mehr als heute. Allerdings werden sie nach der Pensionierung das Ersparte hauptsächlich für den Unterhalt verwenden, damit sie ihren Lebensstandard beibehalten können.

Im Bereich Gesundheit versorgen sich bereits heute die 30- bis 49- Jährigen zunehmend mit Selbstmedikamentation, anstatt zum Arzt zu gehen. Der Umsatz mit rezeptfreien Arzneimitteln ist in der Folge seit 1995 um mehr als 40 Prozent gestiegen. Weitere Gewinntreiber sind sogenannte Lifestyle-Arzneien wie Anti-Depressiva, Potenzmittel sowie Mittel zur Nahrungsergänzung.

Neben verstärkten Investitionen in die Vorsorge rücken Genuss und Bildung in den Fokus der älteren Bevölkerung. Ein aussagekräftiges Indiz dafür ist die Entwicklung der Reiseaktivität der über 60-Jährigen. Während 1988 noch knapp 50 Prozent dieser Altersgruppe mindestens einmal pro Jahr verreisten, waren es 2001 bereits 67 Prozent. Die absolute Anzahl der Reisen hat sich im gleichen Zeitraum sogar mehr als verdoppelt. Dieser Trend wird sich bei den zukünftigen Rentnergenerationen fortsetzen.

Auch die Ernährungsgewohnheiten werden sich wandeln. Kochen ist bei den heute 40- bis 49-Jährigen zwar immer noch beliebt. Kochen als „Event“ steht derzeit sogar hoch im Kurs. Allerdings gehört die Selbstverständlichkeit des täglichen, ritualisierten Kochens in dieser Altersgruppe eindeutig der Vergangenheit an. Der Gewinner dieser Entwicklung ist der Bereich Convenience Food. Der Verbrauch an Tiefkühlkost pro Kopf und Jahr stieg beispielsweise innerhalb von zehn Jahren von 23,3 kg (1993) auf 34,6 kg (2003). Der Grund: Immer mehr Menschen leben in Single-Haushalten, sind berufstätig und bringen nicht mehr die Zeit auf, ihr Essen selbst zuzubereiten. Wenn die Babyboomer ins Rentenalter kommen, wird sich der Trend zu Convenience Food sogar noch verstärken. Denn wer heute die Vorteile der Fertigküche schätzt, wird auch im Alter nicht darauf verzichten wollen.

Wir sehen das allerdings nicht so negativ. Wer heute gerne kocht, wird als Rentner noch lieber kochen, das ist unsere Meinung!

Daniel Haberfeld, Director Research SevenOne Media: „Insgesamt müssen sich alle Branchen darauf einstellen, dass sich klassische Zielgruppen und Produktfelder mittelfristig verändern werden. Daraus ergeben sich neue Chancen und Möglichkeiten in der Vermarktung. Einen Fehler allerdings sollten die Produktanbieter zukünftig vermeiden. Wo alt drin ist, darf nicht alt draufstehen. Denn alt ist in der heutigen Gesellschaft ein nach wie vor negativ besetzter Begriff.“

www.sevenonemedia.de