JoselitoLab

JoselitoLab ist die weltweit erste Web-App zur kreativen Forschung und Entwicklung innovativer Rezepturen und Techniken rund um den Premium Ibérico-Schinken.

Die Vision von Joselito hinter diesem Projekt war eindeutig: die kulinarische Forschung rund um Ibérico-Schinken voranzutreiben. Und somit war die erste Web-App namens www.joselitolab.com geboren. Ein neuartiges digitales Werkzeug in Form einer Web-Lehrwerkstatt, in der Ideen zur Forschung und Entwicklung neuer und innovativer Rezepturen des Ibérico-Schinkens Raum finden.

Ferran Adrià, sowie sein Team des elBulli wurden mit der Forschung und Entwicklung neuer Techniken für das JoselitoLab betraut. Eine potente Zusammenarbeit, die Joselito – den besten Schinken der Welt – in neue Dimensionen führt und zum perfekten Partner in der Küche macht.

JoselitoLab ist ein beispielloses Projekt, das den herkömmlichen und traditionellen Genuss von Schinken hinter sich lässt und einen Schritt weitergeht. Mithilfe fortschrittlicher technologischer Hilfsmittel und der unverkennbaren Handschrift Ferran Adriás zeigt JoselitoLab, wie man Joselito-Schinken bestmöglichst einsetzen und genießen kann. Auch weniger geschätzte Teile des Schinkens wie Fett und Knochen verwandeln sich im JoselitoLab zu Hauptzutaten, um köstliche und originelle Rezepte zu entwickeln.

JoselitoLab ist ein für die Kreativität offenes Labor, in dem alle kulinarischen Möglichkeiten erforscht werden, die sich in das Joselito-Universum einfügen. Ob für interessierte Endverbraucher, Hoteliers oder Gastronomen von Tapas-Bars bis Spitzenrestaurants: JoselitoLab soll ein Treffpunkt für alle sein.

JoselitoLab kann über die Website www.joselitolab.com oder via Web-App auf jedem Computer, Tablet oder Smartphone (iOS
und Android) abgerufen werden.

Basierend auf der weitreichenden Analyse und Reflexion des Produkts Joselito-Schinken, haben Ferran Adrià und sein Team des elBulli eine komplette Rezeptsammlung mit zahlreichen Zubereitungsempfehlungen und Verwendungsmöglichkeiten entwickelt. Es ist ein Kochbuch, das auf vier Säulen aufbaut: Schinken, Fett, Brühe und Öl. Der Benutzer von www.joselitolab.com erhält freien Zugang zu den detaillierten Informationen eines jeden Rezepts sowie zu den praktischen Videos, die in audiovisueller Form Schritt für Schritt die jeweilige Zubereitung erklären. Darüber hinaus enthält JoselitoLab einen Bereich für den professionellen Sektor, mit technischen Informationen, die speziell für diese Zielgruppe zusammengetragen wurden und die Aufschluss geben sollen für etwaige Fachfragen.

Als Exklusivimporteur von Jamón Ibérico de Bellota Joselito, dem “besten Schinken der Welt”, wird das Frechener Unternehmen Enólogos AG die offizielle Deutschlandpremiere des JOSELITOLAB im nächsten Jahr begleiten und mit veranstalten.

Die Enólogos AG gilt als erster Ansprechpartner, wenn es um die Nachfrage nach außergewöhnlichen spanischen Gourmetprodukten und Weinen geht. Seit 2004 vertrauen zahlreiche Sterneköche wie Thomas Bühner, Tim Raue und Kolja Kleeberg, 3-Sterne-Restaurants wie das Amador, la vie und Aqua, renommierte Sommeliers sowie die Hotelkette Hyatt daher auf die Fachkompetenz der Enólogos AG. Seit Sommer 2010 kommen auch genussaffine Endverbraucher auf www.vinogusta.com und olivenoel.com, den beiden Onlineshops der Enólogos AG, in den Genuss der reichen kulinarischen Vielfalt Spaniens und von prämierten Olivenölen aus aller Welt.

Als Exklusivlieferant gilt die Enólogos AG als erster Ansprechpartner, wenn es um außergewöhnliche spanische Gourmetprodukte geht. Spitzenköche wie Nils Henkel, Tim Raue und Kolja Kleeberg, 3-Sterne-Restaurants wie das Lerbach, Amador und Aqua sowie die Hotelkette Hyatt zählen Gründer Miguel Martín und sein Team seit 2004 zu ihren Kunden. Neben der gehobenen Gastronomie und Hotellerie beliefert die Enólogos AG ausgesuchte Fachhändler, Feinkostgeschäfte sowie diverse namhafte Veranstaltungen. Auch Endverbraucher kommen voll auf ihre Kosten: vinogusta.com und olivenoel.com heißen die beiden Onlineshops der Enólogos AG für alle genussaffinen Weinkenner, Feinschmecker und Olivenölliebhaber. Alle Produkte des Enólogos-Sortiments sind neben den Onlineshops auch vor Ort im hauseigenen Showroom E50 | The Gourmet Loft in Frechen bei Köln erhältlich. Das E50 | The Gourmet Loft bietet auf beeindruckenden 500 qm2 im Industrieloft-Design täglichen Business Lunch, spektakuläre Dinner mit Sterneköchen, Grillabende deluxe, exklusive Wein- und Olivenöl-Tastings und vieles mehr.

www.enologos.com

CookTank: Innovative Spitzenköche im Dialog mit Wissenschaft und Medien

Neue Ideen und mehr Zusammenarbeit durch CookTank

Wie sieht die Küche von morgen aus? Welche neuen Zutaten oder Kochtechniken begeistern zurzeit und was kann eigentlich die Kulinarik aus der Forschung lernen? Um diesen Fragen nachzugehen, trafen sich zehn der innovativsten Spitzenköche mit Vertretern aus Wissenschaft und Medien zum gemeinsamen „CookTank“ – einer Koch- und Denkfabrik nach Vorbild des englischen „think tanks“.

Auf Einladung des Online-Magazins Sternefresser.de
wurde dabei bereits zum dritten Mal zusammen gekocht, gegessen und viel diskutiert. Ziel der fachübergreifenden Treffen ist es, den Dialog untereinander zu fördern und den Teilnehmern ein unverkrampftes Forum zum freien Gedankenaustausch zu bieten. Austragungsort war das Osnabrücker Drei-Sterne-Restaurant „la vie“ bei Gastgeber Thomas Bühner.

Die Idee zum interdisziplinären Austausch hatte Sternefresser-Gründer Christian Stromann. „Kochen und fachsimpeln – darum geht es beim CookTank. Die Akteure haben hier die Möglichkeit, sich einmal fernab öffentlicher Veranstaltungen dem Dialog über ihre Küchen und neuen Erkenntnissen verwandter Fachbereiche zu widmen.“ Die Atmosphäre ist betont entspannt und offen. „Jeder bringt seine Erfahrungen und sein Wissen ein, doch die Freude am Austausch steht klar im Vordergrund.“

Kernstück des CookTanks ist das Verkosten neuer Gerichte und wenig bekannter Produkte. Jeder der Teilnehmer kocht einen wegweisenden Gang, der bestenfalls noch nicht auf der eigenen Menükarte zu finden ist. Idee, Zubereitung und Geschmack werden in der Gruppe besprochen, wobei Manöverkritik ausdrücklich gewünscht ist. „Das Feedback ist ein sehr wichtiger Aspekt“, bestätigt Stromann und erklärt weiter: „Man hat als Koch schließlich selten die Chance, einen Gang einer ganzen Riege von besternten Kollegen vorzustellen.“ Hinzu kommen interessante Produktneuheiten – so etwa Wildkräuter, Gewürze, Blüten oder rekultivierte, alte Gemüsesorten von Erzeugern wie „Essbare Landschaften“ oder „Food Connection“.

Die Analyse der Kostproben wird nicht nur angeregt sondern auch fachlich vertieft. Für das wissenschaftliche Fundament der Reihe sorgt Prof. Dr. Thomas Vilgis, seines Zeichens Physiker am Max-Planck-Institut, Autor und Vorsitzender der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Welche inhaltliche Tiefe sich dadurch entwickelt, zeigen die jeweils zentralen Themen der Koch- und Denkfabrik. Diesmal wurde der vielschichtige Bereich „Sensorik“ mit den Unterpunkten Temperatur, Viskosität und Trocknung im Detail besprochen. In eingestreuten Kurzvorträgen beleuchtet Vilgis die physikalischen und chemischen Aspekte der gekochten Gerichte und liefert wertvolles Hintergrundwissen aus der Forschung.

Bereits Monate vor der Veranstaltung wird im Organisationsteam über interessante Themenvorschläge für das nächste Treffen beraten. Neben den Redaktionsmitgliedern von Sternefresser.de
und Prof. Vilgis gehört Gastgeber Thomas Bühner zu den Förderern der ersten Stunde. Die gute Resonanz gibt den Initiatoren recht und spiegelt sich in der Gästeliste wider. Unter über 30 Teilnehmern fanden sich neben den deutschen Sterneköchen Hans Horberth (La Vision), Sebastian Zier (La Mer), Jörg Sackmann (Hotel Sackmann), Sven Elverfeld (Aqua) und Johannes King (Söl`ring Hof) sowie den Patissiers René Frank (La Vie), Andy Vorbusch (Vendôme) und Christian Hümbs (La Mer) erneut auch internationale Kochgrößen. So vertraten Jacob Jan Boerma (De Leest) und Moshik Roth (&samhoud places) die Niederlande, während Sang-Hoon Degeimbre (L’Air du Temps) aus Belgien anreiste. Kreativchef Michael Simon Reis nahm für das Wiener Restaurant „Steirereck“ teil und mit Zwei-Sterne-Köchin Tanja Grandits aus dem „Stucki“ im Schweizer Basel vervollständigte eine der wenigen Frauen in der Spitzengastronomie die Runde.

Der nächste CookTank findet Ende des Jahres im äußersten Südwesten Deutschlands statt. Drei-Sterne-Koch Christian Bau lädt dann in das Restaurant Schloß Berg nach Perl/Nennig ein.

Plan für Zurückgewinnung der traditionellen costaricanischen Küche

Das costaricanische Institut für Tourismus hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Forschung und Erhaltung des kulturellen Erbes einen Plan entworfen um die traditionellen Gerichte und Getränke Costa Ricas in Gastronomiebetrieben zurückzuerlangen.

Dies ist eine Form um das touristische Angebot des Landes zu ergänzen und zu differenzieren. Da der Konsum von traditionellen Gerichten im Allemeinen mit der Verwendung von natürlichen Produkten verbunden ist, hat dies gleichzeitig einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Bevölkerung.
Die landestypischen Geschmacksrichtungen und Aromen sollen aus der „Küche der Großmutter“ auf den Markt des Tourismus verschoben werden.

In diesem Jahr zielt das Programm darauf ab mehr als 220 Köche und 200 Barkeeper im ganzen Land weiterzubilden, damit diese in nationalen Restaurants und Hotels hochwertige traditionelle Speisen und Getränke anbieten können.

Weinsensorik für Besserschmecker in der Verbraucherschulung

Geschmacksschule für Verbraucher am Beispiel Wein am 15. März 2012 im ttz Bremerhaven

Weinsensorik für Besserschmecker in der Verbraucherschulung
Lernen Sie die „Weinsprache“ besser zu verstehen und selbst anzuwenden. Das ttz Bremerhaven lädt Sie herzlich zu einer Verbraucherschulung ein. In seiner Geschmacksschule SENSEVENT trainieren Sie Ihre Geschmackssinne und verkosten facettenreiche Weine. Am Donnerstag, 15. März 2012 ab 16:30 Uhr im Sensoriklabor des ttz Bremerhaven. Die Kosten betragen 30 € pro Person. Verkostet werden verschiedene Weine – von „preiswert“ bis „sehr exklusiv“. Interessiert? Anmeldung bis Freitag, den 9. März, über Telefon 0471 30 99 33 11/-10 oder sensorik@ttz-bremerhaven.de

SENSEVENT: Kompetenzen für Verbraucher mit Geschmack
Schokolade, Wein und Kaffee, Biokost, saisonale Lebensmittel, Kräuter: Mit diesen Themenschwerpunkten öffnet das ttz Bremerhaven seine Türen für Konsumenten mit Interesse an Geschmack und Sensorik. Die Kurse für Verbraucher richten sich an alle, die die Grundlagen der Sensorik in Theorie und Praxis kennenlernen möchten und mit Lebensmitteln eine besondere Leidenschaft verbinden. Auf diesem Wege möchten die Forscher von der Weser sensorische Kompetenzen gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit weiterentwickeln und so eine Brücke zwischen Verbrauchererwartungen und der Praxis in der Lebensmittelwirtschaft bauen. Mit dem Motto „Mit allen Sinnen lernen & erleben“ orientiert sich die Geschmackschule SENSEVENT am Leitbild des ttz Bremerhaven: „Forschung für mehr Lebensqualität“.

Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

Weitere Infos zur SENSEVENT Geschmacksschule des ttz Bremerhaven für Verbraucher finden Sie hier: http://www.ttz-bremerhaven.de/de/presse/pressemitteilungen/611-mit-allen-sinnen-erleben-und-geniessen.html

Ernährungsforschung neu gedacht

Zwischen (Er-)Kenntnis und Kommunikation

Der Mensch und Verbraucher neigt – zumindest hierzulande – gerne und oft zum guten alten Schwarz-Weiß-Denken. Das ist nicht per se schlecht, da im Informationszeitalter nur noch wenige Nachrichten, Mitteilungen oder Kenntnisse aus rein quantitativen Gründen nicht mehr in Gänze beleuchtet werden können. In der Soziologie wird daher seit Jahren diskutiert, ob aus einem Informationsüberfluss eine Wissensknappheit resultiert. Die Kommunikationsforschung interessiert dagegen, wie der Mensch mit widersprüchlichen Meldungen umgeht und was die Konsequenzen sind. Zu abstrakt? Dann sei hier nur ein Beispiel aus der Presse stellvertretend genannt: Zeitungsüberschriften zu Schokolade.

„So lange dauert es, Kalorienbomben abzutrainieren…“ (bild.de, 19.12.2011) und „Dunkle Schokolade gut fürs Herz, von wegen Naschen ist ungesund…“ (stern.de, 12.12.2011). Einmal also Schokolade als Kalorienbombe, ein anderes Mal als Gesundmacher. Was ist nun richtig? Und wie kann ich als Leser diese kontroversen Schlagzeilen einordnen?

Wie so oft, kommt es beim geschriebenen Wort auf die Betrachtungsweise an. Hat die Bild-Redaktion mehr den Energiegehalt der Schokolade im Blick, betrachtet die Online-Redaktion des Stern lediglich einen Inhaltsstoff (in diesem Falle die sekundären Pflanzenstoffe Flavonole). Und wer hat nun Recht? Beide. Und trotzdem ist der Leser verunsichert, sollte er beide Artikel gelesen haben.
Diese nur scheinbar diametralen Aussagen kommen aus der Ernährungs- und Lebensmittelforschung. Und genau dort wird seit einiger Zeit genau diese Außenwirkung diskutiert. Das Bundesforschungsministerium hat eine Studie in Auftrag gegeben zum „Innovationssektor Lebensmittel und Ernährung“, durchgeführt vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) und vom Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie in Weihenstephan.

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht neu klingt ist eine Art Revolution. Eine Revolution aller Wissenschaftler und Praktiker aus dem Ernährungssektor. Denn zum ersten Mal trafen sich Experten aus allen Bereichen der Forschung und diskutierten über die Herausforderungen der Zukunft an ihre Arbeit. Und erstaunlicherweise ist die Einigkeit der verschiedenen Fachbereiche groß: „In der Ernährungsforschung müssen wir weg von der Reduktion auf die Einzelsubstanz eines Lebensmittels“, sagte Professor Gerhard Rechkemmer, Präsident des Max-Rubner-Instituts auf einer Tagung in Weihenstephan im Dezember 2011.

„Auch wenn die Komplexität zunimmt, können wir uns nicht auf das einzelne Anthocyan (Pflanzenfarbstoff, Anm. d. Red.) konzentrieren. Viel größere Relevanz hat der gesamte Apfel“, so der Leiter des Bundesforschungsinstituts. Die Forschung könnte also in eine ganz andere Richtung gehen. Statt der Betrachtung der Einzelsubstanz, wie in dem Schokoladenbeispiel, sollte bald also die ganze Schokolade im Mittelpunkt des Interesses stehen. Wissenschaftler sprechen da von der „Forschung zum Einfluss von Ernährungsmustern“.
Auch Professor Hans-Georg Joost geht genau in diese Richtung. Der Vorstand des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung hat nach der Veröffentlichung einiger Forschungsergebnisse Kritik am eigenen Leib erfahren müssen. So wies er nach, dass einige Substanzen aus Obst und Gemüse bei bestimmten Arten von Krebs – entgegen anders lautenden Vermutungen – nicht präventiv wirken. Eine wissenschaftlich belegte Tatsache, die aber die Schlagzeile „Obst und Gemüse schützen nicht vor Krebs“ (focus.de, 12.4.2010) provozierte. Ergebnis:

Verbraucherverunsicherung pur. Dass aber ein hoher Obst- und Gemüse-Verzehr Herz-Kreislauferkrankungen und Adipositas vorbeugen, fand sich nirgendwo. Joost kam zu einem einfachen wie zutreffenden Schluss in puncto Verbraucherverhalten: „Gesunde Lebensmittel können nur wirken, wenn sie akzeptiert werden.“

Ob sich die deutsche Forschungslandschaft tatsächlich den Bedürfnissen der Kommunikationsgesellschaft anpasst, werden die nächsten Jahre zeigen. Professor Hannelore Daniel, Direktorin des Zentralinstituts für Ernährungs- und Lebensmittelforschung, Freising sieht in jedem Fall drei klare Handlungsfelder, die sie mit ihren Kollegen ganz konkret und am liebsten sofort umsetzen möchte: „Ein Forschungsfeld ist die Matrix der Lebensmittel. Mit der simplen Fragestellung, was macht das im Körper?“ Inmitten des demografischen Wandels ergebe sich auch das zweite Feld: Geschmacks- und Sättigungsforschung. Die deutsche Bevölkerung wird im Schnitt immer älter und der Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach. Dementsprechend haben Ältere weniger Appetit und es kann zu Mangelernährung kommen. Mit entsprechenden Symptomen und verbundenen Kosten. Das letzte große Handlungsfeld sieht auch Daniel in der Konsumentenforschung mit dem Schwerpunkt Konsumentenverhalten.
Man darf gespannt sein, wie die interdisziplinären Vorhaben und Forschungsfelder in Zukunft ausgestaltet werden. Währenddessen kann sich der Verbraucher an die goldene Regel halten: Variantenreich essen, Vieles ausprobieren und auch den Geschmack trotz aller ungesund/gesund-Meldungen nicht aus den Augen verlieren.
Harald Seitz, www.aid.de

Neuer DIfE-Jahresbericht jetzt online

DIfE-Wissenschaftler untersuchen die Zusammenhänge zwischen Ernährung
und Krankheitsentstehung in einer für Deutschland einzigartigen
Kombination von molekularer, klinischer und epidemiologischer
Ernährungsforschung. Damit legen sie die Grundlagen für
wissenschaftlich basierte Ernährungsempfehlungen. Die
Ernährungsforschung am DIfE bearbeitet vorrangig die Schwerpunkte:

● die Ursachen und Folgen des Metabolischen Syndroms, einer
Kombination aus Adipositas (Fettsucht), Hypertonie (Bluthochdruck),
Insulinresistenz und Fettstoffwechselstörung,

● die biologischen Grundlagen von Nahrungsauswahl und
Ernährungsverhalten,

und
● das Potential der Ernährung in der Krebsprävention.

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und zudem ein Partner des vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Deutschen
Zentrums für Diabetesforschung e.V. (DZD).

Die Leibniz-Gemeinschaft vereint 87 Einrichtungen, die
anwendungsbezogene Grundlagenforschung betreiben und wissenschaftliche
Infrastruktur bereitstellen. Insgesamt beschäftigen die
Leibniz-Einrichtungen rund 16.800 Menschen – darunter 7.800
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – bei einem Jahresetat von
insgesamt knapp 1,4 Milliarden Euro. Die Leibniz-Gemeinschaft zeichnet
sich durch die Vielfalt der in den Einrichtungen bearbeiteten Themen und
Disziplinen aus. Die Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft bewahren
und erforschen das natürliche und kulturelle Erbe. Darüber hinaus sind
sie Schaufenster der Forschung, Orte des Lernens und der Faszination für
die Wissenschaft. Näheres unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de

http://www.dife.de

"University of Fish": Fisch und Meeresfrüchte aus Offshore-Aquakulturen

Zukunftsvision oder schon bald Realität?

Der Meeresbiologe Prof. Dr. Bela H. Buck widmete sich am vergangenen Montag an der Universität Hamburg den Fragen, wie Offshore-Aquakulturen funktionieren und zu welchen Ergebnissen die Forschung bisher gelangt ist. Der Vortrag der Veranstaltungsreihe „University of Fish“ von „Deutsche See“ Fischmanufaktur lockte viele Teilnehmer in den Hörsaal.

Bereits seit über zwölf Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler in Deutschland mit der Idee, Windparks in der Deutschen Bucht für Aquakulturanlagen zu nutzen. Denn im Küstenbereich ist für herkömmliche Zucht in Kreislauf- und Freiwasseranlagen nicht genügend Platz: 98 Prozent der Küstenregion sind geschützt, weitere Gebiete dahinter werden durch das Militär, die Schifffahrt und andere genutzt. Windparks hingegen stehen in nicht geschützten Gebieten und liefern eine gute Ausgangslage, vorhandene Ressourcen für die Aquakultur zu nutzen. Ein weiterer großer Vorteil sind laut Buck, Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, vor allem die bereits bestehenden massiven Verankerungen der Windkraftanlagen im Meeresboden, die eine Jahrhundertwelle überstehen müssen. An diesen Verankerungen können Zuchtanlagen befestigt werden. Dabei ist zu bedenken, dass die Aquakulturen den Betrieb der Windparks nicht stören dürfen und daher ins Meer abgesenkt werden müssen. Solche Offshore-Aquakulturen sind im offenen Meer extremen Bedingungen wie starkem Wind und Wellengang ausgesetzt, was jedoch für die Qualität der Zuchtprodukte von Vorteil ist, da fließendes Wasser besonders nähr- und sauerstoffreich ist.

Positive Ergebnisse hat Buck bereits mit der Offshore-Zucht von Zuckertang gemacht, der sich den vorherrschenden rauen Bedingungen gut anpasst. Miesmuscheln wachsen in der Offshore-Aufzucht sogar in nur 18 Monaten zur Marktreife heran, wohingegen sie sonst zum Erreichen derselben Größe zwei bis zweieinhalb Jahre benötigen. Aktuell befassen sich die Wissenschaftler um Buck mit der Zucht von Steinbutt in Offshore-Aquakultur. Analysen haben gezeigt, dass der Fisch gute ökonomische und ökologische Vorrausetzungen für eine erfolgreiche Offshore-Zucht mitbringt.

Buck betonte in seinem Vortrag, dass die Forschung rund um Offshore-Aquakulturen nicht dazu diene, die Fischerei zu ersetzen und den Bedarf an Fisch als Lebensmittel allein zu decken. Auf die Frage, wann es Fisch aus Offshore-Aquakulturen im Handel zu kaufen gebe, sagte er: „Dafür ist die Technologie noch nicht ausgereift genug. Im Moment gibt es noch zwei grundlegende Herausforderungen: die Technik und die Wirtschaftlichkeit.“ Die Forschung rund um Offshore-Aquakulturen ist noch nicht abgeschlossen. Neue Erkenntnisse von Buck und anderen Wissenschaftlern weltweit dürfen also mit Spannung erwartet werden.

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet „Deutsche See“ Fischmanufaktur die beliebte Vorlesungsreihe „University of Fish“. Von November 2011 bis März 2012 erwarten die interessierten Zuhörer spannende und abwechslungsreiche Vorlesungen rund um Fisch und Meeresfrüchte. An vier Terminen wird an der Universität Hamburg nicht nur referiert, sondern auch diskutiert. Die nächste Veranstaltung findet am 31. Januar 2012 statt.

„Deutsche See“ mit Hauptsitz in Bremerhaven ist in Deutschland die Nummer Eins bei der Vermarktung von Fisch und Meeresfrüchten. In bundesweit mehr als 20 Niederlassungen beschäftigt das Unternehmen rund 1.700 Mitarbeiter und beliefert mehr als 35.000 Kunden vom Lebensmitteleinzelhandel, der Gastronomie und Top-Gastronomie über Caterer bis hin zur Betriebs- und Sozialgastronomie. Der weltweite Einkauf hochwertiger Rohwaren, die sorgfältige und kundenindividuelle Produktion und Veredelung in der Bremerhavener Manufaktur, das überdurchschnittliche Qualitätsmanagement und die im Markt einzigartige Logistik zeichnen das Unternehmen aus. Seit November 2003 gehört die Feinkostmarke BEECK zu „Deutsche See“. Als Marktführer ist sich das Unternehmen der ökologischen, gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung zum nachhaltigen Schutz der natürlichen Ressourcen bewusst. „Deutsche See“ engagiert sich schon lange aktiv für den Erhalt der Fischbestände und den Umweltschutz und wurde dafür im November 2010 als „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen“ mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Weitere Informationen: Auf www.deutschesee.de finden Sie alles Wissenswerte rund um Fisch und Fischgenuss.

Schoko-Schulung im ttz Bremerhaven und Nikolausgedichte auf Facebook

Dunkle Schokoladen für Feinschmecker bei Verbraucherschulung des ttz Bremerhaven. Freikarten auf Facebook zu gewinnen.
Passend zur Jahreszeit gibt es wieder ein riesiges Schokoladenangebot. Während Kinder Vollmilchschokolade bevorzugen schmeckt den erfahrenen Gourmets die dunklen Schokoladen besser. Aber was macht gute Bitter-Schokolade aus? Was ist Masse, was Klasse – und warum passt dunkle Schokolade gut zu Rotwein, Ingwer oder Chili?

Das ttz Bremerhaven lädt alle Verbraucher herzlich ein, dies in seiner Geschmackschule SENSEVENT am 8. Dezember 2011 im ttz-Sensoriklabor herauszufinden. Außerdem verlost der Forschungsdienstleister zwei Freikarten für die Veranstaltung. Regulär kostet die Teilnahme bei der kulinarischen Abendveranstaltung 30 Euro pro Person. Auf seiner neuen Facebook-Seite fragt das ttz Bremerhaven: „Wer hat das schönste Nikolausgedicht?“ Mehr Infos auf http://www.facebook.com/ttzBremerhaven

Dunkle Schokolade wird häufig mit exotischen Geschmacksrichtungen aus aller Herren Länder kombiniert angeboten und ist seit jeher bei Feinschmeckern beliebt. Am 08. Dezember 2011 vermittelt das Sensoriklabor des ttz Bremerhaven zwischen 16.30 und 19.30 Uhr alles Wissenswerte zu den Bitter-Sweet Symphonies. Zunächst werden die Teilnehmer in die Wissenschaft des Geschmacks eingeführt. Anschließend verkosten die Interessenten 10 verschiedene Schokoladen, die sich nach Sorte, Preis und Kakaogehalt unterscheiden. Sie beschreiben die Sorten sensorisch und beurteilen Aussehen, Geruch, Textur sowie den Geschmack der Leckereien.

Die Anzahl der in der Schokolade enthaltenen Aromen ist beträchtlich. Die Teilnehmer lernen sie in der Geschmackschule wahrzunehmen und zu erkennen. Außerdem verrät das ttz Bremerhaven, wie aus der Kakaobohne zart schmelzende Schokolade wird und warum Schokolade – in Maßen genossen – gesund ist. Schokolade, Wein und Kaffee, Biokost, saisonale Lebensmittel, Kräuter: Mit diesen Themenschwerpunkten öffnet das ttz Bremerhaven seine Türen für Konsumenten mit Interesse an Geschmack und Sensorik. Die Kurse für Verbraucher richten sich an alle, die die Grundlagen der Sensorik in Theorie und Praxis kennenlernen möchten und mit Lebensmitteln eine besondere Leidenschaft verbinden. Auf diesem Wege möchten die Forscher von der Weser sensorische Kompetenzen gemeinsam mit der breiten Öffentlichkeit weiterentwickeln und so eine Brücke zwischen Verbrauchererwartungen und der Praxis in der Lebensmittelwirtschaft bauen. Mit dem Motto „Mit allen Sinnen lernen & erleben“ orientiert sich die Geschmackschule SENSEVENT am Leitbild des ttz Bremerhaven: „Forschung für mehr Lebensqualität“.

Die dreistündige Geschmackschulung für Verbraucher findet am Donnerstag, 08. Dezember 2011 zwischen 16.30 und 19.30 Uhr im Sensoriklabor des ttz Bremerhaven in der Lengstraße 3 in 27572 Bremerhaven statt. Die Teilnahmekosten betragen 30 Euro pro Person (inklusive 10 verschiedener Schokoladen). Um telefonische Anmeldung wird bis Freitag, den 02.Dezember 2011 unter 0471 30 99 33 10/-11 gebeten.

Das ttz Bremerhaven ist ein Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.
http://www.facebook.com/ttzBremerhaven

Bundesministerin Aigner stärkt Verbraucherforschung

Erste Forschungsstelle für Verbraucherrechte an der Universität Bayreuth

An der Universität Bayreuth hat die bundesweit erste Forschungsstelle für Verbraucherrecht die Arbeit aufgenommen. „Verbraucher verfügen über eine immense Marktmacht. Sie entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg eines Produkts, einer Geschäftsidee. Die Forschung kann einen Beitrag dazu leisten, die Wünsche der Verbraucher besser zu verstehen und die Verbraucherinformation in Deutschland weiter zu verbessern“, sagte Bundesministerin Aigner am Donnerstag bei der Eröffnung der Forschungsstelle in Bayreuth.

Verbraucherin betrachtet Etikett auf einem Glas Tomatensoße Quelle: BMELV, Walkscreen

Mit der neuen Forschungsstelle hat die Universität Bayreuth, unterstützt vom Bundesverbraucherministerium, das Fundament gelegt für den Ausbau der Verbraucherforschung in Deutschland. Vor gut einem halben Jahr war eine Stiftungsprofessur für Verbraucherrecht eingerichtet worden.

Zu den Zielen der Forschungsaktivitäten sagte Aigner: „Wir brauchen eine Forschung, die über den Tellerrand der eigenen Sparte hinausblickt. Denn moderne Verbraucherpolitik, wie wir sie heute verstehen, ist in hohem Maße vielgestaltig und interdisziplinär.“ Die individuelle Psychologie hinter einer Kaufentscheidung spielt dabei ebenso eine Rolle wie Fragen der Soziologie oder Verbraucherrechte. Die neue Forschungsstelle für Verbraucherrecht könne auf die Kompetenz der bereits vorhandenen Forschungsstellen der Universität Bayreuth aufbauen und für eine spezifische Verbraucherausrichtung sorgen. „Ich bin zuversichtlich, dass uns die Forschungsaktivitäten der Universität Bayreuth im Bereich des Verbraucherschutzes wichtige Erkenntnisse und zugleich auch Impulse für die künftige Entwicklung liefern wird,“ sagte Aigner.

Stiftungsprofessur und Forschungsstelle sind ein wichtiger Baustein des BMELV-Konzepts für eine Verbesserung der Verbraucherforschung in Deutschland. Darüber hinaus wird das BMELV die in der Verbraucherforschung aktiven Wissenschaftler und Forschergruppen in einem „Netzwerk Verbraucherforschung“ zusammenbringen und eine Plattform für den interdisziplinären und verbraucherwissenschaftlichen Austausch gründen. Zudem soll ein „Expertenpool“ aufgebaut werden. Bei aktuellen Fragestellungen kann auf diese Weise schnell wissenschaftlich fundierte Beratung eingeholt werden. „Beide Maßnahmen werden dazu beitragen, die Effizienz der verbraucherorientierten Forschung in Deutschland zu verbessern“, sagte Aigner.

Mehr als 60 fachlich qualifizierte Wissenschaftler haben hierzu bereits ihr Interesse bekundet. Im Oktober 2011 werden die Wissenschaftler zu einem Workshop in Berlin zusammenkommen, um offene Forschungsthemen zu identifizieren und konkrete Projektideen zu diskutieren. „Im Vergleich zur europäischen und internationalen verbraucherpolitisch orientierten Forschung ist dieses Wissensgebiet in Deutschlands Forschungslandschaft noch zu wenig ausgeprägt. Die Forschungslandschaft ist zersplittert und trägt den Anforderungen einer integrierten Verbraucherpolitik nicht ausreichend Rechnung. Für Deutschland ist es daher wichtig, dieses Forschungsfeld auszubauen“, so die Ministerin.

Wenn der TV-Koch zuerst die Hände wäscht

Experten betonen die Bedeutung der Küchenhygiene – rund 320 Teilnehmer beim Nationalen Symposium für Zoonosenforschung in Berlin

Spüllappen, Schneidebretter, Hände – das Risiko, sich in der eigenen Küche eine Lebensmittelinfektion zuzuziehen ist hoch. Das Wissen über Küchen- und Händehygiene als wesentliche Maßnahmen, um solche Infektionen zu vermeiden, ist in der Bevölkerung jedoch bisher sehr wenig ausgeprägt. Eine Aufklärungskampagne wäre dringend notwendig. Dies betonte Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitutes für Risikobewertung, in seiner Keynote beim Auftakt des Nationalen Symposiums für Zoonosenforschung. Rund 320 Wissenschaftler aus Human- und Veterinärmedizin besuchten das Symposium, das am 7. und 8. Oktober 2010 in Berlin stattfand.

Aufklärung zur Küchenhygiene müsste schon bei Kindern anfangen – in der Schule oder auch beim Kochenlernen in der Familie. Auch Kochshows im Fernsehen könnten aufklärend wirken, beispielsweise wenn der TV-Koch die Show mit dem Händewaschen beginnen würde. Einig waren sich die Experten darüber, dass die Bewertung von Infektionsrisiken auf Daten basieren muss und dass interdisziplinäre Forschung hierzu einen wesentlichen Beitrag leistet. Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen, die das Symposium veranstaltete, unterstützt die Forscher dabei und fördert insbesondere die Zusammenarbeit von Human- und Veterinärmedizin. „Nach knapp zwei Jahren des Bestehens können wir heute sagen, dass unser Konzept aufgeht“, resümierte Professor Dr. Martin H. Groschup, Leiter des Instituts für neue und neuartige Tierseuchenerreger am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und einer von drei Plattform-Leitern. Auch die Vertreter der drei Ministerien, die sich an der Förderung der Zoonosenforschung beteiligen – Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – zeigten sich erfreut über die positive Entwicklung der Zoonosenplattform.

Dass Zoonosen, also Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden, nicht an Landesgrenzen halt machen, machten die wissenschaftlichen Beiträge des Symposiums eindrucksvoll deutlich. Die Zoonosenplattform trägt dieser Tatsache Rechnung, indem sie 2011 das Symposium noch stärker international ausrichten wird.

Hintergrund: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen

Forschung zu Zoonosen findet in Deutschland an vielen verschiedenen Orten und Einrichtungen statt: an Universitäten und in Bundesinstituten, in kleinen Arbeitsgruppen und in großen Verbünden. Dabei sind Wissen und Erfahrung sowohl von Human- und Tiermedizinern als auch von anderen Naturwissenschaftlern von großer Bedeutung. Deshalb ist es notwendig, dass in diesem Bereich alle Forscher eng zusammen arbeiten.

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen als infrastrukturelle und wissenschaftliche Organisation, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, ermöglicht und unterstützt diese Vernetzung. Aufgabe der Plattform ist es, biomedizinische Grundlagenforschung sowie Human- und Veterinärmedizin enger zu verknüpfen, um die Zoonosenforschung in Deutschland effektiver zu gestalten.

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen ist ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Molekulare Virologie, Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V., Berlin, und des Instituts für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald – Insel Riems.

Weitere Informationen:
http://www.zoonosen.net – Website der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen