Naturkost boomt

Facheinzelhandel knackt die Drei-Milliarden-Marke: Naturkost-Branche bereitet Weg für Bio-Wende

Der Naturkost-Fachhandel kann erneut ein hervorragendes Umsatzvolumen vorweisen. Der BNN-Umsatzmonitor, an dem sich 20 Großhandelsunternehmen beteiligen, weist ein Umsatzplus von 11,4% aus. Damit liegt das durchschnittliche Wachstum im Naturkostgroßhandel der letzten zehn Jahre bei 10%. Für den Naturkost-Facheinzelhandel lässt sich daraus für 2015 ein Umsatzvolumen von 3,04 Milliarden Euro auf bestehenden und neu hinzugekommenen Flächen errechnen.

„Die Zahlen für 2015 sind natürlich ein großer Erfolg“, resümiert BNN-Geschäftsführerin Elke Röder. „Denn sie zeigen, die Kunden schätzen die Fachhändlerinnen und Fachhändler sowie deren Bio-Angebot. Der Fakt, dass Bio heute breit verfügbar ist, lässt sich direkt auf die Pionierleistungen der Naturkost-Branche zurückführen. Durch den Willen zur stetigen Verbesserung bereiten wir den Weg für die Bio-Wende und treiben Discounter und Supermarktketten, die sich diesem Trend längst nicht mehr verschließen können, vor uns her“, sagte die Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. auf der heutigen BIOFACH-Auftaktpressekonferenz in Nürnberg.

Röder machte deutlich, dass der inhabergeführte Fachhandel die zentrale Rolle spielt, wenn es darum geht, bei Verbraucher/-innen ein Interesse am Echten zu wecken und dauerhaft zu bedienen. Natürlich gäbe es auch Veränderungen in inhabergeführten Naturkostläden, beispielsweise der Trend zu größeren Verkaufsflächen oder die Spezialisierung auf ausgesuchte Sortimentsbereiche. Die Bedeutung dieser engagierten Unternehmer/-innen für die Durchdringung der Gesellschaft mit einer authentischen, nachhaltigen und selbstverständlich auf biologischer Landwirtschaft basierenden Esskultur sei aber nach wie vor zentral.

„Das persönliche Engagement der Einzelhändlerinnen und Einzelhändler ist das Rückgrat dieser Entwicklung. Ihre Identifikation mit einem Wachstum, das auf ständiger Innovation basiert, macht die Branche so einzigartig. Bestes Beispiel sind die Sortimentsrichtlinien des BNN, die vor wenigen Tagen um den Bereich der Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel ergänzt wurden“, so Elke Röder weiter.

Die Sortimentsrichtlinien für den Naturkostfachhandel sind verpflichtend für alle Mitglieder aus dem Einzelhandel im BNN. Dank der Richtlinien können Kunden darauf vertrauen, nur Bio und maximal nachhaltige Angebote im Fachhandel vorzufinden. Und zusätzlich werden blinde Flecken der Öko-Verordnung durch eine ökologisch nachhaltige Sortimentsgestaltung aufgefangen: Naturkosmetik, Wild, Fisch aus Wildfang, Nahrungsergänzungsmittel und neuerdings Wasch-, Putz- und Reinigungs-mittel. „Die Sortimentsrichtlinien sind ein Beispiel für den Willen der Branche, sich stetig weiterzu-entwickeln. Diese Impulse nimmt der Markt ebenso auf, wie Kundinnen und Kunden. Nur so ist der Wandel von Opulenz zu Exzellenz zu schaffen“, so die BNN-Geschäftsführerin.

Trend zu Bio-Produkten bleibt ungebrochen

Bio wächst kräftig und sieht doch in ungewisse Zukunft

Der Mega-Trend Bio geht auch in 2015 unvermindert weiter. Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Griff zu ökologisch produzierten Lebensmitteln. So stieg im Naturkost-Fachhandel in den ersten drei Quartalen 2014 der Umsatz um 8,38% im Vergleich zum Vorjahr.[1] Zuwachszahlen, von denen andere Branchen und auch der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel nur träumen können.

Die Motivationen der Kunden/-innen sind vielfältig: Viele Verbraucher/-innen möchten durch ihre Kaufentscheidung einen Betrag zum Umweltschutz leisten, schwören auf den Geschmack von Bio-Lebensmitteln oder wollen sich gesünder ernähren. Gerade Veganer, Vegetarier und Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten finden im Naturkost-Fachhandel zahlreiche Alternativen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor – gibt es in Deutschland doch aktuell 7,5% Vegetarier oder Menschen, die weitegehend auf Fleisch verzichten. 11% der Deutschen sind laktoseintolerant und 5% vertragen kein Gluten.[2] Hier punktet der Fachhandel vor allem, da persönliche Beratung zum Konzept der Bio-Läden dazugehört.

Mit steigender Beliebtheit und Erschließung neuer Kundengruppen, erhöht sich auch der Anspruch vieler Menschen an ein Bio-Produkt. „Zu Recht“, meint Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. „Die Protagonisten der Bio-Bewegung sind ihren Werten treu geblieben. Mit dem Aufspringen von beispielsweise Discountern auf den Megatrend Bio sind Marktteilnehmer mit eindeutiger Preisorientierung hinzugekommen. Daher fällt vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern dieser Unterschied auf.“

Bio-Kunden zeichnen sich durch eine ausgeprägte Werteorientierung aus: Regionalität, Nachhaltigkeit, artgerechte Tierhaltung und die Ablehnung von chemischem Pflanzenschutz und Agro-Gentechnik gehören zu den häufigst genannten Ansprüchen. „Gerechtfertigte Bedürfnisse, jedoch ist Bio mehr als ein Einzelaspekt“, führt Röder weiter aus. „Achte ich als Kundin nur auf Regionalität und nicht auf Bio, erhalte ich konventionelle Ware, mit den bekannten Nachteilen für Mensch und Umwelt. Deshalb muss Bio der Ausgangspunkt sein und die Ansprüche der Verbraucherinnen und Verbraucher erfüllen.“

Woran beim täglichen Einkauf Bio-Produkte erkannt werden können und welche Vorteile Verbandsware (bspw. demeter, Bioland, EcoVin usw.) bietet, verrät die Website naturkost.de. Antworten auf häufig gestellte Fragen bietet ökolandbau.de. Die Seite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bietet auch darüber hinaus zahlreiche Daten und Fakten rund um den Ökologischen Landbau sowie Verbrauchertipps.

Wer genau wissen möchte, wie Hersteller, Groß- und Einzelhändler der Naturkostbranche aktiv zur mehr Nachhaltigkeit beitragen, dem sei Nachhaltig Bio! ans Herz gelegt. Hier finden sich viele Beispiele für beeindruckende Projekte und Innovationen. Vom emissionsfreien Firmensitz über die Integration von Menschen mit Behinderung bis hin zum eigenen Mitmachwald zeigt Nachhaltig Bio!, was die Protagonisten der Naturkostbranche tagtäglich leisten.

Trotz alledem sehen die Bios mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Mit Sorge blickt man nach Brüssel. Dort wurde Anfang 2014 eine Revision der EU-Öko-Verordnung angekündigt und vorgeschlagen. Die Verordnung bildet die rechtliche Grundlage von Bio – ihre Einhaltung ist Voraussetzung für die Kennzeichnung von Lebensmitteln als Bio-Produkt in Deutschland und Europa. „Die Revision ist in ihrer jetzigen Form eine Gefahr für die ganze europäische Branche. Brüssel fokussiert sich auf das Endprodukt und vergisst die wichtigen Leistungen des Ökolandbaus für Umwelt- und Naturschutz. Wer mehr Bio will, kann den Revisionsvorschlag nur ablehnen“, erklärt Elke Röder.

Ein weiteres Hindernis stellt die Verknappung von Anbauflächen für den Ökologischen Landbau dar. Denn trotz einer steigenden Nachfrage an Bio-Produkten in Deutschland finden Öko-Landwirte hierzulande immer weniger bezahlbare Pachtflächen. Ein großes Problem, das vor allem aus der staatlichen Biogas-Förderung resultiert.
Welche teils katastrophalen Folgen die konventionelle Landwirtschaft verursacht, zeigt der kürzlich erschienene Bodenatlas 2015 (erstellt u.a. von der Heinrich Böll Stiftung, dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und Le Monde diplomatique). Der Bericht macht vor allem deutlich, dass ein weiter so nicht möglich ist. „Wir nutzen die Böden der Welt, als wären sie unerschöpflich. Doch sie sind in menschlichen Zeiträumen nicht erneuerbar“, heißt es im Vorwort des Berichtes. Ein zusätzliches gewichtiges Argument für mehr Bio-Nutzflächen, Naturkostverarbeitung und Naturkosthandel. Um den Ansprüchen der Bio-Kunden/-innen gerecht zu werden und vor allem: um die Grundlagen unserer Ernährung langfristig zu erhalten, statt sie gedankenlos zu zerstören.

Die Zukunft von Bio sieht daher nur gut aus, wenn die Zukunft bio ist. Denn die Welt von Morgen, wird, was wir heute aus ihr machen.

1 Quelle: BNN-Umsatzmonitor für den Naturkost- und Naturwarengroßhandel (1 – 3. Quartal 2014)
2 Quelle: Allensbacher Werbeträgeranalyse 2014

Knollenziest

Die Japanische Kartoffel für die Küche entdecken

Jetzt ist der Knollenziest reif. Die Japanische Kartoffel ist eine Delikatesse, die immer mehr Liebhaber findet. Das Wintergemüse mit dem leichten Nussaroma kann ähnlich wie Kohlrabi zubereitet werden. Ein Genuss ist Feldsalat mit den lauwarmen Knollen, Schalotten und einer Olivenölvinaigrette. Das perlmuttweiße Feingemüse schmeckt als Fleischbeilage und in einer Gemüsepfanne mit Möhren und Kartoffeln. Das Aroma kommt besonders gut zur Geltung, wenn man die Knolle leicht in Butter anbrät und mit einem Schuss Sahne verfeinert. Gewürze wie Basilikum, Petersilie, Thymian und Muskat geben ihm eine besondere Note.

Ursprünglich kommt der Knollenziest ( Stachys affinis ) aus dem chinesischen Hochland. Von dort hat er sich nach Indien und vor allem nach Japan verbreitet. Daher wird er auch „Japanische Kartoffel“ genannt. In Frankreich wurde das Gemüse erstmals in dem Dorf „Crosne“ bei Paris Ende des 19. Jahrhunderts angebaut. Die Staude bildet unterirdische Ausläufer, die sich an der Spitze perlschnurartig verdicken.

Knollenziest wird nur selten im Handel angeboten. Feinschmecker können die „Crosnes du Japon“ aber problemlos im eigenen Garten anpflanzen. Die Knollen sind im Fachhandel erhältlich und werden im März und April gepflanzt. Geerntet wird von Ende Oktober bis Januar: Man hebt die gesamte Staude vorsichtig mit einer Grabgabel aus dem Boden und sammelt die Knöllchen ab. Sie sind winterhart und können daher den gesamten Winter frisch aus dem Garten geerntet werden – pro Pflanze stattliche 80 Knollen. Vor dem Kochen müssen die Knollen mit einer Bürste gründlich gesäubert werden – ein Aufwand, der sich lohnt. Schälen ist nicht notwendig.
Heike Kreutz, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.was-wir-essen.de/hobbygaertner/wiederentdeckte_gemuesearten_knollenziest.php

aid-Heft „Von Apfel bis Zucchini – Das Jahr im Garten“ –
Bestell-Nr. 1559, Preis: 5,00 Euro –
www.aid-medienshop.de –
http://www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1559

Wieder Bio-Aktionstage in ganz Österreich

Bereits zum sechsten Mal startet die AMA Marketing heuer die
österreichweiten Bio-Aktionstage. Österreichweit sind die Bio-Boten vom 09. bis 18.
September unterwegs und verteilen gratis Bio-Milch und Teilnahmekarten für das große
ICH WILL BIO-Gewinnspiel. Die 19 Bio-Infostände bieten Bio-Wissen, Bio-Gewinnspiele
und Bio-Genuss in Hülle und Fülle.

In den letzten Jahren erreichte diese Informations- und Genussoffensive rund um das
Thema BIO hunderttausende Menschen im ganzen Land.
Bio-Aktionstage 2011
Mehr als 100 Bio-Boten werden vom 09. bis 17. September für Bio-Stimmung im Land sorgen.
Sie verteilen an belebten Plätzen in österreichischen Landeshauptstädten und auf Bio-Festen
gratis 300.000 Bio-Milchpackerl, Bio-Aktionstage-Sticker und Teilnahmekarten für das große
ICH WILL BIO-Gewinnspiel.

An 18 Bio-Infoständen (mit 2x Klagenfurt 19 Stände) von Eisenstadt
bis Bregenz stehen Bio-Bäuerinnen allen Interessierten Frage und Antwort. Am ICH WILL BIO –
Glücksrad an den Infopoints können zahlreiche Sachpreise „erdreht“ werden, darunter die ICH
WILL BIO-Milchkaraffe aus Glas, Lose für Kindergeburtstage auf einem Bio-Bauernhof, BIOKochbroschüren
oder das AMA BIO-Kochbuch mit über 90 schmackhaften Bio-Rezepten.
Zahlreiche Bio-Hoffeste, Verkostungen im Bio-Fachhandel und Bio-Info Stände auf Bio-Märkten
machen im September darüber hinaus Lust auf mehr Bio.

Großes ICH WILL BIO-Gewinnspiel: 50 tolle Preise winken
Mit den Bio-Aktionstagen fällt auch der Startschuss für das große ICH WILL BIO-Gewinnspiel.
Nur sechs Fragen zum Thema Bio müssen richtig beantwortet und eingesendet werden. Schon
ist man im Rennen um tolle Preise – von Einkaufsgutscheinen bis hin zu Genusswochenenden
im Bio-Hotel oder am Bio-Bauernhof. Als Hauptpreis winkt ein Gutschein für einen Aufenthalt im
Bio-Hotel der eigenen Wahl. Gewinnspielkarten zum Mitmachen verteilen die Bio-Boten, sind
aber auch im Bio-Fachhandel sowie in Bio-Hotels und bei den Bio-Info-Points erhältlich.
Einsendeschluss für das Gewinnspiel ist der 14. Oktober 2011.

Alle Termine rund um die Bio-Aktionstage unter: www.bioinfo.at

Neueste Zahlen: Stabiler Weinmarkt 2009

Neueste Zahlen: Stabiler Weinmarkt 2009

Der deutsche Weinmarkt blieb im vergangenen Jahr von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont. Wie das Deutsche Weininstitut auf der Basis von GfK-Erhebungen mitteilt, ist der Umsatz mit Wein in Deutschland 2009 bezogen auf alle Einkaufsstätten (Lebensmittelhandel, Discount, Fachhandel, Winzer) erneut um 1,2 % gestiegen.

WeinfachhandelBereits 2008 und 2007 stiegen die Umsätze hierzulande um 2,2 % bzw. 1,2 %. Der Weinabsatz war im vergangenen Jahr allerdings mit einem Minus von 1,5 % leicht rückläufig. „Wir hatten 2009 insgesamt gesehen einen recht stabilen Weinmarkt. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die nachgewiesene Verlagerung des Außer-Haus-Konsums in Richtung In-Haus-Konsum“, kommentiert DWI-Geschäfts­führerin Monika Reule die aktuelle Weinmarkt­situation.

Die Weine aus den deutschen Anbaugebieten entwickelten sich 2009 ein wenig schwächer als der Gesamtmarkt. Sie gaben im Absatz um 4,5 % nach, haben jedoch aufgrund besserer Verkaufserlöse ihr Umsatzniveau gehalten. „Die heimischen Weine wurden im Lebensmittelhandel im Schnitt zu einem Preis von 2,81 €/l angeboten, was einer Steigerung von 14 Cent entspricht. Im Direkteinkauf beim Winzer und im Fachhandel liegen wir mittlerweile bei 5,65 €/l. Bei dem riesigen internationalen Weinangebot auf unserem sehr preissensiblen und hart umkämpften Weinmarkt haben Preisanpassungen schnell Absatz­rückgänge zur Folge“, erläutert Reule.

Mit einem Marktanteil von 54 % am gesamtdeutschen Weinumsatz und 48 % an der verkauften Weinmenge bleiben die deutschen Erzeuger trotz einem Rückgang von jeweils einem Prozentpunkt weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. An zweiter und dritter Stelle stehen Frankreich und Italien, beide relativ konstant mit jeweils 13 % Marktanteil am Umsatz und Absatz, gefolgt von Spanien mit sechs Prozent. Die Weine aus der „Neuen Welt“ lagen in 2009 bei fünf Prozent Marktanteil.

Der Rotweinboom der letzten Jahre scheint sich allmählich abzuschwächen. Es wurde zwar 2009 mit einem Anteil von 51 % am Gesamtabsatz immer noch mehr Rot- als Weiß­wein eingekauft. Der Rotweinanteil ging allerdings um zwei Prozent zu Gunsten des Weißweinkonsums zurück. 40 % aller eingekauften Weine waren 2009 weiß, der Roséweinanteil blieb mit rund 9 % unverändert.

Mit Bio zukunftsfähige Lebensstile ermöglichen

Mit Bio zukunftsfähige Lebensstile ermöglichen

Der Bio-Fachhandel wächst weiter. Die jüngsten Zahlen zur Entwicklung des Bio-Fachmarktes gab der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V. heute auf der BioFach-Messe bekannt. So stieg der Umsatz auf bestehenden Flächen des Bio-Fachhandels im Jahr 2009 um 3,1 Prozent (2008: +1,2%), einschließlich neuer Flächen sogar um 6,3 Prozent (2008: +7,4%) bei einem Gesamtumsatz in Höhe von 1,95 Mrd. Euro (2008: +1,85 Mrd.). Für den BNN Herstellung und Handel ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass Verbraucher gerade in Krisenzeiten auf glaubwürdige und zukunftsfähige Konzepte setzen. „Dieser Erfolg spricht für Naturkost. Offensichtlich schätzen die Kunden den Mehrwert von Bio aus dem Bio-Fachgeschäft, insbesondere gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel und Discount, die in ihren Bio-Segmenten eine rückläufige Entwicklung verzeichnen“, sagte Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN Herstellung und Handel auf der BioFach.

„Bio kann mehr!“-Kampagne: Angebot zu strategischem Konsum

Auf diesen Mehrwert zielt die BNN-Kampagne „Bio kann mehr!“, die mittlerweile in knapp 400 Bio-Fachgeschäften läuft. Hinter der Kampagne stehen ausnahmslos Bio-Unternehmen, für die Bio Kernkompetenz und nicht Imagefaktor ist. Sie setzen nachhaltige Kriterien wie Klimafreundlichkeit, Umweltschutz, regenerative Energiequellen oder soziale Standards entlang der gesamten Wertschöpfungskette um – und das schätzen auch die Käufer dieser Produkte. „Jeder Erwerb von Naturkostprodukten hat zunächst ein Genussmotiv, aber gleichzeitig ist damit auch ein strategischer Entschluss verbunden. Denn die Verbraucher wissen, dass sie durch den Kauf konsequent nachhaltiger Produkte einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen leisten“, ergänzt Elke Röder.

Vom Wissen zum Handeln oder besser umgekehrt?

Das bestätigt auch der Sozialpsychologe Prof. Dr. Harald Welzer, Autor des Buches „Vom Ende der Welt, wie wir sie kannten“: „Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist in allen Milieus angekommen. Zukunftsfähiges, also nachhaltiges Verhalten ist nicht mehr allein eine Frage von Eliten, sondern von aufgeklärten Bürgern, die als ‚Change Agents’ der Politik voraus sind“, sagte Harald Welzer auf der BioFach. Die Klimakrise, so Welzer, ist letztlich Ausdruck einer grundsätzlichen Systemkrise, die aus der Abhängigkeit der Industriestaaten von endlichen Ressourcen wie Öl und Kohle resultiert. Weil diese Abhängigkeit auch nur endliche Lebensstile der Bürger hervorbringen kann, sind die Grenzen dieses Systems jetzt spürbar: Umweltbelastungen, Ernährungs- und Wasserkrisen und nicht zuletzt die andauernde Finanzkrise, so die Analyse Welzers. Er fordert neue Lebensstile, die bewussten Konsum beinhalten. Das hierfür notwendige Wissen ist vorhanden.

Zwischen Wissen und Handeln besteht jedoch eine Kluft, die häufig noch durch die Herausforderungen und Widersprüchlichkeiten des Alltags („Jetzt nehme ich doch schnell das Auto und nicht die U-Bahn“) genährt wird. Wie also Handlungsblockaden überwinden und damit einen veränderten Lebensstil initiieren? Welzer sieht die positive, individuelle Erfahrung als Ausgangspunkt einer „Kulturrevolution des Alltags“, hervorgerufen durch „Agenten des Wandels“, wie es zum Beispiel Bio-Konsumenten sind. Also nicht didaktisch vermitteltes Wissen als Motor für verändertes Verhalten, sondern das Erleben praktikabler und gleichzeitig genussvoller Alternativen.

Bio-Fachhandel bietet Orientierung

Diesen Zusammenhang bestätigt Elke Röder: „Wer einmal ein Brot im Bio-Fachhandel gekauft hat, probiert beim nächsten Einkauf noch eine Flasche Wein, dann kommt der Wechsel zu Öko-Strom und so weiter. Am Ende, so beobachten wir immer wieder, vollzieht sich der Wandel auf den unterschiedlichsten Konsumebenen. So entsteht ein nachhaltiger Lebensstil, der auch Freunde und Bekannte neugierig macht, denn der Funke der eigenen, ehrlichen Begeisterung für Bio überträgt sich. Wo Bio gelebt und nicht nur konsumiert oder verkauft wird, ändern sich Lebensstile nachhaltig. Bio wirkt durch konkretes Erleben“.

Die Schlussfolgerung für die Naturkostbranche ist einfach und herausfordernd zugleich: Mehr denn je gilt es, die Sympathie der Verbraucher mit guter Beratung, unverwechselbaren Produkten und echter Begeisterung zu gewinnen. Die Rahmenbedingungen hierfür sind günstig. Mehr Kunden im Bio-Fachgeschäft kommen nicht nur der Bio-Branche, sondern der Gesellschaft insgesamt zugute.

www.bio-kann-mehr.de
www.n-bnn.de

Österreichs Wein gewinnt in Krisenzeiten

Österreichs Wein gewinnt in Krisenzeiten

Marktanteilsgewinne in schrumpfenden Märkten sichern Erfolg

Österreichischer Wein konnte sich in auch in den Krisenzeiten des vergangenen Jahres erfolgreich schlagen. Besonders im heimischen Lebensmitteleinzelhandel setzte sich der Trend der Vorjahre fort: Die Marktanteile stiegen weiter und erreichten 2009 einen Höchstwert. Während die gesamten österreichischen Warenexporte im Jahr 2009 um ca. ein Sechstel zurückgegangen sind, konnte der heimische Wein im Export weiter zulegen und besonders in schrumpfenden Märkten Marktanteile dazu gewinnen, auch wenn allgemein zu leicht günstigeren Produkten in allen Preissegmenten gegriffen wurde. Diese Entwicklung wurde auch vom erntestarken Jahr 2008 beeinflusst. Für 2009 zeichnet sich lt. Statistik Austria mit 2,3 Mio hl eine der kleinsten Ernten der vergangenen zehn Jahre ab. Weinbaupräsident Josef Pleil schätzt, dass die endgültige Erntemenge mit ca 2,1 Mio hl aber noch wesentlich geringer ausfallen wird. Zum Thema herkunftstypische Weine & DAC ist es erfreulich, dass sich weitere Gebiete entschlossen haben dabei mitzumachen: Leithaberg DAC und Eisenberg DAC werden ab 2010 am Markt erhältlich sein.

Satte Mengen – und Umsatzzuwächse im heimischen Lebensmittelhandel

Österreichischer Wein zeigt sich während Krisenzeiten im Inland erfolgreich. Beim seit Jahren leicht rückläufigen Weinkonsum von derzeit ca. 2,4 Mio hl stellt die markanteste Veränderung dabei die Verschiebung des Weinkonsums von der Gastronomie, die jedoch weiterhin der wichtigste Absatzmittler ist, zugunsten des Heimkonsums dar. Der Heimkonsum setzt sich dabei aus Verkäufen Ab Hof, im heimischen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und dem Fachhandel zusammen. Der lange Zeit rückläufige Ab-Hof-Verkauf hält sich seit einigen Jahren wieder konstant bei ca. 30%. Besonders positiv ist die Entwicklung jedoch in den Supermärkten, wo heimischer Wein gefragter ist denn je. Im Vergleich des rollierenden Jahres 2009 (Okt 08 – Sept 09) mit dem Gesamtvorjahr (Jan 08 – Dez 08) wurden hier die ohnehin hohen Marktanteile für österreichischen Wein mengenmäßig um 5,3% auf 65,2% und wertmäßig um 4,2% auf 64,9% ausgeweitet. Langfristig gesehen konnte Österreichs Wein in heimischen Supermärkten seit dem Jahr 2000 trotz steigender Konkurrenz aus dem Ausland satte Zuwachsraten verbuchen. Mengenmäßig stiegen die Marktanteile 2000 bis 2009 von 56,9% auf 65,2%: Das entspricht einem Plus von 14,6%. Beim Wert erhöhten sich die Anteile sogar von 51% auf fast 65%, was einem Zuwachs von 27,3% entspricht. Erfreulich ist, dass erstmals mengenmäßig mehr heimische Rotweine als ausländische Tropfen im Supermarkt verkauft wurden. Beim Weißwein sind Grüner Veltliner & Co weiterhin unumstritten und konnten ihren extrem hohen Marktanteil sogar noch weiter ausbauen.

Die Verschiebung des Weinkonsums von der Gastronomie zum Heimkonsum kam 2009 auch dem heimischen Fachhandel zugute. Trotz leichter Tendenzen zu günstigeren Preisen zeichnen sich Umsatz- und Wertzuwächse ab. Auch wenn der Durchschnittspreis hier im vergangenen Jahr leicht gesunken ist stellt der Fachhandel weiterhin einen wichtigen Partner der heimischen Weinwirtschaft für den Verkauf von hochpreisigen Weinen dar.

Marktanteilszuwächse in schrumpfenden Märkten sichern stabiles Exportergebnis

Exporte nach Deutschland und in die Schweiz besonders erfolgreich

Auch im Export war die Entwicklung im vergangenen Jahr erfreulich. Die ersten Hochrechnungen (Basis I-IX 2009 + X-XII 2008) zeigen mit 65 Mio. Liter ein sattes Mengenplus von 8,3%. Wertmäßig konnte der Rekord des Vorjahres mit 112 Mio. Euro fast gehalten werden (-0,8%). „Geprägt ist dieser Mengenzuwachs einerseits von der starken Erntemenge 2008, die typischerweise im Folgejahr höhere Fassweinexporte mit sich bringt. Andererseits werden in Krisenzeiten generell günstigere Preissegmente bevorzugt“, so Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM). Trotz allem konnten die Flaschenweinexporte, die knapp 87% des gesamten Exportwertes ausmachen, fast den hohen Wert von 2008 erreichen (Menge -1,1%, Wert -1,4%). Somit wurde auch der höchste je erzielte Durchschnittspreis pro Liter Flaschenwein von 2,58 Euro des Vorjahres gehalten.

Ausschlaggebend für das Ergebnis waren die positiven Entwicklungen in den zwei wichtigsten Exportländern Deutschland und Schweiz. Die Menge der österreichischen Weinexporte nach Deutschland stieg um beachtliche 8,4% und auch der Gesamtexportwert nahm um 2,3% zu. Österreich hält somit in Deutschland, einem der größten Weinimport- und Konsumländer der Welt, bereits 3,4% Marktanteil. Bei Weißwein steht Österreich nach Deutschland und Italien mit 6,4% sogar an sensationeller dritter Stelle (erstmals vor Frankreich). Dies ist umso erstaunlicher, als die gesamten Weinimporte Deutschlands von Jänner bis September rückläufig waren (-2% Menge, -6,7% Wert).

Die Schweiz weist für 2009 ein starkes Mengenplus von 17,3% bei einem stabilen Exportwert des Vorjahres (+0,8%) auf. Der Trend zu etwas günstigeren Weinen manifestiert sich auch in der Schweiz. Doch liegt der Durchschnittspreis pro Liter immer noch bei äußerst erfreulichen 4,6 Euro.

Durch die anhaltende Dollarschwäche, die Wirtschaftskrise und durch Liquiditätsprobleme bei wichtigen Handelspartnern gab es im ersten Halbjahr 2009 einen schmerzhaften Einbruch der Weinexporte in die USA, der im 2. Halbjahr noch nicht vollständig kompensiert werden konnte. Für 2010 ist jedoch wieder mit einem Wachstum zu rechnen.

DAC greift erstmals auch im Export

Die positive Exportentwicklung lässt sich besonders in Deutschland erstmals auch auf die erfolgreiche Positionierung von Herkunftsweinen (DAC) zurückführen. Aktivitäten im Lebensmittelhandel, bei denen vorwiegend große Mengen an weißen Herkunftsweinen umgesetzt wurden, werden langfristig zu Imagegewinnen durch ein verschärftes Profil führen.

Durch die neu verabschiedete Verordnung zum Leithaberg DAC im Herbst 2009 wächst die Zahl an Herkunftsweinen mit klarem Geschmacksprofil (DAC) auf insgesamt sechs an. Der Vorschlag des Südburgenlands für Eisenberg DAC wurde vom Nationalen Weinkomitee bereits genehmigt und liegt nun dem Bundesminister Nikolaus Berlakovich zur Unterschrift vor. Unter dieser Bezeichnung sollen ab 2010 fruchtig, mineralisch würzige Blaufränkischweine in zwei Kategorien auf den Markt kommen. „Wir haben uns im Burgenland dazu entschlossen unsere DAC-Weine an geografischen und historischen Namen zu orientieren“, erklärt Andreas Liegenfeld, Obmann des burgenländischen Weinbauverbands. „Dabei wollen wir neben dem starken Herkunftsbegriff Burgenland, der für die Vielfalt ins unserem Land steht, auch regionale Identitäten mit klaren Profil etablieren.“

Eine weitere Änderung in der zu erwartenden Verordnung betrifft die Einführung einer Reserve-Kategorie bei Weinviertel DAC.

Wein & Käse

Ganz im Sinne der Idee des Herkunfts- und Genussmarketings hat die ÖWM 2009 ihre Serie „Wein & Kulinarik“ erweitert und dabei den Themenbereich „Wein & Käse“ ausgewählt. „Es lag auf der Hand, sich für das Produkt Käse zu entscheiden, da hier wie beim Wein einzigartige regionale Spezialitäten mit Herkunftscharakter in Österreich und Europa produziert werden“, ist Willi Klinger überzeugt. „Zusätzlich wollen wir Wein noch stärker in seinem kulinarischen Verbund darstellen, um hier auch der Anforderung zum verantwortungsvollen Konsum Rechnung zu tragen.“ In der Broschürenreihe bereits erschienen sind „Wein & Spargel“ und „Asiaküche & Wein“.

Penfolds Weine

Penfolds Luxury& Icon Launch 2009:

Lang erwartete Weinmonumente erobern den Markt

Penfolds Tradition und Weinbauphilosophie war stets von handwerklichem Können,

Forschung und Innovation geprägt. Die Weine, die auf diesem Fundament entstanden und entstehen, gelten weltweit als Maßstab für Qualität und Beständigkeit.

Penfolds ist nicht der größte oder modernste Weinproduzent Australiens, doch zweifellos einer der Bedeutendsten. Seit Jahrzehnten genießt das Weingut mit seinen ausgesuchten Spitzenqualitäten wie Penfolds Grange und St. Henri Weltruhm. Enorm langlebig, strotzend vor Kraft und zugleich von vollendeter Eleganz und Harmonie geprägt, repräsentieren die Penfolds Weinmonumente die ganze Kraft und Finesse des australischen Kontinents. Jede neue Kreation ist das Ergebnis jahrelanger gewissenhafter Arbeit und der Tag, an dem die neue Topcuvée dann endlich auf die Flasche kommt, ein unvergesslicher Moment in der Karriere eines jeden Penfolds Chief Winemakers. Wer diese Weine kostet, genießt ein sehr besonderes Privileg, denn nur die besten Trauben werden nach der rigorosen Selektion des Leseguts zur Vinifikation der Luxury & Icon Weine zugelassen. Die Sammlung der neusten Jahrgänge, die unter Weinfreunden bereits Kultstatus genießt, ist jetzt endlich am deutschsprachigen Markt erhältlich, einschließlich: Penfolds Grange, St. Henri Shiraz, Magill Estate Shiraz, RWT Barossa Valley Shiraz, BIN 707 Cabernet Sauvignon und Yattarna Chardonnay.

Penfolds Weine machen Verbraucher zu Kennern und Weintrinker zu Weinliebhabern

Penfolds Grange 2004: Sicherer Platz auf den besten Weinkarten der Welt

Der Penfolds Grange gilt seit den 1950er Jahren als einer der bekanntesten Weine in Australien und ist gewissermaßen der Beitrag des Fünften Kontinents zum önologischen Weltkulturerbe. Anders als typisch europäische Weinlegenden stammt Penfolds Grange weder aus einer Einzellage, noch aus einem einzigen Weinbaugebiet. Vielmehr werden die erlesensten Shiraz-Trauben aus den besten Weinbergen Südaustraliens wie dem Barossa Valley oder dem Magill und McLaren Vale selektiert, wodurch eine größere Vielfalt an Einzelkomponenten erreicht wird. Der Penfolds Grange 2004 wird schon vor der Verfügbarkeit im Oktober 2009 mit Vorschusslorbeeren übersät, denn Experten rechnen dem jüngsten Jahrgang das Potenzial des legendären 1990er-Jahrganges zu. Neben seiner tiefen Konzentration, dem schier unerschöpflichen Reichtum und der großartigen Komplexität, zeichnet ihn vor allem seine immense Lagerfähigkeit aus. Erstklassige Jahrgänge können gut 50 Jahre altern. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel für UVP 299 Euro.

Koonunga Hill 76 Shiraz Cabernet: Legende und „Retro Klassiker“ zugleich

Penfolds’ Koonunga Hill Shiraz Cabernet ist einer der berühmtesten Weine Australiens. Den Genießer erwartet eine perfekte Komposition aus 74 Prozent Shiraz und 26 Prozent Cabernet, die für 14 Monate in Eichenholzfässern reifte. Der Wein leuchtet dunkel rubinrot und duftet opulent nach reifen Brombeeren, Eukalyptus und Schokolade. Den anspruchsvollen Gaumen verwöhnt der Wein mit geschmeidiger Fruchtfülle von reifen Pflaumen und süßen schwarzen Kirschen und zeigt die ganze Sinnlichkeit verführerischer Gewürze von großem australischem Shiraz. Unvergleichlich ist auch der Nachhall: Minutenlang bleibt der Multi-District-Blend, eine Zusammenführung der besten Trauben aus den Weinbaugebieten Barossa Valley, McLaren Vale und Langhorne Creek, am Gaumen präsent. Zum runden 30sten Geburtstag wurde der Spitzenjahrgang 2006 in angesagter Retro-Optik in den Handel gebracht – eine ebenso hippe wie stilvolle Hommage an Klasse und Eleganz des immer noch saftig frischen Originals. Seine erste Ausgabe 1976 war der Überraschungserfolg des Jahres, seine fruchtigen Aromen und noble Eleganz sein Markenzeichen. Heute ist der Blend (benannt nach dem Penfolds-Weinberg Koonunga Hill im Barossa Valley) lebende Legende und einer der Meilensteine von Penfolds – erkennen Sie den Unterschied, wenn die Jahrgänge von 1978 und 2006 gegeneinander probiert werden. Zu Rinderbraten, Steaks und Lammgerichten, zu Lasagne, pikant gefüllten Cannelloni oder Ravioli und mittelkräftigen Käsesorten mundet er besonders gut. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel für UVP 12,90 Euro.

BIN Chardonnay 311: Die Revolution aus der Stille

Manche Revolutionen kündigen sich in aller Stille an: Dass der heiße Kontinent Australien das Potenzial für fruchtige, kühl-aromatische Weißweine besitzt, ist bisher nur wenigen Weinkennern bewusst. BIN 311 von Penfolds ist deshalb nicht nur eine Pioniertat, sondern auch ein Blick in die Zukunft – Experten prophezeien, so wird der australische Weißwein von morgen schmecken. Anstelle von molliger Üppigkeit präsentiert er fruchtige Frische. Dabei ist er keineswegs banal, sondern tiefgründig, vielschichtig und bietet einen komplexen Gesamteindruck, eine raffinierte Balance von Frucht, Säure und Extraktsüße. BIN 311 ist ein typischer Cool Climate Chardonnay – er zeigt frische Zitrus-Aromen in der Nase, mit Anklängen von Nougat und Marzipan, am Gaumen extrem elegant. Sehr lebendige Fruchtaromen, tiefgründig, frische und vitale Säure, mit einem tollen, langen Abgang. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel für UVP 29,90 Euro.

BIN 28 Shiraz: Entwicklungspotential, aber auch sofort trinkbereit

Der BIN 28 ist der optimale Wein, um sich mit dem unvergleichlichen Geschmack australischer Shiraz-Weine anzufreunden. Bekannt und gerühmt für seine seit Jahren gleichbleibend gute Qualität, zeigt der Wein einen intensiven, reifen Beerencharakter mit Andeutungen von Pfeffer und rauchiger Eiche. Gereift in amerikanischen Eichenbarriques während 18 Monaten, ist das kräftige Shiraz-Bouquet perfekt mit dem mittelschweren Körper vereint. Der größte Teil des Top-Qualitäts-Traubengutes stammt aus dem Barossa Valley, dezent vereint mit Shiraz-Trauben benachbarter Regionen wie dem McLaren Vale, Clare Valley und Langhorne Creek. Der BIN 28 ist sofort trinkbereit, sobald er in die Flaschen abgefüllt wurde, hat aber auch das Potential, sich mit den Jahren zu entwickeln. Serviert wird er zu Wildgerichten oder Ente mit leicht fruchtigen Saucen, zu Lamm und Rindfleisch schmeckt er aber ebenso köstlich. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel für UVP 19,90 Euro.

St. Henri Shiraz: Ausgesuchte Trauben von einem exquisiten Weinberg

Als John Davoren in den frühen 1950er Jahren den St. Henri wiederentdeckte, stammten die Trauben aus der Gegend rund um Magill und der alten Auldana Winery, auf deren Weinbergen die Reben schon seit hundert Jahren standen. An den sanften nach Westen ausgerichteten Hängen genossen sie bis zum frühen Abend die Wärme des Tages. Im Laufe der Jahre fiel allerdings der größte Teil dieses exquisiten Weinbergs der städtischen Ausdehnung Adelaides zum Opfer. Nur kleine Partien blieben verschont – genug um den Penfolds Winzern ein ausgesuchtes Lesegut für den St. Henri zu liefern. Trinkt sich besonders gut zu Rinderschmorbraten oder Wildgerichten (Rehrücken, Hirschmedaillons, Wildschweinbraten, sahnigen Ragouts), zu Kurzgebratenem mit reduzierten Saucen oder auch zu einer saftigen Lammkeule mit vielen Kräutern. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel für UVP 89 Euro.

RWT Shiraz: Eine äußerst köstliche Komposition

RWT (Red Winemaking Trial) ist ein hundertprozentiger Barossa Valley-Wein und eine Kreation des Winemakers John Duval, der den feinsten Shiraz mit der besten französischen Eiche vermählen wollte. Das Resultat ist eine köstliche Komposition aus reifer Blaubeerfrucht, süßen Gewürzen und geschmeidiger Fülle. Zugleich unglaublich konzentriert und kraftvoll – ein typischer Penfolds eben. Obwohl 2006 erst der zehnte Jahrgang des RWT ist, deuten schon jetzt alle Anzeichen auf seine enorme Langlebigkeit – ein wahrhaft würdiger Vertreter in der Tradition der großen Barossa Valley-Shiraz Weine. Erhältlich im ausgewählten Fachhandel für UVP 99 Euro.

www.weinwolf.de

www.penfolds.com.

Onpack-Kühler: Champagne Lanson direkt im Kühler

Neues Onpack: Champagne Lanson direkt im Kühler

„Ich will Champagner Wein und recht moussierend
soll er sein!“, heisst es in dem berühmten literarischen Werk Faust! von Johann
Wolfgang von Goethe. Was die lustigen Gesellen in „Auerbachs Keller“ Mitte des 18.
Jahrhunderts aber nicht bedacht hatten: Für die optimale Perlenbildung beim
Champagner ist die richtige Temperatur von 8 bis 10 Grad sehr wichtig. Wie gut, dass
es heute über 250 Jahre später die speziellen kühlenden Instrumente für Champagne
gibt: Ab dem 1. Oktober ist die 0,75 Liter-Aktionsflasche Champagne Lanson Black
Label direkt mit einem hochwertigen Kühler im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und
Fachhandel als Gratiszugabe erhältlich. Das würde auch Goethe gefallen…

„Dank unseres Flaschenkühlers als Onpack erleben unsere Kunden eine Hilfestellung
bei der richtigen Temperierung des edlen Champagne Lanson“, sagt Dr. Tina
Ingwersen-Matthiesen, Geschäftsführerin des Inhabergeführten Spirituosen-
Unternehmens BORCO-MARKEN-IMPORT aus Hamburg. BORCO distribuiert und
vermarktet Lanson, eine der fünf großen Champagnermarken der Welt, erfolgreich in
Deutschland und Österreich. Der Onpack-Kühler ist in zeitlosem, edlem Design in
schwarz gehalten und in seiner Funktion nach einer innovativen Kühltechnik ausgerichtet.
Das traditionsreiche Champagnerhaus Lanson wurde 1760 durch Francois Delamotte
im Stadtkern von Reims gegründet. Lanson ist seit 2006 im Besitz der Boizel
Chanoine Champagne, der zweitgrößten Champagner-Gruppe seit Übernahme von
Lanson. Die Marke ist auf allen Kontinenten vertreten und zählt zu ihren Kunden auch
das englische Königshaus und das Fürstentum Monaco.

www.borco.com

Deutscher Weinmarkt

Deutscher Weinmarkt

Der Absatz deutscher Weine sank im ersten Halbjahr 2009 um 2,8 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzplus von 2,1 Prozent gewannen die deutschen Erzeuger jedoch überdurchschnittlich. Dies teilte das Deutsche Weininstitut auf der Basis der neuesten Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit.

Der Weinabsatz aller in Deutschland verkauften Weine ist im gleichen Zeitraum im Lebensmitteleinzelhandel (inklusive Discount) um 2 Prozent gesunken. Der Umsatz jedoch stieg um 0,6 Prozent.

Spanische und französische Weine legen zu
Weitere Gewinner des ersten Halbjahres waren spanische und französische Weine, die sowohl im Absatz als auch im Umsatz zulegen konnten. Mit einem Minus von 7,9 Prozent in der Menge sowie 7,3 Prozent im Wert mussten die Weine der Neuen Welt in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 im deutschen Weinmarkt die stärksten Verluste hinnehmen.

Vom Absatzrückgang besonders betroffen waren Rot- und Roséweine mit einem Minus von 2,7 bzw. 2,9 Prozent. Die Einbußen bei Weißweine fielen dagegen mit einem Minus von 0,7 Prozent vergleichsweise moderat aus.

Marktanteil deutscher Weine mengenmäßig zurückgegangen
Betrachtet man nicht nur den Lebensmitteleinzelhandel und Discount sondern berücksichtigt zusätzlich auch noch den Weineinkauf bei Winzern, Genossenschaften sowie im spezialisierten Fachhandel, so ergibt sich für deutsche Weine im ersten Halbjahr ein mengenmäßiger Marktanteil von 47,6 Prozent, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Umsatzbezogen ging der Marktanteil um 2 Prozent auf 53,4 Prozent zurück.

Veränderungen bei Einkaufsstätten
Nach Einkaufsstätten differenziert zeigt sich, dass der Direktbezug von Wein über Winzer und Winzergenossenschaften mengenmäßig zwar um 5,1 Prozent abnahm, insgesamt in diesem Bereich jedoch ein Umsatzplus von 0,7 Prozent erzielt werden konnte. Der Fachhandel musste dagegen im ersten Halbjahr sowohl 7,9 Prozent Absatz- als auch 3,9 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Gewinner waren erneut die Discounter, die ihre Position als Haupteinkaufsstätten für Wein weiter ausbauen konnten und mit 48,2 Prozent fast die Hälfte des Weinabsatzes im ersten Halbjahr unter sich ausmachten.