Food Porn Awards

Die Berlin Food Week findet vom 28. September bis 4. Oktober 2015 zum zweiten Mal statt​

Der Fotowettbewerb der anderen Art: Die Berlin Food Week kürt die besten Foodporn-Bilder zum Thema Summer of Food in Kooperation mit dem BASE_camp Berlin und EyeEm
Vernissage am 29. September 2015 mit Podiumsdiskussion zum wachsenden Einfluss digitaler Medien auf die Foodszene

Das Auge isst mit und bevor die Hände zu Besteck und Serviette greifen, langt der Foodie von heute nach Smartphone oder Kamera. Der Trend der Food-Fotografie setzt sich weltweit durch – auch auf professioneller Ebene. Die Berlin Food Week, die sich als Plattform sieht, auf der sich die gesamte Berliner Foodszene in all ihren Facetten präsentiert, trifft und austauscht, würdigt in diesem Jahr erstmalig die Mühe aller Foto-Foodies und verleiht die Food Porn Awards.

Mitmachen kann jeder, egal ob Amateur oder Profi. Eingereicht werden muss dafür ein Bild zum Thema Summer of Food – teilgenommen wird über die kostenlose Foto-Sharing-Community EyeEm. Gut 14 Tage lang haben Kulinarik-Fans von 17. bis 30. August 2015 die Möglichkeit, sich mit einem Bild zu bewerben. Und das soll vor allem eins sein: Ein echter Food Porn eben.

Alle Infos zur Bewerbung gibt es ab sofort unter www.berlinfoodweek.de/foodpornawards. Eine Bewerbung ist ab dem 17. August möglich.

Die Jury besteht aus fünf leidenschaftlichen Foodies mit dem Blick für pornöse Food-Bilder, die zielsicher zehn Gewinner wählen werden. Die Gewinnerfotos werden bei der Vernissage am 29. September 2015 im Berliner BASE_camp, in der Mittelstraße in Mitte, vorgestellt. Der etwas andere Mobilfunkladen von Telefónica Deutschland verbindet den Technik-Showroom mit einem Café und außergewöhnlichen Veranstaltungen. Im Zuge der Verleihung findet zudem im Rahmen der etablierten Veranstaltungsreihe Mobile Living eine Podiumsdiskussion zum wachsenden Einfluss digitaler Medien im Foodbereich statt. Teilnehmer der Diskussion sind unter anderem Sebastian Esser, Geschäftsführer des Start-ups HOME EAT HOME sowie Sophia Giesecke, Foodbloogerin bei Mit Vergnügen.

Die fünfköpfige, foto- und foodaffine Jury besteht aus:
Truong Si Dong Phuong, Mitinhaber vom District Mot, dem ChénChè Teehaus und dem SiAn, außerdem als DJ Monsieur Dope und Eventveranstalter bekannt.
Sophia und Maria Giesecke, Bloggerinnen und Kommunikationsprofis, bekannt durch ihre Reihe 40 Days of Eating beim Blog Mit Vergnügen.
Steffen Sinzinger, Blogger der Speisemeisterei und Sous Chef im Xxenia im Pullmann Hotel Schweizer Hof.
Und Anke Krohmer, Chefredakteurin von Lust auf Genuss und echte Expertin wenn es ums Thema Essen geht.

Die zehn Gewinner dürfen sich über mobile Endgeräte freuen, mit denen man scharfe und einzigartige Bilder schießen kann, zur Verfügung gestellt vom Mobilfunkanbieter
Telefónica; außerdem über ein Porzellan-Starterset von Arzberg, dessen Teller in zarten Pastelltönen gerade zu gemacht sind für ansprechende Food-Fotos. Außerdem werden ihre Bilder im Zuge der Vernissage geprinted für die Öffentlichkeit
ausgestellt.

Weitere Informationen auf www.berlinfoodweek.de/foodpornawards – hier findet man auch den Link zur Teilnahme an den Food Porn Awards (ab 17. August) sowie den Downloadlink für die App EyeEm.

Links:
www.berlinfoodweek.de

Milch schmeckt immer gleich?

Nicht unbedingt: Heute erklärt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM), welche Faktoren den Milchgeschmack beeinflussen. Schwarz, rot oder gefleckt: Beeinflusst die Fellfarbe der Kuh den Geschmack von Milch?

Kuhrassen sind vielfältig: neben Gewicht und Größe variiert auch die Farbe des Fells. Doch schmeckt auch die Milch anders?
Allein durch eine Verkostung lässt sich nicht feststellen, von welcher Kuhrasse die Milch stammt. Und doch ist Milch nicht gleich Milch. Den Geschmack beeinflussen im Wesentlichen das Futter der Kühe, der Fettgehalt der Milch und die Wärmehandlung. Die Kuhrasse hat Einfluss auf den Eiweiß- und Fettgehalt der Milch. So enthält Braunviehmilch in der Regel mehr Kappa-Casein (Eiweiß) und eignet sich so besonders gut zum Käsen. Das Braunvieh ist traditionell die wichtigste Rasse im Allgäu, der Heimat des Allgäuer Bergkäse und des Allgäuer Emmentaler.

Doch egal ob Fleckvieh, Braunvieh oder Schwarzbunte – ausschlaggebend für den Geschmack ist der Fettgehalt der Milch und wie diese anschließend behandelt und verarbeitet wird. Josef Stemmer, Milch- und Käseexperte der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) erklärt: „Je höher der Fettgehalt, desto cremiger und vollmundiger ist die Milch. Fütterungsunterschiede schmecken dagegen meist nur geschulte Sensoriker heraus.“ Unterschiede im Geschmacksspektrum ergeben sich auch daraus, wie das empfindliche Nahrungsmittel Milch in Molkereien behandelt wird. Je schonender das Erhitzungsverfahren, desto weniger verändert sich die Milch. Pasteurisierte und sehr kurz erhitzte Milch nennt man Frischmilch. Sie behält den frischen Geschmack. H-Milch wird ultrahocherhitzt. Durch die stärkere Temperatureinwirkung bekommt H-Milch oft eine leichte Karamellnote. Wird herkömmlicher Milch das Enzym Laktase beigemischt, entsteht milchzuckerfreie Milch. Dieses laktosefreie Produkt schmeckt deutlich süßer als Frischmilch.

Somit gilt: Die Kuhrasse hat wenig Einfluss auf die Milch – das Futter der Kuh, der Fettgehalt der Milch und deren Verarbeitung wirken sich stärker auf den Geschmack aus.

SMØGEN, Stuttgart

Das Restaurant SMØGEN liegt am Rande der Stuttgarter Altstadt. Im ehemaligen Irma la Douce wurde der Kitsch abgetragen und eine schnörkellose wie detailverliebte Einrichtung und eine helle, sanfte Farbgebung bringen Fjörd-Gefühle ins Stuttgarter Rotlichtviertel. Müllers Anspruch ist es, gehobene Küche mit Lockerheit zu vereinen und die Lässigkeit und Lebensfreude der skandinavischen Gourmetküche in die schwäbische Gastronomieszene zu transportieren.

Küchenchef Marc Müller kocht nach den Grundsätzen einer frischen, reinen und regionalen Küche, die unter leichtem skandinavischem und avantgardistischen Einfluss steht. Die SMØGEN-Gerichte reflektieren die wechselnden Jahreszeiten und Müller unterstützt die Vielfalt der regionalen Produkte und die der regionalen Erzeuger. Artgerechte Tierhaltung Müller und seinem Team ein besonderes Anliegen.

Marc Müller wurde bereits mit einem Guide Michelin Stern ausgezeichnet. Während seiner Laufbahn stand der ungelernte Koch in namhaften Gourmethäusern im elBulli (Roses / Spanien), Noma (Kopenhagen / Dänemark), La Canard (Hamburg), Villa am See (Tegernsee) oder im 5 (Stuttgart, 1 Stern) am Herd. Wie viele Sterneköche arbeitet auch Müller mit CHROMA type 301 – Design by F.A. Porsche.

www.restaurantsmoegen.de

Geschmacksvorlieben bei Kindern

Nationalität scheint den Geschmack zu prägen

Kultur und Land haben den größten Einfluss auf die Entwicklung von Geschmacksvorlieben bei Kindern. Das hat eine Studie des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen ergeben. Gemeinsam mit europäischen Kollegen hatten sie den Essgeschmack von 1.700 Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren untersucht. Die Länder Italien, Estland, Zypern, Belgien, Schweden, Spanien, Ungarn und Deutschland waren beteiligt.

Die Wissenschaftler prüften die Präferenzen der jungen Probanden für Apfelsaft mit variablem Zuckergehalt und Kekse, die unterschiedlich viel Fett, Salz und Geschmacksverstärker (Natriumglutamat) enthielten. Dabei ist Natriumglutamat für den würzigen Umami-Geschmack verantwortlich. Die Eltern machten in Fragebögen Angaben zu den familiären Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Zusätzlich wurde die individuelle Empfindlichkeit der Sinneszellen für die vier Geschmacksarten süß, bitter, salzig und umami bestimmt.

Die Nationalität hatte den größten Einfluss auf den Essgeschmack der Jungen und Mädchen. So aßen mehr als 70 Prozent der deutschen Grundschulkinder besonders gerne fettreiche Kekse. In Zypern und Schweden traf das auf weniger als 40 Prozent zu. Im Gegensatz dazu bevorzugten Kinder aus Deutschland und Belgien eher natürlichen Apfelsaft, während ihre Altersgenossen aus Schweden, Ungarn und Italien die gesüßten Varianten am liebsten mochten. Auch das Alter war von Bedeutung: Ältere Kinder hatten eine größere Vorliebe für süße und salzige Speisen, während der würzige Umami-Geschmack weniger favorisiert wurde.

Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Resultate zu bestätigen. Faktoren wie das Geschlecht und Geschmacksempfindlichkeit der Kinder, der Bildungsstand der Eltern und die Ernährung als Säugling spielten kaum eine Rolle. Auch der Einsatz bestimmter Lebensmittel als belohnende Erziehungsmaßnahme hatte kaum Einfluss auf die Geschmacksentwicklung.

Geschmacksvorlieben sind entscheidend für die tägliche Auswahl der Lebensmittel. Wer Kinder zu einer gesunden Kost ermuntern möchte, sollte daher auch Alter und nationale Besonderheiten berücksichtigen, resümieren die Wissenschaftler. Das ist vor allem für länderübergreifende Programme zur gesunden Ernährung von Bedeutung.
Heike Kreutz, www.aid.de

Japans außergewöhnliche Museen

Das „Land der aufgehenden Sonne“ bietet nicht nur imposante Landschaften, faszinierende Großstädte und historische Tempelanlagen – es kann auch mit außergewöhnlichen Museen und Ausstellungen aufwarten.

Weltweit einzigartig dürfte das Omiya Bonsai Art Museum in Saitama, im Ballungsgebiet von Tokio, sein. Die Züchtung von Bonsai-Pflanzen gehört in der Region zu den traditionellen Erwerbszweigen. Das erst 2010 eröffnete Haus präsentiert die schönsten und oft äußerst wertvollen Pflanzenkunstwerke, aber auch Töpfe, Steine und Malereien mit Bonsai-Motiven. Es versteht sich zudem als Zentrum zur Förderung der Bonsaikultur und unterhält ein Archiv, das die Entwicklung vom neunten Jahrhundert bis in die Gegenwart zeigt. In der näheren Umgebung können Besucher in zehn Bonsaigärten die edel getrimmten Bäume und Pflanzen bewundern. www.bonsai-art-museum.jp

Liebhaber der Mangakultur werden sich im Kyoto International Manga Museum wohl fühlen. Es beherbergt ca. 300.000 Mangas und Comics aus der ganzen Welt, von den neusten Ausgaben bis hin zu den ersten Veröffentlichungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist in mehrere Sektionen unterteilt, von der Geschichte des Mangas und dessen soziale Bedeutung, über Anime, die „bewegten“ Mangas und Cosplays bis hin zum gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess. Jeder Bereich wird auch in englischer Sprache erklärt. www.kyotomm.jp

Nicht jedes Land kann von sich behaupten, ein Museum zu haben, das von einem international renommierten Modedesigner initiiert und geleitet wird: Issey Miyake ist einer der Direktoren des 21_21 Design Sight Museum, im „Tokyo Midtown“ Komplex. Das über- und unterirdisch jeweils nur eingeschossige Gebäude steht inmitten der Hochhäusern des Tokioter Stadtteils Roppongi. Dieses avantgardistische Museum mit einem Dach aus gefaltetem Stahl und der längsten Doppelglasscheibe der Welt nimmt sich dem Thema Design mit all seinen Facetten an. Noch bis 20. Januar 2013 werden die Werke des renommierten japanischen Grafikers Ikko Tanaka gezeigt. Im Jahr 2013 stehen dann beispielsweise eine interaktive Ausstellung über die Bedeutung von Design im Alltag sowie eine weitere über die Wirkung und den Einfluss von Farben auf dem Programm. www.2121designsight.jp

Das National Museum of Emerging Science and Innovation (Miraikan) ist ein neuer Typus von Wissenschaftsmuseum, das die Besucher direkt mit dem Wissen des 21. Jahrhunderts verbindet. Für Spezialisten und Laien bietet es ein Forum, um die zukünftige Rolle von Wissenschaft und Technik neu zu definieren. Hier geht es unter anderem um Innovationen in den Bereichen Umwelt, Biowissenschaften und Informationstechnologien. Besucher können zum Beispiel eine DNA durch ein Mikroskop betrachten, sich auf eine virtuelle Reise mit einem Raumschiff begeben, um auf die Erde von oben zu blicken oder mit einem der beliebten japanischen Roboter kommunizieren. Im März beginnt eine Sonderausstellung über Geld „It’s all about money“ – hier haben Besucher die Möglichkeit, an Experimenten teilzunehmen, die das persönliche Verhältnis zum Geld und dessen Einfluss auf die individuellen Verhaltensweisen aufzeigen. Die Test wurden von Neuro- und Wirtschaftswissenschaftlern sowie Psychologen entwickelt. Die Ausstellung wird sich aber auch mit all den positiven und negativen Auswirkungen des Geldes auf die Gesellschaft befassen. www.miraikan.jst.go.jp

Eine einzigartige Kombination von Museum und Hotel bietet das Benesse Art Site Naoshima, indem es auf kongeniale Weise Natur, Architektur und Kunst verbindet. Der vom Stararchitekten Tadao Ando errichtete Komplex aus vier Gebäuden besticht durch ungewöhnliches Design und beherbergt mehrere Museen, die teilweise unter der Erde liegen. Das Benesse House Museum zeigt moderne Kunstwerke, die die Künstler teilweise direkt vor Ort geschaffen haben. Doch diese sind nicht nur im Museum zu bewundern, sondern auch im Hotel und an den Stränden der Seto-Inlandsee, die das Gebiet umsäumen. Im nahegelegenen Waldstück werden im Ufan-Museum Objekte des gleichnamigen renommierten Künstlers Lee Ufan ausgestellt, und das Chichu-Art Museum präsentiert neben Bildern von Claude Monet die faszinierenden Raum-Licht-Installationen des kalifornischen Künstlers James Turrell und die minimalistischen Werke von Walter de Maria. Die mit Kunst ausgestatteten Hotelzimmer sind übrigens in den unterschiedlichen Gebäuden verteilt und bieten herrliche Ausblicke auf die üppige Natur. www.benesse-artsite.jp/en

Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper

„Mens sana in corpore sano“, das heißt so viel wie ein
gesunder Geist in einem gesunden Körper – wer will das nicht!
Nicht immer müssen es die typischen ernährungsmittbedingten
Krankheiten sein, die Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit
beeinträchtigen. Auch bei Migräne und Hautproblemen wird der
Einfluss von Ernährungsfaktoren diskutiert. Nicht jede Therapie
führt jedoch zum Erfolg. Inwieweit können eine spezielle
Ernährung oder gar neue Lebensmittel hilfreich sein, um sowohl
die körperliche als auch die geistige Leistungsfähigkeit zu
erhalten?

Diese Fragen werden im Rahmen der 14. Ernährungsfachtagung
„Ernährung als wesentliche Stellschraube für einen gesunden Geist
in einem gesunden Körper“ der Sektion Schleswig-Holstein der
Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. diskutiert. Die
Vortragsthemen von Ernährungsexperten und Medizinern aus
Wissenschaft und Praxis, reichen vom Einfluss der Ernährung auf
Migräne und die Haut über die Adipositasnachsorge bei
Heranwachsenden und der zentralen Rolle des Gehirns in unserem
Stoffwechsel (Selfish Brain) bis hin zur Entwicklung von
Nachhaltigkeit und nachhaltiger Ernährung. „Bewegte Pausen“
versprechen Abwechslung und Entspannung für zwischendurch.

Die Fachtagung findet am 19. September 2012 von 9.00-17.45 Uhr im
Physikzentrum der Universität Kiel, Leibnizstr. 11-19, im Hans
Geiger Hörsaal, 24118 Kiel, statt. Die Tagungsgebühr beträgt
75,00 EUR, 70,00 EUR für DGE-Mitglieder, 40,00 EUR für
DGE-Expertenteam und Studenten.
Weitere Informationen und
Anmeldungen bis zum 7. September bei der
Sektion Schleswig-Holstein,
Hermann-Weigmann-Str. 1,
24103 Kiel,
Tel.: 0431 62706,
Fax: 0431 674092,
E-Mail: mailto:kontakt@dge-sh.de
http://www.dge-sh.de

Good Food March

Am 25. August 2012 veranstaltet Slow Food Deutschland e.V. in München eine TELLER STATT TONNE-AKTION GEGEN
LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG gemeinsam mit der Kampagne Meine Landwirtschaft, dem Bund Naturschutz in
Bayern/BUND, dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED), der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
(AbL) und Mission EineWelt.

Verschmähtes Gemüse, das aufgrund falscher Form oder Größe, wegen optischer oder anderer kleiner Mängel nicht in
den regulären Handel kommt, wird von freiwilligen HelferInnen gesammelt, geschnippelt und zu einer leckeren Mahlzeit
verarbeitet, die am Samstagnachmittag an einer langen Tafel auf dem Odeonsplatz verspeist wird. In Tischgesprächen
informieren und diskutieren u.a. Dr. Rupert Ebner (Vorstand Slow Food Deutschland), Prof. Dr. Hubert Weiger
(1. Vorsitzender BN/BUND Bayern), Dekan Volker Herbert, München und Jochen Fritz (Kampagne Meine Landwirtschaft)
mit VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft, lokalen LebensmittelerzeugerInnen und BäuerInnen über die
grundlegenden Faktoren einer zukunftsfähigen europäischen Landwirtschaftspolitik.

Die Verschwendung von Lebensmitteln hat in unseren Breiten gigantische Ausmaße. Fast 40% aller produzierten Lebensmittel
kommen nicht auf den Tisch. Viele scheitern bereits an den vom Handel gesetzten optischen oder logistischen
Kriterien und Normen: zu klein, zu groß, zu krumm. Andere werden, obschon noch genießbare Lebensmittel,
vorzeitig aussortiert und landen auf dem Müll. Gleichzeitig leiden vor allem in den Ländern des Südens viele Menschen
Hunger. Das steht in krassem Widerspruch zu einer zukunftsfähigen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik weltweit.
Dabei haben wir es in der Hand, denn Lebensmittelverschwendung geht uns alle an: Erzeugerinnen und Handel, Politik
und VerbraucherInnen. Die Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) bietet jetzt die Chance, Einfluss zu nehmen.
Das Event stellt den Auftakt für den Good Food March 2012 dar, eine Initiative der Kampagne Meine Landwirtschaft
und zahlreichen deutschen und europäischen Partnern. Mit Fahrrädern und Traktoren fahren VerbraucherInnen, Umwelt-
und TierschützerInnen, ImkerInnen und BäuerInnen rund 900 km durch Süddeutschland, Frankreich, Luxemburg
und Belgien tragen ihren Protest gegen die derzeitige EU-Agrarpolitik bis vor das Europäische Parlament in Brüssel.

Parallel dazu finden über 50 weitere Veranstaltungen und lokale Aktionen in zahlreichen europäischen Ländern statt.
Wir fordern eine GAP, die eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung garantiert, die bäuerliche Arbeit und ihre öffentlichen
Leistungen für Umwelt und Landschaft honoriert, anstatt Strukturwandel und Industrialisierung zu fördern. Die
EU-Agrarpolitik darf nicht weiter die Ernährungssicherheit der Menschen in Entwicklungsländern bedrohen. Jede und
jeder kann sich dem Good Food March anschließen.
Die Zeit ist reif für Bauernhöfe statt Agrarindustrie, für den Anbau einheimischer Futtermittel statt Sojaimporten!

Der Good Food March endet am 19. September 2012 in Brüssel mit einer Konferenz im europäischen Parlament an
der auch der EU-Kommissar für Landwirtschaft Dacian Ciolos, der Präsident des europäischen Parlaments Martin
Schulz und der internationale Präsident von Slow Food Carlo Petrini teilnehmen. Die Konferenz, organisiert von Slow
Food und ARC2020 ist eine konkrete Aktion, um die Forderungen der Zivilgesellschaft den Entscheidungsträgern in
Brüssel vorzulegen.

Die anstehende Reform der GAP wird enormen Einfluss auf die Zukunft der Landwirtschaft und damit die Zukunft
unseres Essens in Europa und weltweit haben. Daher soll die Reformdebatte nicht hinter verschlossenen Türen
stattfinden, sondern die aktive Beteiligung der Bürger mit einschließen. Der Good Food March bietet ein Vehikel für
die europäischen BürgerInnen, die sich nicht mit einer von der Agrarindustrie dominierten Landwirtschaft abfinden
wollen, sondern gute, saubere, sozial und fair produzierte Lebensmittel für alle Menschen weltweit fordern.

Feinste Speisen im kanadischen Regenwald

Wie ein Juwel liegt die King Pacific Lodge, Nordamerikas „Leading Green Hotel“, vor der unbewohnten
Princess Royal Island -ca. 380km nördlich von Vancouver, im Gebiet der Gitga’at First Nations.
Die King Pacific Lodge (KPL) ist eingebettet im Herzen des Great Bear Rainforest, dem größten, temperierten
Regenwald der Erde, an der Westküste von British Columbia, Kanada. Das aus Holz und Steinen gebaute,
schwimmende Luxushotel verfügt über 17 Zimmer, die keine Wünsche offen lassen –inklusive des hauseigenen
Spa und der exellenten Küche.

Der Küchenchef kreiert High Quality Food. Durch die Besitzer der Lodge, die Morita Familie –den Gründern
von Sony, kommt der japanische Einfluss zur Geltung. Seit Jahren arbeitet die KPL mit dem dort ansässigen
Stamm der First Nations, den Gitga’at’s, zusammen. Das bedeutet, dass nur Zutaten aus der Region verwendet
werden, wie es bei den Gitga’ats seit Jahrhunderten der Fall ist. Der Einfluss der Natur ist auch auf dem Teller
spürbar.

Dieses Jahr können die Gäste den Küchenchef in den Regenwald begleiten und sich ihr Essen „sammeln“:
Kräuter pflücken, Lachs fangen und vieles mehr. Anschließend wird gemeinsam gekocht.
Gemeinsam mit den Gitga’ats hat die KPL die Non-Profit-Organisation „Guarding the Gifts“ zum Erhalt des
gefährdeten Regenwalds gegründet. Zugunsten der Organisation findet im Mai der Abend „Cooking for a cause“
statt, wo prämierte Küchenchefs und Prominente Kanada’s für den Regenwald kochen.

Zusätzlich zum Fine Food bietet die KPL Wanderungen durch den Regenwald, Whale Watching der
majestätischen Orcas und Buckelwale, Beobachtungen von Adlern, Wölfen, Grizzlies oder dem berühmten
weißen „Spirit Bear“, Kajak fahren, fischen oder aber per Helicopter an einen der weißen Strände zum Piknick
fliegen –alles ist möglich.
Das Konzept der King Pacific Lodge ist preisgekrönt: 2008, 2009 und 2010 wurde das Hotel vom „Condé Nast
Readers’ Choice Award“ zum besten Ressort in Kanada und 2010 zum elftbesten der Welt gewählt.

Link:
www.kingpacificlodge.com
www.guardingthegifts.com

Vitamine und Ballaststoffe – Ernährung für die Haut

Die Frühlingssonne bringt es an den Tag: die Haut ist trocken und ohne Spannung, der Teint fahl und ungebräunt. Gesunde Haut sieht anders aus. Meist wird das raue Winterklima als Schuldiger ausgemacht. Lichtmangel, trockene Kälte, wenig frische Luft und extreme Temperaturwechsel setzen dem größten Sinnesorgan kräftig zu. Weniger bekannt ist, dass auch Essen und Trinken großen Einfluss haben. Vitamine und Ballaststoffe – Ernährung für die Haut. Welche Nahrungsmittel sich positiv auswirken, erfahren Sie im neuen aid-Hörfunkbeitrag.

Unter www.aid.de/presse/hoerfunkbeitraege.php steht der Beitrag direkt als mp3-Datei zum Anhören oder Herunterladen bereit.

Rucola

Ab dem 1. April 2012 sind erstmals Höchstwerte für Nitrat in Rucola gesetzlich vorgeschrieben. Das geht aus einer europäischen Verordnung hervor. So darf 1 kg Rucola, das in den Wintermonaten geerntet wird, nicht mehr als 7.000 mg Nitrat enthalten. Bei im Sommer geerntetem Rucola gilt ein Höchstwert von 6.000 mg, da durch die vermehrte Lichteinstrahlung geringere Nitratgehalte erreicht werden können. Bei anderen Salaten und Spinat wurden bereits bestehende Grenzwerte für Nitrat heraufgesetzt, da sie trotz guter landwirtschaftlicher Praxis in einigen Regionen kaum eingehalten werden konnten. Für das Vorkommen des Schadstoffs sind Klima und Lichtverhältnisse ausschlaggebend, auf die der Erzeuger keinen Einfluss hat.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kam zu dem Schluss, dass Gesundheitsgefahren durch die etwas höheren Nitratmengen unwahrscheinlich sind und die positiven Wirkungen des Gemüseverzehrs überwiegen. Seit Ende Dezember 2011 darf frischer Spinat ganzjährig höchstens 3.500 mg Nitrat pro kg enthalten. Bei frischem Salat unter Glas oder Folie sind es im Winter 5.000 mg und im Sommer 4.000 mg pro kg, während im Freiland die Grenzwerte bei 4.000 beziehungsweise 3.000 mg Nitrat pro kg liegen. Die Nitrataufnahme lässt sich verringern, indem man Salate mit weniger nitratreichen Gemüsesorten wie Paprika, Gurken und Tomaten mischt. Freilandware und Öko-Produkte sind in der Regel geringer belastet.
www.aid.de