Der deutsche Durchschnittsurlauber

So verreist Deutschland

In Reisestudien wird immer von „den Urlaubern“ gesprochen – aber wer ist das? Der durchschnittliche Urlauber natürlich. Wie der im Sommer 2009 aussah, weiß das Urlaubsportal www.HolidayCheck.de

Das Urlaubs- und Hotelbewertungsportal HolidayCheck.de hat das Verhalten von über 155.300 Urlaubern, die im Sommer 2009 verreist sind, untersucht und daraus das Profil des deutschen „Otto-Normal-Urlaubers“ erstellt:

Der durchschnittliche deutsche Pauschaltourist ist zwischen 41 und 45 Jahren alt und verreist ein bis zwei Mal im Jahr.

Am liebsten verbringt der Durchschnittsurlauber seine wertvollste Zeit des Jahres in trauter Zweisamkeit. Rund 71 Prozent gaben an als Paar ohne Kinder im Urlaub gewesen zu sein. Trotzdem ist die von dem Otto-Normal-Urlauber bevorzugte Reisezeit der Juli, in dem er Ruhe und Einsamkeit vergebens suchen dürfte.

Besonders auffällig ist in diesem Jahr, dass zum ersten Mal Deutschland das meistbereiste Urlaubsland war. Über 20 Prozent verbrachten ihren wohlverdienten Sommerurlaub in heimischen Gefilden und gönnten sich gleich zwei Wochen Erholung. Nachfolgend stehen wie immer die beliebten Badeziele Türkei und Mallorca, die jeweils von rund 18 Prozent besucht wurden.

Mit seinem auserwählten Hotel war der deutsche Durchschnittsurlauber in diesem Sommer äußerst zufrieden. Ganze 83% empfehlen ihre Unterkunft anderen Urlaubern weiter und bewerten das erlebte Preis-Leistungs-Verhältnis in über 62.000 Fällen als sehr gut. „Diese überdurchschnittliche Zufriedenheit in diesem Jahr lässt sich darauf zurückführen, dass sich Urlauber in diesen schwierigen Zeiten im Vorfeld noch genauer informieren, um bösen Überraschungen vorzubeugen“, so Axel Jockwer, Marketingleiter der HolidayCheck AG.

Hotelbewertungen sind für eine sichere Vorbereitung die zuverlässigste Quelle. Mit über 1,1 Millionen Gästemeinungen sowie 1,2 Millionen authentischen Urlaubsbildern bietet der Marktführer HolidayCheck ein Maximum an Information und Transparenz.

Frost legt Porreeernte lahm

Der Dauerfrost der vergangenen Tage hat in vielen mitteleuropäischen Anbaugebieten dazu geführt, dass Porree, der zum Überwintern auf den Feldern geblieben ist, nicht geerntet werden kann. Dadurch beschränkt sich das Angebot Mitte der 2. Kalenderwoche auf Porree, der bereits vor dem Frost geerntet und vor der Aufbereitung in Kühlhäusern zwischen gelagert wurde.

Die Preise stiegen sowohl auf der Erzeuger- als auch auf der Großhandelsebene seit Wochenbeginn deutlich an. Die rekordverdächtigen Werte vom Jahresbeginn 2008 wurden aber noch nicht erreicht. Mit dem Ende des Frosts wird sich die Angebotslage wieder normalisieren, auch wenn in gewissem Maße Frostschäden zu erwarten sind. Auf die Produzenten wird ein erhöhter Putz- und Sortieraufwand zukommen.

Frost trifft auch Grün- und Rosenkohl

Ähnlich wie beim Porree sieht es auch bei anderen Gemüsearten aus, die um diese Jahreszeit üblicherweise noch direkt vom Feld geerntet werden. Dazu gehören vor allem noch Rosenkohl und Grünkohl.

Grünkohl kann bei den derzeitigen niedrigen Temperaturen nicht geerntet werden, weil die gefrorenen Blätter leicht abbrechen. An den deutschen Großmärkten ist in der Folge vor allem der Preis für Grünkohl im 1kg-Beutel deutlich angestiegen. Mit 129 Euro je 100 Kilo erreicht der durchschnittliche Großhandelsabgabepreis aber noch nicht das Niveau des Vorjahres.

Beim Rosenkohl sind vor allem die niederländischen Produzenten von dem Erntestopp betroffen. Die deutschen Anbauer hatten die Ernte mit den Weihnachtsfeiertagen bereits weitgehend abgeschlossen. Der Rosenkohl, der jetzt noch auf den Feldern steht, wird mehr oder weniger starke Frostschäden davon tragen. Der durchschnittliche Großhandelsabgabepreis ist für alle Herkünfte Mitte der 2. Woche auf bis zu 1,30 Euro je Kilo gestiegen, liegt aber noch unter dem des Vorjahres. ZMP – Leif Erik Rehder

Bilanz 2008 für Getreide, Mehl und Backwaren

Bilanz 2008 für Getreide, Mehl und Backwaren

In diesem Jahr konnten die deutschen Landwirte bei Weizen und Roggen endlich wieder einmal überdurchschnittliche Mengen einfahren. Es war die reichste Ernte seit 2004. Insgesamt wurden fast 30 Mio. Tonnen Brotgetreide geerntet: 26 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies ist zum einen auf hohe durchschnittliche Hektarerträge zurückzuführen, zum anderen wurden aber auch die Getreideanbauflächen ausgeweitet. Die erzielten Qualitäten sind zufriedenstellend bis gut, wenn auch mit deutlichen Schwankungsbreiten, wie sie üblicherweise regional-klimatisch bedingt sind.

Im abgelaufenen Jahr haben die deutschen Getreidemühlen etwa 30 Prozent des geernteten Brotgetreides für Lebensmittelzwecke verarbeitet. Die Gesamtmenge der hergestellten Mahlerzeugnisse aus Brotweizen und -roggen betrug 6,24 Mio. Tonnen. Mit einem Plus von knapp drei Prozent gegenüber dem Vorjahr ist dies der höchste Wert seit die Statistik gesamtdeutsch geführt wird. Der Weizenanteil lag bei 87 Prozent, auf Roggenerzeugnisse entfielen 13 Prozent.
Hauptabnehmer für Mahlerzeugnisse sind die kleinen und großen Betriebe des „klassischen“ Backgewerbes. Zunehmende Bedeutung für die vielfältigen Mühlenprodukte haben in den letzten Jahren weitere zusätzliche Kundenkreise gewonnen: Teiglings- und Tiefkühlhersteller, Stärke- und Süßwarenindustrie sowie andere Branchen der Lebensmittelwirtschaft, die z.B. Soßen, Suppen, Babyfood oder Teigwaren produzieren.

Die Wertschätzung der Bundesbürger für die Produkte aus Getreidemahlerzeugnissen, vor allem Brot, ist unverändert hoch – die „Brotkörbe“ sind wohl gefüllt. Nach einer Repräsentativbefragung der CMA-Marktforschung essen 94 Prozent der Bundesbürger täglich Brot.
Damit ist Brot unser Getreideprodukt mit der größten Marktbedeutung. Ebenfalls unverändert gut ist daneben auch der Appetit auf Brötchen, Kleingebäcke, herzhafte und Feine Backwaren. Im abgelaufenen Jahr lag der durchschnittliche Konsum aller Backwaren wiederum bei rund 85 Kilo pro Kopf. Das entspricht dem langjährigen Mittel, wie die Entwicklung nach den Jahresproduktionszahlen für Backwaren auf Grundlage der Verwendung von Brotgetreide-Mahlerzeugnissen im Backgewerbe und verwandten Bereichen zeigt: In den letzten 10 Jahren war der Pro-Kopf-Verbrauch mit geringen Schwankungen (von plus/minus 2 Prozent) zwischen 83 und 87 Kilogramm auf hohem Niveau stabil.

Türkei: Perfekter Pulverschnee zum Heli-Skiing

Noch zu entdecken: Wintervergnügen in den anatolischen Bergen

Die Türkei steht in der Regel für Sonne,
Strand und Meer. Doch die anatolische Halbinsel bietet auch vielfältige
Möglichkeiten für Wintersportler, die das Besondere suchen: unberührte
Hänge für Heli-Skifahrer ebenso wie Skiressorts für Familien mit
Kindern.

Ein besonderes Vergnügen: Heli-Ski

Das türkische Kackar-Gebirge ist ideal für ein exklusives
Heli-Skiabenteuer und für Tiefschneefreunde in Europa gelegen, denn die
Basis in Ayder ist von den meisten europäischen Hauptstädten nicht weit
entfernt. Ayder ist ein kleines Dorf, drei Stunden von Trabzon entfernt.

Am besten reist man über Istanbul und bleibt dort über Nacht, bevor die
Reise nach Ayder weitergeht. Ayder zählt zu den besten Skigebieten des
Landes: Organisation und Sicherheit, die Größe des Skigebietes, die
Vielfalt der Abfahrten und die Schneequalität sind große Pluspunkte. Das
Gebirge befindet sich im Nordosten der Türkei, an der Grenze zum
Schwarzen Meer, das von manchen Gipfeln aus bei klarer Sicht zu sehen
ist.

Die Skistation liegt auf ungefähr 1.300 m Höhe, während der Hauptgipfel
des Gebirges 3.900 m hoch ist. Das Gebiet ist 3500 Quadratkilometer groß
und der durchschnittliche Schneefall auf 1.800 m beträgt 2,5 m. Aufgrund
seiner Nähe zum Meer ist das Kackar-Massiv für seine stabile Schneedecke
bekannt.

Schneegenuss im Kackar-Gebirge …

Die Heli-Skitouren werden in kleinen Gruppen von vier Personen
unternommen, die von einem professionellen Skiguide geführt werden. Der
Helikopter setzt die Skifahrer auf 3.000 Höhenmeter ab. Die
durchschnittliche Höhendifferenz der Hänge beträgt zwischen 700 und
1.200 m. Der Genuss für den Skifahrer ergibt sich aus den
unterschiedlichen Schneearten: vom kompakten Schnee in der Höhe gelangt
man über leichten Pulverschnee in den eher feuchten Schnee in der
Waldzone, die auch den geübten Skifahrer auf die Probe stellt.

… und im Bolkargebirge

Ebenfalls empfehlenswert als Heliskigebiet ist das Bolkargebirge, das
als Teil des Taurusmassivs mit seinen bis zu 3.700 m hohen Gipfeln
traumhafte Hänge offeriert. Hier ist der durchschnittliche
Höhenunterschied der Abfahrten noch höher als im Kackarmassiv: 1.000 bis
1.500 m. Die Anreise empfiehlt sich über Adana, die viertgrößte Stadt
der Türkei, von wo es dann per Transfer nach Darbogaz geht. Die
Abfahrten in verschiedensten Steilheiten machen Heli-Skiing zum
Vergnügen. Das Gebiet um die Berge des Aladag ist nicht so weitläufig
wie jenes des Kackar-Gebirges, aber die Sonnenbestrahlung ist besser.
Dadurch besteht relativ geringe Lawinengefahr.

Und auch für traditionelle Skifahrer

Zum Schwarzen Meer hin wartet die nordanatolische Gebirgskette von 2.500
bis auf knapp 4.000 m auf schneehungrige Schifahrer, auf der anderen
Seite im Süden das Taurusgebirge von 2.000 bis 4.100 m. Dort bleibt der
Schnee oft länger als sechs Monate liegen. Highlight des türkischen
Wintersports ist das Bergdorf Uludag im gleichnamigen Nationalpark, von
dem aus man an klaren Tagen den freien Blick auf das Marmarameer
genießen kann.

Fünf große Wintersportzentren

Fünf Provinzen laden in der Türkei zum Schifahren ein: Uludag (Provinz
Bursa) Kartalkaya (Bolu,) Erciyes (Kayseri), Palandöken (Erzurum) und
Sarikamis (Provinz Kars). Ein bekanntes Skigebiet ist Kartalkaya im
Köroglu-Gebirge, südöstlich von Istanbul und Ankara. Snowboarder und
Schifahrer können sich hier auf einem Gebiet von ungefähr 40 Kilometern
sportlich austoben. Das Palandöken Skizentrum hat die längsten und
steilsten Pisten der Welt, was abenteuerliche Abfahrten verspricht.

Uludag: Treffpunkt der türkischen High Society

Uludag lockt mit idyllischer Atmosphäre und Pulverschnee auch die
türkische High Society in die Berge. Der Berg Uludag ist der größte in
der Marmararegion und eigentlich ein erloschener Vulkan. Zu Deutsch
heißt er „Heiliger Berg“, in umgangssprachlichem Türkisch wird er auch
gerne „Berg der Mönche“ genannt, weil sich dort im Mittelalter einige
Klöster befanden. Hauptsächlich kommen Türken aus dem nahe gelegenen
Istanbul am Wochenende zum Skifahren. Nur vereinzelt finden sich
Besucher aus anderen Ländern. Saison ist im ältesten Skigebiet des
Landes von Dezember bis März, neben Ski und Snowboard werden auch
Langlaufen, Ski-Touren und Heli-Skiing angeboten.

Morgens Schifahren, nachmittags Baden

Wer in seinem Urlaub nicht ganz auf das sommerliche Badevergnügen
verzichten will, hat im Skizentrum Saklikent die Möglichkeit dazu.
Saklikent liegt nur 49 km von Antalya entfernt: Im Frühjahr kann man so
den Tag mit einer Skiabfahrt beginnen, während nachmittags ein Bad im
Mittelmeer zum Vergnügen beiträgt. Im Skigebiet Sarikamis kommt auch der
Naturfreund auf seine Kosten: das gesamte Gebiet ist von beschaulichen
Wäldern umgeben.

Über das Türkische Informationsbüro für Kultur und Fremdenverkehr
Das Informationsbüro ist eine Außenstelle des Kultur- und
Tourismusministeriums der Republik Türkei in Ankara und zuständig für
die Förderung von Tourismus und Kulturaustausch in Österreich,
Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Gemäß den diesbezüglichen Weisungen
seitens des Ministeriums in Ankara koordiniert das Informationsbüro alle
Werbe- und PR-Maßnahmen in diesen vier Ländern. Das Informationsbüro ist
Anlauf- und Kontaktstelle für Reiseveranstalter ebenso wie für
allgemeine Fragen im Bereich Tourismus und Kulturaustausch von
Journalisten und Privatpersonen. Weitere Informationen auf der Homepage
http://www.goturkey.com .

Tag des Kaffees

Tag des Kaffees

Deutsche trinken 146 Liter pro Jahr

„Kaffee – eine internationale Köstlichkeit“. Unter diesem Motto wird am 26. September 2008 der „Tag des Kaffees“ gefeiert. Dass Kaffee in Deutschland äußerst beliebt ist, zeigt der durchschnittliche Pro-Kopf-Konsum. Im vergangenen Jahr tranken Frau und Herr Mustermann 146 Liter. Das ist mehr als Mineral- und Heilwasser (130,4 Liter, Konsum 2007) oder Bier (116 Liter, Konsum 2006). Bundesweit zeigen Aktionen nun die verschiedenen Facetten des Genussmittels, ob Show-Röstungen, Ausschank von internationalen Spezialitäten oder Ausstellungen.
So wird in Skandinavien Kaffee zu jeder Tages- und Nachtzeit und am liebsten stark getrunken. Zu besonderen Anlässen darf er auch mit einem Schuss Alkohol verfeinert werden. Die Finnen sind mit knapp zwölf Kilogramm Rohkaffee pro Kopf und Jahr Spitzenreiter im Kaffeekonsum in Europa. Die Deutschen liegen mit immerhin rund sechs Kilogramm noch vor Italien und Spanien. In Italien ist der Klassiker Espresso mit Zucker beliebt. Capuccino ist übrigens ein Espresso mit aufgeschäumter Milch. Für Latte Macchiato wird der Espresso auf heiße Milch mit Schaum gegossen, so dass sich drei Schichten bilden. Der neueste Trend kommt aus den USA: In Coffeeshops werden mit Sirup aromatisierte Varianten in zahlreichen Geschmacksrichtungen zum Mitnehmen angeboten. Es bleibt abzuwarten, ob sich das auch in Deutschland durchsetzen wird.

aid, Heike Kreutz

Die umsatzstärksten Hotels in Deutschland

AHGZ-Ranking: Top 200 weiter auf Erfolgskurs

Die 200 umsatzstärksten Hotels in Deutschland konnten im vergangenen Jahr an die Erfolge des überaus erfolgreichen WM-Jahres anknüpfen. Die Top-200-Hotels steigerten ihren Umsatz in 2007 um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu dem Spitzenergebnis von 2006 (9,6 Prozent plus) können sie sich damit durchaus sehen lassen. Insgesamt erwirtschafteten die umsatzstärksten Einzelhotels in Deutschland einen Nettoumsatz von 3,08 Mrd. Euro (Vorjahr 2,95 Mrd. Euro). Damit vereinen sie erneut rund ein Drittel des Gesamtumsatzes der deutschen Hotellerie auf sich (Basis: rund 11.000 Vollhotels). Diese Marktdaten werden im Detail in der morgen erscheinenden AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main), im Ideenmagazin Der Hotelier veröffentlicht.

Die erfolgreiche Fußball-WM hat den Vorwärtstrend ins Rollen gebracht, und die Top-200-Hoteliers haben sich nicht stoppen lassen. Das positive Image Deutschlands als Gastgeberland wirkt sich nachhaltig positiv auf den Tourismus, die Hotellerie und Gastronomie aus.

76,9 Prozent der Befragten weisen für 2007 ein Umsatzplus auf. Im Vorjahr waren es noch fast 90 Prozent. Das Ergebnis übertrifft aber die Erwartungen. Im vergangenen Jahr gingen lediglich 63,7 Prozent der Befragten davon aus, 2007 mit einem Umsatzplus abzuschließen. Ein Umsatzminus müssen 20,1 Prozent verkraften. Das waren im Jahr zuvor lediglich 7,1 Prozent.

Die Frage nach der Gewinnsituation – dem entscheidenden Kriterium für die Lage der Branche – unterstreicht die Ergebnisse: Als „sehr gut“ (17,7 Prozent) oder „gut“ (55,9 Prozent) bezeichnen insgesamt 73,6 Prozent der Befragten ihre Ertragslage. Im Vorjahr gaben das noch 80,9 Prozent an. 22,6 Prozent befinden die Gewinnsituation als „noch zufriedenstellend“ (Vorjahr: 16,3 Prozent) und nur 3,9 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) halten sie für „schlecht“.

Nicht ganz so positiv wie im Jahr zuvor entwickelten sich der durchschnittliche Zimmerpreis sowie die durchschnittliche Belegungsquote – im Vergleich zum Boom-Jahr 2006 sind die Ergebnisse aber durchaus zufriedenstellend. Die durchschnittliche Zimmerrate stieg leicht um 0,8 Prozent von 108,6 Euro auf 109,5 Euro an. Die durchschnittliche Belegung konnte um 1,1 Prozentpunkte auf 67,7 Prozent verbessert werden. Auch die durchschnittliche Zimmeranzahl eines Top-200-Hotels wuchs – von 321,0 Zimmer auf 324,3 Zimmer. Der Jahresnettoumsatz pro Zimmer stieg von 45.285,00 Euro auf 47.456,00 Euro – um 4,8 Prozent. Insgesamt vereinen alle Häuser des Rankings 64.859 Zimmer.

An der Spitze des Top 200 Rankings gibt es kaum Verschiebungen. Zum achten Mal in Folge konnte sich erneut das Estrel Berlin den 1. Platz sichern. Mit einer Umsatzsteigerung von 11,7 Prozent erwirtschaftete das 1125-Zimmer-Haus 57,5 Mio. Euro Umsatz. Das Sheraton Frankfurt Hotel & Towers (53,6 Mio. Euro) und der Bayerische Hof in München (51,7 Mio. Euro) bleiben weiterhin auf den Fersen.

Auf dem vierten Rang folgt wie im Jahr zuvor das InterContinental Berlin. Es erzielte eine Umsatzsteigerung von 3,3 Prozent auf 43,7 Mio. Euro. Das Hotel Adlon, Berlin, verteidigte den im vergangenen Jahr ergatterten 5. Rang mit 38,4 Mio. Euro und einem Wachstum von 2,1 Prozent.

Die Top 200-Liste, die die Situation der Hotelbranche in Deutschland dokumentiert, gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Daten beruhen auf Eigenangaben der Hotels, die überwiegend nicht publizitätspflichtig sind. Das komplette Ranking ist in der aktuellen Ausgabe der AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung veröffentlicht, die am Samstag, 31. Mai 2008 erscheint.

Das perfekte Promi Dinner

HA Schult schimpft über durchschnittliche Dinnergäste – Der Aktionskünstler kocht am Sonntag um 20.15 Uhr bei VOX

Aktionskünstler HA Schult geht mit seinen Dinnergästen Meike Gottschalk, Hildegard Krekel und Hanno Friedrich hart ins Gericht: „Ich hab` noch nie in so kurzer Zeit soviel Blödsinn gehört wie von euch!“, schimpft der 68-Jährige in der Kölner Ausgabe von „Das perfekte Promi Dinner“, die VOX am Sonntag (24.02.) um 20.15 Uhr ausstrahlt. So viele „durchschnittliche Menschen“ hätten noch nie an seinem Küchentisch gesessen, ärgert sich Schult und hebt sein Glas zum Anstoßen: „Ich trinke auf euch und den Müll, den ihr hier verbreitet!“

„Das waren alles Leute, die vom Kochen keine Ahnung haben. Und vom Essen leider noch viel weniger“, legt der Künstler in der Kölner Zeitung „Express“ nach. Das Urteil über Hildegard Krekels Hauptgericht, „extra scharfe Gamba trifft extra langbeinige Tagliatelle“, hat er folglich schnell gefällt: „Ein kantinenartiges Menü! Für die Zubereitung hat sie wahrscheinlich nicht mehr als sechs Minuten gebraucht. Die siebte Minute wäre schon Schwarzarbeit!“

Das perfekte Promi Dinner: Mit HA Schult, Meike Gottschalk, Hildegard Krekel, Hanno Friedrich, Sonntag, 24.02.2008, um 20.15 Uhr bei VOX

Ernteschätzung 2007: Viele Süß-, aber wenig Sauerkirschen

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes
ist mit einer guten Süßkirschenernte von 37.000 Tonnen zu rechnen, während nach ersten Schätzungen nur 27.000 Tonnen Sauerkirschen geerntet werden können. Letzteres ist vor allem auf umfangreiche
Rodungen von Sauerkirschenanlagen zurückzuführen, deren Flächen
gegenüber 2002 um nahezu 19% auf 3.400 Hektar reduziert wurden. Der
Süßkirschenanbau nahm in dieser Zeit nur um 1% ab und erfolgt
bundesweit auf einer Fläche von über 5.400 Hektar.

Diese Ergebnisse zur ersten Kirschenernteschätzung in diesem Jahr
basieren auf der nach fünf Jahren in 2007 turnusmäßig durchgeführten
allgemeinen Baumobstanbauerhebung im Marktobstbau.

Nach der ersten Ernteschätzung in Erzeugerbetrieben des
Marktobstbaus zum 10. Juni dieses Jahres ist insgesamt eine gute
Süßkirschenernte zu erwarten: Die voraussichtliche Erntemenge von
37.000 Tonnen wird etwa 14% über dem Mittel der letzten zehn Jahre
liegen und der erwartete durchschnittliche Ertrag von 68 Dezitonnen
je Hektar ist der höchste seit der Umstellung der Ernteermittlung von
Baumerträgen auf Flächenerträge im Jahr 2005. Mit Spitzenwerten bis
zu über 90 Dezitonnen je Hektar wird in Niedersachsen, Nordrhein-
Westfalen und Baden-Württemberg gerechnet, während in den neuen
Bundesländern durch Frühjahrsfröste und Unwetter deutliche
Ertragseinbußen eintreten werden.

Die erwartete Sauerkirschenernte von 27.000 Tonnen wird das Mittel
der letzten zehn Jahre bundesweit voraussichtlich um 11%
unterschreiten. Der durchschnittliche Ernteertrag sinkt nach ersten
Berechnungen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 11%. Die höchsten
Erträge werden mit über 100 Dezitonnen je Hektar in Rheinland-Pfalz,
Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein erwartet, der vermutlich
niedrigste mit unter 40 Dezitonnen je Hektar in Mecklenburg-
Vorpommern. Damit bleibt Rheinland-Pfalz bei der Erntemenge weiterhin
das bedeutendste Bundesland für die Sauerkirschenerzeugung.

Mit mehr als 2.100 Hektar befinden sich 39% der Anbauflächen von
Süßkirschen im Marktobstbau in Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern
(600 Hektar), Brandenburg (550 Hektar), Niedersachsen (540 Hektar)
und Rheinland-Pfalz (470 Hektar) mit insgesamt 40% der Anbaufläche.

Gegenüber dem Jahr 2002 wurden vor allem in Brandenburg (- 170
Hektar), Bayern (- 100 Hektar) und Niedersachsen (- 50 Hektar)
größere Flächen aus der Erzeugung genommen, während Neuanpflanzungen
besonders in Sachsen-Anhalt (+ 70 Hektar), Rheinland-Pfalz (+
60 Hektar) und Baden-Württemberg (+ 50 Hektar) angelegt wurden.

Die Anbauflächen von Sauerkirschen im Marktobstbau wurden in allen
Bundesländern reduziert, wobei allein in Rheinland-Pfalz 300 Hektar
gerodet wurden. Die wichtigsten Anbauregionen sind im Jahr 2007
Sachsen (850 Hektar), Rheinland-Pfalz (830 Hektar) und Thüringen
(610 Hektar). Diese drei Bundesländer verfügen über gut zwei Drittel
der deutschen Sauerkirschenanlagen.

Spitzenjahr fuer die Hotellerie

In der deutschen Hotellerie stehen alle Zeichen auf Wachstum: 9,6 Prozent Umsatzsteigerung in 2006 gegenueber dem Vorjahr bei den Top 200 Hotels sprechen fuer sich. Insgesamt erwirtschafteten die umsatzstaerksten Einzelhotels in Deutschland einen Nettoumsatz von 2,91 Mrd. Euro (Vorjahr 2,66 Mrd. Euro). Damit vereinen sie erneut rund ein Drittel des Gesamtumsatzes der deutschen Hotellerie auf sich (Basis: rund 11.000 Vollhotels). Diese Marktdaten werden im Detail in der morgen erscheinenden AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung, (Verlagsgruppe Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main), im Ideenmagazin Der Hotelier veroeffentlicht.

Die gute konjunkturelle Lage hat sich auf den Markt niedergeschlagen. Nicht zuletzt die erfolgreiche Fussball-WM im vergangenen Jahr hat den Vorwaertstrend richtig ins Rollen gebracht. Und: Der Tourismus in Deutschland ist nachhaltig der groesste Nutzniesser der WM – und damit auch die Hotellerie und Gastronomie.

Fast 90 Prozent der Befragten weisen fuer 2006 ein Umsatzplus auf. Im Vorjahr waren es nur 51 Prozent. Das deckt sich mit den Prognosen: 88,8 Prozent der damals Befragten gingen davon aus, 2006 positiv abzuschliessen. Lediglich 7,1 Prozent muessen ein Umsatzminus verkraften. Das waren ein Jahr zuvor immerhin fast ein Drittel der Befragten.

Der wichtigste Indikator fuer die Lage der Branche – die Frage nach der Gewinnsituation – praesentiert sich positiv: Als „sehr gut“ (25,8 Prozent) oder „gut“ (55,1 Prozent) bezeichnen insgesamt 80,9 Prozent der Befragten ihre Ertragslage. Im Vorjahr gaben das nur 50,4 Prozent an. Lediglich 16,3 Prozent befinden die Gewinnsituation als „noch zufriedenstellend“ (Vorjahr: 36,6 Prozent) und nur 2,5 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) halten sie fuer „schlecht“.

Positiv entwickelte sich auch die durchschnittliche Auslastungsquote der Top 200 Hotels. Sie konnte um 2,2 Prozentpunkte auf 66,5 Prozent verbessert werden. Parallel dazu gelang es den Top 200, die durchschnittliche Nettorate um stolze 7 Prozent auf 108,70 Euro anzuheben. Die durchschnittliche Zimmerzahl eines Top-200-Hotels stieg auch in diesem Jahr, allerdings lediglich um 0,6 Prozent auf 321 Zimmer. Insgesamt vereinen alle Haeuser des Rankings 64.259 Zimmer. Der durchschnittliche Nettoumsatz pro Zimmer legte um 11,1 Prozent zu.

An der Spitze des Top 200 Rankings gibt es zwar kaum Verschiebungen, dennoch koennen mehr als ein Drittel der Top 15 zweistellige Zuwachsraten verzeichnen und setzen sich so noch deutlicher vom nachfolgenden Feld ab. Spitzenreiter und groesstes Hotel Deutschlands mit 1125 Zimmern, das Estrel Berlin, konnte sich mit 51,5 Mio. Euro Jahresumsatz zum siebten Mal in Folge auf Platz eins gut behaupten. Das Sheraton Frankfurt (50,5 Mio.) und der Bayerische Hof in Muenchen (49,2 Mio.) bleiben allerdings dicht auf den Fersen.

Das InterContinental Berlin konnte den vor zwei Jahren ergatterten vierten Rang mit einem Umsatzwachstum von 14,6 Prozent auf 42,3 Mio. Euro halten. Diese Steigerung wurde in der oberen Liga nur noch vom Hotel Adlon, Berlin, uebertroffen, das um 16,8 Prozent (37,6 Mio. Euro Jahresumsatz) gegenueber dem Vorjahr zulegte und sich damit um einen Platz auf den 5. Rang hochschob.

Die Hoteliers setzen auch fuer die Zukunft auf weiter steigende Nachfrage: Fuer die naechsten drei Jahre sind laut Hotelverband Deutschland (IHA) 330 neue Hotelprojekte geplant (Vorjahr: 314), das sind 38.140 zusaetzliche Hotelzimmer (Vorjahr: 30.658). Weiterer Indikator fuer die optimistische Stimmung ist das projektierte Investitionsvolumen, das mit 5,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,7 Mrd. Euro) einen historischen Hoechststand erreicht.

Die Top 200-Liste, die die Situation der Hotelbranche in Deutschland dokumentiert, gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Die Daten beruhen auf Eigenangaben der Hotels, die ueberwiegend nicht publizitaetspflichtig sind. Das komplette Ranking ist in der aktuellen Ausgabe der AHGZ Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung veroeffentlicht, die am Samstag, 26. Mai 2007 erscheint.

www.ahgz.de

Fleischer in Investitionslaune

Deutschlands Fleischer blicken wieder optimistisch in die Zukunft. Das belegt die zehnte Investitions- und

Strukturbefragung im Fleischerhandwerk, durchgeführt von der

afz-allgemeine fleischer zeitung (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am

Main).

Das durchschnittliche Investitionsvolumen hat sich im Vergleich

zur letzten Befragung im Jahr 2004 beinahe verdoppelt. In den

kommenden beiden Jahren wollen 95 Prozent der befragten Unternehmen

des Fleischerhandwerks durchschnittlich 111.034 Euro investieren.

Hochgerechnet auf das Fleischerhandwerk bedeutet das ein

Gesamtinvestitionsvolumen von 1,8 Mrd. Euro.

Die Mittel fließen zum einen in die Modernisierung der Substanz,

also vor allem Betriebsgebäude, und zum zweiten in die

Produktionsmittel zur Herstellung hochwertiger Fleischwaren und

Wurst. Erstmals seit langem möchte das Handwerk auch in die

Verkaufsräume investieren. Mit Partyservice und Catering sowie

Imbiss- und Snackgeschäft generieren die Metzger inzwischen gut 20

Prozent ihres Umsatzes mit weiter steigender Tendenz. 61 Prozent der

Befragten gehen davon aus, dass das Geschäft mit

Zwischendurchmahlzeiten weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Die SB-Theke weist ähnlich hohe Werte aus (58 Prozent) und Party-

und Cateringservice werden nach Meinung von etwas mehr als der Hälfte

der Befragten als Wachstumsmarkt eingeschätzt. Klar ist aber auch,

dass die Theke das Zugpferd bleiben wird. Gerade hier hat man im

vergangenen Jahr wesentlich Boden gut machen können mit Blick auf

verschiedene Skandale. Das zeigen auch Ergebnisse der

GfK-Haushaltspanels.

Die rund 17.000 Fleischerbetriebe beschäftigen 162.500

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Gesamtumsatzvolumen von

17,2 Mrd. Euro. Die Berufsausbildung ist für das Fleischerhandwerk

eine Kernaufgabe. Die befragten Betriebe beschäftigen inzwischen im

Durchschnitt 3,6 Auszubildende.

Die Ergebnisse der zehnten Investitions- und Strukturbefragung

veröffentlicht die afz-allgemeine fleischer zeitung in ihrer heutigen

Hauptausgabe zur IFFA vom 2. Mai. Die IFFA ist die weltweit größte

Leitmesse für die Fleischwirtschaft und öffnet am kommenden Samstag

für das Fachpublikum in Frankfurt am Main.

Die Ergebnisse der Umfrage basieren auf 134 schriftlichen

Interviews. 72 Prozent der befragten Fleischer-Fachgeschäfte geben

einen Jahresumsatz von mehr als 500.000 Euro an. Der

durchschnittliche Umsatz liegt bei 1,67 Millionen Euro pro Betrieb.

Dieser Jahresumsatz wird mit durchschnittlich 23 Beschäftigten

erwirtschaftet.