Flaute bei Karibik-Cruises

Boom bei Mittelmeer- und Flusskreuzfahrten

Jahrelang waren die Kreuzfahrten jene
Branche, die traumhafte Wachstumszahlen hinlegten. Sie sind auf der 40.
ITB www.itb-berlin.de auch üppig vertreten. Derzeit setzt jedoch
eine Stagnation am deutschen Markt ein, wie der Deutsche Reise Verband
(DRV) in einer Erhebung festgestellt hat. Allerdings geht der Trend
nicht weg vom Wasser, sondern er führt zu einer Verlagerung zugunsten
der Fluss- und Binnenkreuzfahrten. Denn dort gebe es immer noch
deutliche Steigerungen, berichten Anbieter auf der ITB.

„Drei Viertel der befragten Unternehmen erwarten auch 2006 eine
Steigerung der Passagier- und Umsatzzahlen“, erklärte Johannes
Zurnieden, Vizepräsident des DRV, im Rahmen der ITB. Allein im Vorjahr
konnte der Markt um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen, so der
Experte. Knapp eine Mio. Deutsche buchen einen Urlaub auf dem Wasser.
Die Veranstalter von Hochseekreuzfahrten legten bei den Gästezahlen um
knapp zehn Prozent zu und verbuchten Umsätze in der Höhe von 1,2 Mrd.
Euro. Die durchschnittliche Reisedauer liegt bei 9,6 Tagen, der
Durchschnittspreis von 1.913 Euro blieb nahezu konstant.

Allerdings waren die Verschiebungen der Destinationen doch sehr
deutlich: Ostsee und Mittelmeer legten um elf Prozent zu und konnten
somit die 80 Prozent-Marke knacken. Der Anteil der Kreuzfahrten in der
Karibik und nach Übersee fiel um elf Punkte auf knapp 20 Prozent. Die
Veranstalter reagierten prompt auf das Publikumsinteresse und haben das
Angebot ausgebaut.

Bei den Flusskreuzfahrten fiel die Steigerung allerdings etwas
bescheidener aus. Das Umsatzplus lag bei 4,1 Prozent auf 370 Mio. Euro.
Die Zahl der Passagiere stieg um 6,2 Prozent auf 326.000. Der
durchschnittliche Reisepreis nahm mit zwei Prozent leicht ab, die
durchschnittliche Reisedauer blieb mit acht Tagen nahezu gleich. Das
Angebot auf der Donau erhöhte sich jedoch deutlich. Dort stieg das
Passagiervolumen um 20.000 Personen an. Zu den boomenden
Flusskreuzfahrten zählen auch jene in Frankreich und auf dem Nil. Die
Passagierzahl auf deutschen Flüssen und Kanälen nahm hingegen deutlich
ab. Auf Grund von Niedrigwasser und geringer Kapazität kam es bei
Kreuzfahrten auf dem Po zu einem besonders dramatischen Rückgang. Für
2006 erwartet sich die Hälfte der Anbieter mehr Geschäft.
Kapazitätsengpässe sind aufgrund zahlreicher Neubauten nicht zu
erwarten. Wolfgang Weitlaner

Kauf in Internet-Apotheken spart wenig Geld

Wer Medikamente in Internet-Apotheken bestellt,
kauft dabei oft nur wenig günstiger als in stationären Apotheken. Das
berichtet die Zeitschrift COMPUTERBILD in ihrer aktuellen Ausgabe
(Heft 5/2006, ab Montag im Handel).

Beim Kauf von kleineren Mengen übersteigen oder schmälern häufig
schon die Portokosten einen möglichen Preisvorteil. Lohnend sind nur
Großbestellungen von rezeptfreien Medikamenten. Bei Medikamenten auf
Rezept gibt es nur minimale Sparmöglichkeiten.

COMPUTERBILD prüfte in acht Internet-Apotheken unter anderem die
Preise der 100 meistverkauften rezeptfreien Medikamente. Ergebnis:
Die durchschnittliche Ersparnis betrug bei vielen Anbietern nur knapp
7 bis 15 Prozent (gegenüber dem empfohlenen Verkaufspreis).
Lediglich
drei Anbieter schafften immerhin um 17 beziehungsweise 26 Prozent
durchschnittliche Ersparnis. Dagegen standen Versandkosten von 3,90
bis 4,95 Euro. Die Versandkosten werden erst erlassen, wenn der
Bestellwert – je nach Anbieter – 40 bis 85 Euro übersteigt. Nur eine
Internet-Apotheke verzichtete auf Portokosten.

Dreimal mehr Zeit für Sex als für Beten

Lebensbilanz eines Durchschnittsdeutschen:
Fünfeinhalb Jahre vor dem Fernsehgerät, sechs Monate im Stau

Allein mit dem sexuellen Vorspiel verbringt der durchschnittliche
Bundesbürger drei Mal mehr Lebenszeit als mit dem Beten – sechs
Wochen gegenüber zwei Wochen. Hinzu kommen 16 Stunden sexueller
Höhepunkte. Manch unangenehme Tätigkeit benötigt deutlich mehr Zeit:
So steht der Durchschnittsdeutsche sechs Monate lang im Stau, für
Waschen und Bügeln fallen sogar neun Monate an.

Diese Daten sind Teil einer etwas ungewöhnlichen Lebensbilanz,
präsentiert in der aktuellen Ausgabe des Magazins GEO WISSEN zum
Thema „Zeit“. Sie beziehen sich auf die durchschnittliche Lebensdauer
eines Deutschen – ermittelt für Männer und Frauen. Die Berechnungen
gründen zum größten Teil auf der jüngsten Zeitbudget-Erhebung des
Statistischen Bundesamtes sowie auf Daten der BBC und
wissenschaftlichen Publikationen.

Dabei stellte sich heraus, dass die vor dem Fernsehgerät
verbrachte Lebenszeit von fünfeinhalb Jahren inzwischen die Dauer
aller Mahlzeiten übersteigt, die sich auf lediglich fünf Jahre
summieren. Nur für zwei Tätigkeiten wendet der Durchschnittsdeutsche
noch mehr Zeit auf als für das Fernsehen: Der Lebensunterhalt
erfordert sieben Jahre reine Arbeitszeit, und der Schlaf verhindert
für 24 Jahre und vier Monate jegliche andere Tätigkeit.