Was Deutsche und Europäer auf die Palme bringt

Die Menschen in Europa regen sich am meisten über Leute auf, die Abfall einfach wegwerfen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Reader’s Digest unter mehr als 3400 Bürgern in 17 europäischen Ländern. Das Magazin hatte nach den weit verbreitesten Ärgernissen des Alltags gefragt. Hinter dem achtlosen Entsorgen von Müll (86 Prozent) kam auf Platz zwei mit 82 Prozent das Thema „Hundekot auf Gehwegen und in Parks“, gefolgt vom „Vordrängeln in der Warteschlange“ (81 Prozent). Interessant ist auch: Gut jeder Zweite, nämlich 51 Prozent, ärgert sich über Leute, „die lautstark am Handy telefonieren“.
In seiner Juli-Ausgabe veröffentlicht das Magazin die Einzelergebnisse der Umfrage. Und dabei wird schnell deutlich: Unter den europäischen Nachbarn werden vermeintlich störende Verhaltensweisen ganz unterschiedlich bewertet. So empört es 80 Prozent der Briten und Franzosen, wenn man „nicht danke oder bitte“ sagt. Dieser Mangel an Höflichkeit nervt aber nur 35 Prozent der Russen. Ähnlich groß ist auch der Unterschied beim „Ausspucken in der Öffentlichkeit“. In Norwegen ärgern sich nur 50 Prozent der Menschen darüber, in Ungarn dagegen empfinden dies 95 Prozent der Befragten als ungehörig.

Und was nervt die Deutschen? Nach dem achtlos entsorgten Müll auf Platz eins ist es hier zu Lande vor allem die „mangelnde Körperhygiene“ (78,5 Prozent), die als störend empfunden wird. Spitzenplätze belegen auch das „zu dichte Auffahren“ (73 Prozent) und die „Werbung am Telefon“ (71,5 Prozent). Hingegen empfinden es die Deutschen als nicht besonders ärgerlich, wenn Menschen „fluchen“ (37,5 Prozent), „laut am Handy reden“ (31,5 Prozent) oder „zu viel nackte Haut“ gezeigt wird (24,5).

Die Umfrage, in der die Befragten zwischen „sehr ärgerlich“, „ärgerlich“, „ein wenig ärgerlich“ und „überhaupt nicht ärgerlich“ wählen konnten, brachte weitere interessante Ergebnisse hervor. Demnach sorgen „nicht zu öffnende Verpackungen“ bei 57 Prozent der Menschen in Europa für heftigen Unmut. Ähnliches gilt für allzu „umständliche Bedienungsanleitungen“, was 63 Prozent angaben. Hingegen stört sich nur jeder zweite Europäer am „Rauchen in der Öffentlichkeit“.

Es gibt fünf Themen, bei denen sich Männer in Europa mehr aufregen als Frauen: das Vordrängeln, die automatisch aufgehenden Werbefenster im Internet, automatische Telefonansagen, Graffiti und Baustellen. Dies ergab die geschlechterspezifische Auswertung der Untersuchung durch Reader’s Digest.

Welche Nationalität in Europa regt sich nun aber am meisten auf? Folgt man dem Durchschnittswert aller Punkte, sind die Portugiesen die genervtesten Europäer, gefolgt auf Platz zwei von den Briten und den Tschechen auf Rang drei.

Die Deutschen lassen sich hingegen von den Kleinigkeiten des Alltags nicht so leicht aus der Ruhe bringen oder schauen öfters einfach weg. Sie belegen unter den 17 befragten EU-Ländern zusammen mit den Holländern Platz zwölf. Nur Finnland, Schweden, Norwegen und die Russen gelten als noch entspannter.

In diesen Ländern lassen jedoch die Angaben aufhorchen, die Umfrageteilnehmer unter der Rubrik „sonstige Ärgernisse“ machten. Beispielsweise regen sich die Finnen über Menschen auf, die „in der Öffentlichkeit urinieren“. Die Schweden ärgern sich über „unpünktliche öffentliche Verkehrsmittel“ und die Russen reagieren genervt auf die „TV-Werbung“.

Das nervt … … Deutschland … Europa
1. Leute, die Abfall einfach wegwerfen 83,0% 86%
2. Mangelnde Körperhygiene 78,5% 74%
3. Hundekot auf Gehwegen/im Park 73,5% 82%
4. Zu dichtes Auffahren 73,0% 73%
5. Werbung am Telefon 71,5% 62%
6. Vordrängeln in der Warteschlange 69,5% 81%
7. Ausspucken in der Öffentlichkeit 66,0% 76%
8. Umständliche Bedienungsanleitungen 61,5% 63%
9. Pop-up-Werbung im Internet 60,5% 59%
10. Unpünktlichkeit 60,0% 68%
11. Menüführung am Telefon 58,0% k.A.
12. Nicht zu öffnende Verpackungen 58,0% 57%
13. Leute, die nicht bitte/danke sagen 55,5% 62%
14. Graffiti/Sprühmalerei an Wänden 53,5% 51%
15. Laute Nachbarn 53,5% 61%
16. Straßenbaustellen 46,5% 35%
17. Rauchen in der Öffentlichkeit 43,5% 50%
18. Leute, die fluchen 37,5% 52%
19. Leute, die laut am Handy reden 31,5% 51%
20. Leute, die zu viel nackte Haut zeigen 24,5% 22%

Im April 2005 befragte Reader’s Digest 3433 Europäer über 18 Jahre in 17 europäischen Ländern, davon 200 in Deutschland. Befragungsorte in Deutschland: Köln und Potsdam.

Die Juli-Ausgabe von Reader’s Digest ist ab 27. Juni an zentralen Kiosken erhältlich.

Au-pair Wesen in der Krise

Das deutsche Au-pair Wesen steckt in der Krise. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage „Au-pairs in Deutschland“, die im Juni 2005 von der Dr. Walter GmbH vorgestellt wurde. Im Rahmen der Umfrage wurden deutsche Au-pair Agenturen gebeten, ihre Erfahrungen und Einschätzungen zum Jahr 2004 zu schildern. Damit beschreibt die Umfrage die wirtschaftliche Situation deutscher Au-pair Agenturen und berichtet über Entwicklungen und Trends im deutschen Au-pair Wesen.
Die ermittelten Umfrageergebnisse sind alarmierend: Fast ein Drittel der Agenturen bezeichnet die eigene wirtschaftliche Lage als kritisch oder schlecht. Die Agenturen konnten nur noch wenige Au-pairs in deutsche Familien vermitteln. Für viele Au-pair Bewerber ist Deutschland nicht mehr attraktiv – zum einen, weil die Bedingungen im Vergleich zu anderen Au-pair Ländern schlechter sind. Zum anderen berichten die Agenturen, dass in 2004 mehr bürokratische Hürden bei einer Vermittlung zu überwinden waren: Visa-Anträge von Au-pair Bewerbern wurden verzögert bearbeitet oder vermehrt abgelehnt. Die Agenturen kritisieren diese unnötigen Erschwernisse – zumal die Nachfrage von Gasteltern nach Au-pairs ansteigt und die Agenturen längst nicht allen Familien ein Au-pair vermitteln konnten. Deshalb fordern Agenturen die Stärkung des Au-pair Standorts Deutschland. In diesem Zusammenhang setzen sich die Agenturen auch für einen einheitlichen Sprachtest bei den Botschaften ein. Sehr positiv bewerten die Agenturen die zum 1. Januar 2006 geplante Taschengelderhöhung auf 260 Euro.

Im Rahmen der Umfrage beziehen viele Agenturen auch zum viel zitierten Thema „Missbrauch von Au-pairs als billige Arbeitskräfte“ Stellung und verpflichten sich freiwillig zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards. Au-pairs sind junge Leute, die im Rahmen eines internationalen Kulturaustausches nach Deutschland kommen, dem Status nach einem „Betreuungsverhältnis besonderer Art“ unterliegen und damit schutzbedürftige Personen sind. Die Agenturen erheben Einspruch dagegen, dass Au-pairs ohne beratende und betreuen-de Agenturen nach Deutschland kommen dürfen und dann ohne Kenntnis der Behörden ausgebeutet werden. Da die bekannt gewordenen Missbrauchsfälle überwiegend in dieser großen Grauzone stattfinden, fordern die Agenturen zum Schutz der Au-pairs die Einführung einer Agenturenpflicht.

An der Umfrage nahmen im Februar 2005 über 20 Prozent aller deutschen Au-pair Agenturen teil. Die Ergebnisse sind damit statistisch repräsentativ. Durchgeführt wurde die Studie von der Dr. Walter GmbH, einem Versicherungsmakler, der im Au-pair Bereich aktiv ist und sich seit über 40 Jahren für eine Stärkung des Au-pair Wesens in Deutschland einsetzt. Die Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 9,95 Euro über www.au-pair-agenturen.de bestellt werden.

FIRE & FOOD Chefredakteur gibt Grilltipps in PLANETOPIA am Sonntag auf SAT1

Ein Fernsehteam von „Planetopia“, dem Wissenschaftsmagazin auf SAT1, hat zusammen mit Klaus Winter, Chefredakteur des deutschen Grill- und Barbecue-Magazins Fire & Food, einen Tag lang Hobbygrillern über die Schulter gesehen. Grillen macht Spaß, schmeckt gut und ist eigentlich einfach. Dennoch: Man kann auch beim Grillen einiges falsch machen, wie man am kommenden Sonntag, 5. Juni 2005 ab 22.45 Uhr bei „Planetopia“ auf SAT1 sehen wird.
„Die meisten verwenden beispielsweise zu viel Holzkohle und kommen dann mit dem Anzünden nicht zurecht“, sagt Klaus Winter, Chefredakteur des deutschen Grill- und Barbecue-Magazins Fire & Food.
Ebenso wundern sich viele Griller über die Rauchentwicklung beim Grillen und schreiben das der Holzkohle zu: „Unsinn“, sagt Grillexperte Klaus Winter, „die Holzkohle raucht nicht, wenn sie glüht.“ Es seien ausschließlich Anwendungsfehler, die man aber im Handumdrehen beseitigen könne, so Winter. Man müsse nur wissen, worauf man achten muss. „Sicherlich bekommt jeder grillbegeisterte Zuschauer wertvolle Tipps an die Hand, die er bei seiner nächsten Grillparty verwenden kann“, ist sich auch Planetopia-Redakteur Philipp Gölter sicher. Was dem Team sonst noch bei seiner Grilltour begegnet ist, kann man am kommenden Sonntag Abend ab 22.45 Uhr auf SAT1 sehen.

Die Zeitschrift Fire & Food ist das einzige deutsprachige Grill- und Barbecue-Magazin und seit knapp 3 Jahren auf dem Markt. Die hochwertig aufgemachte Zeitschrift erscheint vier Mal pro Jahr und widmet sich ausschließlich dem Thema Grillen und Barbecue. Sie ist bundesweit in allen Bahnhöfen, Flughäfen und im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich. Die neue Ausgabe 2-2005 ist ab kommender Woche im Handel erhältlich oder kann auch über das Internet bestellt werden. Weitere Informationen unter: www.fire-food.com

Deutsche Erdbeeren: Frische Ware von guter Qualit

Beeren Paradies

Die Erdbeersaison hat begonnen. Trotz der kalten Nächte und Hagelschauer, die Anfang Mai zu teilweise erheblichen Schäden auf deutschen Feldern führten, erwarten die Landwirte eine reichliche Ernte von guter Qualität. Die bedeutendste Region für Erdbeeren ist Nordrhein-Westfalen: Hier wachsen die süßen Früchte auf einer Fläche von rund 2.500 Hektar. Da der Bedarf an heimischer Ware steigt, hat der Anbau in den vergangenen Jahren jährlich um bis zu zehn Prozent zugenommen. Anfang Mai führte Spätfrost zu deutlichen Ausfällen, von denen zehn bis fünfzehn Prozent der Äcker betroffen waren. Dennoch können Erdbeerfreunde ausgiebig zugreifen, berichtet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Da der Weg vom Feld zum Kunden kurz ist, bieten die Bauern sogar tagesfrische Ware an. Bei der Sortenwahl spielt der Geschmack die entscheidende Rolle, da eine lange Haltbarkeit nicht unbedingt erforderlich ist. Doch deutsche Erdbeeren, die noch bis Ende Juli im Handel erhältlich sind, schmecken nicht nur besser als Importware. In der Regel sind sie auch weniger mit Pflanzenschutzmitteln belastet und enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Quelle: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen/AID

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Berge oder Küste? Urlaub Perfekt zeigt, wo Deutschland am schönsten ist

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern sind die Top-Ziele der Deutschen: 4,4 Mill. Urlauber zog es 2004 in den bergigen Süden, 3,5 Mill. an Küste und Seen im Nordosten Deutschlands. Das Reisemagazin Urlaub Perfekt zeigt in der neuen Ausgabe, was die beiden Länder für Familien, Sportliche und Naturgenießer zu bieten haben. Während in Bayern die urige Almhütte lockt, sind in Mecklenburg-Vorpommern 100 Schlösser und Herrenhäuser für Hotelgäste geöffnet. Trendsport im hohen Norden sind Hausbootfahrten auf der Müritzer Seenplatte, in Bayern boomt dagegen Nordic Walking. Der große Vergleich „Wer bietet den besten Urlaub“ gibt zahlreiche Tipps für Ferien im eigenen Land. Dazu die besten Angebote vom Abenteuercamp in Franken bis zur Wellness-Woche an der Ostsee.
Das neue Reisemagazin ist seit 31. Mai zum Aktionspreis von nur 1,- Euro am Kiosk erhältlich.