Geschmackstage 2012: So schmeckt der Rheingau

Heimat auf der Zunge
Bereits zum fünften Mal laden die „Geschmackstage“ neugierige Genießer zum Reinschmecken ein. Initiiert von Starkoch Johann Lafer und gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird die erfolgreiche Veranstaltungsreihe auch in Lorch in die Tat umgesetzt. Am 29. und 30. September sowie vom 5. bis 7. Oktober, lädt das Team des Weinguts Altenkirch zur „Lorcher Weinreise“ ein. Um die Vielfalt der regionalen Genüsse erlebbar zu machen, werden drei Weine und drei Speisen im genussreichen Trio zum Sonderpreis serviert. Für die Weine wie für die Speisen gilt: Alles Handarbeit. Die Weine kommen aus bekannten Lorcher Steillagen. Die Leckereien aus der Gutsküche bereitet Michael Auerswald zu. Eingekauft hat er bei Erzeugern aus der Region.

Gesunder Genuss, Esskultur und Geselligkeit sowie Geschmacks- und Ernährungs-Bildung – dafür stehen die Genusstage. Die Wertschätzung von regionalen Qualitätsprodukten aus handwerklicher Produktion gehört genauso dazu wie das Entdecken traditioneller Lebensmittel und Rezepte. Darüber hinaus wollen die Geschmackstage Menschen aller Altersgruppen ermuntern, auch selbst mit frischen Produkten zu kochen und sich zu gemeinsamen Mahlzeiten an einem Tisch zu versammeln.

Weingut Friedrich Altenkirch, Binger Weg 2, 65391 Lorch/Rheingau, Tel. 06726 83 00 12; e-mail: info@weingut-altenkirch.de; www.weingut-altenkirch.de

Sichere Lebensmittel – auch im bio- und agroterroristischen Schadensfall

BfR erhält Forschungsmittel zur Sicherung von Warenketten

Die Qualität und Sicherheit der Futter- und Lebensmittel ist gesetzlich geregelt und wird durch strenge Bestimmungen in der Lebensmittelhygieneverordnung überwacht. „Um dazu beizutragen, auch künftig höchste Sicherheit in der Lebensmittelwarenkette gewährleisten zu können, müssen auch mögliche neue Risiken berücksichtigt werden“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das BfR koordiniert das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojekt Sicherstellung der Futter- und Lebensmittelwarenkette bei bio- und agro-terroristischen (BAT)-Schadenslagen (SiLeBAT). Im Projekt SiLeBAT sollen innovative Lösungen für die Prävention und Schadensbegrenzung entwickelt werden, damit die Versorgungssicherheit der Bevölkerung auch im bio – und agro-terroristischen Schadensfall gesichert werden kann. Dabei werden Szenarien betrachtet, die sowohl eine direkte Kontamination von Lebensmitteln als auch eine indirekte Kontamination über absichtlich infizierte Nutztiere oder Futtermittel abbilden.

Bioterrorismus ist eine Form des Terrorismus, bei der Mikroorganismen oder deren Toxine für Anschläge gegen Menschen oder absichtliche Kontaminationen verwendet werden. Unter Agroterrorismus versteht man die mutwillige Verbreitung von Krankheiten für Pflanzen und Tiere. Lebensmittel- und Versorgungseinrichtungen könnten Ziele vorsätzlicher Kontaminationen durch bioterroristische Agenzien sein.

Im Projekt SiLeBAT werden konkrete Lösungsansätze zur Sicherstellung der Lebensmittelversorgung der Bevölkerung für den Fall von bio- und agro-terroristischen (BAT)-Schadenslagen erarbeitet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit ca. 7 Millionen Euro gefördert. Die Projektkoordination und -umsetzung am BfR erfolgt in der Abteilung Biologische Sicherheit. Neben dem BfR sind die folgenden Einrichtungen am Verbund beteiligt: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Friedrich-Löffler Institut (FLI), Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Max-Rubner Institut (MRI), Institut für Tierernährung der Freie Universität Berlin, Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn, Analytik Jena AG, BALVI GmbH (IT-Unternehmen, Schwerpunkt: Lebensmittelsicherheit). Gemeinsam arbeiten die Verbundpartner, unterstützt durch assoziierte Partner aus Lände rn und Verbänden sowie Wirtschaftsunternehmen, an Lösungsansätzen zur Prävention und Früherkennung von sowie Schadensbegrenzung bei bio- und agroterroristischen Schadenslagen.

Alle Projektbeteiligten sind sich einig, dass im bio- und agroterroristischen Schadensfall effektives und abgestimmtes Handeln nur bei schneller Verfügbarkeit umfassender und valider Fachinformationen möglich ist. Deshalb liegt ein Arbeitsschwerpunkt auf der strukturierten Erfassung und Entwicklung relevanter Fachinformationen aus den Themenbereichen Epidemiologie, Überlebensfähigkeit von schädlichen Mikroorganismen und Beständigkeit von Biotoxinen in Lebensmittel-Matrizes, Verfügbarkeit und Effektivität von Nachweisverfahren, Probenaufbereitungsverfahren und Dekontaminationsverfahren. Aus den Fachinformationen sollen entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die dann ebenfalls elektronisch abrufbar sind. Darüber hinaus werden computer-basierte Verfahren zur Bewertung von Risiken und Handlungsoptionen entwickelt. Experimentelle Arbeiten werden unterstützend in den Bereichen durchgeführt, wo Fachinfor mationen nur unvollständig vorhanden sind oder gar nicht vorliegen. Ziel ist es zudem, eine informationstechnische Lösung zu erarbeiten, die den Akteuren im Bedarfsfall alle im Projekt entwickelten und freigegebenen Ressourcen über eine speziell konzipierte, gesicherte und erweiterbare Informationsplattform zugänglich macht. Für die praktische Anwendung wird ein Übungs- und Schulungskonzept erarbeitet und exemplarisch umgesetzt.

Tim Mälzer: „Küchen für Deutschlands Schulen“

Fernsehkoch Tim Mälzer eröffnet die erste Projektküche in Sachsen

Schulen mit einem überzeugenden Konzept zur Ernährungsbildung können eine der
„Küchen für Deutschlands Schulen“ gewinnen. Der gleichnamige Wettbewerb wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung, dem Küchenhersteller Nolte und Fernsehkoch Tim Mälzer ins Leben gerufen. Ziel ist es, Kinder für gesunde Ernährung zu begeistern und bereits in der Schule die Grundlagen für die Zubereitung von Lebensmitteln zu vermitteln.

Die erste Küche Sachsens wird von Starkoch Tim Mälzer in der Adam-Friedrich-Oeser-Grundschule in Leipzig eingeweiht. Für die Schülerinnen und Schüler sind Spaß und kulinarischer Genuss garantiert. Im Rahmen eines Projekttages zum Thema „gesunde Ernährung“ wird in allen Klassen den ganzen Tag gebastelt, gebacken und gekocht. Dabei darf sich jede Klasse auf den Besuch von Tim Mälzer freuen. Anschließend wird der Fernsehkoch mit einer Gruppe von Kindern in der neuen Übungsküche kochen. Dabei stehen Tim Mälzer sowie die Vertreter des Bundesernährungsministeriums, der Bertelsmann Stiftung und des Küchenherstellers Nolte für Fragen zur Verfügung.

Termin: Donnerstag, 3. Februar 2011, 11.00 bis 14.00 Uhr
13.00 Uhr Kochaktion mit Tim Mälzer in der Übungsküche
Ort: Adam-Friedrich-Oeser-Schule, Geibelstr. 74, 04129 Leipzig
Weitere Informationen zum Projekt unter www.kuechenfuerdeutschlandsschulen.de

Bundesehrenpreise für Spirituosen und Fruchtgetränke vergeben

Verleihung durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nürnberg – 17 Spirituosenunternehmen und 21 Fruchtgetränkehersteller erhalten höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat jetzt 17 Spirituosenunternehmen und 21 Fruchtgetränkehersteller mit dem Bundesehrenpreis 2010 ausgezeichnet. Der Bundesehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die jährlich an deutsche Lebensmittelproduzenten verliehen wird. Die Preisverleihung fand am 10. November auf dem Messegelände in Nürnberg statt. An Spirituosenunternehmen wurde die Auszeichnung in diesem Jahr erstmals vergeben. Alle Preisträger haben bei den Qualitätsprüfungen der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) herausragende Gesamtergebnisse erzielt. Die DLG-Qualitätsprüfungen gelten als führende Lebensmitteltests in Deutschland.

Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen der Brau Beviale in Nürnberg statt. Vor rund 100 geladenen Gästen überreichte der Leiter der Abteilung Agrarmärkte im BMELV, Dr. Theodor Seegers zusammen mit DLG-Vize-Präsident Prof. Dr. Achim Stiebing die Medaillen und Urkunden. „Die ausgezeichneten Unternehmen sind Beispiele für die hohe Qualitätskultur in der deutschen Lebensmittelherstellung. Denn Qualität ist das stärkste Argument, um das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu gewinnen“, hob Dr. Theodor Seegers die Bedeutung des Bundesehrenpreises hervor.

„Die Bundesehrenpreisträger können sich als Qualitätsführer profilieren, die richtungsweisende Signale für Qualität, Geschmack und Genuss in ihren Branchen geben“, würdigte auch DLG-Vize-Präsident Prof. Stiebing die ausgezeichneten Unternehmen.

Wenn der TV-Koch zuerst die Hände wäscht

Experten betonen die Bedeutung der Küchenhygiene – rund 320 Teilnehmer beim Nationalen Symposium für Zoonosenforschung in Berlin

Spüllappen, Schneidebretter, Hände – das Risiko, sich in der eigenen Küche eine Lebensmittelinfektion zuzuziehen ist hoch. Das Wissen über Küchen- und Händehygiene als wesentliche Maßnahmen, um solche Infektionen zu vermeiden, ist in der Bevölkerung jedoch bisher sehr wenig ausgeprägt. Eine Aufklärungskampagne wäre dringend notwendig. Dies betonte Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitutes für Risikobewertung, in seiner Keynote beim Auftakt des Nationalen Symposiums für Zoonosenforschung. Rund 320 Wissenschaftler aus Human- und Veterinärmedizin besuchten das Symposium, das am 7. und 8. Oktober 2010 in Berlin stattfand.

Aufklärung zur Küchenhygiene müsste schon bei Kindern anfangen – in der Schule oder auch beim Kochenlernen in der Familie. Auch Kochshows im Fernsehen könnten aufklärend wirken, beispielsweise wenn der TV-Koch die Show mit dem Händewaschen beginnen würde. Einig waren sich die Experten darüber, dass die Bewertung von Infektionsrisiken auf Daten basieren muss und dass interdisziplinäre Forschung hierzu einen wesentlichen Beitrag leistet. Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen, die das Symposium veranstaltete, unterstützt die Forscher dabei und fördert insbesondere die Zusammenarbeit von Human- und Veterinärmedizin. „Nach knapp zwei Jahren des Bestehens können wir heute sagen, dass unser Konzept aufgeht“, resümierte Professor Dr. Martin H. Groschup, Leiter des Instituts für neue und neuartige Tierseuchenerreger am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) und einer von drei Plattform-Leitern. Auch die Vertreter der drei Ministerien, die sich an der Förderung der Zoonosenforschung beteiligen – Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und Bundesministerium für Gesundheit (BMG) – zeigten sich erfreut über die positive Entwicklung der Zoonosenplattform.

Dass Zoonosen, also Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden, nicht an Landesgrenzen halt machen, machten die wissenschaftlichen Beiträge des Symposiums eindrucksvoll deutlich. Die Zoonosenplattform trägt dieser Tatsache Rechnung, indem sie 2011 das Symposium noch stärker international ausrichten wird.

Hintergrund: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen

Forschung zu Zoonosen findet in Deutschland an vielen verschiedenen Orten und Einrichtungen statt: an Universitäten und in Bundesinstituten, in kleinen Arbeitsgruppen und in großen Verbünden. Dabei sind Wissen und Erfahrung sowohl von Human- und Tiermedizinern als auch von anderen Naturwissenschaftlern von großer Bedeutung. Deshalb ist es notwendig, dass in diesem Bereich alle Forscher eng zusammen arbeiten.

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen als infrastrukturelle und wissenschaftliche Organisation, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, ermöglicht und unterstützt diese Vernetzung. Aufgabe der Plattform ist es, biomedizinische Grundlagenforschung sowie Human- und Veterinärmedizin enger zu verknüpfen, um die Zoonosenforschung in Deutschland effektiver zu gestalten.

Die Nationale Forschungsplattform für Zoonosen ist ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Molekulare Virologie, Zentrum für Molekularbiologie der Entzündung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, der TMF – Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V., Berlin, und des Instituts für neue und neuartige Tierseuchenerreger, Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald – Insel Riems.

Weitere Informationen:
http://www.zoonosen.net – Website der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen

Geistig fit im Alter durch Ernährung

Geistig fit im Alter durch Ernährung, Bewegung und geistige Aktivität

Geistig und körperlich fit bis ins hohe Alter zu bleiben, ist für die meisten Menschen der größte Wunsch. Dazu ist es wichtig, gesundheitliche Risiken zu vermeiden und sich gesundheitsförderlich zu verhalten.

Derzeit leiden in Deutschland nach Schätzungen etwa 1,1 bis 1,2 Millionen Menschen an Demenzerkrankungen. Bis zum Jahr 2050 könnte diese Zahl auf über 2 Millionen steigen, wenn keine wirksamen Möglichkeiten der Vorbeugung und Heilung gefunden werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse helfen zu verstehen, welche Umstände und Risiken das Auftreten von Demenzerkrankungen begünstigen und welche Faktoren und Verhaltensweisen die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz zu erkranken reduzieren können.

Mit der neuen Broschüre „Geistig fit im Alter durch Ernährung, Bewegung und geistige Aktivität“ informiert das Bundesministerium für Gesundheit über die verschiedenen Formen der Demenz und die Präventionsmöglichkeiten. Dazu Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz: „Die meisten Menschen wissen, dass sie durch eine gesundheitsbewusste Lebensweise mit körperlicher Bewegung, ausgewogener Ernährung, Nichtrauchen und der Bewältigung von Stress der Entstehung von Krankheiten vorbeugen können. Noch nicht so verbreitet ist hingegen das Wissen, dass auch einer Alzheimer-Demenz zum Beispiel durch einen gesunden Lebensstil mit körperlicher Bewegung, gesunder Ernährung, geistiger Aktivität und sozialen Kontakten vorgebeugt werden kann. Dies ist umso wichtiger, da wir die genauen Ursachen und Entstehungsprozesse und damit auch heilende Behandlungsmöglichkeiten dieser Krankheit noch nicht kennen“.

Die Broschüre wurde von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Rheinischen Friedrich-Wilhlems-Universität, Siegmund-Freud-Straße 25, 53105 Bonn, Direktor Herr Professor Dr. med. Wolfgang Maier, erarbeitet und wird vom Bundesministerium für Gesundheit als Beitrag zum Nationalen Aktionsplan „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ herausgegeben.

Sie erhalten die Broschüre kostenlos unter Angabe der Bestellnummer BMG-V-10002, Per E-Mail: publikationen@bundesregeierung.de, Telefonisch: 01805/ 77 80 90*, per Fax 01805/ 77 80 94*, Schriftlich: Publikationsversand der Bundesregierung Postfach 481009 18132 Rostock.

* Kostenpflichtig, 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz. Abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen möglich.

Geschmackstage 2010 – Köstliches Deutschland

Ein spannendes Projekt in Kooperation von Slow Food Deutschland und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Ideen und Ziele dieser Geschmackstage sind, dem gesunden Genuss, der Esskultur, der Geselligkeit sowie der Freude an Qualitätsprodukten und der Wertschätzung handwerklicher Lebensmittelerzeugung und dem Entdecken traditioneller Lebensmittel und Rezepte eine dauerhafte jährliche Plattform zu geben.

Slow Food Deutschland befindet sich derzeit in hoffnungsvollen Gesprächen über eine Kooperation mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zu den Geschmackstagen 2010. Im vergangenen Jahr waren diese noch regional auf Brandenburg bezogen und fanden zusammen mit dem Convivium Potsdam statt. Dieses Jahr werden sie nun bundesweit vom 3. bis 9. Oktober 2010 angeboten.

Mehr Informationen dazu unter www.geschmackstage.de

Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen

Geschäftsreisenden schmeckt Frühstück wieder – Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen

Offene Detailfragen durch Bundesfinanzministerium geklärt

Rechtzeitig zur ITB, der weltgrößten Touristikmesse in Berlin, hat das Bundesministerium der Finanzen die noch offenen

steuerrechtlichen Detailfragen zur Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie beantwortet. Der Deutsche Hotel– und Gaststättenverband

(DEHOGA Bundesverband) und der Hotelverband Deutschland (IHA) gehen davon aus, dass damit der Ärger um das Frühstück beendet ist.

„Mit den nun veröffentlichten Regelungen des BMF sind die Geschäftsreisekunden bezüglich der lohnsteuerrechtlichen Behandlung des Frühstücks

wieder so gestellt wie vor der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes zum 1. Januar 2010“, erklären die Verbände. „Das BMF-Schreiben

vom 5. März 2010 bringt für die Geschäftsreisenden die erhoffte Klarstellung und für die Hoteliers die benötigte Rechtssicherheit.“

Die Hotellerie

in Deutschland werde die vom Bundesfinanzministerium gemachten Vorgaben gästeorientiert umsetzen.

Der seit Januar notwendig gewordene separate Ausweis von Übernachtung und Frühstück auf den Hotelrechnungen führte zu Kritik der Wirtschaft und ihrer

dienstreisenden Mitarbeiter. Mit der jetzt eröffneten Möglichkeit, umsatzsteuerlich nicht begünstigte Leistungen wie zum Beispiel das Frühstück und den

Internetzugang zu einem Rechnungsposten „Business-Paket“ zusammenzufassen, kann nun die jahrelang bewährte 4,80-Euro-Regelung für Dienstreisende wieder

zur Anwendung kommen. Unbedingt zu beachten ist aber, dass in einem solchen „Business-Paket“ keine privaten Leistungen enthalten sein dürfen.

„Auch durch die erleichterte Anwendung des Sachbezugswertes für vom Arbeitgeber bezahlte Frühstücke ist sichergestellt, dass kein Dienstreisender schlechter

gestellt ist als im Jahr 2009“, machen die Verbände deutlich. „Es war uns wichtig, dass die dienstreisenden Gäste durch die Mehrwertsteuersenkung ausschließlich

für Übernachtungen keinen unbeabsichtigten lohnsteuerrechtlichen Nachteil erleiden.“

Mitglieder im DEHOGA und im Hotelverband erhalten praxisnahe Informationen zu den wichtigsten Themenkomplexen rund um den reduzierten Mehrwertsteuersatz

für Übernachtungen, die fortlaufend ergänzt und bei Bedarf aktualisiert werden.

Bundesehrenpreis für Spirituosen

Bundesministerium vergibt erstmals Bundesehrenpreis für Spirituosen

Auszeichnung im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfungen – Höchste Auszeichnung der deutschen Ernährungswirtschaft

Im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfungen für Spirituosen 2010 wird das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erstmalig den Bundesehrenpreis für Spirituosen verleihen. Damit werden deutsche Spirituosenhersteller und Kleinbrenner, die im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfungen die besten Gesamtergebnisse erzielen, ausgezeichnet. Der Bundesehrenpreis ist die höchste Auszeichnung in der deutschen Ernährungswirtschaft. Anmeldeschluss für die DLG-Qualitätsprüfung Spirituosen ist der 29. Januar 2010.

Mit der Verleihung des Bundesehrenpreises an die besten Spirituosenhersteller und Kleinbrenner unterstützt das Bundesministerium das bereits hohe Qualitätsprofil deutscher Spirituosen und fördert ihre Spitzenposition auch im internationalen Vergleich. Die Auszeichnung wird pro Bundesland an die erfolgreichsten Teilnehmer in der DLG-Prüfung verliehen. Dies ermöglicht auch mittelständischen Unternehmen und handwerklichen Spezialitätenherstellern, einen der renommierten Preise zu erzielen. Der Bundesehrenpreis wird bereits für die Bereiche Backwaren, Fleisch- und Milcherzeugnisse, Wein, Bier und Fruchtgetränke vergeben.

Die Experten des DLG-Testzentrums Lebensmittel bewerten jedes Jahr den Genusswert und die Qualität von rund 500 Spirituosen, darunter auch zahlreiche Spezialitäten regionaler Klein- und Obstbrenner. Getestet wird im Labor und in einer gesonderten sensorischen Verkostung. Die in Deutschland führende Qualitätsprüfung ist damit eine Plattform, auf der sich Spirituosenhersteller mit ihren Qualitätsprodukten und einem neutral attestierten Genussprofil dem Verbraucher empfehlen können.

www.dlg.org

Geschmackstage 2009 mit Johann Lafer

Genuss und Geschmackserlebnisse in Brandenburg

Köstliches Deutschland – Geschmackstage 2009 in Brandenburg
vom 4. bis 10. Oktober

„Wer wirklich seine Gäste liebt, sich mit dem Essen Mühe gibt“, „Liebe geht durch den Magen“, „Essen hält Leib und Seele zusammen“, … Wohl beinahe jeder weiß einen Sinnspruch, wenn es um gutes Essen und Trinken geht.

Im Land Brandenburg ist die Woche vom 4. bis 10. Oktober 2009 den sinnlichen und vor allem gesunden Genüssen gewidmet!

Nach einem vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM bundesweit ausgerufenen Wettbewerbs wurde das Land Brandenburg mit seiner Landeshauptstadt Potsdam für die Durchführung der Geschmackstage 2009 ausgewählt. Brandenburg tritt nun mit den „Geschmackstagen 2009 Köstliches Deutschland“ an zu zeigen, was es heißt, mit allen Sinnen zu schmecken, zu riechen, zu fühlen – kurz: zu genießen! Und das vor allem gesund und mit einheimischen Produkten.

„Die „Geschmackstage 2009“ können als Plattform von all jenen genutzt werden, die zu mehr Genuss und Geschmack beitragen wollen. Ob Gastronomie, Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kitas und Universitäten, Verbände, Vereine und Initiativen – sie alle sind eingeladen, mit eigenen Beiträgen das Programm der Geschmackstage aktiv zu gestalten“, beschreibt Bundesernährungsministerin Ilse Aigner das Projekt. „Wir freuen uns auf viele Partner, die das gleiche Ziel wie wir verfolgen: Gesundem Essen und Trinken und damit auch den Erzeugern und Weiterverarbeitern wieder den gebührenden Platz und die damit verbundene Wertschätzung einzuräumen. Und wie kann so etwas besser funktionieren, als dies auf vielfältige Weise live zu zeigen?“

Die Eröffnung der Geschmackstage 2009 erfolgt am 5. Oktober 2009, 16 Uhr, durch den Initiator und Sternekoch Johann Lafer und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Gemeinsam mit Dr. Dietmar Woidtke, Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, sowie der Beigeordneten der Stadt Potsdam Frau Elona Müller wird eine speziell für die Brandenburger Geschmackstage kreierte saisonale Köstlichkeit gekocht! Die Eröffnung findet in Potsdam auf dem Luisenplatz direkt vor dem Brandenburger Tor statt.

Über 70 Teilnehmer werden das Programm der Geschmackstage in ganz Brandenburg mit gestalten: Ob die Agrargesellschaft Bobalis in Jüterbog oder die Ziegenkäserei Karolinenhof in Flatow –Betriebe, Gastronomie und öffentliche Einrichtungen werden auf dem Luisenplatz präsent sein und ihre Kochkünste vorstellen oder über gesunden Genuss informieren. Hinzu kommen 14 kulinarische Touren und Haltepunkte im Rahmen des „Tages der Regionen“, der in Kooperation mit den Geschmackstagen stattfindet.

Am Samstag, 10. Oktober, wird Bundesernährungsministerin Ilse Aigner zusammen mit Johann Lafer die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Kochaktion auf dem Luisenplatz in Potsdam offiziell beenden.

Im letzten Jahr stand die Stadt Lüneburg bei den „Geschmackstagen 2008“ mit vielseitigen Angeboten rund um Lebensmittel und Ernährung im Fokus der Öffentlichkeit. In diesem Herbst zeigen das Land Brandenburg und seine Hauptstadt Potsdam, dass Geschmack, Genuss und gesunde Ernährung hervorragend zusammenpassen und dass es dafür bereits viele gute Beispiele gibt.

Die „Geschmackstage“ sind ein vom Bundesernährungsministerium gefördertes Projekt im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Mit diesem Aktionsplan gibt es erstmals eine Gesamtstrategie, um Menschen in Deutschland in ihrem Bemühen um einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichender Bewegung zu unterstützen. Dazu spricht die Bundesregierung alle Altersgruppen in ihren jeweiligen Lebenswelten mit einer Vielzahl zielgruppengerechter Aktionen und Initiativen an ( www.in-form.de ). Dies geschieht gemeinsam mit Ländern und Kommunen, der Wissenschaft und vor allem den Menschen selbst.

Vor diesem Hintergrund haben Sternekoch Johann Lafer und das BMELV die Idee entwickelt, ähnlich wie in Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden oder Belgien, auch in Deutschland jährlich „Geschmackstage“ durchzuführen. Ziel dieser „Geschmackstage“ ist es, dem gesunden Genuss, der Esskultur, der Geselligkeit sowie der Freude an Qualitätsprodukten und der Wertschätzung handwerklicher Lebensmittelerzeugung eine dauerhafte jährliche Plattform zu geben.

Wer Interesse hat, kann sich immer noch für eine aktive Teilnahme an den Geschmackstagen bewerben. Die einzelnen Beiträge und die daran Beteiligten werden im Programmheft der Geschmackstage und im Internet unter www.geschmackstage.de veröffentlicht.

Veranstalter von „Köstliches Deutschland – Geschmackstage 2009 in Brandenburg“ sind das BMELV, das Land Brandenburg und die Stadt Potsdam.

Informationen, Programm und Kontaktadressen unter www.geschmackstage.de