Senföle aus Kapuzinerkresse

Senföle aus Kapuzinerkresse beeinflussen den zellulären Zucker- und
Entgiftungsstoffwechsel

Die auch als Arzneipflanze bekannte
Kapuzinerkresse enthält Senfölverbindungen, die sich beim Verzehr durch
einen scharfen Geschmack bemerkbar machen. Wie eine gemeinsame Studie
des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) und des
Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) nun annehmen
lässt, wirkt Senföl aus Kapuzinerkresse antidiabetisch und aktiviert
Enzyme des Entgiftungsstoffwechsels.

Das Wissenschaftlerteam um Valentina Guzmàn-Pérez, Christiane
Bumke-Vogt sowie Andreas Pfeiffer vom DIfE und Monika Schreiner vom IGZ
publizierte seine Ergebnisse kürzlich in der open access-Fachzeitschrift
PLOS ONE (Guzmàn-Pérez et al. 2016, DOI:10.1371/journal.pone.0162397).

In der Natur kommen Senföle vor allem chemisch gebunden als sogenannte
„Senfölglycoside“ (Glucosinolate) in Kreuzblütlern vor. Zu diesen
Pflanzen gehören beispielsweise Senf, Brokkoli, Pak Choi, Radieschen,
Meerrettich, Garten- und Kapuzinerkresse. Aus der Naturheilkunde ist
seit langem bekannt, dass Senfölverbindungen aus Meerrettich und der
essbaren Großen Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) antibakterielle
Eigenschaften besitzen. Seit kurzem gibt es aber auch wissenschaftliche
Hinweise auf antidiabetische Effekte dieser bioaktiven
Pflanzeninhaltsstoffe. So zeigen zum Beispiel neuere klinische Studien,
dass senfölhaltige Extrakte aus Brokkoli-Sprossen nicht nur die
Cholesterin- und Entzündungsmarker-Werte von Patienten mit
Typ-2-Diabetes günstig beeinflussen, sondern auch deren
Zuckerstoffwechsel. Ebenso hatten in anderen Studien
Meerrettich-Extrakte positive Effekte auf die Wirkung des Botenstoffs
Insulin. Doch welche zellulären und molekularen Mechanismen liegen
dieser antidiabetischen Wirkung zugrunde? Um eine Antwort auf diese
Frage zu finden, untersuchten die Forscher die Stoffwechseleffekte von
Senföl aus Kapuzinerkresse mit Hilfe von Testsystemen, die auf in Kultur
gehaltenen menschlichen Zellen basieren.

Hierzu gaben die Wissenschaftler unterschiedliche Konzentrationen einer
aus Kapuzinerkresse isolierten Senfölverbindung (aromatisches
Benzylglucosinolat) in das Nährmedium der Testzellen und fügten
gleichzeitig das pflanzliche Enzym Myrosinase* hinzu, das die Verbindung
in das Senföl Benzylisothiocyanat überführt. Wie die Forscher
beobachteten, modulierte das im Zellkulturmedium freigesetzte Senföl
dosisabhängig die intrazellulären Signalwege des Botenstoffs Insulin.
Ebenso verringerte es in den untersuchten menschlichen Leberzellen die
Produktion von Enzymen, die für die Zuckerneubildung notwendig sind.

„Hieraus schließen wir, dass Senföl auch in der Leber die
Zuckersynthese vermindert. Dies ist ein sehr wichtiges Ergebnis, da
hinsichtlich einer Diabeteserkrankung eine überschießende, körpereigene
Zuckerproduktion zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führen kann. Unsere
Resultate könnten zudem die positiven Ergebnisse der klinischen Studien
erklären, welche die Wirkung von Brokkoli- oder Meerrettich-Extrakt auf
den menschlichen Zuckerstoffwechsel untersuchten“, sagt Erstautorin
Guzmàn-Pérez. „Ein weiteres interessantes Ergebnis ist, dass das Senföl
auch Schutzmechanismen gegen oxidativen Stress aktiviert, indem es die
Produktion von Enzymen des zellulären Entgiftungsstoffwechsels
stimuliert“, so die Wissenschaftlerin weiter.

„Sicher ist es noch zu früh, um zu sagen, inwieweit der Verzehr von
Kapuzinerkresse dazu beitragen kann, den Zuckerstoffwechsel von Menschen
mit Typ-2-Diabetes zu verbessern oder der Erkrankung vorzubeugen“,
sagt Studienleiter und Diabetologe Andreas Pfeiffer. „Dennoch tragen
unsere Ergebnisse schon heute dazu bei, die molekularen Mechanismen
besser zu verstehen, die den potentiell antidiabetogenen Effekten von
Senfölen zu Grunde liegen“, meint Christiane Bumke-Vogt, die
federführend an der Studie beteiligt war. „Dies ist eine wichtige
Voraussetzung, um neue Ernährungsstrategien und eventuell auch
Diabetesmedikamente zu entwickeln“, ergänzt Ernährungsmediziner
Pfeiffer. „Zukünftig wollen wir unsere gemeinsamen Untersuchungen
vertiefen, indem wir ausreichende Mengen der Senfölverbindungen aus
Kapuzinerkresse isolieren und deren Wirkung weiter in Ernährungsstudien
untersuchen“, sagt Monika Schreiner, die sich mit ihrer Forschung auf
sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe spezialisiert hat.

Link zur Publikation:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5021297/

Thomas Bühner, La Vie, Osnabrück

Wieder führt Bernhard Steinmanns Reise nach Osnabrück.
Ziel ist das Restaurant La Vie, wo der Avantgardist Thomas Bühner (drei Michelinsterne, 19 Punkte im aktuellen Gault&Millau) seine Gäste in stilvollem Ambiente erwartet.

Das Menü „Le Grand Chef“ wird gewählt und mit Spannung erwartet.

Schon der zweite Gruß aus der Küche war von überwältigender Qualität und ein aromatischer Hochgenuss.
Hummer, Rote Bete & Haselnuss.
Die Haselnuss kam auch als Schaum und als Cracker zu Ehren. Aufwändig gestaltet, durchaus als regulärer Gang geeignet.

Weiter geht es mit Loup de Mer,
mariniert, Limequat & Avocado, Couscous
Die Kreuzung aus Limette und Kumquat zeigt leichte Säurenoten ohne damit zu dominieren. Insgesamt eine interessante Kombination mit vielen Einzelteilen.
Der Start ist gelungen, wenn auch das gewählte Geschirr (kann man das überhaupt so nennen?) nach meinem Empfinden eher unpraktisch ist.

Dazu wurde ein ausgezeichnetes Algenfocaccia gereicht.

Der nächste Hochgenuss:
Steinbutt,
2 mal Brokkoli und Dampfnudel, Tobiko-Kaviar
Dass der Steinbutt von bester Qualität ist, verwundert natürlich niemanden mehr.
Der Garpunkt ist vortrefflich und in einem Restaurant der Spitzenklasse auch nicht anders zu erwarten.

Das Fleisch des Fisches war fest, von schöner Struktur und herrlichem Geschmack.
Tobiko, sind übrigens Eier einer bestimmten Art (es gibt davon reichlich) eines Fliegenden Fisches. Dazu etwas Pak Choi und Brokkoli in zweierlei Variationen.
Schließlich ein Taschenkrebstatar (in einer kleinen Dampfnudel) und eine ausgezeichnete Essenz aus Kichererbsen und Jabugoschinken.

Bühners Kreationen sind intelligent gemacht, jedoch nicht verkopft. Sie erschließen sich dem aufmerksamen Gourmet, sobald die einzelnen Komponenten probiert
und in unterschiedlicher Zusammensetzung geschmeckt werden. Nimmt man von allem etwas, offenbart sich das Aromenspektrum und die Geschmacksfülle in einzigartiger Weise.
Puristisch sind Bühners Teller keinesfalls gestaltet. Ihm reicht es offensichtlich nicht, ein gutes Grundprodukt für sich sprechen zu lassen, er arbeitet mit unterschiedlichen Eindrücken,
gegensätzlichen Texturen und reizvollem Mit- und Gegeneinander von geschmacklichen Wahrnehmungen.

Zu den Desserts:
Orange, Haselnuß & marinierter Chicoree.
Die Pâtisserie verblüfft zunächst mit einer interessanten, erfrischenden und sehr wohlschmeckenden Kombination und steigert sich sogar noch beim folgenden Dessert.

Grüner Apfel & Ricotta
Erdmandel, Ruccola Granitée
Erdmandel, eine unterirdische Wurzelknolle mit reichlich Ballaststoffanteil und ein „nochmals gekochter“ Frischkäse ergeben eine interessante Kombination. Das
Ruccola Granitée ist ein pfiffiger Einfall.

Damit hält die Pâtisserie zum Abschluss das Niveau der vorangegangenen Speisen.
Auch das erlebt man nicht alle Tage.

Mehr Infos:
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Brokkoli: Junges Gemüse aus Deutschland

 Vor 200 Jahren wurde Brokkoli, dessen Ursprung im Mittelmeerraum liegt, erstmals in Deutschland kultiviert. In den vergangenen 50 Jahren hat sich das Kohlgemüse von einer kulinarischen Seltenheit zu einer gut verfügbaren und beliebten Gemüsesorte gewandelt. Auf gut 2.000 Hektar wird das grüne Gemüse mittlerweile hierzulande angebaut. Die größten Erzeugermärkte liegen in der Mitte Deutschlands, in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, und produzieren knapp 40 % der heimischen Ernte.

Beim Kauf lohnt es sich, genau hinzuschauen
Das grüne Gemüse ist ballaststoffreich, kalorienarm und auch die Liste der gesunden Inhaltsstoffe ist bei Brokkoli lang: Neben Kalium, Kalzium und Eisen beinhaltet er zahlreiche Vitamine und Antioxidantien. Dabei gilt der Grundsatz: Je erntefrischer, desto mehr der gesunden Inhaltsstoffe sind in Brokkoli enthalten. Frische Exemplare haben knackige Stiele und grüne Blätter. Die Blütenknospen müssen geschlossen und blaugrün gefärbt sein. Kohlköpfe, die bereits braune oder gelbe Flecken aufweisen, sollten besser nicht gekauft werden.

So ist Brokkoli immer bestens aufgehoben
Brokkoli kann auch nachträglich noch aufblühen. Die Röschen werden dann gelb und verlieren ihr typisches Aroma. Brokkoli sollte daher möglichst schnell verzehrt werden. Das Kohlgemüse zum Aufbewahren am besten in Frischhaltefolie einschlagen und im Gemüsefach des Kühlschranks maximal zwei Tage lagern. Brokkoli dabei fern von Äpfeln und Tomaten aufbewahren, denn das von diesen Obst- und Gemüsesorten verströmte Ethylengas verkürzt die Haltbarkeit von Kohl deutlich. Tipp: Brokkoli kann problemlos eingefroren werden. Wird er vorher blanchiert, bleibt der Geschmack noch besser erhalten.

Für schnelle Genießer genau das Richtige
Sowohl die Brokkoli-Röschen als auch der Strunk sind essbar. Während die Röschen dem Geschmack von Blumenkohl ähneln, erinnern die Zweige an das Aroma von grünem Spargel. Bei der Zubereitung zunächst die Blätter, dann den Strunk entfernen. Die Röschen von den dicken Blütenzweigen trennen und anschließend in einem Sieb unter kaltem Wasser sorgfältig waschen. Mit einer Garzeit von fünf bis acht Minuten ist Brokkoli perfekt für die schnelle Küche. Vorsicht: Das grüne Gemüse sollte nicht zu lange gekocht werden, da die wertvollen Inhaltsstoffe ansonsten verloren gehen.

Schon gewusst?
– Im vergangenen Jahr betrug die Einkaufsmenge von Brokkoli hierzulande 43.000 Tonnen.
– Der Name „Brokkoli“ stammt vom lateinischen Wort „brachium“, das so viel wie Zweig bedeutet. Die auf den Zweigen sitzenden Röschen sind – botanisch gesehen – Blütenstände, die geerntet werden, bevor sich die Blüten öffnen.
– Ein Drittel aller in Deutschland verkauften Brokkoli stammen aus heimischem Anbau.

Rezept-Tipp: Brokkolicremesuppe mit Garnelen und Mandelblättchen

(Für 4 Personen)

Zubereitungszeit: 30 min

Garzeit ca.: 25 min

Schwierigkeitsgrad: leicht



Zutaten:

400 g Brokkoli

100 g mehligkochende Kartoffeln

100 g Knollensellerie

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

3 – 4 EL Olivenöl

ca. 800 ml Gemüsebrühe

2 EL Mandelblättchen

250 g Riesengarnelen, küchenfertig

Salz
Pfeffer, aus der Mühle

150 g Crème fraîche

1 Hand voll Basilikum

Zitronensaft

Zubereitung:
Den Brokkoli waschen, putzen und klein schneiden. Die Kartoffeln und den Sellerie schälen und würfeln. Die Schalotte und Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Beides in heißem Öl anschwitzen, Kartoffeln, Sellerie und Brokkoli zugeben und mit der Brühe ablöschen. Etwa 15 Minuten leise weich köcheln lassen. Anschließend fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Ist die Suppe zu flüssig oder zu dick, einfach noch ein wenig köcheln lassen oder Brühe zufügen.
Die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten und aus der Pfanne nehmen. Die Garnelen abbrausen, trocken tupfen und im restlichen Öl 2-3 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Suppe vom Feuer nehmen, die Crème fraîche und fein gehacktes Basilikum zufügen. Die Suppe nochmal schaumig aufmixen und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Teller verteilen und mit den Mandelblättchen und den Garnelen garniert servieren.



Nährwerte:


Kilojoule: 1536 kJ

Kilokalorien: 369 kcal

Broteinheiten: 1 BE

Kohlenhydrate: 11 g

Fett: 29 g

Eiweiß: 17 g

Polettos Kochschule

Fisch-Kokos-Curry mit grünem Gemüse

 

Zutaten für 4 Personen

    200 g  Basmatireis

    Meersalz

    500 g  Brokkoli

    3 Stangen Staudensellerie

    1 Bund Lauchzwiebeln

    30 g  Ingwer

    1  rote Chilischote

    600 g  Kabeljaufilet

    4 EL  Öl (z.B. Erdnussöl)

    1 TL  Currypulver

    300 ml Kokosmilch (aus der Dose)

    1/4 l  Fischfond oder Gemüsebrühe

    ein Spritzer Limettensaft

    30 g  Erdnusskerne (geröstet)

    1  Handvoll frischer Koriander

1. Den Reis in ein Sieb geben, kalt abspülen und nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser garen. Den Brokkoli in kleine Röschen teilen, waschen und abtropfen lassen. Den Sellerie waschen, eventuell entfädeln und in Scheiben schneiden. Die Lauchzwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden. Den Ingwer schälen und fein würfeln oder reiben. Die Chilischote halbieren, entkernen und fein schneiden. Das Fischfilet waschen, trocken tupfen und grob würfeln.

2. Im Wok oder einer großen Pfanne 2 EL Öl erhitzen. Den Brokkoli und den Sellerie darin kurz anbraten. Salzen,  mit Curry besreuen, die Chili zugeben und kurz weiterbraten. Kokosmilch und Fond oder Brühe angießen, alles zum Kochen bringen und etwa 5 Minuten köcheln lassen.

3. Fisch, Ingwer und Lauchzwiebeln zugeben und 5-8 Minuten bei geringer Hitze zugedeckt gar ziehen lassen. Das Curry mit Limettensaft und Salz abschmecken. Mit Erdnüssen und grob gehacktem Koriander bestreuen. Mit dem Reis anrichten.

Tipps:

Einen fruchtige Note und eine leichte Bindung bekommt das Curry, wenn Sie den Kern einer frisch zerkleinerten Mango mitköcheln, an dem noch etwas Fruchtfleisch haftet.

Wer nicht auf die kleinen Ingwerwürfel beißen mag, kann den Ingwer auch reiben. Am besten auf einer japanischen Ingwerreibe aus Porzellan oder Keramik, die in einer Schale auch den wertvollen Ingwersaft auffängt.

 

Mango-Passionsfruchtsalat mit Kokossahne

Zutaten für 4 Personen

    1  große reife Mango

    2  Passionsfrüchte

    brauner Zucker nach Geschmack

    einige Minzeblätter

    100 ml  Kokosmilch (gut gekühlt)

    100 g  Mascarpone

    Vanillezucker nach Geschmack

    100 g  Sahne

    einige Kokoschips zum Garnieren


1. Das Mangofruchtfleisch links und rechts dicht am Kern entlang abschneiden, schälen und in kleine Würfel schneiden. In eine Schüssel geben. Die Passionsfrüchte halbieren, das Innere herauslöffeln, mit der Mango mischen. Nach Geschmack süßen. Die Minze fein schneiden und zugeben.

2. Kokosmilch, Mascarpone und Vanillezucker glatt schlagen. Die Sahne steif schlagen und unterheben. Den Mangosalat in Gläser verteilen, die Kokossahne darübergeben und mit Kokoschips bestreuen.

Cornelia Poletto und Dennis Wilms wünschen guten Appetit!

  Samstag, 23. Juni 2012 um 18:15 Uhr im SR Fernsehen

„Heilsames Basenfasten“

Zeit für einen Frühjahrsputz im Säure-Basen-Haushalt! Aber nicht mit dem Staubwedel, sondern mit Gemüse, Früchten, frischen Kräutern und Kartoffeln. Basenfasten lässt unseren Organismus auf Hochtouren laufen, sagt die Autorin Elisabeth Fischer. Bei einem ausgeglichenen Säure-Basen-Verhältnis fühlen wir uns fit, gesund und rundum wohl, behauptet sie.

„Heilsames Basen Ernährungs-Prinzip und zeigt, wie eine gesunde Ernährung dauerhaft gelingt. Vom Speiseplan gestrichen wird bei dieser Art des „Fastens“ nichts. Auf den richtigen Ausgleich kommt es an. Ein paar Trauben oder etwas Birne zum säurebildenden Lieblings-Käse machen die Säure-Sünde wieder wett. Generell gilt: Der Genuss kommt bei Fischers Basenfasten-Rezepten nicht zu kurz: Brokkoli-Mandel-Creme- Suppe, Trauben-Dattel-Salat, Blumenkohl- Curry mit Tomaten oder Salatcocktail mit Kartoffeldressing entschlackt und schmeckt zugleich.

Elisabeth Fischer: Heilsames Basenfasten. Genießen, entschlacken und schlank werden. 120 Rezepten für jeden Tag, Wien (Kneipp-Verlag), 2012, 132 S., Hardcover,
Bestellink: ISBN: 978-3-7088-0545-0 (portofrei)

Land & Lecker

 

 

Irmgard Gräfin von Looz-Corswarem: ein Name, der Großes vermuten lässt! Und tatsächlich zeigt die toughe Landfrau aus dem Münsterland, dass sie nicht nur auf dem Hof mit eigenem Laden und kleiner Bullen- und Schweinemast, sondern auch in der Küche das Heft fest in der Hand hat. Zum Auftakt von Land & lecker schickt die Landadelige zunächst Ehemann Clemens auf die Jagd – mit Erfolg!

Der passionierte Jäger bringt die wichtigste Hauptzutat für das erste Landfrauenmenü mit nach Hause: ein Wildschwein. Auf diesen Braten können sich die Bäuerinnen aus ganz NRW freuen. Während sie im Neoplan-Bus aus den 50er Jahren gemütlich durch das schöne Münsterland tuckern, schuftet Bäuerin Irmgard mit Freundin Ellen in der Küche. Schließlich soll es am Abend richtig lecker werden.

 

Wildschweinbraten von der Gräfin

 

Vorspeise: Tomatensuppe mit selbstgebackenem Baguette

 

Zutaten:

3kg Tomaten ,2 Schalotten, 1kleine Knoblauchzehe, Salz, Gemüsebrühe, Zucker, Olivenöl.

So wird’s gemacht:

Die Tomaten häuten und den Stielansatz entfernen. Danach die Tomaten würfeln. Schalotten und Knoblauch schälen und würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Schalotten und Knoblauch glasig dünsten, die Tomaten dazu geben und anschmoren. Das Ganze 2 bis 3 Stunden auf kleinster Stufe kochen lassen. Die Suppe durch ein Sieb passieren und mit Salz, Zucker und Gemüsebrühe abschmecken.

Baguettes (sechs mittelgroße)

Zutaten:

1000g Weizenmehl, 40g Hefe, 20g Salz, 700 ml Wasser

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben und mit der Hand eine Kuhle in die Mitte drücken. In diese Kuhle die Hefe mit der Hand zerbröseln und ca. 100-150 ml Wasser gießen. Mit einem Holzlöffel diesen Vorteig in der Kuhle verrühren und eine halbe Stunde abgedeckt stehen lassen.
Danach das restliche Wasser dazugeben und mit einem Rührgerät (Stufe 1) einige Minuten vermengen. Anschließend mit dem Holzlöffel möglichst viel Luft in den Teig unterschlagen, bis der Teig sich vom Schüsselrand löst. Den fertigen Teig in sechs Teile portionieren und erneut eine halbe Stunde abgedeckt gehen lassen. Die Portionen so lange ausrollen, wie das Blech lang ist – abermals 20 Minuten gehen lassen – und dann in den auf 200-220 Grad vorgeheizten Ofen. Eine Tasse heißes Wasser im Ofen ausschütten und die Baguettes 15-20 Minuten goldbraun backen.

 

Hauptspeise: Wildschweinkeule mit Kartoffelpüree und Brokkoli mit gerösteten Pinienkernen

Zutaten:

1-1,5kg Wildschweinkeule, 2 Möhren, eine halbe Porreestange, 1 Zwiebel, 3 Birnen, Preiselbeeren, 1-1,5kg mittelfeste Kartoffeln, 5 Haushaltszwiebeln, 1 kg Brokkoli, 100g Pinienkerne, Olivenöl, Butter, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Wacholderbeeren

Zubereitung:

Die Keule gut mit Salz und Pfeffer einreiben und in heißem Olivenöl anbraten. Geputztes Gemüse in Würfel schneiden, dazugeben und mit schmoren. Das Ganze mit Wasser angießen und im Ofen bei 200°C garen (ca. 1 Stunde je Kilogramm). Die Keule zum Aufschneiden auf einem Brettchen zugedeckt ruhen lassen.
In der Zwischenzeit die Wacholderbeeren entfernen und das Gemüse pürieren, eventuell die Soße noch etwas binden. Die Birnen schälen und in Wein gar ziehen lassen und zum Servieren mit einem Teelöffel Preiselbeeren füllen. Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Zwiebeln schälen in Ringe schneiden und in Butter goldbraun schmoren.

Die gekochten Kartoffeln durch eine Presse drücken, mit heißer Milch und Butter glatt rühren und mit Salz und Muskatnuss abschmecken. Der Brokkoli wird geputzt und in Röschen geschnitten und in Salzwasser – das mit Muskatnuss und ein wenig Butter gewürzt wird – gekocht. Die Pinienkerne werden in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun geröstet und über den gegarten Brokkoli gegeben.

Dessert: Vanillecreme mit Himbeerschaum

Zutaten:

4 Eigelb, 80g Zucker, 250 ml Milch, 6 Blatt Gelatine, 4 Eiweiß, 250 ml Sahne, 2 El Mascarpone, 1 Vanilleschote 500g Himbeeren, Zucker nach Geschmack

So geht´s:

Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Eigelb mit der Hälfte des Zuckers schaumig rühren. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herauslösen und mit der Milch und der Mascarpone langsam zu der Eigelbmasse geben.Die eingeweichte, ausgedrückte Gelatine in siedendheißem Wasser auflösen (Nicht kochen lassen!“). Esslöffelweise Eigelbmasse in diese rühren und kalt stellen.

In der Zwischenzeit Eischnee mit dem Rest Zucker steif schlagen, ebenso die Sahne. Wenn die Eigelbmasse anfängt zu gelieren, hebt man vorsichtig Eischnee und Sahne unter. Zum Stürzen füllt man die Creme in mit Öl ausgefettet Schälchen. Himbeeren in einen schmalen hohen Behälter füllen und pürieren. Um die Kerne zu entfernen wird das Himbeerpüree durch ein Sieb gestrichen.

 

Los geht es am Samtag, 11. Juni 2011 um 18.15 Uhr im SR Fernsehen.

POLETTOS Kochschule

Nudelgerichte führen unangefochten die Liste der Leibgerichte aller Deutschen an. Doch sobald es komplizierter wird, als getrocknete Teigwaren in einen großen Topf mit kochendem Wasser zu geben, greifen die meisten Pastafans lieber zu Fertigprodukten. Ganz ohne Grund: In ihrem ‚Grundkurs Lasagne‘ zeigt Cornelia Poletto, dass die Zubereitung einer Lasagne zwar ein paar Minuten länger braucht, aber problemlos auch von Laien wie Dennis Wilms gemeistert werden kann.

Gemeinsam kocht das Duo eine Lasagne mit Auberginen und Ricotta und eine Gemüselasagne mit Brokkoli und Mozzarella. Zwei Varianten, die garantiert anders schmecken als die tiefgefrorenen Alternativen aus dem Supermarkt. Nebenbei zeigt die Profiköchin, wie überschüssige Bolognese eingekocht werden kann.

NDR, Sonntag, heute, 16:30 – 17:00 Uhr

Die Lüge von der Zahnfee schadet nicht

Warum es manchmal richtig ist, Kindern die Unwahrheit zu sagen – Magazin Reader’s Digest beschreibt die „Überlebenstrickkiste für Eltern“

Sollten Eltern ihren Kindern immer die Wahrheit erzählen oder ist es manchmal hilfreich, ja sogar notwendig, die Unwahrheit zu sagen? Das Magazin Reader’s Digest geht in seiner September-Ausgabe dieser Frage nach und gibt Ratschläge, warum sich Lügen manchmal lohnt.

Wer kennt sie nicht: die Geschichten vom Osterhasen, vom Weihnachtsmann oder von der Zahnfee, von der man sich etwas wünschen darf, wenn der ausgefallene Milchzahn beim Gute-Nacht-Sagen unters Kopfkissen gelegt wird? Diese Episoden schaden keinem Kind, sondern regen die Fantasie an. Viele Kinder machen aus Neugier das Spiel mit, auch wenn sie die Lüge längst erkannt haben. Vor allem bei Anlässen wie Weihnachten nehmen die Einflussmöglichkeiten der Eltern auf ihre Kinder zu, weil der Nachwuchs aus Sorge, es könnte keine Geschenke geben, vieles glaubt und mitmacht.

Anders verhält es sich bei Lügen, die helfen sollen, die kindliche Unschuld zu schützen. Das gilt für negative Aspekte im täglichen Leben, aber auch für peinliche Situationen im privaten Umfeld. Wer seinen Kindern zum Beispiel beim Thema Sex wiederholt Märchen erzählt, statt eine vernünftige Erklärung zu geben, darf sich nicht wundern, wenn er eines Tages von unerwarteten Fragen überrascht wird.

Lügen können aber auch nützlich sein – zum Beispiel im Dienst der gesunden Ernährung. Hier gilt: Es darf fröhlich drauflos geflunkert werden, damit die Kinder sich ausgewogen ernähren und somit eine Basis für die Gesundheit im Erwachsenenalter gelegt wird. Wenn Kinder keine Möhren mögen, könnte dieser Spruch helfen: „Wenn Du als Kind Möhren isst, wirst Du später durch Wände sehen können – wie Supermann.“ Oder, ein anderes Beispiel, das bei Jungs Wirkung zeigt: „Wenn Du Brokkoli isst, musst Du öfter pupsen.“

Im Übrigen können Lügen auch helfen, das Fehlverhalten von Kindern zu korrigieren. So berichtet Reader’s Digest von einer Mutter, die mit ihrem Auto anhält, sobald sich eines der Kinder während der Fahrt abschnallt. „Hat jemand seinen Gurt aufgemacht?“, fragt die Mutter, um sogleich hinzuzufügen: „Das Auto funktioniert erst dann wieder, wenn alle ihre Gurte angelegt haben.“

In einem anderen Fall erzählte eine Frau dem Nachwuchs, der Arzt habe ihre Ohren neu eingestellt, damit sie das Quengeln nicht mehr hören könne. Erst wenn die Kinder sie wieder in normalem Tonfall ansprechen würden, könne sie etwas hören. Eine Lüge, die erfolgreich war.

Die Themen im ARD-Buffet diese Woche

Die Themen im ARD-Buffet in der KW 21/2010
Moderation: Florian Webe

Montag, 24.5.2010 – Entfällt: Pfingstmontag!

Dienstag, 25.5.2010
Zuschauerfragen zum Thema: Guido Buchwald vor der WM in
Südafrika
Experte: Guido Buchwald, Fußballweltmeister 1990
Kochen: Wochenthema in der Küche: Sommerkohl vom Feinsten
Jacqueline Amirfallah bereitet heute zu: Variationen vom
Blumenkohl
Heute zu Gast im Studio: Rolf Seelmann-Eggebert
Gespräch über die anstehende Hochzeit der Kronprinzessin
Victoria mit Daniel Westling
im schwedischen Königshaus

Mittwoch, 26.5.2010
Zuschauerfragen zum Thema: Wenn das Handgelenk schmerzt –
Schmerzen im Handgelenk können vielfältige Ursachen haben.
Oft sind sie die Folge von Stürzen oder Verletzungen. Auch
können Rheuma und Arthrose Probleme bereiten.
Experte: Dr. Manuel Kalt, Fachgebiet Handchirurgie
Kochen: Wochenthema in der Küche: Sommerkohl vom Feinsten
Vincent Klink bereitet heute zu: Gefüllte Zander-Spitzkohl-
Kugeln

Donnerstag, 27.5.2010
Zuschauerfragen zum Thema: Natürlich bauen und sanieren in
Altbau und Neubau –
Experte: Patrick Herzer, Baubiologe
Kochen: Wochenthema in der Küche: Sommerkohl vom Feinsten
Vincent Klink bereitet heute zu: Asiatischer Schnittkohl-
Kokos-Sud mit Scampi

Freitag, 28.5.2010
Zuschauerfragen zum Thema: Süße Früchtchen ziehen:
Beerensträucher –
Expertin: Heike Boomgaarden, Gartenbauingenieurin
Kochen: Wochenthema in der Küche: Sommerkohl vom Feinsten
Otto Koch bereitet heute zu: Brokkoli-Couscous mit
Hähnchenragout
Filmbeitrag: Lena Meyer-Landrut
Porträt über die deutsche Teilnehmerin am Eurovision Song
Contest am 29.05.2010.

Rezept : Norwegischer Lachs mit Apfelmus

Norwegischer Lachs mit Apfelmus

Zutaten für vier Personen:

4 norwegische Lachsfilets je 200g
1 Glas Apfelmus
½ kg Brokkoli
2 Karotten
½ kg kleine, neue Kartoffeln
1 Zweig Rosmarin
Etwas Öl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

1.Den Ofen auf 180 °C vorheizen.
2.Die Lachsfilets leicht salzen und in eine mit Backpapier ausgelegte Ofenform legen.
3.Geschälte Kartoffeln und Rosmarin hinzugeben und mit Backpapier bedecken.
4.10-15 Minuten im Ofen backen.
5.Karotten und Brokkoli in kleine Röschen bzw. Stücke schneiden und für eine Minute in gesalzenem Wasser kochen.
6.Das Gemüse im warmen Wasser für fünf bis sechs Minuten aufbewahren.
7.Den norwegischen Lachs mit dem Apfelmus, den Kartoffeln und dem Gemüse auf einem Teller anrichten.
8.Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Rosmarin garnieren.

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten