EUROPA2 – das absurde Kreuzfahrterlebnis

Drei Wochen Kreuzfahrt für 32.000 Euro zu zweit? Das nenne ich absurd.
Und noch absurder: Die Kreuzfahrt ist oft ausgebucht. Warum ist das so?
Wir haben uns auf die Spur gemacht, das Rätsel zu lösen, wieso die Europa 2 (E2) so beliebt ist und die Leute so viel Geld für eine Reise ausgeben.

Europa 2

Unsere Reise wird uns von Singapur über Malaysia, Thailand, Indien, Sri Lanka, Oman und den Vereinten Emiraten in drei Wochen nach Abu Dhabi führen. „EUROPA2 – das absurde Kreuzfahrterlebnis“ weiterlesen

Frischeparadies eröffnet im neuen Leipziger Selgros-Markt

Wie ein Halbrund ziehen sich acht Frischeparadies-Märkte von Berlin nach München quer durch Deutschland, nur im Osten des Landes gab es bislang immer eine Lücke. Mit der Eröffnung des Shop-in-Shop-Konzepts im Leipziger Selgros-Markt schließt sich nun der Kreis für Profis und Privatkunden: Ab dem 8. Dezember können sie im umgebauten Selgros-Markt einkaufen, in dem ein eigenständiges Frischeparadies mit separatem Eingang und eigenen Kassen integriert ist. „Mit der Symbiose aus Frischeparadies und Selgros wächst die Transgourmet-Familie weiter zusammen“, sagt Uwe Rößler, Geschäftsführer von Frischeparadies. „Und wie das bei Familien so ist, der zentrale Treffpunkt ist immer die Küche. In Leipzig wird es das vorgelagerte Frischeparadies-Bistro mit 50 Sitzplätzen sein.“ Nach dem Neubau der Stuttgarter Niederlassung ist die Neueröffnung in Leipzig dieses Jahr bereits die zweite große Expansion bei Frischeparadies. Betriebsleiter in Leipzig wird Thorsten Reichel sein, der bereits seit sechs Jahren die Niederlassung in Köln-Hürth geleitet hat: „Es ist unglaublich spannend und eine große Herausforderung, ein ganz neues Frischeparadies aufzubauen. Ich freue mich auf viele neue Kunden und Kontakte in die regionale Gastronomie.“

Der Markt erstreckt sich über eine Fläche von über 700 Quadratmetern, dazu kommen über 500 Quadratmeter hinter den Kulissen für Kühlhäuser und die Kommissionierung. Das Kernstück eines jeden Frischeparadieses, die Frischfischtheke, ist in Leipzig sieben Meter lang. Neben Produkten wie den Marensin-Hühnern aus Frankreich, die mit den Siegeln QSFP und Label Rouge ausgezeichnet sind, bringt Frischeparadies mit Bio-Ware, Kapaunen, Wachteln und vielem mehr ein umfangreiches Geflügelsortiment in den Markt, das in Leipzig seinesgleichen sucht. Eine fünf Meter lange Theke teilen sich frisches Fleisch und der Schinkenhimmel, wo von Bresaola über Jamón Iberico bis zum Parmaschinken alles nach Kundenwunsch frisch und hauchdünn aufgeschnitten wird. Obst und Gemüse sind in einem begehbaren gläsernen Kühlhaus untergebracht, in dem optimale Lagerbedingungen herrschen. Zudem gibt es ein exklusives Wein-, Champagner- und Spirituosenangebot. „Das bestehende und bekannte Sortiment von Frischeparadies mit dem eigenen Label QSFP und vielen Partnern, die in Top-Qualität produzieren, wird durch ein großes regionales Angebot aus Sachsen ergänzt“, erklärt Betriebsleiter Thorsten Reichel.

Den traditionellen Kern des Unternehmens bildet das Liefergeschäft. Täglich werden Hotels, Restaurants und Caterer durch den eigenen Fuhrpark an Kühlfahrzeugen mit frischer Ware beliefert. Auch für Leipzig ist die Einführung des Lieferservices geplant, sie wird 2017 erfolgen.

Das Frischeparadies in der Maximilianallee 5 in Leipzig hat von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr geöffnet, am Samstag bis 18 Uhr. Im Bistro werden täglich von 11.30 bis 15.30 Uhr frische Gerichte aus Frischeparadies-Produkten sowie passende Weine und Getränke serviert.

www.frischeparadies.de

Gault Millau 2017 – Thüringen

Zwei Thüringer Köche verbessern sich dieses Jahr nach dem Geschmack der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird: Simon Raabe in seinem  Ende September 2016 eröffneten „Belle Epoque“ in Mühlhausen und Johannes Wallner vom „Clara“ in Erfurt. Raabe, der zuvor im „Küsterhaus“ (in Mühlhausen) kochte, „präferiert weiterhin jene Art zeitgemäßer bürgerlicher Küche, die er während seiner zehn Fortbildungsjahre in der Schweiz und im Elsass verinnerlichte: glasigen Bachsaibling auf Papaya-Chinakohlsalat mit Zitronengras oder auf Apfelholz geräuchertes und mit tasmanischem Bergpfeffer gewürztes Kalbsfilet mit Cassissauce und Gemüse“. Wallner „entfacht zwar kein kreatives Feuerwerk, bietet aber zuverlässig harmonische Gerichte wie Rehrücken in kräftigem Jus mit jungem Sellerie, geschmolzenen Blaubeeren und frischen Morcheln oder Sauerkirschgranité mit Haselnusskrokant unter einem Rosmarinschaum“.
Beide bekommen in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017, die nach dem fanzösischen Schulnotensystem urteilt, jeweils 15 von 20 möglichen Punkten, die für einen „hohen Grad an Kreativität und Qualität“ verliehen werden.

Auf 14 Punkte steigert sich „der vormalige Bauhistoriker, aromenintensiv und edelrustikal kochende Autodidakt“ Dr. Werner Freund vom „St. Georges“ in Dieterode. Seine „kulinarische Tour de France mit Abstechern in andere radsportbegeisterte Länder bietet nach  Entenstopfleber mit bitter-süßer karamellisierter Orange auch eine sehr erfrischende Interpretation der Insalata Caprese (Burrata vom Wasserbüffel, Basilikumsorbet, Tomatenpesto) oder gut bestückte baskische Fischsuppe mit Piment d’Espelette und Pernod“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Thüringen teilen sich mit den beiden Aufsteigern Raabe und Wallner „der kaum noch italienisch kochende“ Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ in Weimar und Christian Hempfe vom „Scala“ in Jena. Bei dem „aufgrund von Nachlässigkeiten“ um einen Punkt abgewerteten Fabbri fanden die Tester „Bretonischen Hummer auf weißem Selleriesalat und einer Nocke des Knollengemüses eine respektable Kombination, besonders dann, wenn großzügig edler Osietra-Kaviar das Gericht nobilitiert – aber nur solange, bis ein unharmonischer Sud von Stangensellerie angegossen wird.“ Der „meist blätter- und blütenreich anrichtende“ Hempfe gefiel mit „farben- und aromafreudigen Gerichten wie der Gänseleber auf Pistazienbrot mit Kirschenspiel oder dem Lammrücken im mediterranen Geleit von gerösteten Artischocken, Oliven und lockeren Quarkgnocchi.“    

Dem Quartett folgen mit 14 Punkten Ulrich Rösch vom „Weinrestaurant Turmschänke“ in Eisenach, der „Kabeljau unter der Röstzwiebelkruste mit sautierten Radieschen, Cidresauce und Tagliarini anrichtet und von der Taube zarte Brust und knusprig gebackene Pâté mit violetter Karotte, Saubohnen und Morchelrisotto inszeniert“, und Andreas Schöppe vom „Il Cortile“ in Erfurt, bei dem „verlockende Antipasti wie das dünn aufgeschnittene Agnello mit eingelegten Peperoni, Bleichsellerie, lila Kartoffeln und gekleckster Thunfischcreme sowie Pasta alla Casarecce mit Garnelen, rosa Rinderfilet, Lauch und Chili eine sichere Bank sind“.  

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 17 Restaurants in Thüringen. 12 Restaurants zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, die ab 13 Punkten verliehen werden. Die schaffen auch die erstmals bewerteten Christin Ballenberger in ihrem Bistro „Das Ballenberger“ in Erfurt „dank Gerichten wie der röschen Perlhuhnbrust in Senfsauce mit Safranweizen und knackigen Erbsschoten“ und Martin Grau im „Le Goullon“ in Weimar durch „typische Bistro-Gerichte wie kurz gebratenes Tatar von der Regenbogen-Makrele mit Avocado, Tomate und Zwiebeltarte“.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Thüringen
15 Punkte
**Clara im Kaisersaal in Erfurt
Scala in Jena
*Belle Epoque in Mühlhausen
***Anna Amalia in Weimar
14 Punkte
**St. Georges in Dieterode
Weinrestaurant Turmschänke in Eisenach
Il Cortile in Erfurt
13 Punkte
Venerius in Eckolstädt
*Das Ballenberger in Erfurt
Posthalterei in Meiningen
Feine Speiseschenke in Rüdigsdorf/Südharz
Anastasia und *Le Goullon in Weimar

*Newcomer  **Aufsteiger ***Absteiger   

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Neues Tim Raue Restaurant in Berlin: PLANET tim raue

Neue Gastronomie im Zeiss-Großplanetarium:
Mit Bistro, Events & Caterings und einer Kooperation mit Spitzenkoch Tim Raue greifen die Betreiber auch kulinarisch nach den Sternen

Am 25. August 2016 öffnete das Zeiss-Großplanetarium in Berlin Prenzlauer Berg nach umfassender Modernisierung und Sanierung als modernstes Wissenschaftstheater Europas wieder seine Türen. Neben einer neuen Medientechnik und 14 unterschiedlichen Programmen zu Astronomie, Naturwissenschaft und Unterhaltung wird das Planetarium unter der Leitung des gastronomischen Trios Elmar und Gernot Karger sowie Tilo Barenthin auch kulinarisch einiges zu bieten haben: Ab sofort sind beispielsweise die 23-Meter-Kuppel mit insgesamt 307 Sitzplätzen, das 3-D Kino mit 160 Sitzplätzen und das Foyer mit Platz für insgesamt 600 Personen für Veranstaltungen aller Art exklusiv zu mieten. Darüber hinaus stehen auch kleinere Räume für Tagungen und Konferenzen zur Verfügung. Im Winter öffnet dann das Bistro seine Türen. Dort wird unter dem Motto „Gesund und lecker“ echte Berliner Küche mit frischen BIO-Produkten, dafür aber mit wenig Zucker und ohne Laktose zubereitet, angeboten. Komplettiert wird das Angebot im Frühjahr 2017 mit zwei Außenterrassen im Park, die über eine Fläche von insgesamt 600 Quadratmetern verfügen.

Sowohl der Betrieb des Bistros als auch die Vermietung der Eventflächen wird unter dem Namen „PLANET Berlin“ laufen und in den Händen der erfahrenen Gastronomen Elmar Karger, Gernot Karger und Tilo Barenthin liegen. Die drei gebürtigen Berliner haben von 2010 bis 2014 gemeinsam die BREAD & butter Berlin kulinarisch bespielt und in dieser Zeit auch erste Kontakte zum Berliner Spitzenkoch Tim Raue geknüpft. Der 42-jährige ist daher auch bei ihrem neuesten Projekt im Zeiss-Planetarium als kulinarischer Berater mit an Bord. Er konzipiert die Speisekarten für das Bistro und zeichnet je nach Kundenwunsch für ausgewählte, im Planetarium stattfindende Events und Caterings verantwortlich.

Event und Gastronomie
Eventagenturen sollten sich das Zeiss-Großplanetarium als die neue Event-Location der Hauptstadt vormerken, denn es gibt wohl kaum einen Ort, an dem die Sterne zum Greifen so nah sind. Wer das Besondere sucht, wird in der 23-Meter-Kuppel mit insgesamt 307 Sitzplätzen fündig. Dank des Sternprojektors, der den nächtlichen Sternenhimmel mit natürlicher Brillanz an die Kuppel projiziert, ein mehrkanaliges, digitales Projektionssystem mit zehn Videoprojektoren für eine 360°-Projektion und dem beeindruckenden 3D-Sound gibt es dort einzigartige technische Möglichkeiten, die mit keiner anderen Location der Stadt vergleichbar sind. Und natürlich ist auch die Atmosphäre galaktisch gut. Wer bei seiner Veranstaltung in der Kuppel auch kulinarisch nach den Sternen greifen möchte, kann unter dem Label „PLANET tim raue“ ein von Sternekoch Tim Raue konzipiertes und durchgeführtes Catering buchen. Ob Gourmetküche à la Restaurant Tim Raue, französische Klassiker, wie sie in der Brasserie Colette serviert werden, oder die über die Grenzen der Stadt hinaus beliebten Gerichte aus dem La Soupe Populaire – das Angebot ist vielfältig und immer auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden angepasst. Selbstverständlich kann aber auch das Inhouse-Catering gebucht werden – thematisch sind hier keine Grenzen gesetzt. Gleiches gilt natürlich auch für das 3-D Kino mit 160 Sitzplätzen und das Foyer mit Platz für insgesamt 600 Personen. Für Sommer-Veranstaltungen und Empfänge stehen außerdem die zwei großen Terrassen mit rund 600 Quadratmetern Eventfläche, ganz idyllisch im angrenzenden Park gelegen, zur Verfügung.

Im Bistro wird voraussichtlich ab Winter an sechs Tagen in der Woche echte Berliner Küche angeboten. Für die Konzeption der Speisekarte zeichnet Tim Raue verantwortlich und der will zeigen: Gesunde Küche kann sowohl lecker als auch erschwinglich sein. Das ist gerade im Planetarium wichtig, denn die Hauptzielgruppe des Bistros sind Kindergärten, Schulen und Familien. Doch natürlich sollen die Gerichte auch erwachsenen Besuchern aus aller Welt schmecken. Auf der Speisekarte werden daher unter anderem Gerichte wie „Stulle mit Leberwurst, saurem Apfel, Majoran & Röstzwiebeln“, „Möhreneintopf mit Ingwer, weißen Bohnen & Kaninchen“ und „Falscher Hase mit Pilzrahmsauce, Kartoffelpüree, Erbsen & Möhrchen“ zu finden sein.

Die Brüder Elmar und Gernot Karger sind echte Spezialisten der Gastro-Branche. Der Diplom-Betriebswirt und Diplom-Bauingenieur haben sich von 2000 bis 2008 bereits als Projektleiter bei Borchardt Catering einen Namen gemacht. Im Anschluss verantwortete Elmar zwei Jahre lang das Controlling im Restaurant „Café am Neuen See“, während Gernot als Projektleiter Operative Gastronomie im Auftrag der BREAD & butter tätig war. 2010 haben sich die beiden Berliner mit dem Cateringunternehmen und Personaldienstleister für Servicepersonal Karger & Karger GmbH selbständig gemacht. 2013 gründeten sie dann das Cateringunternehmen Fuchs + Gans GmbH, das bereits für internationale Kunden wie adidas, den Deutschen Fußball Bund, die Formula E, das Goethe Institut, Google Deutschland, HUGO BOSS, Microsoft Deutschland, Wunderkind, Zalando und viele mehr tätig war. Außerdem betreibt Fuchs + Gans als Exklusivpartner Berlin für Microsoft seit 2013 die „The Digital Eatery“.

Der 1975 geborene Tilo Barenthin ist Diplom-Kommunikationswirt und Diplom-Medienwissenschaftler. Als Manager Food & Beverage der BREAD & butter Berlin hat er von 2010 bis 2014 die gesamten kulinarischen Geschicke der renommierten Mode-Messe verantwortet. Von Februar bis November 2014 war er als Projektleiter für das Restaurant „studio TIM RAUE“ tätig, das er nach der erfolgreichen Eröffnung bis Dezember 2015 als Geschäftsführer leitete. Seit Februar 2016 zeichnet Tilo Barenthin als Projektleiter der „Tim Raue VIP Loge“ für Hertha BSC Berlin im Olympiastaion Berlin verantwortlich.

Das Zeiss-Großplanetarium mit der PLANET Berlin Gastronomie befindet sich in der Prenzlauer Allee 80, in 10405 Berlin. Weitere Informationen zu PLANET Berlin und PLANET tim raue sind unter www.planet-berlin.org zu finden. Anfragen können per Email an info@planet-berlin.org gesendet werden.

Stuttgarter Frischeparadies feiert Neueröffnung

Größer, nachhaltiger und vor allem schöner ist das neue Frischeparadies in Stuttgart geworden. Die begrenzte Kapazität durch das Wachstum der letzten Jahre hat das Unternehmen dazu bewogen, am Standort Stuttgart über 10,5 Millionen Euro zu investieren und in der Ulmer Straße 159 einen Neubau zu beginnen. Genau ein Jahr nach Grundsteinlegung ist auf über 3.200 Quadratmetern Fläche ein ansprechender Markt mit Logistikabteilung entstanden, der nicht nur das Gastgewerbe in Baden-Württemberg beliefert, sondern auch privaten Genießern ein attraktives Einkaufserlebnis bietet. Ein langersehntes Bistro, das in anderen Niederlassungen von Frischeparadies Kommunikationszentrum und Kundenmagnet ist, wurde nun auch in Stuttgart integriert. Die offizielle Eröffnung fand letzte Woche statt.

Wie in einer Markthalle in Frankreich oder Spanien fühlen sich Kunden ab sofort im Stuttgarter Frischeparadies. Für den neuen Markt mit offener Dachkonstruktion wurden etliche Tonnen naturbelassenes Holz verbaut, durch Glaselemente fällt viel Licht ein und schafft eine angenehme, natürliche Atmosphäre. Vor allem auf Nachhaltigkeit wurde großen Wert gelegt. So sind etwa Teile des Daches begrünt, und neueste energiesparende Anlagentechnik sorgt vor und hinter den Kulissen für geringeren Energieverbrauch bei Kühltheken, Tiefkühlhäusern und Eismaschinen. Wer den früheren Markt in der Mercedesstraße kennt, freut sich beim Neubau vor allem auf eine Vielzahl von Neuerungen wie den sechs Meter langen Schinkenhimmel, wo sich Kunden Jamón und Prosciutto unterschiedlicher Reifegrade, Coppa, Salami und Co. hauchdünn aufschneiden lassen. Auch eine Käsetheke wurde im Stil eines Marktstandes geschaffen. Das Herzstück von Frischeparadies, die Fisch- und Seafood-Abteilung, fällt in Stuttgart besonders üppig aus, auf ganzen neun Metern Breite wird frische Topqualität aus dem Meer präsentiert. In die Verkaufsfläche von 1.100 Quadratmetern ist eine begehbare Obst- und Gemüseabteilung integriert, die regionale Produkte, aber auch seltene Sorten und Exoten optimal lagert.

Ob in Berlin oder München, in Frankfurt oder Hamburg: Im Frischeparadies halten sich zur Mittagszeit viele Kunden im Bistro auf, bestellen die berühmte Bouillabaisse oder einen Fischgrillteller und trinken ein Glas Wein dazu. Darauf mussten die Stuttgarter bisher verzichten. Im neuen Frischeparadies gibt es nun endlich ein Bistro mit über 40 Plätzen, von denen aus man an Bistrotischen oder direkt am Tresen sitzend in die offene Küche blickt und den Köchen zuschaut. Von der Auster bis zum Zander wird hochwertige Produktqualität serviert, und was nicht auf der wechselnden Karte steht, kann auf Wunsch individuell vom Koch zubereitet werden. Wer noch unsicher bei der Weinauswahl ist, findet in der deutlich vergrößerten Weinabteilung mit Verkostungstresen die perfekte Anlaufstelle und fachkundige Beratung. Hinter den Kulissen ist jede Menge Raum für Logistik entstanden. Vom Trockenlager über verschiedene Kühlräume für Fisch und Fleisch, Tiefkühllager und entsprechende Vorräume zur Kommissionierung der Waren sind optimale Voraussetzungen geschaffen worden, um Gastronomie und Hotellerie schnell mit dem eigenen Fuhrpark zu beliefern.

Das Frischeparadies in der Ulmer Straße 159 in Stuttgart hat von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr geöffnet, an Samstagen von 8 bis 17 Uhr. Das Bistro ist von Dienstag bis Samstag von 11 bis 15 Uhr in Betrieb. Jeder erste Montag im Monat ist Cash & Carry-Tag, dann gibt es 15 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment und das Bistro ist ebenfalls geöffnet. Für Kunden stehen 52 hauseigene Parkplätze zur Verfügung.

www.frischeparadies.de

Bistronomie – Québecs neue moderne Küche

Die Vielfalt der Küchen in Québec ist groß und es sind vor allem die jungen kreativen Köche, die eine eigenständige kulinarische Kultur entstehen ließen, die weit über die Landesgrenzen bekannt ist. Ein neuer Trend ist die „Bistronomie“ – eine modere Kreuzung aus „Bistro“ und „Gastronomie“, die es sich zum Ziel setzt aus regionalen Produkten kulinarische Leckerbissen zu zaubern. Doch auch die trendigen Food Trucks erobern mit hochwertigen Speisen die Herzen der Gourmets.

In jüngster Zeit haben in der Gourmet-Metropole Montréal zahlreiche neue Restaurants eröffnet, die es zu entdecken gilt. Das Le Mousso (1023 Ontario Street), das erst Mitte September seine Türen öffnete, setzt nicht nur in der Küche auf regionale Produkte sondern serviert auch die Speisen auf in Montreal gefertigtem Geschirr. Auch in der Provinz Québec halten die Food Trucks Einzug. Seit dem Sommer begeistert die TacoBox, am alten Hafen in Montréal Einheimische wie Touristen. Hier gibt es direkt aus dem Truck gefüllte Tortillas mit Hummer aus der Gaspé, Schwein aus Quebéc, Lamm aus Kamouraska oder Ente vom Lac-Brome. Seit Längerem hält sich bereits das IX pour Bistro in Québec City auf Platz eins der beliebtesten Restaurants der Stadt. Das gut besuchte, kleine Restaurant bietet authentische Gerichte mit Produkten frisch vom Markt.

https://www.quebecoriginal.com/en/food

Matthieu Dupuis-Baumal

Klassisch französische Gerichte oder mediterrane Küche? In dem Fünf-Sterne-Hotel Domaine de Manville unweit von Les Baux des Provence bilden das Gourmetrestaurant „La Table“ und ein Bistro das kulinarische Herzstück des Hauses, in dem ab sofort Matthieu Dupuis–Baumal seine Gäste als neuer Küchenchef verwöhnt. Der in Nantes geborene Dupuis–Baumal lässt sich für seine kulinarischen Kreationen von seinen Reisen und seiner langjährigen internationalen Berufserfahrung inspirieren. Zwei Jahre arbeitete er mit dem französischen Sternekoch Michel Roux in dessen Drei-Sterne-Restaurant Waterside Inn in West Berkshire in Großbritannien. Nach seinem Abstecher auf die Insel kehrte Matthieu Dupuis-Baumal zurück in seine Heimat, wo er weiterhin in Topadressen der Gastronomie wie die Zwei-Sterne-Restaurants Le Puits Saint Jacques im Süden Frankreich und das Le George V in Paris tätig war. Vier Jahre, die letzten zwei als Chef de Cuisine, verbrachte er in der Küche des renommierten Drei-Sterne-Restaurants Maison Troisgros nahe Lyon. In der Domaine de Manville begegnet der passionierte Koch nun seiner bisher spannendsten Herausforderung, indem er seine berufliche Erfahrung und Kreativität mit der Liebe zu den regionalen Produkten der Provence vereinen kann. Bretonischer Hummer, hausgemachte Gnocchi gefüllt mit Pfifferlingen oder die Spezialität des Gastronomen, „Jeux de légumes, Jeux de textures“, eine süßsaure Gemüsekreation mit feuriger Chilisoße, sind einige der Highlights auf der Speisekarte des Hotels.
Ebenfalls neu im Team der Domaine de Manville ist mit internationalem Hintergrund Yanis Laboureau, Food and Beverage Manager, und der Sommelièr Bernabé Perez, dessen letzte Station das Drei-Sterne-Restaurant La Bouitte im Osten Frankreichs war. Weitere Informationen unter www.domainedemanville.fr

Das Fünf-Sterne-Hotel Domaine de Manville liegt im Herzen der Alpilles und ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Provence zu erkunden. In nur 30 luxuriösen Zimmern und Suiten sowie neun Villen genießen Gäste exklusive Abgeschiedenheit. Alle Räumlichkeiten des Hotels wurden von der französischen Interior Designerin Annie Zéau liebevoll und individuell gestaltet. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgen das Gourmetrestaurant und das Bistro des Hotels, in denen zeitgenössisch-französische Küche kredenzt wird. Im 530 m2 großen Spa der Domaine de Manville, welches sich in der einstigen Remise befindet, bieten ein beheizter Innenpool, Jacuzzi, Hamam sowie ein großer Sauna- und Fitnessbereich Entspannung. Auf Golfliebhaber wartet der 18-Loch öko-zertifizierte Golfplatz der Domaine, designt von dem renommierten Golfplatzarchitekten Thierry Sprecher.

www.domainedemanville.fr

Ein neues Frischeparadies für Stuttgart

Neuer, größer und schöner wird das Frischeparadies in Stuttgart. Da der Mietvertrag für das bisherige Gebäude ausläuft, das noch hauptsächlich für Kunden aus dem Gastronomiebereich konzipiert war, wird nun ein ansprechender Markt gestaltet, in dem auch Endverbraucher beste Produkte finden. Die Grundsteinlegung für den Neubau mit einer Investitionssumme von 10,5 Millionen Euro erfolgt am Dienstag, dem 14. Juli 2015, um 10 Uhr in der Ulmer Straße 159. Die Fertigstellung ist bereits für Mai 2016 geplant.

Stefan Hagge und Stephanie Klause, beide Betriebsleiter im Stuttgarter Frischeparadies, steht viel Arbeit bevor. In weniger als einem Jahr werden sie mit 51 Mitarbeitern und einem Warensortiment, das etwa 8.000 Lebensmittel umfasst, auf die andere Seite des Neckars umziehen: „Der Umzug wird eine Herausforderung, aber wir freuen uns, unseren Kunden bald einen ganz neu gestalteten Markt zu präsentieren. Außerdem schaffen wir mehr Arbeitsplätze, wir werden etwa 10 bis 20 Prozent mehr Mitarbeiter einstellen, und unser Sortiment auf knapp 12.000 Produkte erweitern“, erklärt Stefan Hagge. Durch den Neubau gibt es im Stuttgarter Markt verschiedene Änderungen. Ein Bistro eröffnet, in dem zur Mittagszeit wechselnde Gerichte serviert werden. In anderen Niederlassungen wie Frankfurt oder München ist das Bistro ein beliebter Treffpunkt und immer gut besucht. Außerdem ist eine Schinkentheke mit „Schinkenhimmel“ nach dem Vorbild spanischer Markthallen geplant, am üppig bestückten Tresen können sich Kunden Jamón und Prosciutto unterschiedlicher Reifegrade, Coppa, Salami und Co. hauchdünn aufschneiden lassen.

Mit dem Schlüsselfertigbau hat die Frischeparadies KG das Stuttgarter Bauunternehmen Wolff & Müller beauftragt. „Ausschlaggebend waren vor allem die technische Kompetenz und die Erfahrung des hiesigen Unternehmens im Industrie- und Gewerbebau für den Mittelstand“, sagt Dietmar Mükusch, Geschäftsführer der Frischeparadies-Gruppe. „Der Neubau hat eine komplexe Holzdachkonstruktion und, bedingt durch das Sortiment von Frischeparadies, eine anspruchsvolle Gebäude- und Kältetechnik mit unterschiedlichen Temperaturbereichen, die eine individuelle Umsetzung im Bau erfordern“, erklärt Roger Ludwig, Projektleiter bei Wolff & Müller. Die Kosten für den Neubau betragen etwa 10,5 Millionen Euro. Das familiengeführte Bauunternehmen wird die Halle inklusive Technikanbau und Außenanlagen in nur knapp einem Jahr fertigstellen. Mitte Mai 2016 soll der Bau schlüsselfertig übergeben werden.

Der Neubau erstreckt sich auf einer Grundfläche von 3.150 Quadratmetern in der Ulmer Straße 159 und ist als eingeschossige Halle mit teils verglasten, teils geschlossenen Fassaden mit vorgesetztem Klinkermauerwerk und aufwendiger Dachkonstruktion konzipiert. Im Bereich der Warenanlieferung wird ein Obergeschoss mit Büro- und Sozialräumen errichtet.

Der Grundstein wird morgen, am Dienstag, dem 14. Juli 2015, um 10 Uhr in der Ulmer Straße 159, gelegt. Passend zu Frischeparadies, dessen Kernkompetenz im Bereich Seafood und frischer Fisch liegt, wird als Zeitkapsel ein ausgedientes Matjesfässchen bei der Grundsteinlegung vergraben. Die Frischeparadies KG ist eine Tochter der Oetker-Gruppe, deren Beiratsvorsitzende Rosely Schweizer wird an der Veranstaltung teilnehmen.

www.frischeparadies.de

Meatpacking District, NYC

Benannt nach den einst dort ansässigen Fleischfabriken, hat das sich das Viertel in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend gewandelt, seinen historischen Charakter aber beibehalten. Heute ist es weniger für sein markantes Kopfsteinpflaster als für angesagte Läden, gehobene Restaurants und ein abwechslungsreiches Nachtleben bekannt.

Must-See Meatpacking-Highlights
Details zu folgenden Aktivitäten, Orten und Veranstaltungen finden Sie auch auf www.nycgo.com/nxn.

Die High Line, eine Parkanlage, erbaut auf einem ehemaligen Bahnstreckenabschnitt, führt von der nördlichen Gansevoort Street bis zur West 30th Street. Der öffentliche Park stellt eine einmalige Gelegenheit dar, inmitten der Innenstadt Grünflächen, Kunstinstallationen und idyllische Sitzecken zu genießen. Ein sich bis zur 34th Street erstreckender Abschnitt des Parks befindet sich aktuell im Bau und wird voraussichtlich im Herbst 2014 eröffnen.
Im kommenden Jahr wird das Whitney Museum of American Art ein neues neunstöckiges Gebäude in der Gansevoort Street in Meatpacking District eröffnen –gelegen unmittelbar zwischen Hudson River und High Line.

Das stilvolle, moderne Viertel beheimatet diverse Luxus-Läden. So befinden sich hier der Flagship Store von Diane von Furstenberg und Joie, eine ready-to-wear Marke berühmt für Bekleidungsstücke aus Seide. Auch Christian Louboutin, bekannt für die unverwechselbaren Stilettos mit roter Sohle, hat 2012 einen Herrenladen in Meatpacking District eröffnet. Ebenso betreibt der Designer Jeffrey hier seit 1999 einen Laden, während die Marke Lilla P in 2011 eine Boutique eröffnet hat. Freunde des Fahrradsports werden fündig bei Rapha Cycles, wo sie stilvolle Sportbekleidung und Accessories erwarten.
Einst beheimatete der Chelsea Market die National Biscuit Company, heute stellt er eine gut besuchte Food Hall mit Lebensmittelangeboten aus aller Welt dar. Von köstlichen Crepes an der Bar Suzette und frisch gebackenem Brot von Amy’s Bread bis hin zu Beef Pie im Tuck Shop und Mac and Cheese bei Ronnybrook Dairy – der nur einen kurzen Fußweg vom Hudson River entfernte Chelsea Market hat für jeden etwas im Angebot.

Im Meatpacking District haben sich mit der Zeit zahlreiche renommierte Restaurants niedergelassen. Die Adresse Spice Market von Jean-Georges Vongerichten zum Beispiel serviert gehobenes asiatisches Street Food wie Steamed Shrimp Dumplings und Chili-rubbed Beef Skewers. In unmittelbarer Nähe erwartet Dos Caminos seine Gäste mit mexikanischen Köstlichkeiten, während Fig & Olive besonders für seine mediterranen Gerichte bekannt ist. Ebenfalls in Meatpacking District befindet sich Macelleria, ein italienisches Steakhouse, spezialisiert auf die Küche Nord-Italiens. Bakehouse Bistro & Bar, ein französisches Café und Bistro, serviert alles von French Pastries in den Morgenstunden bis hin zu Grilled Tuna Niçoise zum Abendessen.
Besucher, die mehr vom Meatpacking District entdecken möchten, können in einem der Hotels direkt vor Ort übernachten. Mit glamourösen loftartigen Zimmern und Suiten stellt das Dream Downtown eine innovative Adresse mit Rooftop Pool und diversen Dining und Nightlife-Optionen dar. The Gansevoort Meatpacking NYC mit Mod-Style-Inneneinrichtung hingegen gleicht einer schicken, urbanen Oase inmitten der Stadt. Neben einem Rooftop Pool und der Rooftop Bar Plunge verfügt das Hotel über einen Spa-Bereich, Veranstaltungsräume und den Club Provocateur.

Das Meatpacking District ist bekannt für sein Nachtleben. Eröffnet in 1992, zählt unter anderem Hogs & Heifers zu den zahlreichen beliebten Adressen. Wer auf der Suche nach Live-Musik unterschiedlichster Art ist, ist richtig im Highline Ballroom.

New Yorker und Besucher, die sich nach Entspannung sehnen, finden im Meatpacking District zahlreiche Spa-Angebote und Salons wie den ausgefallenen Friseur Bumble and bumble, die Spa-Therapien und Fitness-Kurse von exhale spa und den Haar- und Makeup-Salon Prieto Select.

Henssler hinter Gittern

Steffen Henssler zeigt Strafgefangenen Perspektiven auf ein besseres Leben „da draußen“ auf

In seiner neuen, vierteiligen Doku wagt Steffen Henssler ein einzigartiges Experiment: Der Hamburger Starkoch will einer Gruppe von zumeist ungelernten Strafgefangenen das Kochen beibringen und mit ihnen ein Bistro hinter Gittern eröffnen. Nicht zuletzt will der 41-Jährige den Straffälligen so mögliche Perspektiven für die Zeit nach der Haftentlassung aufzeigen. Viele von ihnen sind nämlich noch nie einer legalen Arbeit nachgegangen. Doch schon bald erkennt Henssler, dass seine hehren Ziele sich nur schwer mit der harten Gefängnisrealität vereinen lassen. Wird es dem Starkoch gelingen, in vier Arbeitswochen den Trupp Strafgefangener zu kulinarischen Höchstleistungen zu bringen?

In der vierteiligen Doku-Reihe gewährt die Justizvollzugsanstalt in Bremen-Oslebshausen dem Zuschauer exklusive Einblicke in die ansonsten vollständig abgeschottete Welt hinter meterhohen Gefängnismauern. Auf 725 Haftplätzen ist hier vom Schwarzfahrer bis zum mehrfachen Mörder alles vertreten. 350 Mitarbeiter versuchen, die Straftäter durch verschiedene Arbeits- und Kursangebote zu resozialisieren. Steffen Hensslers Aufgabe besteht darin, das neu errichtete Mitarbeiter-Bistro mit Platz für 60 Personen mit gutem Essen und motivierten Häftlingsköchen auszustatten.

Unterstützt wird Steffen Henssler von JVA-Mitarbeiter Detlev Jendrich. Der 51-Jährige arbeitet seit 13 Jahren in der Anstalt und leitet das Bistro. Nach Ende des Projekts will er mit den von Steffen Henssler angelernten Köchen das Bistro weiterführen. Insgesamt elf Strafgefangene sind zu Beginn des Experiments von Steffen Henssler dabei. Ihre Straftaten reichen von Diebstahl bis zu Raub mit Todesfolge. Nur ein einziger von Steffen Hensslers Kandidaten sitzt zum ersten Mal hinter Gittern. Alle anderen absolvieren zum wiederholten Mal teils mehrjährige Haftstrafen. Sie haben sich an das Leben hinter Gittern gewöhnt, reihen sich in die interne Hackordnung ein und lassen sich „von außen“ eher wenig sagen. Eine Herausforderung für Steffen Henssler, denn Disziplin, Arbeitseifer und Durchhaltevermögen sind hier alles andere als selbstverständlich.

In Deutschland sitzen rund 68.000 Strafgefangene in 186 Gefängnissen ein. Die Unterhaltskosten aller Anstalten belaufen sich auf zwei Milliarden Euro pro Jahr. Eines der wichtigsten Ziele des Strafvollzugs ist die Wiedereingliederung der Inhaftierten in die Gesellschaft, doch fast die Hälfte aller Entlassenen kommt wieder! Oftmals wandern die Ex-Insassen innerhalb kürzester Zeit zurück in den Bau – ein Teufelskreis. Steffen Henssler taucht ein in die Welt, die normalen Menschen für gewöhnlich verborgen bleibt: Er arbeitet mit Verbrechern zusammen, übernachtet sogar in einer Gefängniszelle – Wand an Wand mit Mördern und Gewaltverbrechern. „In der Zelle fühlt es sich an, als hätte einer einen Stein vor die Höhle gerollt und du sitzt drin“, beschreibt der unbescholtene Starkoch seine Eindrücke hinter Gittern. Fasziniert erfährt er von Gefangenen, wie der Alltag hinter Gittern aussieht. „Im Grunde genommen ist das hier eine Schmiede für Schwerkriminelle“ berichtet ihm der mehrfach wegen Diebstahl verurteilte Niko P. Auf einer Vollzugabteilung kämen aus seiner Sicht Verbrecher der unterschiedlichen Bereiche zusammen und man könne so die eigenen Methoden immer weiter perfektionieren, um in Zukunft nicht mehr so schnell ertappt zu werden.

Steffen Henssler versucht diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Mit ihrer eigenen Hände Arbeit Geld zu verdienen war für die meisten Strafgefangenen stets verbunden mit Illegalem. Henssler will aufzeigen, dass ehrliche Arbeit Spaß machen kann, und erteilt deshalb einer Gruppe Freiwilliger einen Crashkurs im Kochen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die bestehenden Werkbetriebe in der JVA, doch aus Hensslers Sicht macht sein Kochprojekt einen großen Unterschied zu Gefängnisschlosserei oder -tischlerei: „In den Gefängnisbetrieben werden die Sträflinge von Bediensteten der JVA angeleitet. Ich hingegen bin Unternehmer von draußen und dadurch wird in meinem Gefängnisprojekt auf jeden Fall schneller und damit praxisnäher gearbeitet.“ Henssler erkennt nach einigen Tagen hinter Gittern, dass viele Gefangene in ihrem bisherigen Leben nur selten gelobt wurden. Ein Lob sei aus seiner Sicht jedoch der größte Antrieb für eine berufliche Tätigkeit.

Um den Gefangenen die Möglichkeit zu geben, ein stetiges positives Feedback zu bekommen, setzt der Starkoch sogar noch eins drauf: Er will den Gefangenen beibringen, in der Bistro-Küche des Gefängnisses ein Produkt herzustellen, dass in Supermärkten außerhalb der Gefängnismauern verkauft wird. Außerdem sollen sie täglich in einem Mitarbeiterbistro der JVA warme Speisen nach Hensslers Rezepten auf den Tisch bringen. Ob der Starkoch seinem Team mit den vielen Aufgaben zu viel zumutet?

Interview mit Steffen Henssler
Gourmet Report (GR): Steffen, wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet in eine JVA zu gehen?

Steffen Henssler (SH): Ein Gefängnis ist natürlich eine Art Mysterium. Es hat mich gereizt herauszufinden, wie es vor Ort abläuft. Ich wollte hinter die Kulissen blicken und war auf die Mitarbeiter und Insassen vor Ort gespannt.

GR: Wie waren die Reaktionen der Strafgefangenen, als sie von dem Projekt gehört haben?
SH: Für das Projekt haben sich viele Insassen angemeldet. Sie hatten Bock etwas Neues auszuprobieren und aus ihrem Alltagstrott auszubrechen. Anderseits haben mich aber auch viele eher als Eindringling empfunden.

GR: Sie haben schon zahlreiche Projekte gemacht – was ist anders, wenn man in einer JVA dreht?
SH: Eine JVA ist eine Welt für sich. Man ist nie wirklich frei und hat immer einen Beamten an seiner Seite. Die Insassen machen freiwillig beim Projekt mit, können jedoch genauso jederzeit und ohne Konsequenzen abbrechen. Bei den teils sehr schwierigen Charakteren und widrigen Umständen vor Ort war dies schwer steuerbar und eine enorme Herausforderung für mich!

GR: Was hat Sie beim Dreh der Doku am meisten verwundert oder überrascht?
SH: Es hat mich überrascht, wie schnell man die Distanz verliert. Ich musste mich oft daran erinnern, dass ich es mit Insassen eines Gefängnisses zu tun hatte, da mir die Leute trotz ihrer Straftaten enorm schnell ans Herz gewachsen sind.

GR: Was war die größte Hürde, die Sie bei der Produktion nehmen mussten?
SH: Die Einschränkung in der eigenen Mobilität. Wenn ein Teilnehmer nicht im Bistro erschienen ist und ich ihn in der Zelle besuchen wollte, war dies mit enormen Hürden verbunden. Wir mussten zuerst offiziell anfragen und dann wurde über den Antrag diskutiert. Der Teilnehmer konnte, sofern der Antrag positiv bewertet wurde, aber auch noch das Besuchsrecht verweigern.

GR: Unabhängig davon, ob das Projekt erfolgreich war oder nicht – das wollen wir ja noch nicht verraten – würden Sie es nochmals machen?

SH: Jederzeit!
Gourmet Report: Danke fürs Gespräch!

Hensslers Biographie:
www.gourmet-report.de/artikel/345427/Biographie-Steffen-Henssler/

Henssler hinter Gittern – 4 Folgen ab Montag, 14.07.14, 20:15 Uhr auf RTL