Aufgepasst beim Kräutersammeln – sichere Bestimmung der Pflanzen ist wichtig

Verwechslungen beim Kräutersammeln können ernsthafte Folgen haben. Wer sich auf die Suche nach Wildkräutern und Heilpflanzen begibt, sollte deshalb die Pflanzenbestimmung nicht vernachlässigen. Ein gutes Fachbuch leistet hierbei wertvolle Unterstützung, die Bestimmung mittels Smartphone birgt hingegen Risiken.

Mit dem Frühling kommen die Wildkräuter und Heilpflanzen zurück. Es wird daher nicht mehr lange dauern, bis sich Menschen wieder in die Natur begeben, um dort Pflanzen zu sammeln. In diesem Jahr könnten es übrigens deutlich mehr als in den Vorjahren sein, da grüne Smoothies im Trend liegen und diese wiederum in Verbindung mit Wildkräutern besonders gut gelingen.

Heike Hübner und Stefan Ansahl, die eines der führenden Blog über grüne Smoothies betreiben, freuen sich über diese Entwicklung, da Wildkräuter besonders reich an Nährstoffen sind. Allerdings weisen die beiden Smoothie-Experten darauf hin, dass eine sichere Bestimmung der einzelnen Pflanzenarten unverzichtbar ist. Viele Menschen begeben sich in die freie Natur und sammeln dort Zutaten für ihre Smoothies, ohne sich auszukennen. Als Folge besteht die Gefahr des Verwechselns von Pflanzen.

Von dieser Verwechslungsgefahr geht ein größeres Risiko aus, als vielen Menschen bewusst ist. Ein typisches Beispiel ist das Verwechseln von Bärlauch mit Aronstab, Herbstzeitlosen oder Maiglöckchen. Derartige Verwechslungen sind äußerst gefährlich, sie können im schlimmsten Fall tödlich enden – und leider kommt es immer wieder zu solchen Unglücken.

Die professionelle Pflanzenbestimmung soll sicherstellen, dass ausschließlich die richtigen Wildkräuter geerntet werden und in der heimischen Küche landen. Hierfür empfiehlt es sich, auf eines der Standardwerke in Sachen Pflanzenbestimmung zurückzugreifen. Im Buchhandel sind mehrere dieser Werke erhältlich. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die einzelnen Pflanzen detailreich abgebildet sind und ergänzend erläutert wird, wo Risiken der Verwechslung bestehen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Kräuterseminare zu besuchen. Im Rahmen von Kräuterwanderungen lassen sich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die Teilnehmer lernen nicht nur, wie sie die einzelnen Wildkräuter und Heilpflanzen richtig bestimmen, sondern erfahren zugleich, wo sie in freier Natur zu finden sind.

Beim Einsatz moderner Technologie gilt es hingegen vorsichtig zu sein. Stefan Ansahl mahnt unter http://www.gruenesmoothies.org/wildkraeuter-identifizieren/ vor dem Griff zum Smartphone. Die Pflanzenbestimmung mittels Internet birgt Risiken, weil die im Web verfügbaren Informationen nicht immer korrekt sind. Vor allem bei Fotos gilt es aufzupassen, nicht immer sind die beschriebenen Pflanzen tatsächlich abgebildet. Deshalb ist es sicherer, auf langjährig etablierte Bücher zur Pflanzenbestimmung zurückzugreifen und somit jegliche Risiken auszuschließen.

Peruanische Küche – Reise

Nach dem Auftakt in Lima führt die 18tägige Tour durch die südperuanischen Regionen Arequipa, Puno und Cusco. Durch die Kombination mit zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema „Küche und Gastronomie“ birgt die Rundreise eine spannende Mischung aus Kulturerleben und Kochgenuss

Die Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die Hauptstadt Lima, die Hoch-Anden- Region mit dem Colca-Canyon in Arequipa, der Titicacasee und die legendäre Inkastadt Machu Picchu werden stets mit Besuchen bei Einheimischen verknüpft. Vielfältige Aktivitäten wie gemeinsames Einkaufen auf lokalen Märkten, Kochen mit Einheimischen, Besuche von landestypischen Restaurants oder ein Kochkurs prägen das abwechslungsreiche Programm.

Die peruanische Küche ist eine der vielfältigsten der Welt. Sie begeistert mit vielen exotischen Gerichten und Zutaten, die nur im Land angebaut und verwendet werden. Das peruanische Nationalgericht Ceviche und das Nationalgetränk Pisco Sour sind schon außerhalb der Landesgrenzen bekannt. Der Blick hinter die Kulissen der peruanischen Kochkünste zeigt den Reisenden, was die Peruaner sonst noch Schmackhaftes aus diversen einheimischen Zutaten zaubern.

Die Reise „Mucho Gusto“ ist unter www.aventoura.de/Peru-Mucho-Gusto/ vom 1. bis zum 18. Dezember 2012 ab 3.950 Euro buchbar sowie zu drei weiteren Terminen in 2013.

Nanosilber – Kleine Teilchen, großes Risiko

Die gesundheitlichen Risiken von Nanosilber sind noch nicht abschätzbar –
dennoch findet es im Alltag zunehmend Verwendung
Nanosilber findet sich mittlerweile in Tapeten, Putzlappen, Frischhaltefolien,
Kosmetika, Sportkleidung, Computertastaturen und inKühlschränken. Es soll der
Bekämpfung von Bakterien dienen. Derzeit ist aber noch nicht hinreichend erforscht,
inwieweit die Verwendung von Nanosilber in Alltagsprodukten gesundheitliche
Risiken birgt. So ist nicht ausgeschlossen, dass der übermäßige, unkontrollierte und
niedrig dosierte Einsatz von Nanosilber nicht zu Resistenzbildung führt.

Eine
Kennzeichnung von Produkten, die Nanosilber verwenden, ist ab September 2013
vorgeschrieben. Diese ist allerdings lückenhaft. Weitere Informationen zum Thema
gibt es auf www.konsument.at

Köstlicher Kürbis

Schulung am ttz Bremerhaven vermittelt Vielfalt der Gaumenfreude

Der Herbst rückt näher und die Kürbisernte beginnt. Erkennt Ihr Gaumen die unterschiedlichen Geschmacksnoten des Saisongemüses? Das ttz Bremerhaven bietet am 6. Oktober 2011 eine Geschmacksschulung für Verbraucher rund um das Thema Kürbis an.

Wie schmeckt eigentlich ein Kürbis? Erkennen Sie den Unterschied zwischen biologisch und konventionell angebauten Produkten? Was ist Masse, was Klasse? Das ttz Bremerhaven lädt alle Verbraucher ein, in seiner Geschmackschule SENSEVENT die Geschmackssinne zu trainieren, verschiedene Kürbissorten zu verkosten und sich fachliches Wissen anzueignen.

Von der kleinfruchtigen Zucchini und Courgettes über großfruchtige Kussa und Squash – die Vielfalt an Kürbissen ist riesig. Das ttz Bremerhaven ermöglicht es Verbrauchern, ihre sensorischen Fähigkeiten in der Geschmackschule SENSEVENT zu prüfen und zu erweitern. Am 6. Oktober 2011 vermittelt das ttz in seinem Sensoriklabor zwischen 16.30 und 19.30 Uhr sensorisches Wissen am Beispiel des Kürbisses.

Zunächst werden die Teilnehmer in die Wissenschaft des Geschmacks eingeführt. Anschließend verkosten die Interessenten verschiedene Kürbissorten, die sich nach Sorte und Herkunft unterscheiden. Sie beschreiben die Kürbisse sensorisch und beurteilen Aussehen, Geruch sowie den Geschmack der Kürbissorten. Außerdem gibt das ttz Bremerhaven generelle Informationen über Kürbisse. Der Forschungsdienstleister öffnet seine Türen für Verbraucher mit Interesse an Geschmack und Sensorik. Mit dem Motto „Mit allen Sinnen lernen & erleben“ orientiert sich die Geschmackschule SENSEVENT am Leitbild des ttz Bremerhaven: „Forschung für mehr Lebensqualität“.

Der Sortenreichtum des Kürbis bereichert unseren Speiseplan und birgt Geschmacksvielfalt. Am ttz Bremerhaven wird die Vielfalt von Nutzpflanzen und -tieren sowie die natürliche Biodiversität gefördert. Der Erhalt ursprünglicher und kulturell wichtiger Arten und Lebensräume bedingt überregionale Kooperationen und Richtlinien. Der regionale Austausch und die Festlegung von Richtlinien zur Aufwertung von Biodiversität in Europa sind Ziele des REVERSE-Projektes – seit Anfang 2010 ist das ttz Bremerhaven Partner.

Die Schulung erfolgt im Sensoriklabor des ttz Bremerhaven,
Lengstr. 3, 27572 Bremerhaven und kostet 30 Euro. Bitte melden Sie sich verbindlich per FAX 0471 – 30 99 33 19 oder über sensevent@ttz-bremerhaven.de an

Bierwerbung mit Gesundheitsbezug unzulässig

Gericht: Aussagen auf der Webseite des Interessenverbandes sind als Werbung einzustufen
Das Landgericht Berlin hat dem Verein Deutscher Brauer-Bund e.V. untersagt, mit gesundheitsbezogenen Aussagen für Bier zu werben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte dagegen geklagt, dass auf der Internetseite des Vereins Bierkonsum unter anderem mit einem verringerten Diabetes- und Krebsrisiko in Verbindung gebracht wurde. „Alkoholkonsum birgt Risiken, die Anbieter nicht verschleiern dürfen“, so Vorstand Gerd Billen.

URL: http://www.vzbv.de/go/presse/1519/index.html?ref_presseinfo=true

50 Aktenkilometer

Berlin birgt Geschichte unter jedem Stein. Das Projekt „50 Aktenkilometer – Ein begehbares Stasi-Hörspiel“ macht nun die Zeitreise möglich. O-Töne und Protokolle aus Stasi-Akten wurden vertont und sind bei einer Audio-Tour an Originalschauplätzen noch bis zum 7. Juni erlebbar. Die Audio Dokumente sind über GPS-Smartphones hörbar.

Mehr unter www.dradio-ortung.de

„Die Kochbibel“ ist KOCHBUCH DES MONATS

„Die Kochbibel“ aus dem Dorling Kindersley Verlag zum KOCHBUCH DES MONATS April 2010 gekürt.

Die Begründung der Jury lautet:
Ach du dickes Ei: Kochbibel als Titel – mein Gott, wofür das Buch der Bücher alles herhalten muss. Ein Kommerzschinken? Die Jury hat weggeguckt…
… und sich geirrt, Asche auf unser Haupt. Denn auf dem Küchentisch liegt nicht nur Masse, sondern, Überraschungsei, auch Klasse: Dieser Omnibus birgt Wahnsinns 1000 Rezepte im Bauch, klug zusammengestellt und so bebildert, als hätten wir gekocht: neue neben altbekannten, klassische Käsemakkaroni neben Nudeln Singapur, überbackener Blumenkohl neben einem entmufften Rosenkohl mit Orange. Zur Wahl stehen Muscheln in Weißwein oder ein Curry mit Meeresfrüchten und Kokosmilch. Zu Großmutters Marmorkuchen aus dem Napf gesellt sich eine Birnentarte mit Mascarpone.

Solche Kochbücher braucht die Welt: 1000-mal Abwechslung plus eine ausführlich bebilderte Kochschule im Anhang. Und, als Krönung, eine Stunde Kino auf DVD. Sie zeigt die Grundtechniken des Kochens, Schnippelns und Zubereitens. Von einem Koch in blütenweißer Jacke so bilderbuchschön und gründlich demonstriert, wie es uns noch keine vorüberhuschende Fernsehkochshow je hat angedeihen lassen.

Kurzum, vier Dinge braucht die gute Küche: die Emphase des Kochs, frische Produkte, scharfe Messer und die Kochbibel. „Hausbuch“ nannte man solch eine Ideengrube früher. – Für den Buchhändler ein Brotartikel, für den Kochanfänger schlicht das gefundene Fressen.
(Frank Brunner)

DIE JURY:
Henri Bach, zwei Sterne-Koch, kann’s
Eva Krumm, 16 Jahre, lernt’s
Robert Menasse, Meister seines Fachs
Frank Brunner, Kritiker

Rezeptprüfer:
Thomas Neeser, bewundert die Rezeptvielfalt

Die Kochbibel. 1000 internationale Rezepte + Kochschule + Menüplaner, Dorling Kindersley Verlag (München), 2009, 544 Seiten, über 3000 Farbfotografien, Bestelllink: ISBN 978-3-8310-1484-2,
29,95 €

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.Kochbuch-des-Monats.de

Aid bietet Experimente rund um den Kochtopf

Alltagsphänomene aus der Küche spielerisch erkunden

aid bietet Experimente rund um den Kochtopf

Wieso fließen beim Zwiebelschneiden Tränen? Weshalb schwimmen Klöße oben, wenn sie gar sind? Warum „verschwindet“ Zucker in Wasser? Der Umgang mit Lebensmitteln birgt jede Menge Geheimnisse! Mit den Unterrichtsbausteinen „Küchengeheimnissen auf der Spur“ können Schüler/-innen der 1. bis 6. Klasse fast 50 solcher Rätsel eigenständig erforschen und die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge dahinter verstehen. Gerade im Alter von sechs bis zehn Jahren sind Kinder neugierig und offen für Neues. Daher können und sollten bereits dann einfache naturwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt werden.

Die vom aid infodienst erarbeiteten Experimente lassen Kinder möglichst viel selbst machen und selbst entdecken. So wecken sie Freude am Forschen und vermitteln praxisnah, einfach und anschaulich naturwissenschaftliches Wissen. Zu allen wichtigen Lebensmittelgruppen gibt es Versuche: Fleisch, Gemüse, Obst, Kartoffeln, Milch und Milchprodukte, Eier und Getreide. Dazu kommen Experimente rund um Kräuter, Zucker und Salz sowie Keime, Nüsse und Speisefette. Jedes Experiment knüpft an Alltagserfahrungen von Kindern an und ist im Unterrichtsmaterial ausführlich beschrieben. Mit Hilfe von Arbeitsblättern können die Schüler/-innen selbstständig experimentieren. Fachinformationen bieten den Lehrkräften Hinweise zum Einsatz des Versuches, eine Erklärung des Phänomens und didaktische Anregungen zur Einbindung in den Unterricht.

Die neun Bausteine der CD-ROM eignen sich für den Unterricht in Grundschule und Klasse 5 bis 6, aber auch für Arbeitsgemeinschaften, als Nachmittagsangebot an Ganztagsschulen und für Vertretungsstunden. Alle Bausteine sind außerdem einzeln als Download erhältlich.

Die aid-CD-ROM „Küchengeheimnissen auf der Spur“ können Sie im aid-MedienShop bestellen.

www.aid.de
www.was-wir-essen.de

Nahrungsmittelunverträglichkeit

Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Schlüssel bei chronisch entzündlichen Erkrankungen?

Yorktest zeigt Zusammenhänge auf und bietet neue Ansätze für
Betroffene

Eliminationsdiät birgt die Möglichkeit, Symptome bei
chronisch entzündlichen Erkrankungen dramatisch zu reduzieren. Dies
sind die Ergebnisse einer neuen Studie, die an der Universität York
durchgeführt wurde.

Die gewonnenen Daten geben Hoffnung, dass bei Menschen, die über
Jahre an chronisch entzündlichen Erkrankungen (z.B. Reizdarm,
Arthritis, Psoriasis) laborieren, eine signifikante Verbesserung
durch simple Adaptierung der Ernährung erzielt werden kann.

„Starke Verbesserung“

Die verblüffenden Ergebnisse, analysiert aus 5000 Teilnehmern
durch die Universität York, zeigten, dass bei über 75% eine moderate
bis starke Verbesserung der Symptome innerhalb von nur drei Wochen
erzielt werden konnte.

Grundlage war eine Eliminationsdiät, basierend auf dem Test
„FoodSCAN Totality“ von Yorktest, welcher weithin zur Feststellung
von Nahrungsmittelunverträglichkeiten (NMU) verwendet wird.

Bemerkenswerte Verbesserungen unter den Betroffenen wurden so z.B.
bei folgenden Symptomen erzielt (%)

– Blähungen (91%)
– Magenverstimmung (90%)
– Chronische Schmerzen (88%)
– Colitis (88%)
– Chronische Müdigkeit (87%)
– Hautausschläge (84%)
– Arthritis (74%)

Besonders Patienten mit Reizdarmsyndrom zeigten eine signifikante
Verminderung von Blähungen sowie Verbesserung der Darmfunktion sowie
der allgemeinen Befindlichkeit.

Geoffrey Hardman (Universität York, Co-Autor der Studie) zu den
Ergebnissen: Mit 5000 Patienten ist diese Studie die größte Ihrer
Art und zeigt zweifelsfrei den Nutzen einer Eliminationsdiät bei den
beschriebenen chronisch entzündlichen Beschwerden.

Die Diagnose einer NMU wird durch zeitlich verzögertes Auftreten
der Symptome, sowie durch oft diffuse Symptomatik erheblich
erschwert. Yorktest kann hier innerhalb weniger Tage die Basis einer
gezielt selektiven Eliminationsdiät legen. Langwierige und oft
frustrane Diätexperimente werden dadurch obsolet.

Yorktest weist an dieser Stelle explizit darauf hin, dass FoodSCAN
sich sowohl in Testaufbau als auch in den Resultaten von anderen
Verfahren dramatisch unterscheidet und bittet um Beachtung dessen.

Peru

Neue Schätze im peruanischen Kuélap

Bis zu 1000 Jahre alte Festungsanlage im Norden birgt unzählige Geheimnisse

Die beschwerliche Arbeit der Archäologen an der Ausgrabungsstätte Kuélap in der peruanischen Amazonasregion wurde erneut belohnt: Unter widrigen Umständen und mit einfachsten Mitteln wurden im südlichen Sektor der riesigen Festungsanlage 20 runde Gebäude entdeckt. Sie sind Teil einer Wohnstätte des Volks der Chachapoyas, das dort in den Jahren 1000 bis 1400 n. Chr. lebte. Das Areal erstreckt sich über fast 64.000 Quadratmeter und umfasste nach Expertenschätzung rund 500 Gebäude, in denen bis zu 2.000 Menschen lebten.

Kuélap liegt rund 2.900 Meter über dem Meeresspiegel an den Andenhängen zum Amazonasbecken im Norden Perus. Die Ausgrabungsstätte mit imposanten Ruinen ist ähnlich bedeutend wie die berühmte Inkastadt Machu Picchu im Süden des Landes, allerdings nicht so überlaufen. So können sich Besucher mit etwas Phantasie leicht in die Zeit vor 600 bis 1000 Jahren zurückversetzen, als diese befestigte Stadt ein lebendiges Zentrum der Chachapoyas-Kultur war.

Die Festung ist dreistöckig aufgebaut und von einer acht Meter hohen Mauer umgeben. Zudem schützen Wachtürme und ein Hauptturm die Anlage. Nur drei Eingangstore ermöglichen den Zutritt. Sie sind so schmal, dass ein einziger Krieger sie verteidigen konnte. So ist leicht vorstellbar, dass diese Festungsanlage für Eindringlinge aus benachbarten Reichen nahezu uneinnehmbar war. Schließlich aber eroberte doch das Inka-Imperium die Festung und besiegte die Chachapoyas.

Die Stadt ist aus Stein errichtet, aber anders als beim Baustil der Inkas sind die Wände mit Menschen- und Tierfiguren verziert. Es wird vermutet, dass in den verschiedenen Stockwerken der Siedlung unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen lebten. Die Wohngebäude waren meist rund. Seit ihrer Wiederentdeckung im Jahre 1843 wurden einige restauriert, um den Besuchern, die sich auf die spannende Reise nach Kuélap machen, den Lebensstil der damaligen Bewohner anschaulich zu machen.

Inmitten von Orchideen und Bromelien ist es ein Vergnügen, das imposante Gelände zu erkunden, das einen guten Eindruck von den großartigen Fähigkeiten des Volkes der Chachapoyas vermittelt – dessen Geheimnisse heute unter der dichten Vegetation ruhen. An diesem herrlichen Ort, wo die Wolken an die Berggipfel stoßen und die Zeit still zu stehen scheint, lebten sie im Einvernehmen mit der Natur. Diese fast magische Stimmung überträgt sich auch auf die Besucher von heute.

Die Ausgrabungen laufen unter der Federführung des peruanischen Nationalen Instituts für Kultur (Instituto Nacional de Cultura, INC), der Regionalregierung von Amazonas sowie des Sonderprojekts Kuélap.

„Ganz Kuélap birgt ein riesiges Geheimnis“, sagt der Direktor des Sonderprojekts, Felipe Catamutti. „Es gibt hier noch viel zu entdecken. Die einzigartigen Dinge, die wir während der vergangenen zwei Jahre gefunden haben, werden zur Zeit untersucht, um ihren wahren historischen und archäologischen Wert festzustellen.“

Trotz der Anstrengungen aus 20 Jahren Forschung und Ausgrabungsarbeiten konnte bisher nur ein Bruchteil der Gesamtanlage entdeckt und restauriert werden. Wissenschaftler bezeichnen die Gegend im Umkreis von Kuélap als die Gegend mit der vielleicht höchsten Dichte an unentdeckten und unerforschten historischen Orten in ganz Südamerika.

Weitere Informationen zu Kuélap unter www.peru.info